Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Leknes auf eigene Faust zusammengestellt. Die Lofoten gehören für viele Kreuzfahrer zu den landschaftlichen Höhepunkten einer Norwegen-Kreuzfahrt. Rund um Leknes erwarten Besucher steile Berge, weiße Sandstrände, kleine Fischerdörfer und die typischen roten Rorbuer. Der Kreuzfahrthafen liegt auf der Insel Vestvågøya und damit relativ zentral auf den Lofoten. Über die E10 und zahlreiche Brücken und Tunnel erreicht man bekannte Ziele wie Haukland Beach, Nusfjord, Reine und Å i Lofoten. Die Entfernungen sind allerdings größer, als man auf den ersten Blick vermutet. Wer Leknes auf eigene Faust erkunden möchte, sollte seinen Kreuzfahrttag deshalb gut planen. Auf dieser Seite zeigen wir, welche Landausflüge sich ab Leknes anbieten und wie man die wichtigsten Ziele erreicht. Weitere Informationen gibt es bei der lokalen Touristeninformation. Stand: September 2026
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Leknes auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Gravdal/Leknes (häufig Tenderhafen)
🚗 Entfernung zu den Highlights: viele Ziele liegen weit verstreut auf den Lofoten
✨ Top-Highlights: Reine & Hamnøy, Nusfjord, Hauklandstranda und Henningsvær
🗺️ Fortbewegung: Mietwagen oder organisierte Landausflüge sind für die meisten Ziele am praktischsten
👀 Für Erstbesucher: Südroute über Nusfjord und Reine bis Å i Lofoten
🔁 Für Wiederholer: Nordroute Richtung Henningsvær und Svolvær
💶 Geld & Internet: Norwegen gehört nicht zur EU – bezahlt wird mit Norwegischen Kronen; EU-Roaming gilt dennoch.
👉 Unsere Einschätzung: Die schönsten Ziele der Lofoten liegen weit auseinander. Wer nur einen Tag in Leknes hat, sollte sich deshalb für eine Route entscheiden. Für Erstbesucher würden wir die Südroute über Nusfjord und Reine bis Å i Lofoten wählen.
Kreuzfahrthafen Leknes
Das Leknes Cruise Terminal befindet sich zwischen Leknes und Gravdal am Buksnesfjorden auf der Insel Vestvågøya. Das Terminal liegt gut 3,5 km außerhalb des Stadtzentrums von Leknes. Manchmal wird deshalb auch vom Kreuzfahrthafen Gravdal gesprochen. Der Hafen selbst gehört jedoch zu Leknes.
Am Kai können Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 230 Metern festmachen. Viele größere Kreuzfahrtschiffe ankern deshalb im Buksnesfjorden und bringen ihre Passagiere mit Tenderbooten an Land. Leknes ist für Kreuzfahrer entsprechend häufig ein Tenderhafen. Ob das eigene Schiff am Kai liegt oder auf Reede ankert, kann man vorab in der Anlaufliste von Lofoten Havn nachsehen.
Die Tenderboote legen am Tenderpier direkt neben dem Cruise Terminal an. Im Hafengelände gibt es einige kleine Holzhäuser mit Souvenirverkauf und touristischen Angeboten. Hier starten auch Shuttlebusse und verschiedene Landausflüge. Besonders schön sind die Ausblicke auf den Buksnesfjord und die umliegenden Berge.
Landausflüge in Leknes (Lofoten) buchen
Für den Tag in Leknes werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Leknes findet man bei GetYourGuide*.
Mobilität in Leknes auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Leknes auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Leknes:
- Buksnes-Kirche: 3,1 km
- Hauklandstranda: ca. 11,9 km
- Lofotr-Vikingmuseum: 16,8 km
- Vikten Glasshytta: 17,3 km
- Unstadstranden: 24,3 km
- Flakstad-Kirche: 25 km
- Nusfjord: 25,5 km
- Ramberg Beach: 27,7 km
- Reine: 54,4 km
- Å i Lofoten: 62,4 km
- Henningsvær: 64,4 km
- Kabelvåg: 66,3 km
- Svolvær: 71,3 km
Karte des Kreuzfahrthafens von Leknes: 1. Tenderpier, 2. Cruise Terminal (Holzhäuser mit Souvenirs), 3. Bushaltestelle, 4. Leknes Hill View, 5. Silsanden (Strand), 6. Havbruksakademiet Nord
Zu Fuß unterwegs
Nur wenige Gehminuten vom Tenderpier entfernt führt ein Weg auf den kleinen Aussichtshügel Leknes Hill View. Von oben hat man einen schönen Blick auf den Buksnesfjord, den Kreuzfahrthafen und die umliegenden Berge. Direkt unterhalb des Hügels liegt außerdem der kleine Strand Silsanden, sodass sich beides gut zu einem kurzen Spaziergang verbinden lässt.
