Kobe auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Kobe individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Kobe auf eigene Faust zusammengestellt. Kobe ist eine Hafenstadt auf der japanischen Hauptinsel Honshu und gehört zusammen mit Osaka, Kyoto und weiteren Großstädten zur Metropolregion Kansai (Kinki) mit knapp 22 Millionen Einwohnern. Kobe besitzt einen der größten Seehäfen Japans und ist für das weltberühmte Kobe-Rind aus speziell gezüchteten Wagyu-Rindern bekannt. Nach dem schweren Erdbeben von 1995 wurde die Stadt nahezu vollständig wiederaufgebaut und zählt heute zu den lebenswertesten Städten Japans. Das Wahrzeichen ist das moderne Hafengebiet mit dem Meriken Park und der Promenade Kobe Harborland. Für viele Kreuzfahrer ist Kobe außerdem der ideale Ausgangspunkt für Landausflüge nach Kyoto, einer der bedeutendsten Kulturstädte Japans. Weitere Informationen über die Kansai-Region findet man auf der Webseite der Japanischen Fremdenverkehrszentrale. Letzte Aktualisierung: Juli 2026

Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge in Asien auf eigene Faust: Bangkok, Busan, Chan May, Colombo, Da Nang, Ha Long, Hambantota, Hongkong, Kaohsiung, Keelung (Taipeh), Koh Samui, Langkawi, Nha Trang, Osaka, Penang, Phu My (Saigon), Phuket, Phu Quoc, Port Klang (Kuala Lumpur), Shanghai, Singapur, Tokio, Yokohama
Karte für Landausflüge in Kobe auf eigene Faust
Karte von Südkorea und Japan – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Kobe liegt auf der japanischen Hauptinsel Honshu im Ballungsraum Kansai-Region: 1. Busan (Südkorea), 2. Fukuoka (Japan), 3. Hiroshima (Japan), 4. Kobe & Osaka (Japan), 5. Tokio (Japan), 6. Seoul (Südkorea)

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Kobe auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Kobe Port Terminal oder Naka Pier Cruise Terminal
🚶‍♂️ Stadtzentrum: Meriken Park (je nach Liegeplatz ca. 300 Meter bis 2 km)
🏖️ Nächster Strand: Suma Beach (ca. 10 km)
Highlights in Kobe: Meriken Park, Kobe Harborland, Kobe Port Tower, Kitano-Viertel, Nunobiki Herb Gardens & Seilbahn, Mount Rokko, Chinatown
🗺️ Fortbewegung: Zu Fuß, Bahn, U-Bahn, Busse, Taxis sowie organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Meriken Park, Kobe Harborland, Mount Rokko, Kyoto
💶 Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Japanische Yen (JPY); Amtssprache ist Japanisch. In touristischen Einrichtungen kommt man meist auch mit Englisch zurecht.
📶 Internet: WLAN gibt es in den Kreuzfahrtterminals und an vielen öffentlichen Orten. Eine Japan- oder Asien-eSIM (z. B. von Airalo oder GigSky) ist eine praktische Alternative.

👉 Fazit: Kobe ist einer der besten Kreuzfahrthäfen Japans für individuelle Landausflüge. Das moderne Hafengebiet und viele Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem auf eigene Faust erkunden. Landausflüge nach Kyoto, Osaka oder Nara sind im Rahmen organisierter Touren möglich.

Kreuzfahrthafen Kobe

Für Kreuzfahrtschiffe gibt es zwei mögliche Liegeplätze im Stadtzentrum von Kobe. Große Kreuzfahrtschiffe machen am Liegeplatz S-4Q1/2 am Kobe Port Terminal fest. Hier legen normalerweise auch die Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) an. Es gibt ein modernes Kreuzfahrtterminal mit allem Komfort, eine Touristeninformation mit englischsprachigem Personal, kostenlose Stadtpläne und oft kleine kulturelle Willkommens-Events. Direkt neben dem Cruise Terminal befindet sich die Port Terminal Station des Port Liners. Die vollautomatische, fahrerlose Hochbahn fährt in wenigen Minuten zum Hauptbahnhof Sannomiya.

