Oslo auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Oslo individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Oslo liegt am Ende des Oslofjords im Südosten Norwegens und ist die Hauptstadt des Landes. Wer Landausflüge in Oslo auf eigene Faust plant, kann die moderne Hafenpromenade, das Opernhaus, das MUNCH und die Innenstadt bequem individuell erkunden. Die Hauptstadt Norwegens hat gut 725.000 Einwohner. Die Kreuzfahrtfähren der Reederei Color Line pendeln ganzjährig zwischen Kiel und Oslo. Darüber hinaus ist die norwegische Hauptstadt natürlich ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Norwegen. Für die Landausflügler ist es sehr angenehm, dass die Innenstadt nicht weiter als ca. 20 bis 30 Minuten zu Fuß vom Kreuzfahrtschiff entfernt ist. Entlang der Haupteinkaufsstraße Karl Johans gate liegen wichtige Sehenswürdigkeiten wie das königliche Schloss und das Parlamentsgebäude (Stortinget). In unmittelbarer Nähe befindet sich das moderne Rathaus, in dem jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wird. Die Halbinsel Bygdøy mit ihren berühmten Museen kann man bequem mit der Fähre erreichen. Weitere Informationen gibt es beim Oslo Visitor Centre. Stand: April 2026

Weitere Hafenportraits für Landausflüge in Norwegen auf eigene Faust: Ålesund, Alta, Åndalsnes, Bergen, Eidfjord, Flåm, Geiranger, Haugesund, Hellesylt, Honningsvåg, Kristiansand, Leknes, Longyearbyen, Molde, Narvik, Nordfjordeid, Olden, Stavanger, Tromsø, Trondheim, Vik
Landausflüge in Oslo auf eigene Faust
Karte von Oslo im Süden Norwegens – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Oslo auf eigene Faust – kurz & knapp für Kreuzfahrer

📍 Liegeplatz: innenstadtnah; Filipstadkaia (große Schiffe) und Revierkaia
🚶‍♂️ Entfernung zur Innenstadt: ca. 20–30 Minuten zu Fuß
✨ Top-Highlights: Opernhaus, MUNCH, Karl Johans gate & Königsschloss
🗺️ Fortbewegung: zu Fuß, Fähre nach Bygdøy, öffentlicher Nahverkehr
👀 Für Erstbesucher: Stadtrundgang im Zentrum mit Oper, Rathaus und Königsschloss
🔁 Für Wiederholer: Museumsinsel Bygdøy, Holmenkollen, Stadtviertel Grünerløkka

👉 Fazit: Oslo ist ein sehr gut erreichbarer Kreuzfahrthafen, in dem sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem individuell zu Fuß oder mit kurzer Fährfahrt entdecken lassen.

Wo legt mein Kreuzfahrtschiff in Oslo an?

Das Oslo Cruise Terminal ist ein zentraler Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe in der norwegischen Hauptstadt. Auch die deutschen Marktführer AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) kommen regelmäßig hierher. Der Hafen liegt strategisch günstig im Oslofjord, direkt in der Nähe des Stadtzentrums. Wo das eigene Kreuzfahrtschiff liegen wird, erfährt man auf der Webseite des Hafens.

AIDAnova am Filipstadkaia
AIDAnova am Filipstadkaia – Bild: Christine Baglo/Visitnorway.com

Seit dem Sommer 2023 ist der Liegeplatz „Revierkaia“ der Hauptliegeplatz am Oslo Cruise Terminal. Hier können Kreuzfahrtschiffe bis zu einer Länge von 300 Metern anlegen. Ein Kreuzfahrtterminal gibt es nicht. Der Liegeplatz wird mit Landstrom ausgerüstet, der in der Zukunft für die Reedereien verpflichtend sein wird. Revierkaia liegt östlich der Festung Akershus und in unmittelbarer Nähe des Opernhauses und des Munch-Museums. Das Stadtzentrum rund um die Karl Johans gate ist bequem zu Fuß erreichbar.

Der zweite Liegeplatz „Filipstadkaia“ kann auch die größten Kreuzfahrtschiffe aufnehmen. Zum Beispiel AIDAnova. Auch hier gibt es kein Oslo Cruise Terminal. Filipstadkaia befindet sich in unmittelbarer Nähe der modernen Stadtviertel Tjuvholmen und Aker Brygge mit ihren Geschäften, Museen und Restaurants. Das Stadtzentrum ist bequem zu Fuß erreichbar. Die Kreuzfahrtfähren von Color Line, die auf der Route Kiel-Oslo-Kiel unterwegs sind, machen auch am Filipstadkaia fest. Unweit des Liegeplatzes für große Kreuzfahrtschiffe verfügt Color Line über ein modernes Passagierterminal.

Landausflüge in Oslo buchen

Für den Tag in Oslo werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Oslo findet man bei GetYourGuide*.

