Livorno auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Livorno individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust zusammengestellt. Die moderne Hafenstadt in der Toskana hat etwa 152.000 Einwohner. Die Verlandung des alten Hafens von Pisa war ein schrittweiser Prozess und führte letztlich zum Aufstieg Livornos. Die Medici ließen hier im Jahre 1571 einen neuen Hafen anlegen. Das war dann der Schlussstrich unter die große Geschichte Pisas. Livorno ist keine klassische toskanische Kunststadt, hat aber mit seinen Medici-Festungen, Kanälen und dem Viertel Venezia Nuova durchaus eigene Reize. Viele Landausflügler nutzen Livorno trotzdem nur als Sprungbrett ins nahe Pisa, nach Lucca oder gar nach Florenz. Weitere Informationen gibt es bei Turismo di Livorno. Letzte Aktualisierung: September 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Livorno auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Verschiedene Liegeplätze im weitläufigen Porto di Livorno
🚌 Ins Zentrum: Shuttlebusse fahren vom Hafen zur Piazza Municipio im Zentrum
Top-Highlights: Livorno, Pisa, Lucca und Florenz
🚆 Fortbewegung: Shuttlebus, öffentliche Busse und Bahn; Pisa, Lucca und Florenz sind gut mit dem Zug erreichbar
👀 Für Erstbesucher: Pisa ist nah und unkompliziert auf eigene Faust erreichbar; Florenz lohnt sich besonders, wenn man die berühmte Kunststadt noch nicht kennt
🏖️ Strandfans: Calambrone mit langen Sandstränden etwa 10 km nördlich von Livorno
💶 Gut zu wissen: Italien gehört zur EU – bezahlt wird mit dem Euro und EU-Roaming gilt ebenfalls

👉 Unsere Einschätzung: Livorno bietet ungewöhnlich viele Möglichkeiten für einen Hafentag. Pisa ist das unkomplizierteste Ziel auf eigene Faust. Für Florenz muss man wegen der längeren Anfahrt deutlich mehr Zeit einplanen. Wer die bekannten Städte bereits kennt, kann Livorno selbst oder Lucca entdecken.

Kreuzfahrthafen Livorno

Kreuzfahrtschiffe legen an verschiedenen Liegeplätzen im weitläufigen Porto di Livorno an. Kleinere Kreuzfahrtschiffe können teilweise innenstadtnah im Bereich des Porto Mediceo festmachen. Die meisten großen Kreuzfahrtschiffe nutzen jedoch weiter entfernte Liegeplätze im Passagier- und Industriehafen. Porto di Livorno 2000 betreibt insgesamt 11 Liegeplätze sowie mehrere Passagierterminals. Welcher Liegeplatz genutzt wird, hängt unter anderem von der Größe des Schiffes und der aktuellen Hafenbelegung ab.

Blick auf den großen Hafen von Livorno mit mehreren Kreuzfahrtschiffen
Blick auf den großen Hafen von Livorno – Bild: MedCruise Association

Die zahlreichen möglichen Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe sind mit Namen und Nummern in dieser Grafik verzeichnet. Auf dieser 2. Grafik erkennt man die Lage der Liegeplätze und der Livorno Cruise Terminals im weitläufigen Hafen der Stadt.

Die Ausstattung hängt vom jeweiligen Liegeplatz und Terminal ab. In den Passagierterminals gibt es unter anderem Informationsstellen, kostenloses WLAN, Toiletten und etwas Gastronomie. Am Alto Fondale Cruise Terminal befinden sich zudem ein Taxistand und eine Mietwagenstation. Auch direkt an den Kreuzfahrtschiffen stellt Porto di Livorno 2000 Informationsstände bereit. Von den weiter entfernten Liegeplätzen fahren Shuttlebusse ins Stadtzentrum.

Landausflüge in Livorno buchen

Für den Tag in Livorno werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Livorno findet man bei GetYourGuide*.

Mobil in Livorno auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Livorno auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Livorno (ab Cruise Shuttle Stop):

  • Calambrone (Strände): 10 km
  • Pisa: 24,6 km
  • Lucca: 50,5 km
  • Florenz: 93 km
  • Siena: 128 km
Karte von Livorno mit Hafen, Stadt und Bahnhof
Karte von Livorno mit Hafen, Stadt und Bahnhof – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte von Livorno mit Hafen, Stadt und Bahnhof: 1. Zentrum (Shuttlebushaltestelle), 2. Bahnhof. Es gibt noch mehr mögliche Liegeplätze im großen Hafen von Livorno. Wir haben nur die wichtigsten Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe gekennzeichnet.

Zu Fuß unterwegs

In Livorno darf man den Hafen nicht zu Fuß verlassen. Dafür gibt es Shuttlebusse. Wer möchte, kann dann aber das Zentrum von Livorno in Eigenregie zu Fuß erkunden. Das gilt auch für Pisa, Lucca und Florenz. In Florenz und Lucca befindet sich der Bahnhof in unmittelbarer Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. In Pisa läuft man vom Bahnhof einmal quer durch die Altstadt zum berühmten Domplatz mit dem Schiefen Turm. Bequemer ist eine Fahrt mit einem öffentlichen Bus.

Gibt es Shuttlebusse?

