Colón auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Colón individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Colón auf eigene Faust zusammengestellt. Die Hafenstadt liegt an der Karibikküste Panamas und direkt am Eingang des Panamakanals. Colón selbst bietet für Kreuzfahrer nur wenige Sehenswürdigkeiten und gilt zudem als unsicher. Die meisten Kreuzfahrer nutzen den Hafen deshalb als Ausgangspunkt für Landausflüge in die Umgebung. Im Mittelpunkt steht natürlich der Panamakanal. Die neuen Agua-Clara-Schleusen liegen nur etwa 12 km vom Kreuzfahrthafen entfernt und lassen sich gut mit einer Bootsfahrt auf dem Gatúnsee verbinden. Weitere beliebte Ziele sind die historische Festung San Lorenzo, Portobelo und die Hauptstadt Panama-Stadt auf der Pazifikseite. Letzte Aktualisierung: August 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Colón auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Colón Cruise Terminal
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: Der Hafen liegt direkt in Colón
🏖️ Nächster Strand: Playa La Angosta (ca. 32 km)
✨ Highlights in Colón: Colón 2000 Duty Free Mall (direkt am Hafen)
✨ Highlights im Umland: Panamakanal, Fort San Lorenzo, Portobelo, Panama City
🗺️ Fortbewegung: Organisierte Landausflüge empfohlen
⏱️ Ideal für: Panamakanal, Panama City, Naturerlebnisse rund um den Gatún-See
💶 Gut zu wissen: US-Dollar im Tourismus; Amtssprache ist Spanisch; viele Menschen sprechen auch Englisch; Sicherheitslage beachten
📶 Internet: WLAN im Hafenbereich; unterwegs am besten eSIM (z. B. GigSky, Simbye)

👉 Unsere Einschätzung: Bei einem ersten Besuch steht für uns der Panamakanal im Mittelpunkt. Die Agua-Clara-Schleusen lassen sich gut mit einer Bootsfahrt auf dem Gatúnsee verbinden. Eine interessante Alternative ist ein Tagesausflug nach Panama-Stadt mit einem Besuch der Miraflores-Schleusen. Aufgrund der Entfernungen und der Sicherheitslage würden wir in Colón einen organisierten Landausflug bevorzugen.

Kreuzfahrthafen Colón

In Colón gibt es seit einigen Jahren zwei nebeneinanderliegende Cruise Terminals mit jeweils einem Liegeplatz für große Kreuzfahrtschiffe. Hier machen unter anderem auch Schiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) fest. Der rund 5 km entfernte Cristobal Pier wird heute kaum noch für Kreuzfahrten genutzt.

MSC Divina im Hafen von Colon
Blick auf die neue Colón 2000 Duty Free Mall – Bild: PortColon2000

Der modernere Terminalbereich ist das Colón 2000 Cruise Terminal. Hier kann ein großes Kreuzfahrtschiff direkt anlegen. Eine teilweise überdachte Fußgängerbrücke verbindet das Schiff mit der angrenzenden Shopping-Mall mit Geschäften, Gastronomie und einem Hotel. Vor dem Terminal befinden sich Stellplätze für Landausflugsbusse und Taxis.

Nur wenige hundert Meter nördlich liegt ein zweites Terminal, das 2008 eröffnet wurde und heute meist als Home Port Cruise Terminal bzw. Terminal 2 bezeichnet wird. Zwischen beiden Anlagen hat sich in den letzten Jahren die moderne Colón 2000 Duty Free Mall entwickelt.

Landausflüge in Colón buchen

Für den Tag in Colón (Panama) werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Colón findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*. Tagestouren speziell für deutschsprachige Kreuzfahrtschiffgäste gibt es auch bei Bis Bald Tours.

Mobilität in Colón auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Colón auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Colón (Panama).

  • Puente Atlántico: 8,3 km
  • Agua-Clara-Schleusen: 12 km
  • Festung San Lorenzo: 28 km
  • Playa La Angosta: 31,9 km
  • Portobelo: 56 km
  • Miraflores-Schleusen: 68 km
  • Gamboa Rainforest Resort: 69 km
  • Panama-Stadt: 75 km
Karte der Ziele für Landausflüge in Colón. Von der Karibik bis zur Pazifikseite.
Karte der Highlights für Landausflüge in Colón – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele in Colón: 1. Castillo de San Lorenzo, 2. Portobelo, 3. Agua-Clara-Schleusen, 4. Gatúnsee, 5. Panama City, 6. Miraflores-Schleusen und Cocolí-Schleusen, 7. Gamboa Rainforest Reserve

Zu Fuß in Colón

Es ist nicht ratsam, Colón zu Fuß zu erkunden. Die Stadt gilt selbst in Panama als unsicher und bietet zudem wenig Sehenswertes.

