Osaka auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Osaka individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Osaka auf eigene Faust zusammengestellt. Osaka ist mit rund 2,7 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Japans (nach Tokio und Yokohama) und das wirtschaftliche Zentrum der Kansai-Region. Zur Metropolregion Kansai mit etwa 24 Millionen Menschen gehören auch die Städte Kyoto und Kobe. Osaka ist besonders bekannt für das Viertel Dotonbori mit seinen grellen Reklametafeln, Leuchtschildern und der Promenade am Kanal. Das Wahrzeichen der Stadt ist die mächtige Osaka-Burg. Osaka trägt zudem den Beinamen „Küche Japans“ und ist für Spezialitäten wie Takoyaki und Okonomiyaki bekannt. Weitere Informationen findet man bei Osaka.info. Letzte Aktualisierung: August 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Osaka auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Tempozan Osaka Cruise Terminal
🚶‍♂️ Ortszentrum: Namba/Dotonbori (ca. 11 km vom Hafen)
🚇 Metro: Osakako Station (ca. 400 Meter vom Cruise Terminal)
Highlights in Osaka: Osaka-Burg, Dotonbori, Shinsaibashi, Umeda Sky Building, Shinsekai, Kuromon Market, Osaka Aquarium Kaiyukan, Universal Studios Japan
🗺️ Fortbewegung: Metro, Taxis, Uber oder organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Osaka-Burg, Dotonbori und Shinsaibashi
💴 Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Japanische Yen (JPY). Kreditkarten werden häufig akzeptiert, etwas Bargeld ist trotzdem sinnvoll. In touristischen Bereichen kommt man mit Englisch meist gut zurecht.
📶 Internet: Kostenloses WLAN gibt es an vielen öffentlichen Orten, in Einkaufszentren, Restaurants und Cafés. Für mobiles Internet kann man vor der Kreuzfahrt eine eSIM für Japan kaufen.
👉 Unsere Einschätzung: Osaka eignet sich hervorragend für Landausflüge auf eigene Faust. Die Metrostation Osakako liegt nur wenige Gehminuten vom Cruise Terminal entfernt und bietet eine schnelle Verbindung in die Innenstadt. Auch Kyoto, Nara und Kobe sind mögliche Ziele für einen Tagesausflug.

Kreuzfahrthafen Osaka

Kreuzfahrtschiffe machen in Osaka am Tempozan Osaka Cruise Terminal fest. Das moderne Kreuzfahrtterminal wurde 2024 deutlich erweitert und verfügt heute über rund 5.780 m² Fläche. Die Kailänge beträgt etwa 450 Meter. Im Terminalgebäude gibt es eine Touristeninformation, kostenloses WLAN und Geldwechselmöglichkeiten. Vor dem Terminal warten Taxis. Die Metrostation Osakako ist nur etwa 400 Meter entfernt.

Tempozan Osaka Cruise Terminal
Tempozan Osaka Cruise Terminal – Bild: Dong In Ham auf Unsplash

Das Cruise Terminal liegt an der Tempozan Wharf mitten im Tempozan Harbor Village. Das Osaka Aquarium Kaiyukan, das Tempozan-Riesenrad und der Einkaufs- und Restaurantkomplex Tempozan Marketplace sind nur wenige Schritte entfernt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafenbeckens befindet sich der Freizeitpark Universal Studios Japan, der mit einem Shuttleboot in etwa 10 Minuten erreichbar ist.

Landausflüge in Osaka buchen

Für den Tag in Osaka werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Osaka findet man bei GetYourGuide* und bei Klook*.