Shuttlebusse bringen die Landausflügler aus dem weitläufigen Hafengelände heraus. Die Fahrt ins Stadtzentrum dauert etwa zehn Minuten. Die übliche Haltestelle befindet sich an der Piazza del Municipio/Ecke Via Claudio Cogorano. Ob der Shuttle kostenlos oder kostenpflichtig ist, hängt von der Reederei und dem jeweiligen Anlauf ab. Informationen dazu bekommt man an Bord.

Der Shuttlebus vom Hafen im Zentrum von Livorno
Shuttlebusse des Hafens – Bild: Porto di Livorno 2000

An manchen Tagen gibt es zusätzlich einen Shuttlebus direkt vom Hafen zum Bahnhof Livorno Centrale. Das ist besonders praktisch für Landausflügler, die mit der Bahn nach Pisa, Lucca oder Florenz fahren möchten. Dieser Service wird jedoch nicht für jedes Kreuzfahrtschiff angeboten und ist in der Regel kostenpflichtig. Deshalb sollte man sich nach der Ankunft am Informationsstand oder bereits an Bord erkundigen.

Öffentliche Busse in Livorno und Pisa

Das lokale Busunternehmen Autolinee Toscane betreibt die öffentlichen Busverbindungen in der Region. Ein Einzelfahrschein kostet derzeit 2 Euro und gilt 70 Minuten. Fahrkarten gibt es unter anderem in Tabacchi-Läden, an Automaten und digital. Auch kontaktloses Bezahlen im Bus ist möglich.

Wer zum Bahnhof Livorno Centrale möchte, geht von der Shuttlebus-Haltestelle über die Via Claudio Cogorano gut 100 Meter zur Piazza Grande und biegt vor dem Dom nach rechts in die Via Grande ein. Nach vielleicht 50 Metern kommt auf der rechten Straßenseite ein Geschäft von H&M. Davor befindet sich eine Bushaltestelle. Der Bus der Linie 1+ fährt zum Bahnhof Livorno Centrale, der die Endhaltestelle dieser Buslinie ist. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten.

Die Via Grande und die Kathedrale von Livorno
Die Via Grande (mit der Bushaltestelle) und die Kathedrale – Bild: iStock.com/Kirk Fisher

Der Bahnhof Pisa Centrale ist knapp 2 km vom berühmten Schiefen Turm entfernt. Wer möchte, kann die Strecke ebenfalls mit einem öffentlichen Bus zurücklegen. Zuständig ist auch hier Autolinee Toscane. Direkt vor dem Haupteingang fahren Busse der Linie 1+ in Richtung der Endhaltestelle „Park Pietrasantina“. Von der Haltestelle „Torre di Pisa 1“ kann man bereits die Spitze des Baptisteriums sehen. Direkt an der Haltestelle befindet sich ein kleiner Markt. Dann geht man durch die Porta Nuova zur Piazza del Duomo. Das sind vielleicht 100 Meter.

Mit der Bahn nach Pisa, Lucca und Florenz

Die Züge der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia sind ein wichtiges Verkehrsmittel für Landausflügler in Livorno. Fahrkarten kann man auf der Webseite der Bahngesellschaft kaufen. Alternativ gibt es natürlich Fahrkartenschalter und Fahrkartenautomaten. Papierfahrkarten für Regionalzüge müssen vor dem Einsteigen an einem Entwertungsautomaten am Bahnhof abgestempelt werden. Digitale Regionaltickets werden zum planmäßigen Abfahrtszeitpunkt automatisch aktiviert.

Die Bahnfahrt von Livorno Centrale nach Pisa Centrale dauert weniger als 20 Minuten und kostet im Regionalzug ca. 6 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Der InterCity ist nur wenige Minuten schneller, kostet aber deutlich mehr. Wer nach dem Besuch von Pisa noch Zeit hat, könnte nach Lucca weiterfahren. Die wunderschöne toskanische Stadt ist nur knapp 20 km von Pisa entfernt und eine gute Alternative für den Rest des Tages. Die Fahrt mit dem Zug dauert etwa eine halbe Stunde. Vom günstig gelegenen Bahnhof in Lucca kann man die Altstadt bequem zu Fuß erreichen.

Die Bahnfahrt von Livorno Centrale nach Firenze S. M. Novella dauert bestenfalls ca. 90 Minuten. Vom Kopfbahnhof Firenze Santa Maria Novella ist das Zentrum mit seinen berühmten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichbar. Die Kathedrale ist nur etwa 600 Meter vom Bahnhof entfernt. Bis zur Brücke Ponte Vecchio läuft man ca. 1,2 km. Wer gut zu Fuß ist, sollte die wunderschöne Altstadt von Florenz auf eigene Faust zu Fuß erkunden.

An Spitzentagen liegen mehrere Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Livorno
An Spitzentagen kann es voll werden in Livorno – Bild: MedCruise Association

Taxis, Uber & Co.

Uber ist in Livorno leider nicht verfügbar. An den Livorno Cruise Terminals und auf der Mole warten Taxis. Die Fahrer möchten gerne halbtägige oder ganztägige Landausflüge verkaufen und sind normalerweise nicht an „einfachen“ Fahrten interessiert. Wer eine Fahrt zum Bahnhof anfragt, muss unserer Erfahrung nach mit einem Fahrpreis von mindestens 25 Euro rechnen. Berichte von Betrügereien sind leider keine Seltenheit.

