Molde auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Molde individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Molde auf eigene Faust zusammengestellt. Molde liegt am Nordufer des Romsdalsfjords und ist vor allem für das berühmte Moldepanorama mit seinen 222 Berggipfeln bekannt. Kreuzfahrtschiffe machen meist direkt am Stadtzentrum fest, sodass man Molde sehr gut zu Fuß erkunden kann. Die moderne Uferpromenade Sjøfronten, die Molde Domkirke und das Romsdalsmuseum liegen nicht weit vom Hafen entfernt. Wer mehr Zeit und etwas Kondition mitbringt, kann zum Aussichtspunkt Varden hinaufwandern und dort das Moldepanorama genießen. Im Umland gehören die Atlantikstraße und die Berglandschaft rund um Åndalsnes zu den wichtigsten Zielen für Landausflüge. Letzte Aktualisierung: September 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Molde auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: meist Storkaia V direkt am Stadtzentrum, sonst Moldegård Terminalkai
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: ca. 500 Meter ab Storkaia V
✨ Highlights in Molde: Varden, Romsdalsmuseum, Molde Domkirke, Aker-Stadion, Rosengärten, Sjøfronten Promenade, Insel Hjertøya, Scandic Seilet Hotel
🏔️ Highlights im Umland: Atlantikstraße, Bergtatt, Bud, Trollkirche und Åndalsnes
🗺️ Fortbewegung: im Zentrum zu Fuß, außerdem öffentliche Busse, Taxi, Mietwagen und organisierte Landausflüge
💶 Gut zu wissen: Norwegen gehört nicht zur EU – bezahlt wird mit Norwegischen Kronen; EU-Roaming gilt dennoch

👉 Unsere Einschätzung: Molde ist ein sehr unkomplizierter Hafen für Landausflüge auf eigene Faust. Für einen ersten Besuch würden wir einen Stadtbummel mit dem Romsdalsmuseum und dem Varden verbinden. Wer einen ganzen Hafentag zur Verfügung hat, kann stattdessen die Atlantikstraße mit Bud kombinieren oder einen längeren Landausflug in die Berglandschaft rund um Åndalsnes unternehmen.

Kreuzfahrthafen Molde

Kreuzfahrtschiffe können in Molde an zwei verschiedenen Liegeplätzen festmachen. Der wichtigste Liegeplatz ist Storkaia V direkt am Stadtzentrum. Daneben wird der Moldegård Terminalkai einige Kilometer außerhalb der Innenstadt genutzt. Auf der Webseite des Hafens kann man vorab in der Kreuzfahrtliste prüfen, welcher Liegeplatz für das eigene Schiff vorgesehen ist.

AIDAprima in Molde
AIDAprima in Molde – Bild: Christine Baglo/Visitnorway.com

Die meisten Kreuzfahrtschiffe machen am rund 350 Meter langen Storkaia-Pier fest. Von hier sind es nur etwa 500 Meter bis ins Zentrum von Molde. Auch die Sjøfronten, die Domkirche, das Romsdalsmuseum und das Scandic Seilet Hotel kann man bequem zu Fuß erreichen. Direkt am Pier stehen Flächen für die Busse der organisierten Landausflüge zur Verfügung.

Der Moldegård Terminalkai liegt östlich des Stadtzentrums in einem Industrie- und Hafengebiet. Wird ein Kreuzfahrtschiff dort abgefertigt, ist der Weg ins Zentrum deutlich weiter. Für Kreuzfahrtgäste wird deshalb in der Regel ein Shuttlebus ins Stadtzentrum angeboten.

Landausflüge in Molde buchen

Für den Tag in Molde werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Molde findet man bei GetYourGuide*.

Mobilität in Molde auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Molde auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Molde (ab/bis Storkaia Pier):

  • Molde Domkirche: 550 Meter
  • Scandic Seilet Hotel: 650 Meter
  • Romsdalsmuseum: 750 Meter
  • Molde Utsiktspunkt auf dem Varden: 4,1 km
  • Trollkirche: 23 km
  • Bergtatt Opplevelser: 27,4 km
  • Fischerdorf Bud: 41,4 km
  • Atlantikstraße: 51 km
  • Åndalsnes: 58,2 km
Das Zentrum von Molde auf einen Blick
Karte von Molde mit dem Kreuzfahrthafen – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte mit dem Kreuzfahrthafen und einigen Sehenswürdigkeiten in Molde: 1. Domkirke, 2. Rathaus, 3. Marktplatz, 4. Aker-Stadion, 5. Scandic Seilet Hotel, 6. Moldebadet, 7. Chateauet

