Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf St. Kitts auf eigene Faust. St. Kitts bildet zusammen mit der kleineren Nachbarinsel Nevis den Staat St. Kitts und Nevis. Die Inseln waren eine der ersten englischen Kolonien in der Karibik und spielten lange eine wichtige Rolle im Zuckerrohranbau. Daran erinnern bis heute alte Plantagen, historische Gutshäuser und die St. Kitts Scenic Railway, die auf den früheren Gleisen der Zuckerrohrbahn fährt. Das mächtige Brimstone Hill Fortress gehört zum UNESCO-Welterbe und zählt zu den beliebtesten Landausflugszielen der Insel. St. Kitts ist vulkanischen Ursprungs. Den Mount Liamuiga sieht man bereits vom Schiff aus. Wer sportlich ist, kann sogar zum Krater wandern. Die schönsten Strände liegen vor allem im Süden der Insel. Beliebt sind der Cockleshell Beach mit klarem Wasser sowie die South Friars Bay mit dem Carambola Beach Club und der Shipwreck Bar. Viele Highlights lassen sich bei einer halbtägigen Inselrundfahrt gut verbinden. Die Insel ist ein sehr beliebtes Ziel für Landausflüge in der Karibik. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von St. Kitts Tourism. Letzte Aktualisierung: Juni 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
📍 Liegeplatz: Port Zante Cruise Terminal in Basseterre
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Basseterre beginnt direkt am Hafenausgang
🏖️ Nächster Strand: Frigate Bay Beach (ca. 5 km)
✨ Highlights in Basseterre: Independence Square, The Circus, National Museum
✨ Highlights im Umland: Brimstone Hill Fortress, Romney Manor, St. Kitts Scenic Railway, Mount Liamuiga, Cockleshell Beach, South Friars Bay
🗺️ Fortbewegung: Basseterre zu Fuß; sonst Taxis und Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Inseltour mit Strand
💶 Gut zu wissen: Amtssprache ist Englisch; US-Dollar werden fast überall akzeptiert; Tarnkleidung ist auf St. Kitts für Zivilisten gesetzlich verboten.
📶 Internet: WLAN im Terminal; an Land eSIMs (z. B. GigSky oder Simbye)
👉 Fazit: St. Kitts ist ein vielseitiger Kreuzfahrthafen mit einer gelungenen Mischung aus Geschichte, Natur und Karibikstränden. Für Erstbesucher empfehlen wir eine Inselrundfahrt mit dem UNESCO-Welterbe Brimstone Hill Fortress, Romney Manor und einem Strandaufenthalt an der South Friars Bay oder am Cockleshell Beach.
Kreuzfahrthafen St. Kitts
Kreuzfahrtschiffe laufen das moderne St. Kitts Cruise Terminal „Port Zante“ in der Hauptstadt Basseterre an. Hier machen auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) fest. Das Cruise Terminal liegt zentrumsnah auf einer künstlich angelegten Halbinsel. Es gibt zwei lange Piers, an denen links und rechts je ein großes Kreuzfahrtschiff festmachen kann. Auch die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt kommen regelmäßig hierher. Luxuskreuzfahrtschiffe ankern gelegentlich in der South Friars Bay und tendern ihre Gäste direkt zum Carambola Beach Club.
Vom Schiff kommend, erreicht man nach vielleicht 200 bis 400 Metern (je nach Liegeplatz) das große Portal mit drei Durchgängen. Hier begrüßen lokale Landausflugsveranstalter ihre Kunden. Die Taxi Dispatch Area befindet sich direkt am Portal auf der rechten Seite. Hier kann man neben Inseltouren auch Strandtransfers buchen. Zudem gibt unter dem Dach des Portrals einen Stand der Touristeninformation.
Das Portal dient als gesichertes Hafentor. Es verbindet das weitläufige Open Air Terminal mit den Kreuzfahrtschiffen. Wenn man das Portal passiert, findet man direkt auf der anderen Seite weitere Tourveranstalter, die lautstark um Kundschaft werben. Wer noch nichts geplant hat, wird hier vielleicht noch fündig. Auch das große St. Kitts Sign befindet sich hier. Es ist ein schönes Fotomotiv mit dem repräsentativen Portal im Hintergrund. Hinter dem Portal beginnt das weitläufige Open-Air-Terminal mit zahlreichen Duty-Free-Geschäften, Restaurants und Bars. Das bunte St. Kitts Sign ist ein schönes Fotomotiv. Die Anlage ist auf die Abfertigung mehrerer großer Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig ausgelegt.