Im Stadtgebiet fahren die Taxis mit Taxameter. Einen Taxistand gibt es zum Beispiel an der Piazza Municipio. Von hier kostet die Fahrt zum Bahnhof deutlich weniger als direkt vom Kreuzfahrtschiff. Weitere Informationen gibt es beim Consorzio Taxi Livorno.

Eine Alternative zu den Taxis sind vorab gebuchte private Transfers. In Italien werden solche Chauffeurdienste als NCC (Noleggio con conducente) bezeichnet. Der Fahrer erwartet die Gäste in der Regel direkt am Kreuzfahrtschiff und der Fahrpreis wird bereits bei der Buchung vereinbart. Das ist besonders interessant für individuelle Landausflüge nach Pisa, Lucca oder Florenz und für Kreuzfahrer, die mehrere Ziele miteinander kombinieren möchten. Private Transfers kann man zum Beispiel über GetYourGuide* buchen. Eine weitere Alternative ist die Vermittlungsplattform Welcome Pickups.

Livorno wurde von den Medici stark befestigt. Mit Kanälen und Festungen
Livorno wurde von den Medici stark befestigt. Mit Kanälen und Festungen – Bild: Mariangela RIbeiro auf Pixabay

Bustransfers nach Pisa und Florenz

Es gibt private Busunternehmen, die direkte Verbindungen von Livorno nach Pisa und Florenz anbieten. Diese sind oft etwas teurer als die Bahn, dafür entfällt der Weg zum Bahnhof. Angebote und Beschreibungen findet man bei GetYourGuide*. Los geht es in der Regel im Bereich der Shuttlebushaltestelle im Stadtzentrum Livornos.

Mietwagen

Mit einem Mietwagen kann man die Toskana auf eigene Faust erkunden. Besonders interessant für Kreuzfahrer sind Anbieter, die den Mietwagen direkt am Schiff übergeben oder einen Shuttle zur Mietstation anbieten.

Sifracar, ein Hertz-Konzessionär in Livorno, bietet einen speziellen Kreuzfahrtservice an. Bei vorheriger Reservierung wird der Mietwagen direkt am Kreuzfahrtschiff übergeben und dort nach dem Ausflug wieder übernommen. Eine weitere Möglichkeit ist Liberty Rentals, die Kreuzfahrtgäste mit einem Shuttle vom Schiff zur Mietstation bringen. Nach der Rückgabe des Mietwagens fährt der Shuttle wieder zurück zum Kreuzfahrtschiff. Eine reguläre Mietwagenstation von Avis befindet sich an der Stazione Marittima in der Calata Carrara. Wer einen Mietwagen reserviert, sollte bei der Buchung unbedingt die Reederei und den Namen des Kreuzfahrtschiffes angeben. Bei großen Kreuzfahrtschiffen baut Avis manchmal auch temporäre Service-Tische direkt an der Pier auf.

Highlights für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust

Die meisten Landausflügler machen sich von Livorno auf den Weg nach Pisa, Florenz oder Lucca. Pisa ist schnell erreichbar und für viele Kreuzfahrer das wichtigste Ziel. Florenz lockt mit seinen weltberühmten Kunstschätzen, erfordert wegen der längeren Anfahrt aber deutlich mehr Zeit. Lucca ist eine schöne und etwas ruhigere Alternative. Wer keine längere Anfahrt möchte, kann Livorno selbst erkunden oder einen Badeausflug nach Calambrone unternehmen. Auch Siena und San Gimignano sind von Livorno aus erreichbar, aufgrund der Entfernung für einen individuellen Landausflug aber deutlich aufwendiger.

Fortezza Nuova in Livorno
Fortezza Nuova in Livorno – Bild: iStock.com/Jovannig

Orientierung für Kreuzfahrer

Livorno ist vor allem deshalb ein interessanter Kreuzfahrthafen, weil sehr unterschiedliche Landausflüge möglich sind. Entscheidend sind die Liegezeit und die Frage, ob man eine der berühmten Städte der Toskana besuchen oder den Tag lieber ohne lange Anfahrt verbringen möchte.

Für Erstbesucher: Pisa ist das unkomplizierteste Ziel und mit der Bahn schnell erreichbar. Wer Florenz noch nicht kennt und genügend Liegezeit hat, kann stattdessen einen ganzen Tag für die berühmte Kunststadt einplanen.

🏛️ Für Kunst- und Kulturliebhaber: Florenz bietet mit dem Dom, den Uffizien, der Galleria dell’Accademia und der Ponte Vecchio die größte Auswahl. Wegen der langen Anfahrt sollte man sich für den Besuch einige wenige Highlights vornehmen und Eintrittskarten möglichst vorab reservieren.

🏘️ Für einen entspannten Tag in der Toskana: Lucca ist eine schöne Alternative zu Pisa und Florenz. Der Bahnhof liegt direkt an der Altstadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kann man bequem zu Fuß erreichen. Bei ausreichender Liegezeit lassen sich auch Pisa und Lucca miteinander verbinden.