Große Kreuzfahrtschiffe liegen an der roten Kobe Bridge
Große Kreuzfahrtschiffe liegen an der roten Kobe Bridge – Bild: Beeboys–stock.adobe.com

Für kleine Kreuzfahrtschiffe gibt es den Liegeplatz NAKA-BC am Naka Pier Cruise Terminal. Hier machen zum Beispiel manchmal die Kreuzfahrtschiffe von Phoenix Reisen fest. Man kann einige Sehenswürdigkeiten wie den Meriken-Park, die Kobe Harborland Mall und die Chinatown zu Fuß erreichen. Der Weg zu den Bahnhöfen ist dafür etwas komplizierter.

Landausflüge in Kobe buchen

Für den Tag in Kobe werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Kobe findet man bei GetYourGuide* und bei Klook*.

Mobil in Kobe auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Kobe auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungen vom Kreuzfahrthafen zu beliebten Zielen für Landausflüge in Kobe (ab Kobe Port Center):

  • Meriken Park: 2 km
  • Kobe Chinatown: 2 km
  • Kobe Harbourland Mall: 2,8 km
  • Kitano: 3,6 km
  • Nunobiki Ropeway: 4,1 km
  • Rokko Garden Terrace: 24,4 km
  • Osaka Castle: 36 km
  • Nara-Park: 66,1 km
  • Fushimi Inari Taisha Schrein Kyoto: 70,6 km
Karte der Kreuzfahrthäfen in Kobe
Karte der Kreuzfahrthäfen in Kobe – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Große Kreuzfahrtschiffe machen am Kobe Port Terminal (rechts) fest und liegen direkt vor der ikonischen roten Kobe Bridge. Hier gibt es eine Anbindung an den Portliner zum Bahnhof. Kleine Kreuzfahrtschiffe machen am zentralen Naka Pier Cruise Terminal (links) fest. Die eingezeichneten Highlights sind der Meriken Park (1), das Einkaufszentrum Kobe Harborland umie (2), die Chinatown von Kobe (3) und der Sorakuen Garden (4).

Zu Fuß unterwegs

Wer mit einem kleinen Kreuzfahrtschiff nach Kobe kommt, kann einige Ziele auf eigene Faust zu Fuß erreichen. Der Meriken Park mit dem Kobe Port Tower und der Kobe Harbourland Mall sind ganz in der Nähe des Hafens. Der Haupthafen Kobe Port Terminal liegt für Fußgänger nicht ganz so günstig, ist dafür aber sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der öffentliche Nahverkehr in Kobe ist pünktlich und auch für Erstbesucher leicht zu durchschauen, da fast alle Linien durch den zentralen Knotenpunkt Sannomiya Station führen. Dies sind die interessantesten Verkehrsmittel für den Tag in Kobe auf eigene Faust. Für die Routenplanung in Kobe nutzt man am besten Google Maps oder die japanische Navigations-App Jorudan. Da beide Apps in Echtzeit arbeiten, zeigen sie sekundengenau die Abfahrtszeiten, Ticketpreise und sogar das richtige Gleis an.

Das Kobe Port Terminal hat Anschluss an den Portliner
Das Kobe Port Terminal hat Anschluss an den Portliner – Bild: ほじん–stock.adobe.com

Port Liner

Der Port Liner ist eine fahrerlose, vollautomatische Einschienenbahn auf Stelzen, die das größte Kreuzfahrtterminal (Kobe Port Terminal) mit der Innenstadt verbindet. In nur ca. 5 Minuten erreicht man so den Hauptbahnhof Sannomiya. Der Port Liner bietet zudem eine tolle Aussicht von oben auf das Hafenbecken und die Stadt. Mittlerweile kann man kontaktlos mit Kreditkarten oder Smartphone-Apps (Apple Pay etc.) bezahlen.

City Loop & Port Loop

Der City Loop und der Port Loop von Shinkibus sind die beiden zentralen Sightseeing-Buslinien in Kobe und sehr praktisch für Landausflüge auf eigene Faust.

  • Der City Loop ist eine klassische Sightseeing-Linie mit grünen Retro-Bussen. Er fährt eine große Schleife, die das Stadtzentrum im Norden mit der Hafenregion im Süden verbindet. Wichtige Stopps sind Kitano-Ijinkan (historische westliche Häuser), der Ikuta-Schrein, die Chinatown, der Shin-Kobe Bahnhof und der Meriken Park.
  • Der Port Loop verbindet mit modernen blauen Gelenkbussen die Hafen- und Uferpromenade mit dem Stadtzentrum. Wichtige Haltestellen sind der Kobe Port Tower, der Meriken Park, das Harbourland, das KIITO (Design-Zentrum) und der Hauptbahnhof Sannomiya.