Die Bay Road trennt das gesicherte Open Air Terminal vom Zentrum der kleinen Inselmetropole Basseterre. Wenn man am Hafenausgang durch das Tor im National Museum (derzeit eine Baustelle) geht, sind es nur noch wenige Meter bis zum Circus mit dem Berkeley Memorial.
Landausflüge auf St. Kitts buchen
Für den Tag auf St. Kitts werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. In der Karibik bieten lokale Veranstalter ihre Landausflüge alternativ auch bei GetYourGuide* oder bei Viator* an. Wir haben auch mit Thenford Grey gute Erfahrungen gemacht.
Mobilität auf St. Kitts auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf St. Kitts auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab hier einige Entfernungen zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf St. Kitts:
- Frigate Bay: 5,3 km
- Fairview Great House and Botanical Gardens: 6,1 km
- Timothy Hill Overlook: 6,3 km
- South Friar’s Bay Beach (Carambola Beach): 8,1 km
- Romney Manor: 10,8 km
- Cockleshell Bay Beach: 16,0 km
- Brimstone Hill Fortress: 17,3 km
Karte der Sehenswürdigkeiten und Strände für Landausflüge auf St. Kitts: 1. Romney Manor, 2. Brimstone Hill Fortress, 3. St. Kitts Scenic Railway, 4. Timothy Hill Overlook, 5. Mount Liamuiga (Gipfel), 6. Fairview Greathouse, 7. Dolphin Discovery, 8. Cockleshell Beach, 9. South Friars Bay Beach (Carambola Beach)
Zu Fuß unterwegs
Das abgesperrte Open Air Terminal in Port Zante ist sehr groß. Es gibt sehr viele Geschäfte, einen Food Court und einen großen Taxistand. Die Wege innerhalb des Hafens sind sehr gut ausgeschildert.
Wer möchte, kann die kleine Hauptstadt Basseterre auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Der schönste Weg aus dem abgesperrten Hafenbereich heraus führt durch einen Torbogen unter dem National Museum hindurch. Nur wenige Meter weiter erreicht man den Circus mit dem Berkeley Memorial. Biegt man hier nach links in die Bank Street ein, erreicht man nach vielleicht 100 Metern den Independence Square mit der Kathedrale. Ein bis zwei Stunden reichen für eine Besichtigung aus.
Shuttlebusse
Der Weg vom Schiff zum Terminalbereich kann bis zu 500 Meter lang sein. Kleine Elektrofahrzeuge bieten einen Shuttleservice zum Terminal. Der Fahrpreis liegt bei 1 US-Dollar.
Taxis, Uber & Co
Es gibt leider kein Uber auf St. Kitts. Taxis sind das wichtigste Verkehrsmittel für einen Tag auf St. Kitts auf eigene Faust. Natürlich gibt es in Port Zante einen großen Taxistand. Bevor man durch das Portal am Ende des Piers geht, findet man die Taxi Dispatch Area auf der rechten Seite. Seit einigen Jahren organisieren Dispatcher die Verteilung der Urlauber auf die Taxis. Hier kann man sich auch eine Tour zusammenstellen lassen.
Die meisten Taxis sind Kleinbusse oder offene Safaribusse, häufig vom Typ Toyota HiAce. Die Preise sind von der Regierung festgelegt und werden vor Ort mit den Dispatchern vereinbart. Die aktuelle Preisliste haben wir hier hinterlegt. Da die Insel recht klein ist, sind die Fahrpreise nicht besonders hoch. Noch günstiger wird es, wenn man sich ein Fahrzeug teilt. Das bietet sich insbesondere bei Strandtransfers an, die dann oft nur wenige US-Dollar kosten. Gegebenenfalls muss man kurz warten, bis die Dispatcher den Wagen füllen. Wenn man durch das Portal geht, kommt man zu einem größeren Platz. Hier werben Touranbieter mit großen laminierten Karten um Kundschaft. Wer noch nichts geplant hat, könnte sich hier vielleicht spontan noch überzeugen lassen.
