Neapel auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

»Landausflüge in Neapel auf eigene Faust planen und buchen«

Viele Kreuzfahrtgäste sind auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu den Landausflügen der Reedereien. In diesem Beitrag zeigen wir, wie man Landausflüge in Neapel auf eigene Faust gestalten kann. Mit Hafeninformationen, Verkehrsoptionen, lohnenswerten Landausflugszielen und Angeboten lokaler Landausflugsveranstalter. Vorab einige Informationen zu diesem schönen Kreuzfahrtziel. Die drittgrößte Stadt Italiens hat gut 900.000 Einwohner und ist zweifellos einer der Höhepunkte für Landausflüge im Mittelmeer. Wenn sich das Kreuzfahrtschiff der Stadt nähert, sollte man an Deck sein. Der Golf von Neapel ist etwa 30 km breit und ragt 15 km ins Land hinein. Er wird im Norden von Ischia und im Süden von Capri und der Halbinsel von Sorrent begrenzt. Die weite Bucht mit dem Häusermeer, den Inseln und dem Vesuv ist atemberaubend schön. Das gilt auch für die Stadt selber. Neapel ist zwar chaotisch, aber wunderschön. Keine andere italienische Metropole hat so viele UNESCO-Welterbestätten. Und im Umland von Neapel sind Capri, die Amalfiküste und Pompeji beliebte Landausflugsziele. Sogar dem bedrohlichen Vesuv kann man ganz nahe kommen.. Letzte Aktualisierung: Februar 2026

Landausflüge in Neapel auf eigene Faust
Bummel durch Neapels berühmte Krippenstraße – Bild: iStock.com/Arcadi_31
Weiter Hafenportraits für Landausflüge im Mittelmeer auf eigene Faust: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Korfu, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Tanger, Valencia, Valletta (Malta)

Wo legt mein Kreuzfahrtschiff in Neapel an?

Das Napoli Cruise Terminal, auch bekannt als „Stazione Marittima di Napoli“ liegt zentral in Neapel. Auch die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt können an den fünf Liegeplätzen festmachen.

Neapel auf eigene Faust
MSC Splendida an der Stazione Marittima di Napoli – Bild: MSC Cruises

Das attraktive Terminalgebäude stammt aus der Vorkriegszeit, wurde aber komplett renoviert. Die Stazione Marittima ist ein modernes Terminal, das eine Vielzahl von Dienstleistungen für Kreuzfahrtpassagiere bietet. Es gibt Passagierlounges, Informationsschalter, Geschäfte, Cafés und Restaurants. Außerdem gibt es gut organisierte Möglichkeiten für den Transport in die Stadt, einschließlich Taxis, Fähren, öffentliche Busse, Stadtrundfahrten und Shuttle-Services nach Pompeji. Die Stazione Marittima ist riesig. Die restlichen Räumlichkeiten werden als Hotel-, Kongress- und Einkaufszentrum genutzt.

Der Kreuzfahrthafen befindet sich nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum Neapels entfernt, was ihn sehr praktisch für Kreuzfahrtpassagiere macht. Von hier aus hat man schnellen Zugang zu vielen der berühmten Sehenswürdigkeiten von Neapel, wie dem Castel Nuovo, der Altstadt (Centro Storico) und dem Palazzo Reale. Direkt nebenan starten die Schnellfähren nach Capri. Die nächstliegende Metrostation „Municipio“ und die beliebte Einkaufsstraße Via Toledo erreicht man in weniger als fünfzehn Minuten zu Fuß.

Landausflüge in Neapel buchen

Für den Tag in Neapel werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Neapel findet man bei GetYourGuide*.

Neapel auf eigene Faust: Transport & Verkehrsmittel

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Neapel auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Neapel:

  • Piazza del Plebiscito: 850 Meter
  • Galleria Umberto I: 950 Meter
  • Galleria Borbonica: 1,3 km
  • Archäologisches Nationalmuseum: 2,1 km
  • Cappella Sansevero: 2,1 km
  • Museo di Capodimonte: 8,1 km
  • Pompeji: 25 km
  • Königspalast von Caserta: 37,1 km
Neapel auf eigene Faust
Karte: Rund um den Hafen von Neapel – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des Hafens von Neapel: 1. Molo Beverello (Fähren nach Capri), 2. Metro Municipio, 3. Castel Nuovo, 4. Start der Hop-on Hop-off Busse, 5. Piazza del Plebiscito, 6. Teatro San Carlo, 7. Galleria Umberto I, 8. Einkaufsstraße Via Toledo

Vom Kreuzfahrthafen in die Innenstadt von Neapel

Das Zentrum von Neapel mit vielen Sehenswürdigkeiten ist vom Hafen aus bequem zu Fuß erreichbar. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind weniger als 2 km vom Hafen entfernt. Das können viele Landausflügler auf eigene Faust zu Fuß schaffen. Bitte auf Taschendiebe achten.

Gibt es in Neapel Shuttlebusse?

Aufgrund der kurzen Wege bieten die Reedereien in Neapel normalerweise keine Shuttlebusse an. Es gibt allerdings Bustransfers nach Pompeji oder zum Vesuv.

