Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf Tortola auf eigene Faust. Tortola ist die größte Insel der British Virgin Islands (BVI). Die Inselgruppe liegt etwa 100 km östlich von Puerto Rico und in direkter Nachbarschaft der amerikanischen Jungferninseln. Segeltourismus, Kreuzfahrten und Offshore-Finanzdienstleistungen prägen die Wirtschaft Tortolas. Die vielen kleinen Inseln dienten früher Piraten als Versteck. Eine von ihnen trägt bis heute den Namen „Dead Man’s Chest“ (Des toten Mannes Kiste). Sie soll Robert Louis Stevenson zu der berühmten Zeile „Fünfzehn Mann auf des toten Manns Kiste – Yo-ho-ho und ’ne Buddel voll Rum“ aus der Schatzinsel inspiriert haben. Kreuzfahrtschiffe legen direkt in Road Town an. Von dort starten Fähren und organisierte Landausflüge zu den schönsten Inseln des Archipels. Beliebte Ziele sind zum Beispiel „The Baths“ auf Virgin Gorda oder der White Bay Beach auf Jost Van Dyke. Tortola ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge in der Karibik. Weitere Informationen findet man beim British Virgin Islands Tourist Board. Letzte Aktualisierung: Juni 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Tortola auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Tortola Pier Park in Road Town, alternativ Ankern in der Bucht
🚶♂️ Stadtzentrum: Road Town Main Street ca. 5–10 Gehminuten
🏖️ Nächster Strand: Cane Garden Bay, Brewers Bay (ca. 15 Minuten Fahrtzeit)
✨ Highlights in Road Town: Tortola Pier Park, Crafts Alive Village, Main Street, Old Government House Museum, J.R. O’Neal Botanic Gardens, HM Prison Museum
✨ Highlights im Umland: Strände, Sage Mountain, The Baths (Virgin Gorda), White Bay Beach (Jost Van Dyke), Norman Island, Callwood Rum Distillery
🗺️ Fortbewegung: Safaribusse (Sammeltaxis), Fähren zu den Nachbarinseln
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Cane Garden Bay, The Baths Virgin Gorda, Inselrundfahrt
💶 Gut zu wissen: US-Dollar ist die Landeswährung; Englisch ist Amtssprache
📶 Internet: kostenloses WLAN im Tortola Pier Park; an Land eSIM empfehlenswert (z. B. GigSky, Simbye)
👉 Fazit: Tortola ist der ideale Ausgangspunkt, um die British Virgin Islands zu entdecken. Besonders beliebt sind Bootsausflüge zu den berühmten The Baths auf Virgin Gorda oder zum White Bay Beach auf Jost Van Dyke. Wer lieber auf Tortola bleibt, findet schöne Strände, beeindruckende Aussichtspunkte im Sage Mountain Nationalpark und entspannte Inselatmosphäre.
Kreuzfahrthafen Tortola
Kreuzfahrtschiffe machen in der hübschen kleinen Hauptstadt Road Town fest. Der Kreuzfahrtpier wurde vor wenigen Jahren verlängert und bietet heute Platz für zwei große Kreuzfahrtschiffe. Ein weiteres Schiff kann in der Bucht ankern und seine Passagiere mit Tenderbooten an Land bringen. Der Hafen wird regelmäßig auch von AIDA Cruises und Mein Schiff angelaufen.
Die Kreuzfahrer laufen über die Pier in den Tortola Pier Park. Das ist ein modernes Open-Air-Terminal im kolonialen Pastellstil. Es beherbergt über 70 Geschäfte, Restaurants und Cafés. Auch die Touristeninformation und mehrere Autovermieter haben ein Büro im Terminal. Für Bootsausflüge zu den Nachbarinseln gibt es einen eigenen Anleger. Im gesamten Parkgelände steht ein stabiles, kostenloses Open-Air-WLAN zur Verfügung. Das Signal reicht oft sogar bis auf die Balkone der im Hafen liegenden Schiffe.
Wer keinen Landausflug gebucht hat, findet direkt am Ausgang des Pier Parks offizielle, staatlich regulierte Taxis. Hier lassen sich unkompliziert private Inselrundfahrten oder Fahrten zu den Stränden, beispielsweise zur Cane Garden Bay, vereinbaren. Das Terminal für die Fähren nach Virgin Gorda erreicht man in ca. 10 Minuten zu Fuß.
