Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge in Colón auf eigene Faust. Die Hafenstadt an der Karibikküste Panamas liegt am Eingang des Panamakanals und wurde 1850 am Endpunkt der Panama Railroad gegründet. Sie ist nach Christoph Kolumbus (spanisch: Cristóbal Colón) benannt. Für Kreuzfahrer ist Colón eher wenig attraktiv. Die Stadt gilt als unsicher und kämpft mit hoher Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Dennoch besuchen viele Reisende den Hafen, vor allem wegen seiner Nähe zum Panamakanal. Der Panamakanal mit seinen Schleusen und Brücken ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge in der Karibik. Besonders die neuen Agua-Clara-Schleusen befinden sich in Hafennähe. Weitere Highlights in der Umgebung sind die Festung San Lorenzo, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, sowie Portobelo, von wo einst die spanische Silberflotte in Richtung Heimat startete. Die Hauptstadt Panama-Stadt am Pazifik ist nur 75 km entfernt und ein beliebtes Landausflugsziel. Letzte Aktualisierung: Mai 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
📍 Liegeplatz: Colón Cruise Terminal
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Der Hafen liegt direkt in Colón
🏖️ Nächster Strand: Playa La Angosta (ca. 32 km)
✨ Highlights in Colón: Colón 2000 Duty Free Mall (direkt am Hafen)
✨ Highlights im Umland: Panamakanal, Fort San Lorenzo, Portobelo, Panama City
🗺️ Fortbewegung: Organisierte Landausflüge empfohlen
⏱️ Ideal für: Panamakanal, Panama City, Naturerlebnisse rund um den Gatún-See
💶 Gut zu wissen: US-Dollar im Tourismus; Amtssprache ist Spanisch; viele Menschen sprechen auch Englisch; Sicherheitslage beachten
📶 Internet: WLAN im Hafenbereich; unterwegs am besten eSIM (z. B. GigSky, Simbye)
👉 Fazit: Der Fokus liegt auf dem Panamakanal, Ausflügen nach Panama City sowie Naturerlebnissen rund um den Gatún-See. Wer Panama zum ersten Mal besucht, könnte entweder die Agua-Clara-Schleusen mit dem Gatúnsee kombinieren oder einen Tagesausflug nach Panama-Stadt mit den Miraflores-Schleusen unternehmen. Die meisten Kreuzfahrtgäste entscheiden sich aufgrund der Sicherheitslage für organisierte Ausflüge.
Kreuzfahrthafen Colón
In Colón gibt es seit einigen Jahren zwei nebeneinanderliegende Cruise Terminals mit jeweils einem Liegeplatz für große Kreuzfahrtschiffe. Hier machen unter anderem auch Schiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) fest. Der rund 5 km entfernte Cristobal Pier wird heute kaum noch für Kreuzfahrten genutzt.
Der modernere Terminalbereich ist das Colón 2000 Cruise Terminal. Hier kann ein großes Kreuzfahrtschiff direkt anlegen. Eine teilweise überdachte Fußgängerbrücke verbindet das Schiff mit der angrenzenden Shopping-Mall mit Geschäften, Gastronomie und einem Hotel. Vor dem Terminal befinden sich Stellplätze für Landausflugsbusse und Taxis.
Nur wenige hundert Meter nördlich liegt ein zweites Terminal, das 2008 eröffnet wurde und heute meist als Home Port Cruise Terminal bzw. Terminal 2 bezeichnet wird. Zwischen beiden Anlagen hat sich in den letzten Jahren die moderne Colon 2000 Duty Free Mall entwickelt.
Landausflüge in Colón buchen
Für den Tag in Colón (Panama) werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Colón findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*. Tagestouren speziell für deutschsprachige Kreuzfahrtschiffgäste gibt es auch bei Bis Bald Tours.
Mobilität in Colón auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Colón auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Colón (Panama).
- Puente Atlántico: 8,3 km
- Agua-Clara-Schleusen: 12 km
- Festung San Lorenzo: 28 km
- Playa La Angosta: 31,9 km
- Portobelo: 56 km
- Miraflores-Schleusen: 68 km
- Gamboa Rainforest Resort: 69 km
- Panama-Stadt: 75 km
Karte der Landausflugsziele in Colón: 1. Castillo de San Lorenzo, 2. Portobelo, 3. Agua-Clara-Schleusen, 4. Gatúnsee, 5. Panama City, 6. Schleusen von Miraflores (Schleusen von Cocoli), 7. Gamboa Rainforest Reserve
Zu Fuß in Colón
Es ist nicht ratsam, Colón zu Fuß zu erkunden. Die Stadt gilt selbst in Panama als unsicher und bietet zudem wenig Sehenswertes.