Zu Fuß unterwegs

Vom Storkaia-Pier kann man Molde sehr gut auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Bis zur Domkirche sind es etwa 550 Meter und das Romsdalsmuseum erreicht man nach rund 750 Metern. Auch die Sjøfronten, das Aker-Stadion und das markante Scandic Seilet Hotel liegen nur wenige Gehminuten vom Kreuzfahrtschiff entfernt. Für einen Stadtbummel benötigt man deshalb kein Verkehrsmittel.

Wer mehr Zeit und Kondition mitbringt, kann direkt vom Hafen zum Aussichtspunkt auf dem Varden wandern. Die Strecke beträgt etwa 4,1 km pro Richtung und führt vom Stadtzentrum stetig bergauf. Oben wartet das berühmte Moldepanorama mit seinen 222 Berggipfeln. Die Wanderung beschreiben wir bei den Highlights weiter unten ausführlicher.

Shuttlebusse in Molde

Am Storkaia-Pier werden keine Shuttlebusse benötigt. Der Liegeplatz befindet sich direkt am Stadtzentrum und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind bequem zu Fuß erreichbar.

Anders sieht es aus, wenn das Kreuzfahrtschiff am Moldegård Terminalkai festmacht. Dieser Liegeplatz befindet sich einige Kilometer außerhalb des Zentrums in einem Industrie- und Hafengebiet. Für Kreuzfahrtgäste wird in diesem Fall normalerweise ein Shuttlebus ins Stadtzentrum eingesetzt. Ob der Transfer kostenlos ist oder von der jeweiligen Reederei organisiert wird, kann je nach Schiffsanlauf unterschiedlich sein.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die öffentlichen Busse in Molde und der Region werden von FRAM betrieben. Der zentrale Busbahnhof Molde trafikkterminal liegt im Stadtzentrum und ist vom Kreuzfahrthafen gut zu Fuß erreichbar. Für Fahrpläne und die Planung einer Verbindung nutzt man am besten die FRAM-App oder den Reiseplaner auf der Webseite. Tickets kauft man am einfachsten über die FRAM-App. Fahrkarten können auch direkt beim Fahrer mit Bank- oder Kreditkarte (kontaktlose Zahlung) gekauft werden.

Molde Landausflüge
MSC Preziosa auf dem Moldefjord – Bild: Port of Molde/Cruise Europe

Bei FRAM findet man Busverbindungen zu verschiedenen Landausflugszielen im Umland. Mit öffentlichen Bussen kann man unter anderem nach Bud und zur Marmorhöhle Bergtatt Opplevelser fahren. Die Linie 510 hält an der Haltestelle “Hulvågen” direkt an der Atlantikstraße. Auch Åndalsnes ist von Molde aus mit dem FRAM Ekspress 420 erreichbar. Wie praktikabel diese Verbindungen für einen Kreuzfahrttag auf eigene Faust sind, hängt vom jeweiligen Fahrplan und den Liegezeiten des Kreuzfahrtschiffes ab.

Taxis in Molde

Uber ist in Molde derzeit nicht verfügbar. In der Stadt gibt es mit Molde Taxi ein lokales Taxiunternehmen. Neben normalen Pkw stehen auch größere Fahrzeuge und Minibusse zur Verfügung. Damit sind Taxis nicht nur für kurze Fahrten in Molde, sondern auch für individuelle Landausflüge mit mehreren Personen interessant.

Molde Taxi bietet außerdem Rundfahrten und Ausflüge an. Zu den möglichen Zielen gehören der Varden, das Fischerdorf Bud und die Atlantikstraße. Auch längere Touren in Richtung Trollstigen können vereinbart werden. Die Preise für solche Landausflüge werden derzeit nicht auf der Webseite veröffentlicht. Wer eine individuelle Tour plant, sollte deshalb vorab eine Fahrt und einen Preis vereinbaren.