Taxis, Uber & Co

In Colón (Panama) gibt es kein Lyft. Die Uber-App funktioniert in Panama generell. Die Verfügbarkeit von Fahrern direkt in Colón ist jedoch extrem eingeschränkt.

Blick auf den Kreuzfahrthafen von Colon mit einem Kreuzfahrtschiff von MSC Cruises
Blick auf den Hafen – Bild: PortColon2000

Taxis sind das primäre Verkehrsmittel in diesem Hafen. Im Bereich des Hafens fallen die knallgelben Taxis mit den schwarz-weißen Streifen schnell auf. Es ist wichtig, ausschließlich diese offiziellen Taxis zu nutzen und den Fahrpreis vor Fahrtantritt zu vereinbaren, da die Fahrzeuge nicht über Taxameter verfügen. Für einen Tagesausflug kann man oft ein Taxi oder einen Van zu einem festen Preis mieten. Wir würden einen organisierten Landausflug bevorzugen.

Die besten Highlights in Colón für Kreuzfahrtgäste

Rund um Colón gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten für einen Landausflug. Im Mittelpunkt steht der Panamakanal mit seinen Schleusen und dem Gatúnsee. Weitere Ziele sind die Festung San Lorenzo, Portobelo und Panama-Stadt. Hier ein Überblick über die Highlights für Landausflüge in Colón auf eigene Faust.

Karte Ziele für Landausflüge in der Nähe von Colon
Karte der Landausflugsziele in der Nähe von Colón – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele in der Nähe von Colón: 1. Zona Libre de Colón, 2. Bahnhof der Panama Canal Railway, 3. Puente Atlántico, 4. Agua-Clara-Schleusen, 5. Castillo de San Lorenzo, 6. Gatúnsee

Orientierung für Kreuzfahrer

Colón selbst spielt für die meisten Kreuzfahrer bei einem Landausflug kaum eine Rolle. Die interessanten Ziele liegen außerhalb der Stadt und verteilen sich rund um den Panamakanal bis hinüber zur Pazifikküste. Aufgrund der Entfernungen und der Sicherheitslage würden wir hier einen organisierten Landausflug bevorzugen.

⭐ Für Erstbesucher: Bei einem ersten Besuch würden wir uns auf den Panamakanal konzentrieren. Die Agua-Clara-Schleusen liegen nur ca. 12 km vom Kreuzfahrthafen entfernt und lassen sich gut mit einer Bootsfahrt auf dem Gatúnsee verbinden. So erlebt man an einem Hafentag sowohl den Panamakanal als auch die Natur rund um den Gatúnsee.

🐒 Natur & Tiere: Eine Bootsfahrt auf dem Gatúnsee ist eine gute Wahl für Naturfreunde. An den bewaldeten Ufern und auf den Inseln leben Affen, Faultiere, Krokodile und zahlreiche Vogelarten. Weitere Möglichkeiten bieten das Gamboa Rainforest Reserve und Besuche bei Emberá-Gemeinden.

🏛️ Geschichte: Wer sich für die spanische Kolonialgeschichte interessiert, kann die Festung San Lorenzo besuchen. Sie liegt an der Mündung des Río Chagres und lässt sich mit Zielen am Panamakanal verbinden. Deutlich weiter entfernt liegt die historische Küstenstadt Portobelo.

🌆 Panama-Stadt: Ein Tagesausflug nach Panama-Stadt führt einmal quer über den Isthmus zur Pazifikküste. Beliebt ist die Kombination aus den Miraflores-Schleusen und der historischen Altstadt Casco Viejo. Wegen der Fahrzeit würden wir dafür den gesamten Hafentag einplanen.

🚂 Panama Canal Railway: Eine besondere Möglichkeit, Panama zu durchqueren, ist die historische Panama Canal Railway zwischen Colón und der Pazifikseite. Die Fahrt führt entlang des Kanals und über weite Strecken durch tropische Landschaft. Sie wird auch im Rahmen organisierter Landausflüge angeboten.