Mobilität in Oslo auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Oslo auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Oslo ab Revierkaia (ab Filipstadkaia in Klammern):

  • Munch-Museum: 1 km (4 km)
  • Opernhaus: 1 km (3,9 km)
  • Domkirche: 1,1 km (3,9 km)
  • Rathaus: 1,7 km (2,6 km)
  • Nationalmuseum: 1,9 km (1,8 km)
  • Königliches Schloss: 2,2 km (3 km)
  • Frognerpark: 5,5 km (3,1 km)
  • Holmenkollen: 12,4 km (10 km)
Oslo auf eigene Faust
Karte der Liegeplätze und Sehenswürdigkeiten in Oslo – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Liegeplätze und Sehenswürdigkeiten in Oslo: 1. (grün) Revierkaia (Hauptliegeplatz), 2. (grün) Filipstadkaia (Liegeplatz für sehr große Kreuzfahrtschiffe), 3. (grün) Terminal Color Line, 4. Oper, 5. Festung Akershus, 6. Rathaus, 7. Schloss, 8. Hauptbahnhof, 9. Parlament, 10. Aker Brygge, 11. Tjuvholmen, 12. Munch-Museum, 13. Fähre zur Museumsinsel Bygdøy, 14. Magic Ice Bar (dauerhaft geschlossen)

Zu Fuß unterwegs

Wer möchte, kann das Stadtzentrum von Oslo auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Vom neuen Hauptliegeplatz „Revierkaia“ geht man gut 800 Meter bis zum Hauptbahnhof. Hier beginnt der Boulevard Karl Johans gate. Vom Liegeplatz Filipstadkaia ist der Weg ins Stadtzentrum ähnlich weit. Bis zum Rathausplatz geht man ca. 1 km. Der Weg führt durch das moderne Viertel Aker Brygge.

Eine Besonderheit ist die 9 km lange Hafenpromenade Oslos. Diese verläuft von Ost nach West immer am Wasser entlang und vorbei an allen Liegeplätzen. In gewissen Abständen wurden orangefarbene Informationstürme aufgestellt. Hier erfährt man etwas über die Gegend und nahegelegene Sehenswürdigkeiten. Ideal für Fahrradfahrer und Fußgänger.

Oslo auf eigene Faust mit der Metro erkunden
Oslo Metro – Bild: Nan Wisanmongkol auf Unsplash

Öffentliche Verkehrsmittel in Oslo

Eine gute Alternative für Landausflüge in Oslo auf eigene Faust sind die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt. Zum Fahrkartensystem der Verkehrsbetriebe Ruter gehören Stadtbusse, Regionalbusse, Straßenbahnen, U-Bahnen, Fähren (nicht die Fähre nach Bygdøy) und Nahverkehrszüge. Auf der Webseite findet man einen Routenplaner. Mit einem Ticket kann man alle Verkehrsmittel nutzen. Sehr hilfreich, sowohl für die Routenplanung als auch für den Fahrkartenkauf, ist die Ruter App.

Nahezu alle Landausflügler werden sich wohl nur in Zone 1 bewegen. Der Einzelfahrschein (Zone 1) ist eine Stunde gültig und kostet 46 NOK. Für das 24-Stunden-Ticket (Zone 1) werden 137 NOK berechnet. Für Kinder und Senioren gibt es Rabatte. Wer einen Oslo Pass (s. unten) erworben hat, kann damit alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen.

Kontaktlose Zahlungen direkt im Fahrzeug mit Kreditkarte oder Apple Pay sind weiterhin nicht möglich. Die Zahlung erfolgt vorab über die Ruter App. Kaufen kann man die Tickets aber auch im Oslo Visitor Centre am Hauptbahnhof, bei den Ruter-Kundenzentren, in den meisten Kiosken (Narvesen, 7-Eleven, Deli De Luca und Mix), an Automaten und in den Metrostationen. Auch wenn es nicht gerne gesehen wird (wegen des Zeitverlustes), kann man im Bus gegen Aufpreis auch in bar bezahlen.

💡Unser Tipp: Die Ruter-App vor der Kreuzfahrt installieren: Die App ist der schnellste Weg, Tickets zu kaufen und Verbindungen zu checken.

Fähren nach Bygdøy

Die Fähren zur Museumshalbinsel Bygdøy starten im Sommerhalbjahr am Osloer Rathaus an der Rådhusbrygge Nr. 3 (Plattform F). Fahrkarten kann man am Anleger oder vorab auf der Webseite des Veranstalters kaufen. Die Fahrt dauert nur ca. 10 Minuten und kostet 113 NOK für ein Tagesticket. Auf Bygdøy gibt es zwei Anleger. Wer zum Norwegischen Freilichtmuseum oder zum Vikingskipshuset möchte, sollte am Anleger „Dronningen“ aussteigen. Der Anleger „Bygdøynes“ ist ideal für Besucher des Kon-Tiki-Museums und des Fram-Museums.

