Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Alta auf eigene Faust zusammengestellt. Die Stadt liegt rund 400 km nördlich des Polarkreises am inneren Ende des Altafjords und gehört zu den größeren Städten Nordnorwegens. Alta ist vor allem als „Stadt der Nordlichter“ bekannt. Die geschützte Lage zwischen Bergen und das vergleichsweise trockene Klima sorgen für viele klare Nächte. Besonders während der Wintermonate gehören Nordlichtsafaris deshalb zu den beliebtesten Landausflügen. Das moderne Wahrzeichen der Stadt ist die 2013 eingeweihte Nordlichtkathedrale. International bekannt ist Alta außerdem für seine prähistorischen Felszeichnungen, die seit 1985 zum UNESCO-Welterbe gehören. Weitere Informationen findet man bei Visit Alta. Letzte Aktualisierung: September 2026
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Alta auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Terminalkaia im Hafen von Alta
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: ca. 4 km bis zur Nordlichtkathedrale
✨ Top-Highlights: Nordlichter, UNESCO-Felszeichnungen im Alta Museum und Nordlichtkathedrale, Huskys, Rentiere
🗺️ Fortbewegung: Shuttlebusse, öffentliche Busse, Taxis und Mietwagen
☀️ Im Sommer: Nordlichtkathedrale, UNESCO-Felszeichnungen im Alta Museum, Alta Canyon und Wanderungen
❄️ Im Winter: Nordlichtkathedrale, Nordlichtsafaris, Husky-Touren, Sami-Camps und Sorrisniva Igloo Hotel
💶 Gut zu wissen: Bezahlt wird mit Norwegischen Kronen (NOK). Als grobe Faustregel entsprechen 100 NOK etwa 9–10 Euro. Kartenzahlung ist weit verbreitet und Bargeld wird kaum benötigt. EU-Roaming gilt auch in Norwegen.
👉 Unsere Einschätzung: Rund um die Nordlichtkathedrale kann man das überschaubare Zentrum zu jeder Jahreszeit gut zu Fuß erkunden. Auch eine Wanderung auf den Komsatoppen ist im Sommer und bei geeigneten Wegverhältnissen im Winter möglich. Für weiter entfernte Ziele und besondere Erlebnisse wie Nordlichtsafaris, Husky-Touren oder Sami-Camps würden wir einen organisierten Landausflug wählen.
Landausflüge in Alta buchen
Für den Tag in Alta werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten in Alta findet man bei GetYourGuide* oder Viator*.
Kreuzfahrthafen Alta
Der Kreuzfahrthafen von Alta befindet sich im Hafenbereich Bukta unmittelbar neben dem Flughafen. Die meisten Kreuzfahrtschiffe legen an der Terminalkaia an. Der Liegeplatz ist 169 Meter lang und kann Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu etwa 270 Metern aufnehmen. Hier machen auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) fest. Das Stadtzentrum rund um die Nordlichtkathedrale ist etwa 4 km entfernt.
Die Umgebung des Liegeplatzes ist durch Hafenbetriebe und Gewerbeflächen geprägt. Direkt am Schiff gibt es nur eine begrenzte touristische Infrastruktur. An Kreuzfahrttagen stehen häufig Taxis und Informationsangebote zur Verfügung. Der Flughafen mit mehreren Mietwagenstationen und Bushaltestellen befindet sich in unmittelbarer Nähe. Wie man vom Hafen ins Stadtzentrum und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gelangt, erläutern wir im folgenden Abschnitt.
Mobilität in Alta auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Alta auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Alta.
- Nordlichtkathedrale: 4 km
- Alta Museum (Felszeichnungen): 7,8 km
- Sami Siida: 9,6 km
- Holmen Husky Lodge: 10,9 km
- Pæskatun Northern Lights Camp: 19,8 km
- Sorrisniva Igloo Hotel: 20,6 km
- Nordkap: 233 km
Karte der Sehenswürdigkeiten von Alta: 1. Nordlichtkathedrale und Stadtzentrum, 2. Hausberg und Wanderziel Komsatoppen, 3. Alta Museum, 4. Alta Kirke
Zu Fuß unterwegs
Vom Kreuzfahrthafen läuft man rund 4 km bis ins Stadtzentrum rund um die Nordlichtkathedrale. Für den Weg sollte man je nach Lauftempo etwa 45 bis 60 Minuten einplanen. Die Strecke führt überwiegend durch wenig attraktive Gewerbe- und Wohngebiete und steigt teilweise leicht an. Im Winter können Schnee, Eis und Dunkelheit den Fußweg zusätzlich erschweren. Wenn ein Shuttlebus angeboten wird, würden wir diesen deshalb vorziehen.
