Viele Kreuzfahrtgäste sind auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu den Landausflügen der Reedereien. In diesem Beitrag zeigen wir, wie man Landausflüge in Palermo auf eigene Faust gestalten kann. Mit Hafeninformationen, Verkehrsoptionen, lohnenswerten Landausflugszielen und Angeboten lokaler Landausflugsveranstalter. Vorab einige Informationen zu diesem schönen Kreuzfahrtziel. Palermo ist die Hauptstadt Siziliens und gehört mit ca. 650.000 Einwohnern zu den größten Städten Italiens. Die Hafenstadt liegt zwischen dem Meer und den Bergen, eingerahmt vom Monte Pellegrino und der fruchtbaren Ebene der Conca d’Oro. Palermo blickt auf fast 3000 Jahre Geschichte zurück. Wichtige Highlights sind die Kathedrale, der Palazzo Reale mit der wunderschönen Cappella Palatina und der barocke Platz Quattro Canti. Die Stadt wirkt lebendig, laut und chaotisch. Palermo ist ein Topziel für Landausflüge im Mittelmeer. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Comune di Palermo. Letzte Aktualisierung: Februar 2025
Weitere Hafenportraits für Landausflüge im Mittelmeer auf eigene Faust: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Korfu, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Tanger, Valencia, Valletta (Malta)
Wo macht mein Kreuzfahrtschiff in Palermo fest?
Kreuzfahrtschiffe laufen den großen Hafen von Palermo an. Das Palermo Cruise Terminal ist zentral gelegen und nur wenige Gehminuten vom Stadtkern entfernt. Rund um den Hafenausgang warten viele Verkäufer auf die Landausflügler. Taxifahrer bieten mit Flyern Stadtrundfahrten an. Auch Kutschen, Hop-on Hop-off Busse, Bimmelbahnen und einige Tuk-Tuks stehen bereit. Mit öffentlichen Bussen kann man zum Beispiel den beliebten Strand von Mondello erreichen.
Die historische Stazione Marittima an der Molo Vittorio Veneto al Porto in Palermo ist vor ein paar Jahren komplett renoviert worden. Mit der Erneuerung wollte man das Terminal zeitgemäßer, praktischer und ansprechender für die wachsende Zahl an Kreuzfahrtgästen machen. Sie verbesserte die Ausstattung des Terminals deutlich. Neue Bereiche für Reisende, Wartezonen und Schalter zum Einchecken entstanden. Das erneuerte Terminal bietet nun bessere Services, wie optimierte Sicherheitsvorkehrungen, neue Läden wie Restaurants sowie mehr Infos für Landausflüge auf eigene Faust.
Landausflüge in Palermo buchen
Für den Tag in Palermo werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Palermo findet man bei GetYourGuide*.
Mobil in Palermo auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Palermo auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab hier einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Palermo:
- Teatro Politeama: 750 Meter
- Teatro Massimo: 1,2 km
- Mercato Vucciria: 1,4 km
- Platz Quattro Canti: 1,8 km
- Kathedrale von Palermo: 2,2 km
- Botanischer Garten und Villa Giulia: 2,3 km
- Palazzo dei Normanni (Palazzo Reale) e Capella Palatina: 3 km
- Kapuzinergruft: 4,3 km
- Mondella-Strand: 9,5 km
- Kathedrale von Monreale: 10,5 km
- Cefalù: 69 km
Karte von Palermo: 1. Palazzo Real (Palazzo dei Normanni), 2. Kathedrale von Palermo, 3. Teatro Massimo, 4. Platz Quattro Canti, 5. La Zisa, 6. San Giovanni degli Eremiti, 7. Chiesa di San Cataldo, 8. Botanischer Garten Palermo
Palermo auf eigene Faust zu Fuß entdecken
Aufgrund der zentralen Lage des Kreuzfahrthafens kann man Palermo auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie die Kathedrale, der Palazzo Reale und der Platz Quattro Canti, liegen nah beieinander in der Altstadt.
Gibt es Shuttlebusse?
Aufgrund der kurzen Entfernungen gibt es in Palermo in der Regel keinen Shuttlebus der Reederei.
