Bonaire auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge auf Bonaire individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf Bonaire auf eigene Faust. Bonaire ist das „B“ der niederländischen ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao). Die karge und trockene Insel liegt vor der Küste von Venezuela. Abgesehen von den etwa 25.000 Einwohnern wird das Eiland auch von mehr als 10.000 Flamingos und vielen freilaufenden Eseln bewohnt. Die zahllosen Flamingos leben in den riesigen Salzgärten der Insel. Die gemütliche Hauptstadt Kralendijk hat viel Charme. Besonders schön sind die bunt bemalten Häuser im holländischen Kolonialstil. Wegen der attraktiven Unterwasserwelt kommen sehr viele Tauchfans aus aller Welt nach Bonaire. Viele Landausflügler fahren zum No Name Beach nach Klein Bonaire. Der Washington Slagbaai National Park ist ein riesiges Naturschutzgebiet im Norden der Insel. Bonaire ist für viele Kreuzfahrer das Topziel für Landausflüge in der Karibik. Weitere Informationen gibt es bei der Tourism Corporation Bonaire. Stand: Mai 2026

Weitere Hafenportraits für Landausflüge in der Karibik auf eigene Faust: Antigua, Aruba, Barbados, Belize, Cartagena, Colon, Costa Maya, Cozumel, Curacao, Dominica, Falmouth, Grand Cayman, Grenada, Guadeloupe, La Romana, Martinique, Montego Bay, Nassau, Ocho Rios, Puerto Limon, Puerto Plata, Roatan, Samana, Puerto Rico, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Thomas, St. Vincent, Tortola
Landausflüge auf Bonaire auf eigene Faust
Bonaire ist das „B“ der ABC-Inseln in der südlichen Karibik – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

📍 Liegeplatz: Kralendijk Cruise Port in Kralendijk
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: 250 Meter
🏖️ Nächster Sandstrand: Klein Bonaire (20 min mit dem Wassertaxi)
✨ Highlights in Kralendijk: bunte Kolonialhäuser, Souvenirläden, Waterfront, Markt
✨ Highlights im Umland: Washington Slagbaai National Park, Salzberge, Flamingos, Sorobon Beach, Schnorchel- und Tauchspots, Rincon, Klein Bonaire
🗺️ Fortbewegung: Taxis, Wassertaxis, Mietwagen, Roller, Golfcarts oder Landausflüge
⏱️ Ideal für: Schnorcheln, Naturerlebnisse und entspannte Strandtage
💶 Gut zu wissen: Offizielle Währung ist der US-Dollar; Niederländisch und Papiamentu sind Amtssprachen, Englisch wird fast überall gesprochen
📶 Internet: WLAN oft im Terminal und in Cafés; an Land eSIM (z. B. GigSky, Simbye)

👉 Fazit: Bonaire ist ein entspanntes Karibikziel mit kurzer Wegeführung ab Hafen. Wer Bonaire zum ersten Mal besucht, könnte unserer Meinung nach entweder einen Strandtag auf Klein Bonaire verbringen oder die Insel im Rahmen einer Rundfahrt im Inselsüden mit Salt Pans, Flamingos und dem wunderschönen Sorobon Beach erkunden. Naturfreunde finden im Washington-Slagbaai-Nationalpark eines der schönsten Schutzgebiete der Karibik.

Kreuzfahrthafen Bonaire

In der kleinen Hauptstadt Kralendijk gibt es zwei etwa 300 Meter voneinander entfernte Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe. Sie werden meist einfach North Pier und South Pier genannt. Hier machen regelmäßig auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) fest.

AIDAdiva am South Pier auf Bonaire
AIDAdiva am South Pier – Bild: Tegeler

Von Deck aus lassen sich die Hauptstadt und große Teile der Insel hervorragend überblicken. Auf der anderen Schiffsseite sieht man die vorgelagerte Insel Klein Bonaire, die nur rund 850 Meter entfernt liegt. Beide Anleger befinden sich direkt am Stadtzentrum, das sich bequem zu Fuß erkunden lässt.