🚶 Für kurze Wege: Livorno selbst wird von vielen Kreuzfahrern unterschätzt. Vom Shuttlebus kann man direkt zu einem Stadtbummel mit den Medici-Festungen, den Kanälen von Venezia Nuova und der Terrazza Mascagni starten.

🏖️ Für Strandfans: Calambrone bietet lange Sandstrände und ist mit dem öffentlichen Bus erreichbar.

🚌 Für Siena und San Gimignano: Beide Ziele liegen deutlich weiter entfernt. Wegen der längeren Fahrzeiten und des Rückkehrrisikos würden wir hier eher einen organisierten Landausflug oder einen vorab gebuchten privaten Fahrer wählen.

Stadtbummel in Livorno

Livorno bietet einen spannenden Kontrast zu den klassischen Kunststädten und kann bequem auf eigene Faust erkundet werden. Wenn man an der Piazza del Municipio aus dem Shuttlebus steigt, ist man bereits mitten in der Stadt. Ideal für einen Stadtbummel in Livorno auf eigene Faust.

Karte der Highlights im Zentrum von Livorno
Unterwegs im Zentrum von Livorno – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Livorno: 1. Shuttlebushaltestelle, 2. Kathedrale, 3. Via Grande, 4. Fortezza Nuova, 5. Fortezza Vecchia, 6. Monumento dei Quattro Mori, 7. Livorno in Battello (Kanaltouren), 8. Markthalle

Die Cattedrale di San Francesco ist nur ca. 150 Meter von der Shuttlebushaltestelle entfernt. Sie steht an der Piazza Grande im historischen Zentrum von Livorno und ist die wichtigste Kirche der Stadt. Die Kathedrale wurde von den Medici als Hauptkirche der damals neuen Hafenstadt geplant und ist frei zugänglich. Wer möchte, wirft einen Blick hinein. Die Via Grande, die vor der Kathedrale verläuft, ist die Einkaufsstraße der Stadt. Unter den Arkaden gibt es viele Geschäfte.

Von der Via Grande laufen wir ca. 500 Meter zur Fortezza Nuova. Das ist eine beeindruckende Renaissance-Festung, die heute als öffentlicher Park dient. Die Festung war Teil der Verteidigungsanlagen der Medici und ist von den Kanälen der Fossi Medicei umgeben. Die Festung ist über eine kleine Brücke mit der Stadt verbunden. Der Innenbereich ist ein grüner Park mit Spazierwegen.

Jetzt laufen wir knapp 1 km zum Monumento dei Quattro Mori. Dies ist eines der Wahrzeichen Livornos. Es wurde zu Ehren Ferdinands I. de’ Medici und seiner Siege über die nordafrikanischen Korsaren errichtet. Ferdinando I. thront in Ritteruniform auf einem hohen Sockel. Zu seinen Füßen befinden sich vier sehr realistisch dargestellte angekettete Gefangene.

Den Bezirk Venezia Nuova in Livorno
Bezirk Venezia Nuova in Livorno vom Kanalboot aus – Bild: Cogitosergiosum auf Pixabay

Unweit des Monumento dei Quattro Mori starten die beliebten Kanaltouren von Livorno in Battello. Die Rundfahrten durch die Fossi Medicei dauern etwa eine Stunde und kosten für Erwachsene ca. 15 Euro. Ein Einstieg befindet sich direkt gegenüber dem Monumento dei Quattro Mori am Eingang des Porto Mediceo. Für Kreuzfahrtgäste werden auch Touren am Vormittag angeboten. Die Fahrt führt durch die historischen Kanäle und das Viertel Venezia Nuova, vorbei an alten Palästen und Festungsanlagen und teilweise sogar unter der Piazza della Repubblica hindurch. Kein Wunder, dass viele Besucher an Venedig denken.

Wer noch Lust und Energie hat, könnte jetzt noch ca. 2 km zur Terrazza Mascagni laufen und den selbstgeführten Landausflug in Livorno fortsetzen. Man könnte alternativ auch ein Stück mit einem Bus der Linie 1+ fahren. Die Terrazza Mascagni ist eine ikonische Promenadenterrasse aus den 1920er Jahren mit einem fotogenen Schachbrettmuster aus 34.000 schwarz-weißen Fliesen direkt am Meer. Hier befindet sich auch das Acquario di Livorno mit über 2.000 Tieren in 60 Becken.

Für den Rückweg würden wir auf jeden Fall einen Bus nehmen. Die Linie 1+ fährt von der Haltestelle „Italia 18 Terrazza Mascagni“ in wenigen Minuten zurück zur Haltestelle „Livorno, Grande“. Von hier sind es nur noch 200 Meter zur Shuttlebushaltestelle.

Terrazza Mascagni
Terrazza Mascagni – Bild: lillith auf Pixabay

Wer vor der Rückfahrt zum Schiff noch Lust und Zeit hat, könnte einen Abstecher zur Markthalle Mercato Centrale machen. Sie wurde 1896 im neoklassizistischen Stil erbaut. Es gibt drei große Hallen, hohe Decken und Marmorbänke. Neben den vielen Marktständen gibt es hier auch Souvenirs und Streetfood. Hier könnte man etwas essen und dann in Ruhe zum Schiff zurückfahren.

