Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust. Grenada liegt südlich von St. Vincent am Ende des karibischen Inselbogens. Neben der Hauptinsel gehören auch einige kleinere Grenadinen-Inseln zum Staatsgebiet. Die ehemalige britische Kolonie ist seit 1974 ein unabhängiger Staat und Mitglied im Commonwealth of Nations. Grenada wird als Gewürzinsel bezeichnet. Insbesondere das würzig-herbe Aroma der Muskatnüsse ist überall gegenwärtig. Der Tourismus hat die Gewürze mittlerweile als wichtigsten Wirtschaftszweig abgelöst. Das abwechslungsreiche Inselinnere besteht aus Bergen, tropischen Regenwäldern, Wasserfällen und erloschenen Vulkanen. Der Grand Anse Beach ist einer der schönsten Strände der Karibik. Weltweit bekannt wurde die Insel durch die US-Invasion im Jahr 1983 nach einem Staatsstreich. Grenada ist ein schönes Ziel für Landausflüge in der Karibik. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Grenada Tourism Authority. Letzte Aktualisierung: Juni 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
📍 Liegeplatz: Melville Street Cruise Terminal in St. George’s
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Der Hafen befindet sich im Zentrum von St. George’s
🏖️ Nächster Strand: Grand Anse Beach (10 bis 15 Minuten mit dem Wassertaxi)
✨ Highlights in St. George’s: Carenage, Marktplatz, Fort George, House of Chocolate
✨ Highlights auf Grenada: Grand Anse Beach, mehrere Wasserfälle, Grand Etang National Park, Gewürzplantagen, River Antoine Rum Distillery
🗺️ Fortbewegung: St. George’s zu Fuß; sonst Taxis, Wassertaxis oder Landausflüge
⏱️ Ideal für: Strandtage, Inselrundfahrten, Wasserfälle und Naturerlebnisse
💶 Gut zu wissen: Englisch ist Amtssprache; bezahlt wird mit dem Ostkaribischen Dollar (XCD), US-Dollar werden akzeptiert
📶 Internet: WLAN im Terminal und in der angrenzenden Esplanade Shopping Mall; an Land eSIM (z. B. GigSky, Simbye)
👉 Fazit: Grenada verbindet traumhafte Karibikstrände mit tropischer Natur und einer spannenden Gewürzkultur. Topziele für Erstbesucher sind der Grand Anse Beach, eine Inselrundfahrt zu den Wasserfällen und Gewürzplantagen sowie der Grand Etang National Park im grünen Inselinneren.
Kreuzfahrthafen Grenada
Am langen Kreuzfahrtpier in der Hauptstadt St. George’s können gleichzeitig bis zu zwei große Kreuzfahrtschiffe festmachen. Hier legen auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) an. Die Landausflügler laufen an Land und erreichen nach kurzer Zeit das Grenada Cruise Terminal. Direkt vor dem Terminalgebäude befindet sich das farbenfrohe Grenada Sign, das ein beliebtes Fotomotiv mit den Kreuzfahrtschiffen im Hintergrund ist.
In dem modernen Terminalgebäude gibt es eine Niederlassung der Grenada Tourism Authority. Zudem werden Tickets für Wassertaxis zum Grand Anse Beach verkauft. Es gibt auch einen Kiosk für Taxitouren. Wer noch nichts geplant hat, wird hier vielleicht noch kurzfristig fündig.
Das Grenada Cruise Terminal geht in die Esplanade Mall über. Hier gibt es zahllose Geschäfte, insbesondere für Souvenirs von der Insel Grenada. Wenn man aus der Mall heraustritt, befindet man sich direkt an der Melville Street. Geht man an der Melville Street nach links, erreicht man nach etwa 200 Metern den Anleger der Wassertaxis. Das Zentrum der Hauptstadt kann man bequem zu Fuß erkunden.
Landausflüge auf Grenada buchen
Für den Tag auf Grenada werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Grenada findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.