Das Zentrum von Alta ist klein und überschaubar. Rund um die Nordlichtkathedrale befinden sich das Einkaufszentrum AMFI Alta, die Touristeninformation, Cafés und einige Geschäfte. Diese Bereiche kann man bequem zu Fuß erkunden. Auch der Ausgangspunkt für die Wanderung auf den Komsatoppen ist vom Zentrum aus zu Fuß erreichbar.
Gibt es Shuttlebusse?
Die Reedereien bieten in Alta in der Regel Shuttlebusse ins etwa 4 km entfernte Stadtzentrum an. Ob die Fahrt kostenpflichtig ist, hängt von der Reederei ab. Ein aktuelles Preisbeispiel liefert Phoenix Reisen: Im August 2026 kostete der Shuttlebus für Gäste der Amadea 12 Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt.
Die Fahrt dauerte etwa 15 Minuten pro Strecke und endete gegenüber der Touristeninformation. Von dort kann man die Nordlichtkathedrale und das Einkaufszentrum AMFI Alta bequem zu Fuß erreichen. Die genauen Abfahrtszeiten, den Haltepunkt und die letzte Rückfahrt erfährt man an Bord.
Taxis, Uber & Co
Ein örtlicher Anbieter ist Alta Taxi. Das Unternehmen bietet Fahrten mit normalen Pkw und Minibussen an. Auch rollstuhlgerechte Fahrzeuge sind verfügbar. Bestellen kann man telefonisch unter +47 78 43 53 53, über die Website oder mit der TaxiFix-App.
Für einen individuellen Landausflug würden wir das Fahrzeug vorab reservieren und die gewünschte Strecke, mögliche Wartezeiten und den Preis vereinbaren. Wer sich beispielsweise zum Alta Museum bringen lässt, sollte auch die Rückfahrt zum Schiff gleich mitplanen. Uber ist in Alta nicht vertreten.
Mietwagen
Für Kreuzfahrer sind die Mietwagenstationen am nahegelegenen Flughafen besonders praktisch. Vom Liegeplatz an der Terminalkaia sind es etwa 650 Meter bis zum Flughafenterminal. Dort sind unter anderem Avis, Budget, Europcar, Hertz und Sixt vertreten. Eine Übersicht mit Kontaktdaten findet man auf der Website des Flughafens.
Mit einem Mietwagen kann man mehrere Ziele in Alta und im Umland miteinander verbinden. Wir würden das Fahrzeug vorab reservieren und die Abhol- und Rückgabezeiten auf die Liegezeit abstimmen. Im Winter sollte man Erfahrung mit Fahrten auf Schnee und Eis haben und bei der Planung genügend Zeitreserven berücksichtigen.
Öffentliche Busse
Die öffentlichen Busse in Alta gehören zum Verkehrsangebot von Snelandia. Vom Kreuzfahrthafen läuft man etwa 700 Meter zur Haltestelle „Storbakken“. Dort nimmt man die Linie 40 in Richtung Zentrum beziehungsweise Gakori. Für unseren Stadtbummel bietet sich der Ausstieg an der Haltestelle Alta Helsesenter an. Wer direkt zur Nordlichtkathedrale möchte, fährt bis Myrbakken. Alternativ läuft man etwa 650 Meter zum Flughafen und nimmt dort die Linie 42 in Richtung Stadtzentrum. Eine zentrale Ausstiegshaltestelle ist Løkkeveien. Die passenden Verbindungen und Haltestellen für Hin- und Rückfahrt sollte man vorab im Reiseplaner von Snelandia prüfen.