Die Busse halten nicht direkt an den Kreuzfahrtterminals. Vom Kobe Port Terminal fährt man zunächst mit dem Port Liner bis Sannomiya und steigt dort in den City Loop oder Port Loop um. Vom Naka Pier erreicht man mehrere Haltestellen am Meriken Park bequem zu Fuß.

Kobe-Sannomiya Station ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Kobe
Die Sannomiya Station ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Kobe – Bild: Loco–stock.adobe.com

Für City Loop und Port Loop gibt es Einzeltickets sowie günstige Tagestickets. Da eine Einzelfahrt im City Loop bereits 300 Yen kostet, lohnt sich das Tagesticket meist schon ab der dritten Fahrt. Einzelfahrten bezahlt man direkt im Bus. Tagestickets sind online über die Webseite, im Shinki Bus Terminal an der Sannomiya Station, im Kobe Tourist Information Center sowie direkt im City Loop erhältlich.

U-Bahn

Die U-Bahn in Kobe ist übersichtlich und besteht im Wesentlichen aus zwei Hauptlinien. Die Seishin-Yamate-Linie (Grün) ist die wichtigste Lebensader der Stadt. Sie verläuft vom Westen der Stadt durch das Zentrum und bindet den Shinkansen-Fernbahnhof Shin-Kōbe direkt an. Die Kaigan-Linie (Blau) verläuft entlang der Küste und verbindet die Hafengebiete mit dem Zentrum. Fahrkarten können an Automaten oder kontaktlos mit Kreditkarte und Smartphone gekauft werden. Dadurch ist die Nutzung auch für ausländische Besucher unkompliziert.

Taxi, Uber & Co

Taxis und Fahrdienst-Apps sind für Kreuzfahrtgäste in Kobe eine hervorragende, stressfreie Ergänzung, besonders wenn man mit mehreren Personen reist oder die Seilbahnstation direkt ansteuern will.

MSC Bellissima in Kobe
MSC Bellissima in Kobe – Bild: Kanenori auf Pixabay

An Tagen, an denen Kreuzfahrtschiffe anlegen, warten scharenweise lizenzierte Taxis direkt vor den Ausgängen des Kobe Port Terminals und des Naka Pier Terminals. Die Fahrzeuge sind extrem sauber, die Fahrer tragen oft weiße Handschuhe und die hintere linke Tür öffnet und schließt automatisch. Man sollte nicht versuchen, sie selber aufzudrücken. Klassische Taxis in Kobe rechnen über ein staatlich reguliertes Taxameter ab. Festpreise oder das Verhandeln um den Fahrpreis gibt es in Japan nicht, Betrügereien auch nicht. Fast alle Taxis akzeptieren heute Kreditkarten und Bargeld. Wir würden im Zweifel auf die Aufkleber an der Fensterscheibe achten. Viele ältere Fahrer sprechen kaum Englisch. Man sollte dem Fahrer das Ziel einfach auf Google Maps anzeigen.

Es gibt in Japan kein privates Uber, da dies gesetzlich verboten ist. Uber funktioniert mit dem bestehenden deutschen Account, vermittelt aber offizielle Taxis. Der größte Vorteil ist, dass man das Ziel vorab auf Englisch eingeben kann und der Fahrer genau weiß, wo es hingeht. Die Abrechnung erfolgt automatisch über die hinterlegte Kreditkarte. Es gibt auch Alternativen zu Uber. GO (ehemals JapanTaxi) ist die unumstrittene Nummer-1-App in Japan mit der größten Fahrzeugabdeckung. Perfekt, falls über Uber gerade kein Fahrzeug in der Nähe ist.

Wahlweise gibt es in Kobe auch spezielle Taxis mit Guide. Ein bekannter Anbieter in Kobe ist die Firma Kamomo Taxi. Das Unternehmen wendet sich auch direkt an Kreuzfahrer. Auch bei Meine Landausflüge* kann man ein Fahrzeug mit Reiseleiter bekommen.