Mobilität auf Grenada auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Grenada auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Landausflugszielen auf Grenada:
- Unterwasser-Skulpturen: 4,8 km
- Grande Anse Beach: 6 km
- Annandale Waterfall & Forest Park: 7,4 km
- Morne Rouge Beach: 8 km
- Laura Herb & Spice Garden: 9,7 km
- Grand Etang Lake: 11 km
- Seven Sisters Falls: 12,7 km
- Concord Falls: 14,6 km
- Mount Carmel Falls: 23,2 km
- River Antoine Rum Distillery: 31,8 km
Karte der Sehenswürdigkeiten und Strände für Landausflüge auf Grenada: 1. Annandale Falls, 2. Grand Etang National Park, 3. Seven Sisters Waterfalls, 4. Mount Carmel Falls, 5. Laura Herb and Spice Garden, 6. Grenada Underwater Sculpture Park, 7. River Antoine Rum Distillery, 8. Belmont Estate, 9. Clarke’s Court Rum, 10. Fort Frederick, 11. Grand Anse Beach, 12. Morne Rouge Beach
Zu Fuß unterwegs
Vom Kreuzfahrtschiff kommend, geht man zunächst durch das Grenada Cruise Terminal und die benachbarte Esplanade Mall. Dann steht man an der Ecke Melville Street und Granby Street. Von hier kann man die Hauptstadt von Grenada auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Die Entfernungen sind nicht sehr groß. Allerdings gibt es viele Steigungen, schmale Bürgersteige und viel Verkehr.
Wassertaxis zum Strand
Wassertaxis fahren die Landausflügler zum Grand Anse Beach. Los geht es in Sichtweite der Kreuzfahrtschiffe. Die Wassertaxis und den Anleger kann man bereits von Deck aus sehen. Die kurze Fahrt ist sehr schön und führt an den Kreuzfahrtschiffen vorbei. Karten für die Wassertaxis kann man an einem Stand im Grenada Cruise Terminal kaufen. Die Fahrt zum Grand Anse Beach (und zurück) kostete zuletzt 15 US-Dollar. Als Zahlungsnachweis dient ein Armband.
Es wird so lange gewartet, bis das Boot voll ist. Die Überfahrt geht schnell und dauert nicht mehr als 10 bis 15 Minuten. Die Wassertaxis fahren am Grand Anse Beach nah an den Strand heran, wo man im seichten Wasser von Bord geht. Man wird bis zu den Knien nass.
Taxis, Uber & Co
Uber und Lyft sind auf Grenada nicht vertreten. Taxis sind das wichtigste Verkehrsmittel für Kreuzfahrer.
Im Grenada Cruise Terminal gibt es einen Stand der lokalen Taxifahrer, die mit laminierten Karten um Kundschaft werben. Es gibt eine Auswahl an Tourenvorschlägen mit einer Dauer von 2 bis 4 Stunden. Natürlich kann man sich auch eine Taxitour individuell zusammenstellen lassen. Die Fahrer haben nicht selten Minibusse und sammeln Urlauber für halb- oder ganztägige Inseltouren ein. Typische Stationen sind ein Wasserfall, eine Gewürzplantage und ein Strand. Möglicherweise endet die Tour auch am Grand Anse Beach und die Urlauber fahren später mit einem Wassertaxi zurück zum Hafen.
Busfahren wie die Locals
Wenige hundert Meter nördlich vom Grenada Cruise Terminal entfernt befindet sich das Town of St. George Bus Terminal. Von Deck aus kann man die Busse bereits sehen. An Werktagen starten hier Minibusse (15 Sitze) zu Fahrten über die ganze Insel. Die Routen (8 Routen ab St. George’s) sind durch Nummern und Farben gekennzeichnet. Das Fahrziel steht auf einem Schild in der Frontscheibe. Die Route 1 hat die Farbe Gold und fährt von St. George’s zum Grand Anse Beach und weiter bis zum Grand Anse Valley.
Die Busse sind etwas für abenteuerlustige Kreuzfahrer, gelten aber als recht zuverlässig. Bushaltestellen gibt es nur in der Hauptstadt. Im Hinterland halten die Busse, wenn jemand aussteigen möchte oder jemand am Straßenrand wartet. Der Fahrpreis liegt bei EC$ 2.50 bis EC$ 6.50 (US-Dollar gehen auch) und wird beim Fahrer oder beim Konduktor bezahlt. Das ist eine Art Schaffner, den man auch nach dem richtigen Ausstieg fragen kann.