Landausflüge auf Tortola buchen
Für den Tag in Road Town auf Tortola werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Tortola findet man bei Viator*.
Mobilität auf Tortola auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Tortola auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Tortola:
- Ferry Terminal: 800 Meter
- JR O’Neal Botanical Gardens: 1,7 km
- Brewers Bay: 6,8 km
- Cane Garden Bay: 7,5 km
- Mount Sage National Park: 9 km
- Smuggler’s Cove: 16,7 km
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Tortola: 1. Smuggler’s Cove, 2. Long Bay Beach (West End), 3. Cane Garden Bay, 4. Callwood Rum Distillery, 5. Mount Sage National Park, 6. Soper’s Hole Wharf & Marina, 7. Brewers Bay, 8. Jost van Dyke, 9. Norman Island, 10. Peter Island, 11. Rhone Marine Park, 12. The Baths (Virgin Gorda)
Zu Fuß unterwegs
Es ist kein Problem, sich in der kleinen Hauptstadt Tortolas zu orientieren. Es gibt einige historischen Sehenswürdigkeiten und einen schönen kleinen botanischen Garten. Road Town kann man auch in ein oder zwei Stunden vor oder nach einem Landausflug besuchen.
Taxis, Uber & Co
Es gibt kein Uber auf Tortola (und auch keine anderen bekannten Fahrdienst-Apps wie Lyft oder Bolt). Die lokalen Taxis sind das wichtigste Transportmittel für Kreuzfahrer, die ihre Landausflüge auf Tortola auf eigene Faust gestalten möchten. Es dominieren Minivans und halboffene Safaribusse, die zu Stränden oder Inseltouren aufbrechen. Die Fahrpreise werden im Hafen auf Schildern veröffentlicht. An den beliebtesten Stränden warten die Sammeltaxis für die Rückfahrt zum Schiff. Man kann sich aber auch abholen lassen, wenn man das vorher vereinbart.
Eine Preisliste kann hier heruntergeladen werden. Diese haben wir im Januar 2026 erhalten. Die Fahrpreise wurden zuletzt 2022 aktualisiert. Hier einige Preisbeispiele für Sammeltaxis mit mindestens 3 Fahrgästen.
- Cane Garden Bay, Brewers Bay, Josiah’s Bay : 12 US-Dollar pro Person und Strecke
- Long Bay Beach: 12 US-Dollar pro Person und Strecke
- Smuggler’s Cove Beach: 15 US-Dollar pro Person und Strecke
- Sage Mountain: 10 US-Dollar pro Person und Strecke
Zudem werden Inselrundfahrten angeboten, deren Fahrpreis von der Dauer und der Personenzahl abhängt. Eine vierstündige Inselrundfahrt kostet bei zwei Fahrgästen 220 US-Dollar. Bei einer Gruppe von mindestens sechs Personen zahlt jeder Fahrgast nur noch 30 US-Dollar. Verhandeln ist natürlich nicht verboten. Die genauen Preise gibt es auf der Preisliste, die wir oben hinterlegt haben.
Fähren zu den Nachbarinseln
Wer möchte kann auf Tortola bequem auf eigene Faust mit der Fähre nach Virgin Gorda fahren. Das Road Town Ferry Terminal liegt etwa 10 bis 15 Gehminuten südöstlich des Kreuzfahrtterminals (Tortola Pier Park). Die Strecke führt direkt an der Uferstraße entlang und ist leicht zu Fuß zu bewältigen. Für die ca. 30 Minuten lange Überfahrt nach Virgin Gorda gibt es mehrere Anbieter. Das Geflecht der Fährgesellschaften auf den Britischen Jungferninseln ist dynamisch und es gab in den letzten Jahren häufige Änderungen. Speedy’s Ferry Services ist nach wie vor der Platzhirsch mit der höchsten Taktung und den bewährten Kombi-Paketen.