Wer länger laufen möchte, kann zur markanten roten Buksnes Kirke in Gravdal wandern. Das sind ca. 3,1 km. Die Stadt Leknes selbst liegt ca. 3,5 km vom Hafen entfernt. Für einen Stadtbummel lohnt sich der Weg allerdings kaum, da Leknes nur wenige touristische Sehenswürdigkeiten bietet.
Shuttlebusse in Leknes
Am Leknes Cruise Terminal werden an Kreuzfahrttagen in der Regel verschiedene Busfahrten angeboten. Bei unserem Besuch wurden die Angebote direkt am Hafen auf Klappschildern beworben und konnten dort gebucht werden. Dazu gehörten ein Shuttlebus nach Leknes, ein Transfer zum Lofotr-Vikingmuseum und eine etwa 1,5-stündige Panoramatour. Wer noch nichts gebucht hat und spontan entscheiden möchte, wird hier möglicherweise noch fündig. Das Angebot kann allerdings je nach Schiffsanlauf und Saison variieren.
Mietwagen
Direkt am Leknes Cruise Terminal gibt es keine klassische Mietwagenstation. Einige Autovermieter bieten jedoch eine Übergabe am Hafen an. Aktuelle Erfahrungsberichte aus dem Jahr 2026 bestätigen diesen Service unter anderem bei Rent a Wreck. Das Fahrzeug wurde dabei direkt in der Nähe des Tenderpiers übergeben und später wieder am Hafen abgestellt. Auch Avis und Sixt bieten nach direkter Anfrage eine kostenpflichtige Bereitstellung am Hafen an.
Wer einen Mietwagen nutzen möchte, sollte frühzeitig reservieren. Die Zahl der verfügbaren Fahrzeuge auf den Lofoten ist begrenzt und die Preise können an Kreuzfahrttagen hoch sein. Wir haben bei unseren Besuchen in Leknes ebenfalls einen Mietwagen genutzt und würden diese Variante jederzeit wieder wählen. Man ist völlig flexibel und kann die vielen landschaftlichen Highlights der Lofoten miteinander verbinden. Man sollte aber viel mehr Zeit einplanen, als das Navi zum Beispiel für die Strecke nach Å anzeigt. Wir haben ständig angehalten, um Fotos zu machen.
Taxis, Uber & Co.
Bei unseren Besuchen warteten keine Taxis am Leknes Cruise Terminal. Auch generell ist das Taxiangebot auf den Lofoten begrenzt. Wer für einen Landausflug ein Taxi nutzen möchte, sollte deshalb möglichst vorab reservieren. Lokale Anbieter sind unter anderem Lofoten Taxi und Leknes Taxi. Neben normalen Fahrten können auch längere Rundfahrten vereinbart werden. Uber ist auf den Lofoten nicht verfügbar.
Öffentliche Verkehrsmittel
Etwa 300 Meter vom Leknes Cruise Terminal entfernt befindet sich die Bushaltestelle „Storeidøya industriområde“. Hier hält die Buslinie 766, die unter anderem nach Leknes sowie in Richtung Gravdal und Ballstad fährt. Damit kann man beispielsweise das Zentrum von Leknes oder die Buksnes Kirke mit dem Linienbus erreichen.
Die Busse fahren allerdings nur wenige Male am Tag. Für klassische Landausflüge auf den Lofoten sind die öffentlichen Verkehrsmittel deshalb nur eingeschränkt geeignet. Wer den Bus nutzen möchte, sollte die Verbindungen für den jeweiligen Tag vorab bei Reis Nordland prüfen.
Fahrräder
Direkt am Leknes Cruise Terminal können bei Lofoten Harbor Fahrräder und E-Bikes gemietet werden. Ein normales Fahrrad kostet derzeit 300 NOK pro Tag, ein E-Bike 600 NOK pro Tag. Helm, Fahrradschloss und reflektierende Sicherheitsweste sind im Mietpreis enthalten.
Damit lassen sich einige Ziele auf Vestvågøya individuell erreichen. Mit einem E-Bike kommt zum Beispiel eine Tour zum Haukland Beach infrage. Aufgrund der Entfernungen, einiger Steigungen und des häufig wechselhaften Wetters würden wir für einen Kreuzfahrttag eher ein E-Bike als ein normales Fahrrad wählen.