Taxis, Uber & Co
In Colón (Panama) gibt es kein Lyft. Die Uber-App funktioniert in Panama generell. Die Verfügbarkeit von Fahrern direkt in Colón ist jedoch extrem eingeschränkt.

Taxis sind das primäre Verkehrsmittel in diesem Hafen. Im Bereich des Hafens fallen die knallgelben Taxis mit den schwarz-weißen Streifen schnell auf. Es ist wichtig, ausschließlich diese offiziellen Taxis zu nutzen und den Fahrpreis vor Fahrtantritt zu vereinbaren, da die Fahrzeuge nicht über Taxameter verfügen. Für einen Tagesausflug kann man oft ein Taxi oder einen Van zu einem festen Preis mieten. Wir würden einen organisierten Landausflug bevorzugen.
Die besten Highlights in Colón für Kreuzfahrtgäste
Die Landausflugsziele ab Colón lassen sich im Prinzip in drei Bereiche einteilen. Da ist zunächst die Karibikküste Panamas. Die historische Festung San Lorenzo und die befestigte Stadt Portobelo erinnern an die Zeit der spanischen Kolonialherrschaft und die Angriffe von Piraten und Freibeutern. Der zweite Bereich ist der Panamakanal. Die moderne Schrägseilbrücke Puente Atlántico und die Agua-Clara-Schleusen sind nur wenige Kilometer vom Hafen entfernt. Nach der Passage der Agua-Clara-Schleusen erreichen die Schiffe, die den Panamakanal befahren, den riesigen Gatúnsee. Kreuzfahrer können hier Bootstouren unternehmen und dabei die üppige Vegetation erleben. Man sieht Affen, Faultiere und viele Vögel. Ein Besuch der Emberá-Gemeinden am Gatúnsee vermittelt zudem Einblicke in die Kultur der indigenen Bevölkerung Panamas. Der dritte Bereich ist die Pazifikseite des Landes. Hier gibt es weitere sehenswerte Brücken und Schleusen am Panamakanal. Ein besonderes Highlight ist schließlich Panama-Stadt, das ebenfalls zu den beliebtesten Zielen für Landausflüge auf eigene Faust zählt.
Karte der Landausflugsziele in der Nähe von Colón: 1. Zona Libre de Colón, 2. Bahnhof der Panama Canal Railway, 3. Puente Atlántico, 4. Agua-Clara-Schleusen, 5. Castillo de San Lorenzo, 6. Gatúnsee
Orientierung für Kreuzfahrer
Die meisten Kreuzfahrtgäste nutzen Colón als Ausgangspunkt für organisierte Landausflüge rund um den Panamakanal. Dabei kann man sowohl die Karibikküste als auch die Pazifikküste mit der Hauptstadt Panama City erreichen.
🏛️ Geschichte & Kultur: Fort San Lorenzo, Portobelo, spanische Kolonialgeschichte, Freibeutervergangenheit
🚢 Panamakanal: Agua-Clara-Schleusen, Puente Atlántico, Besucherzentren und Technik eines der bedeutendsten Wasserwege der Welt
🚤 Boots- & Naturausflüge: Fahrten auf dem Gatúnsee, Regenwald-Erlebnisse, Begegnungen mit der Tierwelt Panamas
🌿 Indigene Kultur: Besuche traditioneller Emberá-Gemeinden
🌆 Panama-Stadt: Casco Viejo, Skyline, Miraflores-Schleusen, Amador Causeway
Der Panamakanal
Der Panamakanal ist das wichtigste Landausflugsziel in Colón. Die gut 80 km lange Wasserstraße verbindet Atlantik und Pazifik und zählt zu den bedeutendsten Ingenieurbauwerken der Welt. Im Rahmen von Landausflügen hat man die Möglichkeit, den Panamakanal zu erkunden und die gewaltigen Schleusen zu besichtigen. Seit 2016 ist die Erweiterung des Kanals für größere Schiffe abgeschlossen. Seither gibt es auch neue Schleusen. Die bei vielen Urlaubern bekannten Gatun Locks wurden durch die Agua Clara Locks ergänzt. Hier gibt es jetzt auch ein modernes Besucherzentrum mit vielen Informationen über den Kanalausbau und die Schleusen. Auf der Pazifikseite, in der Nähe von Panama-Stadt, befinden sich die beeindruckenden Miraflores Schleusen, ebenfalls mit einem interessanten Besucherzentrum und einem IMAX-Kino. An beiden Schleusen haben Landausflügler einen hervorragenden Blick auf die Anlage. Mit etwas Glück kann man beobachten, wie ein Ozeanriese die Schleuse passiert.