Öffentliche Verkehrsmittel in Palermo
Die orangefarbenen Busse der Verkehrsgesellschaft AMAT (amat.pa.it) gehören in Palermo zum Stadtbild. Leider gibt es die Webseite nur in italienischer Sprache. Wenn die Webseite von Deutschland aus nicht erreichbar ist, würden wir VPN nutzen. Neben den öffentlichen Bussen gibt es in Palermo auch eine nagelneue Straßenbahn (seit 2015) und ein kleines Metronetz. Das Liniennetz ist aber derzeit so gestaltet, dass es für Landausflügler weitestgehend nutzlos ist. Die Metro wird von der italienischen Bahn Trenitalia betrieben. Für die Straßenbahn ist die Verkehrsgesellschaft AMAT zuständig.
Wer zum Mondella Beach fahren möchte, nimmt in Hafennähe (Haltestelle „Crispi Porto“) den Bus 107 in Richtung „Stadio“. Nach ca. 15 Minuten steigt man an der Haltestelle „Imperatore Federico Fiera“ aus und läuft ca. 1 Minute zur gleichnamigen Haltestelle der Linie 806 in Richtung „Torre Piano Gallo Interna“. Am Mondelle Beach gibt es mehrere mögliche Haltestellen.
Ein Tagesticket für den Bus kostet 3,50 Euro und kann bereits im Hafen erworben werden. Einzeltickets kauft man für 1,40 Euro in Tabakläden oder Kiosken. Im Bus zahlt man 1,80 Euro. Die App PalerMobilità ist wohl auch nur in italienischer Sprache verfügbar. Eine kontaktlose Bezahlung mit einer Kreditkarte funktioniert in Palermo noch nicht.
Taxis, Uber & Co
Zahlreiche Taxis warten am Kreuzfahrthafen auf Kunden. Offizielle Taxis sind weiß, haben einen gelbroten Streifen unterhalb der Seitenfenster, eine Taxinummer und ein Taxischild auf dem Dach. Die beiden bekanntesten Taxizentralen sind Radio Taxi Trinacria und Autoradio taxi di Palermo. Nach Aussagen eines Einheimischen sind diese beiden Unternehmen etwas weniger betrügerisch als andere Anbieter. Auf jeden Fall muss man vor dem Einsteigen die Preisfrage klären. Es gibt ein Preistableau der Stadt Palermo und Angebote für Rundfahrten zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders die Webseite von Radio Taxi Trinacria ist informativer. Hier kann man Taxitouren auch vorab anfragen.
Uber ist verfügbar. Aber in Palermo wird es hauptsächlich genutzt, um lizenzierte Taxis zu rufen. Verfügbar ist insbesondere Uber Black für Fahrten mit Premium-Fahrzeugen.
Stadtrundfahrten in Palermo
Auch in Palermo gibt es die beliebten roten Doppeldeckerbusse der Firma City-Sightseeing, die auf zwei Routen durch die Stadt fahren. Linie A fährt durch das historische Zentrum und Linie B durch das Liberty-Viertel, vorbei an den wichtigsten Villen und dem Schloss Zisa. Mit einer weiteren Route erreicht man die Kathedrale von Monreale. Nach dem bekannten Prinzip kann man an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Die oben offenen Busse stehen an der Via Enrico Amari 138. Das ist beim Teatro Politeama Garibaldi. Das wunderschöne Theater erreicht man vom Hafen aus in ca. fünfzehn Minuten zu Fuß. Es gibt aber auch einen City Sightseeing-Welcome Point am Hafen. Tickets gibt es vor Ort. Vorab kann man die Fahrscheine auch hier* erwerben.
Es gibt am Hafen noch einen zweiten Anbieter mit gelben Bussen und der Bezeichnung Open Art Tour. Diese Busse fahren ebenfalls auf mehreren Routen durch die Stadt und nach Monreale. Bei beiden Anbietern würden wir vorher die Bewertungen lesen. Der Verkehr in Palermo ist teilweise sehr chaotisch und darunter leiden natürlich auch die Busse.
