Viele Kreuzfahrtgäste sind auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu den Landausflügen der Reedereien. In diesem Beitrag zeigen wir, wie man Landausflüge in Livorno auf eigene Faust gestalten kann. Mit Hafeninformationen, Verkehrsoptionen, lohnenswerten Landausflugszielen und Angeboten lokaler Landausflugsveranstalter. Vorab einige Informationen zu diesem schönen Kreuzfahrtziel. Die moderne Hafenstadt in der Toskana hat knapp 160.000 Einwohner und ist ein Topziel für Landausflüge im Mittelmeer. Die Verlandung des alten Hafens von Pisa war ein schrittweiser Prozess und führte letztlich zum Aufstieg Livornos. Die Medici ließen hier im Jahre 1571 einen neuen Hafen anlegen. Das war dann der Schlussstrich unter die große Geschichte Pisas. Die Bewohner Livornos waren schon immer bekannt für ihre praktische Einstellung zum Leben und für ihre Sparsamkeit. Für die Kunst war daher in dieser Stadt nie besonders viel Platz. Viele Landausflügler nutzen Livorno nur als Sprungbrett ins nahe Pisa, nach Lucca oder gar nach Florenz. Weitere Informationen gibt es bei Turismo di Livorno. Letzte Aktualisierung: Februar 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge im Mittelmeer auf eigene Faust: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Korfu, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Tanger, Valencia, Valletta (Malta)
Wo macht mein Kreuzfahrtschiff in Livorno fest?
Kreuzfahrtschiffe legen im weitläufigen Porto di Livorno an. Dieser besteht teilweise noch aus dem Porto Mediceo, der bereits im 16. Jahrhundert von den Medici angelegt wurde. Hier können heute kleine und meist exklusive Kreuzfahrtschiffe innenstadtnah anlegen. Dann gibt es den neuen Bereich für Kreuzfahrtschiffe und Fähren, der Livorno 2000 genannt wird. Hier machen die meisten Kreuzfahrtschiffe fest.
Die zahlreichen möglichen Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe sind mit Namen und Nummern in dieser Grafik verzeichnet. Auf dieser 2. Grafik erkennt man die Lage der Liegeplätze und der Livorno Cruise Terminals im weitläufigen Hafen der Stadt.
In den beiden Livorno Cruise Terminals und im Fährterminal gibt es einen Informationsstand des Hafens und der Touristeninformation, kostenloses Wi-Fi, Stände lokaler Ausflugsanbieter, Autovermieter, Taxistände und etwas Gastronomie. Shuttlebusse fahren die Landausflügler ins Stadtzentrum. Und auch wenn das Kreuzfahrtschiff nicht direkt an einem der Cruise Terminals liegt, gibt es auf der Mole einen gewissen Service wie den Shuttlebus, Taxis oder einen mobilen Stand der Touristeninformation.
Landausflüge in Livorno buchen
Für den Tag in Livorno werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Livorno findet man bei GetYourGuide*.
Mobil in Livorno auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Livorno auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Livorno (ab Cruise Shuttle Stop):
- Calambrone (Strände): 10 km
- Pisa: 24,6 km
- Lucca: 50,5 km
- Florenz: 93 km
- Siena: 128 km
Karte von Livorno mit Hafen, Stadt und Bahnhof: 1. Zentrum (Shuttlebushaltestelle), 2. Bahnhof. Es gibt noch mehr mögliche Liegeplätze im großen Hafen von Livorno. Wir haben nur die wichtigsten Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe gekennzeichnet.
Die „Perlen der Toskana“ zu Fuß erkunden
In Livorno darf man den Hafen nicht zu Fuß verlassen. Dafür gibt es Shuttlebusse. Wer möchte, kann dann aber das Zentrum von Livorno in Eigenregie zu Fuß erkunden. Das gilt auch für Pisa, Lucca und Florenz. Die drei „Perlen der Toskana“ kann man vom Bahnhof aus zu Fuß erkunden. In Florenz und Lucca befindet sich der Bahnhof in unmittelbarer Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. In Pisa läuft man einmal quer durch die Altstadt zum berühmten Domplatz mit dem legendären Schiefen Turm. Bequemer ist eine Fahrt mit einem öffentlichen Bus.