Highlights für Landausflüge in Leknes auf eigene Faust
Die Lofoten gehören zu den landschaftlich eindrucksvollsten Kreuzfahrtzielen Norwegens. Rund um Leknes warten weiße Sandstrände, kleine Fischerdörfer, steile Berge und einige der bekanntesten Fotomotive der Inselgruppe. Da die Entfernungen relativ groß sind und die Liegezeit begrenzt ist, sollte man sich für einen Landausflug auf einige ausgewählte Ziele konzentrieren. Besonders gut lassen sich die Highlights mit einem Mietwagen oder im Rahmen einer organisierten Rundfahrt miteinander verbinden. Die folgenden Sehenswürdigkeiten gehören für uns zu den interessantesten Zielen für Landausflüge in Leknes.
Karte der Landausflugsziele in Leknes: 1. Leknes, 2. Båten i vannet, 3. Haukland Beach, 4. Uttakleiv Beach, 5. Lofotr-Vikingmuseum, 6. Henningsvær, 7. Kabelvåg, 8. Svolvær, 9. Vikten Beach und Glashütte, 10. Nusfjord, 11. Kirche von Flakstad, 12. Rambergstrand, 13. Kvalvika Beach, 14. Reine, 15. Å i Lofoten
Orientierung für Kreuzfahrer
Die wichtigsten Landausflugsziele rund um Leknes liegen über mehrere Inseln verteilt. Deshalb sollte man sich für einen Kreuzfahrttag auf eine Region oder einige gut kombinierbare Ziele konzentrieren. Wer einen Mietwagen nutzt, kann Ziele auf Vestvågøya miteinander verbinden oder eine längere Tour Richtung Norden oder Süden unternehmen.
⭐ Für Erstbesucher: Wir würden Richtung Süden fahren. Nusfjord, Ramberg, Hamnøy und Reine vermitteln einen sehr guten Eindruck von der Landschaft der Lofoten. Bei ausreichender Liegezeit kann man die Tour bis Å i Lofoten verlängern.
🏖️ Für Strandliebhaber: Hauklandstranda liegt relativ nah am Kreuzfahrthafen und gehört zu den bekanntesten Stränden der Lofoten. In der Umgebung lassen sich Haukland, Uttakleiv und weitere Ziele auf Vestvågøya miteinander verbinden.
🛡️ Für Wikingerfans: Das Lofotr-Vikingmuseum in Borg ist eines der wichtigsten kulturellen Ziele der Lofoten. Der Besuch lässt sich gut mit weiteren Zielen auf Vestvågøya oder einer Fahrt Richtung Henningsvær verbinden.
🥾 Für Aktive: Rund um Leknes gibt es zahlreiche Wanderungen. Für einen Kreuzfahrttag kommen beispielsweise die Küstenwanderung zwischen Haukland und Uttakleiv oder die Wanderung zum Kvalvika Beach infrage. Dabei sollte man genügend Zeitreserven für die Rückfahrt zum Schiff einplanen.
🚗 Für Wiederholungsbesucher: Wer Reine und die klassischen Ziele im Süden bereits kennt, kann Richtung Norden fahren. Henningsvær und Kabelvåg lassen sich mit weiteren Stopps auf Vestvågøya und Austvågøya verbinden.
Landausflüge auf Vestvågøya
Einige interessante Landausflugsziele liegen auf Vestvågøya und damit auf derselben Insel wie der Kreuzfahrthafen von Leknes. Die Stadt Leknes selbst ist das Einkaufs- und Verwaltungszentrum der Insel, bietet für einen klassischen Landausflug aber nur wenige Sehenswürdigkeiten. Interessanter sind die Buksnes Kirke, die Strände Haukland und Unstad sowie das Lofotr-Vikingmuseum in Borg. Diese Ziele lassen sich einzeln besuchen oder gut miteinander kombinieren.
Buksnes Kirke
Die auffällige rote Buksnes Kirke steht auf dem Korshaugen oberhalb von Gravdal und ist vom Kreuzfahrthafen aus gut zu sehen. Die heutige Holzkirche wurde 1905 eingeweiht und im sogenannten Drachenstil errichtet. Drachenköpfe, Schnitzereien und weitere Details erinnern an die mittelalterlichen Stabkirchen und die nordische Bautradition. Mehrere Vorgängerbauten wurden durch Stürme oder Brände zerstört. Die heutige Kirche wurde deshalb nicht unten beim alten Friedhof, sondern weithin sichtbar auf dem Hügel Korshaugen errichtet. Von hier hat man einen schönen Blick über Gravdal und die Landschaft rund um den Buksnesfjord.