Mietwagen auf Grenada
Mietwagen sind kein gängiges Verkehrsmittel für Kreuzfahrer. Es gibt am Hafen keine Mietwagenfirmen und es herrscht Linksverkehr. Zudem sind die Straßen auf dieser steilen und bergigen Insel oft sehr schmal und kurvenreich. Die meisten Verleiher sind lokale Familienbetriebe und haben ihre Büros am Flughafen und am Grand Anse Beach. Eine Liste der Anbieter findet man auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben). Es ist üblich, dass die Kunden abgeholt werden oder dass der Wagen zum Hafen gebracht wird.
Grenada auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Grenada ist eine ziemlich kleine Insel mit einer Länge von gerade einmal 34 km. Die Hauptstadt St. George‘s liegt an der Südwestküste. Auf der Halbinsel südlich der Hauptstadt befinden sich die schönsten Strände. In der Inselmitte rund um den Mount St. Catherine ist es bergig und grün. Hier gibt es zahlreiche Regenwälder, Wasserfälle und Seen, und man fühlt sich ein wenig wie auf Dominica. Die vulkanischen Böden sind sehr fruchtbar. Grenada gehörte lange zu den weltweit wichtigsten Produzenten von Muskatnüssen. Die Muskatnuss hat es sogar auf die Flagge des Inselstaates geschafft. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten in St. George’s (Grenada): 1. Cruise Terminal und Esplanade Shopping Complex, 2. Sendall Tunnel, 3. Fort George, 4. Carenage, 5. Grenada National Museum (das House of Chocolate befindet sich zwei Häuser weiter), 6. Marktplatz, 7. Kathedrale
Orientierung für Kreuzfahrer
Die beliebtesten Landausflüge auf Grenada lassen sich grob vier Kategorien zuordnen. Naturfreunde besuchen vor allem den Grand-Etang-Nationalpark, die Wasserfälle im Inselinneren und die tropischen Gewürzgärten. Strandliebhaber zieht es an die Grand Anse oder den ruhigeren Morne Rouge Beach. Wer mehr über die Insel erfahren möchte, besucht Schokoladenmanufakturen, Rumdestillerien oder die historischen Gewürzgärten. Aktive Kreuzfahrer entscheiden sich häufig für River Tubing, Wanderungen oder Kajaktouren durch die Mangroven.
🌿 Natur & Wasserfälle: Grand-Etang-Nationalpark, Seven Sisters Falls, Annandale Falls, Concord Falls
🏖️ Strände & Entspannung: Grand Anse Beach, Morne Rouge Beach (BBC Beach)
🍫 Gewürze, Schokolade & Rum: Laura’s Herb & Spice Garden, House of Chocolate, Belmont Estate, River Antoine Distillery, Clarke’s Court, Westerhall Estate
🚣 Aktiv & Abenteuer: River Tubing, Kajaktouren, Schnorcheln, Wanderungen
Landausflüge in St. George’s
St. George’s ist wegen ihrer Lage wohl eine der schönsten Hauptstädte in der Karibik. Die kleine Stadt erstreckt sich auf den grünen Hügeln rund um einen herrlichen Naturhafen (Carenage). Baulich hat St. George’s an einigen Stellen schon bessere Zeiten gesehen. Dazu haben sowohl Hurrikane als auch die begrenzten finanziellen Möglichkeiten vieler Einwohner beigetragen. Einen schönen Blick auf den Hafen und die Stadt hat man von Fort George. Sehenswert sind das House of Chocolate und die Immaculate Conception Cathedral. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für einen Tag in St. George’s auf eigene Faust. Viele Sehenswürdigkeiten liegen in Gehweite des Kreuzfahrthafens. Für Fort Frederick benötigt man dagegen ein Taxi oder einen organisierten Ausflug.
Fort George: Festung mit Traumblick
Fort George liegt auf einer Halbinsel in Sichtweite der Kreuzfahrtschiffe. Man geht vielleicht 500 Meter bergauf. Von hier oben genießt man einen herrlichen Blick auf das Kreuzfahrtterminal und auf den Naturhafen (Carenage).
Die Festung hat viel erlebt. Im frühen 18. Jahrhundert begannen Franzosen mit dem Bau. Später erweiterten Briten sie. Im Jahr 1983 wurde der Premierminister Maurice Bishop hier hingerichtet. Diese Tat löste die US-geführte Invasion Grenadas aus. Zuletzt war die Festung wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Aussicht kann man aber trotzdem genießen. Die meisten Besucher kommen heute vor allem wegen der Aussicht.