Taxis, Uber & Co

Die Firma Oslo Taxi ist die größte Taxizentrale der Stadt. Auf der Webseite findet man Preisinformationen und kann ein Taxi buchen. Wer möchte, lädt die App Taxifix herunter. Die Taxis sind mit einem Taxameter ausgerüstet. Darüber wird abgerechnet. Wenn man auf der Webseite nach Taxameterpreisen sucht stößt man schnell auf den Begriff Jamførpris. In Norwegen gibt es eine Art „Kilopreis für Taxifahrten“. Dieser Vergleichspreis wird Jamførpris genannt und gilt für eine Fahrt über 8 km (13 Minuten).

Die Apps von Uber und Bolt sind in Oslo verfügbar und bieten eine bequeme Möglichkeit, sich in der Stadt fortzubewegen. Mit wenigen Klicks können Landausflügler hier ein Fahrzeug bestellen. Die Preise sind transparent und werden vor der Fahrt angezeigt, sodass keine Überraschungen entstehen.

AIDAnova ist oft in Oslo
AIDAnova ist oft in Oslo – Bild: Maverix Media/Visit Norway

Hop-on Hop-off in Oslo

Es gibt in Oslo zwei Anbieter für Stadtrundfahrten. Es handelt sich um die bekannten roten Busse der Firma City Sightseeing (nur im Sommerhalbjahr) und die ebenfalls roten Busse der norwegischen Firma Hop On AS, die man auch aus anderen Häfen in Norwegen kennt. Beide haben ein Route mit 12 Haltestellen und fahren zu Zielen in der Innenstadt, zum Vigeland Skulpturen Park und zur Museumsinsel Bygdøy. An beiden Liegeplätzen für Kreuzfahrtschiffe gibt es eine Haltestelle. Wer möchte, kann die Tickets auch vorab bei GetYourGuide* erwerben. Bei beiden Anbietern zahlt man gut 40 Euro für ein Tagesticket.

💡Unser Tipp: Im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Fähren ist der Hop-on Hop-off deutlich teurer. Die Busse sind unserer Meinung nach eine gute Wahl für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind. Auch bei Regenwetter haben die Busse ihre Vorteile.

Mit dem Rad in Oslo

Etwas mobiler ist man mit einem Fahrrad. Die Stadt ist gut auf Fahrradfahrer eingestellt, auch wenn man noch etwas von den Standards in Kopenhagen entfernt ist. Stadtfahrräder kann man sich an knapp 250 Stationen im Stadtgebiet ausleihen. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite Oslo Bysykkel. Wir würden uns vorab mit dem System vertraut machen. Zudem gibt es in Oslo E-Scooter der in Deutschland gut bekannten Firma Tier und der schwedischen Firma Voi.

Am Rathaus starten die Fähren zur Museumsinsel Bygdøy
Am Rathaus starten die Fähren zur Museumsinsel Bygdøy – Bild: Bjørn-Magnus Kristiansen auf Unsplash

Oslo Pass: Lohnt sich die City Card?

Der Oslo Pass lohnt sich vor allem, wenn man in kurzer Zeit mehrere Sehenswürdigkeiten und Museen besuchen möchte und dabei den öffentlichen Nahverkehr nutzt. Man muss sich um Tickets und Fahrkarten keine Gedanken mehr machen. Für 24 Stunden kostet der Oslo Pass derzeit 580 NOK. Senioren zahlen 465 NOK und Kinder 290 NOK.

Den Oslo Pass kauft man direkt über die offizielle Oslo Pass App (Oslo Pass – Official City Card) für iOS oder Android. Dort wählt man die gewünschte Gültigkeitsdauer (24, 48 oder 72 Stunden) aus und bezahlt. Sobald der Landausflug in Oslo beginnt, aktiviert man den Oslo Pass. Man kann in der App Attraktionen auswählen und planen. Beim Eintritt oder im öffentlichen Nahverkehr einfach den QR-Code vorzeigen.

Oslo auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste

Oslo ist ein Topziel für Norwegen Kreuzfahrten. Es gibt viele interessante Sehenswürdigkeiten und die Kreuzfahrtschiffe liegen zentral in der Stadt. Wer möchte, kann Oslo in Eigenregie zu Fuß und/oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Wir werden einen möglichen Stadtrundgang von beiden Kreuzfahrthäfen aus vorstellen. Es gibt aber auch einige Sehenswürdigkeiten in den Außenbezirken der Stadt. Der Holmenkollen, die Museumsinsel Bygdøy oder das hippe Viertel Grünerløkka zum Beispiel. Hier braucht man ein Verkehrsmittel und etwas Zeit. Dies sind die beliebtesten Ziele für den Tag in Oslo auf eigene Faust.

Regal Princess am Søndre Akershuskai
Früher lagen die Kreuzfahrtschiffe am Søndre Akershuskai – Bild: Alexandra von Gutthenbach-Lindau auf Pixabay

Oslo: Die besten Sehenswürdigkeiten

Oslo bietet eine Mischung aus moderner Architektur, bedeutenden Museen und historischer Innenstadt direkt am Oslofjord. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der norwegischen Hauptstadt liegen im Stadtzentrum und lassen sich von den beiden Liegeplätzen für Kreuzfahrtschiffe aus gut zu Fuß erkunden. Ergänzt wird das Angebot durch Landausflugsziele in den grünen Außenbezirken, die schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Dadurch eignet sich die norwegische Hauptstadt besonders gut für Landausflüge in Oslo auf eigene Faust.