Bimmelbahn & Tuk Tuks
Wir haben am Hafen mehrere Bimmelbahnen gesehen, die eine einstündige Stadtrundfahrt in Palermo für ca. 10 bis 15 Euro anboten. Mangels zuverlässiger Webseiten muss man sich überraschen lassen, ob man eine oder mehrere Bimmelbahnen am Hafen vorfindet.
Tuk-Tuks kennt man aus Asien. In Italien heißen die dreirädrigen Gefährte der Firma Piaggio „Ape“, was wohl so viel wie „Biene“ bedeutet. Fleißige Arbeitsbienen sind diese Fahrzeuge auf jeden Fall. Wir haben auch in Palermo einige dieser Tuk-Tuks am Hafenausgang gesehen. Angeboten werden Stadtrundfahrten oder Fahrten zu bestimmten Zielen.
Leider sind die Tuk-Tuks ziemlich teuer. Eine einstündige Stadtrundfahrt kostet 120 Euro für maximal 4 Personen. Für 2 Stunden zahlt man 160 Euro. Angebote findet man vorab auf der Webseite der Firma Ape Tour Palermo Number One.
Highlights für Landausflüge in Palermo auf eigene Faust
Viele der Sehenswürdigkeiten Palermos lassen sich vom Hafen aus gut zu Fuß erkunden. Dabei sollte man auf die Taschendiebe achten, die hier sicher zu den besten ihrer Zunft gehören. Ähnlich wie in Neapel bekommt man mit einem kundigen Führer mehr Zugang. Man kann aber auch sehr gut auf eigene Faust bummeln. Wer eine Kirche besichtigen möchte, sollte an angemessene Kleidung denken bzw. ein Tuch einstecken. Der Zutritt ist nur mit bedeckten Schultern und Knien möglich. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Palermo auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Palermo: 1. Mercato La Vucciria, 2. Teatro Massimo, 3. Platz Quattro Canti, 4. Fontana Pretoria, 5. Piazza Bellini (Chiesa di San Cataldo und Admiralskirche), 6. Kathedrale, 7. Palazzo Reale (Palazzo dei Normanni), 8. San Giovanni degli Eremiti, 9. Botanischer Garten
Selbstgeführter Stadtrundgang durch Palermo
Der Kreuzfahrthafen liegt günstig und man kann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Palermo auf eigene Faust zu Fuß erreichen. Palermo ist perfekt für einen entspannten Spaziergang. Es gibt kurze Wege, viel Atmosphäre und überall kleine Cafés für eine erfrischende Granita.
Politeama Garibaldi: Neoklassizistisches Wahrzeichen
Wir würden vom Hafen zuerst ca. 1 km zum Teatro Politeama Garibaldi laufen. Das attraktive Theater entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist häufig die erste Sehenswürdigkeit, die man als Landausflügler in Palermo sieht. Die Busse von City Sightseeing starten hier zu ihren Rundfahrten. Nach dem Tod Garibaldis im Jahre 1880 wird das Theater, in dem heute das Sinfonieorchester Siziliens beheimatet ist, Teatro Politeama Garibaldi genannt. Der Architekt ließ sich übrigens von Gebäuden in Pompeji inspirieren. Es gibt viel zu sehen in Palermo. Von daher reicht eine Außenbesichtigung unserer Meinung nach aus. Ein kleiner Tipp: In der Nähe des Teatro Politeama befindet sich das Antico Caffè Spinnato. Genauer gesagt: in der Via Principe di Belmonte Nr. 107. Hier könnte man eine erste Pause einlegen und sizilianische Köstlichkeiten probieren.
Teatro Massimo Palermo: Italiens größtes Opernhaus
Das nächste Ziel unseres selbstgeführten Stadtbummels in Palermo ist das gigantische Teatro Massimo. Es ist das größte Opernhaus Italiens und wohl eines der schönsten und größten Opernhäuser weltweit. In dem prachtvollen Theaterraum gibt es mehr als 3.000 Sitzplätze. Das Teatro Massimo wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts im Stil des Historismus erbaut. Eine Schlußszene aus „Der Pate III“ wurde hier gedreht. Damals war das Opernhaus wegen Baumängeln geschlossen und musste extra für die Dreharbeiten teilrenoviert werden. Auf der Webseite kann man zeitgebundene Tickets für 12 Euro kaufen.