Kreuzfahrtschiffe in Molde
Kreuzfahrtschiffe in Molde – Bild: Port of Molde/Cruise Europe

Mietwagen

Eine zentrumsnahe Möglichkeit bietet MABI Mobility in der Verftsgata 4. Die Mietwagenstation liegt rund 2,5 km östlich des Kreuzfahrthafens. Fahrzeuge können hier auch außerhalb der eigentlichen Bürozeiten abgeholt und zurückgegeben werden. Eine vorherige Reservierung ist empfehlenswert. Weitere Mietwagenstationen befinden sich am Flughafen Molde-Årø, rund 6 km östlich des Kreuzfahrthafens. Für die Fahrt zum Flughafen kann man ein Taxi oder einen öffentlichen Bus nehmen.

Ein Mietwagen lohnt sich vor allem für individuelle Landausflüge ins Umland. Die Atlantikstraße lässt sich damit sehr gut mit dem Fischerdorf Bud und weiteren Stopps entlang der Küste verbinden. Auch andere Ziele kann man unabhängig von den teilweise dünnen Fahrplänen der Regionalbusse erreichen.

Highlights für Landausflüge in Molde auf eigene Faust

Molde bietet eine interessante Mischung aus Stadt, Fjordlandschaft und Bergen. Viele Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe des Kreuzfahrthafens und lassen sich bequem zu Fuß erreichen. Besonders bekannt ist Molde für das Panorama der umliegenden Bergwelt, das man vom Aussichtspunkt Varden besonders schön genießen kann. Auch im Umland gibt es attraktive Ziele für einen längeren Landausflug. Dazu gehören die Atlantikstraße, das Fischerdorf Bud, die Marmorhöhle Bergtatt und die Berglandschaft rund um Åndalsnes. Wer Molde auf eigene Faust erkunden möchte, kann deshalb zwischen einem entspannten Stadtbummel, einer Wanderung und längeren Touren mit Mietwagen, Taxi oder organisiertem Landausflug wählen.

Unterwegs in Molde
Unterwegs in Molde – Bild: © Eline Karlsdatter Fladseth, Visit Northwest

Orientierung für Kreuzfahrer

Molde kann man vom Kreuzfahrthafen sehr gut auf eigene Faust erkunden. Das Stadtzentrum beginnt praktisch hinter dem Storkaia-Pier und viele Sehenswürdigkeiten sind bequem zu Fuß erreichbar. Für die Atlantikstraße, Bud oder die Berglandschaft rund um Åndalsnes sollte man dagegen einen größeren Teil des Hafentages einplanen.

⭐ Für Erstbesucher: Wer Molde zum ersten Mal besucht, kann entlang der Sjøfronten durch das Zentrum bummeln und die Domkirche sowie das Romsdalsmuseum besuchen. Bei gutem Wetter würden wir den Stadtbesuch mit dem Aussichtspunkt Varden verbinden.

🥾 Für Aktive: Die Wanderung vom Stadtzentrum hinauf zum Varden bietet sich direkt ab dem Kreuzfahrthafen an. Wer einen größeren Teil des Hafentages für eine Wanderung nutzen möchte, findet mit der Trollkirche ein interessantes Ziel im Umland.

🏔️ Für Panoramafreunde: Vom Varden genießt man das berühmte Moldepanorama mit seinen 222 Berggipfeln. Auch entlang der Atlantikstraße bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die Küstenlandschaft.

🌊 Für Naturfreunde: Die Atlantikstraße gehört zu den bekanntesten Landschaftszielen rund um Molde und lässt sich gut mit dem Fischerdorf Bud verbinden. Eine ganz andere Landschaft erlebt man rund um Åndalsnes mit seinen steilen Bergen und tief eingeschnittenen Tälern.

🚗 Für Wiederholungsbesucher: Mit einem Mietwagen kann man abseits der klassischen Ausflugsziele die Küstenlandschaft rund um Molde individuell erkunden. Auch Bergtatt Opplevelser oder eine längere Rundfahrt durch die Region kommen dafür infrage.

Landausflüge in Molde

Molde lässt sich vom Kreuzfahrthafen sehr gut auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Für einen Stadtbummel kann man die Sjøfronten, das Stadtzentrum mit Domkirche und Rathaus, das Romsdalsmuseum sowie das Aker-Stadion und das markante Scandic Seilet Hotel miteinander verbinden. Wer mehr Zeit und Kondition mitbringt, kann den Rundgang anschließend mit der Wanderung zum Varden verlängern.