Kobe auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste

Die Hafenstadt in der Region Kansai zählt rund 1,5 Millionen Einwohner und punktet mit einer quirligen Chinatown, dem markanten Port Tower und der Aussicht vom Mount Rokko über die Bucht von Osaka. Darüber hinaus ist Kobe ein idealer Ausgangspunkt für Landausflüge in die Kansai-Region: Kyoto mit seinen unzähligen Tempeln und Schreinen und Osaka mit seiner pulsierenden Innenstadt sind gut mit Zug oder Taxi erreichbar. Und auch die alte Kaiserstadt Nara liegt in Tagesausflugsdistanz. Ob Streetfood, Kobe-Rind oder Kulturprogramm – Kobe bietet Kreuzfahrern eine ungewöhnlich große Bandbreite an Zielen für einen individuell geplanten Landausflug.

Karte der Highlights für Landausflüge in Kobe
Karte der Highlights für Landausflüge in Kobe – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights für Landausflüge in Kobe: 1. Meriken Park, 2. Kobe Harborland, 3. Chinatown, 4. Erdbebenmuseum, 5. Kobe Nunobiki Herb Gardens & Ropeway, 6. Sorakuen Garden, 7. Rokko Garden Terrace, 8. Kitano, 9. Arima Onsen

Landausflüge in Kobe

Kobe hat für einen Landausflug einiges zu bieten und lässt sich gut zu Fuß oder mit kurzen Taxi- und Bahnfahrten erkunden. Direkt am Hafen locken der markante Port Tower und das Einkaufsviertel Harborland, während im quirligen Nankinmachi, Japans drittgrößter Chinatown, Streetfood und asiatische Spezialitäten warten. Wer es ruhiger mag, findet im japanischen Landschaftsgarten Sorakuen oder im Kitano-Viertel mit seinen historischen Handelshäusern aus der Kolonialzeit schöne Kontraste zur modernen Skyline. Dies sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Kobe auf eigene Faust.

Meriken Park, Kobe Port Tower & Kobe Harborland

Das Hafentrio in Kobe besteht aus dem Meriken Park, dem Kobe Port Tower und dem Einkaufs- und Entertainment-Viertel Kobe Harbourland. Wer mit einem kleinen Kreuzfahrtschiff reist und am Naka Pier Cruise Terminal ankommt, erreicht das Hafentrio bequem zu Fuß. Das Kobe Port Terminal ist ca. 2 km entfernt. Wer nicht zu Fuß gehen möchte, sollte ein Taxi nehmen.

Blick über Kobe mit dem Kobe Port Tower
Blick über Kobe mit dem Kobe Port Tower – Bild: SeanPavonePhoto–stock.adobe.com

Meriken Park

Der Meriken Park ist eine weitläufige, moderne Parkanlage auf einer künstlich angelegten Halbinsel. Er ist geprägt von markanten Bauwerken wie dem Kobe Maritime Museum, dessen geschwungenes, weißes Stahlrohrdach an die Segel eines Segelschiffs erinnern soll. Daneben befindet sich das futuristische Kobe Meriken Park Oriental Hotel, das weit ins Hafenbecken hineinragt. Im Osten des Parks befindet sich der Port of Kobe Earthquake Memorial Park. Hier wurde ein 60 Meter langer Abschnitt des Hafenbeckens im exakten Zustand nach dem verheerenden Großen Hanshin-Erdbeben von 1995 belassen. Verbogene Laternen, zerstörte Kaimauern und aufgerissene Hafenanlagen erinnern an die Katastrophe. Der wohl populärste Anziehungspunkt für Fotos ist das weiße „BE KOBE“-Monument an der Uferkante.

Kobe Port Tower

Der Kobe Port Tower ist das Wahrzeichen der Skyline von Kobe. Er befindet sich am Rand des Meriken Parks, ist 108 Meter hoch und besteht aus einer roten Rohr-Gitter-Struktur. Vorbild war eine traditionelle japanische Sanduhr-Trommel, die im Kabuki-Theater verwendet wird. Der Turm teilt sich in einen kostenlos zugänglichen unteren Bereich (mit Shops und Ausstellungen) und das kostenpflichtige Observation Deck. Auf der ersten Aussichtsetage gibt es einen Skywalk mit Glasboden-Panels. Ein absolutes Highlight ist das 360-Grad-Drehcafé, das sich in rund 30 Minuten einmal komplett dreht. Bei der letzten Modernisierung wurde eine neue Open-Air-Dachterrasse ergänzt, auf der man ohne störende Fensterscheiben fotografieren kann. Unser Tipp: Die Tickets mit Zeitfenster sollte man möglichst schon einige Wochen im Voraus über die Webseite reservieren.

