Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust zusammengestellt. Das kolumbianische Cartagena gilt als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas. Der Eroberer Pedro de Heredia benannte die Stadt 1533 nach seiner spanischen Heimatstadt Cartagena. Der Zusatz „de Indias“ wurde zur Unterscheidung hinzugefügt. Spanische Schatzschiffe wurden in Cartagena de Indias mit Gold, Silber und Edelsteinen beladen. Wie wertvoll die Fracht war, zeigt der Fund der 1708 versenkten Galeone San José. Man schätzt den heutigen Wert der Ladung auf mehrere Milliarden Euro. Deshalb haben die Spanier bereits im 16. Jahrhundert begonnen, die Stadt immer weiter zu befestigen. Es gibt eine mächtige Stadtmauer und eine gigantische Festung. Cartagena (Kolumbien) ist ein faszinierendes Ziel für Landausflüge in der Karibik. Letzte Aktualisierung: Mai 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
📍 Liegeplatz: Kreuzfahrthafen Cartagena auf der Insel Manga
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Altstadt ca. 5 km entfernt
🏖️ Nächster Strand: Playa de Bocagrande (ca. 6 km)
✨ Highlights in Cartagena de Indias: Altstadt, Torre del Reloj, Festung San Felipe de Barajas, Kloster La Popa
✨ Highlights im Umland: Rosario-Inseln, Mangroven, Halbinsel Barú
🗺️ Fortbewegung: Altstadt zu Fuß; sonst Taxis, Hop-on-Hop-off-Busse & Landausflüge
⏱️ Ideal für: Stadtbesichtigungen und Karibikflair
💶 Gut zu wissen: Landeswährung ist der Kolumbianische Peso; US-Dollar werden vielerorts akzeptiert
📶 Internet: WLAN im Terminal; an Land eSIMs (z. B. GigSky oder Simbye)
👉 Fazit: Cartagena de Indias zählt zu den schönsten Kolonialstädten Südamerikas. Für Erstbesucher empfehlen wir einen Bummel durch die koloniale Altstadt, eventuell kombiniert mit einem Besuch der Festung San Felipe de Barajas.
Kreuzfahrthafen Cartagena (Kolumbien)
Der Hafen für Kreuzfahrtschiffe in Cartagena (Kolumbien) befindet sich in einem Containerhafen auf der Insel Manga. Hier gibt es maximal fünf Liegeplätze.
Auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) machen hier fest. Ein markierter Fußweg führt von den Kreuzfahrtschiffen zum ca. 500 Meter entfernten Cartagena de Indias Cruise Terminal. Es gibt für das kurze Stück manchmal sogar einen kostenlosen Shuttlebus des Hafens. Landausflugsbusse warten direkt am Schiff.
Das Kreuzfahrtterminal ist ca. 500 Meter von den Liegeplätzen entfernt. Es handelt sich um einen großen Park mit Bäumen und vielen einheimischen Tierarten (Port Oasis Ecopark). Es gibt Flamingos, Tukane, Papageien, Affen und andere einheimische Vögel und Tiere. Zusätzlich findet man einen großen Duty-free-Shop und eine Geldwechselstube. Freundliches Personal spricht mehrere Sprachen. Ein beliebtes Souvenir ist kolumbianischer Kaffee.
Vor dem Port Oasis Eco Park befindet sich ein großer Platz. Er dient als Treffpunkt für Busse und Taxis. Zahllose Taxis bringen Besucher zu Festpreisen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Diese gute Organisation minimiert Wartezeiten.
Landausflüge in Cartagena de Indias buchen
Für den Tag in Cartagena de Indias werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Cartagena de Indias findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.
Mobilität in Cartagena de Indias auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cartagena (Kolumbien):
- Castillo de San Felipe de Barajas: 4,7 km
- Barrio Getsemaní: 5,6 km
- Torre del Reloj (Stadttor und Eingang zur Altstadt): 6 km
- Playa Castillo Grande (Bocagrande): 11 km
- La Boquilla: 13,1 km
- Playa Blanca Barú: 35,5 km
Zu Fuß durch die Altstadt
In den Gassen der historischen Altstadt kann man sich hervorragend zu Fuß bewegen. Dank der Stadtmauer und der überschaubaren Größe des historischen Zentrums ist die Orientierung relativ einfach.