Karte der Sehenswürdigkeiten von Landausflüge in Molde
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Molde – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Molde: 1. Storgata Einkaufsstraße, 2. Rathaus mit Rosengarten, 3. Domkirke, 4. Marktplatz Torget, 5. Uferpromenade Sjøfronten, 6. Scandic Seilet Hotel, 7. Moldebadet Erlebnisbad, 8. Aker Stadion, 9. Schloss Chateauet, 10. Reknesparken mit Aussichtspunkt

Stadtbummel im Zentrum

Vom Kreuzfahrthafen erreicht man nach wenigen Metern die Storgata. Das ist die wichtigste Einkaufsstraße von Molde. Hier findet man kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants. Auffällig ist vor allem die moderne Nachkriegsarchitektur. Große Teile des Stadtzentrums wurden bei deutschen Luftangriffen im April 1940 zerstört, weshalb Molde heute deutlich weniger historische Bausubstanz besitzt als viele andere norwegische Städte.

Nur etwa 250 Meter vom Kreuzfahrtschiff entfernt befindet sich in einer Parallelstraße das Kulturzentrum Plassen. Das auffällige Gebäude aus Beton und Glas wurde 2012 eröffnet. Besonders interessant sind die breiten Außentreppen und die begehbaren Dachflächen, die sich wie eine Fortsetzung des öffentlichen Platzes über das Gebäude ziehen.

Kreuzfahrtschiffe machen meist zentrumsnah fest
Der Storkaia Pier liegt direkt im Zentrum – Bild: Richard Todd auf Pixabay

Nach etwa 500 Metern erreicht man bereits das Rathaus von Molde. Auf dem Dach versteckt sich ein kleiner Rosengarten, den man über eine Treppe an der Kirkebakken erreicht. Viele laufen vermutlich einfach daran vorbei, dabei lohnt sich der kurze Abstecher. Im Sommer blühen hier die Rosen und man genießt einen schönen Blick über die Dächer der Innenstadt. Vor dem Rathaus steht die kleine Bronzeskulptur Rosepiken, das “Rosenmädchen”, die an Moldes traditionellen Beinamen “Stadt der Rosen” erinnert.

Die Molde Domkirke liegt nur wenige Schritte vom Rathaus entfernt. Der moderne Kirchenbau stammt aus den 1950er-Jahren und ist weithin sichtbar. Auffällig ist der freistehende, rund 50 Meter hohe Glockenturm mit Uhr und Glockenspiel.

Anschließend gehen wir hinunter zum Fjord. Die Sjøfronten wurde in den vergangenen Jahren neu gestaltet und gehört heute zu den angenehmsten Bereichen der Stadt. Holzstege, Sitzstufen direkt am Wasser und kleine Aufenthaltsbereiche laden zu einer Pause mit Blick auf den Moldefjord ein. Etwas weiter östlich befindet sich das Molde sjøbad mit einem frei zugänglichen Badebereich am Fjord und einer schwimmenden Sauna, die man buchen kann.

Molde Domkirke
Molde Domkirke – Bild: iStock.com/Jelena Safronova

Anschließend folgt man der Sjøfronten in westlicher Richtung. Hier liegen einige der auffälligsten modernen Bauwerke Moldes dicht beieinander. Das Aker-Stadion ist die Heimat des Fußballclubs Molde FK und wurde 1998 eröffnet. Direkt daneben steht das markante Scandic Seilet Hotel, dessen Form an ein Segel erinnert und das längst zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Im selben Gebäudekomplex befindet sich das Moldebadet mit mehreren Schwimmbecken und einem Wellnessbereich.

Für den gesamten Stadtbummel sollte man etwa 2 Stunden einplanen. Die Strecke ist rund 3,5 km lang und lässt genügend Zeit für kurze Besichtigungen, Fotostopps und eine Pause an der Sjøfronten.

Wanderung zum Varden (mit Romsdalsmuseum)

Wer Molde zu Fuß erkunden und dabei auch etwas von der umliegenden Natur erleben möchte, kann vom Kreuzfahrthafen zum Aussichtspunkt Varden wandern. Eine schöne Route führt über den sogenannten Grünen Korridor (Den grønne korridor) durch den Reknesparken und am Romsdalsmuseum vorbei hinauf zum Hausberg.