Festung Akershus

Die Festung Akershus zählt zu den bedeutendsten historischen Wahrzeichen Oslos. Die mittelalterliche Festung Akershus entstand im 14. Jahrhundert und wurde später nach Zeitgeschmack und militärischen Erfordernissen umgebaut. Große Teile der Festung sind kostenlos zugänglich. Es gibt einige Museen, wie das Militärmuseum und das norwegische Widerstandsmuseum. Im Mausoleum sind viele norwegische Könige begraben. Im Sommer gibt es nahezu täglich Führungen im Freien. Bis 2023 befand sich der Hauptliegeplatz für Kreuzfahrtschiffe direkt vor der Festung. Das kleine Oslo Cruise Terminal steht immer noch hier. Die Einwohner Oslos wollten es verständlicherweise nicht mehr hinnehmen, dass ihr Wahrzeichen von großen Kreuzfahrtschiffen verdeckt wird.

💡Unser Tipp: Der Abschnitt zwischen Oper, Munch-Museum und Festung Akershus eignet sich gut für einen Spaziergang entlang des Wassers und ist meist deutlich angenehmer als der Rückweg durch die Innenstadt.

Landausflüge in Oslo auf eigene Faust
Die Akershus-Festung spiegelt sich im Theatrinum – Bild: AIDA Cruises

Opernhaus Oslo

Das 2008 eröffnete moderne Opernhaus fällt sofort ins Auge, wenn man sich Oslo von See aus nähert. Das Gebäude wurde einem treibenden Eisberg nachempfunden und verfügt über drei Bühnen. Die Fassade besteht überwiegend aus schneeweißem Carrara-Marmor. Es gibt fünfzigminütige Führungen (auch in deutscher Sprache) für 180 NOK. Man kann sogar kostenlos auf dem Dach der neuen Oper spazieren gehen. Wenn man von dort in Richtung Stadt schaut, fallen einige Gebäude auf, die zusammen an einen Barcode erinnern. Der Gebäudekomplex besteht aus 12 Gebäuden und wird einfach „der Barcode“ genannt. Direkt neben der Oper wurde das neue Munch-Museum gebaut. Das Opernhaus ist ein Topziel für den Tag in Oslo auf eigene Faust. Der Liegeplatz Revierkaia liegt direkt gegenüber.

💡Unser Tipp: Nicht nur vom Dach lohnt sich der Blick – auch direkt am Wasser vor dem Opernhaus entstehen sehr gute Aufnahmen mit Spiegelungen im Fjord.

Die Oper liegt direkt am Fjord
Die Oper liegt direkt am Fjord – Bild: Fredrik Ahlsen/Visit Norway

Munch-Museum

Der berühmte norwegische Maler Edvard Munch hat seinen Nachlass der Stadt Oslo vermacht. Es gibt heute deshalb angeblich etwa 28.000 Werke des berühmten Malers in der Stadt. Darunter natürlich auch das berühmte Gemälde „Der Schrei“, von dem es mehrere Versionen gibt. Wer die Bilder des Malers sehen möchte, sollte das Munch-Museum und/oder die Nationalgalerie besuchen. Wegen des Umfanges des Nachlasses wurde ein modernes neues Museum gebaut und im Herbst 2021 eingeweiht. Es befindet sich im Stadtviertel Bjørvika (vom Liegeplatz Revierkaja aus gesehen) direkt hinter der neuen Oper. Das markante neue Museum mit dem Knick in der Spitze ist 13 Stockwerke bzw. 60 Meter hoch. Es wurde von einem spanischen Architekten entworfen. Der Eintritt liegt bei 220 NOK.

💡Unser Tipp: Die Aussichtsplattform im oberen Stockwerk bietet einen der besten Panoramablicke Oslos.

Die Oper und das neue Munch-Museum
Die Oper und das neue Munch-Museum – Bild: Sergey Konstantinov auf Unsplash

Karl Johans gate

Die Karl Johans gate ist die bekannteste Prachtstraße Oslos. Sie ist ca. 1,2 km lang und verbindet den Hauptbahnhof mit dem königlichen Schloss. Entlang der Karl Johans gate liegen zahlreiche bedeutende Sehenswürdigkeiten Oslos, darunter das Parlamentsgebäude (Stortinget), das Nationaltheater oder die Domkirche Oslo. Auch das Rathaus ist nur wenige Schritte entfernt. Die Straße ist zudem von Geschäften, Cafés und Restaurants gesäumt und eine beliebte Einkaufsmeile.

💡Unser Tipp: Im Frühling und Sommer sorgen Musiker und Straßenkünstler und kleine Aufführungen für eine lebendige Atmosphäre.