Mietwagen auf St. Kitts
Unmittelbar außerhalb des Open Air Terminals von Port Zante gibt es ein Büro von Avis. Die Firma Bullseye Car Rental ist einer der bekanntesten und am besten bewerteten lokalen Anbieter der Insel. Sie bringen das Auto direkt zum Port Zante.
Aber ein Mietwagen erfordert einige Anpassungen für ausländische Besucher und ist für Landausflüge auf St. Kitts nicht die erste Wahl. Auf der Insel herrscht Linksverkehr, was für viele Kreuzfahrer eine Umstellung ist. Touristen benötigen einen lokalen temporären Führerschein, den man bei Mietwagenfirmen gegen eine Gebühr in Höhe von 24 US-Dollar erhält. Ein gültiger internationaler oder nationaler Führerschein wird vorausgesetzt. Den nationalen Führerschein, die lokale Erlaubnis und einen Ausweis (z. B. Reisepass) sollte man immer im Auto bereithalten.
Fähre nach Nevis
In 30 bis 60 Minuten kann man mit einer Fähre von Basseterre nach Charlestown auf der Nachbarinsel Nevis übersetzen. Circa acht kleine Fähren sind auf der Strecke im Einsatz. Besonders schnell sind kleine Wassertaxis mit der Bezeichnung „Next Edition“, die nur 30 Minuten unterwegs sind. Der Fähranleger befindet sich direkt neben dem Kreuzfahrthafen. Der Ticketpreis hängt von der gewählten Fähre ab. Wenn man umgerechnet ca. 10 bis 15 US-Dollar pro Strecke rechnet, liegt man meist richtig. Nevis gilt als ruhiger und ursprünglicher als St. Kitts und eignet sich gut für einen Tagesausflug.
St. Kitts auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
St. Kitts ist eine kleine grüne Insel, die von einem 1.156 Meter hohen, inaktiven Stratovulkan dominiert wird. An den Hängen des Mount Liamuiga gibt es dichte Regenwälder. Sportliche Besucher können sogar bis zum Krater des erloschenen Vulkans wandern. Ziele von Inselrundfahrten sind insbesondere die mächtige Festung Brimstone Hill Fortress und die ehemalige Zuckerrohrplantage Romney Manor mit ihrem schönen Garten und einem Geschäft von Caribelle Batik. Die schönsten Strände der Insel liegen überwiegend auf der schmalen und trockenen Halbinsel im Süden von St. Kitts. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf St. Kitts auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten für einen Stadtbummel in Basseterre (St. Kitts): 1. Independence Square, 2. Berkeley Memorial, 3. National Museum, 4. St. George’s Anglican Church, 5. Warner Park Sporting Complex
Orientierung für Kreuzfahrer
St. Kitts ist vor allem ein Ziel für Inselrundfahrten. Die meisten Kreuzfahrer besuchen die UNESCO-Festung Brimstone Hill Fortress, historische Plantagen oder Aussichtspunkte wie Timothy Hill. Daneben locken schöne Strände im Süden der Insel, Fahrten mit der St. Kitts Scenic Railway sowie Ausflüge auf die Nachbarinsel Nevis.
🏛️ Kolonialzeit: Brimstone Hill, The Circus & Independence Square (Basseterre)
🌺 Plantagen: Romney Manor, Wingfield Estate, Fairview Great House
🚂 Besondere Inselrundfahrten: St. Kitts Scenic Railway
🌋 Natur & Abenteuer: Mount Liamuiga, ATV-Touren, Black Rocks, Grüne Meerkatzen
🏖️ Strände & Meer: Cockleshell Beach, South Friars Bay, Katamaran & Schnorcheln
⛴️ Nachbarinsel Nevis: Charlestown, Pinney’s Beach, Inselrundfahrten
Basseterre – die charmante Inselhauptstadt
Ein historischer Rundgang durch Basseterre lässt sich hervorragend zu Fuß und direkt vom Kreuzfahrthafen (Port Zante) aus auf eigene Faust unternehmen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die an die Kolonialzeit und die Geschichte der Insel erinnern, liegen alle dicht beieinander im Stadtzentrum. Hier ist eine bewährte Route für einen entspannten Rundgang von etwa 1,5 bis 2 Stunden. Basseterre gilt tagsüber für Kreuzfahrtgäste als recht sicher. Es reicht die übliche Vorsicht vor Taschendieben.
