Barcelona auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Barcelona individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust zusammengestellt. Barcelona gehört zu den vielseitigsten Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer. Kreuzfahrer können berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Família, den Passeig de Gràcia, La Rambla und das Barri Gòtic gut an einem Tag miteinander verbinden. Etwas Planung ist allerdings nötig, denn die großen Kreuzfahrtschiffe liegen mehrere Kilometer vom Stadtzentrum entfernt an der Moll Adossat. Mit dem Cruise Bus erreicht man die Innenstadt, von wo aus man mit der Metro schnell zu den wichtigsten Zielen kommt. Auch Taxis sind für Kreuzfahrer eine praktische Alternative. Auf dieser Seite zeigen wir, wie man einen Kreuzfahrttag in Barcelona sinnvoll plant und welche Sehenswürdigkeiten sich während eines Hafenaufenthalts gut miteinander kombinieren lassen. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite Barcelona Turisme. Letzte Aktualisierung: September 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Barcelona auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Cruise Terminals auf der Moll Adossat
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: ca. 3–5 km je nach Liegeplatz
✨ Top-Highlights: Sagrada Família, Barri Gòtic, La Rambla, Park Güell, Casa Batlló, Casa Milà und Montjuïc
🏖️ Strände: Barceloneta mit Platja de Sant Sebastià und Platja de la Barceloneta
🗺️ Fortbewegung: Cruise Bus vom Hafen; in der Stadt zu Fuß, mit Metro, Bus, Taxi oder Hop-on Hop-off Bus
👀 Für Erstbesucher: Sagrada Família mit La Rambla und Barri Gòtic
🔁 Für Wiederholer: Park Güell, Montjuïc, Barceloneta oder weitere Gaudí-Bauten
💶 Geld & Internet: Spanien gehört zur EU – bezahlt wird mit dem Euro und EU-Roaming gilt ebenfalls.
🎟️ Gut zu wissen: Zeitgebundene Tickets für Sagrada Família und Park Güell möglichst frühzeitig reservieren.

👉 Unsere Einschätzung: Barcelona bietet so viele Möglichkeiten, dass man während eines Kreuzfahrtstopps Schwerpunkte setzen muss. Für den ersten Besuch würden wir die Sagrada Família mit einem Bummel durch die Altstadt und über La Rambla kombinieren. Wer Barcelona bereits kennt, findet mit Montjuïc, Park Güell, den Stränden und weiteren Gaudí-Bauten genügend Ziele für einen weiteren Besuch.

Kreuzfahrthafen Barcelona

Der Kreuzfahrthafen Barcelona zählt zu den wichtigsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Die meisten Kreuzfahrtschiffe machen heute an einem der Terminals auf der kilometerlangen Moll Adossat fest. Dort befinden sich die Cruise Terminals A, B, C, D, E und H. Ein weiteres Cruise Terminal G wird von der Royal Caribbean Group gebaut und soll 2027 in Betrieb gehen. Bis Ende 2026 ist außerdem noch das Terminal South am World Trade Center in Betrieb. Aber große Veränderungen kündigen sich an. Das Ziel der Verantwortlichen ist es, die Zahl der Kreuzfahrtterminals bis 2030 auf fünf zu verringern und gleichzeitig die Infrastruktur zu modernisieren.

Blick von Terminal D auf der Moll Adossat
Blick von Terminal D in Richtung Terminal C und B auf der Moll Adossat – Bild: Tegeler

Das heutige Cruise Terminal C soll Ende 2026 abgerissen werden. An gleicher Stelle entsteht ab 2027 ein neues öffentliches Terminal C, das nicht an eine bestimmte Reederei gebunden ist. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant. In der zweiten Jahreshälfte 2028 sollen dann auch die alten Terminals A und B abgerissen werden. Bis 2030 soll das neue Terminal C unter Vollauslastung bis zu 7.000 Passagiere gleichzeitig abfertigen können.

Die neuen Cruise Terminals D, E und H sind bereits fertig und werden von verschiedenen Kreuzfahrtkonzernen betrieben: Terminal D und E von Carnival und Terminal H von MSC Cruises. Anfang 2027 soll auch das neue Terminal G der Royal Caribbean Group in Betrieb gehen. Der Liegeplatz hängt also entscheidend von der Konzernzugehörigkeit der Reederei ab. Zu Carnival gehören zum Beispiel AIDA Cruises und Costa Cruises. TUI Cruises ist ein Gemeinschaftsunternehmen der TUI AG und der Royal Caribbean Group.

Es wird auf der Moll Adossat also in den kommenden Jahren große Veränderungen geben. Im Cruise Schedule des Port de Barcelona kann man aber vorab nachlesen, wo genau das eigene Kreuzfahrtschiff festmachen wird. Man findet den Cruise Schedule unter dem Menüpunkt „Passengers“.

Karte des Kreuzfahrthafens von Barcelona
Karte des Kreuzfahrthafens von Barcelona – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des Kreuzfahrthafens in Barcelona: Die meisten Kreuzfahrtschiffe machen an der Moll Adossat fest. Dort befinden sich die Cruise Terminals A bis H. Die älteren Terminals A, B und C werden in den kommenden Jahren durch Neubauten ersetzt. Das „H“ markiert die Haltestelle des Cruise Bus an der Moll de Barcelona.

Von allen Terminals auf der Moll Adossat fahren Shuttlebusse zur Moll de Barcelona. Dort kann man in die Hop-on Hop-off Busse umsteigen. Wer mit der Metro fahren möchte, muss noch ca. 600 Meter weiter zur Metrostation Drassanes gehen.