Noch ein Blick auf den Kreuzfahrthafen von Neapel
Noch ein Blick auf den Kreuzfahrthafen von Neapel – Bild: MSC Cruises

Öffentliche Verkehrsmittel in Neapel erklärt

Die Metro von Neapel ist das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel der Stadt. Sie besteht aus mehreren Linien, wobei die Linie 1 als Metro dell’Arte eine ganz besondere Rolle spielt. Die Linien 1 und 6 werden von der Firma Azienda Napoletana Mobilità AZN betrieben, die auch für die Busse, Straßenbahnen und Standseilbahnen zuständig ist. Eine Besonderheit ist die Linie 2, die von Trenitalia betrieben wird. Hier eine Übersicht über das Metronetz. Es wird immer daran gearbeitet. Die Linie 6 wurde erst 2024 eröffnet.

Besonders interessant ist die Metro-Linie 1, die die Stadt von Norden nach Süden durchquert. Die meisten Landausflügler, die Neapel auf eigene Faust erkunden, nehmen nur diese eine Metrolinie. Die Metrostation „Municipio“ befindet sich in unmittelbarer Nähe des Kreuzfahrthafens. Folgende Sehenswürdigkeiten kann man vom Hafen aus mit der Linie 1 erreichen:

  • Archäologisches Museum: Metrostation „Museo“
  • Stadtteil Vomero: Metrostation „Vanvitelli“
  • Einkaufsstraße Via Toledo: Metrostation „Toledo“
  • Altstadt: Metrostationen „Toledo“ oder „Dante“
  • Hauptbahnhof: Metrostation „Garibaldi“
  • Kreuzfahrthafen: Metrostation „Municipio/Porto“
Metrostation "Toledo"
Metrostation „Toledo“ – Bild: Savvapanf Photo–stock.adobe.com

Mittlerweile kann man auch in Neapel kontaktlos bezahlen, indem man eine kontaktlose Kreditkarte, Debitkarte oder ein Smartphone (z.B. Apple Pay, Google Pay) auf das Lesegerät hält. Am Ausgang muss man erneut die Karte an ein Lesegerät halten, damit das System die Strecke und den Fahrpreis berechnet. Üblich bei dieser Art der Zahlung ist, dass jeder Fahrgast seine eigene Bankkarte oder sein eigenes mobiles Zahlungsmittel nutzt. Man kann nicht mit einer Kreditkarte zweimal bezahlen.

Was ist mit den Funicolare?

Die neapolitanischen Standseilbahnen werden in dem berühmten Lied „Funiculi, Funicula“ besungen. Es gibt insgesamt vier dieser Funicolare. Die bekannteste Standseilbahn ist wohl die Funicolare Centrale, die die Fußgängerzone Via Toledo mit dem Vomero-Hügel verbindet. Die Haltestelle an der Via Toledo heißt „Augusteo“ und ist nur wenige hundert Meter vom Hafen entfernt. Oben an der Piazza Fuga angekommen, gelangt man zu Fuß (800 Meter) zum mächtigen Castel Sant’Elmo. Der Weg ist gut ausgeschildert. Die Tickets für die Funicolare Centrale kann man kontaktlos mit einer Kreditkarte oder einem Smartphone bezahlen.

Gibt es in Neapel Stadtrundfahrten?

Die „Hop-on-Hop-off“-Busse bieten eine flexible Möglichkeit, Neapel auf eigene Faust zu erkunden, da man an verschiedenen Haltestellen ein- und aussteigen kann, wann immer man möchte. Es gibt verschiedene Anbieter (City Sightseeing, Tramvia) und mehrere Routen, die unterschiedliche Teile der Stadt abdecken. Allerdings ist die Altstadt eng und der Verkehr dicht. Zudem sind die Wege vom Hafen kurz. Man kann das Zentrum der Stadt auch sehr gut zu Fuß und mit der Metro erkunden.

Der bekannteste Anbieter ist die Firma City Sightseeing mit ihren roten Bussen. Los geht es ganz in der Nähe des Cruise Terminals, und zwar direkt hinter dem wuchtigen Castel Nuovo. Es gibt zwei verschiedene Routen. Eine Route führt entlang der Küste und bietet einen atemberaubenden Blick auf den Golf von Neapel. Die zweite Route konzentriert sich auf das historische Zentrum von Neapel und zeigt die wichtigsten kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten. In den Bussen gibt es Audio-Guides in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch, die den Fahrgästen während der Fahrt Informationen zu den Sehenswürdigkeiten vermitteln. Einige Busse bieten auch kostenloses WLAN. Tickets kauft man am Bus oder vorab hier*.

Wie komme ich nach Pompeji?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um vom Kreuzfahrthafen in Neapel auf eigene Faust nach Pompeji zu fahren. Die wichtigsten Möglichkeiten sind die Bahn und ein Bustransfer. Abgesehen davon kann man natürlich am Hafen auch ein Taxi nehmen.

Viele Landausflügler fahren in Neapel auf eigene Faust mit der Regionalbahn Circumvesuviana nach Pompeji. Los geht es am Hauptbahnhof Napoli Centrale, den man zu Fuß oder mit der Metro-Linie 1 erreicht. Im Untergeschoss des Hauptbahnhofs starten die Nahverkehrszüge in Richtung Sorrent (Linie 1). Der Weg zum Bahnsteig ist ausgeschildert. Die Tickets kauft man an einem Schalter direkt am Bahnsteig oder bezahlt kontaktlos zu Beginn und am Ende der Fahrt.