Sendall Tunnel
Der Sendall Tunnel entstand im Jahr 1895 und verbindet den Stadtteil The Carenage mit dem Zentrum von St. George’s. Der Tunnel ist nur etwa 100 Meter lang und verfügt nur über eine Fahrspur. Für Pferde und Kutschen war das früher völlig ausreichend. Heute teilen sich Autos, Motorräder und Fußgänger den Tunnel. Es gibt keinen Gehweg. Wem das zu riskant erscheint, kann die Treppen hinauf nach Fort George nehmen und auf der anderen Seite hinunter zur Carenage laufen.
House of Chocolate
Das House of Chocolate in der Young Street ist ein kleines Museum mit Café. Es widmet sich ganz Grenadas Schokolade und ist nur ca. 350 Meter vom Hafen entfernt. In einer kurzen Präsentation erklären die Mitarbeiter jeden Schritt von der Kakaobohne bis zur fertigen Schokoladentafel. Die Präsentation beginnt mit der Kakaobohne und endet mit der fertigen Schokoladentafel. Im Shop kann man Schokolade von der Insel kaufen. Ein schönes Mitbringsel von der Karibik Kreuzfahrt. Im Café gibt es köstliche Schokoladengetränke, saftige Kuchen und andere süße Versuchungen. Etwa 30 Minuten würden wir hier einplanen.
St. George’s Market
Der St. George’s Market (auch Market Square) ist der zentrale Marktplatz der Hauptstadt und liegt nur gut 200 Meter vom Kreuzfahrtterminal entfernt. Der Hauptmarkttag ist der Samstagmorgen, an dem auch die Einheimischen aus dem Hinterland anreisen. Wenn Kreuzfahrtschiffe unter der Woche im Hafen liegen, ist der Markt ebenfalls geöffnet. Allerdings ist das Angebot etwas kleiner und stark auf Touristen ausgerichtet. Man wird häufig angesprochen und stark umworben. Es gibt Muskatnuss, Zimt, handgefertigte Körbe oder Batikstoffe. Hier findet man bestimmt ein Souvenir.
Carenage
Die Carenage ist der wunderschöne Naturhafen von St. George’s. Vom Kreuzfahrtterminal geht man ca. 550 Meter bis hierher. Man kann sich vorstellen, welche Bedeutung dieser Naturhafen in der Kolonialzeit hatte. Zucker, Gewürze und andere Güter wurden hier verladen. Die Lagerhäuser und Handelshäuser stehen zum Teil heute noch. Im Wasser schaukeln traditionelle Fischerboote, Yachten und Frachter. Es ist der perfekte Ort für Urlaubsfotos. Viel Zeit sollte man hier nicht einplanen. Eine halbe Stunde reicht aus.
Am südlichen Eingang zur Carenage befindet sich der kleine Industriehafen der Insel. Hier legen kleine Luxuskreuzfahrtschiffe an.
Fort Frederick
Fort Frederick liegt auf dem Richmond Hill am Stadtrand von St. George’s und bietet einen traumhaften Blick über die Hauptstadt. Man kann die ganze Stadt, die Carenage und den Kreuzfahrthafen überblicken und sehr schöne Fotos machen. Die meisten Landausflügler kommen wegen der Aussicht hierher. Das Fort liegt strategisch günstig an der Route in Richtung Inselinneres. Ein Besuch lässt sich ideal mit den nahegelegenen Annandale Waterfalls oder dem Kratersee im Grand Etang Nationalpark verbinden.
Landausflüge auf Grenada
Grenada ist eine grüne und gebirgige Insel mit Wasserfällen, Gewürzplantagen und schönen Stränden. Das bergige und vulkanische Landesinnere bietet ideale Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten. Sehr beliebt sind Wasserfallwanderungen und River Tubing. Grenada ist eine Gewürzinsel und besonders bekannt für Muskatnuss, Kakao und Rum. Landausflügler besuchen Gewürzgärten und geschichtsträchtige Brennereien wie die River Antoine Rum Distillery. Bei Erstbesuchern sind Inseltouren besonders beliebt. Nicht selten enden diese am berühmten Grand Anse Beach. Dies sind die beliebtesten Highlights für Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust.
