Yokohama auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Yokohama individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Yokohama auf eigene Faust zusammengestellt. Yokohama ist mit rund 3,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Japans und liegt etwa 35 km südlich von Tokio. Die moderne Hafenstadt ist heute vor allem für ihre Skyline und den großen internationalen Seehafen bekannt. Dabei war Yokohama bis Mitte des 19. Jahrhunderts nur ein kleines Fischerdorf. Mit der Öffnung des Hafens im Jahre 1859 begann der rasante Aufstieg zu einem bedeutenden Handelszentrum und Tor Japans zur westlichen Welt. Heute ist Yokohama ein beliebtes Kreuzfahrtziel mit einer modernen Waterfront, einer großen Chinatown, historischen Gebäuden aus der Zeit der Hafenöffnung und schönen Gärten. Viele Sehenswürdigkeiten liegen zudem relativ nah beieinander und lassen sich während eines Landausflugs gut auf eigene Faust erkunden. Weitere Informationen gibt es beim Yokohama City Visitors Bureau. Letzte Aktualisierung: August 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Yokohama auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplätze: Osanbashi Pier, Shinko Pier Cruise Terminal und Daikoku Pier Cruise Terminal
🚶‍♂️ Ortszentrum: Minato Mirai und Chinatown (vom Osanbashi Terminal ca. 1–2 km)
🚇 Bahn: Nihon-odori Station (ca. 500 Meter vom Osanbashi Terminal)
✨ Highlights in Yokohama: Minato Mirai 21, Yokohama Chinatown, Yamashita Park, Red Brick Warehouse, Sankeien Garden, Cup Noodles Museum, Landmark Tower, Harbor View Park
🗺️ Fortbewegung: Zu Fuß, Bahn, Busse, Taxis oder organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Yamashita Park, Chinatown, Minato Mirai
💴 Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Japanische Yen (JPY). Kreditkarten werden häufig akzeptiert, etwas Bargeld ist trotzdem sinnvoll. In touristischen Bereichen kommt man mit Englisch meist gut zurecht.
📶 Internet: Kostenloses WLAN gibt es an den Cruise Terminals und an vielen öffentlichen Orten. Für mobiles Internet kann man vor der Kreuzfahrt eine eSIM für Japan kaufen.
👉 Unsere Einschätzung: Yokohama eignet sich hervorragend für Landausflüge auf eigene Faust. Vom zentral gelegenen Osanbashi Cruise Terminal kann man viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Auch Tokio ist nur etwa 30 bis 40 Minuten mit dem Zug entfernt und ein beliebtes Ziel für einen Tagesausflug.

Kreuzfahrthafen Yokohama

In Yokohama gibt es gleich drei mögliche Häfen für Kreuzfahrtschiffe. Die meisten Kreuzfahrtschiffe nutzen den modernen Osanbashi Pier im Zentrum. Sehr große Kreuzfahrtschiffe machen am Daikoku Pier Cruise Terminal fest und kleine Luxuskreuzfahrtschiffe nutzen das Shinko Pier Cruise Terminal. Einen Cruise Schedule für 2026 gibt es hier.

Kreuzfahrtschiff am Osanbashi Pier
Kreuzfahrtschiff am Osanbashi Pier – Bild: Yoshiharu Tsuyuki auf Pixabay

Das Osanbashi Passenger Terminal ist das bekannteste und architektonisch spektakulärste Cruise Terminal des Hafens. Besonders auffällig ist das geschwungene Dach mit seinen großen Holzflächen, das an Wellen oder den Rücken eines Wals erinnert. Es dient gleichzeitig als öffentlicher Park und bietet einen schönen Rundumblick auf den Hafen und die Skyline von Yokohama. Das Osanbashi Passenger Terminal liegt sehr zentral zwischen dem Yamashita Park und Minato Mirai. Viele Sehenswürdigkeiten kann man bequem zu Fuß erreichen. Im modernen Cruise Terminal gibt es eine Touristeninformation, Geldautomaten, Schließfächer, Restaurants und Shops. Die Station Nihon-odori der Minatomirai Line ist in etwa 10 Gehminuten erreichbar. Der rote Retro-Stadtbus Akai Kutsu hält direkt am Terminal.

Dass nicht alle Kreuzfahrtschiffe am Osanbashi Passenger Terminal anlegen können, liegt an der Yokohama Bay Bridge. Die größten Kreuzfahrtschiffe können die Brücke nicht passieren. Deshalb wurde 2019 das Daikoku Pier Cruise Terminal eröffnet. Das Terminal liegt weit außerhalb des Zentrums auf einer künstlichen Insel im Hafengebiet. Die Umgebung ist ein reines Logistik- und Industrieareal und für Fußgänger nicht zugänglich. Eine Bahn- oder U-Bahn-Station gibt es hier ebenfalls nicht. Für Kreuzfahrer werden deshalb Shuttlebusse ins Zentrum eingesetzt. Alternativ stehen in der Regel Taxis bereit. Die Fahrt ins Zentrum von Yokohama dauert je nach Verkehr etwa 15 bis 20 Minuten.