Pompeji auf eigene Faust
Karte: Auf eigene Faust nach Pompeji – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte von Pompeji und den Bahnhöfen: Der Bahnhof Pompeji Scavi-Villa dei Misteri (Circumvesuviana) befindet sich in unmittelbarer Nähe des Eingangs Porta Marina (via Villa dei Misteri). Der Hauptbahnhof (Trenitalia) ist ca. 800 Meter vom Eingang Piazza Anfiteatro (Piazza Immacolata) entfernt.

Nach knapp 30 Minuten erreicht man den Bahnhof „Pompeji Scavi-Villa dei Misteri“. Einer der Eingänge zur Ausgrabungsstätte liegt in unmittelbarer Nähe dieses Bahnhofs. Man kann alternativ natürlich auch reguläre Züge von Trenitalia nehmen. Dann steigt man am gleichnamigen Bahnhof der Stadt Pompeji aus und läuft 800 Meter zum Eingang an der Piazza Anfiteatro (Piazza Immacolata). An den Eingängen bekommt man Tickets und auf Wunsch auch Audioguides. Dazu weiter unten mehr.

Der Campania Express ist ein Regionalzug, der besonders für Touristen gedacht ist. Er fährt von Neapel zu bekannten Orten wie Pompeji, Herculaneum oder Sorrent. Im Vergleich zur Circumvesuviana ist der Campania Express schneller, moderner und bequemer. Die Züge haben eine Klimaanlage, reservierte Plätze und genug Raum für Gepäck. Zusätzlich halten sie nur an wichtigen Bahnhöfen, daher dauert die Fahrt nicht so lange. Der Zug fährt hauptsächlich in der Saison von Frühling bis Herbst und das mehrmals am Tag. Fahrkarten gibt es online oder direkt vor Ort zu kaufen. An vielen Stellen ist es auch möglich, mit Karte zu bezahlen. Aufgrund der Beliebtheit ist es empfehlenswert, frühzeitig zu buchen, um sich einen Platz zu sichern. Das Retourticket kostet derzeit 25 Euro.

In Neapel auf eigene Faust mit dem Zug nach Pomeji
Trenitalia-Bahnhof in Pompeji – Bild: Mbjjmusic auf Unsplash

Es gibt alternativ spezielle Bustransfers von verschiedenen Anbietern, die direkt vom Kreuzfahrthafen in Neapel nach Pompeji fahren. Diese sind oft für Kreuzfahrttouristen ausgelegt und bieten eine bequeme Möglichkeit, direkt zum archäologischen Park zu gelangen. Verschiedene Eintrittskarten mit oder ohne Transfer findet man hier*.

Wie komme ich zum Vesuv?

Um vom Kreuzfahrthafen in Neapel auf eigene Faust zum Vesuv zu gelangen, ist eine Kombination aus Bahn und Bus die günstigste Wahl. Vom Kreuzfahrthafen nimmt man die Metro-Linie 1 zum Hauptbahnhof Neapel (Napoli Centrale). Dort angekommen, steigt man in einen Regionalzug der Circumvesuviana in Richtung Sorrent und steigt knapp 20 Minuten später am Bahnhof „Ercolano Scavi“ aus. Hier nimmt man einen Shuttlebus (Vesuvioexpress) zum Vesuv.

Der Vesuvioexpress fährt direkt zum Vesuvius National Park Visitor Center unterhalb des Gipfelkraters. Wir würde das Tickets für den Nationalpark ebenfalls kaufen. Es gibt am Vesuv praktisch keine Möglichkeit mehr, ein Ticket für den Nationalpark zu erwerben. Man läuft vom Besucherzentrum noch ca. 20 bis 30 Minuten zum Gipfelkrater (Gran Cono) und kann so dem bedrohlichen Vesuv ganz nahekommen. Auf dem Rückweg könnte man noch die Ausgrabungsstätte in Herculaneum ansehen, die nur 600 Meter vom Bahnhof „Ercolano Scavi“ entfernt ist. Bequemer ist natürlich ein Bustransfer* vom Hafen zum Vesuv.

Wie komme ich nach Capri?

Fähren nach Capri (und anderen Inseln im Golf von Neapel) starten an der Molo Beverello. Das ist vom Schiff aus gesehen, direkt links neben der Stazione Marittima. Man läuft vielleicht 200 Meter. Tickets gibt es am Schalter an der Molo Beverello oder vorab online. Die nächsten Abfahrten werden auf einer großen elektronischen Anzeigetafel angezeigt. Bekannte Unternehmen sind zum Beispiel Navigazione Libera del Golfo NLG (navlib.it) oder Caremar (caremar.i). Es gibt aber noch mehrere andere Fährgesellschaften. Anbieterübergreifend kann man die Verbindungen auch bei MrFerry (misterferry.de) abfragen. Die Fahrt nach Capri dauert mit einer Schnellfähre etwa 45 Minuten. Bei Seegang können die Fähren unter Umständen ausfallen! Dieser Landausflug ist nur etwas für gutes und stabiles Wetter!