BE KOBE Monument (Meriken Park)
BE KOBE Monument (Meriken Park) – Bild: Weichao Tang auf Unsplash

Kobe Harbourland

Direkt gegenüber dem Meriken Park, auf der westlichen Seite des Hafenbeckens, liegt das Kobe Harborland. Es handelt sich um ein riesiges Einkaufs- und Entertainment-Viertel. Das Herzstück ist die Kobe Harborland umie, eine riesige Mall mit rund 230 Geschäften. Direkt an der Uferpromenade geht die Mall in das Mosaic über. Das ist ein im mediterranen Stil gestalteter Open-Air-Bereich mit Holzstegen, Boutiquen und Restaurants. Am südlichen Ende dreht sich das farbenfroh beleuchtete Mosaic-Riesenrad. Ein architektonischer Kontrast sind die roten Backsteinspeicher aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurden liebevoll restauriert und beherbergen heute schicke Cafés, Designläden und Restaurants. Unser Tipp: Im Restaurant Sandaya im 3. Stock des Mosaic kann man hochwertiges Wagyu- und Kobe-Rind probieren.

Nankinmachi (Kobe Chinatown)

Nankinmachi ist das Chinatown-Viertel von Kobe und eines der drei bedeutendsten Chinatowns Japans. Der zentrale Platz mit seinem Pavillon, den Tierkreisfiguren und den dekorativen Laternen gehört zu den bekanntesten Fotomotiven des Viertels. Mehrere reich verzierte Tore markieren die Eingänge. Entlang der Straßen gibt es zahlreiche Stände mit Street Food, Souvenirs und Kunsthandwerk.

Kobe Chinatown
Kobe Chinatown – Bild: Kevin Pierson auf Unsplash

Von beiden Kreuzfahrthäfen aus lässt sich Nankinmachi gut erreichen. Die beste Besuchszeit ist die Mittagszeit zwischen etwa 11:30 und 14:00 Uhr oder der frühe Abend von 17:00 bis 19:00 Uhr, wenn alle Stände geöffnet sind und die Lampions leuchten. Nach 20:00 Uhr schließen die meisten Geschäfte. Viele Stände bieten günstige Street-Food-Varianten wie Kobe-Beef-Burger oder Kobe-Beef-Spieße an. So kann man das berühmte Kobe-Rind auch mit kleinerem Budget probieren. In Japan gilt es als unhöflich, beim Gehen zu essen. Snacks verzehrt man deshalb am besten direkt in der Nähe des Standes, an dem sie gekauft wurden, und entsorgt den Müll anschließend in den dafür vorgesehenen Behältern.

Europäisches Viertel Kitano

Kitano ist ein charmantes, historisches Viertel am Fuße des Berges Rokko. Als sich der Hafen von Kobe im Jahr 1868 für den internationalen Handel öffnete, ließen sich hier ausländische Händler und Diplomaten nieder. Sie bauten Villen im westlichen Stil, die sich deutlich von der traditionellen japanischen Architektur unterscheiden. Heute ist Kitano vor allem für seine historischen Ausländerhäuser bekannt und vermittelt eine fast europäische Atmosphäre mitten in Japan.

Einer der zentralen Treffpunkte des Viertels ist der Kitano-cho Plaza. Hier treten oft Straßenkünstler auf, und Bronzestatuen von Musikern bieten schöne Fotomotive. Direkt am Platz steht das Weathercock House, ein deutsches Herrenhaus mit einer markanten Wetterfahne in Form eines Hahns. Zu den bekanntesten Gebäuden zählt außerdem das hellgrün gestrichene Moegi House, das ursprünglich dem US-Generalkonsul gehörte. Oberhalb des Viertels liegt der kleine Kitano Tenman-jinja, ein traditioneller Shinto-Schrein. Von den Stufen des Schreins bietet sich ein fantastischer Panoramablick über Kitano bis hinunter zum Hafen.

Das europäische Viertel Kitano
Das europäische Viertel Kitano – Bild: SeanPavonePhoto–stock.adobe.com

Der Eintritt in die einzelnen Häuser kostet meist zwischen 500 und 750 Yen. Wer mehrere Häuser von innen besichtigen möchte, kann an den Ticketbuden am Kitano-cho Plaza ein Kombi-Ticket kaufen. Unser Tipp: Rund 200 Meter südlich liegt einer der bekanntesten Starbucks Japans. Er befindet sich in einem denkmalgeschützten, zweistöckigen Holzhaus aus dem Jahr 1907.

