Viele Kreuzfahrer sind auf der Suche nach Alternativen zu den Landausflügen der Reedereien. In diesem Guide erfahren Sie, wie Sie Landausflüge in Leknes auf eigene Faust optimal planen, welche Highlights sich wirklich lohnen und wie Sie das Beste aus Ihrem Aufenthalt herausholen. Leknes befindet sich auf der Lofoteninsel Vestvågøya und zählt knapp 4.000 Einwohner. Viele Kreuzfahrtschiffe kommen im Rahmen von Norwegen Kreuzfahrten hierher. Die ikonischen Lofoten sind eine Inselgruppe in Nordnorwegen, die aus fast 80 Inseln besteht. Landausflügler kommen also auf Vestvågøya an. Weitere Hauptinseln sind Austvågøya, Flakstadøya und Moskenesøya. Tunnel und Brücken verbinden die Inselgruppe, sodass Landausflugsbusse die Highlights aller großen Inseln erreichen können. Die Lage oberhalb des Polarkreises bringt den Lofoten im Sommer die Mitternachtssonne. Dann geht die Sonne nicht unter. Im Winter hingegen ist die Region ein toller Ort für Nordlichter. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der lokalen Touristeninformation. Stand: April 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in Norwegen auf eigene Faust: Ålesund, Alta, Åndalsnes, Bergen, Eidfjord, Flåm, Geiranger, Haugesund, Hellesylt, Honningsvåg, Kristiansand, Longyearbyen, Molde, Narvik, Nordfjordeid, Olden, Oslo, Stavanger, Tromsø, Trondheim, Vik
Leknes auf eigene Faust – kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wenn Sie nur wenig Zeit haben oder sich schnell einen Überblick verschaffen möchten, sind das die wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um Leknes auf den Lofoten:
📍 Liegeplatz: Gravdal/Leknes (in der Regel ein Tenderhafen)
🚗 Entfernung zu den Highlights: relativ groß, ca. 20 bis 65 km
✨ Top-Highlights: Reine und Hamnøy, Fischerdörfer & Strände
🗺️ Fortbewegung: Mietwagen oder organisierte Landausflüge empfohlen
👀 Für Erstbesucher: Südroute bis Reine oder Å i Lofoten
🔁 Für Wiederholer: Nordroute Richtung Henningsvær & Svolvær
👉 Fazit: Leknes ist ideal für organisierte Landausflüge oder selbstgeführte Mietwagentouren – mit einem Mietwagen lassen sich einige der schönsten Landschaften der Lofoten flexibel entdecken.
Landausflüge in Leknes (Lofoten) buchen
Für den Tag in Leknes werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Bergen findet man bei GetYourGuide*.
Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe in Leknes (Gravdal)
Das Leknes Cruise Terminal befindet sich zwischen Leknes und Gravdal am Buksnesfjorden auf der Insel Vestvågøya. Der Terminal liegt gut 3 km außerhalb des Stadtzentrums von Leknes und bietet eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge. Manchmal wird auch vom Hafen Gravdal gesprochen. Gravdal liegt wenige Kilometer südlich. Der Hafen befindet sich aber in Leknes.
Am Pier legen nur kleine und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe an, zum Beispiel die der Sphinx-Klasse von AIDA Cruises. Große Kreuzfahrtschiffe ankern im Fjord und bringen die Landausflügler mit Tenderbooten an Land. Direkt am Tenderpier gibt es eine Reihe Holzhäuser (Souvenirverkauf) und einige schöne Fotomotive (Stockfisch). Das Cruise Terminal ist gut mit dem Rest der Insel verbunden. Es gibt Busse, die die Passagiere nach Leknes und zum Lofotr-Vikingmuseum fahren.
Insgesamt ist das Leknes Cruise Terminal ein gut ausgestatteter, praktisch gelegener Hafen für Kreuzfahrtschiffe, der den Landausflüglern ermöglicht, in eine der spektakulärsten Regionen Norwegens einzutauchen.