Am einfachsten kauft man das Ticket beim Fahrer und bezahlt kontaktlos mit Karte, Apple Pay oder Google Pay. Eine Einzelfahrkarte innerhalb einer Zone kostet für Erwachsene derzeit 76 NOK. Günstiger ist der Vorverkauf über Snelandia Mobillett oder Entur mit 57 NOK.
Highlights für Landausflüge in Alta auf eigene Faust
Welche Landausflüge sich in Alta anbieten, hängt auch von der Jahreszeit ab. Im Sommer stehen die UNESCO-Felszeichnungen, Wanderungen und Ausflüge in die Landschaft rund um den Altafjord im Mittelpunkt. Im Winter gehören Nordlichtsafaris, Hundeschlittenfahrten und Besuche bei Rentieren zu den besonderen Erlebnissen. Das überschaubare Zentrum rund um die Nordlichtkathedrale kann man zu jeder Jahreszeit zu Fuß erkunden. Auch eine Wanderung auf den Komsatoppen ist bei geeigneten Wetter- und Wegverhältnissen im Sommer wie im Winter möglich. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Ziele für Landausflüge in Alta auf eigene Faust vor.
Orientierung für Kreuzfahrer
In Alta liegen die Sehenswürdigkeiten über das Stadtgebiet und das Umland verteilt. Welche Ziele sich anbieten, hängt auch von der Jahreszeit ab. Die mehrtägigen Winteraufenthalte lassen Zeit für verschiedene Ausflüge und bieten mehrere Gelegenheiten, nach Nordlichtern Ausschau zu halten.
🏛️ Für Stadtbummler: Rund um die Nordlichtkathedrale kann man Alta zu jeder Jahreszeit zu Fuß erkunden. Entlang der Markedsgata liegen Geschäfte, Cafés und das Einkaufszentrum AMFI Alta. Das Zentrum ist überschaubar und lässt sich gut mit einer weiteren Besichtigung oder einem Ausflug verbinden.
☀️ Im Sommer: Das Alta Museum mit den UNESCO-Felszeichnungen gehört für uns zu den wichtigsten Zielen. Dazu passen ein Besuch der Nordlichtkathedrale oder eine Wanderung. Wer mehr von der Umgebung sehen möchte, kann einen Ausflug zum Alta Canyon einplanen.
❄️ Im Winter: Nordlichtsafaris, Hundeschlittenfahrten und Besuche in Sami-Camps mit Rentieren gehören zu den besonderen Erlebnissen. Durch die längeren Aufenthalte kommen auch außergewöhnliche Übernachtungen an Land infrage, etwa im Sorrisniva Igloo Hotel oder bei GLØD Explorer. Mehrere Abende erhöhen die Chancen auf Nordlichter, eine Sichtung ist jedoch nicht garantiert.
🥾 Für Wanderer: Der Komsatoppen bietet einen weiten Blick über Alta und den Altafjord. Die Wanderung ist bei geeigneten Wetter- und Wegverhältnissen im Sommer und im Winter möglich. In der verschneiten Landschaft rund um Alta werden zudem geführte Schneeschuhwanderungen angeboten.
Sehenswürdigkeiten in Alta auf eigene Faust
Für Landausflüge in Alta auf eigene Faust bieten sich vor allem drei Ziele an: das Stadtzentrum rund um die Nordlichtkathedrale, der Hausberg Komsatoppen und das Alta Museum mit den UNESCO-Felszeichnungen. Je nach Interesse kann man einen Stadtbummel mit einer Wanderung oder einem Museumsbesuch verbinden. Die Ziele liegen allerdings nicht unmittelbar beieinander, sodass man zusätzliche Wege und gegebenenfalls eine Bus- oder Taxifahrt einplanen sollte.