Gibt es Shuttlebusse?
Shuttlebusse bringen die Landausflügler aus dem weitläufigen Hafengelände heraus. Die Fahrt dauert ca. zehn Minuten. Die übliche Shuttlebus-Haltestelle ist an der Piazza Municipio/Ecke Via Claudio Cogorano im Stadtzentrum von Livorno. Die Shuttlebusse sind in der Regel kostenlos. Manchmal Landausflügler sprechen aber von einer geringen Gebühr. Wir vermuten, dass das vom genauen Liegeplatz abhängt, wissen es aber leider nicht genau.
Öffentliche Busse in Livorno und Pisa
Das lokale Busunternehmen Autolinee Toscane betreibt die öffentlichen Busverbindungen in der Region. Das einfache Busticket (Urbano capoluogo) kostet 1,70 Euro und ist 70 Minuten gültig. Kaufen kann man das Ticket in einem der zahllosen Tabacchi oder an Automaten. Wer möchte, sorgt für die Rückfahrt vor und kauft gleich zwei Fahrscheine. Diese Fahrkarten müssen im Bus abgestempelt werden. Seit Kurzem ist die kontaktlose Zahlung mit Kredit-/Debitkarten, Smartphones und entsprechenden Wearables möglich. Das macht es einfach. Es werden MasterCard, Visa und American Express akzeptiert.
Wer zum Bahnhof Livorno Centrale möchte, geht von der Shuttlebus-Haltestelle über die Via Claudio Cogorano gut 100 Meter zur Piazza Grande und biegt (vor dem Dom) nach rechts in die Via Grande ein. Nach vielleicht 50 Metern kommt auf der rechten Straßenseite ein Geschäft von H&M. Davor ist eine Bushaltestelle. Der Bus der Linie 1+ fährt zum Bahnhof Livorno Centrale, der die Endhaltestelle dieser Buslinie ist. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten.
Der Bahnhof Pisa Centrale ist knapp 2 km vom berühmten Schiefen Turm entfernt. Wer möchte, kann die Strecke ebenfalls mit einem öffentlichen Bus in Angriff nehmen. Zuständig ist wieder die Busgesellschaft Autolinee Toscane. Direkt vor dem Haupteingang fahren Busse der Linie 1+ in Richtung der Endhaltestelle „Park Pietrasantina“. Von der Haltestelle „Torre di Pisa 1“ kann man bereits die Spitze des Baptisteriums sehen. Direkt an der Haltestelle ist ein kleiner Markt. Dann geht man durch die Porta Nuova zur Piazza del Duomo. Das sind vielleicht 100 Meter.
Mit der Bahn zu den Highlights der Toskana
Die Bahn ist ein interessantes Verkehrsmittel für alle, die ihre Landausflüge in Livorno auf eigene Faust gestalten möchten. Pisa, Lucca und auch Florenz sind mit dem Zug bequem und günstig erreichbar. Informationen über Bahnverbindungen findet man auf der Webseite der italienischen Bahn Trenitalia (trenitalia.com), die es auch in deutscher Sprache gibt. Die Bahnkarten kann man bei Trenitalia vorab online kaufen. Oder vor Ort am Schalter bzw. an den mehrsprachigen Automaten.
Die Bahnfahrt von Livorno Centrale nach Pisa Centrale dauert weniger als 20 Minuten und kostet im Regionalzug ca. 5,60 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Der InterCity ist nur wenige Minuten schneller, kostet aber das Dreifache. Wer nach dem Besuch von Pisa noch Zeit hat, könnte nach Lucca weiterfahren. Die wunderschöne toskanische Stadt ist nur knapp 20 km von Pisa entfernt und eine gute Alternative für den Rest des Tages. Die Fahrt mit dem Zug dauert etwa eine halbe Stunde. Vom günstig gelegenen Bahnhof in Lucca kann man die Altstadt bequem zu Fuß erreichen.