Mobilität in Leknes auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Leknes auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Leknes in Eigenregie:
- Buksnes-Kirche: 3,1 km
- Wikingermuseum: 16,8 km
- Vikten Glasshytta: 17,3 km
- Unstad Beach (Surfer): 24,3 km
- Flakstad-Kirche: 25 km
- Nusfjord: 25,5 km
- Ramberg Beach: 27,7 km
- Reine: 54,4 km
- Å i Lofoten: 62,4 km
- Henningsvær: 64,4 km
- Kabelvåg: 66,3 km
Karte des Kreuzfahrthafens von Leknes: 1. Tenderpier, 2. Cruise Terminal (Holzhäuser mit Souvenirs), 3. Bushaltestelle, 4. Leknes Hill View, 5. Silsanden (Strand), 6. Lofoten Bio Centre (Forschungsinstitut)
Zu Fuß unterwegs
Im Nahbereich rund um das Leknes Cruise Terminal gibt es einige Hügel, von denen man einen schönen Blick auf den Hafen und den Fjord genießen kann. Direkt am schönen Strand Silsanden wurde mit dem Lofoten Bio Centre eine moderne Forschungseinrichtung gebaut. Ein etwas längerer Spaziergang in Leknes auf eigene Faust könnte zur schönen Buksnes Kirke in Gravdal führen. Die Stadt Leknes ist ca. 3,5 km vom Hafen entfernt. Hier gibt es allerdings für Touristen nicht viel zu sehen.
Shuttlebusse in Leknes
Es gibt in der Regel einen Shuttlebus des Hafens, der im Halbstundentakt nach Leknes fährt. Im Sommerhalbjahr 2024 betrug der Fahrpreis für ein Tagesticket 15 Euro. Für 35 Euro kann man weiter zum Lofotr-Vikingmuseum fahren. Der Eintritt ist im Fahrpreis enthalten. Diese Angebote konnten ohne Voranmeldung im Hafen gebucht werden. Aktuelle Preise haben wir leider nicht.
Das Unternehmen, das die Shuttlebusse nach Leknes anbietet, hat auch eine Panoramatour (1,5 Stunden) im Programm. Diese wird auf Klappschildern beworben und kostet 55 Euro (Stand: Sommer 2024). Auf dem Rückweg besteht die Möglichkeit, in Leknes auszusteigen und mit dem Shuttlebus zurückzufahren.
Mietwagen auf den Lofoten
Es gibt keine Autovermieter am Leknes Cruise Terminal. Zahlreiche Anbieter (z.B. Avis, Hertz, Sixt) sind allerdings am gut 5 km entfernten Flughafen in Leknes vertreten. Wir haben beobachtet, dass manche Vermieter die Fahrzeuge zum Hafen liefern. Bei der Firma Rent a Car Lofoten (rentacar-lofoten.com) kann man ein Fahrzeug ab dem Gravdal/Leknes Cruise Port mieten. Avis und Sixt bringen den Mietwagen gegen Gebühr auch zum Hafen.
Taxis, Uber & Co
Es warten keine Taxis am Leknes Cruise Terminal. Jedenfalls war das bei unseren Besuchen nicht der Fall. Wer möchte, kann bei der Firma Lofotentaxi (lofotentaxi.no) Taxifahrten und auch Touren buchen. Uber gibt es leider nicht.
Leknes auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Die Lofoten gehören zu den eindrucksvollsten Kreuzfahrtzielen Norwegens. Vom Kreuzfahrthafen in Leknes aus lassen sich viele Highlights gut auf eigene Faust erreichen – am besten mit einem Mietwagen entlang der E10. Da die Entfernungen nicht zu unterschätzen sind und die Liegezeit begrenzt ist, sollte man sich auf einige ausgewählte Ziele konzentrieren. Ein bis zwei der urigen Fischerdörfer und einer der Traumstrände sollten immer dabei sein. Die folgenden Highlights geben einen guten Überblick und helfen bei der Planung eines individuellen Landausflugs in Leknes auf eigene Faust.
Karte der Landausflugsziele in Leknes: 1. Leknes, 2. Båten i vannet, 3. Haukland Beach, 4. Uttakleiv Beach, 5. Lofotr-Vikingmuseum, 6. Henningsvær, 7. Kabelvåg, 8. Svolvær, 9. Vikten Beach und Glashütte, 10. Nusfjord, 11. Kirche von Flakstad, 12. Rambergstrand, 13. Kvalvika Beach, 14. Reine, 15. Å i Lofoten
Å i Lofoten
Å i Lofoten ist ein kleines Fischerdorf ganz im Süden der Lofoten. Es liegt zwischen steilen Bergen und dem Meer und wirkt sehr ruhig und ursprünglich. Die roten Fischerhäuser von Å prägen das typische Bild des Ortes. Für viele Landausflügler fühlt sich Å wie das Ende der Welt an, weil die Straße E10 dort endet. Der kleine Ort hat nur einige hundert Einwohner, wirkt aber wie ein lebendiges Freilichtmuseum. Viele der alten Gebäude gehören heute zum Norwegischen Fischereimuseum und erzählen von der langen Geschichte des Stockfischs und der Fischerei in der Region.