Man geht durch das Hauptgebäude des Hafenterminals geradeaus nach Norden. Nach ca. 200 Metern biegt man nach links ab und läuft zum Nationalmuseum am Hafenausgang. Das Gebäude selbst ist ein historisches Highlight. Es wurde 1894 als Treasury Building (Schatzamt) aus massivem Stein erbaut und war das koloniale „Tor zur Insel“ für alle, die mit dem Schiff anreisten. Das Gebäude beherbergt Ausstellungen zur Geschichte der Insel, ist allerdings seit einigen Jahren wegen Renovierungsarbeiten nur eingeschränkt zugänglich.
Durch den Torbogen unter dem Museum verlässt man den abgesperrten Hafenbereich und steht nach ca. 50 Metern am Circus. Dieser kreisrunde Platz wurde dem Londoner Piccadilly Circus nachempfunden. In der Mitte steht die grüne, gusseiserne Berkeley Memorial Clock (1883).
Vom Circus biegt man nach Osten (rechts) in die Bank Street ein. Nach nur einem Block steht man bereits auf dem Independence Square. Dieser grüne Park war im 18. Jahrhundert das administrative Zentrum und der traurige Ort des Sklavenmarktes. Der Platz ist von bedeutenden historischen Gebäuden umgeben, darunter dem alten Justizgebäude (Court House) und der katholischen Co-Cathedral of the Immaculate Conception. Vor allem die rote britische Telefonzelle am Platz ist ein beliebtes Fotomotiv.
Dann verlässt man den Independence Square an der Nordseite und geht über die North Square Street weiter nach Norden zur Cayon Street. Hier biegt man rechts ab. Die St. George’s Anglican Church ist eine riesige Kirche aus dunklem Vulkangestein. Die Geschichte der Kirche spiegelt die wechselvolle Kolonialgeschichte von St. Kitts wider. Ursprünglich bauten die Franzosen hier 1670 die katholische Kirche Notre Dame, die von den Briten niedergebrannt wurde. Die Briten bauten daraufhin die anglikanische Kirche auf. Ein Spaziergang über den alten Friedhof lohnt sich, um die verwitterten Grabsteine kolonialer Plantagenbesitzer und Soldaten zu sehen.
Von der Kirche aus könnte man über die Church Street nach Süden (Richtung Meer) zurückschlendern. Wer möchte, geht noch ein Stück zum Warner Park Sporting Complex. Seit der Weltmeisterschaft im Jahre 2007, die in den British West Indies ausgetragen wurde, haben viele Karibikinseln neue Cricket-Stadien. Danach sind es nur noch 800 Meter zurück zum Kreuzfahrthafen Port Zante.
Romney Manor & Caribelle Batic
Ein schönes Ziel für Landausflüge auf St. Kitts ist Romney Manor. Das Anwesen liegt etwa 11 km nordwestlich von Basseterre (ca. 25 Minuten Fahrtzeit). Viele geführte Inselbistouren (oft in offenen Safaribussen) kombinieren Romney Manor mit der Festung Brimstone Hill, da beide an derselben Küstenstraße liegen.
Es handelt sich um ein von tropischen Gärten umgebenes herrschaftliches Haus aus dem 17. Jahrhundert. Ein Vorfahre des späteren US-Präsidenten Thomas Jefferson gründete die Plantage im Jahr 1625. Im Jahre 1713 kaufte ein Lord Romney das Anwesen. Einer der späteren Besitzer soll seine Sklaven bereits 1834 freigelassen haben, als die Sklaverei im Britischen Empire abgeschafft wurde.
Die meisten Besucher kommen heute auch wegen der tropischen Gärten. Ganzer Stolz der Anlage ist ein etwa 350 Jahre alter Regenbaum (Samanea saman), dessen gewaltige Krone fast den gesamten Innenhof überspannt. Das Herrenhaus beherbergt heute ein Geschäft von Caribelle Batik. Die Firma bietet in den Räumen der Plantage sehr farbenfrohe Kleider, Blusen, Röcke, Tücher und Taschen mit tropischen Motiven an. Ein schönes Souvenir. Mittlerweile gibt es auch ein Geschäft im Hafen.