AIDA Cruises an Terminal 2 in Colon
AIDA Cruises an Terminal 2 – Bild: PortColon2000

Der Panamakanal

Der Panamakanal ist das wichtigste Landausflugsziel rund um Colón. Die gut 80 km lange Wasserstraße verbindet Atlantik und Pazifik und führt vom Hafen zunächst durch die Schleusen hinauf zum Gatúnsee. Für Kreuzfahrer gibt es rund um den Kanal sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann die Schleusen besichtigen, eine Bootsfahrt auf dem Gatúnsee unternehmen oder mit der Panama Canal Railway entlang des Kanals bis zur Pazifikseite fahren. Seit der Erweiterung des Panamakanals im Jahr 2016 können auch größere Neopanamax-Schiffe den Kanal passieren. Dafür wurden parallel zu den bestehenden Schleusen neue Anlagen gebaut. Auf der Atlantikseite bei Colón sind dies die Agua-Clara-Schleusen, auf der Pazifikseite die Cocolí-Schleusen.

Die Schleusen

Auf der Karibikseite des Panamakanals befinden sich die historischen Gatún-Schleusen und die neuen Agua-Clara-Schleusen. Beide Schleusenanlagen überwinden einen Höhenunterschied von etwa 26 Metern und heben die Schiffe auf das Niveau des Gatúnsees. Die Agua-Clara-Schleusen wurden 2016 eröffnet und sind für die größeren Neopanamax-Schiffe ausgelegt. Für Kreuzfahrer sind vor allem die neuen Agua-Clara-Schleusen interessant. Sie liegen nur etwa 12 km vom Kreuzfahrthafen entfernt. Von der Besucherplattform kann man die Schleusenanlage gut überblicken. Besonders interessant ist es natürlich, wenn gerade ein großes Containerschiff oder ein LNG-Tanker die Schleusen passiert.

Wer einen Tagesausflug nach Panama-Stadt unternimmt, kann stattdessen die Miraflores-Schleusen besuchen. Dort gibt es ebenfalls ein Besucherzentrum mit Aussichtsplattformen und einem IMAX-Kino.

Blick auf den neuen Agua Clara Schleusen am Panamakanal
Die neuen Agua-Clara-Schleusen – Bild: Tegeler

Brücken über den Panamakanal

Über den Panamakanal führen drei große Straßenbrücken. Lange Zeit war die Puente de las Américas die einzige feste Verbindung zwischen beiden Seiten des Kanals. Sie wurde 1962 eröffnet und gehört bis heute zu den Wahrzeichen Panamas. Später kam die Puente Centenario hinzu, die einen großen Teil des Verkehrs übernahm. In der Nähe von Colón wurde 2019 die Puente Atlántico eröffnet. Die rund 3 km lange Schrägseilbrücke überspannt den Panamakanal unmittelbar vor den Gatún- und Agua-Clara-Schleusen. Von verschiedenen Aussichtspunkten in der Umgebung hat man einen guten Blick auf die Brücke und den Kanal.

Bootsausflüge auf dem Gatúnsee

Beim Bau des Panamakanals wurde der Río Chagres aufgestaut und der Gatúnsee entstand. Der See ist ein wichtiger Teil des Panamakanals und wird von den Schiffen auf einer Strecke von rund 29 Kilometern durchquert. Die bewaldeten Ufer und Inseln sind Lebensraum für zahlreiche Tiere. Hier leben unter anderem Kapuzineraffen, Brüllaffen, Faultiere, Krokodile und viele Vogelarten.

Für Kreuzfahrer werden Bootsausflüge auf dem Gatúnsee angeboten, bei denen die Tierbeobachtung im Mittelpunkt steht. Mit etwas Glück sieht man Affen in den Bäumen, Faultiere und Tukane. Die Agua-Clara-Schleusen lassen sich sehr gut mit einer solchen Bootsfahrt verbinden. Für Erstbesucher ist das unserer Meinung nach eine besonders interessante Kombination, weil man an einem Hafentag den Panamakanal und die Natur und Tierwelt Panamas erlebt.

Natur am Panamakanal
Natur pur am Gatúnsee – Bild: Tegeler

Gamboa Rainforest Reserve

Ein beliebtes Landausflugsziel ist das Gamboa Rainforest Reserve. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, den tropischen Regenwald kennenzulernen. Mit der Gamboa Rainforest Aerial Tram fährt man durch das Blätterdach des Regenwaldes. Zum Gelände gehören außerdem ein Schmetterlingshaus, ein Orchideenzentrum und das Sloth Sanctuary, das sich um gerettete Faultiere kümmert.