Karte der Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Alta: 1. Touristeninformation und Shuttlebushaltestelle, 2. AMFI Alta Mall, 3. Markedsgata, 4. Nordlysbadet, 5. Nordlichtkathedrale, 6. Laksens hus
Stadtbummel rund um die Nordlichtkathedrale
Unser Stadtbummel in Alta auf eigene Faust beginnt an der Touristeninformation. Vor dem Gebäude befindet sich ein großer Wendekreis, an dem in der Regel die Shuttlebusse der Reedereien halten. Hier gibt es auch einen rückwärtigen Eingang zum Einkaufszentrum AMFI Alta. Es bietet Besuchern rund 70 Geschäfte und Restaurants. Wir gehen durch das Einkaufszentrum und gelangen auf die zentrale Markedsgata. Im Winter kann man hier häufig schöne Eisskulpturen sehen.
Wir halten uns links und gehen am Schwimmbad Nordlysbadet vorbei. Das moderne Hallenbad ist besonders für Familien eine Möglichkeit, den Stadtbummel mit einem Badestopp zu verbinden. Gerade an kalten Wintertagen kann das eine schöne Abwechslung sein. Wenige Schritte weiter erreichen wir bereits die Nordlichtkathedrale. Vom Ausgang des Einkaufszentrums sind es insgesamt etwa 180 Meter bis zur Kirche.
Die 2013 eingeweihte Nordlichtkathedrale ist das Wahrzeichen von Alta. Ihr spiralförmiger Turm erinnert an die Bewegung der Nordlichter. Die äußeren Titanplatten reflektieren das Licht, sodass das Gebäude je nach Wetter und Tageszeit ganz unterschiedlich wirkt. Auch ein Blick ins Innere lohnt sich. Der Kirchenraum ist modern und vergleichsweise schlicht gestaltet. Im Untergeschoss befindet sich die Nordlichtausstellung Borealis Alta. Hier erfährt man mehr über das Naturphänomen und seine Verbindung zur Stadt. Auch einen Film über die Nordlichter gibt es zu sehen. Der Eintritt in die Kirche kostet für Erwachsene derzeit 70 NOK, das gemeinsame Ticket für Kirche und Ausstellung 130 NOK. Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt. Vor dem Besuch sollte man die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.
Wer möchte, läuft von der Nordlichtkathedrale noch etwa 800 Meter weiter zur Alta Kirke. Die Holzkirche stammt aus dem Jahr 1858 und bildet einen schönen Kontrast zur modernen Nordlichtkathedrale. Anschließend kehren wir auf demselben Weg zurück. Von der Nordlichtkathedrale bummeln wir nun über die etwa 400 Meter lange Markedsgata. Entlang der Straße gibt es Geschäfte, Cafés und Restaurants für eine Pause. Am anderen Ende befindet sich das Laksens hus, ein Besucherzentrum zur norwegischen Lachszucht. Für die Rückfahrt gehen wir wieder zum Shuttlehaltepunkt an der Touristeninformation.
Für den Stadtbummel mit Besuch der Nordlichtkathedrale und der Ausstellung würden wir etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Der Abstecher zur Alta Kirke verlängert die Gehstrecke um rund 1,6 km. Für einen Besuch im Nordlysbadet sollte man entsprechend zusätzliche Zeit einplanen.
Wer mit einem öffentlichen Bus in die Stadt fährt, muss die Route leicht umstellen. In Frage kommen z.B. die Haltestellen „Alta Helsesenter“ (Bus 40) oder „Løkkeveien“ (Bus 42).
Wanderung auf den Komsatoppen
Der Komsatoppen ist der 213 Meter hohe Hausberg von Alta und ein beliebtes Ziel für eine kurze Wanderung. Vom Gipfel hat man einen weiten Blick über die Stadt, den Altafjord und die umliegende Landschaft. Bei guter Sicht kann man auch das Kreuzfahrtschiff im Hafen erkennen. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind erforderlich, da der Weg teilweise über unebenen Fels führt. Im Winter können Schnee und vereiste Stellen den Aufstieg deutlich erschweren. Dann sind je nach Verhältnissen Grödel oder Schneeschuhe sinnvoll.
Für Kreuzfahrer bietet sich der östliche Ausgangspunkt am Høydebassenget parkeringsplass südlich von Komsa Studentby an. Vom Kreuzfahrthafen geht man etwa 2 km bis zu diesem Parkplatz. Alternativ läuft man vom Hafen aus etwa 700 Meter zur Haltestelle „Storbakken“ und fährt mit einem Bus bis „Alta rådhus“. Von dort sind es nur etwa 250 Meter bis zum Parkplatz. Die passende Verbindung für Hin- und Rückfahrt findet man im Reiseplaner von Snelandia.