Direkt neben Romney Manor liegt das historische Wingfield Estate. Bei Ausgrabungen im Jahr 2013 wurden Fundamente freigelegt, die belegen, dass hier bereits seit 1681 Rum produziert wurde. Damit gilt Wingfield Estate als die älteste Rum-Destillerie der englischsprachigen Karibik. Eine Besonderheit ist auch der Antrieb. Die Zuckermühle von Wingfield Estate wurde einst mit Wasserkraft betrieben. Kreuzfahrer können die beeindruckenden steinernen Überreste des Aquädukts besichtigen, das Wasser vom nahegelegenen Fluss direkt aus den Bergen zu den Maschinen leitete. Man läuft an den Kochhäusern (Boiling Houses) für den Zuckersirup, Kalköfen und sogar einem unterirdischen Tunnel vorbei. Infotafeln erklären die Funktion der einzelnen Gebäude. Noch ein Tipp: Direkt nebenan befindet sich die Sky Safari Zipline.
Fairview Great House & Botanical Gardens
Das Fairview Great House & Botanical Gardens ist das einzige noch existierende französische Herrenhaus auf St. Kitts. Es wurde um 1701 erbaut und später zeitweise als Hotel genutzt. Heute ist alles liebevoll restauriert und ein beliebtes Landausflugsziel. Das Anwesen liegt nur etwa 6 km nordwestlich des Kreuzfahrthafens in Basseterre.
Die Räume im Obergeschoss sind originalgetreu mit Antiquitäten eingerichtet. Von der breiten Holzveranda im ersten Stock hat man einen tollen Blick aufs Meer. Im gepflasterten Innenhof steht das separate Küchengebäude mit seinem originalen Ofen aus Vulkangestein und Ziegeln. Küchen wurden damals wegen der Brandgefahr immer getrennt vom Haupthaus gebaut. Der weitläufige Garten beherbergt zahlreiche tropische Nutzpflanzen, Palmen, Bougainvillea sowie alte Obstbäume.
Auf dem Gelände werden Verkostungen des lokalen Brinley Shipwreck Rum angeboten. Beliebt sind zudem Kochkurse. Das Fairview Great House wird häufig im Rahmen von Inselrundfahrten besucht, kann aber auch problemlos mit dem Taxi auf eigene Faust erreicht werden. Für einen Besuch genügen meist 60 bis 90 Minuten.
Brimstone Hill Fortress
Die wichtigste Sehenswürdigkeit von St. Kitts ist das Brimstone Hill Fortress. Die gewaltige Festung gehört zum UNESCO-Welterbe und ist das Ziel vieler Inselrundfahrten. Jeder Stein musste einzeln auf den Berg transportiert werden. So entstand im Laufe von mehr als hundert Jahren eine der größten Festungsanlagen der Karibik.
Das Brimstone Hill Fortress entstand in gut hundert Jahren, fasste über tausend Soldaten und wurde während der Kriege des 18. Jahrhunderts von Engländern wie Franzosen gehalten. Ihre schwerste Bewährungsprobe erlebte die Festung 1782 während einer Belagerung durch rund 8.000 französische Soldaten. Die Verteidiger wurden so schwer unter Beschuss genommen, dass nur zwei Räume unbeschädigt blieben. Als sie nach einem Monat kapitulierten, zollten die Sieger ihnen Respekt wegen ihrer Tapferkeit und ließen sie ehrenvoll abziehen. Im Museum der Hauptbastion Fort George erfährt man mehr über die Geschichte der Festung und die berühmte Belagerung von 1782.
Die Festung liegt etwa 15 km nordwestlich von Basseterre und kostet 15 US-Dollar Eintritt. Die reine Fahrtzeit beträgt ca. 30 Minuten. Wer auf eigene Faust mit einem Taxi hierherkommt, sollte sich unbedingt bis ganz nach oben zum Parkplatz der The Citadel at Fort George fahren lassen. Wer am Haupttor aussteigt, läuft gut 20 bis 30 Minuten extrem steil bergauf. Für die reine Besichtigung der Festung Brimstone Hill sollten Sie 1,5 bis 2 Stunden vor Ort einplanen.