Shuttlebusse
In der Regel gibt es kostenlose Shuttlebusse des Hafens, die die Landausflügler vom Schiff zum Cartagena de Indias Cruise Terminal fahren. Das sind je nach Liegeplatz ca. 500 bis 600 Meter.
Kostenpflichtige Shuttlebusse der Reedereien gibt es meistens nicht. Dafür ist die Entfernung zu groß. Die deutschen Reedereien bieten aber meistens einen Landausflug mit der Bezeichnung „Cartagena de Indias auf eigene Faust“ an. Diese Landausflüge beinhalten einen Transfer zur Altstadt mit Freizeit auf eigene Faust.
Hop-on-Hop-off-Bus in Cartagena
Auch in Cartagena de Indias gibt es Stadtrundfahrten mit den bekannten roten Doppeldeckerbussen der Firma City Sightseeing. Die Firma bietet in Cartagena eine Route mit einer Dauer von ca. 90 Minuten und insgesamt 12 Haltestellen an. Wie üblich kann man an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Im Fahrpreis enthalten sind Stadtrundgänge in der Altstadt und im benachbarten Hipster-Viertel Getsemaní. Die Haltestelle Nr. 1 befindet sich am Rande der Altstadt vor dem Monumento Torre del Reloj.
Für Kreuzfahrer ist der Hop-on-Hop-off-Bus unserer Meinung nach nur bedingt empfehlenswert. Da die Busse nicht direkt am Kreuzfahrthafen starten und die historischen Gassen der Altstadt ohnehin zu Fuß erkundet werden müssen, bietet das Konzept in Cartagena weniger Vorteile als in vielen anderen Städten. Hinzu kommen die vergleichsweise langen Taktzeiten und der oft dichte Verkehr. Interessant ist das Angebot vor allem für Kreuzfahrer, die möglichst bequem eine Stadtrundfahrt machen und dabei überwiegend im Bus sitzen bleiben möchten.
Eine Alternative sind Stadtrundfahrten mit den knallbunten Chiva-Bussen*. Die offenen Busse bieten eine lebhafte Atmosphäre mit Musik, Tanzeinlagen und manchmal auch Snacks oder Getränken. Die Touren führen meist zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Cartagenas. Anders als bei den Hop-on-Hop-off-Bussen handelt es sich aber meist um geführte Rundfahrten mit festem Programm.
Taxis, Uber & Co
In der Ground Transportation Area des Cartagena de Indias Cruise Terminals warten zahlreiche lizenzierte Taxis auf Kundschaft. Es gibt PKWs und Minibusse, die am Hafen in der Regel weiß sind. In der Stadt sind die Taxis knallgelb. Richtpreise werden auf Schildern veröffentlicht, müssen aber vor dem Einsteigen noch bestätigt bzw. verhandelt werden. Viele Fahrer sprechen kaum Englisch. Mehrsprachige Mitarbeiter helfen bei der Kommunikation.
Der Standardpreis für eine Fahrt zur Altstadt liegt derzeit bei etwa 20 US-Dollar pro Taxi. Da sich bis zu vier Personen ein Fahrzeug teilen können, reduziert sich der Fahrpreis auf rund 5 US-Dollar pro Person. Der Verkehr ist oft chaotisch. Wenn man Pech hat, kann die Fahrt schon mal 30 bis 45 Minuten dauern. Wer mehrere Sehenswürdigkeiten ansteuern möchte, könnte auch einen Fahrer für mehrere Stunden oder den ganzen Tag buchen. Man zahlt ca. 30 US-Dollar pro Stunde. Außerhalb der Hafentore warten Taxifahrer ohne Lizenz für den Hafen, die natürlich etwas günstiger sind. Das Risiko muss jeder für sich entscheiden.