Große Kreuzfahrtschiffe legen bevorzugt am South Pier an, dem Hauptliegeplatz der Insel. Die Passagiere gelangen zunächst in die kleine South Pier Mall. Geht man von dort etwa 300 Meter in Richtung North Pier, passiert man zahlreiche Stände, an denen Inseltouren und Wassertaxis angeboten werden. Wer spontan noch einen Ausflug buchen möchte, wird hier oft fündig.

Der North Pier führt direkt zum Wilhelmina Park. Immer wenn ein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt, findet hier der Bonaire Arts and Crafts Cruise Market mit lokalen Souvenirs und Handwerkskunst statt. Auch das berühmte Salz von Bonaire wird hier verkauft. Hinter dem Wilhelmina Park verläuft die Hauptstraße Kaya Grandi mit Geschäften, Restaurants und der Touristeninformation.

Morgentlicher Blick auf Kralendijk
Morgentlicher Blick auf Kralendijk – Bild: Tegeler

Unser Tipp: Das Wasser am Hafen ist glasklar und voller Leben. Bei ruhiger See entdeckt man oft Wasserschildkröten und zahlreiche bunte Fische, die zwischen den Steinen unterwegs sind.

Landausflüge auf Bonaire buchen

Für den Tag auf Bonaire werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge auf Bonaire findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*. Empfehlen können wir zudem die Firma Roadrunner Bonaire.

Mobilität auf Bonaire auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf Bonaire auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Bonaire (ab Bonaire Cruise Port):

  • Donkey Sanctuary: 6,5 km
  • Seru Largu Aussichtspunkt: 6,5 km
  • Mangrove Center Lac Bay: 7,5 km
  • 1000 Steps: 9,4 km
  • Sorobon Beach: 12,2 km
  • Slave Huts: 12,6 km
  • Pekelmeer Flamingo Sanctuary: 16,4 km
  • Gotomeer Lagune (Flamingos): 18,3 km
  • Rincon: 18,5 km
  • Washington-Slagbaai-Nationalpark (Besucherzentrum): 21,3 km
Rund um das Bonaire Cruise Terminal
Karte des Bonaire Cruise Terminals – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des Bonaire Cruise Terminals: 1. South Pier (Hauptliegeplatz für große Kreuzfahrtschiffe), 2. North Pier, 3. South Pier Mall, 4. Stände von Taxis, Wassertaxis und lokalen Ausflugsanbietern, 5. Fort Oranje, 6. Bonaire Arts and Crafts Cruise Market, 7. Touristeninformation an der Hauptstraße Kaya Grandi

Zu Fuß unterwegs

Kralendijk ist ein attraktives kleines Städtchen, das sich hervorragend zum Bummeln eignet. Die meisten Geschäfte befinden sich in der Haupteinkaufsstraße Kaya Grandi. An der parallel verlaufenden Kaya J.N.E. Craane gibt es zahlreiche Restaurants und Bars direkt am Meer.

Shuttlebusse

Auf Bonaire gibt es keine Shuttlebusse der Kreuzfahrtreedereien. Passagiere können das Stadtzentrum zu Fuß erreichen oder die Insel mit Taxis, Mietwagen, Rollern, Golfcarts oder Wassertaxis erkunden.

Taxis, Uber & Co

Taxis warten im Bereich des Bonaire Cruise Ports auf Fahrgäste und sind eine gute Möglichkeit, die Insel individuell zu erkunden. Die Preise sind festgelegt und werden auf Schildern veröffentlicht. Angeboten werden Strandtransfers und verschiedene Inseltouren. Aufgrund der kurzen Entfernungen halten sich die Fahrpreise meist im Rahmen (s. Bild).

Uber gibt es auf Bonaire bislang nicht. Auch andere bekannte Fahrdienste wie Lyft oder Bolt sind auf der kleinen Karibikinsel nicht vertreten.