Ebenfalls 2019 wurde mit dem Shinko Pier Cruise Terminal ein modernes Terminal für kleinere und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe eröffnet. Wie das Osanbashi Passenger Terminal liegt es sehr zentral im Stadtteil Minato Mirai, unweit des Cup Noodles Museums. Das Cruise Terminal ist Teil des Yokohama Hammerhead-Komplexes. Im Gebäude befinden sich neben den Einrichtungen für die Abfertigung der Kreuzfahrtgäste auch Restaurants, Cafés und Shops. Zum Komplex gehört außerdem das InterContinental Yokohama Pier 8. Die Stationen Bashamichi und Minatomirai sind zu Fuß in etwa 10 bis 15 Minuten erreichbar. Direkt am Yokohama Hammerhead befindet sich zudem eine Haltestelle des Sea Bass, der verschiedene Ziele im Hafen anfährt.

Landausflüge in Yokohama buchen

Für den Tag in Yokohama werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Yokohama findet man bei GetYourGuide*.

Mobil in Yokohama auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Yokohama auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Wir empfehlen auch die Webseite des Yokohama Official Visitors Guide (Get Around Yokohama). Vorab einige Entfernungsangaben für beliebte Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Yokohama (ab/bis Osanbashi Pier):

  • Chinatown: 800 Meter
  • Red Brick Warehouse: 1,2 km
  • Yokohama Landmark Tower: 2,1 km
  • Yokohama Station: 3,8 km
  • Sankei-en (Garten): 4,6 km
  • Kamakura: 30 km
  • Tokio: 35 km
  • Hakone: 75 km
Karte von Yokohama für Kreuzfahrer
Karte von Yokohama für Kreuzfahrer – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte von Yokohama für Kreuzfahrer: 1. Osanbashi Pier (Hauptliegeplatz), 2. Daikoku Pier Cruise Terminal für große Kreuzfahrtschiffe, 3. Shinko Pier, 4. Sakuragicho Bahnhof, 5. Yokohama Station Hauptbahnhof (Fahrten nach Tokio oder Kamakura)

Zu Fuß unterwegs

Von den Liegeplätzen Osanbashi Pier und Shinko Pier kann man viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Yokohamas zu Fuß erreichen. Das gilt zum Beispiel für die Chinatown, das historische Red Brick Warehouse und das moderne Viertel Minato Mirai 21.

Shuttlebusse

Wenn das Kreuzfahrtschiff am Daikoku Pier Cruise Terminal liegt, gibt es in der Regel kostenlose Shuttlebusse zur Sakuragicho Station und/oder zum Yamashita Park in Yokohama. Die anderen beiden Liegeplätze liegen so zentral, dass man keine Shuttlebusse benötigt.

Bahnen und U-Bahn

Das Bahn- und U-Bahn-System in Yokohama ist sehr pünktlich, sauber und einfach zu nutzen, wenn man das wichtigste Grundprinzip verstanden hat: In Yokohama fahren Züge verschiedener Bahngesellschaften. Sie nutzen teilweise dieselben großen Bahnhöfe, haben dort aber häufig eigene Bahnsteige und Ticketschranken. Wir würden vor Ort einfach Google Maps nutzen. Die App zeigt in Japan sehr zuverlässig an, welche Linie man nehmen sollte, wie viel die Fahrt kostet, von welchem Gleis der Zug abfährt und welcher Ausgang am Zielbahnhof am günstigsten liegt. Für Landausflügler sind in Yokohama vor allem drei Netze interessant:

  • Yokohama Municipal Subway: Die städtische U-Bahn besteht aus der Blue Line und der Green Line. Für Kreuzfahrer ist vor allem die Blue Line interessant. Sie durchquert das Stadtzentrum und hält unter anderem an Kannai, Sakuragicho und Yokohama Station. Vom Osanbashi Passenger Terminal läuft man etwa 1,3 km zur Kannai Station. Auch die Sakuragicho Station liegt an der Blue Line. Von hier fährt man nur eine Station bis zur Yokohama Station.
  • Minatomirai Line: Diese unterirdische Bahnlinie führt direkt durch das touristische Hafenviertel und ist für Landausflügler besonders praktisch. Sie verbindet die Yokohama Station unter anderem mit Minato Mirai, dem Yamashita Park und Chinatown. Die Station Nihon-odori liegt nur etwa 500 bis 600 Meter vom Osanbashi Passenger Terminal entfernt. Für Chinatown steigt man an der Endstation Motomachi-Chukagai aus.
  • JR Lines: Mehrere Linien von JR East verbinden Yokohama mit Tokio und anderen Städten der Region. Für Fahrten innerhalb Yokohamas ist insbesondere die JR Negishi Line interessant. Sie hält unter anderem an der Yokohama Station, der Sakuragicho Station und an der Kannai Station. Wer einen Landausflug nach Tokio plant, nutzt häufig die JR Tokaido Line, die JR Yokosuka Line oder die JR Shonan-Shinjuku Line.
Station Kannai in Yokohama
Station Kannai in Yokohama – Bild: ZENG YILI auf Unsplash

Ticketkauf

Einzeltickets kann man an den Ticketautomaten der Bahnhöfe kaufen. Man wählt den entsprechenden Fahrpreis aus, bezahlt und steckt das kleine Ticket beim Betreten und Verlassen des Bahnhofs in die Ticketschranke. Die aus Europa bekannte kontaktlose Zahlung direkt an der Ticketschranke mit Kreditkarte, Debitkarte, Apple Pay oder Google Pay ist in Yokohama noch nicht flächendeckend möglich. Für einen Landausflug sollte man sich deshalb nicht darauf verlassen. Das ist im hochtechnisierten Japan zunächst etwas überraschend.