Die Bahnfahrt von Livorno Centrale nach Firenze S. M. Novella dauert bestenfalls ca. 90 Minuten. Vom Kopfbahnhof Firenze Santa Maria Novella ist das Zentrum mit seinen berühmten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichbar. Die Kathedrale ist nur etwa 600 Meter vom Bahnhof entfernt. Bis zur Brücke Ponte Vecchio läuft man ca. 1,2 km. Wer gut zu Fuß ist, sollte die wunderschöne Altstadt von Florenz auf eigene Faust zu Fuß erkunden.
Taxis, Uber & Co
Uber ist in Livorno leider nicht verfügbar. An den Livorno Cruise Terminals und auf der Mole warten Taxis. Die Fahrer möchten gerne halbtägige oder ganztägige Landausflüge verkaufen und sind normalerweise nicht an „einfachen“ Fahrten interessiert. Wer eine Fahrt zum Bahnhof anfragt, muss unserer Erfahrung nach mit einer (Abwehr-)Gebühr von mindestens 25 Euro rechnen. Wenn man kann, sollte man auf die Dienste verzichten. Berichte von Betrügereien sind häufig.
Im Stadtgebiet werden Fahrten durch das Taxameter abgerechnet. Direkt an der Piazza Municipio (Haltestelle der Shuttlebusse) gibt es einen Taxistand. Die Fahrt zum Bahnhof kostet ca. 10 Euro. Consorzio Taxi Livorno gilt als die bekannteste und größte Taxizentrale in Livorno
Bequeme Bustransfers nach Pisa und Florenz
Es gibt private Busunternehmen, die maßgeschneiderte Verbindungen zwischen Livorno, Pisa und Florenz anbieten. Diese sind oft etwas teurer als die Bahn, bieten aber direkten und oft komfortableren Service. Angebote und Beschreibungen findet man bei GetYourGuide*. Los geht es in der Regel im Bereich der Shuttlebushaltestelle im Stadtzentrum Livornos.
Mit dem Mietwagen in die Toskana
Mietwagen können direkt im Hafen angemietet werden. Hier gibt es Servicestellen von Hertz (sifracar.com), Europcar und Avis. Wer einen Wagen gemietet hat, kann diesen auf einem Mietwagenparkplatz in der Nähe des Kreuzfahrtschiffes übernehmen und aus dem Hafen herausfahren. Wir würden einen Mietwagen vorab reservieren.
Highlights für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust
Die meisten Landausflügler machen sich auf den Weg nach Pisa, Florenz oder Lucca. Diese drei toskanischen Städte haben alle eine Ära von politischer und kultureller Größe erlebt und gelten auch heute noch als das Tor zur Renaissance, einem der goldenen Zeitalter der Kunst und Architektur. Wer eine lange Anfahrt nicht scheut, könnte auch Siena und San Gimignano erreichen. Hier ein Überblick über die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Livorno: 1. Shuttlebushaltestelle, 2. Kathedrale, 3. Via Grande, 4. Fortezza Nuovo, 5. Fortezza Vecchia, 6. Monumento dei Quattro Mori, 7. Livorno in Battello (Kanaltouren), 8. Markthalle
Livorno Stadtbesichtigung auf eigene Faust
Livorno bietet einen spannenden Kontrast zu den klassischen Kunststädten und kann bequem und kostenlos auf eigene Faust erkundet werden. Wenn man an der Piazza del Municipio aus dem Shuttlebus steigt, ist man bereits mitten in der Stadt. Ideal für einen Stadtbummel in Livorno auf eigene Faust.
Die Cattedrale di San Francesco ist nur ca. 150 Meter von der Shuttlebushaltestelle entfernt. Sie steht an der Piazza Grande im historischen Zentrum von Livorno und ist die wichtigste Kirche der Stadt. Die Kathedrale wurde von den Medici als Hauptkirche der damals neuen Hafenstadt geplant und ist frei zugänglich. Wer möchte, wirft einen Blick hinein. Die Via Grande, die vor der Kathedrale verläuft, ist die Einkaufsstraße der Stadt. Unter den Arkaden gibt es viele Geschäfte.