Uber ist verfügbar, bewegt sich aber seit Jahren in einer rechtlichen Grauzone. In Städten wie Cartagena wird die App zwar genutzt, viele Fahrer bitten die Fahrgäste aber, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen oder den Einstieg etwas abseits der Taxistände vorzunehmen. Viele Kreuzfahrer nutzen daher lieber die offiziellen Hafentaxis, die direkt vor dem Terminal bereitstehen.
Die besten Highlights in Cartagena de Indias für Kreuzfahrtgäste
Ein Bummel durch die berühmte Altstadt von Cartagena ist das Highlight in diesem Hafen. Hierfür sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Es gibt so viel zu sehen und zu besichtigen. Wer dann noch Zeit und Lust hat, könnte das Castillo de San Felipe de Barajas und das Convento de la Popa in Angriff nehmen. Auch das hippe Künstlerviertel Barrio Getsemaní ist ein interessantes Landausflugsziel. Im Umland von Cartagena de Indias gibt es Strände und große Mangrovenwälder. Beliebt sind Bootstouren zu den Islas del Rosario. Der Archipel lockt mit klarem Wasser und bunten Korallen. Die Mangroven kann man mit einem traditionellen Kanu erkunden. Eine Kanutour durch die Mangroven-Tunnel ist ein Highlight für Naturfreunde. Hier ein Überblick über die Highlights für Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cartagena de Indias: 1. Convento de Santa Cruz de la Popa, 2. Castillo de San Felipe de Barajas, 3. Torre del Reloj (Eingang zur Altstadt), 4. Altstadt, 5. Barrio Getsemaní
Die Liegeplätze sind durch Piktogramme von Schiffen gekennzeichnet. Das „I“ steht für das Cartagena Cruise Terminal. Die beiden „Liegestühle mit Schirm“ markieren die Strände im Stadtviertel Bocagrande.
Landausflüge in Cartagena (Kolumbien)
Cartagena de Indias ist eine historische Kolonialstadt an der Karibikküste Kolumbiens. Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert als spanischer Hafen für den Gold- und Sklavenhandel gegründet und stark befestigt. Die wunderschöne Altstadt mit ihrer 11 km langen Stadtmauer zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Man kann auf der Mauer spazierengehen und die Aussicht genießen. Die riesige Festung Castillo San Felipe de Barajas zeugt von der Bedeutung der Stadt für die Spanier. Moderne Viertel wie Bocagrande bieten Strände und Wolkenkratzer. Cartagena de Indias ist zweifellos eine der schönsten Städte Lateinamerikas. Dies sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Cartagena de Indias zählt zu den schönsten und beliebtesten Kreuzfahrthäfen der westlichen Karibik. Viele Kreuzfahrer erkunden die historische Altstadt und das trendige Viertel Getsemaní, besuchen die gewaltige Festung San Felipe de Barajas oder buchen eine Mangroven-Tour im Fischerdorf La Boquilla. Beliebt sind außerdem Bootsfahrten durch die Bucht sowie Ausflüge zu den Islas del Rosario.
🏛️ Historisches Cartagena: Altstadt & Stadtmauer, Barrio Getsemaní, Castillo San Felipe de Barajas, Convento de la Popa
🏝️ Strände & Inseln: Islas del Rosario, Playa Blanca, Tierra Bomba, Bocagrande
🚤 Boots- & Katamaranausflüge: Islas del Rosario, Inselhopping
🦥 Tiere & Natur: Aviario Nacional de Colombia, Mangroventouren
🍹 Kultur & Kulinarik: Rum, kolumbianische Küche, Street Food
🌺 Kreuzfahrthafen & Port Oasis: tropischer Garten, Faultiere, Tukane, Flamingos
Zu Fuß durch die Altstadt von Cartagena
Die von gewaltigen Mauern umgebene Altstadt betritt man durch das Haupttor am markanten gelben Torre del Reloj. Für den weiteren Weg durch die Gassen kann man eine Karte nutzen oder sich einfach treiben lassen. Die wunderschön restaurierten Gebäude sind eine Augenweide. Wir haben gehört, wie jemand sagte: „Wie in Havanna, bloß renoviert“. Die Polizei ist sichtbar, was für ein gutes Gefühl sorgt.