Königliches Schloss

Das Schloss ist die offizielle Residenz des norwegischen Königs und markiert ein Ende der Karl Johans gate. In den Sommermonaten (Ende Juni bis Mitte August) ist das Schloss für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Rahmen einer geführten Tour kann man die prächtigen Innenräume besichtigen. Zusätzlich kann man täglich (meist um 13:30 Uhr) die Wachablösung der königlichen Garde vor dem Schloss beobachten. Für viele Kreuzfahrer ist das ein Highlight für Landausflüge in Oslo auf eigene Faust.

💡Unser Tipp: Vom Schloss aus eröffnet sich eine perfekte Sichtachse über die gesamte Prachtstraße bis zum Hauptbahnhof.

Karl Johans gate
Karl Johans gate – Bild: VisitOSLO/Didrick Stenersen

Nationalmuseum

Das neue Nationalmuseum in Oslo wurde im Jahre 2022 in unmittelbarer Nähe des Rathauses eröffnet. Der Neubau entstand auf dem Gelände des ehemaligen Westbahnhofs und wurde von einem deutschen Architekten geplant. Das größte Kunstmuseum Skandinaviens bietet eine Dauerausstellung mit rund 5.000 Objekten, die alles von Design, Kunsthandwerk und bildender Kunst umfasst. Im dunkelblauen Munch-Zimmer kann man die berühmtesten Gemälde von Edvard Munch bestaunen, darunter „Der Schrei“ (1893) und „Madonna“ (1894). In dem ehemaligen Bahnhofsgebäude aus dem Jahre 1872 ist heute das Nobel-Friedenszentrum, das ebenfalls ein Teil des Nationalmuseums ist.

💡Unser Tipp: Die Dachterrasse des Nationalmuseums bietet einen Panoramablick auf den Fjord, Aker Brygge und die Stadt.

Rathaus

Das riesige Rathaus von Oslo mit den beiden hohen Türmen liegt direkt am Fjord. Der klotzige rotbraune Backsteinbau ist weithin sichtbar. Bekannt ist das Rathaus vor allem für die Verleihung des Friedensnobelpreises. Sie findet jedes Jahr am 10. Dezember statt. Das Rathaus ist in der Regel für Besucher geöffnet, sofern keine offiziellen Veranstaltungen stattfinden. Der Eintritt ist kostenlos. Besonders die Haupthalle (Festsaal) mit ihren großen Wandmalereien ist sehenswert.

💡Unser Tipp: Der schöne Rathausplatz befindet sich an der Rückseite des Gebäudes und liegt direkt am Fjord. Hier starten die Fähren zur Museumsinsel.

Das Rathaus ist ein Wahrzeichen Oslos
Das Rathaus ist ein Wahrzeichen Oslos – Bild: Murat Demirel auf Pixabay

Aker Brygge

Aker Brygge ist ein modernes Hafenviertel im Zentrum von Oslo. Wenn das Kreuzfahrtschiff am Filipstadkaia liegt, führt der Weg ins Zentrum hier entlang. Ursprünglich war hier die Aker Werft ansässig, bevor das Gebiet ab 1986 zu einem modernen Stadtteil mit Wohnungen, Büros, Geschäften und viel Gastronomie umgebaut wurde. Direkt nebenan und mit Aker Brygge verbunden ist Tjuvholmen. Das ist ein exklusives Quartier mit moderner Architektur, Kunst und Gastronomie. Ein besonderes Highlight ist das Astrup Fearnley Museum für moderne Kunst. Es befindet sich in einem auffälligen Glasbau, der von Renzo Piano entworfen worden ist.

💡Unser Tipp: Von der äußersten Spitze Tjuvholmens hat man eine der besten Perspektiven auf das Osloer Rathaus und das Kreuzfahrtschiff am Filipstadkaia.

Modernes Tjuvholmen
Modernes Tjuvholmen – Bild: Alexandra von Gutthenbach-Lindau

Vigeland Skulpturenpark im Frognerpark

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit für Landausflüge in Oslo auf eigene Faust ist der Vigeland Skulpturenpark im Frognerpark. Der Park wurde zwischen 1923 und 1943 realisiert und zeigt 212 lebensgroße Skulpturen aus Stein, Bronze und Schmiedeeisen. Die Skulpturen stehen für die verschiedenen Lebensphasen des Menschen, von Geburt über Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter bis zum Alter und Tod. Der Skulpturenpark liegt im westlichen Teil des Frognerparks und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

💡Unser Tipp: Am südlichen Rand befindet sich Vigelands ehemaliges Atelier, das heute als Museum dient.