Grand Etang Nationalpark
Der Grand Etang Nationalpark im bergigen Zentrum der Insel ist das Highlight für Naturliebhaber. Ein üppiger Regenwald prägt dieses Gebiet. Im Zentrum des Parks liegt der Grand Etang See. Das ist einer von zwei Kraterseen auf Grenada. Zur Erkundung laden drei Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ein. Eine sehr schöne, aber auch anspruchsvolle Bergwanderung ist der Mount Qua Qua Trail. Dort oben genießt man einen atemberaubenden Ausblick über die Insel. Die Tierwelt im Grand Etang Nationalpark ist vielfältig. Besonders bekannt sind die Mona-Affen, die sich häufig rund um das Besucherzentrum aufhalten. Daneben leben zahlreiche Vogelarten im Park, darunter Kolibris und die seltene Grenada-Taube.
Der Grand Etang Nationalpark ist ca. 11 km vom Hafen entfernt. Fast direkt an der Hauptstraße liegt das Besucherzentrum. Hinter dem Gebäude genießt man einen barrierefreien Blick auf den Kratersee. Auf dem Parkplatz und rund um das Zentrum sieht man mit etwas Glück die berühmten Mona-Affen. Der Morne LaBaye Trail dauert nur etwa 15 Minuten und ist perfekt für Kreuzfahrer mit wenig Zeit oder eingeschränkter Mobilität. Man läuft durch einen dichten Regenwald und kann sich auf Infotafeln über die lokalen Pflanzen informieren. Der Grand Etang Lake Shoreline Trail (eine Umrundung des Sees) dauert etwa zwei Stunden und führt über teilweise schlammige und rutschige Pfade.
Unser Tipp: Für den Aufenthalt am Besucherzentrum und die Kurz-Wanderung sollte man ca. 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Die Seven Sisters Wasserfälle liegen ganz in der Nähe und könnten gut kombiniert werden.
Annandale Waterfall & Forest Park
Der Annandale Waterfall & Forest Park liegt nur gut 7 km vom Kreuzfahrthafen entfernt und ist bequem mit dem Taxi erreichbar. Das Highlight ist der etwa 10 Meter hohe Annandale-Wasserfall. Im Gegensatz zu anderen Wasserfällen auf der Insel ist hier keine lange Wanderung nötig. Vom Parkplatz und Besucherzentrum aus führt ein gut befestigter, flacher Fußweg in nur 3 bis 5 Minuten direkt zum Wasserfall. Junge Männer zeigen waghalsige Sprünge von den Felsen und verdienen sich so ein Trinkgeld. Wer selber im Pool des Wasserfalls schwimmen möchte, sollte Badekleidung und ein Handtuch einpacken. Es gibt saubere Toiletten, Umkleidekabinen und Souvenirstände für lokale Gewürze. Direkt am Wasserfall befindet sich die stylische Wild Orchid Bar. Hier kann man auf einer hölzernen Terrasse sitzen und bei einem Bier den Blick auf den Wasserfall genießen. Insgesamt hält man sich hier ca. 30 bis 60 Minuten auf. Viele Inselrundfahrten kombinieren den Annandale Waterfall mit dem Grand Etang Nationalpark oder einer Gewürzplantage.
Seven Sisters Falls
Die Seven Sisters Waterfalls liegen im gebirgigen Inneren Grenadas, nicht weit vom Grand Etang Nationalpark entfernt. Man erreicht die ersten beiden Wasserfälle nach einer relativ anstrengenden Wanderung (ca. 40 Minuten). Feste Schuhe und Mückenschutz bitte nicht vergessen. Am Ausgangspunkt der Wanderung bekommt man Wanderstöcke, die sich als sehr nützlich erwiesen haben. Guides begleiten die Wanderer und helfen an den schwierigeren Passagen, von denen es einige gibt. Wir haben in den Bäumen sogar eine Gruppe Affen gesehen. Im Rahmen von Landausflügen erreicht man in der Regel nur die ersten beiden Wasserfälle. In den natürlichen Becken unterhalb der Fälle kann man schwimmen und sich erfrischen.
Am Ende der Tour verkaufte ein Einheimischer kühles Bier, das sehr gerne genommen wurde. Das Land gehört einer einheimischen Familie, die das Areal pflegt und den Weg für Besucher zugänglich macht. Am Startpunkt des Weges steht ein kleines Kassenhäuschen. Dort zahlt man die Gebühr von 2 US-Dollar. Bei organisierten Touren ist der Eintritt in der Regel schon im Preis enthalten.