Karte der Sehenswürdigkeiten in der Altstadt: 1. Monumento Torre del Reloj (Stadttor), 2. Bolivar-Platz, 3. Plaza Santo Domingo, 4. Hard Rock Café, 5. Plaza de la Aduana, 6. Santuario de San Pedro Claver, 7. Las Bóvedas (Kunsthandwerk), 8. Catedral de Santa Catalina de Alejandría
Durch die drei Stadttore im Torre del Reloj gelangt man in die Altstadt. Der markante gelbe Uhrenturm ist ein tolles Fotomotiv und eines der Wahrzeichen der Stadt. Direkt neben den Zugängen zur Altstadt verteilt die Touristeninformation Karten. Auf der anderen Seite des Torre del Reloj liegt die Plaza de los Coches – der ehemalige „Kutscherplatz“, auf dem früher auch Sklaven verkauft wurden. Im Portal de los Dulces (Arkaden mit vielen Läden) gibt es sehr leckere kolumbianische Süßigkeiten. Direkt um die Ecke befindet sich das lokale Hard Rock Café.
Weiter geht es zur Kathedrale, deren Türme man schon von weitem sieht. Die farbenfrohe Catedral de Santa Catalina de Alejandría kann gegen eine geringe Gebühr besichtigt werden. Sie liegt an der baumbestandenen Plaza de Bolívar, die sich gut für eine kurze Rast eignet. Rund um den Platz befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten: der Inquisitionspalast mit seinen Zellen und Folterwerkzeugen, das Portal de las Reinas sowie das Emerald Museum und das Museo del Oro Zenú mit präkolumbischen Goldarbeiten.
Von der Plaza de Bolívar sind es nur knapp 200 Meter bis zur Plaza de San Pedro Claver. Die gleichnamige Kirche mit Kloster wurde im 17. Jahrhundert von den Jesuiten gegründet und nach dem Mönch Pedro Claver benannt, der sich intensiv um die aus Afrika ankommenden Sklaven kümmerte. Vor der Kirche trifft man oft auf als Sklaven verkleidete Menschen, die sich als Fotomotiv anbieten. Direkt daneben liegt die attraktive Plaza de la Aduana mit dem Kolumbusdenkmal. Der große, offene Platz war einst das wirtschaftliche Zentrum der Stadt und wird heute von historischen Gebäuden aus der Kolonialzeit eingerahmt.
Von der Plaza de la Aduana läuft man 350 Meter bis zur Plaza Santo Domingo und kommt dabei wieder an der Kathedrale vorbei. Die Plaza Santo Domingo ist einer der lebendigsten Plätze der Altstadt mit vielen Restaurants, Straßenverkäufern und Musik. Im Mittelpunkt steht die Kirche Iglesia de Santo Domingo. Direkt dahinter beginnt erneut ein gut zugänglicher Abschnitt der Stadtmauer mit dem Baluarte de Santo Domingo. Von hier hat man einen schönen Blick über die Dächer Cartagenas.
Vom Baluarte de Santo Domingo könnte man der Stadtmauer für gut 1 km folgen. Der Rundgang endet im nördlichen Teil der Altstadt bei Las Bóvedas. Das gelbe Gebäude mit seinen 47 Bögen und 23 Gewölben diente früher als Lager und später als Gefängnis. Heute befindet sich dort ein bunter Markt für Kunsthandwerk und Souvenirs – ein stimmungsvoller Abschluss des Stadtrundgangs. Die Preise sind touristisch, aber gut zum Stöbern und für einen letzten Fotostopp geeignet. Von dort geht man 950 Meter zurück zum Monumento Torre del Reloj.