Romsdalsmuseum mit Krona
Romsdalsmuseum mit Krona – Bild: Christine Baglo/Visitnorway.com

Vom Storkaia-Pier geht man zunächst in Richtung Molde Domkirke, deren freistehender Glockenturm bereits vom Hafen gut zu erkennen ist. Links an der Kirche vorbei führt der Weg bergauf bis zur Parkvegen. Nach dem Überqueren der Straße erreicht man das historische Chateauet, eine auffällige gelbe Villa mit großem Garten. Hier beginnt der autofreie Weg durch den Reknesparken. Durch den Park geht es weiter bergauf zum Romsdalsmuseum.

Das Romsdalsmuseum liegt etwa 750 Meter vom Storkaia-Pier entfernt und ist zu Fuß in rund 10 bis 15 Minuten erreichbar. Auf dem weitläufigen Freigelände stehen rund 40 historische Gebäude aus Molde und der Region Romsdal, die hierher versetzt und zu einem kleinen Dorf zusammengestellt wurden. Zum Museum gehört außerdem das moderne Ausstellungsgebäude Krona, das einen interessanten Kontrast zu den alten Holzhäusern bildet.

Hinter dem Museumsbereich folgt man der Beschilderung in Richtung Varden. Jetzt wird die Wanderung deutlich steiler und führt überwiegend durch den Wald bergauf. Für dieses Teilstück sollte man etwa 45 bis 60 Minuten einplanen. Der Aussichtspunkt liegt auf 407 Metern Höhe und ist vom Kreuzfahrthafen etwa 4,1 km entfernt.

Das berühmte Moldepanorama
Blick vom Varden auf das Moldepanorama – Bild: Tarabalu–stock.adobe.com

Die Vardestua am Aussichtspunkt ist in der Saison 2026 nicht für normale Tagesgäste geöffnet. Bewirtet werden nur vorab angemeldete Gruppen und Veranstaltungen. Wer zum Varden wandert, sollte deshalb Getränke und etwas Verpflegung mitnehmen.

Für die Wanderung vom Kreuzfahrthafen zum Varden und zurück sollte man insgesamt etwa 2,5 bis 3 Stunden reine Gehzeit einplanen. Wer das Romsdalsmuseum besucht oder oben länger verweilen möchte, benötigt entsprechend mehr Zeit.

Insel Hjertøya

Eine schöne Alternative für Landausflüge in Molde ist ein Ausflug nach Hjertøya. Die kleine Insel liegt direkt vor Molde im Romsdalsfjord und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Wanderwegen, Badeplätzen und Picknickmöglichkeiten. Direkt am Anleger befindet sich außerdem das Fischereimuseum des Romsdalsmuseums. Die historischen Gebäude sind wie ein kleines Fischerdorf angeordnet und vermitteln einen Eindruck vom Leben und Arbeiten an der Romsdalküste um 1850. In der Sommersaison fährt das Hjertøybåten vom Torget 2 an der Sjøfronten zur Insel. 2026 verkehrt das von Seafun betriebene Boot täglich vom 14. Juni bis zum 30. August. Die Überfahrt dauert nur etwa 10 Minuten und kostete zuletzt 50 NOK für Erwachsene.

Landausflüge im Umland von Molde

Das Umland von Molde bietet sehr unterschiedliche Möglichkeiten für einen längeren Landausflug. Zu den bekanntesten Zielen gehören die Atlantikstraße und das Fischerdorf Bud an der Küste sowie die Marmorhöhle Bergtatt und die Trollkirche im Landesinneren. Wer einen ganzen Hafentag zur Verfügung hat, kann außerdem bis nach Åndalsnes fahren und dort die eindrucksvolle Berglandschaft des Romsdals (Trollveggen, Trollstigen) erleben.

Karte der Ziele für Landausflüge im Umland von Molde
Karte der Landausflugsziele im Umland von Molde – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Landausflugsziele im Umland von Molde: Hier eine Übersicht: 1. Atlantikstraße, 2. Marmorhöhle Bergtatt, 3. Fischerdorf Bud, 4. Wanderung Trollkirche, 5. Midsundtrappene, 6. Trollstigen.

Atlantikstraße

Die Atlantikstraße (Atlanterhavsvegen) gehört zu den bekanntesten Landausflugszielen rund um Molde. Die Nationale Landschaftsroute ist 36 km lang und führt zwischen Bud und Kårvåg durch die raue Küstenlandschaft der Hustadvika. Besonders spektakulär ist der Abschnitt mit sieben Brücken, die kleine Inseln und Schären miteinander verbinden.