Quattro Canti: Barockes Herz von Palermo
Jetzt laufen wir 650 Meter zum Platz Quattro Canti. Das ist der wohl berühmteste Platz im historischen Zentrum von Palermo. Er liegt genau an der Kreuzung der beiden Hauptachsen Corso Vittorio Emanuele und Via Maqueda. Der Name bedeutet „vier Ecken“ und bezieht sich auf die vier symmetrischen, barocken Fassaden, die diese Kreuzung wie eine kleine Bühne umgeben. Man sieht Balkone, Simse, Fenster und Nischen im Barockstil, wohin man schaut. Der Platz entstand bei einer Stadterweiterung im 17. Jahrhundert und zählt zu den berühmtesten Werken barocker Architektur in Palermo.
Direkt um die Ecke und nur einen Steinwurf entfernt befindet sich die Piazza Pretoria mit der riesigen Fontana Pretoria. In früheren Jahrhunderten wurde dieser Brunnen auch „Brunnen der Scham“ genannt, da die Statuen überwiegend nackt sind. Die Fontana Pretoria ist heute eines der beliebtesten Fotomotive in Palermo.
Piazza Bellini: Kirchenensemble im Zentrum von Palermo
Nur das Palazzo Pretorio trennt die Piazza Pretoria von der Piazza Bellini. An der Ecke hat die Touristeninformation ein Büro. An der Piazza Bellini stehen zwei berühmte normannische Kirchen. Santa Maria dell’Ammiraglio und San Cataldo, beide Teil des UNESCO-Welterbes „Arabisch-normannisches Palermo“. Die Admiralskirche sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Deckengewölbe sind mit byzantinischen Goldgrundmosaiken überzogen. Die Chiesa di San Cataldo ähnelt mit ihren roten Kuppeln äußerlich ein wenig der Kirche San Giovanni degli Eremiti. Hier gibt es im Inneren wenig zu sehen. Vor den Kirchen gibt es eine erhöhte Terrasse, unter der sich Reste punischer Stadtmauern befinden.
Dachterrasse der Kathedrale mit Ausblick genießen
Jetzt müssen wir wieder ein Stück laufen. Nach ca. 600 Metern erreichen wir die imposante Kathedrale Maria Santissima Assunta von Palermo, an der Baumeister aller Stile vom 12. bis zum 18. Jahrhundert gebaut haben. Sie birgt sechs Königsgräber aus der Zeit der Normannen und der Staufer. Hier ruht zum Beispiel der berühmte Stauferkaiser Friedrich II. (1194 bis 1250).
Das Innere des mächtigen Gotteshauses kann teilweise kostenlos besichtigt werden. Die besonderen Sehenswürdigkeiten der Kathedrale sind jedoch kostenpflichtig. Dazu gehören die Königsgräber, die Krypta und die Domschatzkammer und der Aufstieg zum Dach der Kathedrale. Wir würden uns während der Hochsaison im Sommer vorher mit der Ticketfrage befassen. Es gibt aber auch an der Kasse Tickets, die man direkt vor Ort kaufen kann.
Cappella Palatina im Palazzo Reale besuchen
Gut 400 Meter von der Kathedrale entfernt befindet sich der frühere Königspalast Palazzo Reale, der auch unter dem Namen Palazzo dei Normanni bekannt ist. Er thront an der höchsten Stelle Palermos. Heute ist hier das Regionalparlament Siziliens untergebracht.
Die größte Sehenswürdigkeit des Palastes ist die Cappella Palatina. Die prunkvolle Palastkapelle gilt als eines der schönsten Beispiele des normannisch‑arabisch‑byzantinischen Stils im Mittelalter. Sie wurde im 12. Jahrhundert unter König Roger II. als private Hofkapelle der normannischen Könige errichtet. Die Cappella Palatina wurde verschwenderisch mit leuchtenden Mosaiken ausgestattet und ist ein Highlight für Landausflüge in Palermo auf eigene Faust. Der Palast ist weniger sehenswert und besteht teilweise nur aus Büros und Parlamentsbereichen. Es gibt allerdings einen schönen Garten, königliche Gemächer und Prunksäle. Informationen über Eintrittskarten und Öffnungszeiten findet man hier.