Das Viertel erkundet man am besten komplett zu Fuß. Vom Hauptbahnhof Sannomiya erreicht man Kitano in etwa 15 bis 20 Minuten. Da das Viertel am Berghang liegt, sind viele Straßen steil und teilweise mit Treppen versehen. Festes Schuhwerk ist deshalb empfehlenswert. Wer sich den Aufstieg ersparen möchte, kann den grünen City Loop Bus oder ein Taxi nutzen.

Kobe Nunobiki Herb Gardens & Ropeway

Der Kobe Nunobiki Kräutergarten ist mit rund 75.000 Pflanzen der größte Kräutergarten Japans. Er liegt idyllisch an den Hängen des Berges Rokko und bietet einen spektakulären Panoramablick auf die Stadt Kobe und die Bucht. Erreichbar ist die Anlage mit der Kobe Nunobiki Ropeway. Während der rund zehnminütigen Fahrt schweben die Gondeln hoch über den berühmten Nunobiki-Wasserfällen. Das kombinierte Ticket für die Seilbahn (Hin- und Rückfahrt) inklusive Eintritt in den Kräutergarten kostet 2.500 Yen für Erwachsene (ca. 15 €).

Kobe Nunobiki Herb Gardens & Ropeway
Kobe Nunobiki Herb Gardens & Ropeway – Bild: Note Thanun auf Unsplash

Die Talstation der Seilbahn liegt nur etwa fünf Gehminuten vom Shinkansen-Bahnhof Shin-Kobe entfernt. Vom Kobe Port Terminal fährt man zunächst mit dem Port Liner zur Sannomiya Station und steigt dort in die Seishin-Yamate-Linie (Grün) um. Alternativ bietet sich eine Taxifahrt an. Vom Kitano-Viertel sind es nur rund 850 Meter bis zur Talstation, sodass sich beide Sehenswürdigkeiten gut miteinander verbinden lassen.

Die historische Bergstation ist der Wartburg in Eisenach nachempfunden. Von hier führt ein gemütlicher Spaziergang bergab durch die verschiedenen Themengärten bis zur Mittelstation (Midway Station). Dort kann man entweder wieder in die Seilbahn einsteigen oder weiter zu Fuß talwärts wandern. Der Wanderweg verläuft an einem kleinen Stausee und den beeindruckenden Nunobiki-Wasserfällen vorbei zurück zur Talstation.

Rokko Garden Terrace

Die Rokko Garden Terrace zählt zu den schönsten Aussichtspunkten der Region Kansai. Sie befindet sich auf dem Gipfel des Berges Rokko und bietet einen herrlichen Blick über Kobe und die Bucht von Osaka. Das Areal erinnert mit seinen Natursteingebäuden an ein kleines europäisches Bergdorf. Hier gibt es Restaurants, Cafés, Souvenirgeschäfte und Kunsthandwerksläden. Ein besonderes Highlight ist das Rokko Shidare Observatory. Die filigrane Stahlkonstruktion erinnert an einen riesigen Baum und zählt zu den schönsten Fotomotiven auf dem Berg Rokko. Der Zugang zur Rokko Garden Terrace und den meisten Aussichtsplattformen ist kostenlos. Nur für das Innere des Rokko Shidare Observatory wird eine kleine Eintrittsgebühr von rund 1.000 Yen erhoben.

Wir würden zunächst mit einem Taxi zur Talstation Rokko Cable Shita Station fahren. Die Fahrt dauert je nach Verkehr etwa 20 bis 30 Minuten. Von dort bringt die historische Rokko Cable Car ihre Fahrgäste in rund zehn Minuten zur Bergstation. Da die Rokko Garden Terrace noch etwas höher liegt, fährt man für die letzten Minuten mit dem Rokko Sanjo Bus weiter. Alternativ kann man sich auch direkt vom Hafen bis zur Garden Terrace fahren lassen. Je nach Verkehr dauert die Fahrt etwa 35 bis 40 Minuten.

Arima Onsen

Arima Onsen ist einer der ältesten und berühmtesten Thermalbadeorte Japans und liegt in den Bergen nördlich von Kobe. Berühmt ist der Ort für seine beiden unterschiedlichen Thermalquellen: die „Goldenen Quellen“ (Kinsen) und die „Silbernen Quellen“ (Ginsen). Damit zählt Arima zu den wenigen Kurorten weltweit, deren Wasser sieben der neun offiziell anerkannten heilenden Mineralien enthält.