Am Ausgangspunkt steht eine Wanderkarte zur Orientierung. Je nach gewähltem Weg sind es etwa 1,3 bis 1,5 km bis zum Gipfel. Der Weg führt zunächst durch bewaldetes Gelände und anschließend über Pfade und felsige Abschnitte bergauf. Nicht alle Wegabschnitte sind markiert. Für den Aufstieg und den Rückweg mit einer Pause am Gipfel würden wir etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Wer auch die jeweils rund 2 km vom Hafen zum Parkplatz und zurück zu Fuß geht, sollte insgesamt ungefähr drei Stunden vorsehen.
Alta Museum und UNESCO-Felszeichnungen
Das Alta Museum liegt in Hjemmeluft direkt am Altafjord. Bekannt ist es vor allem für die Felszeichnungen, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Die ältesten sind mehr als 7.000 Jahre alt und geben Einblicke in das Leben der frühen Bewohner dieser Region. Der Eintritt für Erwachsene beträgt von Mai bis September 175 NOK und von Oktober bis April 115 NOK (Stand: 2026). Die Öffnungszeiten wechseln mit der Jahreszeit. An einzelnen Kreuzfahrttagen gibt es zusätzliche Öffnungszeiten. Vor dem Besuch lohnt sich deshalb ein Blick auf die Museumswebsite.
In der schnee- und eisfreien Jahreszeit führen Wege und Holzstege durch das Gelände zu den Felszeichnungen. Auf den Felsen erkennt man unter anderem Tiere, Boote und Jagdszenen. Dazu kommen schöne Ausblicke auf den Altafjord. Für einen ersten Eindruck bietet sich der etwa 1,2 km lange kurze Rundweg an. Im Winter ist das Außengelände geschlossen. Ein Besuch lohnt sich trotzdem: Im Museumsgebäude sind originale Steine mit Felsritzungen und Felsmalereien ausgestellt. Weitere Ausstellungen beschäftigen sich mit der Geschichte Altas, der samischen und kvenischen Kultur sowie der Nordlichtforschung. Ein Café mit Fjordblick lädt zu einer Pause ein.
Für den Besuch mit einem Rundgang im Freien würden wir etwa zwei Stunden einplanen. Man kann das Museum auf eigene Faust mit dem Bus erreichen. Dazu steigt man an der Haltestelle „Storbakken“ in einen Bus der Linie 40. Nach 24 Minuten steigt man an der Haltestelle „Alta Museum“ aus. Von dort sind es etwa 150 Meter bis zum Museumseingang. Der Bus der Linie 40 passiert das Zentrum mit der Nordlichtkathedrale. Wer möchte, verbindet beide Highlights. Alternativ kann man das Museum mit einem Taxi erreichen.
Landausflüge im Umland
Im Umland von Alta warten Wälder, Hochebenen und das Tal des Altaelva. Im Winter stehen Nordlichttouren, Hundeschlittenfahrten, Schneemobilsafaris und Schneeschuhwanderungen im Mittelpunkt. Beliebt sind auch Begegnungen mit Rentieren und Einblicke in die samische Kultur. Bleibt das Kreuzfahrtschiff über Nacht, kann man eine abendliche Nordlichtsuche oder sogar eine Übernachtung im Eishotel oder einer besonderen Lodge einplanen. Viele dieser Erlebnisse lassen sich bei örtlichen Veranstaltern buchen. Dabei sollte man auf die Abholung am Hafen und die Rückkehrzeit achten. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge im Umland von Alta auf eigene Faust.