Kreuzfahrtsteuer: Barcelona erhebt auch von Kreuzfahrtpassagieren eine Touristensteuer. Bei einem Hafenaufenthalt von höchstens zwölf Stunden beträgt sie derzeit insgesamt 11 Euro pro Person. Die Stadt Barcelona plant, ihren Anteil ab 2027 deutlich zu erhöhen. Dann könnten insgesamt 30 Euro pro Person fällig werden. Die Erhöhung ist allerdings noch nicht endgültig beschlossen. Kreuzfahrer zahlen diese Gebühr normalerweise nicht direkt vor Ort. Sie wird von den Reedereien abgeführt und ist in der Regel bereits im Reisepreis beziehungsweise in den Steuern und Hafengebühren enthalten. Bei künftigen Kreuzfahrtbuchungen würden wir trotzdem darauf achten, ob die Kreuzfahrtsteuer für Barcelona bereits im angegebenen Reisepreis enthalten ist.

Landausflüge in Barcelona buchen

Für den Tag in Barcelona werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Barcelona findet man bei GetYourGuide*.

Mobil in Barcelona auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Barcelona auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona in Eigenregie (ab Haltestelle des Cruise Bus an der Moll de Barcelona).

  • Flaniermeile La Rambla: 500 Meter (zu Fuß)
  • L’Aquàrium de Barcelona: 1,2 km (zu Fuß)
  • Kathedrale im Barri Gòtic: 1,7 km (zu Fuß)
  • Picasso-Museum: 1,7 km (zu Fuß)
  • Strand von Barceloneta: 2,2 km (zu Fuß)
  • Casa Batlló: 2,6 km (zu Fuß)
  • Telefèric de Montjuïc: 2,9 km
  • Casa Milà: 3,1 km (zu Fuß)
  • Sagrada Família: 4,8 km
  • Camp Nou (Stadion): 5,4 km
  • Park Güell: 6,8 km
Karte der Moll de Barcelona mit der Shuttlebushaltestelle (Cruise Bus)

Karte der Drehscheibe Moll de Barcelona: 1. Haltestelle des Cruise Bus, 2. Haltestelle der Shuttlebusse der Reedereien, 3. Haltestelle des Bus Turistic (Hop-on Hop-off), 4. Fahrradverleihstation von Donkey Republic, 5. Torre de Jaume I (Mittelstation der Hafenseilbahn; leider reiner Stützturm und kein Zustieg). Die Metro „Drassanes“ (L3) und die Flaniermeile La Rambla sind ca. 600 Meter entfernt. Die Metro „Paral·lel“ (L2, L3) ist 800 Meter entfernt.

Zu Fuß unterwegs

Leider sind die Cruise Terminals auf der Moll Adossat relativ weit vom Stadtzentrum entfernt. Man braucht also erstmal ein Verkehrsmittel, um vom Hafen in die Stadt zu fahren. Dort angekommen, kann man Barcelona auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Insbesondere die Altstadt ist für Fußgänger ideal. Nimmt man die öffentlichen Verkehrsmittel hinzu, kann man auch weiter entfernte Sehenswürdigkeiten der Stadt gut erreichen.

Gibt es Shuttlebusse?

Die blauen Shuttlebusse des Hafens werden „Cruise Bus“ oder „T3 PortBús“ genannt. Es gibt Haltestellen vor den Cruise Terminals auf der Moll Adossat. Die Endhaltestelle befindet sich an der Moll de Barcelona in der Nähe des Kolumbus-Denkmals und damit nur wenige Gehminuten von der La Rambla entfernt. Eine einfache Fahrt kostet derzeit 3,50 Euro, für Hin- und Rückfahrt zahlt man 5 Euro. Die normalen Tickets des öffentlichen Nahverkehrs gelten im Cruise Bus nicht.

Cruise Bus vor Terminal A in Barcelona
Cruise Bus vor Terminal A – Bild: Cruise Bus (moventis)

Alternativ bieten viele Reedereien eigene Shuttlebusse an. Informationen zu Preisen und Fahrzeiten bekommt man an Bord. Die Busse fahren ebenfalls zwischen den Cruise Terminals und der Moll de Barcelona beziehungsweise dem Bereich am World Trade Center.

Beide Varianten überbrücken dieselbe Strecke zwischen den Cruise Terminals und der Innenstadt. Für einen normalen Kreuzfahrttag würden wir deshalb den günstigen Cruise Bus bevorzugen. Auch beim Cruise Bus können sich natürlich morgens Warteschlangen bilden. Da je nach Anzahl der Kreuzfahrtschiffe mehrere Busse eingesetzt werden, geht es meiner Erfahrung nach aber meistens zügig voran. Der Reederei-Shuttle kann trotzdem interessant sein, wenn der Transfer bereits im Reisepreis enthalten ist oder man die auf das eigene Schiff abgestimmten Fahrzeiten bevorzugt.

Hop-on Hop-off in Barcelona

Mit den Firmen Barcelona City Tour (rote Busse) und Barcelona Bus Turistic (grün-rote Busse) gibt es zwei konkurrierende Stadtrundfahrten für den Tag in Barcelona auf eigene Faust. Wir empfehlen immer den Barcelona Bus Turistic, da dieser von der Touristeninformation und der lokalen Nahverkehrsgesellschaft TMB betrieben wird. Er ist also der offizielle Touristenbus von Barcelona. Zusteigen kann man an der Moll de Barcelona (Haltestelle der Shuttlebusse). Die Busse fahren leider nicht bis zu den Cruise Terminals auf der Moll Adossat. Tickets für alle Busse und Ticketvarianten gibt es bei GetYourGuide*.