Mount Liamuiga
Der Vulkan Mount Liamuiga wurde früher Mount Misery genannt und ist mit einer Höhe von 1.156 Metern der höchste Berg der Insel. Der letzte bekannte Ausbruch fand vermutlich um 1692 statt. An den unteren Hängen prägen ehemalige Zuckerrohrplantagen und kleine Dörfer die Landschaft. In den höheren Lagen ab 460 m geht die Vegetation in Regenwald über.
Heute sind der Vulkan und sein Krater ein beliebtes Ziel für extreme Wanderungen. Der Mount Liamuiga Trailhead befindet sich in Newton Ground im Norden von St. Kitts. Die Tour auf den Gipfel überwindet gut 650 bis 700 Höhenmeter auf sehr kurzer Distanz. Man sollte 4 bis 5 Stunden reine Gehzeit rechnen. Die Tour unterscheidet sich aber grundlegend von einer normalen Bergwanderung. Es handelt sich eher um eine anspruchsvolle Dschungel-Kletterei durch dichten Regenwald. Ein lokaler Guide und eine gute körperliche Fitness sind unverzichtbar. Klassische Trekkingstöcke helfen wenig, da man die Hände zum Greifen von Wurzeln und Seilen braucht.
St. Kitts Scenic Railway
Die St. Kitts Scenic Railway wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, um Zuckerrohr zu einer großen und modernen neuen Zuckerfabrik in Basseterre zu bringen. Heute ist die Bahn umgebaut und ein beliebtes Ziel für Landausflüge auf St. Kitts. An Tagen, an denen große Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, sind fast alle Plätze der Bahn exklusiv für die Landausflüge der Reedereien reserviert.
Die Strecke ist circa 48 km lang und verläuft an der Küste und durch die Mitte der Insel. Die Schienenstrecke führt nicht komplett um die ganze Insel. Daher besteht die Tour immer aus einer ca. 2-stündigen Zugfahrt und einer ca. 45-minütigen Busfahrt. Man ist insgesamt also ca. 3 Stunden unterwegs. Während der gesamten Zugfahrt sind lokale Getränke meistens im Preis inbegriffen. Die Servicekräfte bringen die Getränke direkt an Ihren Platz.
Fahrgäste sitzen oben auf offenen Decks oder unten in geschlossenen Abteilen. Von oben hat man einen freien Blick auf die Gegend und genießt den kühlenden Fahrtwind. Die unteren Decks sind klimatisiert und haben große Panoramafenster. Ein Guide erklärt über Lautsprecher die Geschichte der Insel und der vorbeiziehenden Orte. Zudem zieht oft ein schiffseigener A-cappella-Chor durch die Waggons und singt traditionelle karibische Lieder. Ein kleines Trinkgeld am Ende der Fahrt ist üblich.
Der Zug fährt an kleinen Dörfern, alten Zuckerrohrfeldern und viel Grün vorbei. Er überquert Brücken über tiefe Schluchten. Die Umgebung wechselt ständig – auf einer Seite sieht man das karibische Meer, auf der anderen grüne Vulkanhänge. Oft gibt es Plantagen mit Kokos- und Mangobäumen zu sehen. Die St. Kitts Scenic Railway gehört nicht ohne Grund zu den beliebtesten Landausflügen der Insel.

Timothy Hill Overlook
Der Timothy Hill befindet sich am Beginn der Southeast Peninsula im Süden von St. Kitts. Er liegt gut 6 km von Basseterre entfernt. Auf dem Weg zu den Stränden im Süden kommt man hier fast zwangsläufig vorbei. Viele Taxifahrer legen deshalb einen kurzen Fotostopp ein. Von hier aus hat man den berühmtesten Aussichtspunkt der Insel. Man blickt auf die schmale Landenge zwischen Karibik und Atlantik und sieht gleichzeitig das Karibische Meer auf der einen sowie den Atlantischen Ozean auf der anderen Seite. Im Hintergrund erhebt sich der Nevis Peak der Nachbarinsel Nevis. In Richtung Norden blickt man auf die Strände und Hotelanlagen der Frigate Bay.