Vigelandsparken
Vigelandsparken – Bild: CH – Visitnorway.com/Vigeland-museet/BONO

Hippes Stadtviertel Grünerløkka

Grünerløkka (oft einfach Løkka genannt) ist Oslos bekanntestes Szeneviertel. Das ehemalige Arbeiterviertel hat sich zu einem der angesagtesten Stadtteile Oslos entwickelt. Es liegt nordöstlich des Stadtzentrums Oslos, am Fluss Akerselva. Hier gibt es viele Designerläden und zahlreiche Vintage- und Secondhandshops. Insbesondere in der Straße Markveien und in der parallel verlaufenden Thorvald Meyers gate. Hippe Cafés und exotische Restaurants findet man an jeder Ecke.

💡Unser Tipp: Oslos einzige Markthalle (Mathallen) mit Bio-Produkten und regionalen Spezialitäten befindet sich in Grünerløkka.

Skisprungschanze Holmenkollen

Die Norweger sind bekanntlich begeisterte Wintersportler. Die bereits 1892 erbaute und wiederholt erweiterte Skisprungschanze Holmenkollbakken ist auch im Sommer ein interessantes Landausflugsziel. Vom Schanzenturm kann man einen tollen Rundblick genießen. Unter der Schanze ist das Skimuseum, das die Skier aus aller Welt gesammelt hat und die Polarausrüstung von Nansen und Amundsen zeigt. Wer möchte, kann einen Sprung von der Holmenkollenschanze per Simulator erleben. Noch eindrucksvoller ist wohl die spektakuläre Seilrutsche (Zip-Line) Kollensvevet. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Holmenkollen Skimuseet. Der Holmenkollen ist zudem das Tor zum Naherholungsgebiet Nordmarka.

💡Unser Tipp: Die Perspektive vom Auslauf der Schanze ist fast spektakulärer als von oben. Hier erkennt man erst die Dimension der Anlage.

Holmenkollbakken am Wettkampftag
Holmenkollbakken am Wettkampftag – Bild: Innovation Norway /Brand Norway

Museumsinsel Bygdøy

Bygdøy ist eine grüne Halbinsel im Oslofjord westlich des Osloer Stadtzentrums. Sie dient als Naherholungsgebiet mit schönen Stränden wie dem Huk Beach und berühmten Museen. Die Halbinsel ist deshalb eines der Topziele für den Tag in Oslo auf eigene Faust.

Besonders beliebt war immer das Wikingerschiff-Museum Vikingskipshuset. Hier konnte man sehr gut erhaltene Wikingerschiffe aus dem 9. Jahrhundert bestaunen, die aus Häuptlingsgräbern stammten. Auch die anderen Grabbeigaben wurden ausgestellt. Das Wikingerschiffmuseum wurde 2022 für eine große Renovierung geschlossen. Es öffnet wieder als Teil des neuen Vikingtidsmuseet (Museum of the Viking Age), das 2027 eröffnet werden soll.

Lohnenswert ist unserer Meinung nach auch ein Besuch des Fram Museum. Hier kann man den Schoner Fram besichtigen, den sich Fridtjof Nansen 1893 für seine Reise zum Nordpol bauen ließ. Diesen hölzernen Dreimastschoner lieh sich Amundsen aus, um den Südpol, „das menschenfeindlichste Gebiet der Erdoberfläche“, zu erreichen. Nun kann man hineinsteigen, das Durchdachte der Einrichtung, aber auch diese Enge sehen.

Karte der Museumsinsel Bygdøy
Karte der Museumsinsel Bygdøy – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Halbinsel Bygdøy: Die Fähren starten vor dem Rathaus. Die beiden Fähranleger auf Bygdøy (oben „Dronningen“ und unten „Bygdøynes“) sind markiert. Die bekanntesten Highlights auf Bygdøy sind: 1. Fram-Museum, 2. Kon-Tiki-Museum, 3. Vikingskipshuset, 4. Norsk Folkemuseum, 5. Huk-Strand

Gegenüber dem Framhus liegt das interessante Kon-Tiki-Museum. Mit dem Floß Kon-Tiki trieb Thor Heyerdahl 1947 in 101 Tagen über den Pazifik von Peru nach Polynesien, um seine Theorie zur Besiedlung des Südpazifiks zu untermauern. Später fand Heyerdahl in ägyptischen Gräbern Bilder von Booten aus Papyrus. Er band also Papyrusrohr mit Seilen zusammen, um damit den Ozean zu durchfahren. Der erste Versuch scheiterte, der zweite führte ihn 1972 von Marokko zu den Kleinen Antillen. Er setzte dabei die Flagge der Vereinten Nationen ein, um für die Gemeinsamkeit der Menschen zu werben. Das Schilfboot Ra kann auch im Kon-Tiki-Museum in Augenschein genommen werden.

Das Norsk Folkemuseum auf der Halbinsel Bygdøy vermittelt einen guten Eindruck der norwegischen Kulturgeschichte. Zu sehen sind mehr als 160 alte Gebäude aus unterschiedlichen Gegenden Norwegens, darunter Bauernhöfe und Stadthäuser. Eine eindrucksvolle Stabkirche aus Gol aus dem 13. Jahrhundert steht dort auch. Die Gebäude sind im Stil der Zeit eingerichtet. Handwerksvorführungen und Mitarbeiter in alten Trachten lassen die alten Zeiten zum Leben erwachen.