Stattdessen nutzt man in Japan elektronische IC-Karten wie Suica oder PASMO. Man lädt ein Guthaben auf die Karte und hält sie beim Betreten und Verlassen des Bahnhofs an das Sensorfeld der Ticketschranke. Der richtige Fahrpreis wird automatisch abgebucht. Suica und PASMO funktionieren bei nahezu allen für Kreuzfahrer wichtigen Bahnen und U-Bahnen in Yokohama und Tokio. Beim Umsteigen zwischen verschiedenen Bahngesellschaften muss man teilweise durch eine neue Ticketschranke gehen. Mit Suica und PASMO kann man außerdem an vielen Getränkeautomaten, in Convenience Stores und zahlreichen Geschäften bezahlen.

Für Touristen gibt es außerdem die 28 Tage gültige Welcome Suica, die allerdings nur an bestimmten Verkaufsstellen erhältlich ist. Für die Karte wird kein Pfand erhoben, ein verbliebenes Guthaben wird nicht erstattet. Für iPhone-Nutzer ist es noch einfacher: Suica oder PASMO können direkt in der Apple Wallet eingerichtet werden. Das Guthaben lässt sich anschließend bequem über Apple Pay mit einer geeigneten hinterlegten Kredit- oder Debitkarte aufladen. An der Ticketschranke hält man einfach das iPhone oder die Apple Watch an das Sensorfeld. Der Fahrpreis wird dann von der digitalen Suica- oder PASMO-Karte abgebucht.

Stationsschild am Bahnhof Yokohama
Stationsschild am Bahnhof Yokohama – Bild: Marek Piwnicki auf Unsplash

Wichtige Verhaltensregeln

Auf den Bahnsteigen zeigen Markierungen am Boden, wo man auf den Zug wartet. Hier stellt man sich ordentlich in einer Reihe an und lässt zuerst alle Fahrgäste aussteigen, bevor man den Zug betritt. Im Zug wird möglichst leise gesprochen und nicht telefoniert. Außerdem gibt es gekennzeichnete Priority Seats für ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit Behinderung und Fahrgäste mit kleinen Kindern.

Taxis und Ride-Hailing

Taxis sind in Yokohama für Kreuzfahrer ein beliebtes und komfortables Verkehrsmittel. An allen drei Kreuzfahrtterminals gibt es Taxistände. Der Fahrpreis wird über das Taxameter ermittelt und in den meisten Taxis kann man mit Kreditkarte bezahlen. Trinkgeld ist in Japan nicht üblich. Einige Besonderheiten sollte man kennen: Die Fahrer öffnen und schließen die hintere Fahrzeugtür automatisch per Knopfdruck. Man sollte den Türgriff nicht anfassen. Viele Taxifahrer sprechen zudem wenig oder gar kein Englisch. Deshalb sollte man das gewünschte Ziel am besten auf dem Smartphone bereithalten. Ideal ist die japanische Adresse oder das in Google Maps angezeigte Ziel.

Ein Sightseeing-Taxi eignet sich ideal für alle, die Yokohama auf eigene Faust erkunden möchten, ohne weite Wege laufen zu müssen. Der ortskundige Fahrer schlägt passende Routen vor. Eine vierstündige Standardtour kostet für bis zu sechs Personen zum Beispiel etwa 28.000 Yen. Es gibt eine Reihe von Unternehmen wie Taxi Jun oder Sun Taxi Yokohama. Natürlich sind auch Taxitouren nach Kamakura möglich.

Ein Taxi in Yokohama
Ein Taxi in Yokohama – Bild: Ben M auf Unsplash

Beim Thema Ride-Hailing unterscheidet sich Japan von vielen anderen Ländern. Uber ist hier nicht mit dem klassischen Uber-Angebot in Deutschland oder den USA vergleichbar. In Yokohama werden über Fahrdienst-Apps überwiegend lizenzierte Taxis vermittelt. Die GO-App ist eine der größten und am weitesten verbreiteten Taxi-Apps in Japan. Die App ist auch auf Englisch verfügbar und kann mit ausländischen Kreditkarten genutzt werden. Aufgrund des großen angeschlossenen Taxinetzes ist GO für Kreuzfahrer eine gute Wahl. Auch Uber funktioniert in Yokohama. Die Bedienung ist genauso einfach wie von zu Hause gewohnt: Man gibt das gewünschte Ziel in der App ein und bekommt ein verfügbares Fahrzeug vermittelt. In Yokohama handelt es sich dabei in der Regel um ein reguläres Taxi.

Der große Vorteil beider Apps ist die einfache Verständigung. Man gibt das Ziel direkt in der App ein und der Fahrer erhält die entsprechenden Informationen. Bezahlt wird über die in der App hinterlegte Kreditkarte. Damit entfällt auch die Suche nach Bargeld und mögliche Verständigungsprobleme werden deutlich reduziert.

Stadtrundfahrten in Yokohama

Der rote Retro-Bus Akai Kutsu startet an der Sakuragicho Station und fährt auf einem Rundkurs durch das touristische Zentrum von Yokohama. Unterwegs hält er unter anderem am Yokohama Hammerhead, am Red Brick Warehouse, in Chinatown, am Harbor View Park, am Yamashita Park und direkt am Osanbashi Passenger Terminal. Damit eignet sich der Bus sehr gut für eine individuelle Stadtrundfahrt. Eine komplette Runde dauert etwa 78 Minuten. Werktags fahren die Busse etwa alle 20 Minuten, am Wochenende und an Feiertagen etwa alle 15 Minuten. Eine einfache Fahrt kostet 220 Yen.