Taxipreise in Bonaire
Taxipreise in Bonaire (Stand: Februar 2025) – Bild: Tegeler

Wassertaxis nach Klein Bonaire

Für die Fahrt nach Klein Bonaire gibt es Wassertaxis, die man an Bord oder bei lokalen Anbietern buchen kann. Die Überfahrt zum No Name Beach an der Nordküste der kleinen Insel dauert etwa 25 Minuten. In der Nähe der Liegeplätze gibt es unter anderem die Anbieter Epic Watertaxis und Caribe Watersport. Die Hin- und Rückfahrt kostet derzeit 25 US-Dollar. Dafür muss man allerdings zunächst zum Anleger der Wassertaxis laufen. An Tagen mit mehreren Kreuzfahrtschiffen kann es zu kurzen Wartezeiten kommen.

Auch die Reedereien bieten Wassertaxis nach Klein Bonaire an. Häufig stehen mehrere Abfahrtszeiten zur Auswahl. In diesem Fall legen die Wassertaxis direkt am Schiff ab. Das Personal versorgt die Gäste auf Klein Bonaire meist zusätzlich mit Getränken. Die Wassertaxis pendeln immer zwischen dem Schiff und Klein Bonaire hin und her.

Freiheit auf vier Rädern

Ein Mietwagen ist eine weitere gute Möglichkeit, Bonaire flexibel zu erkunden. Die Straßen sind überwiegend in gutem Zustand, die Beschilderung ist ordentlich und gefahren wird auf der rechten Straßenseite. Allerdings sollte man besonders außerhalb von Kralendijk auf Ziegen und wilde Esel achten.

Wassertaxi am No Name Beach in Klein Bonaire
Wassertaxi am No Name Beach in Klein Bonaire – Bild: Tegeler

Es gibt zahlreiche nationale und internationale Autovermieter mit Büros in Kralendijk und am nur drei Kilometer südlich gelegenen Flughafen. Hertz betreibt beispielsweise eine Station beim Divi Flamingo Beach Resort, das man vom Hafen aus bequem zu Fuß erreichen kann. Manche Anbieter vermieten allerdings nicht tageweise. Gerade an stark frequentierten Kreuzfahrttagen empfiehlt sich daher eine frühzeitige Reservierung.

Golfcarts, Roller & Co.

In Kralendijk kann man außerdem Fahrräder, E-Bikes, Roller und Golfcarts mieten. Mehrere Anbieter haben Standorte in der Hauptstadt oder mobile Stände am Kreuzfahrthafen.

Golfcarts kann man zum Beispiel bei der Firma Bonaire Cruisers mieten. Ein Zweisitzer kostet ab etwa 105 US-Dollar pro Tag. Wer ein Fahrrad oder einen Roller mieten möchte, könnte die Firma Scooters Bonaire aufsuchen. Hier gibt es Roller (auch Elektroroller) und Fahrräder (Mountainbikes und E-Bikes in verschiedenen Ausführungen). Ein Roller kostet 50 US-Dollar und ein Elektrorad gibt es für 30 US-Dollar.

Bonaire Arts and Crafts Cruise Market
Bonaire Arts and Crafts Cruise Market am North Pier – Bild: Tegeler

Bimmelbahn Bonaire

Eine kleine Bimmelbahn (Trolley Tour) dreht regelmäßig ihre Runden durch Kralendijk. Die Rundfahrt dauert etwa 90 Minuten und kostet rund 35 Euro. Der Tourguide spricht Englisch und Niederländisch. Angeboten wird die Tour meist direkt über die Reedereien.

Sehenswürdigkeiten und Traumstrände auf Bonaire

Bonaire ist eine kleine Insel, die man gut an einem Tag erkunden kann. Zu den beliebtesten Landausflugszielen gehören die Salt Pans und der Washington-Slagbaai-Nationalpark. Sehr gefragt sind auch Bootsausflüge zur kleinen Insel Klein Bonaire, die man bereits vom Schiff aus sieht. Hier kann man einen herrlichen Tag am Strand verbringen und hervorragend schnorcheln. Der schönste Strand auf Bonaire ist der Sorobon Beach nahe Lac Bay. Hier fühlen sich auch Windsurfer sehr wohl. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Bonaire auf eigene Faust.