Besuch bei den Embera

In den Wäldern am Panamakanal leben einige indigene Völker. Beliebt sind Landausflüge zu den Emberá-Gemeinden, die sich teilweise dem Tourismus geöffnet haben und Besuchern Einblicke in ihre Lebensweise und Kultur gewähren. Kreuzfahrer erleben traditionelle Tänze und Handwerksarbeiten und erfahren mehr über das Leben in den Dörfern und die Zubereitung von Speisen. Am Gatúnsee und am Río Chagres leben mehrere Emberá-Gemeinden, die traditionell von der Jagd und vom Fischfang im tropischen Regenwald leben. Die Embera sind ursprünglich Halbnomaden, die in kleineren Familienverbänden durch den Regenwald ziehen. Erst seit einigen Jahrzehnten leben die Menschen in größeren Dörfern.

Man sollte ausreichend US-Dollar in kleinen Scheinen (1, 5 und 10 US-Dollar) mitnehmen. Vor Ort gibt es handgeflochtene Körbe (aus Palmfasern) und Schnitzereien (aus Tagua-Nüssen) zu kaufen. Wer möchte, kann sich mit der Pflanzenfarbe Jagua ein Emberá-Muster auf die Haut malen lassen.

Panama Canal Railway

Die Panama Canal Railway fährt entlang des Panamakanals zwischen Colón und Balboa (bei Panama-Stadt) am Pazifik. Die Züge verfügen über schön restaurierte Wagen und einen Panoramawagen mit Café und offenen Plattformen. Während der etwa einstündigen Fahrt hat man einen schönen Blick auf den Panamakanal und die umliegende Natur. Die Fahrt mit der Panama Canal Railway wird im Rahmen von organisierten Landausflügen an Bord und von lokalen Veranstaltern angeboten. Wir sind während der Fahrt auf die offene Aussichtsplattform am Ende der Waggons gegangen. Hier spürt man den Fahrtwind, hört die Dschungelgeräusche und kann reflexionsfreie Fotos schießen.

In Colon auf eigene Faust mit der Panama Canal Railway
Panama Canal Railway – Bild: Tegeler

Castillo de San Lorenzo

Die historische Festung liegt auf einer Klippe direkt an der Mündung des Río Chagres und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kreuzfahrer erkunden die Ruinen einer der bedeutendsten spanischen Festungen Mittelamerikas. Einst kontrollierte das Castillo de San Lorenzo die wichtige spanische Handelsroute zum Pazifik. Der berühmte Pirat Henry Morgan eroberte die Festung im Jahr 1670.

Das Castillo de San Lorenzo ist ca. 28 km vom Hafen entfernt und ein beliebtes Landausflugsziel. Der Weg hierher führt über die Puente Atlántico, die neueste der drei Brücken über den Panamakanal. Am Eingang gibt es ein modernes Besucherzentrum. Hier kann man Tickets kaufen und Informationen zur Piratengeschichte erhalten. Im Eintrittspreis von 5 US-Dollar ist ein deutschsprachiger Einführungsfilm enthalten. Für die Erkundung der moosbewachsenen Mauern, unterirdischen Gewölbe und alten Kanonen sollte man etwa ein bis zwei Stunden einplanen. In Bäumen rund um die Festung sieht man mit etwas Glück Brüllaffen, Weißgesicht-Kapuzineraffen und tropische Vögel.

Portobelo

Portobelo ist eine kleine Küstenstadt an Panamas Karibikküste und etwa 56 km vom Hafen entfernt. Die Spanier gründeten die Stadt im 16. Jahrhundert. Danach entwickelte sie sich schnell zu einem wichtigen Umschlagplatz für Gold aus Peru und Silber aus Bolivien. Heute besucht man die UNESCO-Festungen, schlendert durch die kleine Küstenstadt und erlebt ein Stück kolonialer Geschichte an der Karibikküste Panamas. Die wichtigsten Ruinen wie das Fuerte Santiago, San Jerónimo und das alte Zollhaus (Real Aduana de Portobelo) liegen nah beieinander.

Die alten Befestigungen und Kanonen von Portobelo
Portobelo – Bild: Lapping auf Pixabay

Viele Piratengeschichten ranken sich um Portobelo. Englische, französische und niederländische Piraten versuchten mehrfach, die reiche Stadt zu erobern. Sir Francis Drake starb 1596 vor der Küste Panamas und wurde in der Bucht von Portobelo auf See bestattet. Henry Morgan plünderte die Stadt im Jahr 1668.