Die beliebten Kombi-Pakete von Speedy’s können direkt am Fährterminal gekauft werden. Vorabreservierungen sind nicht nötig, wie der Anbieter auf seiner Webseite betont. Es gibt mehrere Pakete zur Auswahl. Die Hin- und Rückfahrt mit der Fähre sowie der direkte Transfer mit dem Safaribus hin und zurück kosten zusammen ca. 40 US-Dollar. Etwas teurer sind die Pakete mit Mittagessen. Das „The Bath Experience Package“ bestehend aus Fähre, Safaribus-Transfer und einem warmen Mittagessen direkt im Restaurant „Top of the Baths“ inklusive Poolnutzung kostet derzeit 79 US-Dollar. Etwa 10 US-Dollar günstiger wird es, wenn man im Restaurant „Bath and Turtle and Rendezvous Bar“ unweit des Fähranlegers in Spanish Town isst.
Wer flexibel bleiben möchte, entscheidet erst vor Ort. Die Schalter der verschiedenen Fährgesellschaften liegen direkt nebeneinander. So kann man die aktuellen Abfahrtszeiten vergleichen und die Verbindung wählen, die am besten zum eigenen Zeitplan passt. Für die Fahrt nach The Baths stehen am Fähranleger in Spanish Town immer Safaribusse bereit. Der Preis ist staatlich reguliert und liegt aktuell bei ca. 5 bis 7 USD pro Person für die einfache Strecke. Am Parkplatz von The Baths (Top of the Baths) stehen auch für die Rückfahrt zur Fähre durchgehend Safaribusse bereit.
Unser Tipp: Wer individuell nach Virgin Gorda übersetzt, sollte genügend Zeit für die Rückfahrt einplanen. Wetter, Seegang oder technische Probleme können den Fährverkehr kurzfristig beeinträchtigen. Spätestens zwei Stunden vor dem Auslaufen des Kreuzfahrtschiffes sollte man wieder in Road Town sein.
Mietwagen auf Tortola
Ein Mietwagen ist für Kreuzfahrer eine gute Möglichkeit, Tortola unabhängig zu erkunden. Im Tortola Pier Park gibt es Büros von Avis und Aaron Rentals. Allerdings sind die Straßen auf Tortola oft steil, schmal und kurvenreich. Hinzu kommt der Linksverkehr. Viele Mietwagen sind amerikanische Importe und haben das Lenkrad trotzdem auf der linken Seite. Das ist zunächst ungewohnt und erfordert gerade an Kreuzungen und Kreisverkehren erhöhte Aufmerksamkeit. Neben dem normalen Führerschein benötigt man eine lokale Fahrerlaubnis. Diese wird vom Vermieter ausgestellt, kostet einmalig 10 US-Dollar und ist drei Monate gültig.
Tortola auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Tortola bietet schöne Strände, die überwiegend an der Nordwestküste der Insel liegen. Von Road Town aus führt die Straße über den Gebirgskamm der Insel. Entlang der Ridge Road eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die Inselwelt der British Virgin Islands. Der Sage Mountain ist mit 521 Metern der höchste Berg Tortolas. Rund um seinen Gipfel schützt heute ein Nationalpark den ursprünglichen Regenwald. Viele Kreuzfahrer nutzen den Hafen aber auch als Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Nachbarinseln Virgin Gorda oder Jost Van Dyke. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Tortola auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Viele Kreuzfahrer verbringen den Tag an einem der schönen Strände oder unternehmen einen Bootsausflug zu den Nachbarinseln. Wer lieber aktiv unterwegs ist, kann den Regenwald im Sage Mountain National Park erkunden oder die Insel bei einer Rundfahrt entdecken. Damit Sie schnell die passenden Landausflugsziele finden, haben wir die wichtigsten Highlights nach Interessen geordnet.
⭐ Erstbesucher: The Baths, Cane Garden Bay, Inselrundfahrt
🏖️ Strände: Cane Garden Bay, Brewers Bay, Smuggler’s Cove
🚤 Bootsausflüge: Virgin Gorda, Norman Island, Jost Van Dyke
🥾 Natur: Sage Mountain National Park, J.R. O’Neal Botanical Gardens.