Barcelona Bus Turístic an der Sagrada Família
Barcelona Bus Turístic an der Sagrada Família – Bild: Davide Bonaldo–stock.adobe.com

Der Barcelona Bus Turistic bietet zwei Routen an, die man mit einem Tagesticket nutzen kann. Insgesamt gibt es mehr als 35 Haltestellen. Jede Route hat eine ungefähre Fahrtzeit von zwei Stunden. Die Busse kommen je nach Verkehrsaufkommen und Saison etwa alle 10 bis 25 Minuten an den Haltestellen vorbei. Während der Fahrt können die Fahrgäste einen Audioguide in 16 Sprachen (auch Deutsch) und kostenloses WLAN nutzen.

Für Kreuzfahrer sind die Hop-on-Hop-off-Busse vor allem dann interessant, wenn man Barcelona bequem kennenlernen und viele Sehenswürdigkeiten zumindest von außen sehen möchte. Wer dagegen gezielt einige Highlights besichtigen möchte, ist meiner Erfahrung nach mit Metro und Taxi oft schneller und flexibler. Die Touristenbusse stehen im normalen Stadtverkehr und an beliebten Haltestellen kann es zu Wartezeiten kommen. Bei einem Kreuzfahrtstopp mit begrenzter Liegezeit würden wir deshalb nicht versuchen, mehrfach aus- und wieder einzusteigen. Für unsere oben beschriebene Erstbesucherroute mit Sagrada Família, Passeig de Gràcia, La Rambla und Barri Gòtic würden wir die Metro bevorzugen.

Öffentliche Verkehrsmittel in Barcelona

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Verkehrsgesellschaft TMB kann man alle Bereiche von Barcelona auf eigene Faust erkunden. Insbesondere die Metro ist ein ideales Verkehrsmittel. Die nächstgelegene Metro-Station heißt „Drassanes“ (L3) und befindet sich am Fuß der La Rambla. Für eine Stadtbesichtigung reicht die Zone 1. Wir werden unten bei jeder Sehenswürdigkeit die nächstgelegene Metrostation nennen.

Metro Barcelona
Metro Barcelona – Bild: Roger-M auf Pixabay

Ein Einzelfahrschein kostet 2,90 Euro. In den TMB-Bussen kann man Einzelfahrscheine direkt kontaktlos mit Bankkarte (Visa, Mastercard, Amex), Handy oder Smartwatch bezahlen. Bei der Metro ist dies bisher noch nicht an allen Zugängen möglich. Daran wird derzeit gearbeitet. Wer mehrere Fahrten plant, könnte eine Tageskarte (T-Dia) für 12 Euro kaufen. Diese gilt für unbegrenzte Fahrten im integrierten Nahverkehr (Zone 1). Die T-Familiar ist ein Mehrpersonen-Ticket für 8 Fahrten und kostet 11,50 Euro. Diese Karten kann man einfach an den Ticketautomaten in Metrostationen erwerben. Für Kreuzfahrer, die nur einige Fahrten mit der Metro planen, kann die T-Familiar günstiger sein als eine Tageskarte.

Für Kreuzfahrer ist vor allem die Metro interessant. Sie ist schnell, günstig und unabhängig vom dichten Straßenverkehr in Barcelona. Für längere Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten nutzen wir deshalb meistens die Metro und gehen den Rest zu Fuß. Busse und Straßenbahnen spielen bei einem normalen Kreuzfahrttag dagegen eher eine Nebenrolle.

Taxis, Uber & Co

Taxis sind in Barcelona zahlreich und im Vergleich zu Deutschland relativ günstig. Die Fahrzeuge sind schwarz-gelb und an den Cruise Terminals gibt es Taxistände. Die Fahrpreise werden mit dem Taxameter ermittelt. Für Fahrten vom oder zum Moll Adossat wird derzeit ein Hafenzuschlag von 4,60 Euro berechnet. Für die Fahrt zwischen den Cruise Terminals auf der Moll Adossat und dem Flughafen gilt ein Festpreis von 46 Euro inklusive aller Zuschläge.

Taxis und Aerobus an der Plaça de Catalunya in Barcelona
Taxis und Aerobus an der Plaça de Catalunya – Bild: Irene auf Pixabay

Für Kreuzfahrer kann ein Taxi besonders interessant sein, wenn man direkt vom Schiff zu einer weiter entfernten Sehenswürdigkeit fahren möchte. Bei zwei oder drei Personen ist der Preisunterschied zu anderen Verkehrsmitteln oft nicht mehr so groß und man spart sich zunächst die Fahrt mit dem Cruise Bus. Wir würden ein Taxi deshalb vor allem für einzelne längere Strecken nutzen und Barcelona anschließend zu Fuß und mit der Metro erkunden.

Uber ist in Barcelona verfügbar. Über die Uber-App kann man sowohl offizielle Taxis als auch Mietwagen mit Fahrer bestellen. Ähnlich funktioniert Bolt. Eine weitere verbreitete Alternative ist Cabify. Cabify hat oft die beste Abdeckung.

Anmerkungen zur Anreise

Der Flughafen Barcelona-El Prat liegt außerhalb des Stadtzentrums. Eine direkte Verbindung zum Kreuzfahrthafen gibt es nicht. Wer mit Gepäck anreist und keinen Transfer über die Reederei gebucht hat, sollte ein Taxi nehmen. Die Fahrt zum Hafen dauert ca. 30 Minuten und kostet 46 Euro. Das ist ein Festpreis, in dem bereits alle Zuschläge enthalten sind. Alternativ kann man bei z. B. bei QuickPickups vorab einen privaten Transfer zum Kreuzfahrthafen buchen. Das kann insbesondere für Familien und kleinere Gruppen mit viel Gepäck interessant sein.