💡Unser Tipp: Das bekannte Ortsschild von Å ist ein beliebtes Fotomotiv und wird oft gestohlen. Die ikonische kleine Bäckerei „Bakeriet på Å“ begeistert mit leckerem Gebäck und ihrer nostalgischen Einrichtung. Die Zimtschnecken sind köstlich.
Reine
Reine gilt als eines der schönsten Dörfer der Welt mit seinen roten Rorbuer direkt am Reinefjord, umgeben von steilen Bergen wie dem ikonischen Reinebringen. Der Ort lebt von Fischerei, zieht aber immer mehr Urlauber an. Vor allem Fotografen und Wanderer kommen hierher, aber auch viele Landausflügler aus Leknes. Von der Aussichtsplattform am Ortseingang öffnet sich ein berühmtes Panorama über den Hafen und die Inseln Sakrisøy und Hamnøy im Hintergrund.
Eine der beliebtesten Wanderungen auf den Lofoten führt auf den Berg Reinebringen, von wo man einen atemberaubenden Blick über das Dorf Reine und die Fjorde hat. Nepalesische Sherpas haben hier knapp 2.000 Stufen verlegt, über die man nach oben steigen kann. Es gibt immer wieder Bänke zum Ausruhen. Der Lohn der Anstrengung ist ein fantastisches Panorama.
💡Unser Tipp: der Rastplatz Reinehalsen am Fuß des Reinebringen an der E10, die beste Wahl für ein Traumfoto von den Lofoten. An windstillen Tagen spiegelt sich das beeindruckende Panorama sogar im Meer.
Haukland Beach
Der Haukland Beach ist einer der berühmtesten und schönsten Strände der Lofoten und wird oft sogar als „Norwegens schönster Strand“ gefeiert. Er ist nur 10 km vom Hafen entfernt und ein beliebtes Landausflugsziel in Leknes. Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und eine dramatische Kulisse aus schroffen Bergen wie dem Himmeltindan machen ihn zu einem Paradies für Fotografen und Naturliebhaber. Viele Landausflügler fühlen sich hier an die Karibik erinnert. Aber das Wasser ist sehr kalt.
💡Unser Tipp: Ein schöner Küstenpfad verbindet den Haukland Beach mit dem nahegelegenen Uttakleiv Beach. Die Wanderung führt ca. 4 km um eine Halbinsel herum.
Lofotr-Vikingmuseum
Das Lofotr-Vikingmuseum liegt in Borg auf der Lofoten-Insel Vestvågøy und ist ein faszinierendes Erlebnismuseum zur Wikingerzeit. Das Highlight ist der Nachbau des längsten bekannten Wikinger-Langhauses. Archäologische Ausgrabungen vor Ort ermöglichten den orginalgetreuen Nachbau. Landausflügler können durch die rekonstruierte Wohn- und Versammlungshalle laufen. Hier riecht man das Feuer und erfährt mehr über das Leben eines mächtigen Häuptlings. Zum Museum gehören eine Schmiede, Bootshäuser mit Nachbauten des Gokstad-Schiffs, Tiergehege mit alten Rassen und interaktive Führungen. Das Lofotr-Vikingmuseum ist ein begehrtes Ziel für Landausflüge in Leknes. Am Hafen werden Transfers angeboten.
💡Unser Tipp: Im Sommer gibt es oft Schwertkämpfe, Handwerksvorführungen und Wikinger-Festessen. Es lohnt sich, einen Blick in den Tagesplan beim Eingang zu werfen – sonst verpasst man schnell die Highlights.
Unstad Beach
Der Unstad Beach liegt auf der Lofoten-Insel Vestvågøy, etwa 24 km nordwestlich vom Hafen. Es ist ein wildromantischer Surfstrand mit gelbem Sand und dramatischen Bergen im Hintergrund. Der beste Surfspot Norwegens zieht ganzjährig Wellenreiter an. Dank stetiger Swells aus dem Atlantik bleibt Unstad ganzjährig surfbar. Im Sommer reicht ein 4/3-Neoprenanzug. Surfschulen, das stylische Unstad Arctic Resort und die magischen Lichter der Mitternachtssonne oder Nordlichter schaffen ein unvergleichliches arktisches Flair, das auch Nicht-Surfer in seinen Bann zieht.
💡Unser Tipp: Die Boulder-Sektionen an beiden Enden locken mit massiven Felsblöcken, die Kletterfans zu spontanen Bouldering-Sessions einladen.