🤿 Schnorcheln & Tauchen: The Caves (Norman Island), RMS Rhone, Brewers Bay
🏛️ Kultur: Old Government House, H.M. Prison Museum, Callwood Rum Distillery
Landausflüge in Road Town
Road Town ist eine kleine, überschaubare Hauptstadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem zu Fuß erkunden – ideal vor oder nach einem Landausflug auf Tortola. Viel Gastronomie und zahlreiche Geschäfte findet man direkt am Schiff am Tortola Pier Park. Nur etwa 600 Meter vom Kreuzfahrthafen entfernt, lädt das Crafts Alive Village zum Stöbern ein. Dieser bunte Markt ist ein Mittelpunkt für lokales Kunsthandwerk und Souvenirs. Hier gibt es handgemachten Schmuck, Batikstoffe, Holzschnitzereien und vieles mehr. Die Atmosphäre ist lebendig.
Karte der Sehenswürdigkeiten von Road Town, Tortola: 1. Tortola Pier Park (Cruise Terminal), 2. Crafts Alive Village Gardens, 3. Main Street, 4. Fähren nach Virgin Gorda, 5. Old Government House, 6. J.R. O’Neal Botanical Gardens
Das nächste Ziel eines Stadtbummels in Road Town auf eigene Faust könnte das Old Government House Museum sein. Der Eintritt liegt bei 5 US-Dollar. Es ist 600 Meter vom Crafts Alive Village entfernt und in der früheren Residenz des britischen Gouverneurs untergebracht. Das architektonische Juwel hat bereits mehrere Hurrikans überlebt. Das Esszimmer und der Salon sind mit eleganten, viktorianischen Möbeln ausgestattet. Viele britische Royals haben hier bereits übernachtet (darunter Queen Elizabeth II.). Zu sehen sind unter anderem persönliche Gegenstände sowie von Queen Elizabeth II. handsignierte Gästebücher. Schautafeln und Exponate dokumentieren die Entwicklung der British Virgin Islands von der präkolumbianischen Zeit bis heute. Die Residenz liegt erhöht auf einem kleinen Hügel und ist von einem sehr gepflegten Garten mit tropischen Pflanzen umgeben. Von hier oben kann man ein schönes Foto vom Schiff machen.
Das nächste Ziel ist die ca. 900 Meter entfernte Main Street mit dem H.M. Prison Museum. Es ist das älteste für die Öffentlichkeit errichtete Gebäude in Road Town (Baujahr 1774) und war 200 Jahre lang das Hauptgefängnis der Insel. Man sieht die kleinen Zellen, die Hinrichtungsstätte und Infotafeln. Historische Fotografien und Ausstellungsstücke erzählen von spektakulären Kriminalfällen und berühmten Insassen. Für Touristen kostet der Eintritt 5 US-Dollar. Heute spielt die Main Street als Einkaufsstraße nur noch eine untergeordnete Rolle.
Ein weiteres Highlight sind die J.R. O’Neal Botanical Gardens. Vom H. M. Prison Museum läuft man 850 Meter. Dieser kleine botanische Garten ist die Heimat von einheimischen und exotischen tropischen Pflanzen. Man wandert durch die Themengärten und entdeckt Orchideen, Kakteen und viele Palmen. Zusätzlich gibt es künstliche Teiche und kleine Wasserfälle. Der Eintritt liegt derzeit bei 3 US-Dollar. Neben bunten Vögeln und Schmetterlingen treffen Besucher im Garten häufig auf frei umherlaufende Hühner und die dort heimischen Köhlerschildkröten. Vom Botanischen Garten läuft man 1,5 km zurück zum Schiff. Für den kompletten Rundgang einschließlich Museumsbesuchen sollte man etwa drei Stunden einplanen.
Strände auf Tortola
Die meisten beliebten Strände auf Tortola liegen an der Nordküste der Insel und können auf eigene Faust mit einem Taxi erreicht werden. Fährt man mit einem Sammeltaxi von Road Town über die kurvenreiche Ridge Road in Richtung Norden, erreicht man zunächst die Brewers Bay. Von dort reihen sich bis zum westlichen Ende der Insel mehrere schöne Sandstrände aneinander, die oft nur durch kleine Landzungen voneinander getrennt sind. Eine Ausnahme ist Josiah’s Bay, die etwas weiter östlich liegt. Schon die Anfahrt ist ein kleines Erlebnis. Die kurvenreiche Ridge Road bietet schöne Ausblicke auf die British Virgin Islands. Unterwegs passiert man außerdem die berühmten Murals, farbenfrohe Wandgemälde, die das Inselleben der 1950er-Jahre zeigen.