Wer einen späten Rückflug gebucht hat und noch einige Stunden in die Stadt gehen möchte, könnte das Gepäck von der Firma Bags & Go (bagsandgo.com) vom Hafen zum Flughafen transportieren lassen. Das Unternehmen ist in allen Cruise Terminals vertreten. Der Service kostet derzeit ab 24 Euro. Alternativ kann man mit dem Taxi zur Plaça de Catalunya fahren. Dort gibt es in der Carrer Estruc 36 eine Gepäckaufbewahrung (Locker Barcelona). An der Plaça de Catalunya startet praktischerweise auch der blaue Aerobus (aerobusbcn.com) zum Flughafen.

Highlights für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust

Barcelona ist eine Traumstadt. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben, dass man gar nicht so recht weiß, wo man anfangen soll. Wenn man auf die Karte unten schaut, erkennt man schnell, dass viele Sehenswürdigkeiten in der Altstadt Ciutat Vella und dem angrenzenden Bezirk Eixample dicht beieinanderliegen. Hier sind die Wege relativ kurz. Man kann zu Fuß gehen und gelegentlich eine kurze Fahrt mit der Metro einbauen. Andere Sehenswürdigkeiten wie der Park Güell oder das Spotify Camp Nou liegen deutlich weiter entfernt und erfordern zusätzliche Fahrzeit. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust.

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust: 1. La Rambla, 2. Plaça Reial, 3. Mercat de la Boqueria, 4. Plaça de Catalunya, 5. Palau de la Musica Catalana, 6. Kathedrale von Barcelona, 7. Picasso-Museum, 8. Parc de la Ciutadella, 9. Strände in Barceloneta, 10. Aquarium, 11. Casa Milà, 12. Casa Batlló, 13. Sagrada Família, 14. Castell de Montjuïc, 15. Camp Nou-Stadion, 16. Park Güell, 17. Font Màgica, 18. Casa Vicens, 19. Mirador Torre Glòries

Die obere schwarze Linie steht für die Hafenseilbahn und die untere Linie (die mit dem 90-Grad-Winkel) für die Telefèric de Montjuïc. Das „H“ markiert die Haltestelle des Cruise Bus an der Moll de Barcelona.

Orientierung für Kreuzfahrer

Barcelona bietet so viele Sehenswürdigkeiten, dass man für einen Kreuzfahrttag Schwerpunkte setzen sollte. Viele Ziele in der Altstadt und im Eixample lassen sich gut miteinander verbinden. Park Güell, Montjuïc und das Spotify Camp Nou liegen dagegen weiter außerhalb und eignen sich eher als eigener Schwerpunkt für einen halben Tag.

⭐ Für Erstbesucher: Die Sagrada Família würden wir mit einem Stadtbummel über den Passeig de Gràcia, die Plaça de Catalunya und La Rambla sowie durch das Barri Gòtic verbinden. Diese Route stellen wir im nächsten Abschnitt genauer vor.

🏛️ Für Stadtbummler: La Rambla und das Barri Gòtic mit der Kathedrale sind die Klassiker. Wer mehr Zeit hat, kann El Born, den Parc de la Ciutadella oder Barceloneta ergänzen.

🎨 Für Gaudí-Fans: Sagrada Família, Casa Milà und Casa Batlló lassen sich gut miteinander verbinden. Weitere Werke Gaudís sind der Palau Güell und die Casa Vicens. Für den weiter außerhalb gelegenen Park Güell sollte man zusätzliche Zeit einplanen.

🌳 Für Wiederholer: Park Güell und Montjuïc eignen sich jeweils als Schwerpunkt für einen halben Tag. Fußballfans können stattdessen das Spotify Camp Nou besuchen. Auch eine Kombination aus El Born, Parc de la Ciutadella und Barceloneta bietet sich für einen weiteren Besuch an.

🏖️ Für Strandfans: Die Strände von Barceloneta liegen relativ nah am Kreuzfahrthafen und lassen sich gut mit einem Stadtbummel verbinden. Im Sommer kann man hier natürlich auch einige Stunden am Meer verbringen.

👀 Für schöne Aussichten: Besonders schöne Blicke über Barcelona hat man vom Montjuïc, vom Park Güell und von den Türmen der Sagrada Família. Zentraler liegen die Dachterrasse der Kathedrale und der Mirador Torre Glòries. Einen schönen Blick über den Hafen bietet die historische Hafenseilbahn zwischen Barceloneta und Montjuïc.

Stadtbummel durch Barcelona für Erstbesucher

Wer Barcelona zum ersten Mal besucht, kann viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu einer schönen Route verbinden. Der Tag beginnt mit einer Fahrt zur Sagrada Família. Dazu kann man mit dem Cruise Bus zur Moll de Barcelona fahren, etwa 800 Meter zur Metrostation „Paral·lel“ laufen und mit der Linie L2 bis „Sagrada Família“ fahren. Einfacher und schneller ist ein Taxi.

Nach der Besichtigung der berühmten Basilika geht es mit der Linie L5 zwei Stationen bis „Diagonal“. Die Metrostation liegt am Passeig de Gràcia fast direkt gegenüber der Casa Milà. Von hier kann man zu Fuß vorbei an der Casa Batlló zur Plaça de Catalunya und anschließend über die berühmte La Rambla zurück in Richtung Moll de Barcelona laufen. Ein Abstecher in die Altstadt Barri Gòtic gehört für uns unbedingt dazu.