Von der Via Grande laufen wir ca. 500 Meter zur Fortezza Nuova. Das ist eine beeindruckende Renaissance-Festung, die heute als öffentlicher Park dient. Sie schützte die Stadt vor Seeangriffen und war Teil eines Kanalsystems, das Wasser als natürliche Barriere nutzte. Die Festung ist über eine kleine Brücke mit der Stadt verbunden. Der Innenbereich ist ein grüner Park mit Spazierwegen.
Jetzt laufen wir knapp 1 km zum Monumento dei Quattro Mori. Dies ist eines der Wahrzeichen Livornos. Es wurde von den Medici zur Feier der Siege über die osmanischen Piraten erbaut. Ferdinando I. thront in Ritteruniform auf einem hohen Sockel. Zu seinen Füßen befinden sich vier angekettete Piraten, die sehr realistisch sind.
Unweit des Monumento dei Quattro Mori (ca. 150) starten die beliebten Kanaltouren von Livorno in Batello. Die Fahrten dauern 1 Stunde und kosten 15 Euro. Die Kanäle von Livorno, bekannt als Fossi Medicei, sind ein faszinierendes Netz aus Wasserstraßen. Kein Wunder, dass viele Besucher an Venedig denken.
Wer noch Lust und Energie hat, könnte jetzt noch ca. 2 km nur Terrazza Mascagni laufen und den selbstgeführten Landausflug in Livorno fortsetzen. Man könnte alternativ auch ein Stück mit einem Bus der Linie 1+ fahren. Die Terrazza Mascagni ist eine ikonische Promenadenterrasse aus den 1920er Jahren mit einem fotogenen Schachbrettmuster aus 34.000 schwarz-weißen Fliesen direkt am Meer. Direkt daneben befindet sich eines der größten Aquarien Italiens mit über 2.000 Tieren in 60 Becken.
Für den Rückweg würden wir auf jeden Fall einen Bus nehmen. Die Fahrt mit der Linie 1+ beginnt an der Haltestelle „Italia 16“ und endet an der Haltestelle „Livorno Grande“. Von hier sind es nur noch 200 Meter zur Shuttlebushaltestelle. Wer immer noch Lust und Zeit hat, könnte alternativ noch ca. 300 Meter zur Markthalle Mercato Centrale laufen. Sie wurde 1896 im neoklassizistischen Stil erbaut. Es gibt drei große Hallen, hohe Decken und Marmorbänke. Neben den vielen Marktständen gibt es hier auch Souvenirs und Streetfood. Hier könnte man etwas essen und dann in Ruhe zum Schiff zurückfahren.
Pisa auf eigene Faust ab Livorno
Pisa ist eine hübsche kleine Stadt am Arno mit ca. 90.000 Einwohnern und ein Topziel für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust. Ziel der Besuchermassen ist fast ausschließlich die Piazza del Duomo (Domplatz), die im Volksmund Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) genannt wird. Normalerweise vermutet man den Domplatz im Zentrum der Altstadt. Das ist in Pisa anders. Hier ist der Domplatz eine Grünfläche am nordwestlichen Stadtrand und beherbergt den berühmten „Schiefen Turm von Pisa“. Von Livorno aus erreicht man Pisa auf eigene Faust mit dem Zug oder einem organisierten Bustransfer*. Vom Bahnhof Pisa Centrale kann man einen Bus (s. oben) zum Domplatz nehmen. Bei Left Luggage Pisa (leftluggagetuscany.com) gibt es im Bahnhof auch Mietfahrräder, die man stundenweise oder für einen ganzen Tag mieten kann.
Karte der Sehenswürdigkeiten auf der Piazza del Duomo (Piazza dei Miracoli): 1. Baptisterium, 2. Dom, 3. Schiefer Turm, 4. Friedhof Camposanto Monumentale. Die Bushaltestellen der Linie 1+ vom (zum) Bahnhof sind durch ein „H“ markiert.