Ziele für Landausflüge auf Bonaire
Karte der Ziele für Landausflüge auf Bonaire – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Bonaire: 1. Klein Bonaire, 2. Washington-Slagbaai-Nationalpark (Besucherzentrum), 3. Goto Meer (Flamingos), 4. Rincon, 5. 1000 Steps, 6. Aussichtspunkt Seru Largu, 7. Salt Pier, 8. Old Slave Huts, 9. Willemstoren Lighthouse, 10. Pekelmeer (Flamingos), 11. Sorobon Beach, 12. Mangrove Center an der Lac Bay, 13. Donkey Sanctuary

Orientierung für Kreuzfahrer

Bonaire ist vor allem für seine einzigartige Unterwasserwelt bekannt. Viele Kreuzfahrer verbringen den Tag beim Schnorcheln oder Tauchen, entspannen an den Stränden der Insel oder erkunden Bonaire bei einer Rundfahrt. Beliebt sind außerdem die Salzfelder im Süden, die Flamingos sowie Ausflüge in den Washington-Slagbaai-Nationalpark.

🤿 Meer & Schnorcheln: Klein Bonaire, 1000 Steps, Bootstouren, Salt Pier
🏖️ Strände & Entspannung: Sorobon Beach, No Name Beach (Klein Bonaire)
🦩 Tierwelt: Flamingos, Esel, Schildkröten, Reptilien
🌵 Natur: Washington-Slagbaai-Nationalpark, Gotomeer, Pekelmeer, Mangrove Center
🏙️ Stadt & Kultur: Kralendijk mit dem Wilhelmina Park, Kaya Grandi, Fort Oranje
🚙 Aktiv & Abenteuer: Kajaktouren, Windsurfen, Kitesurfen, Wanderungen

Landausflüge in Kralendijk

Kralendijk kann man bequem vor oder nach einem Landausflug erkunden. Die Wege sind kurz, und für einen Spaziergang durch das Zentrum reichen meist ein bis zwei Stunden völlig aus. Im Wilhelmina Park treffen sich oft lokale Kunsthandwerker mit kleinen Ständen. Hier gibt es handgefertigten Schmuck, Bonaire-Salz, Aloe-Produkte und kleine Snacks. Das Restaurant Cuba Compagnie Bonaire am Rand des Platzes lohnt einen Besuch.

Fort Oranje am Hafen von Kralendijk
Fort Oranje am Hafen von Kralendijk – Bild: Tegeler

Nur wenige Schritte entfernt befindet sich die Hauptniederlassung von Tourism Bonaire an der Kaya Grandi Nr. 2. Die Kaya Grandi ist die wichtigste Einkaufsstraße der Stadt. Hier reihen sich kleine Geschäfte, Bars und Restaurants aneinander. Besonders lebendig ist die Uferpromenade (Kaya J. N. E. Craane) nördlich des Hafens mit Cafés und Restaurants direkt am Wasser. Ein beliebter Stopp ist die Karel’s Beach Bar, wo man mit Blick auf das Meer einen Cocktail genießen kann.

Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne gibt es in Kralendijk nur wenige, genau das macht den Ort aber für Kreuzfahrer so angenehm. Direkt am Hafen liegt Fort Oranje, eine kleine Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde ursprünglich zum Schutz vor Piraten erbaut und später unter anderem als Kaserne und Gefängnis genutzt. Heute ist sie ein markantes Fotomotiv direkt auf dem Weg in die Stadt. Etwas mehr Hintergrund zur Inselgeschichte bietet das Terramar Museum.

Unser Tipp: Wer noch ein paar Minuten Zeit hat, sollte einen kurzen Abstecher zum Chachacha Beach direkt am South Pier machen. Das Wasser ist glasklar, und über einen Steg gelangt man bequem ins Meer.

Insel Klein Bonaire

Unberührte Natur und kristallklares Wasser machen Klein Bonaire zu einem der beliebtesten Ausflugsziele auf Bonaire. Wassertaxis bringen die Gäste in etwa 25 Minuten zum No Name Beach, einem rund 300 Meter langen, unberührten Strand. Hier kann man das Handtuch in den Sand legen und einen entspannten Strandtag verbringen.