Die schönsten Strände für Kreuzfahrer:
| Strand | Fahrzeit vom Hafen | Besonders geeignet für |
|---|---|---|
| Cane Garden Bay | 15–20 Min. | Infrastruktur, Strandbars, Wassersport |
| Brewers Bay | ca. 20 Min. | Ruhe, Schnorcheln |
| Smuggler’s Cove | ca. 30 Min. | Natur, Familien, Schnorcheln |
Cane Garden Bay
Die Cane Garden Bay ist der bekannteste Strand der Insel und eines der beliebtesten Ziele für Kreuzfahrer. Vom Hafen benötigt man mit dem Taxi oder Safaribus je nach Verkehr nur etwa 15 bis 20 Minuten. Hier trifft man die meisten Kreuzfahrer. Liegen mehrere große Kreuzfahrtschiffe im Hafen, kann es auch einmal etwas voller werden.
Der feine Sandstrand liegt in einer geschützten Bucht und wird von grünen Hügeln eingerahmt. Das Wasser ist meist ruhig und eignet sich gut zum Baden. Entlang des Strandes gibt es zahlreiche Strandbars und Restaurants. Liegen und Sonnenschirme können gemietet werden. Ein Set aus zwei Strandliegen und einem Sonnenschirm kostet je nach Verhandlungsgeschick und Anbieter zwischen 20 und 35 US-Dollar für den Tag. Wer mag, kann Kajaks oder Stand-up-Paddleboards ausleihen. Besonders bekannt ist die traditionsreiche Callwood Rum Distillery, die sich nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt befindet.
Brewers Bay
Brewers Bay liegt westlich von Road Town und ist deutlich ruhiger als die Cane Garden Bay. Mit einem Taxi ist man in ca. 20 Minuten vor Ort. Die Bucht wird von dicht bewachsenen Hügeln eingerahmt und ist vor allem bei Einheimischen beliebt. Kreuzfahrtschiffe setzen hier nur selten Ausflügler ab. Bei Nicoles Beach Bar bekommt man günstig Liegen und Sonnenschirme. Wer dort mindestens 20 US-Dollar verzehrt, kann Liegen und Sonnenschirme kostenlos nutzen. Außerdem stehen WLAN und die sanitären Einrichtungen zur Verfügung.
Der Sandstrand ist naturbelassen und das Wasser meist ruhig. Die Bucht gehört zu den besten Schnorchelrevieren der Insel, die man direkt vom Strand aus erreicht. Es gibt einige einfache Strandbars und Restaurants. Wer einen entspannten Strandtag ohne große Menschenmengen verbringen möchte, ist hier gut aufgehoben. Aber an der Brewers Bay gibt es keine professionelle Strandwacht. Man schwimmt und schnorchelt komplett auf eigene Gefahr.
Smuggler’s Cove
Viele Besucher halten Smuggler’s Cove für den schönsten Strand Tortolas. Die abgelegene Bucht liegt ganz im Westen der Insel. Die letzten zwei bis drei Kilometer führen über eine schmale Straße mit zahlreichen tiefen Schlaglöchern. Insgesamt benötigt ein Taxi ca. 30 Minuten bis hierher.
Durch das schützende Riff ist der Strand ideal für Familien, Schnorchel-Anfänger und Ruhesuchende. Der Einstieg ins Wasser ist flach und sandig. Mit etwas Glück kann man auf den Seegraswiesen sogar Meeresschildkröten beobachten. Im Gegensatz zu vielen anderen Stränden gibt es hier jede Menge natürlichen Schatten durch die dichten Palmen und Bäume direkt am Sandrand. Direkt am Strand gibt es zwei einfache Strandbars, bei denen man Liegen mieten kann. Für ca. 25 US-Dollar bekommt man zwei Liegen und einen Sonnenschirm.