Die Schleusen
Die Schleusen des Panamakanals sind ein technisches Wunderwerk und ein beliebtes Landausflugsziel. In Hafennähe befinden sich die historischen Gatún-Schleusen sowie die neuen Agua-Clara-Schleusen für die größeren Neopanamax-Schiffe. Sie heben Schiffe über 26 Meter hoch zum Gatúnsee. Der künstliche See bildet den höchsten Punkt der Strecke. Auf der pazifischen Seite liegen die Schleusen von Miraflores und die Schleusen von Cocoli. Unser Tipp: Die meisten großen Schiffe passieren die Atlantikseite oft am Vormittag (ca. 08:00 bis 11:00 Uhr) in Richtung Pazifik oder am späten Nachmittag in Gegenrichtung.
Im Jahre 2016 erfolgte die Erweiterung des Kanals für Schiffe der Neopanamax-Klasse. Von der Besucherplattform der Agua-Clara-Schleusen lassen sich die gewaltigen Neopanamax-Schleusen besonders gut beobachten. Wenn ein großes Containerschiff oder ein LNG-Tanker die Kammern passiert, wird die Dimension des Kanalausbaus deutlich.
Beeindruckende Brücken
Es gibt drei große Brücken über den Panamakanal, die Meisterwerke der Ingenieurskunst sind. Sie überspannen die künstliche Trennung zwischen Nord- und Südamerika und sind spektakuläre Aussichtspunkte auf den Kanal. Lange Zeit war die Puente de las Américas die einzige feste Verbindung. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1962 gilt diese Brücke als Wahrzeichen Panamas. Später kam die Puente Centenario hinzu. Sie entlastete die Puente de las Américas von dem zunehmenden Verkehr. In der Nähe von Colón befindet sich seit 2019 die dritte Brücke. Die 3 km lange Puente Atlántico ist die jüngste Kanalbrücke. Von verschiedenen Aussichtspunkten in der Umgebung bieten sich schöne Blicke auf den Panamakanal.
Bootsausflüge auf dem Gatúnsee
Beim Bau des Panamakanals hat man den Río Chagres aufgestaut, wodurch der damals größte künstliche See der Welt entstand. Die Fahrt über den Gatúnsee macht 29 Kilometer der Passage durch den Panamakanal aus. Der See ist heute sehr fischreich. An den Ufern gibt es eine außergewöhnlich artenreiche Fauna und üppige Flora. Ehemalige Berge sind seit der Flutung Inseln, die teilweise von Affenarten wie Kapuzineraffen, Brüllaffen oder den Perückenaffen bewohnt werden. Auch zahllose Vogelarten, Krokodile und Faultiere leben hier.
Faultiere, Brüllaffen und die farbenfrohen Tukane sind natürlich besonders beliebte Fotomotive. Für Kreuzfahrtpassagiere werden Bootsfahrten auf dem Gatunsee angeboten. Dabei hat man die Gelegenheit, die Natur an den Ufern aus nächster Nähe zu bewundern. Die Affen sind wie überall sehr zutraulich und frech. Hier sind Respekt und Vorsicht geboten.
Gamboa Rainforest Reserve
Ein beliebtes Landausflugsziel ist das Gamboa Rainforest Reserve. Verschiedene Attraktionen befinden sich auf dem Gelände. Ein Höhepunkt dort ist die Gamboa Rainforest Aerial Tram. Sanft gleitet sie durch das Blätterdach. Ein Schmetterlingshaus und ein Orchideenzentrum befinden sich ebenso auf dem Areal. Ein weiteres beliebtes Ziel ist das Sloth Sanctuary. Es kümmert sich um die Rettung wie Rehabilitation von Faultieren.
Besuch bei den Embera
In den Wäldern am Panamakanal leben einige indigene Völker. Beliebt sind Landausflüge zu den Emberá-Gemeinden, die sich teilweise dem Tourismus geöffnet haben und Besuchern Einblicke in ihre Lebensweise und Kultur gewähren. Dazu gehören Tänze und Handwerksarbeiten genauso wie die Wohnverhältnisse und die Zubereitung von Speisen. In Panama leben insgesamt ca. 7.000 Embera am Gatúnsee und am Río Chagres, die traditionell von der Jagd und vom Fischfang im tropischen Regenwald leben. Die Embera sind ursprünglich Halbnomaden, die in kleineren Familienverbänden durch den Regenwald ziehen. Erst seit einigen Jahrzehnten leben die Menschen in größeren Dörfern.