Die Buksnes Kirke liegt nur 3,1 km vom Kreuzfahrthafen entfernt und ist eines der wenigen Landausflugsziele rund um Leknes, das man gut auf eigene Faust zu Fuß oder gegebenenfalls mit dem Linienbus erreichen kann. Der kürzeste Fußweg führt allerdings entlang einer vielbefahrenen Straße. Wir würden deshalb den etwas längeren Weg über die Straße Haugsmyra bevorzugen. Etwa einen Kilometer von der Kirche entfernt liegt außerdem der historische Leuchtturm Løkta an der Spitze einer kleinen Halbinsel. Wer genügend Zeit hat, kann den Spaziergang dorthin verlängern.
Hauklandstranda
Der Hauklandstranda gehört zu den bekanntesten Stränden der Lofoten und liegt an der Nordwestküste von Vestvågøya. Der breite weiße Sandstrand, das türkisfarbene Wasser und die steil aufragenden Berge bilden eine für die Lofoten typische Kulisse. Von Leknes erreicht man den Strand mit dem Mietwagen in etwa 15 Minuten. Direkt am Strand gibt es ein Besucherzentrum mit Café, Toiletten und Parkmöglichkeiten. Damit eignet sich der Haukland Beach sehr gut für einen Stopp während einer Mietwagentour über Vestvågøya.
Bei gutem Wetter kann man hier etwas Zeit am Strand verbringen oder eine kleine Wanderung unternehmen. Das Wasser bleibt allerdings auch im Sommer ziemlich frisch. Wer mehr Zeit hat, kann auf der alten Küstenstraße am Meer entlang zum benachbarten Uttakleiv Beach laufen. Die weitgehend ebene Strecke führt um den Berg Veggen und bietet schöne Ausblicke auf die Küste.
Unstadstranden
Der Unstadstranden liegt abgeschieden an der Nordwestküste von Vestvågøya und ist vor allem als Surfspot bekannt. Die breite Bucht wird von steilen Bergen eingerahmt und bietet eine eindrucksvolle Kulisse. Schon die Fahrt durch die dünn besiedelte Landschaft nach Unstad ist Teil des Erlebnisses.
Unstad gilt als einer der bekanntesten Surfspots Norwegens. Trotz der Lage nördlich des Polarkreises wird hier das ganze Jahr über gesurft. Im Sommer sind die Wellen häufig ruhiger und auch für Anfänger geeignet, während Herbst und Winter erfahrene Surfer aus vielen Ländern anziehen. Bei Unstad Arctic Surf kann man Surfkurse buchen und die notwendige Ausrüstung ausleihen.
Auch ohne Surfbrett lohnt sich Unstad als Ziel einer Mietwagentour. Man kann am Strand spazieren gehen, den Surfern zuschauen und die abgeschiedene Landschaft genießen. Von Leknes benötigt man mit dem Mietwagen etwa 25 Minuten.
Lofotr-Vikingmuseum
Das Lofotr-Vikingmuseum in Borg gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Lofoten. Mittelpunkt des Museums ist die Rekonstruktion eines 83 Meter langen Häuptlingshauses, dessen Überreste hier bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurden. Im Inneren vermitteln offene Feuerstellen, Handwerksvorführungen und eingerichtete Wohnbereiche einen anschaulichen Eindruck vom Leben zur Wikingerzeit.
Zum Museum gehören außerdem eine Ausstellung mit archäologischen Fundstücken und ein weitläufiges Außengelände. Im Sommer werden verschiedene Aktivitäten wie Bogenschießen und Axtwerfen angeboten. Etwas abseits liegt der Wikingerschiffshafen. Von dort werden Fahrten mit einem nachgebauten Wikingerschiff angeboten, für die ein separates Ticket erforderlich ist.
Das Lofotr-Vikingmuseum liegt bei Borg direkt an der E10 und lässt sich sehr gut in eine Mietwagentour über Vestvågøya einbauen. Für den Museumsbesuch sollte man mindestens etwa 1,5 Stunden einplanen. Wer auch zum Wikingerschiffshafen gehen und dort an einer Bootsfahrt teilnehmen möchte, benötigt entsprechend mehr Zeit.