Mobil in Osaka auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Osaka auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben für beliebte Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Osaka:

  • Osaka Aquarium: 300 Meter
  • Universal Studios: 5,6 km
  • Osaka-Burg: 10,6 km
  • Vergnügungsviertel Dotonbori: 11,3 km
  • Kuromon Market: 11,3 km
  • Umeda Sky Building: 11,6 km
  • Vergnügungsviertel Shinsekai: 12,8 km
  • Shitenno-ji Tempel: 13,0 km
  • teamLab Botanical Garden Osaka: 19,1 km
  • Fushimi Inari Taisha Schrein Kyoto: 57,4 km
  • Arashiyama Bambuswald Kyoto: 67,8 km
Karte der Tempozan Wharf mit dem Kreuzfahrtterminal
Karte der Tempozan Wharf mit dem Kreuzfahrtterminal – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Tempozan Wharf mit dem Kreuzfahrtterminal: 1. Cruise Terminal, 2.
Tempozan Marketplace mit Riesenrad, 3. Aquarium, 4. Fähre zu den Universal Studios, 5. Osaka Culturarium at Tempozan, 6. Metro Osakako Station

Osaka zu Fuß erkunden

Rund um den Hafen kann man einige Ziele gut zu Fuß erkunden. Tempozan ist ein touristisches Hafenviertel direkt an der Osaka Bay. Nur wenige Schritte vom Cruise Terminal entfernt befinden sich der Tempozan Marketplace mit Geschäften und Restaurants, das große Tempozan-Riesenrad und das bekannte Osaka Aquarium Kaiyukan.

Shuttlebusse für Kreuzfahrer

Die Reedereien bieten gelegentlich auch Shuttlebusse ins Zentrum an. Informationen dazu bekommt man an Bord. Mögliche Ziele sind das Unterhaltungsviertel Namba oder die Osaka Station.

Osaka mit der Metro entdecken

Die Metro Osaka ist das wichtigste Verkehrsmittel für den Tag in Osaka auf eigene Faust. Sie umfasst 9 Linien und rund 120 Bahnhöfe, die quer durch die Stadt und angrenzende Gemeinden führen. Nur etwa 400 Meter vom Cruise Terminal entfernt befindet sich die Station Osakako an der grünen Chuo Line. An der Hommachi Station kann man in die Midosuji Line (rote Linie) und die Yotsubashi Line (blaue Linie) umsteigen.

An den Schranken der Osaka Metro kann man mittlerweile auch kontaktlos mit einer geeigneten Kreditkarte oder einem Smartphone bezahlen. Alternativ kauft man ein Ticket am Automaten. Für mehrere Fahrten gibt es zudem einen Tagespass, der sich je nach Anzahl der Fahrten schnell rechnen kann.

Eine weitere Möglichkeit ist die ICOCA-Karte. Diese wiederaufladbare IC-Karte kann für öffentliche Verkehrsmittel und zum bargeldlosen Bezahlen genutzt werden. Wer vorher in Tokio oder Yokohama war und bereits eine Suica oder Pasmo Card besitzt, kann diese auch in Osaka verwenden.

Mit der Metro durch Osaka
Mit der Metro durch Osaka – Bild: arielphoto auf Pixabay

Taxis, Uber & Co

Direkt vor dem Ausgang des Tempozan-Terminals befindet sich an Kreuzfahrttagen ein großer Taxistand. Hafenmitarbeiter weisen den Kreuzfahrern die Fahrzeuge der Reihe nach zu. Eine Taxifahrt zur Osaka-Burg kostet je nach Verkehr etwa 4.500 bis 5.500 Yen (ca. 28–35 Euro).

Die schwarzen oder farbigen Taxis mit einer gelben Lampe auf dem Dach sind leicht zu erkennen und ein beliebtes Verkehrsmittel für Landausflüge in Osaka. Taxis sind in Osaka sehr zuverlässig, sauber und sicher. In der Regel wird nach Taxameter gefahren. Viele Fahrer sprechen nur wenig oder gar kein Englisch. Deshalb ist es hilfreich, das Fahrtziel in japanischer Schrift auf dem Smartphone bereitzuhalten. Die Türen werden normalerweise automatisch vom Fahrer geöffnet und geschlossen. Trinkgeld ist in Japan nicht üblich.

Über die Uber-App können in Osaka ebenfalls Fahrten gebucht werden. Dabei werden überwiegend lizenzierte Taxi- und Mietwagenunternehmen vermittelt. Der Vorteil ist, dass man dem Fahrer das Ziel nicht erklären muss und die Bezahlung automatisch über die in der App hinterlegte Kreditkarte erfolgt. Die in Japan am weitesten verbreitete und sehr zuverlässige Taxi-App heißt GO (von Taxi Go Japan). Sie ist eine Alternative zu Uber. Alternativ kann man auch vorab ein Taxi reservieren. Ein bekanntes Unternehmen ist die Firma Ken’s Osaka Taxi.