Man sollte ausreichen US-Dollar in kleinen Scheinen (1, 5 und 10 USD) mitnehmen. Vor Ort gibt es wunderschöne, handgeflochtene Körbe (aus Palmfasern) und Schnitzereien (aus Tagua-Nüssen) zu kaufen. Wer möchte, kann sich mit der Pflanzenfarbe Jagua ein Emberá-Muster auf die Haut malen lassen.
Panama Canal Railway
Die Panama Canal Railway fährt entlang des Panamakanals zwischen Colón und Balboa (bei Panama-Stadt) am Pazifik. Die Züge mit ihren sehr schön restaurierten Wagen nehmen Passagiere mit. Es gibt auch einen Panoramawagen mit Café und offenen Plattformen. Während der etwa einstündigen Fahrt hat man einen schönen Blick auf den Panamakanal und die umliegende Natur. Die Fahrt mit der Panama Canal Railway wird im Rahmen von organisierten Landausflügen an Bord und von lokalen Veranstaltern angeboten. Unser Tipp: Gehen Sie während der Fahrt unbedingt auf die offene Aussichtsplattform am Ende der Waggons. Hier spürt man den Fahrtwind, hört die Dschungelgeräusche und kann reflexionsfreie Fotos schießen
Castillo de San Lorenzo
Die historische Festung thront spektakulär auf einer Klippe direkt an der Mündung des Río Chagres und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kreuzfahrer erkunden die Ruinen einer der bedeutendsten spanischen Festungen Mittelamerikas. Einst kontrollierte das Castillo de San Lorenzo die wichtige spanische Handelsroute zum Pazifik. Der berühmte Pirat Henry Morgan eroberte die Festung im Jahr 1671.
Das Castillo de San Lorenzo ist ca. 28 km vom Hafen entfernt und ein beliebtes Landausflugsziel. Der Weg hierher führt über die neue Puente Atlántico, die neueste der drei Brücken über den Panamakanal. Am Eingang gibt es ein modernes Besucherzentrum. Hier kann man Tickets kaufen und Informationen zur Piratengeschichte erhalten. Im Eintrittspreis von 5 US-Dollar ist ein deutschsprachiger Einführungsfilm enthalten. Für die Erkundung der moosbewachsenen Mauern, unterirdischen Gewölbe und alten Kanonen sollte man etwa ein bis zwei Stunden einplanen. In Bäumen rund um die Festung sieht man mit etwas Glück Brüllaffen, Weißgesicht-Kapuzineraffen und tropische Vögel.
Portobelo
Portobelo ist eine kleine Küstenstadt an Panamas Karibikküste und etwa 56 km vom Hafen entfernt. Die Spanier gründeten die Stadt im 16. Jahrhundert. Danach entwickelte sie sich schnell zu einem wichtigen Umschlagplatz für Gold aus Peru und Silber aus Bolivien. Heute besucht man die UNESCO-Festungen, schlendert durch die kleine Küstenstadt und erlebt ein Stück kolonialer Geschichte an der Karibikküste Panamas. Die wichtigsten Ruinen wie das Fuerte Santiago, San Jerónimo und das alte Zollhaus (Real Aduana de Portobelo) liegen nah beieinander.
Viele Piratengeschichten ranken sich um Portobelo. Englische, französische und niederländische Piraten versuchten mehrfach, die reiche Stadt zu erobern. Sir Francis Drake versuchte mehrfach, die Stadt anzugreifen. Er starb 1596 vor der Küste Panamas und wurde in der Bucht von Portobelo auf See bestattet. Henry Morgan plünderte die Stadt im Jahr 1668 erneut.
Playa La Angosta
Wer einen Tag am Meer verbringen möchte, fährt meistens zur Playa La Angosta. Amerikanische Touristen nennen diesen Strand auch Langosta Beach. Er liegt gut 30 km südöstlich von Colón, auf halbem Weg nach Portobelo. Wer vor allem einen entspannten Strandtag verbringen möchte, findet an der Playa La Angosta ruhiges Wasser und etwas Schatten unter Palmen. Wer einen klassischen Karibikstrand erwartet, wird an anderen Häfen eher fündig.
Panama-Stadt
Panama-Stadt gehört zu den beliebtesten Landausflügen ab Colón. Viele Reedereien kombinieren die Besichtigung der Miraflores-Schleusen mit einem Rundgang durch die Altstadt Casco Viejo und mehreren Fotostopps entlang der Pazifikküste. Da die Fahrt quer durch Panama nur etwa 1 Stunde bis 1,5 Stunden dauert, lässt sich die Hauptstadt gut im Rahmen eines Tagesausflugs besuchen.