Richtung Norden
Wer von Leknes der E10 nach Norden folgt, erreicht schließlich die Insel Austvågøya. Hier liegen mit Henningsvær, Kabelvåg und Svolvær drei der bekanntesten Orte der Lofoten, die sich gut zu einer längeren Mietwagentour verbinden lassen.
Henningsvær
Henningsvær ist eines der bekanntesten Fischerdörfer der Lofoten und liegt auf mehreren kleinen Inseln vor der Südküste von Austvågøya. Rote Rorbuer und ehemalige Speicher stehen rund um den geschützten Hafen, während auf großen Holzgestellen bis heute Stockfisch getrocknet wird. Kleine Cafés, Geschäfte und Galerien sorgen dafür, dass Henningsvær trotz seiner überschaubaren Größe recht lebendig wirkt.
Bekannt ist Henningsvær auch für seine Kunstszene. Ein Beispiel ist die Kaviarfabrikken, eine Galerie für zeitgenössische Kunst in einer ehemaligen Kaviarfabrik. Ein weiteres Wahrzeichen ist der Fußballplatz von Henningsvær, der auf einer kleinen Felseninsel direkt am Meer liegt. Die spektakuläre Lage erkennt man allerdings vor allem auf Luftaufnahmen.
Henningsvær lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Wer mit dem Mietwagen kommt, kann bereits am Ortseingang parken und anschließend durch den Ort und rund um den Hafen bummeln. Für eine Mietwagentour Richtung Norden ist Henningsvær einer der interessantesten Stopps.
Kabelvåg
Kabelvåg gehört zu den ältesten Fischerdörfern der Lofoten und liegt an der Südküste von Austvågøya, nur wenige Kilometer westlich von Svolvær. Bereits im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Zentrum der Lofoten-Fischerei. Heute kann man rund um den kleinen Hafen zwischen Holzhäusern und Rorbuer bummeln.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Vågan-Kirche, die wegen ihrer Größe auch „Lofotkatedrale“ genannt wird. Die markante Holzkirche aus dem späten 19. Jahrhundert steht etwas außerhalb des Ortszentrums direkt an der E10 und bietet Platz für rund 1.200 Menschen. Ebenfalls interessant ist das Lofoten-Museum im nahe gelegenen Storvågan. Das Freilichtmuseum zeigt historische Gebäude, Fischerhütten und Boote und vermittelt einen guten Eindruck von der Geschichte der Fischerei auf den Lofoten. Kabelvåg eignet sich damit gut für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg nach Svolvær.
Svolvær
Svolvær ist der größte Ort der Lofoten und das wirtschaftliche Zentrum der Inselgruppe. Die Stadt liegt an der Südküste von Austvågøya und besitzt einen lebhaften Hafen, um den sich Restaurants, Geschäfte und Hotels angesiedelt haben. Im Vergleich zu den kleinen Fischerdörfern der Lofoten wirkt Svolvær deutlich städtischer.
Ein Wahrzeichen der Stadt ist die markante Felsformation Svolværgeita, deren zwei Felsspitzen oberhalb von Svolvær aufragen. Rund um den Hafen kann man gut zu Fuß bummeln. Über eine Brücke erreicht man die kleine Insel Svinøya mit traditionellen Rorbuer und Stockfischgestellen. Hier bekommt man trotz der Nähe zum Stadtzentrum noch einen guten Eindruck von der Fischereitradition der Lofoten.
Für Kreuzfahrer aus Leknes ist Svolvær vor allem als Endpunkt einer Mietwagentour Richtung Norden interessant. Henningsvær, Kabelvåg und Svolvær lassen sich dabei gut miteinander verbinden.
Richtung Süden
Die meisten bekannten Landschaftsmotive der Lofoten liegen südlich von Leknes. Die E10 führt über die Inseln Flakstadøya und Moskenesøya vorbei an Stränden, kleinen Fischerdörfern und spektakulären Berglandschaften bis nach Å am Ende der Straße. Da die Entfernungen größer werden, sollte man für eine Mietwagentour Richtung Süden einige Ziele auswählen und ausreichend Zeit für die Rückfahrt zum Schiff einplanen.
Vikten Glasshytta
Die Vikten Glasshytta liegt im kleinen Ort Vikten an der Westküste von Flakstadøya. Die Glasbläserei wurde 1976 von Åsvar Tangrand gegründet und wird heute von seinem Sohn Anders Tangrand weitergeführt. Schon die Lage zwischen steilen Bergen und dem offenen Meer macht den Abstecher interessant. Die Vikten Glasshytta ist ein schöner Zwischenstopp auf einer Mietwagentour Richtung Süden und lässt sich gut mit weiteren Zielen auf Flakstadøya verbinden.