No Name Beach Klein Bonaire
No Name Beach Klein Bonaire – Bild: Tegeler

Es gibt keinerlei Infrastruktur – keine Restaurants, keine Toiletten und keine Liegen. Schatten spenden nur einzelne Büsche und Bäume. Eidechsen und kleine Leguane bewegen sich frei über den Strand und beobachten die Besucher. Getränke, Badeschuhe, Sonnenschutz und Schnorchelausrüstung sollte man unbedingt selbst mitbringen.

Das Wasser ist türkisblau und glasklar, fast wie ein Aquarium. Direkt vom Strand aus kann man hervorragend schnorcheln. In den farbenprächtigen Riffen tummeln sich zahlreiche bunte Fische. Gesichtet wurden unter anderem blaue Doktorfische, Kofferfische, Imperator-Kaiserfische, Papageifische und westatlantische Trompetenfische (anhand von Fotos später bestimmt). Für Naturliebhaber ist Klein Bonaire ein echtes Paradies.

Landausflüge im Norden von Bonaire

Der Norden Bonaires ist ein Paradies für Naturliebhaber. Hier warten der Washington-Slagbaai-Nationalpark mit seinen Wanderwegen und endemischen Tieren, die Flamingos am Gotomeer sowie das historische Dorf Rincon. Wer noch Energie hat, kann die Aussicht vom Seru Largu genießen oder die Treppen am 1000 Steps Trail hinabsteigen, um das glasklare Wasser zu erreichen. Ideal für einen Tagesausflug auf eigene Faust, mit Mietwagen oder organisierten Touren. Dies sind die beliebtesten Highlights für Landausflüge im Norden von Bonaire auf eigene Faust.

Karte der Landausflugsziele im Norden von Bonaire
Karte der Landausflugsziele im Norden von Bonaire – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele im Norden von Bonaire: 1. Seru Largu Aussichtspunkt, 2. Rincon, 3. Besucherzentrum des Washington-Slagbaai-Nationalpark, 4. Washington-Slagbaai-Nationalpark, 5. Gotomeer (Flamingos), 6. 1000 Steps (Tauchspot), 7. Bonaire Caves & Karst Natuurreservaat

Seru Largu

Seru Largu bedeutet „großer Hügel“. Eine holprige Straße führt dorthin. Oben angekommen, öffnet sich ein weiter Blick über die Insel und das Meer. Man sieht die nahe Hauptstadt Kralendijk und das Kreuzfahrtschiff. Auch die vorgelagerte Insel Klein Bonaire ist gut sichtbar. Auf dem Gipfel steht ein großes Kreuz. Es symbolisiert den Glauben der Inselbewohner und ist ein schönes Fotomotiv.

Washington-Slagbaai-Nationalpark

Naturfreunde werden den Washington-Slagbaai-Nationalpark mögen. Der Park liegt im Nordwesten der Insel und erstreckt sich über rund 4.300 Hektar. 1969 wurde er als erstes Naturschutzgebiet der Niederländischen Antillen gegründet und schützt heute viele endemische Tiere. Die Strände sind zudem wichtige Nistplätze für alle vier Karibik-Schildkrötenarten.

Besucherzentrum des Nationalparks
Washington Slagbaai National Park Visitor Center – Bild: Konstanze Staud auf Pixabay

Für Kreuzfahrtgäste ist der Park ein Tagesausflug, der etwas Planung erfordert. Von Dienstag bis Sonntag ist der Park von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, der Einlass ist bis 14:30 Uhr möglich. An nationalen Feiertagen oder bei starkem Regen kann der Park kurzfristig geschlossen werden. Kreuzfahrtgäste zahlen für einen Tagesbesuch 10 US-Dollar. Das Besucherzentrum liegt knapp 5 km nördlich von Rincon. Hier gibt es ein Museum.

Die Nationalparkverwaltung empfiehlt ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit (mindestens 30 cm). Fahrzeuge mit niedriger Bodenfreiheit können unter Umständen zugelassen werden – die Ranger am Eingang entscheiden darüber. Die Höchstgeschwindigkeit im Park liegt bei 25 km/h. Nicht erlaubt sind ATVs, Quads, Golfcarts, Roller und E-Bikes. Normale Fahrräder sind hingegen erlaubt, der Eintritt mit Fahrrad ist jedoch nur bis 12:00 Uhr möglich. Wer keine passende Mobilität hat, kann auf geführte Touren ausweichen.