Der rote Retro-Bus Akai Kutsu in Yokohama
Der rote Retro-Bus Akai Kutsu in Yokohama – Bild: oga3 auf Pixabay

Der moderne Gelenkbus Bayside Blue wurde 2020 eingeführt und verbindet die Yokohama Station mit vielen Sehenswürdigkeiten an der Waterfront. Die Route führt unter anderem über Minato Mirai, Yokohama Hammerhead, Osanbashi, Yamashita Park, Chinatown und das Red Brick Warehouse. Für Kreuzfahrer ist die Linie ebenfalls interessant. Beim Shinko Pier gibt es Haltestellen am Yokohama Hammerhead und am Cup Noodles Park/Hammerhead. Für das Osanbashi Passenger Terminal steigt man an der Haltestelle Osanbashi Iriguchi aus. Die Busse fahren etwa alle 30 bis 40 Minuten. Eine einfache Fahrt kostet 220 Yen.

Wer die Busse mehrmals nutzen möchte, kann das Minato Burari Ticket kaufen. Das Tagesticket kostet 700 Yen und gilt unter anderem für Akai Kutsu, Bayside Blue, weitere Stadtbusse sowie die Blue Line der Yokohama Municipal Subway innerhalb des festgelegten Bereichs.

Währung & Internet in Japan

Die Landeswährung ist der Japanische Yen (JPY). Bargeld spielt in Japan nach wie vor eine größere Rolle als in Deutschland und man sollte deshalb immer einige Yen dabeihaben. Geldautomaten findet man unter anderem in den sogenannten Konbinis. Das sind kleine, meist rund um die Uhr geöffnete Convenience Stores, die in den Städten fast an jeder Ecke zu finden sind. Zu den bekanntesten Ketten gehören 7-Eleven, FamilyMart und Lawson. Geldautomaten gibt es außerdem an vielen Bahnhöfen und teilweise auch in den Kreuzfahrtterminals. Kreditkarten werden in Hotels, größeren Geschäften, Restaurants und vielen touristischen Einrichtungen weitgehend akzeptiert. In kleineren Restaurants, an Marktständen oder bei manchen Ticketautomaten kann Bargeld aber weiterhin erforderlich sein.

Die Konbinis haben immer geöffnet
Konbinis sind meistens rund um die Uhr geöffnet – Bild: Siddhesh Mangela auf Unsplash

Für mobiles Internet ist eine eSIM für Japan eine bequeme Lösung. Anbieter wie Airalo bieten verschiedene Datenpakete an, die sich in japanische Mobilfunknetze einwählen. Wir würden die eSIM bereits vor der Asien Kreuzfahrt kaufen und installieren. Nach der Ankunft in Yokohama muss sie dann nur noch aktiviert werden und das mobile Internet steht in der Regel sofort zur Verfügung. Japan verfügt über eine sehr gute 4G- und 5G-Abdeckung.

Highlights für Landausflüge in Yokohama auf eigene Faust

Yokohama ist ein attraktiver Kreuzfahrthafen mit vielen Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Landausflug. Man kann die Sehenswürdigkeiten der Hafenstadt erkunden oder den Tag für einen Landausflug nach Tokio, Kamakura oder Hakone nutzen. Das sind unsere Empfehlungen für Landausflüge in Yokohama auf eigene Faust.

Minato Mirai 21 am Abend
Minato Mirai 21 am Abend – Bild: patrik671 auf Pixabay

Orientierung für Kreuzfahrer

Yokohama bietet genügend Sehenswürdigkeiten für einen ganztägigen Landausflug. Besonders praktisch ist, dass viele Highlights rund um die Waterfront relativ nah beieinander liegen und von den zentralen Cruise Terminals gut zu Fuß erreichbar sind. Gleichzeitig ist Yokohama ein guter Ausgangspunkt für Landausflüge nach Tokio, Kamakura oder Hakone.

⭐ Für Erstbesucher: Wer Yokohama zum ersten Mal besucht, kann Minato Mirai, das Red Brick Warehouse, den Yamashita Park und Chinatown gut miteinander verbinden. Vom Osanbashi Passenger Terminal beginnt der Stadtbummel praktisch direkt am Schiff. Wer am Shinko Pier liegt, startet mitten in Minato Mirai.

🚶 Gut zu Fuß: Besonders gut lässt sich die Waterfront zwischen Minato Mirai, Red Brick Warehouse, Osanbashi Pier und Yamashita Park zu Fuß erkunden. Auch Chinatown ist von hier schnell erreicht. Für weiter entfernte Ziele wie den Sankeien Garden würden wir Bus oder Taxi nutzen.

🗼 Tagesausflug nach Tokio: Wer zum ersten Mal in Japan ist und Tokio noch nicht kennt, kann den Hafentag problemlos für einen Ausflug in die japanische Hauptstadt nutzen. Die schnellen Züge benötigen von der Yokohama Station je nach Ziel etwa 25 bis 40 Minuten. Wegen der Größe Tokios würden wir uns dort auf wenige Stadtviertel und Sehenswürdigkeiten konzentrieren. Besonders geeignet ist Shibuya mit der berühmten Kreuzung.