In der Werkstatt entstehen handgefertigte Glaskunstwerke, die man vor Ort kaufen kann. Die Stücke wirken eher rustikal und sind keine Massenware. Viele davon sind Unikate – wenn etwas gefällt, sollte man deshalb nicht unbedingt darauf hoffen, dass man dasselbe Stück später noch einmal findet. Zur Glasshytta gehört auch ein kleines Café, in dem wir insbesondere den Kuchen empfehlen können.
Flakstad Kirke
Die Flakstad Kirke liegt unmittelbar an der E10 in schöner Lage zwischen Bergen und Meer. Die rot gestrichene Holzkirche stammt aus dem 18. Jahrhundert und fällt durch ihre ungewöhnliche zwiebelförmige Kuppel auf. Im Inneren sind unter anderem ein alter Altaraufsatz und eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert erhalten.
Für Kreuzfahrer ist die Flakstad Kirke vor allem wegen ihrer Lage interessant. Sie liegt praktisch direkt an der Route Richtung Ramberg und Reine und eignet sich deshalb gut für einen kurzen Fotostopp während einer Mietwagentour. Direkt bei der Kirche gibt es Parkmöglichkeiten.
Ramberg Beach
Der Ramberg Beach liegt direkt an der E10 bei dem kleinen Ort Ramberg und gehört zu den bekanntesten Stränden auf Flakstadøya. Der breite helle Sandstrand und das türkisfarbene Wasser bilden einen starken Kontrast zu den dunklen Bergen im Hintergrund. Bei Sonnenschein erinnert die Landschaft fast an einen Strand wesentlich weiter südlich – nur die Wassertemperatur passt nicht dazu.
Für Kreuzfahrer mit Mietwagen ist der Ramberg Beach besonders unkompliziert zu erreichen. Man kann hier einen kurzen Fotostopp einlegen, am Strand spazieren gehen oder bei gutem Wetter etwas länger bleiben. Da der Strand praktisch direkt an der Route nach Reine und Å liegt, kostet der Abstecher kaum zusätzliche Fahrzeit.
Ramberg selbst ist ein kleiner Ort mit einigen Einkaufsmöglichkeiten, einer Tankstelle und gastronomischen Angeboten. Damit eignet sich der Stopp bei Bedarf auch gut für eine kurze Pause während einer längeren Mietwagentour Richtung Süden.
Nusfjord
Nusfjord gehört zu den ältesten und besterhaltenen Fischerdörfern der Lofoten. Der kleine Ort liegt geschützt in einer schmalen Bucht auf Flakstadøya und ist von steilen Bergen umgeben. Rund um den Hafen stehen rote und gelbe Rorbuer, ehemalige Speicher, Bootshäuser und andere historische Gebäude, die an die lange Tradition der Kabeljaufischerei erinnern.
Ein großer Teil des historischen Ortskerns gehört heute zum Freilichtmuseum Nusfjord. Man kann zwischen den alten Gebäuden am Hafen spazieren und bekommt einen guten Eindruck davon, wie eng das Leben auf den Lofoten über Jahrhunderte mit Fischfang und Stockfisch verbunden war. Einige der historischen Gebäude können auch von innen besichtigt werden.
Anders als viele andere Fischerdörfer auf den Lofoten ist der historische Bereich von Nusfjord nicht frei zugänglich. Für den Besuch wird Eintritt verlangt. Wer Nusfjord während einer Mietwagentour einplant, sollte für den Abstecher und einen Rundgang durch den Ort mindestens etwa eine Stunde vorsehen.
Kvalvika Beach
Der Kvalvika Beach liegt abgelegen an der Nordküste von Moskenesøya und ist nur zu Fuß erreichbar. Heller Sand, türkisfarbenes Wasser und die steil aufragenden Berge rund um die Bucht machen ihn zu einem der eindrucksvollsten Strände der Lofoten.
Vom Ausgangspunkt bei Fredvang führt ein Wanderweg über einen Bergrücken hinunter zum Strand. Für den einfachen Weg sollte man je nach Tempo etwa 40 bis 60 Minuten einplanen. Der Weg ist stellenweise steinig, rutschig und nach Regen matschig. Feste Schuhe sind deshalb empfehlenswert.