Osaka auf eigene Faust mit einem Taxi erkunden
Taxis in Osaka – Bild: Y S auf Unsplash

Fähren zu den Universal Studios

Die Captain Line fährt vom Kaiyukan West Pier beim Aquarium zum Universal City Port bei den Universal Studios. Die Überfahrt dauert nur etwa 10 Minuten und kostet für Erwachsene derzeit 900 Yen pro Strecke. Das ist ein schneller und schöner Weg vom Kreuzfahrthafen zu den Universal Studios.

Eine kostenlose Alternative ist die Tempozan Ferry. Von deren Anleger auf der anderen Hafenseite muss man allerdings noch etwa 1,9 km bis zu den Universal Studios laufen.

Highlights für Landausflüge in Osaka auf eigene Faust

Osaka bietet Kreuzfahrern zahlreiche interessante Landausflugsziele. Das Wahrzeichen der Stadt ist die mächtige Osaka-Burg mit ihrem Museum und einem schönen Blick über die Stadt. Die weitläufige Parkanlage rund um die Burg ist insbesondere während der Kirschblüte ein beliebtes Ziel. Ganz anders präsentiert sich das Vergnügungsviertel Dotonbori mit seinen riesigen Leuchtreklamen, zahlreichen Restaurants und dem berühmten Glico-Sign. Einen herrlichen Blick über Osaka bietet das Kuchu Teien Observatory im Umeda Sky Building. Osaka ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Landausflüge nach Kyoto mit seinen zahlreichen Tempeln und Schreinen. Dies sind die beliebtesten Highlights für Landausflüge in Osaka auf eigene Faust.

Karte der Highlights für Landausflüge in Osaka
Karte der Highlights für Landausflüge in Osaka – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights für Landausflüge in Osaka: 1. Osaka-Burg, 2. Dotonbori Unterhaltungsviertel, 3. Umeda Sky Building, 4. Shitenno-ji Tempel, 5. Universal Studios, 6. Shinsekai & Tsutenkaku-Turm, 7. Namba Yasaka Schrein, 8. Kuromon Market, 9. teamLab Botanical Garden Osaka

Orientierung für Kreuzfahrer

Osaka bietet genügend Sehenswürdigkeiten für einen ganzen Kreuzfahrttag. Die wichtigsten Ziele im Stadtgebiet sind mit der Metro gut erreichbar. Wer Osaka bereits kennt oder lieber die historischen Tempel und Schreine Japans sehen möchte, kann einen Tagesausflug nach Kyoto oder Nara unternehmen.

🏯 Erstbesucher: Osaka-Burg, Dotonbori, Shinsaibashi
🏙️ Stadt & Aussicht: Umeda Sky Building, Shinsekai, Abeno Harukas
🍜 Essen & Märkte: Dotonbori, Kuromon Market, Shinsekai
⛩️ Tagesausflüge: Kyoto, Nara, Kobe

Tempozan Harbor Village

Tempozan ist ein beliebtes Hafenviertel in der Bucht von Osaka. Es erstreckt sich rund um das Kreuzfahrtterminal und gehört zu den beliebtesten Freizeitzielen der Stadt.

Das beleuchtetet Osaka Aquarium Kaiyukan am Abend
Osaka Aquarium Kaiyukan am Abend – Bild: Andy Luo auf Unsplash

Direkt neben dem Cruise Terminal befindet sich das Tempozan Giant Ferris Wheel (Riesenrad). Es ist etwa 112,5 Meter hoch und war bei seiner Eröffnung im Jahre 1997 das höchste Riesenrad der Welt. Die Fahrt dauert ungefähr 15 Minuten und bietet einen weiten Panoramablick über die Bucht von Osaka. Direkt hinter dem Riesenrad befindet sich der Tempozan Marketplace. Das ist ein Einkaufs- und Freizeitkomplex mit vielen Geschäften und Restaurants. Ein Highlight ist das LEGOLAND Discovery Center Osaka, ein Indoor-Freizeitpark für Familien mit Kindern.