⛩️ Kamakura & Hakone: Kamakura ist mit seinen Tempeln, Schreinen und dem Großen Buddha eine gute Alternative zu den Großstädten Yokohama und Tokio. Auch ein Tagesausflug nach Hakone ist möglich. Wegen der längeren Anreise würden wir dafür allerdings den gesamten Hafentag einplanen. Bei klarem Wetter bieten sich rund um den Lake Ashi schöne Ausblicke auf den Mount Fuji.

Landausflüge in Yokohama

Die zweitgrößte Stadt Japans ist deutlich entspannter und weniger überlaufen als Tokio. Yokohama ist eine Mischung aus moderner Skyline und historischen Hafenbereichen. Zusätzlich gibt es schöne Parks und Gärten. Sehenswert sind die größte Chinatown Japans und das Viertel der Europäer, die sich nach der erzwungenen Öffnung Japans ab 1853 dort niederließen. Dies sind die Top-Highlights für Landausflüge in Yokohama auf eigene Faust.

Karte der Highlights für Landausflüge in Yokohama
Karte der Highlights für Landausflüge in Yokohama – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights für Landausflüge in Yokohama: 1. Osanbashi Pier (Hauptliegeplatz und Aussichtspunkt), 2. Yamashita Park, 3. Marine Tower Yokohama, 4. Chinatown, 5. Yokohama Motomachi Shopping Street, 6. Europäerviertel Yamate, 7. Red Brick Warehouse, 8. Cup Noodles Museum, 9. Cosmo Clock 21 Riesenrad, 10. Kishamichi Promenade, 11. Landmark Tower, 12. Yokohama Air Cabin Seilbahn

Osanbashi Pier

Der Osanbashi Pier ist ein modernes Kreuzfahrtterminal und der Hauptliegeplatz für Kreuzfahrtschiffe in Yokohama. Gleichzeitig ist er selbst eine Sehenswürdigkeit. Das wellenförmige Dach mit seinen großen Holzflächen ist frei zugänglich und bietet einen der schönsten Blicke auf den Hafen und die Skyline von Yokohama. Man kann über das weitläufige Dach spazieren und dabei schöne Fotos machen.

Wie komme ich hin? Viele Landausflügler kommen direkt hier an. Wer sich bereits im Zentrum von Yokohama befindet, erreicht den Osanbashi Pier bequem zu Fuß. Die nächstgelegene Bahnstation Nihon-Odori liegt etwa 500 bis 600 Meter entfernt.

Was kostet das? Der Zugang zum Dach des Osanbashi Piers ist kostenlos.

Diamond Princess am Osanbashi Pier
Diamond Princess am Osanbashi Pier – Bild: takewata69 auf Pixabay

Yamashita Park & Yokohama Marine Tower

Nur etwa 500 Meter vom Osanbashi Pier entfernt befindet sich der Yamashita Park. Der beliebte Küstenpark wurde 1930 nach dem Großen Kanto-Erdbeben auf aufgeschüttetem Gelände angelegt. Der etwa 750 Meter lange Park bietet Grünflächen, Denkmäler und schöne Ausblicke auf die Bucht. Ein beliebtes Fotomotiv ist das Museumsschiff Hikawa Maru. Sehenswert ist auch der Future Rose Garden mit zahlreichen Rosensorten. Auf der anderen Straßenseite steht der 106 Meter hohe Yokohama Marine Tower. Der ehemalige Leuchtturm ist heute vor allem wegen seiner Aussichtsplattform mit einem schönen Rundumblick über den Hafen und die Stadt bekannt.

Wie komme ich hin? Vom Osanbashi Pier läuft man etwa 500 Meter bis zum Yamashita Park. Der Marine Tower befindet sich direkt gegenüber.

Was kostet das? Der Yamashita Park kann kostenlos besucht werden. Für die Besichtigung der Hikawa Maru und die Aussichtsplattform des Yokohama Marine Towers wird Eintritt verlangt.

Hikawa Maru im Yamashita Park
Museumsschiff Hikawa Maru im Yamashita Park – Bild: PHUONG VAN PHUONG from Pixabay

Yokohama Chinatown

Die Yokohama Chinatown ist das größte Chinesenviertel Japans und ein Topziel für Landausflüge in Yokohama auf eigene Faust. Farbenprächtige Paifang-Tore markieren die Zugänge zu dem lebhaften Viertel. Das bekannteste Eingangstor ist das Zenrinmon Gate. In den Straßen findet man Hunderte chinesische Restaurants, kleine Geschäfte und Garküchen. Angeboten werden unter anderem Nudeln, Dumplings, Bao-Buns und zahlreiche chinesisch-japanische Spezialitäten.

Wie komme ich hin? Vom Osanbashi Pier läuft man nur etwa einen Kilometer bis Chinatown. Noch schneller geht es vom Yamashita Park. Die nächstgelegene Bahnstation ist die Motomachi-Chukagai Station an der Minatomirai Line.

Was kostet das? Der Zugang zur Chinatown ist kostenlos.

Yokohama Chinatown
Yokohama Chinatown – Bild: Meguraw645 from Pixabay

Red Brick Warehouse

Das Red Brick Warehouse besteht aus zwei historischen Zolllagern direkt am Hafen. Die langen roten Backsteingebäude haben das große Erdbeben von 1923 überstanden und gelten heute als Wahrzeichen der Stadt. Gebäude 1 dient vor allem als kulturelle Veranstaltungsstätte. In Gebäude 2 findet man Boutiquen, Kunsthandwerk, Souvenirläden, Cafés und Restaurants. Zwischen den beiden Gebäuden liegt die große Event Plaza, auf der regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Hier findet zum Beispiel der Weihnachtsmarkt von Yokohama statt.