Landausflug nach Pisa

Pisa ist eine hübsche kleine Stadt am Arno mit ca. 90.000 Einwohnern und ein Topziel für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust. Ziel der Besuchermassen ist fast ausschließlich die Piazza del Duomo (Domplatz), die meistens Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) genannt wird. Normalerweise vermutet man den Domplatz im Zentrum der Altstadt. Das ist in Pisa anders. Hier ist der Domplatz eine Grünfläche am nordwestlichen Stadtrand und beherbergt den berühmten „Schiefen Turm von Pisa“. Von Livorno aus erreicht man Pisa auf eigene Faust mit dem Zug oder einem organisierten Bustransfer*. Vom Bahnhof Pisa Centrale kann man einen Bus (s. oben) zum Domplatz nehmen. Bei Left Luggage Pisa (leftluggagetuscany.com) gibt es im Bahnhof auch Mietfahrräder, die man stundenweise oder für einen ganzen Tag mieten kann.

Karte der Piazza del Duomo in Pisa
Karte der Piazza del Duomo (Piazza dei Miracoli) – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten auf der Piazza del Duomo (Piazza dei Miracoli): 1. Baptisterium, 2. Dom, 3. Schiefer Turm, 4. Friedhof Camposanto Monumentale. Die Bushaltestellen der Linie 1+ vom (zum) Bahnhof sind durch ein „H“ markiert.

Piazza dei Miracoli

Die mittelalterlichen Gebäude auf dem Domplatz (Piazza dei Miracoli) gehören wohl zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten überhaupt. Da sind der Dom Santa Maria Assunta, dessen schiefer Campanile (der Schiefe Turm), das Baptisterium (Taufkirche) und der Friedhof Camposanto Monumentale. Das Ensemble gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und lockt jedes Jahr Millionen Besucher an. Weitere Informationen gibt es bei Turismo Pisa. Eintrittskarten für die berühmten Bauwerke kann man auf dieser Webseite oder vorab auch bei GetYourGuide* buchen.

Der Schiefe Turm von Pisa

Der freistehende Glockenturm (Campanile) des Doms ist sicher eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Die Ironie des Schicksals hat es gewollt, dass Pisa seinen Weltruf einer bautechnischen Fehlberechnung verdankt. Schon während der Bauzeit merkte man, wie der Boden nachgab. Der Turm wurde deshalb in veränderter Form fertiggestellt. Der Turm besitzt sieben Glocken, die früher tatsächlich geläutet wurden. Berühmt ist auch die Geschichte, dass Galileo Galilei vom Schiefen Turm Fallversuche durchgeführt haben soll.

Piazza dei Miracoli in Pisa
Feld der Wunder in Pisa – Bild: MSC Cruises

Vor gut 20 Jahren wurde der Schiefe Turm nach umfangreichen Sicherungsarbeiten wieder für Besucher geöffnet. Seine Neigung konnte dabei deutlich reduziert und das Bauwerk langfristig stabilisiert werden. Wer möchte, kann den berühmten Turm besichtigen. Der Aufstieg erfolgt über 273 teilweise unebene und rutschige Stufen. Kinder unter 8 Jahren dürfen aus Sicherheitsgründen nicht hinauf. Die Besucherzahl ist begrenzt und für den Turm muss bereits beim Ticketkauf eine feste Uhrzeit gewählt werden. Tickets werden 15 Tage vorher freigeschaltet. Wir würden deshalb möglichst früh online buchen und etwa 15 Minuten vor dem gebuchten Termin am Turm sein. Wer zu spät kommt, darf nicht mehr hinein und erhält den Eintrittspreis nicht zurück.

Dom Santa Maria Assunta

Der Dom Santa Maria Assunta ist ein bedeutendes Beispiel der pisanischen Romanik und prägt mit seiner Fassade aus hellem Marmor den Domplatz. Im Inneren fallen die vergoldete Kassettendecke, die Mosaiken in der Apsis und die reich verzierte Kanzel von Giovanni Pisano ins Auge. Das Bauwerk verbindet klassische und frühchristliche Elemente mit Einflüssen aus dem östlichen Mittelmeerraum und erinnert an die große Zeit Pisas als mächtige Seerepublik.

Der Eintritt in den Dom ist kostenlos, trotzdem benötigt man ein Ticket. Wer nur den Dom besuchen möchte, bekommt am Ticketschalter vor Ort ein kostenloses Ticket mit fester Einlasszeit. Beim Kauf eines Tickets für eines der anderen Bauwerke ist der kostenlose Domzugang bereits enthalten und nicht an eine feste Uhrzeit gebunden.

Touristin fotografiert den Schiefen Turm von Pisa
Der Schiefe Turm – Bild: Zum Profil von Getty Images Für Unsplash+

Baptisterium von Pisa

Das runde Baptisterium von Pisa gilt als die größte Taufkirche der Welt. Der Bau begann bereits 1153 und erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte. Das Baptisterium ist knapp 55 Meter hoch und hat einen Umfang von gut 107 Metern. Im Inneren stehen ein achteckiges Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert und die berühmte Kanzel von Nicola Pisano. Über Treppen kann man die obere Galerie erreichen und schöne Fotos vom benachbarten Dom machen. Wegen der außergewöhnlichen Akustik demonstriert ein Mitarbeiter etwa alle 30 Minuten mit einigen gesungenen Tönen den langen Nachhall im Baptisterium. Wenn es zeitlich passt, würden wir diese kleine Vorführung abwarten.