Heiße Quellen in Arima Onsen
Heiße Quellen in Arima Onsen – Bild: Puripat–stock.adobe.com

Mit dem Taxi erreicht man Arima Onsen vom Hafen durch den Shin-Kobe-Tunnel in etwa 30 Minuten. Das historische Zentrum rund um die Einkaufsstraße Yumotozaka lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Neben mehreren öffentlichen Badehäusern gibt es auch kostenlose Fußbäder. Das Kin no Yu ist das größte und bekannteste öffentliche Badehaus. Es liegt direkt an der historischen Hauptstraße und nutzt das berühmte, eisen- und salzhaltige Quellwasser. Etwas oberhalb befindet sich das ruhigere Gin no Yu mit seinem glasklaren Thermalwasser.

Die Eintrittskarten kauft man an einem mehrsprachigen Automaten. Am Eingang zieht man die Straßenschuhe aus und verstaut sie in einem kleinen Schließfach. In Japan bringt man üblicherweise ein eigenes Handtuch mit. Die Bäder sind strikt nach Geschlechtern getrennt und werden grundsätzlich unbekleidet genutzt. Wie in vielen öffentlichen Onsens Japans sind größere Tätowierungen in den Gemeinschaftsbädern meist nicht erlaubt.

Landausflugsziele im Umland

Gleich drei der bekanntesten Städte Japans liegen in bequemer Tagesausflugsdistanz. Die alte Kaiserstadt Kyoto begeistert mit unzähligen Tempeln und Schreinen, das quirlige Osaka mit seiner pulsierenden Innenstadt und Straßenküche, und im etwas ruhigeren Nara warten die berühmten frei laufenden Rehe und der eindrucksvolle Todai-ji-Tempel. Alle drei Ziele sind von Kobe aus problemlos mit Zug, Taxi oder im Rahmen eines selbst organisierten Landausflugs zu erreichen.

Osaka Castle zur Zeit der Kirschblüte
Osaka Castle zur Zeit der Kirschblüte – Bild: tawatchai1990 –stock.adobe.com

Osaka

Osaka gilt als Foodie-Hochburg Japans. Das Viertel Dotonbori mit Neonreklamen, Restaurants und Streetfood zieht viele Touristen an. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Osaka Castle mit Parkanlage. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre offene, etwas „rauere“ und sehr lebendige Atmosphäre. Aber um diese Feinheiten zu bemerken, muss man wohl öfter nach Japan reisen. Weitere Informationen haben wir in unserem Hafenportrait von Osaka zusammengestellt.

Die nur gut 35 km entfernte Nachbarstadt Osaka ist von Kobe aus bequem auf eigene Faust, zum Beispiel mit dem Zug, erreichbar. Am Bahnhof Sannomiya stehen gleich drei Zuglinien zur Auswahl. Wer den legendären Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen nutzen will, fährt vom Hafen zur Station Shin-Kobe. Der Shinkansen benötigt von dort nur 12 Minuten bis Shin-Osaka. Innerhalb Osakas ist anschließend die U-Bahn das schnellste und praktischste Verkehrsmittel.

Auch wenn die Züge pünktlich und günstig sind, bringt ein Landausflug auf eigene Faust immer einen gewissen Stressfaktor mit sich. Besonders in einer fremden Kultur und bei den gigantischen Ausmaßen japanischer Bahnhöfe. Wir würden eine organisierte Tour bevorzugen.

Karte der Highlights für Landausflüge in Osaka
Karte der Highlights für Landausflüge in Osaka – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Osaka: 1. Universal Studios, 2. Osaka Burg, 3. Dotonbori im Namba Viertel, 4. Tsutenkaku Turm im Shinsekai-Viertel, 5. Umeda Sky Building, 6. Kuromon-Markt, 7. Shitennoji-Tempel, 8. Aquarium Kaiyukan, 9. Namba Yasaka-Schrein, 10. teamLab Botanical Garden Osaka

Kyoto – Japans alte Hauptstadt

Kyoto war über tausend Jahre lang Kaiserstadt Japans und ist bis heute das kulturelle Herz des Landes. Mit mehr als 2.000 Tempeln und Schreinen sowie 17 UNESCO-Welterbestätten fällt die Auswahl nicht leicht. Zu den bekanntesten Zielen gehört der Fushimi Inari-Taisha mit seinen endlosen roten Torii-Toren, die sich den Berg hinaufschlängeln. Der goldglänzende Kinkaku-ji spiegelt sich malerisch in seinem Teich, während im Bambushain von Arashiyama hoch aufragende Bambusstämme ein fast mystisches Licht erzeugen. Im historischen Viertel Gion trifft man mit etwas Glück auf Geishas in traditioneller Kleidung.