Der Nationalpark lässt sich auf unterschiedlichen Wegen entdecken. Zwei markierte Routen eignen sich für Geländewagen. Die kurze Route (24 km) dauert ca. 1,5 Stunden reine Fahrzeit, die lange Route (34 km) mindestens 2,5 Stunden. Dazu kommen mehrere Wandertrails. Besonders empfehlenswert für einen kürzeren Ausflug ist der Lagadishi Walking Trail. Das ist ein familienfreundlicher Pfad, der am Parkeingang beginnt und in ca. 1,5 Stunden bis zur beeindruckenden Bucht Playa Chikitu führt (ca. 4,2 km).

Unser Tipp: Der Nationalpark ist eher ein Ganztagesziel. Wer noch etwas Zeit übrig hat, könnte am Gotomeer nach Flamingos Ausschau halten oder in Rincon die Cadushy Distillery besichtigen.

Goto Meer Bonaire – Bild: Tunatura–stock.adobe.com

Goto Meer

Das Goto Meer ist ein Salzwassersee im Norden von Bonaire. Das Wasser schimmert in verschiedenen Blautönen. Die Sonneneinstrahlung und der Salzgehalt bestimmen die Farben. Der See ist ein wichtiger Lebensraum für Flamingos. Tausende dieser rosa Vögel finden hier Nahrung und einen sicheren Ort zum Brüten. Die Anwesenheit der Tiere macht das Gotomeer zu einem beliebten Ziel für Landausflüge auf Bonaire. Beobachter sehen sie aus sicherer Entfernung. Flamingos sind scheu und halten Abstand. Eine schmale Straße führt am Ufer entlang. Sie bietet mehrere Aussichtspunkte.

Rincon

Rincon liegt eingebettet in einem Tal und ist von Hügeln und dichter Vegetation umgeben. Diese Lage bot in der Vergangenheit Schutz vor Piraten, die den Ort von See aus nicht sehen konnten. In Rincon lebten die Sklaven, die für die Arbeit auf den Salzfeldern auf die Insel verschleppt worden waren. Während der Woche schliefen die Sklaven in den winzigen Slave Huts bei den Salinen im Süden der Insel, die heute ein beliebtes Fotomotiv sind. Den langen Weg legten sie zweimal in der Woche zu Fuß zurück.

Das Bild des Ortes prägt die St. Ludwig Bertrand Kirche. Ein Spaziergang durch das Kulturzentrum Mangazina di Rei (etwas außerhalb) vermittelt Einblicke in die Geschichte der Insel. Es ist ein restauriertes Lagerhaus aus dem 19. Jahrhundert. Traditionelle Handwerkskünste werden gezeigt und einheimische Produkte verkauft. Ein echtes Highlight ist die Cadushy Distillery. Diese stellt Liköre und Spirituosen aus Kakteen her, die auf der Insel wachsen. Die Brennerei bietet Führungen an. Landausflügler lernen dort den Herstellungsprozess kennen und probieren die Erzeugnisse des Hauses. Der Cadushy-Likör ist das Vorzeigeprodukt der Destillerie.

Blick auf Rincon
Blick auf Rincon – Bild: Tunatura–stock.adobe.com

1000 Steps Tauchspot

Ein faszinierender Tauchplatz auf Bonaire heißt 1000 Steps. Der Name täuscht. Es gibt keine tausend Stufen, es sind wohl 67. Aber wenn man die Treppe mit kompletter Tauchausrüstung bewältigen muss, fühlt sich das wie 1000 Stufen an. Die Kalksteinstufen führen hinunter zu einem schmalen Strand. Die farbenprächtigen Korallenriffe vor der Küste sind voller Leben. Bunte Papageifische, schlanke Trompetenfische und majestätische Schildkröten ziehen vorbei. Oft ist die Sicht ausgezeichnet. Manchmal ist die Strömung stark. Erfahrene Taucher lieben anspruchsvolle Drifttauchgänge. Als Anfänger bleibt man besser in der Nähe des Ufers.