Im Rahmen von Inseltouren werden auch weiter entfernte Strände angesteuer. Wir waren zum Beispiel am schönen Long Bay Beach auf Beef Island. Nicht zu verwechseln mit dem Long Bay Beach am West End von Tortola.
Mount Sage Nationalpark
Mit einer Höhe von 521 Metern ist der Sage Mountain im Sage Mountain National Park der höchste Punkt der Insel. Mit einer Spende des Milliardärs Laurance Rockefeller konnte das Land rund um den Sage Mountain erworben und dauerhaft geschützt werden. Heute wächst hier auf rund 35 Hektar dichter tropischer Wald mit Mahagoni- und Feigenbäumen, Farnen und farbenprächtigen Philodendren. Da die Berge die feuchten Passatwinde einfangen, herrscht hier ein feuchtes Mikroklima. Der Park verfügt über ein einfaches System aus miteinander verbundenen Rundwegen. Die beliebteste Route ist der ca. 3,2 km lange Hauptrundweg (Central Trail hinauf, Southern Trail herab), der in 50 bis 75 Minuten gemütlich machbar ist. Ein hölzerner Aussichtspavillon kurz hinter dem Hauptweg bietet eine schöne Sicht auf die benachbarten Inseln wie Jost Van Dyke, St. John und Norman Island.
Vom Kreuzfahrthafen in Road Town dauert die Fahrt mit dem Taxi ca. 20 bis 25 Minuten. Man sollte direkt eine Zeit für die Abholungen vereinbaren, da hier oben normalerweise keine Taxis warten. Direkt am Parkplatz (Trailhead) befindet sich das Mountain View Restaurant. Viele Besucher legen hier nach der Wanderung eine Pause ein. Der freundliche Besitzer verteilt kostenlose Wanderkarten, erklärt die Wege und mixt hervorragende frische Bananen-Smoothies sowie den typischen Painkiller-Cocktail. Am Eingang gibt es zudem saubere Toiletten und eine Station, um schlammige Schuhe nach der Tour abzuwaschen. Die Pfade können durch Schlamm, glatte Steine und Baumwurzeln sehr rutschig sein. Feste Turnschuhe mit Profil oder leichte Wanderschuhe sind Pflicht. Da es sich um einen Regenwald handelt, ist Insektenspray dringend empfohlen. Für Kreuzfahrer ist der Sage Mountain gut als Halbtagesausflug geeignet. Danach bleibt meist noch genügend Zeit für einen Stadtbummel durch Road Town oder einen Strandbesuch.
Bootstouren, Segeln und Schnorcheln
Tortola und die vielen umliegenden Inseln der British Virgin Islands sind ein Paradies für Segler, Schnorchler und Taucher. Für Kreuzfahrer sind kombinierte Bootsausflüge besonders beliebt. Sie verbinden einen entspannten Segeltörn mit mehreren Schnorchelstopps an den schönsten Buchten und Riffen der Inselgruppe.
Der geschützte Sir Francis Drake Channel mit seinen zahlreichen Inseln und den beständigen Passatwinden gilt als eines der besten Segelreviere der Welt. Vom Wasser aus eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die grünen Hügel Tortolas und die kleinen Nachbarinseln.
Ein weltbekanntes Ziel für Taucher ist das Wrack der RMS Rhone im Rhone Marine Park vor Salt Island. Der rund 95 Meter lange britische Postdampfer sank 1867 während eines Hurrikans und liegt heute in zwei Teilen auf dem Meeresboden. Die stählernen Wrackteile sind inzwischen von Korallen und Schwämmen überwachsen und bieten zahlreichen Rifffischen ein Zuhause. Erfahrene Taucher können sogar durch Teile des Wracks hindurchtauchen.
Ein weiteres Highlight ist The Caves vor Norman Island. Vier Höhlen mit kristallklarem Wasser und bunten Fischschwärmen gehören zu den beliebtesten Schnorchelplätzen der British Virgin Islands. Viele Bootsausflüge legen hier einen Badestopp ein. Norman Island wird übrigens häufig mit der berühmten „Schatzinsel“ aus dem Roman von Robert Louis Stevenson in Verbindung gebracht und soll den Autor zu seinem Abenteuerklassiker inspiriert haben.