Karte der Highlights für Landausflüge im Umland von Alta: 1. Nordlichtkathedrale im Zentrum, 2. Hausberg Komsatoppen, 3. Sami Siida, 4. Alta Museum, 5. Sorrisniva Igloo Hotel, 6. Nordlicht-Camp von Pæskatun, 7. Holmen Husky Lodge
Nordlicht-Camp von Pæskatun
Pæskatun liegt in einem Schieferabbaugebiet südlich von Alta. Abseits der Stadt gibt es wenig störendes Licht und einen weiten Blick in den Himmel. Das macht den Standort zu einem beliebten Ziel für Nordlichtausflüge. Gleichzeitig erfährt man hier etwas über den Abbau und die Verarbeitung des bekannten Alta-Schiefers. Im Nordlicht-Camp verbringt man den Abend an einem festen Standort. Während man auf die Nordlichter wartet, kann man sich in beheizten Hütten aufwärmen und Kaffee oder Tee trinken. Guides beobachten den Himmel und helfen bei den Kameraeinstellungen. Welche zusätzlichen Programmpunkte dazugehören, hängt vom gebuchten Ausflug ab.
Das Camp wird von Mitte September bis Anfang April für Gruppen angeboten. Für Kreuzfahrer kommt deshalb vor allem ein organisierter Landausflug infrage. Wer individuell buchen möchte, findet bei Pæskatun auch Nordlichtsafaris in kleinen Gruppen. Dabei fährt man je nach Wetterlage zu unterschiedlichen Beobachtungsplätzen. Diese Touren dauern etwa vier bis fünf Stunden; den Abholort und die Rückkehrzeit sollte man vorab abstimmen. Eine Garantie für Nordlichter gibt es bei beiden Varianten nicht. Warme Kleidung und Schuhe sind wichtig, da man viel Zeit draußen verbringt. Für Fotos ist ein Stativ hilfreich.
Rentiere und samische Kultur bei Sámi Siida
Bei Sámi Siida in Øvre Alta bekommt man einen Einblick in die samische Kultur und die Rentierhaltung. Der Familienbetrieb wird von Gastgebern geführt, deren Familien seit Generationen mit Rentieren leben. Bei einem Besuch erfährt man mehr über ihren Alltag, ihre Geschichte und ihre Traditionen. Das etwa anderthalbstündige Kulturprogramm verbindet einen Besuch im kleinen Museum mit Begegnungen am Rentiergehege, wo man die Tiere auch füttern kann. Anschließend sitzt man bei Kaffee oder Tee und Kuchen am Feuer im Lavvu, dem traditionellen Zelt der Sami. Die Gastgeber erzählen dabei von ihrer Lebensweise.
Im Winter werden außerdem Rentierschlittenfahrten angeboten. Dabei gleitet man durch die verschneite Landschaft und wärmt sich anschließend im Lavvu auf. Geschichten und ein Joik, der traditionelle samische Gesang, gehören ebenfalls zum Programm. Für dieses Angebot sollte man etwa zwei Stunden zuzüglich An- und Abreise einplanen. Die Aktivitäten kann man direkt beim Anbieter vorab buchen. Das Kulturprogramm kostet derzeit 1.395 NOK pro Erwachsenen, die Rentierschlittenfahrt 2.495 NOK (Stand: 2026). Sámi Siida nennt die Buslinie 42 ab dem Stadtzentrum als Anreisemöglichkeit. Alternativ bietet sich ein Taxi an. Bei einer individuellen Buchung sollte man prüfen, ob ein Transfer enthalten ist und welche Rückfahrmöglichkeiten zum Schiff bestehen.
Tirpitz Museum
Das Tirpitz-Museum bei Alta ist ein sehenswertes Museum rund um das deutsche Schlachtschiff „Tirpitz“. Während der deutschen Besatzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg war die Region rund um den Altafjord eine wichtige Basis der deutschen Kriegsmarine. Die Tirpitz lag im Kåfjord auf der Lauer und war eine große Bedrohung für alliierte Konvois Richtung Murmansk. Die Vernichtung der Tirpitz war für Churchill deshalb ein dringendes Kriegsziel. Die Briten bekämpften das Schlachtschiff am Ende erfolgreich mit kleinen U-Booten und Flugzeugen.