Für Kreuzfahrer ist die Kvalvika-Wanderung wegen des zusätzlichen Zeitbedarfs nur sinnvoll, wenn sie eines der Hauptziele des Tages ist. Wer anschließend noch Reine und Å besuchen möchte, sollte die Fahrzeiten und die rechtzeitige Rückkehr zum Schiff besonders sorgfältig kalkulieren. Am Strand selbst gibt es keine touristische Infrastruktur.
Hamnøy
Hamnøy ist ein kleines Fischerdorf auf Moskenesøya und liegt direkt an der E10 kurz vor Reine. Rote Rorbuer stehen dicht am Wasser, dahinter ragen die steilen Berge fast unmittelbar aus dem Reinefjord auf. Diese Kombination macht Hamnøy zu einem der bekanntesten Fotomotive der Lofoten.
Der berühmteste Blick auf Hamnøy bietet sich von der Brücke der E10. Von hier schaut man auf die roten Fischerhütten am Wasser und den markanten Berg Festhelltinden im Hintergrund. Rund um Hamnøy und die benachbarte Insel Sakrisøy findet man weitere schöne Fotomotive mit Rorbuer, kleinen Häfen und der typischen Bergkulisse der Lofoten.
Für Kreuzfahrer auf einer Mietwagentour Richtung Süden ist Hamnøy ein unkomplizierter Zwischenstopp. Der Ort liegt direkt auf der Strecke nach Reine und Å, sodass man für einen Fotostopp keinen größeren Umweg einplanen muss.
Reine
Reine gehört zu den bekanntesten Fischerdörfern der Lofoten und ist ein Topziel für Landausflüge in Leknes auf eigene Faust. Der kleine Ort liegt am Reinefjord und ist von steilen Bergen umgeben. Rote Rorbuer, kleine Inseln und die eindrucksvolle Bergkulisse sorgen für eines der klassischen Landschaftsbilder der Lofoten. Besonders bekannt ist der Blick vom Aussichtspunkt an der E10 auf Reine und den Reinefjord.
Über dem Ort erhebt sich der Reinebringen. Eine Treppe mit knapp 2.000 Steinstufen führt hinauf zu einem spektakulären Aussichtspunkt über Reine, Sakrisøy, Hamnøy und die umliegenden Fjorde. Der Aufstieg ist trotz der Treppen steil und anstrengend und sollte keinesfalls als kurzer Spaziergang eingeplant werden.
Für Kreuzfahrer ist Reine auch ohne die Wanderung auf den Reinebringen eines der lohnendsten Ziele einer Mietwagentour Richtung Süden. Man kann durch den kleinen Ort bummeln, die Aussichtspunkte anfahren und Reine gut mit Hamnøy und Å verbinden. Wer den Reinebringen besteigen möchte, sollte die Wanderung dagegen als einen Schwerpunkt des Tages einplanen und entsprechend viel Zeit für die Rückfahrt nach Leknes reservieren.
Å i Lofoten
Å i Lofoten liegt ganz im Süden von Moskenesøya und ist der letzte Ort an der E10. Das kleine Fischerdorf ist von steilen Bergen und dem Meer umgeben. Rote Fischerhäuser, Rorbuer und alte Wirtschaftsgebäude prägen das Ortsbild und vermitteln noch heute einen guten Eindruck von der traditionellen Fischerei auf den Lofoten.
Viele der historischen Gebäude gehören zum Norwegischen Fischereimuseum und erzählen von der Kabeljaufischerei und der Herstellung von Stockfisch. Bekannt ist auch die kleine historische Bäckerei „Bakeriet på Å“, in der noch in einem alten Steinofen gebacken wird. Die Zimtschnecken sind für uns ein guter Grund, hier eine Pause einzulegen.
Å ist zugleich der Endpunkt einer Mietwagentour Richtung Süden. Schon die Fahrt hierher führt durch einige der spektakulärsten Landschaften der Lofoten. Wegen der Entfernung zum Kreuzfahrthafen in Leknes sollte man für die Rückfahrt ausreichend Zeit einplanen und unterwegs nicht zu viele längere Stopps einbauen.
Mietwagentouren in Leknes auf eigene Faust
Ein Mietwagen ist für uns die beste Möglichkeit, die Lofoten von Leknes aus individuell zu erkunden. Die Entfernungen sind allerdings größer, als sie auf der Karte wirken, und unterwegs gibt es viele Fotostopps. Deshalb sollte man nicht versuchen, möglichst viele Ziele an einem Tag abzuhaken. Für einen Landausflug bieten sich zwei klassische Routen an: eine Fahrt Richtung Norden bis Henningsvær und Svolvær oder eine Tour Richtung Süden über Flakstadøya und Moskenesøya bis Reine und Å. Wer zum ersten Mal auf den Lofoten ist, dem würden wir eher die Südroute empfehlen. Hier liegen besonders viele der bekannten Landschaftsmotive und Fischerdörfer.