In Neapel auf eigene Faust nach Capri
Ankunft im Hafen Marina Grande auf Capri – Bild: Pete auf Pixabay

Im Hafen Marina Grande auf Capri ist es meistens richtig voll. Hier kommen im Minutentakt Fähren vom Festland an. Wer möchte, steigt hier in ein Boot zur berühmten „Blauen Grotte“ um. Viele Landausflügler möchten sofort weiter zum Hauptort Capri, den man hoch oben am Hang sieht. Das einfachste Verkehrsmittel ist sicher die Standseilbahn (Funicolare), die ca. alle 15 Minuten fährt. Der Fahrpreis liegt bei 2,40 Euro. Man kauft sich einen Fahrschein und stellt sich dann an. Vormittags und auch am Nachmittag kann es zu Wartezeiten kommen. Alternative Verkehrsmittel sind kleine Busse und Taxis. Sportliche Landausflügler können den Aufstieg auch zu Fuß in Angriff nehmen.

Taxi, Uber & Co

Vor dem Cruise Terminal gibt es einen großen Taxistand. Hier stellt man sich an und muss mit kurzen Wartezeiten rechnen, wenn große Schiffe im Hafen liegen. Die offiziellen Taxis sind weiß und leicht zu erkennen. Eine bekannte Taxizentrale ist TaxiNapoli8888. Auf der Webseite findet man die Taxameterpreise und die offiziellen Festpreise. Etwas anderes würden nicht akzeptieren. Eine Fahrt vom Hafen zum Museo Capodimonte kostet demnach zum Beispiel 15,50 Euro. Uber ist grundsätzlich in Neapel nutzbar. In vielen Fällen erscheint beim Bestellen über Uber in Neapel am Ende ein lokales Taxi, da Uber mit bestehenden Taxi-Anbietern zusammenarbeiten muss.

Highlights für Landausflüge in Neapel auf eigene Faust

Neapel ist ein Hafen, den man immer wieder besuchen kann. Die Stadt und das Umland bieten so viele interessante Landausflugsziele, dass es nie langweilig wird. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Neapel auf eigene Faust.

Karte für einen Stadtbummel zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Karte für einen Stadtbummel in Neapel – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte für einen Stadtbummel in Neapel auf eigene Faust (zu Fuß, mit der Metro und der Standseilbahn): 1. Castel Nuovo, 2. Piazza Municipio mit der gleichhamigen Metrostation, 3. Standort der Hop-on Hop-off Busse, 4. Metrostation an der Fußgängerzone Via Toledo, 6. Chiostro maiolicato im Kloster Santa Chiara, 6. Museo Cappella Sansevero, 7. Krippenstraße, 8. Pizzarestaurant an der Spaccanapoli, 9. Dom, 10. Metro Duomo, 11. Metro Vanvitelli, 12. Castel Sant’Elmo, 13. Standseilbahn, 14. Augusteo Taltstatio Augusteo, 15. Galleria Umberto I, 16. Teatro San Carlo, 17. Piazza del Plebiscito, 18. Palazzo Reale, 19. Gran Caffè Gambrinus, 20. Fußgängerzone Via Chiaia, 21. Galleria Borbonica, 22. Archäologisches Nationalmuseum Neapel

Ein Stadtbummel in Neapel auf eigene Faust

Der Kreuzfahrthafen liegt so günstig, dass man viele Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Neapel in Eigenregie zu Fuß erkunden kann. Wir beschreiben jetzt einen möglichen Stadtbummel in Neapel. Wir starten direkt am Schiff können den größten Teil der Strecke bequem zu Fuß zurücklegen. Die Wege sind überschaubar, zweimal nutzen wir die Metro, einmal die historische Standseilbahn. Los geht’s:

Castel Nuovo & Metro Toledo

Von der Stazione Marittima (dem Kreuzfahrtterminal) gehen wir zunächst gut 1 km in Richtung Castel Nuovo. In der Stadt ist die gewaltige Burg auch unter der Bezeichnung Maschio Angioino bekannt. Hier ist heute das Museo Civico (ein stadtgeschichtliches und kunsthistorisches Museum) untergebracht. Angesichts der vielen Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Neapel würden wir das Museum nicht weiter berücksichtigen.

Direkt vor der mächtigen Festung gibt es einen Zebrastreifen mit Fußgängerampel. Hier kann man die vierspurige Straße überqueren, die am Hafen vorbeiführt. Auf der anderen Seite angekommen, laufen wir 450 Meter zur Metrostation „Municipio“ an der großen Piazza Municipio. Hier nehmen wir eine Metro der Linie L1 in Richtung „Piscinola“ und fahren eine Station bis „Toledo“. Man kann einfach kontaktlos bezahlen.

Die Via Toledo in Neapel auf eigene Faust erleben
Beim Bummel über die Via Toledo auf die Metrostation achten – Bild: iStock.com/Baloncici

Die Metrolinie L1 wird wegen ihrer kunstvoll gestalteten Stationen auch Metro dell’arte genannt. Besonders gelungen ist die Metrostation „Toledo“, wo wir jetzt aussteigen. Mosaike in Blau- und Weißtönen, Spiegelungen und Lichtinstallationen erzeugen eine fast surreale Unterwasseratmosphäre. Wir verlassen die Metrostation und stehen auf der Via Toledo, die eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Neapels ist.