Buksnes Kirke
💡Die wunderschöne Buksnes Kirke ist eine markante rote Holzkirche im Drachenstil aus dem Jahr 1905. Sie befindet sich in Gravdal auf der Lofoten-Insel Vestvågøy und ist nur gut 3 km vom Hafen entfernt. Deshalb ist ein beliebtes Ziel für einen Spaziergang in Leknes auf eigene Faust. Die Buksnes Kirke thront auf dem Hügel Korshaugen und bietet einen tollen Blick über den Buksnesfjord.
Unser Tipp: Der kürzeste Weg führt entlang einer vielbefahrenen Straße. Wir würden den Weg über die Straße „Haugsmyra“ bevorzugen. Dann geht man 4,1 km. Etwa 1 km entfernt befindet sich der historische Leuchtturm Løkta, der an der Spitze einer schönen Halbinsel liegt.
Henningsvær
Henningsvær ist ein lebendiges Fischerdorf auf der Insel Austvågøy. Es liegt auf mehreren kleinen Inseln und wird deshalb oft als „Venedig der Lofoten“ bezeichnet. Rote Rorbuer (traditionelle Fischerhütten) drängen sich um den geschützten Naturhafen am Vestfjord und sind durch Brücken und Stege verbunden. Auf großen Holzgestellen trocknet der Stockfisch. Viele Künstler haben in Henningsvær ihre Ateliers eingerichtet. Es gibt gleich mehrere Galerien und Kunsthandwerksgeschäfte, die lokale Kunst und Handwerk präsentieren. Die „Kaviarfabrikken“ ist ein gutes Beispiel. Sie ist eine Kunstgalerie in einer alten Kaviarfabrik. Ein weiteres Highlight ist das Stadion von Henningsvær, das zu den schönsten Fußballplätzen der Welt gezählt wird. Es liegt auf einer kleinen Insel direkt am Meer.
💡Unser Tipp: Am besten gleich am Ortseingang parken und den Ort komplett zu Fuß erkunden. So vermeidet man Stress und sieht mehr.
Kabelvåg
Kabelvåg ist eines der ältesten Fischerdörfer der Lofoten und liegt auf der Südseite der Insel Austvågøy, nur 5 km westlich von Svolvær. Es gilt als Geburtsstätte der Lofoten-Fischerei mit Wurzeln bis ins 12. Jahrhundert. Bunte Holzhäuser, enge Gassen und ein malerischer Hafen mit Rorbuer rahmen den Storvåganfjord ein. Hier landeten früher Tausende Fischer den Kabeljau für den Stockfisch an. Der Ort war im Mittelalter das größte Fischerdorf Nordnorwegens und wirkt heute wie ein lebendiges Freilichtmuseum mit traditioneller Pfahlbau-Atmosphäre. Sehenswert ist die imposante Vågan-Kirche (Lofotkatedralen). Norwegens zweitgrößte Holzkirche hat 1.200 Plätze. Das Lofoten-Museum liegt direkt nebenan.
💡Unser Tipp: Im Winterhalbjahr ist Kabelvåg perfekt für die Nordlicht-Fotografie. Es gibt wenig Lichtverschmutzung und eine freie Sicht über den Fjord.
Nusfjord
Nusfjord ist eines der ältesten und besterhaltenen Fischerdörfer Norwegens. Es ist eingebettet in eine dramatische Landschaft aus steilen Bergen und Fjorden. Rot-gelbe Rorbuer auf Stelzen säumen den Hafen in der Bucht Bottelvika, die ins Vestfjord mündet. Das ist ein UNESCO-geschütztes Freilichtmuseum seit 1975 mit Schmiede, Sägemühle, Bootshäusern und Kraftwerken aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Familie Dahl baute es seit 1823 zum Kabeljau-Zentrum aus, mit einst über 600.000 Fischen an Trockengestellen. Ein Spaziergang entlang der roten Rorbuer und Trockengestelle vermittelt die Atmosphäre des alten Kabeljau-Booms.
💡Unser Tipp: Nusfjord ist kein frei zugängliches Dorf wie andere Orte auf den Lofoten. Für den Kernbereich wird ein Eintritt verlangt. Hier sollte man mindestens eine Stunde einplanen.
Vikten Glasshytta
Die Vikten Glasshytta ist eine traditionsreiche Glasbläserei auf den Lofoten. Sie wurde 1976 von Åsvar Tangrand gegründet und wird heute von seinem Sohn Anders Tangrand betrieben. Die Glasshytta liegt am Rande der Insel Flakstadøya, inmitten steiler Berge und mit Blick auf das offene Meer. Die Stücke sind eher rustikal und keine Massenware. Wenn ein Objekt gefällt, sollte man es direkt mitnehmen. Viele Stücke sind Unikate, die man später nicht wiederfindet.