Karte für einen Stadtbummel in Barcelona auf eigene Faust
Karte für einen Stadtbummel in Barcelona – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte für einen Stadtbummel in Barcelona für Erstbesucher: 1. Haltestelle des Cruise Bus auf der Moll de Barcelona, 2. Metrostation Paral·lel, 3. Sagrada Família, 4. Casa Milà, 5. Casa Batlló, 6. Plaça de Catalunya, 7. La Rambla, 8. Barri Gòtic mit der Kathedrale

Für den kompletten Stadtbummel in Barcelona auf eigene Faust sollte man etwa sechs bis sieben Stunden einplanen, wenn man die Sagrada Família von innen besichtigt und unterwegs einige Pausen macht. Zu Fuß legt man dabei ungefähr 4,5 bis 5 Kilometer zurück. Wer zusätzlich die Casa Milà oder die Casa Batlló von innen besuchen möchte, benötigt entsprechend mehr Zeit. Bei einem normalen Kreuzfahrtstopp würden wir beide Gaudí-Häuser deshalb nur von außen ansehen.

Sagrada Família

Das Wahrzeichen der Stadt ist die ikonische Sagrada Família von Antoni Gaudí, die bis heute nicht vollendet ist. 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Am 10. Juni, Gaudís 100. Todestag, wurde der 172,5 Meter hohe Jesus-Christus-Turm eingeweiht – der höchste Turm der Basilika. Fertig ist die Sagrada Família damit aber noch nicht, die Arbeiten gehen weiter. Für einen Tag in Barcelona auf eigene Faust gehört sie mit ihrer außergewöhnlichen Architektur und dem einzigartigen Lichtspiel im Inneren zu den absoluten Topzielen. Eine Führung dauert etwa 50 Minuten. Für den gesamten Besuch der Sagrada Família würden wir mindestens zwei Stunden einplanen.

Die Sagrada Familia ist eine Baustelle
Die Sagrada Família ist immer noch im Bau – Bild: Tegeler

Der normale Eintritt kostet auf der Webseite der Sagrada Família 26 Euro und beinhaltet einen Audioguide. Mit Führung kostet das Ticket 30 Euro und mit Zugang zu einem der Türme 36 Euro. Für eine Führung mit Turmbesuch zahlt man 40 Euro. Rabatte gibt es unter anderem für Senioren, Studenten und junge Menschen unter 30 Jahren. Man kauft vor der Kreuzfahrt zeitgebundene Tickets und muss zu einer bestimmten Uhrzeit da sein. Wir würden uns frühzeitig um die Tickets kümmern. Angebote rund um die Sagrada Família gibt es auch bei GetYourGuide*.

Nach einem Besuch der Sagrada Família könnte man mit der Metro L5 zwei Haltestellen bis zur Metrostation „Diagonal“ fahren. Diese Haltestelle ist nur wenige Meter von der Casa Milà entfernt.

Casa Milà & Casa Batlló

Die Casa Batlló und die Casa Milà gehören zu den bekanntesten Bauwerken Antoni Gaudís und liegen nur etwa 500 Meter voneinander entfernt am Passeig de Gràcia. Die Casa Batlló fällt schon von weitem durch ihre farbenfrohe Fassade auf. Die geschwungenen Balkone erinnern an Masken oder Schädel und die Säulen an Knochen. Deshalb wird das Gebäude auch „Haus der Knochen“ genannt. Das geschwungene Dach wird häufig als Rücken eines Drachen gedeutet. Die Casa Milà liegt einige Gehminuten weiter nördlich. Wegen ihrer ungewöhnlichen Fassade wird sie von den Barcelonern auch „La Pedrera“ (Steinbruch) genannt. Besonders sehenswert ist die Dachterrasse mit ihren ungewöhnlich geformten Schornsteinen und Lüftungsschächten.

Die Fassade der Casa Batlló
Casa Batlló – Bild: Tegeler

Wer nur einen Tag in Barcelona hat, muss unserer Meinung nach nicht unbedingt beide Häuser von innen besichtigen. Schon von außen sind Casa Batlló und Casa Milà sehenswert und lassen sich sehr gut in einen Stadtbummel über den Passeig de Gràcia einbauen. Wer sich besonders für Gaudí und seine Architektur interessiert, könnte eines der beiden Häuser für eine Innenbesichtigung auswählen.

Der Eintritt in die Casa Batlló kostet online ab 29 Euro. Ein Audioguide auf Deutsch ist im Eintrittspreis enthalten. Auch die Casa Milà ist nicht ganz billig. Das Standardticket kostet je nach Termin etwa 25 bis 29 Euro. Ein deutschsprachiger Audioguide ist ebenfalls inklusive. Beide Häuser arbeiten mit festen Einlasszeiten. Wir würden die Tickets deshalb möglichst frühzeitig reservieren. Auch bei GetYourGuide gibt es verschiedene Tickets für die Casa Batlló* und die Casa Milà*.

Plaça de Catalunya

Von der Casa Batlló bummelt man ca. 750 Meter über den Prachtboulevard Passeig de Gràcia zur Plaça de Catalunya. Das ist einer der bekanntesten Plätze Barcelonas und bildet den Übergang zwischen der Altstadt Ciutat Vella und dem Stadtteil Eixample. Hier treffen unter anderem die La Rambla und der Passeig de Gràcia aufeinander. Der große Platz ist von Geschäften, Hotels und Restaurants umgeben und fast immer voller Menschen. Im Zentrum gibt es Grünflächen, Springbrunnen und zahlreiche Skulpturen. Für einen Landausflug ist die Plaça de Catalunya ein wichtiger Orientierungspunkt. Die Metro, öffentliche Busse, der Flughafenbus (Aerobus) und die Hop-on Hop-off Busse haben hier Haltepunkte. El Corte Inglés an der Plaça de Catalunya ist das zentrale, große Kaufhaus direkt im Herzen Barcelonas.

Plaça de Catalunya
Plaça de Catalunya – Bild: Joyt–stock.adobe.com

Für die Plaça de Catalunya selbst reichen etwa 15 bis 20 Minuten. Meist kommt man hier ohnehin im Rahmen eines Stadtbummels vorbei, zum Beispiel auf dem Weg vom Passeig de Gràcia zur La Rambla wie in unserem Fall.