Spaccanapoli & Majolika-Kreuzgang

Nach weiteren 400 Metern auf der Via Toledo kommen wir zur Kreuzung der Via Toledo mit der Via Maddaloni. Die schmale Via Maddaloni ist ein Teil der sogenannten „Spaccanapoli“. Der „Neapel-Spalter“ verläuft schnurgerade vom Vormero-Hügel bis fast zum Hauptbahnhof und gilt als berühmteste Straße (Gasse) Neapels. Sie teilt die Altstadt von Neapel in zwei Teile und ist ein Topziel für Landausflüge in Neapel auf eigene Faust. Neben Geschäften und Restaurants gibt es hier viele berühmte Sehenswürdigkeiten. Spaccanapoli ist natürlich kein offizieller Straßenname. Sie wird durch insgesamt sieben Straßen gebildet und ist gut 2 km lang.

Bereits nach wenigen Gehminuten auf der Spaccanapoli erreichen wir den Klosterkomplex Santa Chiara, der sich auf der rechten Seite befindet. Man sollte sich von der wenig attraktiven Fassade nicht abhalten lassen. Dahinter befindet sich ein wunderschöner Klostergarten mit einem berühmten Kreuzgang (Chiostro maiolicato), der eine Oase in der Altstadt ist. Der Eintritt liegt bei gut investierten 7 Euro.

Verhüllerter Christus
Verhüllerter Christus – Bild: Museo Cappella Sansevero

Cappella Sansevero & Krippenstraße

Jetzt laufen wir ca. 450 Meter zur Cappella Sansevero, die in einer Nebenstraße liegt. Die äußerlich wenig beeindruckende Barockkapelle beherbergt viele bekannte Skulpturen, darunter den verhüllten Christus von Giuseppe Sanmartino. Sie zeigt den liegenden Christus, ganz von einem scheinbar durchsichtigen Stein-Schleier bedeckt, unter dem man Körper, Gesichtszüge und Wundmale erkennt. Die Skulptur ist technisch und emotional extrem eindrucksvoll. Die Besichtigung der Kapelle kostet 12 Euro. Auf der Webseite kann man vorab ein zeitgebundenes Ticket kaufen.

Auch die berühmte Krippenstraße ist eine der Seitenstraßen der Spaccanapoli. Von der Cappella Sansevero geht man ca. 500 Meter. Die Krippenstraße sucht man auf einem Stadtplan vergeblich. Sie heißt offiziell Via San Gregorio Armeno. In der engen Gasse haben sich zahlreiche Krippenbauer angesiedelt. Die Figuren sind gar nicht mal teuer und könnten als Mitbringsel dienen. Neben den üblichen Krippenfiguren werden auch bekannte Persönlichkeiten geschnitzt. Angela Merkel oder Donald Trump zum Beispiel.

Neapolitanische Pizza & Kathedrale der Heiligen Maria Assunta

Zu einem Stadtbummel in Neapel auf eigene Faust gehört eine traditionelle neapolitanische Pizza. Mit ihrem dünnen Boden und dem dicken Rand ist sie ein italienisches Kulturgut. Die Pizza wurde in Neapel erfunden. 1889 backte Raffaele Esposito der Legende nach eine Pizza in den Farben der italienischen Flagge (Tomate, Mozzarella, Basilikum) zu Ehren Königin Margherita. Daraus wurde die Pizza Margherita.

Pizza Margherita auf die Hand
Pizza Margherita auf die Hand – Bild: Matyas Rehak–stock.adobe.com

Die Trattoria e Pizzeria Spaccanapoli an der Via San Biagio dei Librai Nr. 83 (an der Spaccanapoli) ist für Touristen eine gute Adresse. Sie ist nur ca. 200 Meter von der Krippenstraße entfernt und ein ideales Ziel für ein kurzes Mittagessen. Die Pizzen sind mit 10 bis 12 Euro nicht teuer.

Jetzt laufen wir 300 Meter zum riesigen Duomo di Santa Maria Assunta. Man kann den Dom kostenlos besichtigen. Besonders sehenswert ist die Cappella del Tesoro di San Gennaro. Die prunkvolle Barockkapelle aus dem 17. Jahrhundert befindet sich an der rechten Seite und wurde für den Schatz und die Reliquien des hl. Januarius (San Gennaro) errichtet.

Dies ist auch der Ort des berühmten Blutwunders. In der Kathedrale werden Glasampullen mit einer dunklen Substanz aufbewahrt, die als Blut des heiligen Januarius gilt. Das sogenannte Blutwunder besteht darin, dass sich diese Substanz zu bestimmten Terminen verflüssigt, ein Ereignis, das als gutes Omen für die Stadt betrachtet wird.

Blick vom Schiff zum Castel Sant'Elmo in Neapel
Blick vom Schiff zum Castel Sant’Elmo hoch über der Stadt – Bild: MSC Cruises

Castel Sant’Elmo & Funicolare Centrale

Jetzt verlassen wir die Altstadt und laufen einige hundert Meter zur Metrostation „Duomo“. Hier steigen wir in eine Metro der Linie L1 in Richtung „Piscinola“. Neun Haltestellen später steigen wir an der Station „Vanvitelli“ aus und laufen ca. 750 Meter zum Castel Sant’Elmo. Der Eingang befindet sich an der Via Tito Angelini 20/A. Das Castel Sant’Elmo ist eine imposante sternförmige Festung auf dem Hügel Vomero und ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Neapel. Es ist bekannt für die fantastische Aussicht über die Stadt, den Golf und den Vesuv. Der Eintritt liegt bei 5 Euro.