Virgin Gorda
The Baths auf der Nachbarinsel Virgin Gorda ist wohl das Topziel für Landausflüge auf Tortola auf eigene Faust. Hier liegen riesige, runde Granitfelsen direkt im türkisfarbenen Meer und bilden geheimnisvolle Höhlen, Tunnel und natürliche Gezeitenbecken. Uns erinnert die Szenerie ein wenig an die Seychellen. Für den Ausflug sollte man inklusive Fährfahrten mindestens einen halben Tag einplanen. Bei kurzen Liegezeiten kann ein organisierter Landausflug der Reederei die entspanntere Wahl sein.
Die Nachbarinsel Virgin Gorda erreicht man in ca. 30 Minuten mit einer Fähre. Vom Fähranleger in Spanish Town nimmt man ein offenes Safari-Taxi für die kurze, 10-minütige Fahrt zum Parkeingang. Viele Reedereien bieten organisierte Landausflüge an. Wer unabhängig unterwegs sein möchte, kann The Baths aber auch problemlos mit der Fähre auf eigene Faust erreichen. Die Anreise haben wir im Abschnitt „Fähren zu den Nachbarinseln“ beschrieben.
Der klassische Rundweg durch die Höhlensysteme startet am Parkplatz oben auf dem Hügel (Top of the Baths) und führt hinab zur Bucht Spring Bay. Von dort aus wandert und klettert man durch die Felsenpassage zur Nachbarbucht Devil’s Bay. Von der Devil’s Bay führt ein ca. 15-minütiger Fußweg durch Kakteenfelder wieder hinauf zum Parkplatz. Flip-Flops bieten keinen Halt beim Klettern, normale Turnschuhe werden nass. Wasserschuhe mit Gummisohle sind deshalb ideal. Zudem ist eine Drybag nützlich. Auf dem Weg durch die Höhlen watet man an manchen Stellen durch hüfttiefes Wasser und hält sich an Seilen fest. Ein normaler Rucksack wird nass oder blockiert die Arme. Am Parkplatz gibt es ein tolles Restaurant mit einem kleinen Pool (kostenfreie Nutzung bei Verzehr) und einem fantastischen Panoramablick.
Jost van Dyke
Die kleinste der vier Hauptinseln der British Virgin Islands liegt nur etwa acht Kilometer nordwestlich von Tortola. Vom Kreuzfahrthafen in Road Town muss man die Insel jedoch zunächst umrunden. Selbst schnelle Motorkatamarane benötigen für die Überfahrt über den Sir Francis Drake Channel rund 45 Minuten. Für Kreuzfahrer lässt sich dieser Ausflug auf eigene Faust daher nur mit erheblichem Aufwand organisieren. Die meisten entscheiden sich deshalb für einen Landausflug der Reederei oder eines lokalen Veranstalters.
Ziel ist meist der traumhafte White Bay Beach mit seinem feinen Sand und dem türkisfarbenen Wasser. Berühmt ist die direkt am Strand gelegene Soggy Dollar Bar. Hier wurde der legendäre Painkiller erfunden – ein Cocktail aus Rum, Ananassaft, Orangensaft und Kokoscreme, der heute als inoffizielles Nationalgetränk der British Virgin Islands gilt.
Fazit: Landausflüge auf Tortola auf eigene Faust
Tortola ist ein wunderbares Kreuzfahrtziel für alle, die Natur, Traumstrände und entspannte Karibik-Atmosphäre lieben. Viele Kreuzfahrer verbringen den Tag an der Cane Garden Bay oder erkunden die Insel bei einer Rundfahrt über die aussichtsreiche Ridge Road. Wer gerne wandert, findet im Sage Mountain National Park einen überraschend abwechslungsreichen Regenwald. Ein besonderes Highlight sind Bootsausflüge zu den Nachbarinseln. The Baths auf Virgin Gorda, Jost Van Dyke oder ein Segeltörn mit Schnorchelstopps gehören zu den schönsten Erlebnissen der British Virgin Islands. Die meisten Landausflugsziele lassen sich mit Taxi, Safaribus oder Fähre gut auf eigene Faust erreichen. Lediglich weiter entfernte Inseln oder kombinierte Bootsausflüge sind als organisierter Landausflug oft die bequemere Wahl.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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