La Rambla

La Rambla ist die berühmteste Flaniermeile Barcelonas und führt auf einer Länge von etwa 1,2 km von der Plaça de Catalunya bis zum Kolumbus-Denkmal am Hafen. Die breite Promenade ist fast immer voller Menschen. Man kommt an Blumenständen, Straßencafés und einigen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei.

Einen Abstecher wert ist der Mercat de la Boqueria, dessen Eingang direkt an der La Rambla liegt. Die historische Markthalle gehört zu den bekanntesten Märkten Barcelonas. An den zahlreichen Ständen werden Obst und Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Käse, Schinken und viele andere Lebensmittel angeboten. Dazu kommen kleine Bars und Imbissstände. Für unseren Stadtbummel reicht ein kurzer Rundgang durch die Markthalle.

Mercat de la Boqueria an der la Rambla
Mercat de la Boqueria in Barcelona – Bild: Tegeler

Etwa 500 Meter weiter liegt nur wenige Schritte von der La Rambla entfernt der Palau Güell. Das Stadthaus wurde von Antoni Gaudí für den Industriellen Eusebi Güell entworfen und gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Sehenswert sind unter anderem die ungewöhnliche Fassade und die fantasievollen Schornsteine auf dem Dach. Eine Innenbesichtigung würden wir bei diesem Stadtbummel nur einplanen, wenn ausreichend Zeit vorhanden ist.

Auf der belebten La Rambla sollte man besonders auf seine Wertsachen achten. Taschendiebstahl ist in Barcelona leider ein Thema. Handys und Geldbörsen sollte man nicht offen in der Hosentasche tragen und Rucksäcke oder Taschen in größeren Menschenmengen besser vor dem Körper tragen. Vorsicht ist auch geboten, wenn man angerempelt oder anderweitig abgelenkt wird.

Die 1-Block-Regel besagt, dass man möglichst nicht direkt an der La Rambla essen sollte. Wer mindestens eine Querstraße in die angrenzenden Viertel hineingeht, findet meist schnell Restaurants und Cafés mit faireren Preisen.

Bummel über die Rambla
Bummel über die Rambla – Bild: Jorge Fernández Salas auf Unsplash

Barri Gòtic mit der Kathedrale

Das Barri Gòtic ist das mittelalterliche Zentrum Barcelonas und gehört für uns zu einem Stadtbummel in Barcelona auf eigene Faust einfach dazu. Statt einfach nur durch die engen Gassen zu laufen, kann man einige der schönsten Plätze und Sehenswürdigkeiten des Viertels zu einer kleinen Runde verbinden.

Von der La Rambla gehen wir zunächst zur Plaça Reial und anschließend weiter zur Plaça de Sant Jaume, dem politischen Zentrum der Altstadt. Hier stehen sich das Rathaus von Barcelona und der Palau de la Generalitat gegenüber. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zur Kathedrale.

Die gotische Kathedrale von Barcelona ist der Heiligen Eulalia geweiht, der Schutzpatronin der Stadt. Sehenswert sind neben dem Kirchenraum auch die Krypta mit dem Grab der Heiligen und der schöne Kreuzgang. Hier leben 13 weiße Gänse. Sie erinnern an die Heilige Eulalia, die der Überlieferung nach erst 13 Jahre alt war, als sie den Märtyrertod starb. Vom Dach der Kathedrale hat man zudem einen weiten Blick über das Barri Gòtic und die Dächer Barcelonas.

In der Kathedrale leben Gänse
In der Kathedrale leben Gänse – Bild: Tegeler

Direkt hinter der Kathedrale lohnt sich noch ein kleiner Schlenker durch die Carrer del Bisbe mit dem bekannten Pont del Bisbe. Wenige Schritte weiter erreicht man die Plaça del Rei, einen der schönsten historischen Plätze im Barri Gòtic. Anschließend kann man durch die Gassen wieder in Richtung La Rambla und Kreuzfahrthafen laufen.

Rückkehr zum Schiff

Nach dem Bummel durch das Barri Gòtic geht man über die La Rambla zurück zur Moll de Barcelona. Hier warten die Shuttlebusse der Reedereien und der Cruise Bus, die die Landausflügler zurück zum Schiff fahren. Alternativ könnte man sich in der Nähe der Kathedrale ein Taxi oder ein Uber bestellen und direkt zurückfahren.

Barcelona für Wiederholer

Wer Barcelona bereits kennt, kann bei einem weiteren Kreuzfahrtstopp andere Schwerpunkte setzen. Der Park Güell, der Hausberg Montjuïc und das berühmte Stadion „Spotify Camp Nou“ des FC Barcelona eignen sich jeweils als Landausflugsziel für einen halben Tag, während sich Barceloneta und der Parc de la Ciutadella gut mit weiteren Zielen in der Altstadt verbinden lassen.

Faust
Der Park Güell ist eine 19 Hektar große UNESCO-Welterbestätte – Bild: Nikolaus Bader auf Pixabay

Park Güell

Der Park Güell ist ein großer Stadtpark auf einem Hügel im Norden der Stadt. Er ist berühmt für Gaudís bunte Mosaike, die Serpentinenbank und den Panoramablick über Barcelona. Der Mosaik-Salamander (El Drac) auf der Drachentreppe ist eines der bekanntesten Fotomotive der Stadt.

Für Kreuzfahrer ist der Park Güell aufgrund seiner Lage eher ein eigener Schwerpunkt für einen halben Tag. Für einen entspannten Besuch würden wir im Park etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Dazu kommen die An- und Rückfahrt. Wer Barcelona bereits kennt, kann den Park Güell sehr gut mit einem Bummel durch das Viertel Gràcia oder einem Besuch der Casa Vicens verbinden.