Das nächste Highlight ist wieder nur einen Katzensprung entfernt. Das Osaka Aquarium Kaiyukan gehört zu den bekanntesten und größten Aquarien Japans und beherbergt rund 30.000 Meerestiere. Der Rundgang führt Stockwerk für Stockwerk an großen, thematisch gestalteten Becken vorbei und ist sehr familienfreundlich aufgebaut. Hinter dem Aquarium kann man eine Hafenrundfahrt mit der „Santa Maria“ machen. Der Nachbau des Flaggschiffs von Kolumbus ist etwa doppelt so groß wie das Original und bietet Rundfahrten (45 Minuten) in der Bucht von Osaka an. Dabei sieht man auch den markanten Betonbau neben dem Aquarium. Das moderne Osaka Culturarium at Tempozan wurde von Tadao Ando entworfen und zeigt wechselnde Ausstellungen von zeitgenössischer Kunst bis Design und Popkultur.

Osaka-Burg

Die Osaka-Burg gehört zu den bekanntesten Landausflugszielen und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Die ursprüngliche Burg wurde Ende des 16. Jahrhunderts von Toyotomi Hideyoshi errichtet, später jedoch mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Der heutige Burgturm ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1931. Im Inneren befindet sich ein Museum zur Geschichte der Burg und Toyotomi Hideyoshis. Ganz oben gibt es eine Aussichtsplattform mit einem schönen Blick über Osaka. Sehenswert ist auch die weitläufige Parkanlage rund um die Burg mit mächtigen Steinmauern, Wassergräben und mehreren historischen Gebäuden. Besonders beliebt ist der Osaka Castle Park während der Kirschblüte im Frühjahr. Für die Besichtigung der Burg und einen Rundgang durch den Park würden wir etwa zwei Stunden einplanen.

Osaka Castle zur Zeit der Kirschblüte
Osaka-Burg zur Zeit der Kirschblüte – Bild: tawatchai1990 –stock.adobe.com

Man erreicht die Osaka-Burg bequem auf eigene Faust mit der Metro. Mit der grünen Chuo Line kann man vom Hafen direkt bis zur Morinomiya Station fahren. Von hier läuft man noch einmal gut 15 bis 20 Minuten durch den Park, bis man direkt vor dem Hauptturm steht. Der Eintritt für den Hauptturm kostet für Erwachsene 1.200 Yen. Kinder unter 15 Jahren haben freien Eintritt. Die Schlangen an den Ticketautomaten vor der Burg können zu Stoßzeiten sehr lang sein und 30 bis 45 Minuten Wartezeit bedeuten. Wenn man das Ticket vorab online über Plattformen wie Klook oder GetYourGuide (Links s. oben) kauft, bekommt man einen QR-Code. Damit kann man die Warteschlange am Ticketverkauf umgehen und direkt zum Einlass gehen.

Unser Tipp: Bei gutem Wetter lohnt sich eine Fahrt mit den Osaka Castle Gozabune Boats. Die traditionellen goldenen Boote fahren etwa 20 Minuten durch den inneren Wassergraben. Vom Wasser hat man einen ungewöhnlichen Blick auf die Burg und die gewaltigen Steinmauern, deren große Granitblöcke ohne Mörtel aufeinandergesetzt wurden.

Vergnügungsviertel Dotonbori

Dotonbori ist das bekannteste Vergnügungsviertel von Osaka und besonders am späten Nachmittag und Abend ein Erlebnis. Entlang des Dotonbori-Kanals drängen sich Restaurants, Bars, Spielhallen und Geschäfte. Berühmt ist das Viertel für seine riesigen Leuchtreklamen und ungewöhnlichen Werbefiguren. Das bekannteste Fotomotiv ist das Glico Running Man Sign an der Ebisu-Brücke. Dotonbori ist außerdem ein guter Ort, um die berühmte Küche Osakas kennenzulernen. An zahlreichen Ständen und kleinen Restaurants gibt es Takoyaki, Okonomiyaki und andere japanische Spezialitäten. Sehr schön ist auch ein Spaziergang über die Uferpromenade am Kanal.