Piazza dei Miracoli: Das Herzstück von Pisa
Die mittelalterlichen Gebäude auf dem Domplatz (Piazza dei Miracoli) gehören wohl zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten überhaupt. Da sind der Dom Santa Maria Assunta, dessen schiefer Campanile (der Schiefe Turm), das Baptisterium (Taufkirche) und der Friedhof Camposanto Monumentale. Das Ensemble gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und lockt jedes Jahr Millionen Besucher an. Weitere Informationen gibt es bei Turismo Pisa. Eintrittskarten für die berühmten Bauwerke kann man auf dieser Webseite oder vorab auch bei GetYourGuide* buchen.
Der Schiefe Turm von Pisa
Der freistehende Glockenturm (Campanile) des Doms ist sicher eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Die Ironie des Schicksals hat es gewollt, dass Pisa seinen Weltruf einer bautechnischen Fehlberechnung verdankt. Schon während der Bauzeit merkte man, wie der Boden nachgab. Der Turm wurde deshalb in veränderter Form fertiggestellt. Die Glocken haben nie geläutet, um das Bauwerk durch die Schwingungen nicht zu gefährden. Der berühmte Galileo Galilei soll den Turm 250 Jahre später benutzt haben, um seine Theorie der Schwerkraft zu beweisen.
Vor ca. 20 Jahren wurde der Schiefe Turm durch starke Stahlseile und Bleiplatten gesichert und dessen Neigung auf 4 Grad reduziert. Dadurch soll das Bauwerk für die nächsten ca. 300 Jahre gesichert sein. Wer möchte, kann den berühmten Turm besichtigen. Man geht über 251 Stufen durch ein enges Treppenhaus, was die Zahl der Besucher deutlich einschränkt. Wir würden Tickets vorab erwerben.
Der Dom Santa Maria Assunta
Der Dom in Pisa, ein romanisches Bauwerk, besticht durch seine Fassade aus weißem Marmor. Sie scheint hell in der Sonne der Toskana. Im Inneren findet man ein Zusammenspiel goldener Mosaike sowie feiner Verzierungen. Die Apsis fesselt den Blick, während die Kanzel von Giovanni Pisano biblische Figuren zeigt. Das Bauwerk verbindet arabische, byzantinische sowie normannische Elemente. Als Symbol des früheren Reichtums Pisas steht der Dom im Zentrum der Piazza dei Miracoli – er lockt jedes Jahr viele Besucher an.
Baptisterium von Pisa: Größtes Taufhaus Italiens
Das runde Baptisterium von Pisa gilt als die größte Taufkapelle der Welt. Hier wurden die Menschen getauft, da diese vor der Taufe den Dom nicht betreten durften. Deshalb war ein zusätzlicher Bau notwendig. Das Baptisterium in Pisa ist mit einer Höhe von 54 Metern und einem Durchmesser von 107 Metern die größte Taufkirche der Christenheit. Im Inneren steht ein achteckiges Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert. Über Treppen kann man die Galerie erreichen und schöne Fotos vom benachbarten Dom machen.
Camposanto Monumentale: Der historische Friedhof von Pisa
Die monumentale Friedhofsanlage bildet den nördlichen Abschluss der Piazza dei Miracoli. Im Vergleich zu den benachbarten Bauwerken wird der Camposanto weniger besucht, was eigentlich schade ist. Das rechteckige Bauwerk wirkt von außen recht schlicht. Im Inneren befindet sich eine Grünfläche, umgeben von einem langgestreckten Kreuzgang mit Rundbogenarkaden und einem hölzernen Dach. Begraben sind die Menschen nicht auf der Rasenfläche, sondern in spätantiken Sarkophagen aus Stein.