💡Unser Tipp: Das kleine Café wird oft unterschätzt. Der Kuchen ist tatsächlich ein guter Grund, kurz länger zu bleiben.
Kvalvika Beach
Der Kvalvika Beach liegt nahe Fredvang auf der Insel Moskenesøya und ist ein echter Traumstrand: heller Sand, steile Berge ringsherum und Wasser, das türkis schimmert. Er ist allerdings nicht mit dem Auto erreichbar. Die einfachste Wanderung dauert etwa 40 bis 60 Minuten (je nach Tempo und Pausen) und ist rund 2 km lang. Startpunkt ist meist der Parkplatz bei Fredvang, von dort aus führt ein gut sichtbarer Pfad bergauf. Die Wanderung ist leicht bis mittel, für Anfänger also machbar, solange man etwas trittsicher ist. Unterwegs hat man tolle Ausblicke auf die umliegenden Berge und das Meer. Am Strand selbst gibt es keine Einrichtungen – kein Café, keine Toiletten, keinen Rettungsdienst. Das Wasser ist kalt, also nur schwimmen, wenn man sich sicher fühlt.
💡Unser Tipp: Der Weg ist teils steinig, rutschig oder matschig, deshalb sind feste Schuhe sehr empfehlenswert. Wer Trekkingstöcke hat, kann sie gut gebrauchen.
Mietwagentouren in Leknes auf eigene Faust
Die Entfernungen auf den Lofoten sind größer, als man denkt. Deshalb lohnt es sich, die Highlights in zwei klassische Routen aufzuteilen: eine Richtung Norden und eine Richtung Süden entlang der E10.
Auf der E10 nach Norden
Vom Hafen in Leknes geht es schnell auf die E10 Richtung Norden. Nach kurzer Zeit bietet sich ein erster Fotostopp am kleinen See „Båten i vannet“ an – ein ruhiger Spot mit typischem Lofoten-Motiv. Wenig später zweigt die Straße zu den Stränden Haukland und Uttakleiv ab. Vor allem der Haukland Beach ist bekannt für seinen hellen Sand und das klare Wasser – auch wenn es eher etwas für die Augen als zum Baden ist. Wer mag, macht einen Abstecher zum Unstad Beach, einem bekannten Surfstrand in abgelegener Lage. Danach geht es weiter nach Borg zum Lofotr-Vikingmuseum.
Anschließend führt die Route über mehrere Brücken nach Henningsvær, einem lebendigen Fischerdorf mit Galerien und dem bekannten Fußballplatz am Meer. Ein kurzer Stopp in Kabelvåg lohnt sich ebenfalls, bevor man Svolvær erreicht – den größten Ort der Lofoten. Von dort geht es zurück nach Leknes.
Auf der E10 nach Süden
Auch Richtung Süden folgt man zunächst der E10. Ein erster möglicher Stopp ist die Vikten Glasshytta in Vareid. Danach bietet sich ein Abstecher nach Nusfjord an, einem der ältesten Fischerdörfer der Lofoten. Weiter südlich liegt die Flakstad Kirche in schöner Lage nahe der Küste. Am Ramberg Beach lohnt sich eine Pause – ein breiter Strand mit viel Platz und toller Aussicht.
Wer etwas mehr Zeit hat, kann eine Wanderung zum Kvalvika Beach einplanen. Anschließend geht es weiter zu den bekanntesten Fotospots der Lofoten: Hamnøy und Reine. Endpunkt der Route ist Å i Lofoten am südlichen Ende der E10. Von dort fährt man auf derselben Strecke zurück nach Leknes.
Fazit: Landausflüge in Leknes auf eigene Faust
Der Hafen von Leknes ist ein guter Ausgangspunkt, um die Lofoten auf eigene Faust zu erkunden. Der Ort selbst ist überschaubar und bietet nur wenige Sehenswürdigkeiten. Die eigentlichen Highlights liegen in der Umgebung und sind gut mit dem Mietwagen oder im Rahmen eines Landausflugs erreichbar. Traumhafte Strände wie Haukland und Uttakleiv, kleine Fischerdörfer und beeindruckende Berglandschaften liegen nur wenige Kilometer entfernt. Ohne Mietwagen wird es allerdings schwierig, da es vor Ort nur begrenzte Transportmöglichkeiten gibt. Wer flexibel sein möchte, sollte daher ein Fahrzeug mieten oder einen organisierten Landausflug buchen.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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