Der Park Güell liegt knapp 10 km vom Kreuzfahrthafen entfernt. Am bequemsten fährt man mit dem Taxi. Je nach Verkehr und Tageszeit sollte man dafür etwa 25 bis 35 Euro einplanen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt man den Cruise Bus bis zur Moll de Barcelona, läuft etwa 600 Meter zur Metrostation „Drassanes“ und fährt mit der Linie L3 bis „Lesseps“. Von hier läuft man noch ca. 1 km bis zum Eingang an der Avinguda del Santuari de Sant Josep de la Muntanya. Der Weg führt teilweise über Rolltreppen, die den Aufstieg erleichtern.

Der Park Güell mit seiner Drachentreppe
Park Güell in Barcelona – Bild: Tegeler

Der Eintritt in den Park Güell kostet 18 Euro. Senioren ab 65 Jahren und Kinder von 7 bis 12 Jahren zahlen 13,50 Euro. Kinder bis 6 Jahre und Menschen mit Behinderung haben freien Eintritt, benötigen aber ebenfalls ein Ticket. Die Tickets sind an ein festes Zeitfenster gebunden. Nach der gebuchten Uhrzeit hat man noch 30 Minuten Zeit für den Einlass. Wir würden die Tickets frühzeitig auf der offiziellen Webseite des Park Güell reservieren. Offizielle Führungen werden auf Katalanisch, Spanisch, Englisch und Französisch angeboten, aber leider nicht auf Deutsch. Tickets und deutschsprachige Führungen gibt es auch bei GetYourGuide*.

Hausberg Montjuïc

Der Montjuïc ist ein 185 Meter hoher Hausberg Barcelonas und bietet schöne Ausblicke über die Stadt, den Hafen und das Meer. Auf dem weitläufigen Gelände gibt es zahlreiche Gärten, Museen und Aussichtspunkte. Hier befinden sich auch die Anlagen der Olympischen Spiele von 1992 mit dem Olympiastadion, dem Palau Sant Jordi und dem markanten Fernsehturm von Santiago Calatrava. Wer Barcelona bereits kennt, kann auf dem Montjuïc einen abwechslungsreichen halben oder ganzen Kreuzfahrttag in Barcelona auf eigene Faust verbringen.

Vom Kreuzfahrthafen fährt man mit dem Cruise Bus bis zur Moll de Barcelona und läuft etwa 800 Meter zur Metrostation „Paral·lel“. Von dort fährt die Standseilbahn Funicular de Montjuïc hinauf auf den Montjuïc. Die Fahrt ist in die normalen Tickets des öffentlichen Nahverkehrs integriert. An der Bergstation kann man zu Fuß weitergehen oder mit der Telefèric de Montjuïc bis zum Castell de Montjuïc fahren.

Telefric de Montjuic
Telefric de Montjuïc – Bild: Ludwig Bickel auf Pixabay

Für einen halben Tag würden wir mit der Telefèric zunächst bis zum Castell hinauffahren. Die Festung liegt auf dem höchsten Punkt des Montjuïc und bietet schöne Ausblicke auf den Kreuzfahrthafen und das Meer. Anschließend kann man mit der Seilbahn zurückfahren oder zu Fuß durch die Gärten und vorbei an verschiedenen Aussichtspunkten wieder bergab laufen. Wer mehr Zeit hat, kann zusätzlich die Olympischen Anlagen oder eines der Museen auf dem Montjuïc besuchen.

Die Telefèric de Montjuïc kostet 19 Euro für die Berg- und Talfahrt. Beim Onlinekauf kostet das Ticket 17,10 Euro. Eine einfache Fahrt kostet 12 Euro. Für einen Abstecher mit Standseilbahn, Telefèric und einigen Aussichtspunkten sollte man mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Wer zusätzlich das Castell, eines der Museen oder die Olympischen Anlagen besuchen möchte, kann auf dem Montjuïc problemlos einen ganzen Tag verbringen.

Barceloneta und die Strände

Barceloneta ist das alte Fischerviertel Barcelonas und liegt direkt am Meer. In den schmalen Straßen gibt es zahlreiche Restaurants und Tapasbars. Bekannt ist das Viertel heute aber vor allem wegen seiner Strände. Die Platja de Sant Sebastià und die Platja de la Barceloneta gehören zu den bekanntesten Stadtstränden Barcelonas. Hier gibt es Liegen und Sonnenschirme, Toiletten, Restaurants und verschiedene Sportmöglichkeiten.

Die Strände in Barceloneta
Die Strände in Barceloneta – Bild: Corey Buckley auf Unsplash

Für Kreuzfahrer lässt sich Barceloneta besonders gut mit einem Stadtbummel durch die Altstadt verbinden. Vom Cruise Bus auf der Moll de Barcelona kann man durch den Port Vell und am alten Hafen entlang in Richtung Barceloneta laufen. Bis zur Platja de Sant Sebastià sollte man etwa 30 Minuten einplanen. Wer nicht laufen möchte, kann natürlich auch ein Taxi nehmen.

Eine besondere Attraktion ist die historische Hafenseilbahn Barcelona (Telefèric del Port). Sie verbindet den Torre Sant Sebastià in Barceloneta mit der Miramar-Station auf dem Montjuïc. Die Mittelstation im Torre Jaume I befindet sich in der Nähe der Shuttlebushaltestelle auf der Moll de Barcelona. Leider kann man hier weder ein- noch aussteigen. Wer einigermaßen schwindelfrei ist, genießt während der Fahrt einen herrlichen Panoramablick über Barcelona und den Hafen.