Tropfsteinhöhlen

Bonaire besitzt über 300 bekannte Kalksteinhöhlen. Es gibt trockene Höhlen und Wasserhöhlen mit unterirdischen Seen. Einige Höhlen sind für Besucher im Rahmen von geführten Landausflügen zugänglich. Man erlebt einzigartige Tropfsteinformationen, Fledermäuse und kristallklares Süßwasser. Bekannte Höhlen auf Bonaire sind die Barcadera Cave, die Spelonk Cave oder die Indian Cave. Die meisten Höhlen befinden sich im Osten der Insel. Viele sind oft nur über unbefestigte Wege oder private Grundstücke erreichbar.

Landausflüge im Süden von Bonaire

Der Süden Bonaires bietet eine Mischung aus Geschichte, Natur und Stränden. Die Salt Pier, die alten Slave Huts und die Salzpfannen im Pekelmeer erzählen von der kolonialen Vergangenheit der Insel. Das Willemstoren Lighthouse bietet einen schönen Fotostopp, während Sorobon Beach und Lac Bay Mangroven ideale Spots zum Schnorcheln, Stand-up-Paddling oder einfach Entspannen sind. Ein Abstecher zum Donkey Sanctuary rundet den Tag ab. Eine Inseltour im Süden von Bonaire auf eigene Faust ist perfekt für Kreuzfahrer, die in kurzer Zeit möglichst viel erleben wollen.

Highlights im Süden von Bonaire
Highlights im Süden von Bonaire – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Landausflugsziele im Süden von Bonaire: 1. Salt Pier, 2. Slave Huts, 3. Pekelmeer (Flamingos), 4. Willemstoren Lighthouse, 5. Sorobon Beach, 6. Mangrove Center, 7. Donkey Sanctuary

Salt Pier

Der Salt Pier auf Bonaire erstreckt sich weit in das türkisfarbene Meer. Er dient hauptsächlich dem Verladen von Salz. In riesigen Salzpfannen im Süden der Insel wird es gewonnen. Ein langes Förderband befördert das strahlend weiße Salz direkt auf Schiffe. Die Salzberge kann man sogar vom Schiff aus sehen. Man kann ein wenig Salz als Souvenir aufsammeln und damit zuhause kochen. Der Salt Pier ist zu einem beliebten Tauchplatz geworden. Schwämme und Korallen wachsen dicht an den Pfeilern. Um die Säulen kreisen Fischschwärme. Mit Glück sehen Taucher hier sogar Seepferdchen. Taucher schätzen den einfachen Zugang und die geringe Tiefe. Klares Wasser sorgt für sehr gute Sicht.

Salt Pans, Sklaven & Flamingos

Ein Landausflug durch den Inselsüden sollte immer auch den Besuch der natürlichen Bassins der Salzwasserverdunstung einschließen, die hier riesige Flächen beanspruchen. Die strahlend weißen Salzberge glitzern in der Sonne und sind bereits vom Kreuzfahrtschiff aus zu sehen. Die Sklaven, die früher hier schuften mussten, wohnten während der Woche in dekorativen kleinen Hütten aus Stein. Diese wurden restauriert und erinnern heute an das harte Los der Menschen. Die seltsamen roten Pyramiden sind Markierungen für die vorbeifahrenden Schiffe.

Slave Huts Bonaire
Slave Huts – Bild: Tegeler

Inmitten der Salzbecken befindet sich auch das Schutzgebiet für die Bonaire Flamingos (Pekelmeer Flamingo Sanctuary). Zehntausend Tiere haben hier einen geschützten Lebensraum. Zur Futtersuche fliegen die Vögel häufig nach Venezuela, das nur ca. 50 Kilometer entfernt ist. Man kann die scheuen Vögel aus der Ferne gut beobachten. Auch andere Vogelarten haben sich hier angesiedelt.

Ganz im Süden von Bonaire steht das Willemstoren Lighthouse von 1837. Der rot-weiße Leuchtturm hat eine Aussichtsplattform und ist ein schönes Fotomotiv.