Das Museum zeigt viele Artefakte, Modelle und Fotos der Tirpitz. Es wird zudem ein interessanter Dokumentarfilm gezeigt. Das Tirpitz-Museum ist regulär während der gesamten Wintersaison geschlossen. Für Gruppen öffnet das Museum auch im Winter seine Türen. Wir würden bei Interesse mit der Touristeninformation in Kontakt treten. Manchmal gibt es an Bord auch Landausflüge, die einen Besuch beinhalten.
Besondere Unterkünfte: Eishotel und Lodges bei Alta
Bei einem mehrtägigen Aufenthalt in Alta kann man auch eine Nacht außerhalb des Kreuzfahrtschiffs verbringen. Rund um die Stadt gibt es besondere Unterkünfte, vom Eishotel bis zur beheizten Zeltkuppel mit Blick in den Nachthimmel. An- und Abreise sollte man dabei auf die Liegezeit des Schiffes abstimmen.
Das Sorrisniva Igloo Hotel wird jeden Winter neu aus Eis und Schnee aufgebaut. Wechselnde Themen bestimmen die Gestaltung der Zimmer, Suiten und Eisskulpturen. Zum Hotel gehören auch eine Eisbar und eine Eiskapelle, in der Hochzeiten stattfinden. Die Saison dauert normalerweise von Ende Dezember bis Ende März. Wer lieber in einem warmen Zimmer übernachtet, findet auf demselben Gelände die ganzjährig geöffnete Arctic Wilderness Lodge.
Für einen Besuch im Eishotel muss man nicht dort übernachten. Auch Tagesgäste können die Eisskulpturen, die Kapelle und ausgewählte Zimmer besichtigen. Für den Rundgang sollte man etwa eine Stunde einplanen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 395 NOK in der Wintersaison 2026/27. Ein Getränk an der Eisbar wird zusätzlich berechnet. Man erreicht Sorrisniva mit einem Taxi, Mietwagen oder organisierten Landausflug.
Eine andere Möglichkeit bietet GLØD Explorer. Die Aurora Canvas Domes stehen in einem kleinen Kiefernwald außerhalb des Zentrums. Die komfortablen Zeltkuppeln haben transparente Wand- und Dachflächen. Mit etwas Glück kann man deshalb die Nordlichter vom Bett aus beobachten. Fußbodenheizung, Wärmepumpe und Holzofen sorgen für Wärme. Jede Unterkunft hat eine eigene Toilette; Duschen und Sauna befinden sich im etwa 50 Meter entfernten Hauptgebäude.
Für uns ist die Besichtigung des Eishotels eine schöne Ergänzung zu einem Wintertag in Alta. Eine Übernachtung bei Sorrisniva oder GLØD kommt vor allem infrage, wenn man die längere Liegezeit für eine Nacht in der Natur nutzen möchte.
Alta Canyon
Der Alta Canyon, auch Sautso genannt, gehört zu den eindrucksvollsten Naturzielen im Umland von Alta. Der Altaelva fließt hier durch eine etwa zehn Kilometer lange Schlucht, deren Felswände stellenweise mehr als 400 Meter über dem Fluss aufragen. Von den Aussichtspunkten blickt man tief ins Tal und über die weite Landschaft der Finnmarksvidda. Hier kann man schöne Fotos machen.
Für Wanderer ist der Canyon vor allem in der schneefreien Jahreszeit interessant. Eine bekannte Route führt vom Bæskades durch die offene Hochebene zu einem Aussichtspunkt. Visit Alta gibt für diese Wanderung etwa 13 km an. Man sollte deshalb ausreichend Zeit und Kondition mitbringen. Geführte Touren mit Transfer zum Ausgangspunkt werden ebenfalls angeboten. Wer weniger laufen möchte, kann den Canyon mit einem traditionellen Flussboot erleben. Solche Fahrten werden im Sommer angeboten und hängen unter anderem vom Wasserstand ab.
Im Winter beschränken sich die Besuche auf die Aussichtspunkte und den Altadamm. Das ist eine 110 Meter hohe Bogenstaumauer. Der Bau des Staudamms löste Ende der 1970er-Jahre massive Proteste von Umweltschützern und der indigenen Bevölkerung der Samen aus. Obwohl das Kraftwerk 1987 in Betrieb ging, markiert der Konflikt einen historischen Wendepunkt, der zur weitreichenden Anerkennung der samischen Kulturrechte in Norwegen führte.