Die Funicolare Centrale ist eine historische Standseilbahn, die das Zentrum Neapels mit dem Hügel Vomero verbindet. Die nutzen wir jetzt, um zurück ins Zentrum zu fahren. Dazu laufen wir 700 Meter zur Bergstation und fahren mit der Standseilbahn hinunter zur Haltestelle „Augusteo“. Das Ticket kostet 1,30 Euro und man kann kontaktlos bezahlen.

Die Funicolari haben in Neapel eine enorme Bedeutung als Verkehrsmittel in einer hügeligen Stadt und als kulturelles Symbol. Das weltberühmte Lied „Funiculì, Funiculà“ von 1880 entstand zur Eröffnung der Vesuv-Seilbahn und wurde später auf Neapels Funicolari übertragen. Es ist heute ein Inbegriff neapolitanischer Lebensfreude.

Eine Standseilbahn (Funicolare) in Neapel
Eine Standseilbahn (Funicolare) in Neapel – Bild: Anze–stock.adobe.com

Galleria Umberto I. & Teatro di San Carlo

Vielleicht 150 Meter von der Haltestelle „Augusteo“ entfernt befindet sich einer der Eingänge zur Galleria Umberto I. Die elegante Einkaufstraße im Jugendstil wurde 1890 fertiggestellt. Besonders beeindruckend ist das Glasdach. Die Ähnlichkeit zur Galleria Vittorio Emanuele II ist unverkennbar. Die Mailänder Passage ist etwas älter und diente den Neapolitanern als Vorbild.

Wir bummeln einmal durch diese wunderschöne historische Einkaufspassage und treten an der Via San Carlo wieder ins Freie. Gegenüber befindet sich das Opernhaus Teatro di San Carlo aus dem Jahre 1737. Mit fast 3.000 Plätzen ist es eines der größten Theater der Erde. Es ist baulich verbunden mit dem benachbarten Palazzo Reale, dem ehemaligen Palast der Könige von Neapel.

Wer vor dem Opernhaus links abbiegt, ist nach wenigen hundert Metern wieder am Castel Nuovo und an der Piazza Municipio, wo unser selbstgeführter Landausflug in Neapel begann. Hier kann man das Kreuzfahrtschiff bereits sehen. Wer noch Lust hat, könnte noch einmal rechts abbiegen und 250 Meter zur Piazza del Plebiscito laufen.

Galleria Umberto I
Galleria Umberto I – Bild: Olga Kropman auf Pixabay

Piazza Plebiscito & Palazzo Reale

Die Piazza Plebiscito ist der größte Platz der Stadt und einer der größten Plätze Italiens. An einer Seite fällt die Kirche San Francesco di Paola inmitten eines langen Säulengangs sofort ins Auge. Die Kirche hat auffällige Ähnlichkeiten mit dem Pantheon in Rom. An der Ecke des Platzes lädt das Gran Caffè Gambrinus zu einer Pause ein. Das Kaffeehaus ist bereits mehr als 150 Jahre alt und eine Institution in der Stadt. Auch wenn der Cappuccino etwas mehr kostet, lohnt sich der Besuch. Hinter dem Gran Caffè Gambrinus beginnt die beliebte Fußgängerzone Via Chiaia.

An die riesige Piazza Plebiscito grenzt auch der ebenso riesige Königspalast Palazzo Reale. Er wurde im 17. Jahrhundert unter spanischer Herrschaft erbaut und diente später den bourbonischen Königen als Residenz. Heute ist der Palast ein Museum. Man kann die prunkvollen königlichen Gemächer, historische Möbel, Fresken und die beeindruckende Ehrentreppe besichtigen. Der Palazzo Reale ist eines der wichtigsten historischen Bauwerke Neapels und kostet 17 Euro Eintritt.

Galleria Borbonica & Rückkehr zum Schiff

Die Galleria Borbonica ist erst seit 2016 für die Öffentlichkeit zugänglich. 2005 wurde das System von Höhlen und Gängen wiederentdeckt, das Mitte des 19. Jahrhunderts auf Befehl des Königs Ferdinand II. angelegt worden war. Der König wollte einen unterirdischen Geheimweg von seinem Palast zum Meer und zu seiner Flotte. Während des 2. Weltkriegs suchten die Einwohner der Stadt unter der Erde Schutz vor Bombenangriffen. Noch heute findet man hier verstaubte Motorräder und Autos aus dieser Zeit. Es gibt insgesamt drei Zugänge. Einer davon befindet sich in der Vico del Grottone Nr. 4. Das ist nur ca. 100 Meter von der Piazza Plebiscito entfernt. Tickets und Führungen gibt es hier*.

Neapels Unterwelt
Neapels Unterwelt – Bild: Galleria Borbonica

Spätestens jetzt ist es Zeit für eine Rückkehr zum Schiff. Vorbei am gewaltigen Castel Nuovo geht man ca. 1,5 km. Auf unserem Stadtbummel haben wir so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Neapel gesehen.