Camposanto Monumentale

Die monumentale Friedhofsanlage bildet den nördlichen Abschluss der Piazza dei Miracoli. Im Vergleich zu den benachbarten Bauwerken wird der Camposanto weniger besucht, was eigentlich schade ist. Das rechteckige Bauwerk wirkt von außen recht schlicht. Im Inneren befindet sich eine Grünfläche, umgeben von einem langgestreckten Kreuzgang mit Rundbogenarkaden und einem hölzernen Dach. Besonders sehenswert sind die mittelalterlichen Fresken an den Wänden des Kreuzgangs, darunter der berühmte „Triumph des Todes“. Begraben wurden hier bedeutende Pisaner unter anderem in antiken und mittelalterlichen Sarkophagen.

Landausflug nach Florenz

Bei einem Landausflug von Livorno sollte man sich in Florenz nicht zu viel vornehmen. Allein die An- und Rückfahrt nimmt einen erheblichen Teil des Hafentages in Anspruch. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum kann man gut auf eigene Faust zu Fuß miteinander verbinden. Wer zusätzlich die Uffizien, die Galleria dell’Accademia oder die Domkuppel von innen besichtigen möchte, sollte sich möglichst für ein Highlight entscheiden und dafür vorab ein Zeitfenster reservieren. So bleibt genügend Zeit für einen Stadtbummel und vor allem für die rechtzeitige Rückfahrt nach Livorno.

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Florenz
Florenz auf eigene Faust – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Florenz: 1. Kathedrale Santa Maria del Fiore, 2. Mercato Centrale di Firenze, 3. Galleria dell’Accademia, 4. Palazzo Vecchio, 5. Uffizien, 6. Ponte Vecchio, 7. Basilica di Santa Croce, 8. Palazzo Pitti, 9. Giardino di Boboli

Vom Hafen in Livorno erreicht man Florenz auf eigene Faust mit dem Zug oder einem günstigen Bustransfer*. Wer mit dem Zug aus Livorno kommt und am Hauptbahnhof Firenze S. M. Novella aussteigt, ist bereits mitten in der Stadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu Fuß erreichbar. Auch in Florenz gibt es einen Franchisenehmer der Hop-on Hop-off Touren von City Sightseeing mit zwei Routen. Eine davon startet neben dem Hauptbahnhof Stazione S. M. Novella. Wer möchte, kann das Ticket für die Stadtrundfahrt vorab hier* bestellen.

Duomo di Firenze

Die Kathedrale in Florenz, auch Dom Santa Maria del Fiore genannt, fällt im Stadtbild sofort auf. Sie entstand Ende des 13. Jahrhunderts und beeindruckt mit ihrer Größe. Ihre Fassade mit weißem, grünem sowie rosafarbenem Marmor ist ein Meisterwerk der florentinischen Gotik. Brunelleschis große Kuppel ist besonders bekannt und gilt als architektonische Sensation der Renaissance. Wer zur Laterne hochsteigt, hat einen tollen Blick über Florenz. Der Dom selbst kann kostenlos und ohne Ticket besucht werden. Mit längeren Warteschlangen muss man allerdings rechnen. Sonntags und an religiösen Feiertagen ist die Kathedrale für Besichtigungen geschlossen.

Für die anderen Bauwerke des Domkomplexes gibt es auf der Webseite der Kathedrale drei verschiedene Pässe. Der Brunelleschi Pass für 30 Euro beinhaltet unter anderem die Kuppel, den Glockenturm, das Baptisterium, das Museo dell’Opera del Duomo und Santa Reparata. Der Giotto Pass kostet 20 Euro und enthält alles außer der Kuppel. Beim Ghiberti Pass für 15 Euro sind Kuppel und Glockenturm nicht enthalten. Wer die berühmte Kuppel besteigen möchte, muss bereits beim Kauf des Brunelleschi Passes ein festes Zeitfenster reservieren. Für einen Landausflug von Livorno würden wir diese Zeit unbedingt mit genügend Reserve zur Ankunft in Florenz planen.

Der Dom von Florenz mit seiner großen Kuppel
Blick über Florenz – Bild: Darrenquigley32 auf Pixabay

Ponte Vecchio

Der Ponte Vecchio ist die älteste Brücke über den Arno und zugleich wohl eine der berühmtesten Brücken überhaupt. Schon seit 1345 gibt es auf der Brücke viele Geschäfte. Früher waren es die Metzger, heute sind es Goldschmiede. Nur in der Mitte der Brücke kann man auf den Fluss Arno schauen. Über der Ladenzeile befindet sich ein überdachter Übergang, der Teil des sogenannten Vasarikorridors ist. Dieser verbindet den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti. Der Großherzog Cosimo I. de Medici konnte so sicher zwischen den Herrschaftssitzen pendeln. Der Ponte Vecchio ist häufig sehr voll, aber natürlich kostenlos.