Concord Falls
Die drei Concord Falls liegen in den Bergen Grenadas und sind nur über eine schmale Zufahrtsstraße erreichbar. Vom Kreuzfahrthafen benötigt man für die 14,5 km lange Fahrt etwa eine halbe Stunde. Es handelt sich um eine Gruppe von drei Wasserfällen mit den Namen Concord, Au Coin und Fontainebleu. Vom Parkplatz gelangt man relativ schnell zum ersten Wasserfall. Am Eingang wird eine geringe Gebühr von etwa 1 US-Dollar erhoben, die an die Grundbesitzer geht.
Wer Zeit und feste Schuhe hat, kann vom ersten Fall aus eine etwa 45-minütige Wanderung zum mittleren Fall (Au Coin Waterfall) in Angriff nehmen. Am Eingang warten lokale Guides, die die Wanderer für ca. 10 US-Dollar begleiten. Das halten wir für sinnvoll und sicherer. Der Weg führt bergauf und mehrfach durch einen Fluss. Feste Schuhe sind deshalb sehr empfehlenswert. Junge Männer versuchen auch bei den Concord Falls mit waghalsigen Sprüngen etwas Trinkgeld zu verdienen. Manche Reedereien bieten den Landausflug zu den Concord Falls mit kombinierter Boots- und Busanreise an. Auch hier ist eine Wanderung zum 2. Wasserfall vorgesehen.
River Tubing
River Tubing ist bei Kreuzfahrern generell sehr beliebt. Auf Grenada eignet sich dafür insbesondere der Balthazar River unweit von Grenville. Vom Hafen fährt man ca. 45 Minuten. Die Teilnehmer bekommen eine Schwimmweste und einen Tube, einen großen Gummireifen. Dann geht es los. Das Flusswasser ist anfangs sehr erfrischend. Sanft gleitet man auf dem Wasser und genießt die Aussicht auf die tropische Vegetation und die Geräusche des Dschungels. Stromschnellen sorgen für Nervenkitzel. Manchmal muss man paddeln und Hindernissen ausweichen. Während der Tour achten die Guides auf die Gruppe und geben Hinweise zu den einzelnen Flussabschnitten.
Diese Landausflüge dauern insgesamt ca. 3 bis 4 Stunden. Feste Wasserschuhe sind empfehlenswert. Bitte zudem ein komplettes Set trockener Sachen und Handtücher einpacken. Man wird garantiert komplett nass. Bei GetYourGuide* kann man River Tubing mit Abholung am Hafen buchen. Auch an Bord gibt es entsprechende Angebote. Manchmal wird dabei auch der Grand Etang Nationalpark besucht, der direkt am Weg liegt. Personen mit Rücken- oder Herzbeschwerden sollten nicht teilnehmen.
Kakao & Schokolade
Die Gewürzinsel Grenada ist auch für Kakao und Schokolade bekannt. Wer gerne Schokolade isst und mehr über deren Entstehung erfahren möchte, ist hier richtig. Die Kakaobäume wachsen nicht in Monokulturen, sondern in artenreichen Waldgärten, die von Kleinbauern bewirtschaftet werden. Auf Grenada gibt es nur eine Handvoll kleiner Unternehmen, die Schokolade direkt vor Ort herstellen. Viele Inseltouren führen zum Belmont Estate oder zur Diamond Chocolate Factory im Norden Grenadas. Das Besondere ist das „Tree-to-Bar“-Konzept: Vom Anbau der Kakaobohnen bis zur fertigen Schokolade erfolgen alle wichtigen Verarbeitungsschritte direkt auf Grenada. Wer nicht bis in den Norden Grenadas fahren möchte, könnte das kleine House of Chocolate in der Young Street Nr. 10 besuchen. Hier kann man in Hafennähe einen Kakao trinken und dabei viel über die Schokoladenherstellung erfahren. Schokolade oder Kakao ist auch ein schönes Mitbringsel für die Lieben daheim.