Strände auf St. Kitts
Die meisten Strände liegen südwestlich von Basseterre auf der schmalen und trockenen Halbinsel im Süden der Insel (Southeast Peninsula). Hier reihen sich Hotels, Landhäuser, ein Golfplatz und beliebte Strände aneinander. Die beliebtesten Strände für Kreuzfahrer sind der South Friar’s Bay Beach und der Cockleshell Bay Beach.
South Friar’s Bay Beach
Der South Friar’s Bay Beach ist bekannt für den exklusiven Carambola Beach Club. Wegen des Beach Clubs wird der Strand manchmal einfach Carambola Beach genannt. Oft ankern Luxuskreuzfahrtschiffe vor der Küste und setzen die Landausflügler mit Tenderbooten ab. Hier geht es ruhiger und exklusiver zu. Auf der Webseite des Carambola Beach Clubs kann man verschiedene Pakete buchen. Das günstigste Paket kostet 45 US-Dollar. Es umfasst eine Premium-Liege, ein Handtuch und einen Sonnenschirm für bis zu sechs Stunden. Für 75 US-Dollar gibt es auch etwas zu essen.
Vom Kreuzfahrthafen Port Zante aus sind es nur etwa 8 km (ca. 15 Minuten Fahrtzeit). Die Fahrt kostet etwa 20 bis 25 USD pro Strecke für bis zu 4 Personen. Da am South Friar’s Bay Beach viel los ist, warten am Parkplatz meistens freie Taxis für den Rückweg. Dennoch schadet es nicht, vorab mit dem Hinfahrer eine feste Abholzeit zu vereinbaren.
Cockleshell Beach
Der Cockleshell Beach befindet sich an der äußersten Südspitze von St. Kitts und gilt als der beliebteste Sandstrand für Kreuzfahrtgäste. Der breite Sandstrand bietet einen herrlichen Blick auf die Nachbarinsel Nevis. Mehrere Strandbars vermieten Liegen und Sonnenschirme. Das Wasser ist meist ruhig und eignet sich gut zum Schwimmen.
Vom Hafen Port Zante benötigt das Taxi etwa 25 bis 30 Minuten. Die Fahrt führt über die landschaftlich einmalige Hügelstraße der Südhalbinsel. Für ein privates Taxi (1–4 Personen) zahlt man etwa 25 bis 35 US-Dollar pro Strecke bzw. 50 bis 70 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt. Häufig füllen Fahrer am Hafen ihre Vans mit mehreren Kreuzfahrern. In diesem Fall zahlt man oft einen Festpreis von ca. 20 US-Dollar pro Person für die Hin- und Rückfahrt.
Besonders bekannt und beliebt ist die Reggae Beach Bar & Grill am rechten Rand des Strandes. Hier sieht man auch immer viele Poolhandtücher von AIDA oder Mein Schiff. Ein Set aus zwei Liegen und einem Sonnenschirm kostet je nach Anbieter und Verhandlungsgeschick etwa 15 bis 29 US-Dollar.
Fazit: Landausflüge auf St. Kitts auf eigene Faust
St. Kitts ist ein angenehmer Kreuzfahrthafen für individuelle Landausflüge. Die Insel ist überschaubar, die Entfernungen sind kurz und die Taxifahrer bieten feste Preise für Inselrundfahrten und Strandtransfers an. Zu den beliebtesten Zielen gehören die Festung Brimstone Hill Fortress, Romney Manor, die St. Kitts Scenic Railway und die Strände auf der Southeast Peninsula.
Für Erstbesucher empfehlen wir eine Inselrundfahrt mit Brimstone Hill Fortress, Romney Manor und einem Fotostopp am Timothy Hill. Wer lieber entspannen möchte, verbringt den Tag am South Friar’s Bay Beach oder am Cockleshell Beach. Auch ein Ausflug auf die Nachbarinsel Nevis ist eine interessante Alternative. St. Kitts gehört nicht zu den Inseln mit einer großen Anzahl an Sehenswürdigkeiten. Die Mischung aus Geschichte, Natur und schönen Stränden macht den kleinen Inselstaat aber dennoch zu einem lohnenden Ziel für Landausflüge in der Karibik.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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