Tagesausflug nach Florenz für Kreuzfahrer
Die größte Stadt der Toskana steht in einer Reihe mit Rom und Venedig. Nur wenige Nationen, geschweige denn Städte, haben in verhältnismäßig kurzer Zeit derart viele Größen in Literatur, Kunst und Politik hervorgebracht wie Florenz. Zu den weltberühmten Namen zählen Dante, Giotto, Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Machiavelli. Das ist schon äußerst ungewöhnlich für eine Stadt, deren Blüte kaum drei Jahrhunderte währte. Überall gibt es Interessantes zu sehen: eine Nische mit verblasstem Heiligenbild, ein verwittertes Wappenschild, eine Gedenktafel oder jahrhundertealte Eisenringe zum Anbinden der Pferde und Halten der Fackeln.
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Florenz: 1. Kathedrale Santa Maria del Fiore, 2. Mercato Centrale di Firenze, 3. Galleria dell’Accademia, 4. Palazzo Vecchio, 5. Uffizien, 6. Ponte Vecchio, 7. Basilica di Santa Croce, 8. Palazzo Pitti, 9. Giardino di Boboli
Vom Hafen in Livorno erreicht man Florenz auf eigene Faust mit dem Zug oder einem günstigen Bustransfer*. Wer mit dem Zug aus Livorno kommt und am Hauptbahnhof Firenze S. M. Novella aussteigt, ist bereits mitten in der Stadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu Fuß erreichbar. Auch in Florenz gibt es einen Franchisenehmer der Hop-on Hop-off Touren von City Sightseeing mit zwei Routen. Eine davon startet neben dem Hauptbahnhof Stazione S. M. Novella. Wer möchte, kann das Ticket für die Stadtrundfahrt vorab hier* bestellen.
Duomo di Firenze: Wahrzeichen von Florenz
Die Kathedrale in Florenz, auch Dom Santa Maria del Fiore genannt, fällt im Stadtbild sofort auf. Sie entstand Ende des 13. Jahrhunderts und beeindruckt mit ihrer Größe. Ihre Fassade mit weißem, grünem sowie rosafarbenem Marmor ist ein Meisterwerk der florentinischen Gotik. Brunelleschis große Kuppel ist besonders bekannt. Sie gilt als architektonische Sensation der Renaissance. Wer zur Laterne hochsteigt, hat einen tollen Blick über Florenz. Im Inneren schauen sich Besucher Fresken, Skulpturen sowie das eindrucksvolle Chorgestühl an. Das Gotteshaus ist für jedermann frei zugänglich. Man betritt die Kathedrale durch die Portale an der herrlichen Marmorfassade. Mit Warteschlangen ist auch hier zu rechnen. Sonntags ist die Kathedrale geschlossen.
Man kann auf der englischsprachigen Webseite der Kathedrale aus drei zeitgebundenen Tickets wählen. Mit dem „Brunelleschi Pass“ für 30 Euro kann man alle Highlights des Doms besichtigen. Enthalten sind das Baptisterium, der Glockenturm, Brunelleschis Kuppel, das Museo dell’Opera del Duomo und die Reste der Kirche Santa Reparata (Vorgängerbau). Der „Giotto-Pass“ für 20 Euro beinhaltet alle Sehenswürdigkeiten außer der berühmten Kuppel. Nur 15 Euro kostet der „Ghiberti Pass“. Hiermit hat man Zugang zu allen Sehenswürdigkeiten außer der Kuppel und dem Glockenturm (Campanile). Der Dom selber ist kostenlos und in allen Ticketpaketen enthalten. Beim Kauf entscheidet man sich für ein Datum und ein Zeitfenster von 45 Minuten. Auch wenn man als Landausflügler wenig Zeit hat, den Dom sollte man sich anschauen.
Ponte Vecchio – Die berühmteste Brücke von Florenz
Der Ponte Vecchio ist die älteste Brücke über den Arno und zugleich wohl eine der berühmtesten Brücken überhaupt. Schon seit 1345 gibt es auf der Brücke viele Geschäfte. Früher waren es die Metzger, heute sind es Goldschmiede. Nur in der Mitte der Brücke kann man auf den Fluss Arno schauen. Über der Ladenzeile befindet sich ein überdachter Übergang, der Teil des sogenannten Vasarikorridors ist. Dieser verbindet den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti. Der Großherzog Cosimo I. de Medici konnte so sicher zwischen den Herrschaftssitzen pendeln. Der Ponte Vecchio ist häufig sehr voll, aber natürlich kostenlos.