Sorobon Beach

Der Sorobon Beach auf Bonaire ist ein flaches, türkisfarbenes Paradies und der schönste Strand der Insel. Oftmals reicht das Wasser nur bis zur Hüfte. Besonders Familien schätzen Sorobon Beach. Kinder können gefahrlos im seichten Wasser spielen. Der feine, weiße Sand ist herrlich. Für Schnorchler hat der No Name Beach auf Klein Bonaire klare Vorteile. Zum Baden und Relaxen ist dieser Strand mit seiner guten Infrastruktur empfehlenswerter.

Der herrliche Sorobon Beach
Der herrliche Sorobon Beach – Bild: Tegeler

Viele Landausflügler fahren zum Strandrestaurant Sebastian’s Beach am Sorobon Beach. Hier gibt es Liegestühle und Sonnenschirme. Das Restaurant sorgt für gutes Essen und kühle Getränke. Die Gäste werden direkt am Liegestuhl bedient. Das klare Wasser eignet sich perfekt zum Schwimmen. Sebastian ist ein deutscher Auswanderer. Direkt nebenan befindet sich die Jibe City, ein bekanntes Windsurfzentrum. Dort leihen sich Besucher Ausrüstung aus oder nehmen Unterricht. Die Bucht bietet ideale Bedingungen für Windsurfer, egal welchen Levels. Mit etwas Glück kann man Profis beim Training beobachten.

Mangrove Center (Lac Bay)

Die Lac Bay ist mit einer Fläche von 700 Hektar die größte Lagune der Insel Bonaire. Sie ist durch ein natürliches Riff geschützt und ein Paradies für Mensch und Tier. Im nördlichen Teil der Lac Bay gibt es ausgedehnte Mangrovenwälder. Es gibt drei Mangrovenarten, die einen geschützten Lebensraum für Krabben, Muscheln und kleine Fische bieten. Im Mangrove Center bieten zertifizierte Anbieter geführte Kajaktouren an. In der Nähe des Riffs gibt es gute Schnorchelbedingungen.

Donkey Sanctuary

Das Donkey Sanctuary bietet verwaisten, verletzten und kranken Eseln ein sicheres Zuhause. Freiwillige kümmern sich um die Tiere. Sie füttern die Esel, pflegen sie und geben ihnen medizinische Versorgung. Mit dem Auto fahren Besucher durch das weite Gelände. Neugierig kommen die Esel an die Autos. Sie betteln um Futter. Streicheln sowie Füttern der Tiere ist erlaubt. Durch Spenden und Eintrittsgelder finanziert sich das Sanctuary. Es leistet einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und erhält die Eselpopulation auf Bonaire. Hier kann jeder die sanften Tiere erleben und etwas über ihren Schutz erfahren. Ein schönes Ziel für einen Tag auf Bonaire auf eigene Faust. Insbesondere für Tierfreunde und Familien.

Wilde Esel auf Bonaire
Wilde Esel auf Bonaire – Bild: Tegeler

Fazit: Landausflüge in Bonaire auf eigene Faust

Bonaire gehört bei Landausflüglern zu den beliebtesten Zielen in der Karibik und ist besonders für individuelle Entdeckungstouren geeignet. Die charmante kleine Hauptstadt Kralendijk lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Ein echtes Highlight ist die Insel Klein Bonaire: nur rund 25 Minuten mit dem Wassertaxi entfernt, mit türkisblauem Wasser und sehr gutem Schnorcheln direkt vom Strand aus. Für viele gilt Bonaire insgesamt als eines der besten Tauch- und Schnorchelreviere der Welt.

Im Norden warten Flamingos am Gotomeer und der Washington-Slagbaai-Nationalpark mit rauer Natur und tollen Aussichtspunkten. Im Süden zeigen Salzpfannen, Slave Huts und Pekelmeer die Geschichte der Insel, während Sorobon Beach und die Lac Bay mit Mangroven ideale Bedingungen zum Entspannen und für Wassersport bieten. Für die Fortbewegung stehen Taxis direkt am Hafen bereit, dazu Mietwagen, Roller oder Golfcarts für flexible Inselausflüge. Viele Ziele lassen sich gut individuell kombinieren und die Entfernungen sind kurz.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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