Unterhaltungsviertel Dotonbori
Unterhaltungsviertel Dotonbori bei Tag – Bild: cegoh auf Pixabay

Die Logistik vom Hafen nach Dotonbori ist sehr einfach. Von der Osakako Station fährt man mit der grünen Chuo Line. Fünf Haltestellen später steigt man an der Hommachi Station in die Midosuji Line (rot) um und fährt noch zwei Haltestellen bis zur Namba Station. Von hier ist die Ebisu Bridge nur noch ca. 350 Meter entfernt. Von der Brücke hat man einen tollen Blick auf die Reklametafeln.

Direkt neben Dotonbori beginnt die lange Einkaufspassage Shinsaibashi-suji. Man geht nur etwa 400 Meter. Beide Viertel lassen sich deshalb gut miteinander verbinden. Die überdachte Einkaufspassage erstreckt sich über mehrere Häuserblocks. Hier findet man große internationale Marken, japanische Modegeschäfte, Drogerien, Kaufhäuser und zahlreiche kleinere Läden.

Umeda Sky Building

Das Umeda Sky Building gehört zu den bekanntesten modernen Bauwerken von Osaka und steht im Stadtviertel Umeda nördlich der Osaka Station. Der 173 Meter hohe Wolkenkratzer besteht aus zwei Türmen, die in luftiger Höhe miteinander verbunden sind. Bereits die Fahrt mit den Rolltreppen durch die verglasten Röhren zwischen den beiden Türmen ist ein Erlebnis. Ganz oben befindet sich das Kuchu Teien Observatory (Floating Garden Observatory). Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Rundumblick über Osaka und bei guter Sicht weit über die Stadt hinaus. Besonders schön ist der Besuch am späten Nachmittag und zum Sonnenuntergang.

Umeda Sky Building
Umeda Sky Building – Bild: pen_ash auf Pixabay

Das Umeda Sky Building kann man vom Kreuzfahrthafen bequem mit der Metro erreichen. Von der Osakako Station fährt man mit der grünen Chuo Line bis zur Hommachi Station. Dort steigt man in die rote Midosuji Line um und fährt weiter bis Umeda. Der riesige Bahnhofskomplex in Umeda gleicht allerdings einem Labyrinth. Man folgt am besten der Beschilderung in Richtung Osaka Station oder nutzt Google Maps. Von dort läuft man noch etwa 10 bis 15 Minuten zum Umeda Sky Building.

Unser Tipp: Wenn man nach der Aussicht Hunger bekommt, lohnt sich ein Abstecher ins Untergeschoss des Gebäudes. Dort befindet sich die Takimi-koji Gourmet Street. Die Restaurantstraße wurde im Stil des historischen Osaka der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gestaltet und bietet mehrere japanische Restaurants.

Shitenno-ji Tempel

Der Shitenno-ji gehört zu den ältesten buddhistischen Tempeln Japans und wurde bereits im Jahr 593 gegründet. Die weitläufige Tempelanlage liegt südlich des Stadtzentrums von Osaka und wurde im Laufe ihrer langen Geschichte mehrfach durch Brände und Kriege zerstört. Die heutigen Gebäude wurden nach historischen Vorbildern wieder aufgebaut. Der Tempel ist in verschiedene Bereiche unterteilt, für die separate, sehr günstige Eintrittskarten benötigt werden. Bezahlt wird bar an den jeweiligen Eingängen.

Shitennō-ji in Osaka auf eigene Faust besuchen
Shitennō-ji in Osaka – Bild: Sarmat Batagov auf Unsplash

Im Zentrum stehen die fünfstöckige Pagode und die Haupthalle, die von einem überdachten Wandelgang umgeben sind. Im Inneren der Pagode kann man über eine enge Treppe nach oben steigen. Sehenswert sind außerdem mehrere kleinere Tempelgebäude und der traditionelle Gokuraku-jodo-Garten. Trotz seiner zentralen Lage wirkt der Shitenno-ji deutlich ruhiger als viele andere Sehenswürdigkeiten in Osaka. Wer neben den modernen Stadtvierteln auch etwas vom historischen und religiösen Osaka sehen möchte, ist hier richtig. Unser Tipp: Jeden Monat am 21. und 22. findet auf dem Tempelgelände ein großer Flohmarkt statt. Zahlreiche Händler verkaufen Antiquitäten, Keramik, Kleidung und andere Dinge. Dazu kommen zahlreiche Stände mit japanischem Streetfood.