San Giovanni degli Eremiti mit roten Kuppeln
Jetzt laufen wir erneut gut 400 Meter zur normannischen Kirche San Giovanni degli Eremiti mit ihren 5 leuchtend roten Kuppeln. König Roger II. ließ die Kirche um 1132 als Teil eines Benediktinerklosters errichten. Kirche, Kreuzgang und Garten können für 8 Euro besichtigt werden.
Kapuzinergruft Palermo: Mumien & Geschichte
Das nächste Ziel unseres Stadtbummels in Palermo in Eigenregie ist etwas gruselig und nicht jedermanns Sache. Wir waren ehrlich gesagt noch nie hier. Es geht um die Catacombe dei Cappuccini in der Via Cipressi 1. In den dunklen Gängen der Katakomben befinden sich lange Reihen mumifizierter Skelette in Alltagskleidern, Uniformen und verstaubten Anzügen. Besonders bekannt ist die mumifizierte Leiche der kleinen Rosalia Lombardo, die 1920 an der Spanischen Grippe starb. Nichts für zarte Gemüter und vor allem nichts für Kinder. Trotzdem und für uns erstaunlicherweise eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Eintritt liegt bei 5 Euro.
Von der Kirche San Giovanni degli Eremiti läuft man 1,6 km. Wer möchte, kann an der Piazza Indipendenza (hinter dem Normannenpalast) den Bus 327 nehmen. Der Bus folgt der Via Cappuccini. An der Ecke zur Via Pindemonte steigt man aus und läuft noch 200 Meter bis zum Eingang.
Markt La Vucciria: Streetfood & sizilianisches Flair
La Vucciria ist der älteste und lebendigste Markt Palermos und ein labyrinthartiges Gewirr aus Gassen rund um die Piazza Caracciolo. Wer wie wir die Kapuzinergruft ausgelassen hat, läuft 1,4 km durch das Stadtzentrum. Von der Kapuzinergruft läuft man 600 Meter bis zur Bushaltestelle „L’emiro Castelluccio“ und nimmt einen Bus der Linie 164 in Richtung „Stazione Centrale“. Wenn man eine gute Viertelstunde später an der Haltestelle „Palermo Roma Vucciria“ aussteigt, ist man fast direkt an diesem berühmten Markt.
Tagsüber herrscht hier wahnsinnig viel Trubel mit Ständen voller sizilianischer Produkte. Dazu gibt es sizilianische Streetfood-Highlights wie Arancini, Sfincione oder Panelle. Bei Nacht verwandelt sich Vucciria in ein Partyviertel mit Bars, Live-Musik und Movida bis tief in die Nacht. Aber da sind Kreuzfahrer ja bereits wieder auf See.
Orto Botanico: Oase der Ruhe nahe Altstadt
Gartenfreunde sollten sich zum schönen Orto Botanico di Palermo aufmachen. Dieser ist ca. 1 km vom Markt La Vucciria entfernt und entstand ab 1795, nachdem an der Universität ein Lehrstuhl für Botanik eingerichtet worden war. Die benachbarte Parkanlage Villa Giulia bestand damals bereits seit einigen Jahren. Das Wahrzeichen des Gartens ist ein riesiger Ficus macrophylla (Großblättrige Feige), der 1845 gepflanzt wurde. Der Eintritt liegt bei 8 Euro. Eine Kolonie Halsbandsittiche hat den Botanischen Garten als Heimat auserkoren. Damit endet unser Stadtbummel in Palermo auf eigene Faust. Mit einem Bus der Linie 107 kann man bequem zum Hafen zurückfahren.