Husky-Lodges und Hundeschlittenfahrten
Hundeschlittenfahrten gehören zu den beliebtesten Winterausflügen in Alta. Ein bekannter Anbieter ist die Holmen Husky Lodge. Nach einer Einweisung geht es mit den Hunden durch die verschneite Landschaft. Je nach gebuchter Tour kann man selbst ein Gespann lenken oder als Mitfahrer die Aussicht genießen. Anschließend bleibt Zeit für die Huskys und zum Aufwärmen am Feuer.
Auch in der schneefreien Jahreszeit kann man die Hunde kennenlernen. Im Sommer werden Besuche bei den Huskys angeboten, im Herbst auch Fahrten mit Trainingswagen auf Rädern. Diese hängen von den Temperaturen und den Bedingungen vor Ort ab.
Die Angebote lassen sich auf eigene Faust direkt beim Veranstalter buchen. Bei Holmen dauert eine klassische Wintertour etwa zweieinhalb Stunden, davon rund eine Stunde auf dem Schlitten. Ein kostenpflichtiger Transfer ab der Touristeninformation in Alta im Zentrum kann vorab dazugebucht werden.
Landausflug zum Nordkap
Bei ausreichend langer Liegezeit kann man in Alta auf eigene Faust zum Nordkap fahren. Die reine Fahrtstrecke beträgt etwa 233 km pro Weg. Bei guten Straßenverhältnissen im Sommer sollte man mit einer reinen Fahrzeit von circa 3,5 Stunden pro Strecke rechnen. Die Fahrt führt durch die weite Landschaft der Finnmark bis auf die Insel Magerøya. Auf dem berühmten Plateau warten die Weltkugel als Fotomotiv und der Blick über das Barentsmeer.
Eine Mietwagenfahrt im Winter kann sehr anspruchsvoll sein. Eis, Schnee und Dunkelheit können die Fahrt erheblich verlängern. Auf dem letzten Straßenabschnitt zum Plateau gelten feste Konvoizeiten. Bei schlechtem Wetter kann die Zufahrt ganz gesperrt werden. Deshalb würden wir im Winter einen organisierten Landausflug empfehlen. Man fährt mit einem Bus ca. 4 Stunden zum Nordkap, wo man ca. 2 Stunden Aufenthalt hat. Danach geht es mit dem Bus zurück. Insgesamt ist man laut AIDA Cruises ca. 10,5 Stunden unterwegs.
Weitere Kreuzfahrthäfen in Norwegen
Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge in Norwegen: Ålesund, Åndalsnes, Bergen, Eidfjord, Flåm, Geiranger, Haugesund, Hellesylt, Honningsvåg, Kristiansand, Leknes, Longyearbyen, Molde, Narvik, Nordfjordeid, Olden, Oslo, Stavanger, Tromsø, Trondheim, Vik
Fazit – Landausflüge in Alta auf eigene Faust
Alta bietet im Sommer und im Winter schöne Möglichkeiten für Landausflüge auf eigene Faust. Vom etwas außerhalb gelegenen Kreuzfahrthafen gelangt man mit einem Shuttlebus, einem öffentlichen Bus oder einem Taxi ins Zentrum. Dort kann man rund um die Nordlichtkathedrale bummeln. Weitere lohnende Ziele sind das Alta Museum und die Wanderung auf den Komsatoppen, für die besonders im Winter die Wetter- und Wegverhältnisse passen müssen.
Im Winter stehen Nordlichter, Hundeschlittenfahrten und Begegnungen mit Rentieren im Mittelpunkt. Die häufig mehrtägigen Liegezeiten geben Kreuzfahrern mehrere Gelegenheiten zur Nordlichtsuche und ermöglichen sogar eine Übernachtung im Eishotel oder einer besonderen Lodge. Viele Aktivitäten kann man unabhängig von der Reederei bei örtlichen Veranstaltern buchen. Im Sommer bieten sich Landausflüge zum Alta Canyon und ein Rundgang zu den UNESCO-Felszeichnungen an.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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