Die Anbindung mit der Metro ist unkompliziert. Von der Osakako Station fährt man mit der grünen Chuo Line bis zur Tanimachi 4-chome Station. Dort steigt man in die lila Tanimachi Line um und fährt bis zur Shitennōji-mae Yūhigaoka Station. Von hier sind es noch etwa 300 Meter zu Fuß bis zum Tempel.

Universal Studios Japan

Die Universal Studios in Osaka sind ein riesiger Freizeitpark, der 2001 als erster Universal-Studios-Park außerhalb der USA eröffnet wurde und jährlich Millionen Besucher anzieht. Auf dem weitläufigen Gelände gibt es verschiedene Themenwelten mit Achterbahnen, Shows und interaktiven Attraktionen. Zu den Highlights gehören Super Nintendo World, The Wizarding World of Harry Potter, Minion Park und der Jurassic Park Bereich. Für einen Besuch der Universal Studios sollte man möglichst den gesamten Kreuzfahrttag einplanen.

Hogwarts in den Universal Studios Osaka
Hogwarts in den Universal Studios Osaka – Bild: pen_ash auf Pixabay

Die Anfahrt ist denkbar einfach: Vom Kaiyukan West Pier direkt beim Osaka Aquarium fährt die Captain Line zum Universal City Port. Die Überfahrt dauert nur etwa 10 Minuten. Dabei fährt man praktisch am Kreuzfahrtschiff vorbei und hat einen schönen Blick über den Hafen von Osaka.

Unser Tipp: Die Universal Studios sind sehr gut besucht und die Wartezeiten an den beliebtesten Attraktionen können sehr lang sein. Mit einem Universal Express Pass kann man die Warteschlangen an mehreren ausgewählten Attraktionen deutlich verkürzen. Je nach Variante sind beispielsweise vier oder sieben Attraktionen enthalten. Teilweise beinhaltet der Express Pass auch feste Zugangszeiten für besonders gefragte Bereiche wie Super Nintendo World. Die Express-Pässe sind teuer, können sich für Kreuzfahrer mit begrenzter Zeit aber durchaus lohnen.

Vergnügungsviertel Shinsekai

Shinsekai ist ein nostalgisches Vergnügungsviertel im Süden von Osaka und bekannt für seine grellen Leuchtreklamen, günstigen Restaurants und Spielhallen. Das Viertel entstand Anfang des 20. Jahrhunderts und hat sich bis heute etwas vom Flair des alten Osaka bewahrt. Wahrzeichen ist der 103 Meter hohe Tsutenkaku Tower, von dessen Aussichtsplattform man einen schönen Blick über die Stadt hat. Seit einigen Jahren gibt es den Tower Slider. Das ist eine große Röhrenrutsche, auf der man vom 3. Obergeschoss des Turms in nur 10 Sekunden rasant um den Turm herum nach unten saust.

Shinsekai & Tsutenkaku-Turm
Shinsekai & Tsutenkaku-Turm – Bild: jackmac34 auf Pixabay

Shinsekai ist außerdem ein guter Ort, um Kushikatsu zu probieren. Die frittierten Spieße mit Fleisch, Gemüse oder Meeresfrüchten gehören zu den bekanntesten Spezialitäten Osakas und werden hier in zahlreichen kleinen Restaurants angeboten. Wenn es die Liegezeiten erlauben, würden wir am späten Nachmittag hierherkommen.

Die Fahrt mit der Metro ist sehr unkompliziert: Man läuft ca. 400 Meter zur Osakako Station und nimmt eine Metro der Chuo Line (grün). Nach 2 Haltestellen wechselt man an der Bentencho Station in die Osaka Loop Line (rot) und fährt 4 Haltestellen bis zur Shin-Imamiya Station. Von hier sind es noch 700 Meter zu Fuß.