Archäologisches Museum

Ausgelassen haben wir nur das berühmte Archäologische Museum. Von der Spaccanapoli hätte man das Museum bequem zu Fuß erreichen können. Aber das Nationalmuseum gehört zu den bedeutendsten archäologischen Museen der Welt und zeigt vor allem Funde aus Pompeji und Herculaneum. Für einen ausführlichen Besuch mit Farnese-Sammlung, Mosaiken und Pompeji-Funden braucht man mindestens einen halben Tag.

Die besten Landusflugsziele rund um Neapel für Kreuzfahrer

In der Region Neapel gibt es rund um den gleichnamigen Golf zahlreiche sehr interessante Ziele für erlebnisreiche Landausflüge in Neapel auf eigene Faust. Dies ist ein Hafen, der nie langweilig wird. Es locken Trauminseln wie Capri, berühmte archäologische Ausgrabungsstätten wie Pompeji oder Herculaneum und ein bedrohlicher Vulkan. Sogar die Amalfiküste ist von Neapel aus im Rahmen eines Landausfluges gerade noch erreichbar. Und dann sind da noch das berühmte Kunstmuseum Museo di Capodimonte und der gigantische Königspalast von Caserta. Man hat also die Qual der Wahl. Was will man mehr?

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Neapel
Karte der Landausflugsziel im Umland von Neapel – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele außerhalb von Neapel: 1. Museo di Capodimonte, 2. Palazzo Reale di Caserta, 3. Pompeji, 4. Hercaluneum, 5. Vesuv, 6. Capri, 7. Amalfi, 8. Sorrent, 9. Phlegräische Felder, 10. Ischia. Kreuzfahrtschiffe steuern in der Region auch Salerno an (unten rechts)

Kunst im Museo di Capodimonte

Im Norden der Stadt, ca. 4 km vom Hafen entfernt, erhebt sich der grüne Hügel Capodimonte mit dem Palast. Die herrschaftlichen Hauptgebäude gruppieren sich um drei arkadenbestandene Innenhöfe. Der Palast ist Sitz des Museums und der Galerie Capodimonte. Ein Park im Stil einer englischen Gartenanlage umgibt den Palast und bietet Landausflüglern die Möglichkeit einer wohlverdienten Ruhepause. Allein der weite Blick über die Stadt lohnt den Weg hierher. Für Kunstliebhaber ist ein Besuch des Museo di Capodimonte geradezu ein Muss. Zu sehen sind Werke von Caravaggio, Tizian oder Raffael. Dazu gibt es viele bedeutende Renaissance- und Barockgemälde, die ursprünglich aus der Sammlung der Familie Farnese stammen.

Königspalast von Caserta

Der barocke Palazzo Reale di Caserta liegt 35 km vom Hafen entfernt im Hinterland von Neapel. Das riesige Schloss mit der wunderbaren Parkanlage gehört zu den größten Schlössern Europas und wurde von den Bourbonen als Residenz für ihr Königreich beider Sizilien errichtet. Vorbild war natürlich Versailles. Baubeginn war 1751 und seit 1997 zählt der Palast zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das Schloss und der riesige Schlosspark sind Ziel vieler Landausflüge in Neapel. Aber auch Filme wurden hier bereits häufig gedreht. So zum Beispiel Szenen aus Illuminati mit Tom Hanks oder Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung.

Der Königspalast von Caserta ist ein Ziel für Landausflüge in Neapel
Königspalast von Caserta – Bild: Natalia Kogut auf Pixabay

Vesuv Besteigung ab Neapel

Der Vesuv ist ca. 15 km vom Stadtzentrum entfernt und 1944 zum (bisher) letzten Mal ausgebrochen. Mit rund 12.000 Jahren ist er der jüngste und einzige noch aktive Vulkan auf dem europäischen Festland. Doch niemand weiß, wie lange er noch schläft. Seit dem letzten Ausbruch hat der Vulkan zwei Gipfel. Der eigentliche Vesuv ist 1.281 Meter und der Nebengipfel des Monte Somma ist 1.132 Meter hoch. Der Hauptkrater hat eine Tiefe von bis zu 300 m und einen Durchmesser von 600 m. Der Vesuv ist ein Topziel für Landausflüge in Neapel auf eigene Faust.

Der Gipfelbereich des Vesuvs ist Nationalpark und das ganze Jahr über zugänglich. Unterhalb des Kraters gibt es einen Parkplatz. Von hier führt der Sentiero del Gran Cono ca. 1 km bis zum Kraterrand. Man kann dann am Kraterrand entlang wandern und die herrliche Aussicht genießen. Wir empfehlen feste Schuhe und eine Jacke. Der Weg vom Parkplatz zum Krater ist gebührenpflichtig. Das zeitgebundene Ticket muss man vorher auf der Webseite des Nationalparks online erwerben! Der Eintrittspreis liegt bei ca. 11,70 Euro. Angebote rund um den Vesuv findet man direkt bei GetYourGuide*.