Barrio Getsemaní
Das Barrio Getsemaní rund um die Plaza de la Trinidad befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Altstadt. Vom Monumento Torre del Reloj läuft man nur 800 Meter zur Plaza de la Trinidad. Das Barrio Getsemaní hat sich zu einem angesagten Stadtviertel für junge Menschen entwickelt. Hier gibt es Straßenmusiker, Street Food und angesagte Bars und Clubs. Besonders bekannt ist das Stadtviertel für Street Art. Die Geschichte Getsemanís ist eng mit Kolumbiens Unabhängigkeit verbunden. Handwerker, freigelassene Sklaven und Seeleute lebten hier. Sie organisierten sich und spielten eine wichtige Rolle bei Cartagenas Befreiung von der spanischen Herrschaft. Die bröckelnden Wände der Calle de la Sierpe sind mit riesigen Wandgemälden (Murals) bedeckt. Die Calle de Las Sombrillas & Callejón Angosto sind vor allem für die farbenfrohen Regenschirme (und manchmal Flaggen oder Drachen) bekannt, die über den Köpfen der Fußgänger aufgespannt sind.
Castillo de San Felipe de Barajas
Vor den Toren der Altstadt befindet sich das mächtige Castillo de San Felipe de Barajas, die größte spanische Wehranlage in Amerika. Ein Highlight sind die labyrinthartigen Tunnel. Sie wurden extra so gebaut, dass man selbst leiseste Schritte von Angreifern hören konnte. Die gewaltigen Festungsmauern bieten einen der besten 360-Grad-Ausblicke auf Cartagena.
Wenn man mit einem Taxi in Richtung Altstadt fährt, kommt man hier vorbei. An heißen Tagen bitte Sonnenschutz und Getränke nicht vergessen. Es gibt wenig Schatten. Insgesamt muss man sagen, dass man mit einem fachkundigen Guide mehr davon hat. Direkt am Haupteingang warten lizenzierte, zweisprachige Guides (meist Spanisch/Englisch). Diese kann man spontan für eine private Führung anheuern.
Kloster Convento de la Popa mit Aussicht
Auf dem höchsten Punkt Cartagenas, dem Cerro de la Popa, thront das Kloster Santa Cruz de la Popa. Es bietet einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadt. „Popa“ bedeutet „Heck eines Schiffes“. Der Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit des Hügels mit dem Heck eines Schiffes. Im Jahr 1607 errichteten die Augustiner-Rekollekten das Kloster. Um seine Gründung ranken sich Legenden. Dem Mönch Alonso de la Cruz Arteaga erschien die Jungfrau Maria auf dem Hügel. Sie beauftragte ihn mit dem Bau einer Kirche.
Zu dem Kloster gehört eine kleine Kirche mit einem schlichten Altar. Ein Innenhof lädt zum Verweilen ein, mit Bougainvilleen in voller Blüte. Historische Artefakte wie auch Gemälde erzählen die Geschichte des Klosters. Sie berichten auch von Cartagenas Vergangenheit. Im Laufe der Geschichte diente die Festungsanlage um das Kloster verschiedenen Zwecken. Sie schützte vor Piratenangriffen. Darüber hinaus diente sie als militärischer Stützpunkt.
Landausflüge im Umland
Auch im Umland von Cartagena de Indias gibt es einige lohnenswerte Landausflugsziele. Die Rosario-Inseln zum Beispiel. Sie sind etwa eine Bootsstunde von Cartagena entfernt. Die Inseln bieten schöne Strände und zudem gute Bedingungen zum Schnorcheln. Weitläufige Mangrovenwälder findet man in der Lagune Ciénaga de La Virgen im Stadtviertel La Boquilla. Hier kann man schöne Bootsfahrten mit traditionellen Fischerbooten unternehmen. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge im Umland von Cartagena de Indias.
Karte der Ziele für Landausflüge im Umland von Cartagena de Indias: 1. Volcán del Totumo, 2. Mangroven von La Boquilla, 3. Islas del Rosario, 4. Halbinsel Barú, 5. Isla Tierra Bomba
Mangroven-Tour in La Boquilla
Das kleine Fischerdorf La Boquilla liegt direkt nördlich von Cartagena de Indias. Das Dorf liegt auf einem schmalen Streifen Land zwischen dem Meer und einem großen Mangrovensystem. Die Menschen leben hauptsächlich vom Fischfang. Täglich fahren sie mit bunten Holzbooten in den ruhigen Gewässern der Mangroven. Heute zeigen sie auch Touristen ihre Fanggründe. Man fährt lautlos (ohne Motor) durch enge Tunnel in den Mangroven und erfährt, wie man traditionelle Wurfnetze (atarraya) auswirft. Die Fischer kennen die besten Plätze, um seltene Vogelarten in den Bäumen zu entdecken.