Oslo auf eigene Faust zu Fuß – Bummel ab Liegeplatz Filipstadkaia

Am Filipstad Cruise Quay liegen u.a. die sehr großen Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises. AIDAprima und AIDAnova sind Stammgäste an diesem Liegeplatz. Der Filipstadkaia liegt im Stadtteil Frogner und ist Teil des Containerhafens der Stadt Oslo. Die Kreuzfahrtfähren von Color Line liegen ganz in der Nähe.

Karte für einen Stadtbummel in Oslo ab Filipstadkaia
Karte für einen Stadtbummel in Oslo ab Filipstadkaia – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte für einen Stadtbummel in Oslo ab Liegeplatz Filipstadkaia (u.a. AIDAnova, AIDAprima): 1. Tjuvholmen, 2. The Oslo Tree, 3. Holzbrücke nach Aker Brygge, 4. Uferpromenade in Aker Brygge, 5. Nationalmuseum, 6. Nobel-Friedenszentrum, 7. Rathausplatz (Fähren nach Bygdøy), 8. Rathaus, 9. Karl Johans gate, 10. Königliches Schloss, 11. Nationaltheater, 12. Stortinget (Parlament), 13. Domkirche, 14. Jernbanetorget & Østbanehallen, 15. Oper, 16. Munch-Museum, 17. Akershus

Der Weg in die Stadt führt zuerst am Wasser entlang. Wenn man hier nach links schaut, sieht man das moderne Stadtviertel Tjuvholmen auf einer Halbinsel. Am Ende des Filipstadkaia beginnt der Trettenparken mit dem Oslo Tree. Das ist eine rund 14 Meter hohe Lichtskulptur im Viertel Aker Brygge, der am Abend sehr schön leuchtet. Ein kurzes Stück weiter erreicht man den Outdoor-Fitnesspark Tufteparken.

Am Ende des Hafenbeckens erreicht man das moderne Viertel Aker Brygge über eine hölzerne Fußgängerbrücke. Wer möchte, biegt nach Tjuvholmen ab. Hier kann man schöne Bilder vom Schiff machen. Dann halten wir uns links und gehen an der Uferpromenade „Stranden“ entlang bis zum Rathausplatz.

Das gewaltige Rathaus sieht man bereits vom Schiff. Hier wird jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen. Daneben entstand das neue Nationalmuseum auf dem Gelände eines ehemaligen Bahnhofs. Das Bahnhofsgebäude des ehemaligen Westbahnhofs ist erhalten und beheimatet heute das Nobel-Friedenszentrum. Hier erfährt man alles über Alfred Nobel und den Friedensnobelpreis.

Die Karl Johans gate am Nationalfeiertag
Die Karl Johans gate am Nationalfeiertag – Bild: Asgeir Helgestad – VisitNorway.com

Vom Rathaus sind es nur wenige Meter bis zur Karl Johans gate mit dem Schloss. Wer möchte, schaut sich um 13.30 Uhr den Wachwechsel an und bummelt dann ein wenig über die 1,2 km lange Prachtstraße. Man könnte Teilstrecken aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Die Karl Johans gate endet am Jernbanetorget vor dem Hauptbahnhof. Von hier sind es nur ca. 450 Meter zur Oper am Fjord. Wer möchte, kann vorher eine Pause in den Østbanehallen einlegen und etwas essen. Anschließend geht es weiter zur Oper und zum Munch-Museum.

Danach biegen wir links ab und gehen immer am Wasser entlang über die Hafenpromenade. Nach ca. 900 Metern passieren wir den Liegeplatz Revierkaia. Weiter geht es in Richtung Festung Akershus und von dort immer am Wasser entlang zurück zum Rathausplatz. Wer möchte, kann hier die Fähren nach Bygdøy nehmen oder durch Aker Brygge zurück zum Schiff laufen.

Oslo auf eigene Faust zu Fuß – Bummel ab Liegeplatz Revierkaia

Der Liegeplatz Revierkaia befindet sich auf der Halbinsel Akersneset, in Sichtweite der Oper und des Munch-Museums. Hier machen die mittelgroßen Kreuzfahrtschiffe fest. Auch von hier aus kann man Oslo gut in Eigenregie zu Fuß erkunden. Eine mögliche Route stellen wir jetzt vor:

Karte für einen Stadtbummel in Oslo ab Revierkaia
Karte für einen Stadtbummel in Oslo ab Revierkaia – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte für einen Stadtbummel in Oslo ab Liegeplatz Revierkaia (u.a. TUI Cruises, Sphinx-Klasse AIDA): 1. Oper, 2. Munch-Museum, 3. Barcode, 4. Akrobatenbrücke, 5. Jernbanetorget & Østbanehallen, 6. Karl Johans gate, 7. Domkirche, 8. Parlament, 9. Nationaltheater, 10. Königliches Schloss, 11. Rathaus, 12. Rathausplatz (Fähren nach Bygdøy), 13. Nobel Friedenszentrum, 14. Nationalmuseum, 15. Aker Brygge, 16. Tjuvholmen, 17. Akershus

Der erste Weg führt zur schneeweißen Oper von Oslo, auf deren Dach man laufen kann. Man geht einfach außen die breite Rampe hoch. Von hier oben kann man ein schönes Foto vom Schiff machen. Das neue Munch-Museum nebenan wirkt zum Greifen nah. Hier wird seit 2021 die große Sammlung des norwegischen Malers Edvard Munch gezeigt.