Wie komme ich hin? Vom Osanbashi Pier läuft man etwa 750 Meter. Von der Sakuragicho Station sind es rund 1,2 km zu Fuß. Der Weg führt über die schöne Kishamichi Promenade. Alternativ kann man von Sakuragicho mit der Yokohama Air Cabin über das Hafenbecken fahren.

Was kostet das? Die beiden ehemaligen Zolllager können kostenlos besucht werden. Für die Yokohama Air Cabin benötigt man ein Ticket.

Das rote Red Brick Warehouse in Yokohama
Red Brick Warehouse – Bild: glutamine1962 from Pixabay

Cup Noodles Museum

Das Cup Noodles Museum ist ein interaktives, familienfreundliches Museum rund um die Instant-Nudeln und ihren Erfinder Momofuku Ando. Zu sehen gibt es unter anderem kurze Filme, historische Verpackungen und die bekannte Instant Noodles History Cube. Wer möchte, kann in der My Cup Noodles Factory seinen eigenen Becher gestalten und anschließend Suppe und Toppings auswählen.

Wie komme ich hin? Vom Osanbashi Pier läuft man etwa 1,4 km. Von der Sakuragicho Station sind es rund 1,1 km zu Fuß über die Kishamichi Promenade. Wer die Yokohama Air Cabin nutzt, verkürzt den Fußweg deutlich.

Was kostet das? Erwachsene zahlen 500 Yen Eintritt. Das Museum ist sehr beliebt und für einige Angebote gelten feste Zeitfenster. Wir würden Tickets deshalb möglichst vorab auf der Webseite reservieren.

Ein Stapel Becher mit Cup Noodles im Cup Noodles Museum
Cup Noodles sind in Japan extrem beliebt – Bild: Auntmasako from Pixabay

Minato Mirai 21

Minato Mirai 21 ist das moderne Herz der Stadt und ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Yokohama auf eigene Faust. Das moderne Hafenviertel liegt direkt am Wasser und prägt mit seinen Hochhäusern die Skyline von Yokohama. Hier gibt es große Einkaufszentren, Hotels, Restaurants und ein Messegelände. Das bekannteste Hochhaus ist der Yokohama Landmark Tower. Im 69. Stock befindet sich die Aussichtsplattform Sky Garden, die normalerweise einen spektakulären Blick über die Bucht von Yokohama bietet.. Direkt daneben befindet sich das Riesenrad Cosmo Clock 21, das besonders am Abend mit seiner Beleuchtung ein schönes Fotomotiv ist.

Wie komme ich hin? Vom Osanbashi Pier läuft man etwa 500 Meter zur Station Nihon-odori und fährt mit der Minatomirai Line zwei Stationen bis Minatomirai. Wer von der Sakuragicho Station kommt, kann Minato Mirai bequem zu Fuß erreichen.

Was kostet das? Das Stadtviertel kann natürlich kostenlos erkundet werden. Für das Riesenrad wird Eintritt verlangt. Die Aussichtsplattform Sky Garden im Landmark Tower ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und soll voraussichtlich 2028 wieder öffnen.

Der Landmark Tower in Yokohama
Der Landmark Tower hat eine beliebte Aussichtsplattform – Bild: FranckinJapan from Pixabay

Motomachi & Yamate

Die Motomachi Shopping Street ist eine rund 600 Meter lange Einkaufsstraße zwischen Chinatown und Yamate mit zahlreichen Geschäften, Cafés und Restaurants. Direkt angrenzend liegt das historische Villenviertel Yamate, das auch als The Bluff bekannt ist. Nach der Öffnung Yokohamas für den internationalen Handel ließen sich hier im 19. Jahrhundert ausländische Kaufleute und Diplomaten nieder. Bis heute hat Yamate einen grünen und fast vornehmen Charakter mit Parks, Gärten, Kirchen und historischen Villen. Zu den bekanntesten Gebäuden gehören die Berrick Hall, die Ehrisman Residence und das British House. Sehr schön ist auch der Harbor View Park mit Blick über die Bucht.

Wie komme ich hin? Vom Osanbashi Pier läuft man etwa 500 Meter zur Station Nihon-odori und fährt mit der Minatomirai Line eine Station bis Motomachi-Chukagai. Von hier kann man die Einkaufsstraße und das Villenviertel bequem zu Fuß erkunden. Eine weitere Möglichkeit ist die JR-Station Ishikawacho.

Was kostet das? Die Motomachi Shopping Street und das Stadtviertel Yamate können kostenlos besucht werden. Auch viele historische Villen und der Harbor View Park sind frei zugänglich.

Europäische Villa in Yamate (Yokohama)
Europäische Villen in Yamate – Bild: Ken Hori from Pixabay

Sankei-en: Traditionelle japanische Gartenkunst

Sankei-en ist ein großer traditioneller japanischer Landschaftsgarten mit Teichen, kleinen Flussläufen, Brücken und zahlreichen historischen Gebäuden aus verschiedenen Teilen Japans. Der ruhige Garten liegt etwas außerhalb des Zentrums und ist ein schönes Ziel für alle, die während ihres Landausflugs auch die traditionelle Seite Japans kennenlernen möchten. Das Wahrzeichen des Gartens ist eine dreistöckige Pagode, die bereits mehrere Jahrhunderte alt ist und auf einer Anhöhe über dem Garten steht. Verschlungene Wege, Teiche, Brücken und ansteigendes Gelände sorgen für das typische Bild eines japanischen Wandelgartens.