Der Besuch der Miraflores-Schleusen am Panamakanal ist ein Highlight. Hier gibt es ein gut gemachtes Besucherzentrum mit IMAX-Kino. Von einer Aussichtsplattform kann man den Betrieb der Schleusen gut sehen. Besonders beeindruckend ist es, die großen Containerschiffe aus nächster Nähe beim Schleusen zu beobachten. Auch die sechsspurige Schrägkabelbrücke Centennial Bridge (Jahrhundertbrücke) ist eine Sehenswürdigkeit, die mit dem Panamakanal in Verbindung steht. Die Brücke wurde von Bilfinger und Berger gebaut und 2004 eingeweiht.
Karte der Landausflugsziele in Panama-Stadt: 1. Altstadt Casco Viejo, 2. Verlauf der Cinta Costera, 3. Amador Causeway, 4. Biomuseo, 5. Puente de las Américas, 6. Ancon Hill, 7. Parque Natural Metropolitano, 8. Hochhausviertel
Panama-Stadt ist die moderne Hauptstadt Panamas, bekannt für ihre markante Skyline, den berühmten Panamakanal und die koloniale Altstadt Casco Viejo. Die Hauptstadt ist die älteste spanische Stadtgründung an der Pazifikküste. Dabei haben die Spanier einmal den Standort gewechselt. Die erste Stadtgründung, heute Panama Viejo genannt, liegt östlich der heutigen Metropole und ist seit Jahrhunderten eine Ruinenstadt. Die Spanier selbst haben ihre Stadt 1671 in Brand gesteckt, um der Plünderung durch den berühmten Piraten Henry Morgan zuvorzukommen.
Der neue (heutige) Standort auf einer Halbinsel ist 18 km entfernt und wurde insbesondere auch aus strategischen Gründen gewählt. Dieser heute älteste Teil von Panama-Stadt wird Casco Viejo oder Casco Antiguo genannt und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt Casco Viejo ist geprägt von kolonialen Plätzen, engen Gassen und historischen Kirchen. Viele Gebäude wurden liebevoll restauriert, andere haben dies noch vor sich. Kreuzfahrtgäste schlendern durch die engen Gassen der Altstadt, besuchen historische Kirchen und genießen von den Plätzen und Uferpromenaden immer wieder schöne Ausblicke auf die moderne Skyline der Stadt. Ein schöner Platz für ein Päuschen sind die Plaza Bolívar oder die Plaza de la Catedral.
Das moderne Panama-Stadt hat auch eine beeindruckende Skyline, die man sehr schön vom Mirador del Pacífico aus fotografieren kann. Die vielen Wolkenkratzer erinnern ein wenig an Dubai. Das JW Marriott Panama ist mit rund 284 m und 70 Stockwerken das höchste Gebäude in Panama und in ganz Zentralamerika. Leider sind bei einem Besuch der Hauptstadt auch die Elendsviertel nicht zu übersehen.

Der Amador Causeway zählt zu den schönsten Aussichtspunkten der Stadt. Die Uferstraße verbindet mehrere kleine Inseln miteinander. Am Anfang dieser Straße befindet sich das Biomuseo des Stararchitekten Frank Gehry. Am Ende des Amador Causeway entstand ein modernes neues Cruise Terminal.
Fazit: Landausflüge in Colón auf eigene Faust
Colón ist einer der wichtigsten Kreuzfahrthäfen am Panamakanal und Ausgangspunkt für sehr unterschiedliche Landausflüge. Die meisten Ziele liegen im Umkreis von ein bis zwei Stunden Fahrzeit und werden in der Regel im Rahmen organisierter Landausflüge besucht. Die Region bietet dabei eine besondere Mischung aus Technik, Natur und Geschichte. Im Vordergrund steht der Panamakanal mit seinen Schleusenanlagen, dem Gatúnsee und verschiedenen Aussichtspunkten. Ebenso beliebt sind Ausflüge in die Regenwaldgebiete rund um den Kanal, Bootstouren zur Tierbeobachtung sowie Besuche bei den Emberá-Gemeinden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist Panama-Stadt auf der Pazifikseite des Isthmus. Die Hauptstadt verbindet moderne Skyline, den Panamakanal und die historische Altstadt Casco Viejo zu einem vielseitigen Tagesausflug. Colón eignet sich damit vor allem für Kreuzfahrtgäste, die einen kompakten Überblick über Panama gewinnen möchten und dabei sowohl Natur als auch Kultur und Ingenieursbauwerke erleben wollen.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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