Galleria degli Uffizi

Die Galerie der Uffizien ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Das Gebäude war ursprünglich ein Bürokomplex für die Medici und beherbergt heute eine große Sammlung mit Meisterwerken der italienischen Renaissance. Dazu gehören Botticellis „Geburt der Venus“ und Leonardos „Verkündigung“ sowie Werke von Michelangelo, Raffael und Caravaggio.

Für einen Landausflug von Livorno sollte man für die Uffizien genügend Zeit einplanen und die Eintrittskarte möglichst vorab für eine feste Uhrzeit reservieren. Wer das Museum ausführlich besichtigen möchte, kann hier problemlos mehrere Stunden verbringen. Wir würden deshalb an einem Kreuzfahrttag nicht zusätzlich noch die Galleria dell’Accademia oder mehrere andere Museen einplanen.

Ponte Vecchio in Florenz
Ponte Vecchio in Florenz – Bild: Pixabay

Palazzo Vecchio

Der Palazzo Vecchio steht an der Piazza della Signoria und war jahrhundertelang das politische Zentrum von Florenz. Heute dient das Gebäude weiterhin als Rathaus und beherbergt gleichzeitig ein Museum. Sehenswert sind unter anderem der große Salone dei Cinquecento, die historischen Gemächer und der 95 Meter hohe Arnolfo-Turm. Von dort hat man einen schönen Blick über die Dächer von Florenz.

Auch wer den Palazzo Vecchio nicht von innen besichtigen möchte, kommt bei einem Stadtbummel ohnehin hier vorbei. Vor dem Gebäude stehen zahlreiche Skulpturen, darunter eine Kopie von Michelangelos David. Für Kreuzfahrer mit begrenzter Zeit ist die Piazza della Signoria deshalb auch ohne Museumsbesuch ein lohnender Stopp. Tickets kann man vorab hier* erwerben.

Galleria dell’Accademia

Ein weiteres weltberühmtes Kunstmuseum ist die Galleria dell’Accademia. Hier steht seit 1873 der berühmte David von Michelangelo. Viele Besucher kommen hauptsächlich hierher, um die wohl bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte mit eigenen Augen zu sehen. Der reguläre Eintritt kostet derzeit 20 Euro. Da die Wartezeiten ohne Reservierung lang sein können, würden wir für einen Landausflug von Livorno unbedingt vorab ein Ticket mit einer festen Einlasszeit buchen. Wer hauptsächlich den David sehen möchte, muss für die Accademia deutlich weniger Zeit einplanen als für einen ausführlichen Besuch der Uffizien. Führungen und Eintrittskarten gibt es auch hier*.

Eine gute Kopie des David steht übrigens vor dem Palazzo Vecchio. Dort befand sich das Original von 1504 bis 1873, bevor es zum Schutz vor Witterungseinflüssen in die Galleria dell’Accademia gebracht wurde.

Basilica di Santa Croce di Firenze
Basilica di Santa Croce di Firenze – Bild: Guy Dugas auf Pixabay

Santa Croce Florenz

Die Basilica di Santa Croce ist eine bedeutende Franziskanerkirche und steht an der gleichnamigen Piazza Santa Croce. Der Bau begann im 13. Jahrhundert, die heutige Marmorfassade stammt allerdings aus dem 19. Jahrhundert. Im Inneren befinden sich die Grabmäler zahlreicher berühmter Persönlichkeiten, darunter Michelangelo, Galileo Galilei, Niccolò Machiavelli und der Dichter Ugo Foscolo. Sehenswert sind außerdem die Fresken von Giotto und Kunstwerke von Donatello.

Santa Croce liegt etwa 700 Meter von den Uffizien und gut einen Kilometer vom Dom entfernt und lässt sich deshalb gut in einen Stadtbummel einbauen. Wer nur einen Tag in Florenz hat und bereits ein größeres Museum oder die Domkuppel besichtigt, würde die Kirche aber eher spontan einplanen.

Palazzo Pitti und Boboli-Garten

Der riesige Palazzo Pitti auf der südlichen Seite des Arno wurde im 16. Jahrhundert zur Residenz der Medici und später der Großherzöge der Toskana. Heute beherbergt der Palast mehrere Museen und Sammlungen. Besonders bekannt ist die Galleria Palatina mit zahlreichen Gemälden aus der Sammlung der Medici.

Giardini di Boboli in der Abendsonne
Giardini di Boboli – Bild: Dimitris Vetsikas auf Pixabay

Hinter dem Palast erstrecken sich die mehr als 33 Hektar großen Giardini di Boboli. Der historische Garten mit Statuen, Brunnen, Grotten und schönen Aussichtspunkten gilt als eines der bedeutendsten Beispiele eines italienischen Gartens. Das Porzellanmuseum im Boboli-Garten ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

Für einen Landausflug von Livorno würden wir Palazzo Pitti und den Boboli-Garten vor allem Kreuzfahrern empfehlen, die Florenz bereits kennen. Für einen Erstbesuch sind Dom, Piazza della Signoria, Ponte Vecchio und vielleicht ein vorab reserviertes Museum aus unserer Sicht die bessere Wahl.