Auf der E10 nach Norden
Vom Hafen in Leknes fährt man zunächst auf der E10 Richtung Norden. Auf Vestvågøya bieten sich je nach Interesse Abstecher zum Haukland Beach und Unstad Beach oder ein Besuch des Lofotr-Vikingmuseums in Borg an. Alle drei Ziele an einem Tag einzuplanen, würden wir nicht empfehlen, wenn man anschließend noch bis Austvågøya fahren möchte.
Weiter geht es über die E10 Richtung Austvågøya. Henningsvær und Svolvær erreicht man vom Raum Leknes jeweils in etwa 75 Minuten. Henningsvær erfordert einen Abstecher von der E10, lohnt sich aber für einen Bummel durch das bekannte Fischerdorf. Anschließend kann man über Kabelvåg bis nach Svolvær weiterfahren.
Für einen klassischen Kreuzfahrttag würden wir uns auf zwei oder drei größere Stopps konzentrieren. Eine schöne Kombination ist zum Beispiel Haukland Beach, Henningsvær und Svolvær. Wer sich besonders für die Geschichte der Lofoten interessiert, kann den Strand durch das Lofotr-Vikingmuseum ersetzen. Für die Rückfahrt nach Leknes sollte man ausreichend Zeit einplanen.
Auf der E10 nach Süden
Für die Fahrt Richtung Süden folgt man von Leknes der E10 über Flakstadøya bis nach Moskenesøya. Unterwegs liegen zahlreiche bekannte Ziele der Lofoten. Mögliche Stopps sind die Vikten Glasshytta, die Flakstad Kirke und der Ramberg Beach. Nusfjord erreicht man über einen Abstecher von der E10.
Weiter südlich folgen Hamnøy und Reine. Bis Reine benötigt man vom Kreuzfahrthafen in Leknes etwa 80 Minuten reine Fahrzeit, bis Å i Lofoten gut 90 Minuten. In der Praxis dauert die Fahrt deutlich länger, da unterwegs viele interessante Stopps und Fotomotive liegen.
Für Erstbesucher würden wir Ramberg Beach, Hamnøy und Reine priorisieren und je nach verfügbarer Zeit Nusfjord oder Å ergänzen. Die Wanderung zum Kvalvika Beach würden wir dagegen nicht mit einer kompletten Fahrt bis Å kombinieren. Dafür ist der zusätzliche Zeitbedarf während eines Landausflugs zu groß. Bei einem Tenderanlauf sollte man für die Rückfahrt außerdem die Abfahrtszeit des letzten Tenderbootes im Blick behalten und eine großzügige Zeitreserve einplanen.
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Fazit – Landausflüge in Leknes auf eigene Faust
Leknes ist ein sehr guter Ausgangspunkt, um die Lofoten auf eigene Faust zu entdecken. Die eigentlichen Highlights liegen außerhalb des Ortes und verteilen sich über mehrere Inseln. Mit einem Mietwagen kann man Strände, Fischerdörfer und die eindrucksvolle Landschaft flexibel miteinander verbinden. Ohne Mietwagen sind die Möglichkeiten aufgrund der begrenzten öffentlichen Verkehrsmittel deutlich eingeschränkter.
Für einen ersten Besuch würden wir eine Tour Richtung Süden bevorzugen. Auf dem Weg nach Reine und Å liegen viele der Landschaften und Fischerdörfer, für die die Lofoten bekannt sind. Aber auch die Nordroute mit Henningsvær, Kabelvåg und Svolvær ist sehr reizvoll. Wer weniger weit fahren möchte, findet bereits auf Vestvågøya mit dem Haukland Beach, dem Unstad Beach und dem Lofotr-Vikingmuseum interessante Ziele.
Wichtig ist vor allem, sich für einen Kreuzfahrttag nicht zu viel vorzunehmen. Die Entfernungen sind größer, als sie auf der Karte wirken, und unterwegs möchte man immer wieder anhalten. Mit einigen bewusst ausgewählten Stopps bleibt genügend Zeit, die Landschaft zu genießen und rechtzeitig zum Schiff zurückzukehren.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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