Galleria degli Uffizi: Meisterwerke der Renaissance
Die Galerie der Uffizien in Florenz ist ein sehr bedeutendes Kunstmuseen. Das Gebäude war ein Bürokomplex für die Medici. Heute beherbergt es eine große Sammlung an Gemälden sowie Skulpturen. Darin sind Meisterwerke der italienischen Renaissance zu sehen – etwa Botticellis „Geburt der Venus“ oder Leonardos „Verkündigung“. Einen Überblick über die Kunst vom Mittelalter bis zum Barock bekommt man hier. Besucher sehen Werke von Michelangelo, Raffael, zusätzlich Caravaggio. Führungen und Ohne Anstehen-Tickets für die Galerie der Uffizien gibt es auch hier*.
Palazzo Vecchio: Das historische Machtzentrum von Florenz
Der Palazzo Vecchio steht auf der Piazza della Signoria und war der Sitz des Stadtparlaments von Florenz. Mit dem markanten Arnolfo-Turm überblickt er die Stadt. Die Fassade aus grobem Stein zeigt Stärke sowie Macht. Im Inneren gibt es prunkvolle Säle mit Fresken ebenso wie Skulpturen. Diese erzählen Geschichten der Florentiner Republik ebenso wie der Herrschaft der Medici. Michelangelo und Leonardo da Vinci arbeiteten hier. Heutzutage dient der Palazzo Vecchio sowohl als Rathaus wie auch als Museum. Besucher können die prächtigen Räume erkunden, historische Kunstwerke bewundern und die reiche Geschichte dieses beeindruckenden Gebäudes erleben. Von dem Turm hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Tickets kann man vorab hier* erwerben.
Galleria dell’Accademia – Michelangelos David
Ein weiteres weltberühmtes Kunstmuseum ist die Galleria dell’Accademia, die als erste Akademie für Malerei in Europa gilt. In den Räumen der Accademia steht seit 1873 der berühmte David von Michelangelo. Viele Menschen kommen nur hierher, um die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte zu sehen. Auch hier ist das Problem der Warteschlangen gravierend. Wer unbedingt einmal den berühmten David mit eigenen Augen sehen möchte und keinen Florenz Pass hat, sollte vorab ein Ticket erwerben. Über die Webseite des Museums kann man ein zeitgebundenes Ticket für 24 Euro erwerben. Führungen mit Ohne-Anstehen Ticket gibt es hier*.
Eine gute Kopie des David steht übrigens im Palazzo Vecchio. Das Rathaus war der ursprüngliche Standort des Kunstwerks, bis dieses im 19. Jahrhundert aus Sicherheitsgründen in die Galleria dell’Accademia gebracht wurde.
Santa Croce Florenz – Grabstätte berühmter Persönlichkeiten
Die Basilica di Santa Croce ist eine bedeutende Franziskanerkirche. Sie befindet sich nahe der Piazza Santa Croce und ist ein beeindruckendes Beispiel florentinischer Gotik. Der Bau begann im 13. Jahrhundert und wurde im 15. Jahrhundert vollendet. Die Fassade stammt allerdings aus dem 19. Jahrhundert. Im Inneren befinden sich zahlreiche Grabmäler berühmter Persönlichkeiten. Darunter sind Michelangelo, Galileo Galilei, Niccolò Machiavelli und der Dichter Ugo Foscolo. Santa Croce ist auch für ihre Kunstwerke bekannt. Giotto schuf hier Fresken, und Donatello schuf ein beeindruckendes Tabernakel. Sie birgt also ein reiches kulturelles Erbe und ist eine beliebte Sehenswürdigkeit.