Landausflug nach Lucca

Lucca war im Mittelalter eine wohlhabende Handelsstadt und besonders für seine Seidenproduktion bekannt. Bis heute ist die historische Altstadt vollständig von einer 4,2 km langen Stadtmauer umgeben. Innerhalb der Mauern kann man zahlreiche Kirchen, Paläste und mittelalterliche Türme entdecken. Für Kreuzfahrer in Livorno ist Lucca ein sehr angenehmes Landausflugsziel. Die Stadt ist gut mit der Bahn erreichbar und der Bahnhof liegt direkt vor der historischen Altstadt. Von hier kann man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Wer genügend Liegezeit hat, kann Lucca auch mit Pisa verbinden.

Karte der Sehenswürdigkeiten in Lucca
Karte der Highlights von Lucca – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten in Lucca: 1. Piazza dell’Anfiteatro, 2. Kirche San Michele in Foro, 3. Duomo di San Martino, 4. Torre Guinigi, 5. Casa di Puccini, 6. Porta San Pietro

Beginnen könnte man den Besuch bei der Kathedrale San Martino. Im Dom befindet sich der berühmte Volto Santo, ein großes Holzkruzifix, das der Legende nach von Nikodemus geschaffen wurde. Sehenswert ist außerdem das Grabmal der Ilaria del Carretto von Jacopo della Quercia. Neben dem erzbischöflichen Palast hinter dem Dom steht die kleine Kirche Santa Maria della Rosa.

Die Piazza Napoleone, Luccas größter Platz, wird ganz vom Palazzo della Prefettura beherrscht, in dem früher die Großherzöge der Toskana residierten. Geht man von der Piazza Napoleone ca. 200 Meter in nördlicher Richtung, gelangt man zur Kirche San Michele in Foro. Diese steht auf dem ehemaligen römischen Forum und wird von einer Statue des Erzengels Michael gekrönt. Die Bögen der zierlichen Loggia über dem Eingang sind ein Musterbeispiel toskanischer Architektur.

Blick auf Lucca
Blick auf Lucca – Bild: Silke auf Pixabay

Ein weiteres Wahrzeichen von Lucca ist die Torre Guinigi, die nur wenige Gehminuten von der Via Fillungo entfernt liegt. Der mittelalterliche Geschlechterturm ist schon von Weitem an den Steineichen auf seiner Dachterrasse zu erkennen. Wer die 230 Stufen hinaufsteigt, wird mit einem schönen Blick über die Dächer von Lucca und die umliegenden Berge belohnt. Für den Aufstieg sollte man etwa 30 bis 45 Minuten einplanen.

Auf der Einkaufsstraße Via Fillungo geht man vorbei an Juwelier- und Antiquitätengeschäften zur ovalen Piazza dell’Anfiteatro, die einst ein römisches Amphitheater war. Hier sollte man auch der nahegelegenen Basilika San Frediano einen Besuch abstatten. In der Kirche ruht Santa Zita, die insbesondere als Schutzpatronin der Hausangestellten verehrt wird. Als würdigen Abschluss eines Lucca-Besuchs könnte man noch von den gut erhaltenen Stadtmauern aus die Aussicht auf die vielen Kirchen, Paläste und Glockentürme genießen.

Badeausflug nach Calambrone

Calambrone ist ein langer Sandstrand etwa 10 km nördlich von Livorno und bietet eine Mischung aus freien Strandabschnitten und bewirtschafteten Lidos. Der Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Küste. Dahinter liegen Dünen und Pinienwälder. Von Livorno kann man Calambrone auf eigene Faust mit dem Bus der Linie 30 erreichen. Die Busse fahren von Livorno Repubblica in Richtung Calambrone. Von der Haltestelle „Calambrone Rondine 1“ läuft man ca. 500 Meter zu den ersten Lidos. Für Kreuzfahrer, die Pisa, Florenz und Lucca bereits kennen und den Hafentag lieber am Meer verbringen möchten, ist Calambrone eine unkomplizierte Alternative.

Weitere Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer

Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge im Mittelmeer: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Valencia, Valletta (Malta)

Fazit – Landausflüge in Livorno auf eigene Faust

Livorno ist ein sehr guter Ausgangspunkt für Landausflüge in der Toskana. Pisa ist schnell und unkompliziert mit der Bahn erreichbar und deshalb für viele Kreuzfahrer das naheliegendste Ziel. Auch Lucca kann man gut auf eigene Faust besuchen und bei ausreichender Liegezeit sogar mit Pisa kombinieren. Für Florenz muss man wegen der längeren An- und Rückfahrt deutlich mehr Zeit einplanen. Hier würden wir uns auf einige wenige Sehenswürdigkeiten konzentrieren und Eintrittskarten für Museen oder die Domkuppel vorab reservieren.

Wer Pisa und Florenz bereits kennt, sollte Livorno selbst nicht unterschätzen. Die Medici-Festungen, die Kanäle von Venezia Nuova und die Terrazza Mascagni lassen sich zu einem schönen Stadtbummel verbinden. Für einen entspannten Tag am Meer bietet sich Calambrone an. Gerade diese große Auswahl macht Livorno für uns zu einem der vielseitigsten Kreuzfahrthäfen der Toskana.

Petra im Devil's Bridge National Park auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks. Wenn Sie bei uns buchen, bekommen wir einen kleinen Dankeschön-Bonus. Dieser hat keinen Einfluss auf den Preis, den Sie zahlen, und hilft uns, diese Website zu betreiben.