Kuromon-Markt & Namba Yasaka Schrein

Der Kuromon Market ist einer der bekanntesten Lebensmittelmärkte von Osaka und liegt nur wenige Gehminuten von Dotonbori entfernt. In der überdachten Marktstraße gibt es rund 150 Geschäfte und Stände mit frischem Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch, Obst und japanischen Spezialitäten. Viele Lebensmittel werden direkt vor den Augen der Besucher zubereitet und können sofort gegessen werden. Besonders beliebt sind gegrillte Meeresfrüchte, Sushi, Wagyu-Rind und verschiedene Süßigkeiten. Der Kuromon Market ist deshalb ein weiterer guter Ort, um einige Spezialitäten der „Küche Osakas“ zu probieren. Ein Billigmarkt ist das allerdings nicht. Dafür ist die Qualität der angebotenen Lebensmittel in der Regel hoch.

Blick in den Kuromon Market in Osaka
Kuromon Market – Bild: Helga Christina auf Unsplash

Wir würden zwischen 10 und 12 Uhr hierherkommen. Dann sind die Stände gut bestückt, die Grills heiß und der Markt zeigt sein lebendiges Gesicht. Wer etwas probieren möchte, sollte Bargeld dabeihaben. Gegessen wird normalerweise direkt am Stand. Viele Händler haben dafür einige kleine Sitzplätze oder Stehtische eingerichtet. Mitten im Markt gibt es zudem ein ausgeschildertes Information Center mit Tischen und Bänken, Toiletten, WLAN und Geldautomaten (ATMs). Hier kann man die auf dem Markt gekauften Speisen in Ruhe verzehren.

Der Markt ist vom Hafen aus hervorragend angebunden. Von der Osakako Station fährt man mit der grünen Chuo Line bis zur Hommachi Station. Dort steigt man in die rote Midosuji Line um und fährt weiter bis Namba. Die Anreise ist damit praktisch identisch mit der Fahrt nach Dotonbori. Von der Namba Station läuft man noch etwa 750 Meter bis zum Kuromon Market.

Unser Tipp: Etwa einen Kilometer entfernt befindet sich der Namba Yasaka Schrein. Das Highlight des kleinen Shinto-Schreins ist die riesige, etwa 12 Meter hohe Löwenkopf-Bühne mit weit geöffnetem Maul. Sie gehört zu den ungewöhnlichsten Fotomotiven in Osaka. Der Eintritt ist kostenlos.

Namba Yasaka Schrein
Namba Yasaka Schrein – Bild: Wenhao Ruan auf Unsplash

teamLab Botanical Garden Osaka

Der teamLab Botanical Garden in Osaka ist eine ungewöhnliche Mischung aus Botanischem Garten und digitaler Kunstausstellung. Er befindet sich im weitläufigen Nagai Botanical Garden im Süden von Osaka und öffnet erst am Abend. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt das Künstlerkollektiv teamLab Teile des Gartens mit Licht, Klang und digitalen Projektionen in eine große Open-Air-Kunstausstellung. Im Sommer gibt es rund um den großen See und zwischen den Pflanzen viele Stechmücken. Ein gutes Mückenspray gehört deshalb unbedingt ins Ausflugsgepäck.

Die Kunstwerke beziehen Bäume, Teiche und andere Elemente des Botanischen Gartens mit ein und verändern sich teilweise, wenn Besucher vorbeigehen oder sie berühren. Besonders eindrucksvoll sind die zahlreichen leuchtenden Installationen zwischen den Bäumen. Für Kreuzfahrer kommt ein Besuch allerdings nur infrage, wenn das Schiff bis in den späten Abend in Osaka liegt oder über Nacht im Hafen bleibt.

Der Botanische Garten liegt im Süden von Osaka im Nagai Park. Für die Anreise vom Kreuzfahrthafen sollte man etwa 35 bis 40 Minuten einplanen. Von der Osakako Station fährt man mit der grünen Chuo Line bis zur Hommachi Station. Dort steigt man in die rote Midosuji Line um und fährt bis zur Nagai Station. Von hier sind es noch etwa 700 Meter zu Fuß bis zum Botanischen Garten.