Palazzo Pitti und Boboli-Garten
Der riesige Palazzo Pitti auf der südlichen Seite des Arno war seit 1549 Residenz der Medici und Großherzöge der Toskana. Der Palast enthält heute zahlreiche Museen und Galerien und zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno. Zu sehen sind zum Beispiel die Gemäldesammlung (Galleria Palatina) der Medici, die Galerie für moderne Kunst, ein Silbermuseum, eine Kostümgalerie, ein Kutschenmuseum und die herzoglichen bzw. später königlichen Gemächer. Dazu gibt es am Pitti-Palast sehr schöne Parkanlagen. Die Giardini di Boboli erstrecken sich über ca. 32.000 Quadratmeter und beherbergen ein Porzellanmuseum. Die Gärten bieten spektakuläre Aussichtspunkte auf Florenz. Der Besuch des berühmten Giardino di Boboli muss extra bezahlt werden. Dies ist eine Sehenswürdigkeit, wo man die Eintrittskarte auch noch spontan vor Ort kaufen könnte. Es gibt auch Kombitickets.
Tagesausflug nach Lucca für Kreuzfahrer
Lucca war im 13. und 14. Jahrhundert noch mächtiger und ruhmreicher als Florenz und Pisa. Hinter ihren 4 km langen Stadtmauern kann man heute zahlreiche Marmorkirchen und Paläste bewundern. Der Marmor aus dem nahen Steinbruch von Carrara ermöglichte einen einzigartigen Baustil: Romanische Architektur mit zierlichen Loggias und feinen Skulpturen. Es gibt viel zu sehen und zu besichtigen. Lucca ist ein Topziel für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust. Die Stadt ist gut mit der Bahn erreichbar. Der Bahnhof liegt direkt neben der berühmten Altstadt, sodass man alles zu Fuß erreichen kann.
Karte der Sehenswürdigkeiten in Lucca: 1. Piazza dell’Anfiteatro, 2. Kirche San Michele in Foro, 3. Duomo di San Martino, 4. Torre Guinigi, 5. Casa di Puccini, 6. Porta San Pietro
Beginnen könnte man den Besuch bei der Kathedrale San Martino, die später mit weißem und schwarzem Marmor erweitert wurde. Das Zedern-Kruzifix im Dom soll Nicodemus geschaffen haben, kurz bevor Christus zu Grabe getragen wurde. Neben dem erzbischöflichen Palast hinter dem Dom steht die Kapelle der Santa Maria della Rosa, ein Prunkstück gotisch-romanischer Baukunst.
Die Piazza Napoleone, Luccas größter Platz, wird ganz vom Palazzo della Prefettura beherrscht, in dem früher die Großherzöge der Toskana residierten. Geht man von der Piazza Napoleone ca. 200 Meter in nördlicher Richtung, gelangt man zur Kirche San Michele in Foro. Diese steht auf dem ehemaligen römischen Forum und wird von einer Statue des Erzengels Michael gekrönt. Die Bögen der zierlichen Loggia über dem Eingang sind ein Musterbeispiel toskanischer Architektur.

Auf der Einkaufsstraße Via Fillungo geht man vorbei an Juwelier- und Antiquitätengeschäften zur ovalen Piazza dell‘ Anfiteatro, die einst ein römisches Amphitheater war. Hier sollte man auch der nahegelegenen Basilika San Frediano einen Besuch abstatten. In diesem eher schmucklosen Gebäude ruht Santa Zita, die Schutzpatronin der Hausfrauen. Als würdigen Abschluss eines Lucca-Besuchs könnte man noch von den gut erhaltenen Stadtmauern aus die Aussicht auf die vielen Kirchen, Paläste und Glockentürme genießen.
Badeausflug nach Calambrone vom Kreuzfahrthafen
Calambrone ist ein langer Sandstrand nördlich von Livorno, ideal für einen entspannten Badeausflug mit einer Mischung aus freiem Strand und Lidos. Der Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Küste, mit Dünen und Pinienwald dahinter. Von Livorno kann man auf eigene Faust mit einem Bus der Linie 30 hierher fahren. Von der Haltestelle „Calambrone Rondine 1“ läuft man ca. 500 Meter zu den ersten Lidos.
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