Auch das Aquarium von Barcelona lässt sich gut einbauen. Es liegt im Port Vell etwa 1,4 km vom Strand entfernt und damit bereits auf dem Weg zurück zur Moll de Barcelona. Besonders für Familien mit Kindern könnte das Aquarium eine schöne Ergänzung zu einem Besuch in Barceloneta sein.

Parc de la Ciutadella

Der Parc de la Ciutadella ist der bekannteste Stadtpark Barcelonas und liegt am Rand der Altstadt. Die weitläufige Anlage entstand im 19. Jahrhundert auf dem Gelände einer ehemaligen militärischen Zitadelle und wurde für die Weltausstellung von 1888 umgestaltet. Heute kann man hier schön spazieren gehen und eine Pause vom Trubel der Stadt machen.

Arc de Triomf in Barcelona
Arc de Triomf – Bild: Ravini auf Pixabay

Sehenswert sind vor allem die große Cascada Monumental, der kleine See mit Ruderbooten und verschiedene Gebäude aus der Zeit der Weltausstellung. Interessant ist, dass auch der damals noch junge Antoni Gaudí an der Gestaltung der Cascada Monumental mitgearbeitet hat. Im ehemaligen Arsenal der Zitadelle hat heute das katalanische Parlament seinen Sitz. Auch der Zoo von Barcelona befindet sich im Park. Nur wenige Gehminuten vom Parc de la Ciutadella entfernt steht der Arc de Triomf. Der markante Triumphbogen aus rotem Backstein wurde als Eingangstor für die Weltausstellung von 1888 gebaut.

Für einen Spaziergang durch den Parc de la Ciutadella sollte man etwa eine Stunde einplanen. Der Eintritt in den Park ist kostenlos. Wer eine längere Pause machen oder mit einem Ruderboot über den kleinen See fahren möchte, kann natürlich länger bleiben. Das gilt auch für einen Besuch im Zoo von Barcelona, der besonders für Familien interessant sein könnte.

Kreuzfahrer können den Parc de la Ciutadella sehr schön mit dem Viertel El Born und Barceloneta verbinden. Von der Kathedrale im Barri Gòtic kann man zunächst durch El Born zum Parc de la Ciutadella bummeln und anschließend weiter in Richtung Barceloneta laufen. So entsteht eine schöne Alternative zum klassischen Stadtbummel über den Passeig de Gràcia und La Rambla.

Spotify Camp Nou (FC Barcelona)

Das Spotify Camp Nou ist die Heimat des FC Barcelona und für Fußballfans sicher eines der interessantesten Ziele für Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust. Das riesige Stadion wird seit 2022 grundlegend umgebaut. Mittlerweile trägt der FC Barcelona hier wieder seine Heimspiele aus, während die Bauarbeiten weitergehen. Das neue Barça-Museum ist ebenfalls geöffnet. Eine klassische Stadiontour wie vor dem Umbau ist derzeit allerdings noch nicht möglich.

Die Haupttribüne im Camp Nou vor dem Umbau
Die alte Haupttribüne im Camp Nou – Bild: Tegeler

Für Kreuzfahrer ist das Spotify Camp Nou aufgrund seiner Lage eher ein Ziel für einen halben Tag. Das Stadion liegt etwa 8 km vom Kreuzfahrthafen entfernt. Vom Cruise Bus auf der Moll de Barcelona läuft man zur Metrostation „Drassanes“ und fährt mit der Linie L3 ohne Umsteigen bis „Les Corts“. Von dort läuft man noch etwa 10 bis 15 Minuten bis zum Stadion. Bequemer und schneller ist natürlich ein Taxi.

Der Eintritt in das neue Barça-Museum kostet derzeit ab 28 Euro. Ein digitaler Audioguide auf Deutsch ist im Preis enthalten. Zum Museumsbesuch gehört auch der Construction Viewpoint, von dem man auf das im Umbau befindliche Spotify Camp Nou blickt. Wer mehr vom Stadion sehen möchte, kann die Spotify Camp Nou Experience ab 69 Euro buchen. Dabei besucht man zusätzlich einen Tribünenbereich und hat einen Panoramablick in das Stadion.

Eine klassische Stadiontour mit Umkleidekabinen, Spielertunnel und Spielfeldrand ist während der laufenden Bauarbeiten noch nicht möglich. Wer das Spotify Camp Nou besuchen möchte, sollte deshalb vor der Kreuzfahrt prüfen, welche Bereiche zum gewünschten Termin zugänglich sind. Tickets rund um den FC Barcelona und das Stadion gibt es auch bei GetYourGuide.*

Weitere Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer

Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge im Mittelmeer: Ajaccio, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Valencia, Valletta (Malta)

Fazit – Landausflüge in Barcelona auf eigene Faust

Barcelona ist ein sehr gutes Ziel für Landausflüge auf eigene Faust. Der Kreuzfahrthafen liegt zwar etwas außerhalb des Stadtzentrums, mit dem Cruise Bus erreicht man aber schnell die Moll de Barcelona. Von dort kann man viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit der Metro erreichen.

Die größte Herausforderung ist die große Auswahl. Wer zum ersten Mal in Barcelona ist, sollte unserer Meinung nach nicht versuchen, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Wir würden die Sagrada Família mit einem Stadtbummel über den Passeig de Gràcia, die Plaça de Catalunya und La Rambla sowie durch das Barri Gòtic verbinden. Für einen weiteren Besuch bleiben mit Park Güell, Montjuïc, Barceloneta und vielen Museen noch genügend Ziele.

Etwas Vorbereitung ist allerdings sinnvoll. Für die Sagrada Família und den Park Güell sollte man zeitgebundene Eintrittskarten bereits vor der Kreuzfahrt reservieren.

Petra im Devil's Bridge National Park auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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