Die schönsten Landausflüge rund um Palermo
Im Umland von Palermo gibt es viele Ziele für erlebnisreiche Landausflüge. Die Kathedrale von Monreale lockt mit ihren Goldgrundmosaiken viele Landausflügler an. Sie gilt als Meisterwerk und ist ein Topziel für Landausflüge in Palermo. Die Spiaggia di Mondello ist der Hausstrand von Palermo und lockt mit hellem Sand und blauem Wasser. Ein wunderbarer Ort für einen Tag am Strand. Der Monte Pellegrino ist der Hausberg von Palermo und bietet einen tollen Blick auf die Stadt und das Meer. Dort findet man das Heiligtum von Rosalia, der Schutzheiligen von Palermo. Cefalù ist eine schöne Stadt am Meer, die mit einem alten Stadtkern und einer großen Kathedrale begeistert. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Palermo auf eigene Faust.
Karte der Landausflugsziele im Umland von Palermo: 1. Altstadt von Palermo, 2. Kathedrale von Monreale, 3. Monte Pellegrino, 4. Spiaggia di Mondello
Dom von Monreale mit Goldmosaiken
Der Ort Monreale befindet sich 8 km südwestlich vom Stadtzentrum auf einem Hügel mit Blick über die Conca d’Oro. Hier steht das sizilianische Meisterwerk normannischer Kirchenbaukunst. Der Duomo di Monreale aus dem 12. Jahrhundert ist Welterbe der UNESCO. Ein riesiger Mosaikenzyklus illustriert das Alte und das Neue Testament. Ebenso großartig ist der Kreuzgang des ehemaligen Benediktinerklosters. Der Dom kann kostenlos besucht werden. Wer auch den Kreuzgang sehen möchte, zahlt eine kleine Gebühr. Von der Anhöhe des Monte Caputo in der Nähe hat man einen Traumblick auf Palermo mit der wie mit dem Zirkel gezogenen Bucht Conca d’Oro.
Unser Tipp: Man kann den Besuch gut mit der Kapuzinergruft verbinden. In der Nähe (ca. 500 Meter) kann man einen Bus der Linie 389 nach Monreale nehmen.
Mondello Strand: Karibik-Flair bei Palermo
Auf der anderen Seite des Monte Pellegrino befindet sich die Ortschaft Mondello, die sich von einem Fischerdorf zu einem der beliebtesten Badeorte Siziliens gemausert hat. Schon seit 1910 bauten die wohlhabenden Einwohner Palermos hier ihre Sommerhäuser. Deshalb gibt es in Mondello noch heute viele schöne Jugendstilgebäude. Besonders attraktiv ist das Kurhaus Stabilimento Balneare, das auf Stelzen im Wasser erbaut wurde.
Viele Landausflügler von den Kreuzfahrtschiffen machen einen Landausflug nach Mondello, um den Tag an der 1,5 km langen Spiaggia di Mondello zu verbringen. Es gibt fast nur bewirtschaftete Strandabschnitte mit Liegen und Sonnenschirmen. Für zwei Liegen und einen Schirm zahlt man circa 25 Euro. Manchmal gibt es Rabatte, wenn man nur einen halben Tag zur Verfügung hat. Im August ist Ferienzeit und der Strand ist meist extrem voll.
Monte Pellegrino: Panoramablick über Palermo genießen
Der Monte Pellegrino (Pilgerberg) ist knapp 13 km von der Stazione Marittima entfernt, direkt am Meer. Goethe nannte den Berg das schönste Vorgebirge der Welt. Am Belvedere di Monte Pellegrino gibt es einen großen Parkplatz. Von hier hat man einen herrlichen Blick. Man kann ein kleines Stück zur Statua di Santa Rosalia laufen. Die Gebeine der Heiligen, einer Einsiedlerin aus dem 12. Jahrhundert, wurden im 17. Jahrhundert hier gefunden und in die Stadt gebracht. Dadurch wurde Palermo der Legende nach von der Pest befreit.
Badeort Cefalù an Siziliens Nordküste erleben
Cefalù ist ein malerisches Küstenstädtchen an der Nordküste Siziliens und liegt etwa 70 km östlich von Palermo. Es ist ein beliebtes Landausflugsziel und bekannt für seinen langen Sandstrand und den imposanten Duomo di Cefalù. Die Stadt liegt am Fuß des markanten 270 m hohen Kalkfelsens La Rocca und lockt mit einer mittelalterlichen Altstadt viele Landausflügler an.
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