Die Welt der Gewürze
Grenada trägt den Beinamen „Spice Island“ völlig zu Recht: Nirgendwo sonst in der Karibik ist die Dichte an Muskatnuss, Zimt, Nelken, Piment und wildem Ingwer so hoch. Die vulkanische Erde und das tropische Klima sind ideal für den Anbau. Die Muskatnuss ist Grenadas Botschafter und findet sich in fast jedem Gericht auf der Insel. Auf lokalen Märkten (zum Beispiel auf dem St. George’s Market in Hafennähe) findet man eine große Auswahl an frischen Gewürzen und Gewürzprodukten, die auch ein schönes Souvenir sind. Hier gibt es auch kunstvoll geflochtene Gewürzketten aus Muskatnüssen, Zimtstangen und Nelken. Sie verströmen über Jahre hinweg einen intensiven Duft. Zum Beispiel in der heimischen Küche.
Auf vielen Landausflügen auf Grenada lernt man etwas über die Muskatnuss. Wir hatten das Glück, vor der Wanderung zu den Seven Sisters Wasserfällen. Der Guide hat eine Muskatnuss vom Baum gepflückt und präsentiert. Dabei sieht man auch die rote, netzartige Hülle, die die Nuss umschließt (Macis). Sie schmeckt feiner und intensiver als die Nuss selbst und ist in Europa deutlich teurer.
Laura’s Herb & Spice Garden liegt im Süden der Insel und ist auf Besucher ausgerichtet. Auf gepflegten Wegen wandert man an allen wichtigen Gewürzpflanzen vorbei. Guides erklären hier am Strauch, wie Zimtrinde geschält wird oder wie die Muskatnuss am Baum wächst. Der Garten ist etwa 25 Minuten Fahrt vom Hafen entfernt. Ideal für eine Halbtagestour.
Grenadas flüssiges Gold
Auf Grenada wird seit Jahrhunderten erstklassiger Rum hergestellt. Die Insel beheimatet eine der faszinierendsten und ältesten Destillerien der gesamten Karibik. Besonders bemerkenswert ist die Rumbrennerei River Antoine Estate Rum Distillery im Nordosten Grenadas, die bereits 1785 gegründet wurde. Bis heute haben sich die Prozesse kaum verändert. Besonders beeindruckend ist die historische Wassermühle, die noch immer im Betrieb ist. Der Rum dort ist berühmt für seinen hohen Alkoholgehalt. Der traditionelle weiße Rum von River Antoine (der Rivers) wird lokal mit stolzen 75 % Alkoholgehalt abgefüllt. Für Touristen gibt es eine abgeschwächte Version mit 69 %. Leider ist die River Antoine Estate Rum Distillery bereits gut 1 Autostunde vom Hafen entfernt. Das lohnt sich nur im Rahmen einer Ganztagestour, z. B. kombiniert mit dem Belmont Estate oder dem Grand-Etang-Nationalpark.
Die Brennerei Clarke’s Court liegt im Süden Grenadas und ist Grenadas traditionsreicher Marktführer. Man kann die Fabrik besichtigen und die Produkte verkosten. Die Marke exportiert in die ganze Welt. Ganz in der Nähe befindet sich die parkähnliche Plantage Westerhall Estate. Seit dem 18. Jahrhundert produziert das Unternehmen Rum. Die beiden Rumproduzenten sind nur 15 bis 20 Minuten vom Hafen entfernt und bequem auf eigene Faust mit einem Taxi erreichbar. Laura’s Herb & Spice Garden und die schönen Palm Tree Gardens befinden sich in der Nachbarschaft.
Durch die Vielfalt der Rumsorten ist Grenada ein attraktives Ziel für Rumliebhaber. Für alle, die eine Flasche mit nach Hause nehmen möchten, noch ein Tipp: Im Duty-Free-Shop direkt im Kreuzfahrtterminal sind die lokalen Rumsorten (Clarke’s Court, Westerhall, Rivers) aber oft genauso günstig und man muss die schweren Flaschen nicht den ganzen Tag transportieren.