Wie komme ich hin? Vom Osanbashi Pier sind es etwa 4,6 km. Mit dem Taxi benötigt man je nach Verkehr ungefähr 15 Minuten. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist umständlicher und mit längeren Fußwegen verbunden. Für Kreuzfahrer würden wir deshalb ein Taxi empfehlen.

Was kostet das? Für Sankei-en wird Eintritt verlangt. Tickets kann man direkt vor Ort oder vorab online kaufen. Erwachsene ab 16 Jahren zahlen 900 Yen.

Der Park Sankei-en in Yokohama zur Kirschblüte
Sankei-en – Bild: Jonathan Kim auf Unsplash

Kamakura

Kamakura ist eine kleine Küstenstadt in der Präfektur Kanagawa, knapp 30 km südwestlich von Yokohama. Die alte Stadt war vom Ende des 12. bis zum 14. Jahrhundert das politische Zentrum Japans und ist heute für ihre zahlreichen historischen Tempel und Schreine bekannt. Für einen Landausflug nach Kamakura würden wir mindestens einen halben Tag einplanen. Wer neben dem Großen Buddha und Hasedera auch den Tsurugaoka Hachimangu und die Innenstadt besuchen möchte, kann hier problemlos einen ganzen Hafentag verbringen.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist der Kotoku-in mit dem Großen Buddha von Kamakura. Die gut 11 Meter hohe Bronzestatue stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Japans. Ebenfalls sehenswert ist der nahe gelegene Hasedera-Tempel. Besonders schön ist die Aussicht von der Tempelanlage auf Kamakura und die Küste. Außerdem gibt es hier zahlreiche kleine Jizo-Statuen.

Im Zentrum beginnt direkt am Bahnhof die lebhafte Komachi-dori Shopping Street. Die etwa 360 Meter lange Einkaufsstraße führt in Richtung des bedeutenden Schreins Tsurugaoka Hachimangu und ist gesäumt von kleinen Geschäften, Souvenirläden, Cafés und Restaurants. Kamakura ist ein schönes Ziel für Landausflüge in Yokohama auf eigene Faust.

Wie komme ich hin? An der Yokohama Station nimmt man einen Zug der JR Yokosuka Line und erreicht Kamakura in knapp 30 Minuten. Der Bahnhof liegt mitten im Zentrum und die Komachi-dori beginnt praktisch direkt davor. Zum Großen Buddha und zum Hasedera-Tempel fährt man am besten mit der historischen Enoden Line bis zur Station Hase. Von dort sind beide Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichbar.

Was kostet das? Viele kleinere Schreine und Tempelanlagen können kostenlos oder für wenige hundert Yen besucht werden. Für die bekannten Sehenswürdigkeiten wird Eintritt verlangt. Der Kotoku-in mit dem Großen Buddha kostet beispielsweise 300 Yen.

Tempel des großen Buddha in Kamakura
Tempel des großen Buddha – Bild: darkness_s from Pixabay

Hakone

Hakone ist eine malerische Region etwa 75 km südwestlich von Yokohama. Sie gehört zum Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark und ist bekannt für ihre vulkanischen Landschaften, heißen Quellen und spektakulären Ausblicke auf den Mount Fuji. Wegen der größeren Entfernung und der verschiedenen Sehenswürdigkeiten eignet sich Hakone unserer Meinung nach besonders für einen organisierten Landausflug ab Yokohama.

Zu den bekanntesten Zielen gehört der Hakone-Schrein, der sehr idyllisch in einem Wald am Ufer des Ashi-Sees liegt. Besonders eindrucksvoll ist das leuchtend rote Torii-Tor direkt am Seeufer. Bei klarem Wetter bieten sich rund um den Lake Ashi schöne Ausblicke auf den Mount Fuji. Viele Landausflüge beinhalten deshalb auch eine Bootsfahrt über den See.

Ein weiteres Highlight ist das Owakudani-Tal. Das vulkanisch aktive Gebiet ist von aufsteigenden Dämpfen, Schwefelquellen und Fumarolen geprägt. Hier werden die berühmten Kurotamago verkauft. Die Eier werden in schwefelhaltigem Wasser gekocht, wodurch sich ihre Schale schwarz färbt. Der Legende nach soll der Verzehr eines dieser Eier das Leben um sieben Jahre verlängern.

Viele organisierte Landausflüge verbinden den Ashi-See und Owakudani mit einer Fahrt mit der Hakone Ropeway. Bei gutem Wetter bieten sich auch von der Seilbahn schöne Ausblicke auf den Mount Fuji. Je nach Ausflugsprogramm wird auf dem Rückweg nach Yokohama zusätzlich das Odawara Castle besucht.

Blick auf den Berg Fuji von Hakone
Blick auf den Berg Fuji von Hakone – Bild: c7corvette1327 from Pixabay

Tokio

Tokio ist die pulsierende Hauptstadt Japans mit rund 9,6 Millionen Einwohnern und mehr als 37 Millionen Menschen in der Metropolregion. Die Megastadt verbindet futuristische Hochhäuser, Neonlichter und High-Tech mit traditionellen Tempeln, Schreinen und Gärten.