Aufstieg zum Vesuv
Aufstieg zum Vesuv – Bild: MSC Cruises

Herculaneum als Alternative zu Pompeji

Herculaneum wurde bei dem Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. von einem Lava- und Schlammstrom bedeckt. Infolgedessen blieb die Stadt weit besser erhalten, als das bei dem gleichen Vesuvausbruch nur mit Asche und Bimsstein zugedeckte Pompeji. Die Ausgrabungen sind aber auch viel schwieriger. Unter der zu Tuff verhärteten Deckmasse blieben in Herculaneum hölzerne Gegenstände (Betten und Truhen) und Mauern aus Flechtwerk erhalten. Die bisherigen Ausgrabungen der zum Teil von dem Ort Ercolano überbauten Stadt lassen erkennen, dass Herculaneum mit seinen mehrstöckigen Häusern und Geschäftsbauten großstädtischer war als Pompeji und in künstlerischer Hinsicht der Nachbarstadt nicht nachstand. Die Webseite des Parco Archeologico di Ercolano gibt es leider nur in italienischer Sprache. Der Eintritt liegt bei 16 Euro. Vom Bahnhof „Ercolano Scavi“ (Circumvesuviana) geht man ca. 600 Meter.

Pompeji auf eigene Faust erkunden

Pompeji war die erste antike Stadt, die in ihrer Gesamtheit ausgegraben wurde, und ist ein weiteres Topziel für Landausflüge in Neapel auf eigene Faust. Sie hinterlässt einen einmaligen und lebendigen Eindruck vom Aussehen einer antiken römischen Stadt. Die Ausgrabungen haben in großem Umfang das Leben aufgedeckt, das die Menschen im Augenblick der Katastrophe führten. Man fand den Bäcker hinter dem Backofen, den Wirt am Schanktisch. Über diese Spuren des Alltagslebens hinaus sieht man die öffentlichen und privaten Bauten einer blühenden römischen Stadt. Um das Forum herum liegen Tempel, Markthallen und Verwaltungsgebäude. Nahe der Umfassungsmauer der Stadt trifft man auf das große und das kleine Theater und auf das Amphitheater. Es gab mehrere umfangreiche und luxuriös eingerichtete Thermen. Die Wohnhäuser sind ebenfalls Beweise für die aufwendige und heitere Lebensweise der Bürger von Pompeji. Die Casa del Fauna war ein großer Familienpalast, in dem das berühmte Mosaik der Alexanderschlacht (jetzt im Nationalmuseum in Neapel) gefunden wurde. Die Wandmalereien von Pompeji sind die eindrucksvollsten der römischen Antike. Und noch heute werden immer wieder neue Entdeckungen gemacht. Das Gelände ist sehr groß. Für eine Besichtigung benötigt man mindestens 4 Stunden. Sonnenschutz und Wasser bitte nicht vergessen.

Der Eingang Porta Marina befindet sich in unmittelbarer Nähe vom Bahnhof „Pompei Scavi-Villa dei Misteri“ (Circumvesuviana). Die Eintrittskarten kosten 20 Euro (Pompeji Express) und können vor Ort oder über die Webseite des Archäologieparks erworben werden. Die Tickets sind zeitlich limitiert (tägliches Kontingent), daher wird eine Vorabbuchung online empfohlen, besonders in der Hauptsaison. Am Eingang Porta Marina gibt es auch Audioguides, die gegen eine Gebühr ausgeliehen werden können und sehr hilfreich sind. Wie bei allen archäologischen Ausgrabungsstätten empfehlen wir eine Tour mit einem kundigen Guide. Man hat einfach mehr davon. Tickets und Touren findet man hier*.

Pompeji
Landausflüge nach Pompeji – Bild: MSC Cruises

Capri als Tagesausflug ab Neapel

Capri, die gut 10 Quadratkilometer große und bis zu 589 Meter ansteigende Insel, ist ein Traumziel für viele Kreuzfahrer. Die Schönheit Capris entdeckte bereits Kaiser Augustus. Er ließ auf der Insel die erste kaiserliche Sommerresidenz bauen. Zu den größten Sehenswürdigkeiten der kleinen Insel gehören die Blaue Grotte, die Via Krupp, die Piazza Umberto I im Ort Capri oder die Villa San Michele. Auf der kleinen Insel kann man sich hervorragend zu Fuß oder mit den kleinen orangen Bussen fortbewegen. Der winzige Busbahnhof des Ortes Capri befindet sich an der Piazza Martiri d’Ungheria. Von hier kann man mit den kleinen Bussen nach Anacapri, Marina Picola und Marina Grande (Fährhafen) fahren. Wir empfehlen einen Capri-Ausflug nur bei gutem Wetter, weil sonst die Gefahr besteht, dass der Fährverkehr eingestellt werden muss.

Die Fähren aus Neapel machen in Marina Grande fest. Wer möchte, kann von hier aus mit Motorbooten zur berühmten Grotta Azzurra (Blauen Grotte) weiterfahren. Das Städtchen Capri auf dem Berg kann man zu Fuß (ca. 30 Minuten bergauf), mit einem Taxi, einem Bus oder dem Funicolare erreichen. Die meisten Urlauber nutzen den Funicolare für 2,40 Euro und gelangen so direkt zur Piazza Umberto I in Capri. Von hier aus hat man nach allen Seiten Zugang in die malerischen mittelalterlichen Viertel des maleischen Städtchens.

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