Das bekannteste Bauwerk ist die geschwungene Storseisundbrua, die je nach Blickwinkel fast im Meer zu verschwinden scheint. Einen besonders schönen Blick auf die Brücke hat man von Eldhusøya. Rund um die kleine Insel führt ein etwa 700 Meter langer, teilweise über dem Gelände schwebender Aussichtsweg. Für diesen Stopp sollte man etwa 20 bis 30 Minuten einplanen.

Die berühmte Atlantikstraße
Die berühmte Atlantikstraße – Bild: Marina Ignatova–stock.adobe.com

Von Molde ist die Atlantikstraße etwa 51 km entfernt. Mit einem Mietwagen kann man die Strecke sehr gut mit dem Fischerdorf Bud verbinden und daraus eine Rundfahrt machen. Dabei fährt man über die Atlantikstraße und anschließend entlang der Küste der Hustadvika nach Bud und zurück nach Molde. Für uns wäre das die interessanteste Variante, wenn man die Region auf eigene Faust mit dem Mietwagen erkunden möchte.

Marmorhöhle Bergtatt

Die Marmorhöhle Bergtatt Opplevelser liegt etwa 27,4 km von Molde entfernt bei Eide. Das Bergwerk wird bis heute für den Abbau von Marmor und Kalkstein genutzt. Ein Teil der weitläufigen Stollen wurde für Besucher zugänglich gemacht und eindrucksvoll beleuchtet. Höhepunkt der etwa einstündigen Führung ist die Fahrt mit einem großen Floß über einen unterirdischen See. Das klare Wasser und die beleuchteten Felswände sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre. Eine große Halle im Berg wird außerdem für Konzerte und Veranstaltungen genutzt. Während der Führung erfährt man mehr über den Marmorabbau und die Geschichte des Bergwerks. Im Berg herrschen ganzjährig nur etwa 6 bis 8 Grad Celsius. Warme Kleidung und feste Schuhe gehören deshalb auch im Sommer ins Gepäck. Für die Floßfahrt erhalten die Kreuzfahrer einen Helm und eine Schwimmweste.

Bergtatt kann man mit dem Mietwagen oder im Rahmen eines organisierten Landausflugs erreichen. Auch bei FRAM findet man Busverbindungen in diese Richtung. Da die Führungen zu festen Zeiten stattfinden und die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollte man vorab reservieren und bei einer Anreise mit dem Linienbus Hin- und Rückfahrt genau auf die gebuchte Führung abstimmen.

Unterirdischer See im Bergtatt Opplevelser
Marmorhöhlen Bergtatt – Bild: Bergtatt Opplevelser

Fischerdorf Bud

Das kleine Fischerdorf Bud liegt etwa 41,4 km westlich von Molde direkt an der rauen Küste der Hustadvika. Im 16. Jahrhundert war der Ort einer der wichtigsten Handelsplätze zwischen Bergen und Trondheim. Heute kann man rund um den kleinen Hafen zwischen Fischerhäusern, Bootshäusern und Restaurants bummeln und dabei noch etwas von der traditionellen Küstenkultur erleben.

Oberhalb des Ortes befindet sich das Ergan Kystfort, eine während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg errichtete Küstenbefestigung. Heute gehört die Anlage zum Bud Kystmuseum. Neben den ehemaligen deutschen Befestigungen informiert das Museum über die Kriegsgeschichte und die Küstenkultur der Region. Von der Anhöhe hat man zudem einen weiten Blick über Bud und die Hustadvika.

Wer mehr Zeit mitbringt, kann Bud auch zu Fuß erkunden. Der Küstenweg von Bud ist etwa 7 km lang und führt durch abwechslungsreiches Gelände am Fuß des Gulberget, hinaus zur offenen Küste und anschließend durch das Fischerdorf zurück. Unterwegs gibt es Rastplätze und schöne Ausblicke auf die Hustadvika. Für einen normalen Besichtigungsstopp während einer Rundfahrt muss man allerdings nicht den gesamten Küstenweg laufen.

Fischerdorf Bud
Fischerdorf Bud – Bild: Lavi Cella auf Unsplash

Bud lässt sich sehr gut mit der Atlantikstraße verbinden. Mit einem Mietwagen kann man daraus eine abwechslungsreiche Rundfahrt ab Molde machen und unterwegs weitere Aussichtspunkte an der Küste einbauen. Auch organisierte Landausflüge kombinieren häufig beide Ziele. Für die Rundfahrt über Bud und die Atlantikstraße sollte man ab Molde etwa 4 bis 5 Stunden einplanen, wenn unterwegs Zeit für mehrere Aussichtspunkte und einen kurzen Bummel durch Bud bleiben soll.