Playa La Angosta

Wer einen Tag am Meer verbringen möchte, fährt meistens zur Playa La Angosta. Amerikanische Touristen nennen diesen Strand auch Langosta Beach. Er liegt gut 30 km südöstlich von Colón, auf halbem Weg nach Portobelo. Wer vor allem einen entspannten Strandtag verbringen möchte, findet an der Playa La Angosta ruhiges Wasser und etwas Schatten unter Palmen. Wer einen klassischen Karibikstrand erwartet, wird an anderen Häfen eher fündig.

Panama-Stadt

Panama-Stadt liegt auf der Pazifikseite und ist etwa 75 km vom Kreuzfahrthafen in Colón entfernt. Tagesausflüge in die Hauptstadt gehören zu den beliebtesten Landausflügen ab Colón. Viele Touren verbinden die Miraflores-Schleusen mit der historischen Altstadt Casco Viejo und einigen Fotostopps entlang der Pazifikküste. Für die Fahrt quer durch Panama benötigt man je nach Verkehr etwa 1 bis 1,5 Stunden.

Karte der Landausflugsziele in Panama-Stadt
Karte der Landausflugsziele in Panama-Stadt – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele in Panama-Stadt: 1. Altstadt Casco Viejo, 2. Verlauf der Cinta Costera, 3. Amador Causeway, 4. Biomuseo, 5. Puente de las Américas, 6. Ancon Hill, 7. Parque Natural Metropolitano, 8. Hochhausviertel

Die Miraflores-Schleusen sind für Kreuzfahrer besonders interessant. Im Besucherzentrum gibt es ein IMAX-Kino und mehrere Aussichtsplattformen mit Blick auf die Schleusen. Wenn gerade ein großes Containerschiff die Anlage passiert, bekommt man einen guten Eindruck von den Dimensionen des Panamakanals.

Panama-Stadt ist die älteste spanische Stadtgründung an der Pazifikküste Amerikas. Die ursprüngliche Stadt, heute Panama Viejo genannt, wurde 1671 zerstört. Die Ruinen liegen etwa 18 km östlich der heutigen Altstadt. Nach der Zerstörung wurde die Stadt an einem besser geschützten Standort neu aufgebaut.

Dieser historische Stadtteil heißt heute Casco Viejo oder Casco Antiguo und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier kann man gut zu Fuß durch enge Gassen und über kleine Plätze bummeln. Viele der historischen Gebäude wurden restauriert, andere warten noch darauf. Sehenswert sind die alten Kirchen und Plätze wie die Plaza Bolívar und die Plaza de la Catedral. Von der Uferpromenade hat man immer wieder einen schönen Blick auf die moderne Skyline.

Landausflüge in Colon nach Panama-Stadt
Die Altstadt von Panama-Stadt – Bild: Tegeler

Einen guten Blick auf die Hochhäuser von Panama-Stadt hat man auch vom Mirador del Pacífico und vom Amador Causeway. Die Uferstraße verbindet mehrere kleine Inseln miteinander und ist ein beliebter Fotostopp bei Stadtrundfahrten. Hier befindet sich auch das auffällige Biomuseo des Architekten Frank Gehry. Am Ende des Amador Causeway liegt das neue Kreuzfahrtterminal von Panama-Stadt.

Weitere Kreuzfahrthäfen in der Karibik

Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Bonaire, Cartagena, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, San Juan (Puerto Rico), St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola

Fazit: Landausflüge in Colón auf eigene Faust

Colón ist vor allem ein Ausgangspunkt für Landausflüge zum Panamakanal und in die Umgebung. Die Stadt selbst würden wir nicht auf eigene Faust erkunden. Bei einem ersten Besuch würden wir die Agua-Clara-Schleusen mit einer Bootsfahrt auf dem Gatúnsee verbinden. So bekommt man einen guten Eindruck vom Panamakanal und hat gleichzeitig die Möglichkeit, die Natur und Tierwelt rund um den Gatúnsee zu erleben.

Sehr beliebt sind auch Tagesausflüge nach Panama-Stadt. Viele Touren verbinden die Miraflores-Schleusen mit der Altstadt Casco Viejo. Weitere Ziele sind die Festung San Lorenzo, Portobelo und die Panama Canal Railway. Aufgrund der Entfernungen und der Sicherheitslage würden wir in Colón einen organisierten Landausflug bevorzugen.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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