Der Goldene Pavillon Kinkaku-ji in Kyoto
Der Goldene Pavillon Kinkaku-ji in Kyoto – Bild: Nataliya Hora–stock.adobe.com

Kyoto – Japans alte Hauptstadt

Kyoto war über tausend Jahre lang Kaiserstadt Japans und ist bis heute das kulturelle Herz des Landes. Mit mehr als 2.000 Tempeln und Schreinen sowie 17 UNESCO-Welterbestätten fällt die Auswahl nicht leicht. Zu den bekanntesten Zielen gehört der Fushimi Inari-Taisha mit seinen endlosen roten Torii-Toren, die sich den Berg hinaufschlängeln. Der goldglänzende Kinkaku-ji spiegelt sich malerisch in seinem Teich, während im Bambushain von Arashiyama hoch aufragende Bambusstämme ein fast mystisches Licht erzeugen. Im historischen Viertel Gion trifft man mit etwas Glück auf Geishas in traditioneller Kleidung.

Kyoto liegt etwa eine Autostunde vom Kreuzfahrthafen in Osaka entfernt und ist deshalb ein beliebtes Ziel für einen Tagesausflug. Auch mit der Bahn kann man Kyoto gut erreichen. Das eigentliche Problem sind die großen Entfernungen innerhalb der Stadt. Der Goldene Pavillon (Kinkaku-ji) befindet sich im Nordwesten, der Bambushain von Arashiyama im Westen und der Fushimi Inari-Taisha ganz im Süden. Wer mehrere dieser Sehenswürdigkeiten an einem Kreuzfahrttag besuchen möchte, ist deshalb mit einem organisierten Landausflug oder einem privaten Fahrer gut beraten.

Hinzu kommt, dass Kyoto zu den meistbesuchten Städten Japans zählt. Busse und beliebte Sehenswürdigkeiten können entsprechend voll sein. Wer Kyoto auf eigene Faust besucht, sollte sich deshalb auf wenige Ziele konzentrieren und ausreichend Zeit für die Rückfahrt zum Schiff einplanen.

Kobe Landausflüge
Arashiyama Bambuswald Kyoto – Bild: tawatchai1990 –stock.adobe.com

Weitere Kreuzfahrthäfen in Asien

Weitere Hafenführer für Landausflüge in Asien auf eigene Faust: Bangkok, Busan, Chan May, Colombo, Da Nang, Ha Long, Hambantota, Hongkong, Kaohsiung, Keelung (Taipeh), Kobe, Koh Samui, Langkawi, Nha Trang, Penang, Phu My (Saigon), Phuket, Phu Quoc, Port Klang (Kuala Lumpur), Shanghai, Singapur, Tokio, Yokohama

Fazit: Landausflüge in Osaka auf eigene Faust

Osaka eignet sich hervorragend für Landausflüge auf eigene Faust. Die Metrostation Osakako liegt nur wenige Gehminuten vom Cruise Terminal entfernt und bietet eine schnelle Verbindung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zu den Highlights gehören das Osaka Castle, das Vergnügungsviertel Dotonbori und das Umeda Sky Building. Dazu kommen interessante Stadtviertel wie Shinsekai und große Einkaufs- und Marktstraßen rund um Namba und Shinsaibashi. Rund um den Hafen kann man zudem das Osaka Aquarium Kaiyukan und das große Tempozan-Riesenrad bequem zu Fuß erreichen.

Eine Alternative ist ein Tagesausflug nach Kyoto. Die alte Kaiserstadt mit ihren berühmten Tempeln und Schreinen liegt etwa eine Autostunde entfernt und ist auch mit der Bahn gut erreichbar. Wer möglichst viel von Kyoto sehen möchte, ist aufgrund der großen Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten mit einem organisierten Landausflug oder einem privaten Fahrer gut beraten. Insgesamt gehört Osaka für uns zu den Kreuzfahrthäfen in Japan, die man besonders unkompliziert auf eigene Faust erkunden kann.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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