Wanderung zur Trollkirche

Die Trollkirche (Trollkirka) liegt etwa 23 km von Molde entfernt in den Bergen zwischen Molde und Eide. Hinter dem Namen verbirgt sich ein natürlich entstandenes Höhlensystem mit mehreren Kalksteinhöhlen, unterirdischen Bächen und Wasserfällen. Besonders eindrucksvoll ist eine große Höhle, in die durch eine Öffnung im Fels Tageslicht fällt und ein Wasserfall hinabstürzt.

Vom Parkplatz an der Fv64 führt ein markierter Wanderweg hinauf zur Trollkirche. Für den Aufstieg sollte man etwa 1,5 Stunden und für den Rückweg ungefähr eine Stunde einplanen. Der Weg steigt teilweise kräftig an und kann insbesondere nach Regen nass und rutschig sein. Gute Wanderschuhe und etwas Kondition sind deshalb erforderlich. Für die Erkundung der Höhlen sollte man zusätzlich etwa 45 Minuten einplanen. In den Höhlen ist es dunkel, feucht und stellenweise rutschig. Eine Stirnlampe oder Taschenlampe gehört deshalb unbedingt ins Gepäck. Insgesamt sollte man für die Wanderung und den Besuch der Höhlen mindestens 3 bis 3,5 Stunden einplanen.

Für Kreuzfahrer ist die Trollkirche auf eigene Faust vor allem mit einem Mietwagen gut erreichbar. Wegen der Wanderzeit sollte man außerdem genügend Zeitreserve für die Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff einplanen.

Landausflüge in Andalsnes und Molde zum Trollstigen
Trollstigen viewpoint – Øyvind Heen – Visitnorway.com

Landausflug nach Åndalsnes

Auch die Berglandschaft rund um Åndalsnes kann man von Molde aus erreichen. Der Ort liegt etwa 58,2 km vom Kreuzfahrthafen entfernt und ist Ausgangspunkt für einige der bekanntesten Naturziele im Romsdal. Dazu gehören die gewaltige Felswand Trollveggen, die Romsdalsgondolen und – bei geöffneter Straße – der Trollstigen.

Für einen solchen Landausflug sollte man einen großen Teil des Hafentages einplanen. Åndalsnes ist von Molde auch mit dem FRAM Ekspress 420 erreichbar. Wer mehrere Ziele miteinander verbinden möchte, ist mit einem Mietwagen oder einem organisierten Landausflug allerdings flexibler. Mehr Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten gibt es in unserem ausführlichen Hafenportrait Åndalsnes auf eigene Faust.

Weitere Kreuzfahrthäfen in Norwegen

Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge in Norwegen: Ålesund, Alta, Åndalsnes, Bergen, Eidfjord, Flåm, Geiranger, Haugesund, Hellesylt, Honningsvåg, Kristiansand, Leknes, Longyearbyen, Narvik, Nordfjordeid, Olden, Oslo, Stavanger, Tromsø, Trondheim, Vik

Fazit – Landausflüge in Molde auf eigene Faust

Molde ist ein sehr angenehmer Kreuzfahrthafen für Landausflüge auf eigene Faust. Wer am Storkaia-Pier anlegt, erreicht das Stadtzentrum nach wenigen Minuten und kann viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erkunden. Für einen ersten Besuch bietet sich ein Stadtbummel entlang der Sjøfronten mit Domkirche und Romsdalsmuseum an. Wer gerne wandert und ausreichend Zeit mitbringt, kann anschließend zum Varden hinaufsteigen und dort das berühmte Moldepanorama genießen.

Auch das Umland bietet abwechslungsreiche Möglichkeiten für einen längeren Landausflug. Besonders gut lassen sich die Atlantikstraße und das Fischerdorf Bud miteinander verbinden. Mit Bergtatt Opplevelser und der Trollkirche gibt es weitere interessante Ziele, während für einen Ausflug in die Berglandschaft rund um Åndalsnes ein größerer Teil des Hafentages eingeplant werden sollte. Mit Mietwagen, Taxi und organisierten Landausflügen kann man viele dieser Ziele gut erreichen.

Über mich. Petra auf dem Preikestolen

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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