Halbinsel Barú
Südwestlich von Cartagena liegt die Halbinsel Barú. Diese war ursprünglich eine Insel und ist heute durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Eine Fahrt von Cartagena dauert je nach Verkehrslage etwa eine Stunde. Alternativ gibt es auch Landausflüge mit Bootstransfers. Auf der Halbinsel Barú gibt es schöne Strände, Mangroven und den Vogelpark Aviario Nacional de Colombia. Die Halbinsel ist das richtige Ziel für Kreuzfahrer, die Cartagena bereits kennen oder während ihres Aufenthalts einen klassischen Karibikstrand erleben möchten.
Der bekannteste Strand auf Barú ist Playa Blanca. Feiner, weißer Sand und kristallklares Wasser ziehen die Menschen an. Zahlreiche Strandhütten und Restaurants liegen an der Küste. Sie bieten lokale Spezialitäten und erfrischende Getränke. An Wochenenden sowie Feiertagen ist es dort sehr voll. Das Hotel Isla del Encanto im Süden der Halbinsel ist ein exklusives All-inclusive-Resort auf Barú, das man per Tagespass besuchen kann. Manchmal werden an Bord entsprechende Touren angeboten.
Im nationalen Vogelreservat Kolumbiens, dem Aviario Nacional de Colombia, leben viele verschiedene Vogelarten. Zu ihnen gehören seltene und bedrohte Arten. Dichte Wälder, offene Feuchtgebiete und künstliche Seen prägen die Anlage. Diese ist weitläufig und sorgfältig gestaltet. Sie entspricht den Bedürfnissen der Vögel.
Bootsausflug zu den Islas del Rosario
Die Islas del Rosario sind eine Gruppe von Inseln und Korallenriffen, die ca. 35 km vor der Küste von Cartagena de Indias liegen. Die Inselgruppe ist bekannt für ihre unberührten Strände mit feinem weißen Sand und ihr türkisfarbenes Wasser, das zum Schwimmen, Sonnenbaden und Entspannen einlädt. Einige der Inseln beherbergen auch exklusive Resorts und Hotels, die einen luxuriösen Rückzugsort für Besucher bieten. Zu den beliebtesten Aktivitäten auf den Islas del Rosario gehören Bootstouren, bei denen Besucher die verschiedenen Inseln erkunden können, sowie Wassersportarten wie Kajakfahren, Jetski fahren und Parasailing. Die Islas del Rosario sind mit Schnellbooten von Cartagena de Indias aus erreichbar. Die Fahrzeit beträgt ca. 1 Stunde. Reedereien und lokale Veranstalter bieten in der Regel Landausflüge zu den Islas del Rosario an. Dagegen sprechen die vergleichsweise lange Anfahrt und der zunehmende Massentourismus auf einigen Inseln.
Fazit: Landausflüge in Cartagena de Indias auf eigene Faust
Cartagena de Indias eignet sich hervorragend für individuelle Landausflüge, da viele Highlights gut erreichbar sind. Die weltberühmte historische Altstadt, das Viertel Getsemaní und das Fort San Felipe de Barajas liegen dicht nebeneinander und lassen sich problemlos zu Fuß oder mit kurzen Transfers (zum Beispiel mit einem Taxi) erkunden.
Für Landausflüge in die Umgebung bietet sich ein organisierter Landausflug an. Bootsausflüge zu den Rosario-Inseln oder Kanufahrten in die Mangroven bei La Boquilla kann man an Bord oder bei lokalen Veranstaltern buchen. Das Kreuzfahrtterminal mit dem Port Oasis Ecopark bietet dabei einen angenehmen, sicheren Startpunkt und ist ideal, um den Tag entspannt zu beginnen oder ausklingen zu lassen. Hier gibt es einen schönen Park mit Tiergarten. Insgesamt ist Cartagena de Indias ein Kreuzfahrtziel, das vor allem durch seine weltberühmte Altstadt begeistert.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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