Jetzt laufen wir ca. 800 Meter vom Munch-Museum zum Jernbanetorget am Hauptbahnhof. Dabei kommen wir an der Gebäudegruppe „Barcode“ vorbei. Diese besteht aus einer Reihe von zwölf Hochhäusern mit unterschiedlicher Breite und Höhe, die von oben an einen Barcode erinnern. Hinter dem Gebäudeensemble führt die 206 Meter lange Akrobatenbrücke über die Bahngleise des Osloer Hauptbahnhofs. Wer möchte, macht einen kleinen Abstecher hierher, denn die Stahl-Glas-Konstruktion der Brücke ist sehenswert. Kurz bevor wir dann den Jernbanetorget erreichen, passieren wir die Østbanehallen. Der sehenswerte ehemalige Ostbahnhof ist heute ein Einkaufszentrum mit einem großen Restaurantbereich.

Barcode Oslo ist ein modernes Hochhausviertel
Barcode Oslo ist ein modernes Hochhausviertel – Bild: VisitOSLO – Didrick Stenersen

Am Jernbanetorget beginnt die Prachtstraße Karl Johans gate, die von hier über 1,2 km bis zum königlichen Schloss verläuft. Ein Bummel über diese Straße lohnt sich. Neben vielen Geschäften und Gastronomie gibt es auch einige Sehenswürdigkeiten wie das norwegische Parlament (Stortinget), das Nationaltheater und die Osloer Domkirche. Das Schloss am Ende der Prachtstraße ist die offizielle Residenz des norwegischen Königs. Von Ende Juni bis Mitte August ist der König im Urlaub und das Schloss für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Wachwechsel der königlichen Garden findet um 13.30 Uhr statt und ist bei vielen Landausflüglern sehr beliebt.

Vom königlichen Schloss geht es weiter zum Osloer Rathaus, das ca. 750 Meter entfernt ist. Das gigantische Gebäude ist eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt. Am 10. Dezember eines jeden Jahres wird hier der Friedensnobelpreis verliehen. Wer mehr darüber erfahren möchte, könnte das Nobel-Friedenszentrum besuchen. Es befindet sich schräg hinter dem Rathaus in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude. Der Rest des Bahnhofs ist seit 2022 das Nationalmuseum.

Nationalmuseum und Nobel-Friedenszentrum befinden sich auf dem Rathausplatz, der eigentlich hinter dem Rathaus liegt. Hier starten auch die Fähren zur Museumsinsel Bygdøy. Wir setzen unseren Stadtbummel in Oslo auf eigene Faust fort und bummeln ein wenig durch Aker Brygge. Das ehemalige Werftgelände besticht heute durch moderne Architektur und Gastronomie am Wasser. Hier trifft man vielleicht auf andere Landausflügler, die vom Liegeplatz Filipstadkaia in die Stadt laufen. Wer Lust hat, kann von Aker Brygge aus auch das moderne Viertel Tjuvholmen auf einer Halbinsel erkunden.

Radfahrer an der Hafenpromenade
Radfahrer an der Hafenpromenade – Bild: Fredrik Ahlsen/Visit Norway

Das nächste Ziel unseres Landausflugs in Oslo ist die gut 1 km entfernte Festung Akershus. Über die wunderschöne Hafenpromenade bummeln wir immer am Fjord entlang. Vor der Festung und direkt am Oslofjord befindet sich ein Kreuzfahrtterminal. Hier befand sich bis 2023 der Hauptliegeplatz in Oslo. Von der Festung Akershus sind es nur noch wenige hundert Meter über die Hafenpromenade zurück zum Schiff am Revierkaia, wo unser Stadtrundgang endet.

Fazit: Landausflüge in Oslo auf eigene Faust

Oslo gehört zu den angenehmsten Kreuzfahrthäfen in Norwegen für individuelle Landausflüge. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß erkunden. Für weiter entfernte Ziele stehen zuverlässige öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung. Wer seinen Tag sinnvoll plant, kann die norwegische Hauptstadt auch ohne organisierte Tour entspannt und abwechslungsreich erleben.

Über mich. Petra auf dem Preikestolen

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks. Wenn Sie bei uns buchen, bekommen wir einen kleinen Dankeschön-Bonus. Dieser hat keinen Einfluss auf den Preis, den Sie zahlen, und hilft uns, diese Website zu betreiben.