Molinere Bay Underwater Sculpture Park
In der Moliniere Bay, nur gut 5 km nördlich des Kreuzfahrthafens, gibt es seit 2007 einen Unterwasser-Skulpturenpark des britischen Künstlers Jason deCaires Taylor. Insgesamt verteilen sich angeblich ca. 80 Figuren auf einer Fläche von 800 Quadratmetern. Besonders bekannt ist der Menschenkreis. Die Figuren aus Gips sollen ein künstliches Riff bilden und befinden sich wenige Meter unter der Wasseroberfläche. Auch Schnorchler können den Unterwasser-Skulpturenpark deshalb besuchen. Der Künstler ist mittlerweile auch an anderen Orten auf der Welt mit ähnlichen Projekten aktiv. Die unkomplizierteste Variante für Kreuzfahrer ist eine geführte Bootstour direkt ab dem Hafen in St. George’s. Die Boote fahren in ca. 15–20 Minuten direkt zu den Bojen des Parks, stellen die Ausrüstung und bieten einen Guide.
Grand Anse Beach
Die Grand Anse gilt als der bekannteste und beliebteste Strand Grenadas. Er liegt nur 6 km südlich vom Hafen und ist in wenigen Minuten bequem auf eigene Faust erreichbar. Direkt am Kreuzfahrtterminal starten kleine Wassertaxis, die die Landausflügler für 15 US-Dollar hierher fahren. Taxis kosten ca. 15–20 USD pro Fahrt und fahren die Gäste meist zum Spice Island Beach Resort oder zum Camerhogne Park. Der beste Zugang ist unserer Meinung nach der Camerhogne Park. In diesem öffentlichen Park gibt es gegen eine kleine Gebühr Toiletten, Duschen und Umkleidekabinen.
Lokale Anbieter vermieten überall am Strand Sets aus zwei Liegen und einem Sonnenschirm für ca. 25 USD. Wir würden den Preis vorab verhandeln, besonders wenn man erst am Nachmittag ankommt oder nur ein oder zwei Stunden bleiben möchte. Man kann aber auch das Handtuch einfach auf den Sand legen und den Schatten der vielen Seetraubenbäume und Palmen nutzen.

Entlang der Bucht gibt es gehobene Hotelbars und urige Strandbars wie das Umbrellas Beach Bar. Händler, die Massagen oder Souvenirs verkaufen, sind am Strand aktiv. Ein höfliches „No, thank you“ reicht völlig aus. Wie auf fast allen karibischen Inseln ist FKK und Oben-Ohne-Baden für Frauen gesetzlich verboten und wird von den Einheimischen nicht gerne gesehen.
Morne Rouge Beach
Der Morne Rouge Beach (von den Einheimischen oft BBC Beach genannt) liegt in der Bucht direkt südlich des Grand Anse Beach. Er ist die deutlich ruhigere und fast wellenfreie Alternative zum Hauptstrand. Ein Taxi vom Kreuzfahrtterminal benötigt ca. 20 Minuten und kostet rund 20–25 USD pro Strecke. Da am Strand nicht immer Taxis warten, empfiehlt es sich, die Rückfahrt bereits bei der Hinfahrt zu vereinbaren. Der Strand ist dicht mit schattenspendenden Seetraubenbäumen bewachsen. Man muss hier nicht zwingend einen Schirm mieten. Der Morne Rouge Beach ist perfekt für Nichtschwimmer und Kinder. Die Bucht ist sehr gut geschützt. Das Wasser ist glasklar und fällt nur sehr flach ab. Man kann sehr weit hineinlaufen. Es geht viel familiärer zu. Es gibt kaum fliegende Händler. Für das leibliche Wohl gibt es Strandbars. Wer hier etwas konsumiert, kann die Toiletten nutzen.
Fazit: Landausflüge auf Grenada auf eigene Faust
Grenada hat uns positiv überrascht. Die Insel ist deutlich grüner als viele andere Karibikinseln und bietet weit mehr als nur schöne Strände. Wer möchte, kann den Tag am Grand Anse Beach verbringen. Es lohnt sich aber auch, ins Inselinnere zu fahren. Dort warten Wasserfälle, Gewürzgärten, Schokoladenmanufakturen und traditionsreiche Rumdestillerien.
Für Kreuzfahrer ist Grenada ein unkompliziertes Ziel. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich mit dem Taxi erreichen, ohne dass man zwingend einen organisierten Landausflug buchen muss. Gleichzeitig gibt es genügend Angebote für alle, die lieber eine geführte Tour bevorzugen. Unser Tipp: Nicht nur in St. George’s bleiben. Der eigentliche Reiz Grenadas liegt für uns im üppig grünen Inselinneren. Dort versteht man schnell, warum die Insel bis heute den Beinamen „Spice Island“ trägt.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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