Tokio liegt nur etwa 35 km von Yokohama entfernt und kann auf eigene Faust sehr gut mit der Bahn erreicht werden. Von der Yokohama Station fährt man mit der Tokyu Toyoko Line oder der JR Shonan-Shinjuku Line ohne Umsteigen bis zur Shibuya Station. Die Fahrt dauert je nach Verbindung etwa 25 bis 35 Minuten. Wer vom Osanbashi Passenger Terminal kommt, fährt zunächst mit der Minatomirai Line von Nihon-odori zur Yokohama Station und steigt dort um. Für die Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff sollte man ausreichend Zeit einplanen.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel ist die Shibuya Station, die von Yokohama direkt mit dem Zug erreichbar ist. Man könnte den Tag auf der Aussichtsplattform Shibuya Sky beginnen. Sie befindet sich auf dem Wolkenkratzer Shibuya Scramble Square direkt am Bahnhof und bietet einen spektakulären 360-Grad-Blick über Tokio. Von oben schaut man direkt auf die berühmte Shibuya Crossing und sieht bei guter Sicht unter anderem den Tokyo Skytree, den Tokyo Tower und sogar den Mount Fuji am Horizont. Besser kann ein erster Besuch in Tokio kaum beginnen.

Shibuya Crossing in Tokio
Shibuya Crossing in Tokio – Bild: cegoh from Pixabay

Von Shibuya Sky sind es nur wenige Schritte zur Shibuya Crossing. Die weltberühmte Kreuzung gehört zu den bekanntesten Fotomotiven Tokios. Wenn die Ampeln auf Grün springen, überqueren aus mehreren Richtungen gleichzeitig riesige Menschenmengen die Straße. Direkt daneben steht die Hachiko-Statue. Das bronzene Denkmal erinnert an den berühmten Akita-Hund Hachiko, der jahrelang am Bahnhof auf die Rückkehr seines verstorbenen Besitzers wartete.

Von hier könnte man etwa 1,5 km zum Meiji-Schrein laufen. Er gehört zu den bekanntesten Shinto-Schreinen Tokios und liegt mitten in einem großen Waldgebiet. Schon der Spaziergang durch den Wald mit den mächtigen Torii-Toren bildet einen schönen Kontrast zum Trubel von Shibuya. Direkt angrenzend beginnt Harajuku mit der berühmten Takeshita Street. Die etwa 400 Meter lange Fußgängerzone ist bekannt für japanische Jugendmode, Street-Fashion, kleine Geschäfte und ausgefallene Snacks. Besonders beliebt sind die japanischen Crêpes, die hier an zahlreichen Ständen und Geschäften angeboten werden. Von der Takeshita Street sind es nur wenige hundert Meter bis zur Omotesando Avenue. Der breite, von Bäumen gesäumte Einkaufsboulevard wird gerne als „japanische Champs-Élysées“ bezeichnet. Hier findet man internationale Luxusmarken, große Flagship-Stores und einige architektonisch interessante Gebäude.

Von der Shibuya Station aus kann man also bereits viel von Tokio erleben. Man hat die Stadt von oben gesehen, die weltberühmte Shibuya Crossing erlebt und mit dem Meiji-Schrein eine ganz andere Seite Tokios kennengelernt. In Harajuku erlebt man anschließend das farbenfrohe und manchmal etwas verrückte Tokio der japanischen Jugend. Nicht schlecht für einen kurzen Abstecher in eine der größten Metropolen der Welt. Wer mehr wissen will, könnte unser Hafenportrait von Tokio lesen.

Rund um die Shibuya Station
Rund um die Shibuya Station – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Rund um die Shibuya Station: 1. Shibuya Sky Aussichtsplattform, 2. Shibuya Crossing, 3. Meiji-Schrein, 4. Takeshita Street, 5. Omotesando Avenue (japanische Champs-Élysées)

Weitere Kreuzfahrthäfen in Asien

Weitere Hafenführer für Landausflüge in Asien auf eigene Faust: Bangkok, Busan, Chan May, Colombo, Da Nang, Ha Long, Hambantota, Hongkong, Kaohsiung, Keelung (Taipeh), Kobe, Koh Samui, Langkawi, Nha Trang, Osaka, Penang, Phu My (Saigon), Phuket, Phu Quoc, Port Klang (Kuala Lumpur), Shanghai, Singapur, Tokio

Fazit: Landausflüge in Yokohama auf eigene Faust

Yokohama eignet sich hervorragend für Landausflüge auf eigene Faust. Wer am Osanbashi Pier oder Shinko Pier anlegt, startet praktisch mitten im touristischen Zentrum. Minato Mirai, das Red Brick Warehouse, der Yamashita Park und Chinatown lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. Für größere Entfernungen gibt es ein sehr gutes Bahn- und Busnetz.

Gleichzeitig ist Yokohama ein idealer Ausgangspunkt für Landausflüge in die Umgebung. Tokio und Kamakura sind mit dem Zug schnell und unkompliziert erreichbar. Wer lieber die Natur rund um den Mount Fuji erleben möchte, kann einen ganztägigen Landausflug nach Hakone unternehmen. Wegen der längeren Anreise und der verschiedenen Verkehrsmittel würden wir hier einen organisierten Landausflug bevorzugen. Wer zum ersten Mal in Yokohama ist, muss aber nicht unbedingt weiterfahren. Die moderne Waterfront, Chinatown und die historischen Hafenviertel bieten genügend Abwechslung für einen entspannten Kreuzfahrttag direkt vor der Haustür des Schiffes.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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