Kyoto würden wir bevorzugt im Rahmen eines organisierten Landausfluges besuchen. Kyoto liegt rund 70 km vom Hafen Kobe entfernt. Die reine Fahrzeit beträgt mit dem Auto oder Regionalzug mindestens 60 bis 75 Minuten pro Strecke. Verspätungen durch Staus oder Zugausfälle können den Zeitplan schnell durcheinanderbringen. Außerdem liegen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten weit auseinander. Der Goldene Pavillon (Kinkaku-ji) befindet sich im Nordwesten der Stadt, der Bambushain von Arashiyama im Westen und der Fushimi Inari-Taisha ganz im Süden. Mit einem organisierten Landausflug oder einem privaten Fahrer lassen sich diese weit auseinanderliegenden Sehenswürdigkeiten deutlich einfacher miteinander verbinden. Hinzu kommt, dass Kyoto zu den meistbesuchten Städten Japans zählt. Vor allem Busse sind häufig stark ausgelastet, sodass Individualreisende mit längeren Wartezeiten rechnen müssen.

Karte der Highlights für Landausflüge in Kyoto
Karte der Highlights für Landausflüge in Kyoto – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Kyoto: 1. Fushimi Inari Taisha Schrein, 2. Goldener Pavillon Kingaku-ji, 3. Kiyomizudera Tempel, 4. Gion-Geisha-Viertel, 5. Arashiyama Bambuswald, 6. Burg Nijo, 7. teamLab Biovortex Kyoto, 8. Heian Schrein, 9. Silberner Pavillon Ginkakuji, 10. Nishiki-Markt, 11. Kaiserpalast, 12. Yasaka Pagoda

Nara

Nara war die erste dauerhafte Hauptstadt Japans und gilt bis heute als eine der Wiegen der japanischen Kultur. Weltberühmt ist die Stadt vor allem für ihre freilaufenden Sikahirsche, die im Nara-Park in großer Zahl umherstreifen und sich gerne mit den speziellen Hirschkeksen füttern lassen. Mitten im Park befindet sich der beeindruckende Todai-ji-Tempel. Seine Haupthalle zählt zu den größten Holzgebäuden der Welt und beherbergt eine gewaltige Buddha-Statue. Ebenfalls sehenswert ist der Kasuga-Taisha-Schrein mit seinen unzähligen Steinlaternen, die sich zwischen alten Bäumen bis in den Wald hineinziehen.

Auch für den Besuch von Nara empfehlen wir aufgrund der Entfernung einen organisierten Landausflug oder einen privaten Fahrer. Die Fahrtzeit pro Strecke liegt bei ca. 60 bis 75 Minuten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist man mindestens 90 Minuten unterwegs.

Fazit: Landausflüge in Kobe auf eigene Faust

Kobe ist ein idealer Kreuzfahrthafen für individuelle Landausflüge. Das moderne Hafengebiet mit dem Meriken Park, dem Kobe Port Tower und dem Harborland lässt sich bequem erkunden. Hinzu kommen das historische Kitano-Viertel, Chinatown und schöne Aussichtspunkte auf dem Berg Rokko. Dank des sauberen und hervorragend organisierten Nahverkehrs erreicht man viele Sehenswürdigkeiten schnell und unkompliziert.

Für viele Kreuzfahrer ist Kobe aber vor allem das Tor nach Kyoto. Die ehemalige Kaiserstadt gehört zu den kulturellen Höhepunkten Japans und ist mit dem Zug gut erreichbar. Aufgrund der großen Entfernungen innerhalb Kyotos und des hohen Besucheraufkommens würden wir für Erstbesucher allerdings eine organisierte Tour oder einen privaten Fahrer bevorzugen. Wer lieber in Kobe bleibt, erlebt eine entspannte Hafenstadt mit einer gelungenen Mischung aus moderner Architektur, historischen Vierteln, herrlichen Ausblicken und ausgezeichnetem Essen. Damit gehört Kobe für uns zu den attraktivsten Kreuzfahrthäfen Japans.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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