Hier haben wir Informationen für Landausflüge auf Madeira auf eigene Faust zusammengestellt. Die portugiesische Blumeninsel ist vor allem für ihr ganzjährig mildes Klima, die spektakulären Vulkanlandschaften und die Wanderungen entlang der Levadas bekannt. Madeira ist etwa 57 km lang und bis zu 22 km breit. Von den gut 250.000 Einwohnern leben rund 100.000 in der schönen Hauptstadt Funchal. Hier befindet sich auch der Kreuzfahrthafen. Wenn sich das Kreuzfahrtschiff Funchal nähert, sollte man unbedingt an Deck sein. Das Bergpanorama ist spektakulär. Madeira ist eine wild zerklüftete Berglandschaft mit tiefen Schluchten und steilen Hängen. Für die Bewässerung der Terrassenfelder legten die Menschen schmale Wasserkanäle an, die Levadas genannt werden. Entlang der Levadas kann man heute herrliche Wanderungen unternehmen. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von Turismo da Madeira. Letzte Aktualisierung: Juni 2026
Weitere Hafenporträts für Landausflüge auf den Kanaren, Madeira und den Azoren auf eigene Faust: Fuerteventura, Gran Canaria, La Gomera, La Palma, Lanzarote, São Miguel (Azoren), Teneriffa, Terceira (Azoren)

Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Madeira auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Madeira Cruise Terminal in Funchal
🚶♂️ Stadtzentrum: Altstadt von Funchal (ca. 1,9 km vom Cruise Terminal auf der Mole)
🏖️ Nächster Strand: Complexo Balnear da Barreirinha (ca. 2,8 km vom Cruise Terminal)
✨ Highlights in Funchal: Markthalle, Seilbahn nach Monte, Kathedrale, Korbschlitten, Botanischer Garten, Monte Palace Tropical Garden, CR7 Museum
✨ Highlights im Umland: Cabo Girão, Pico do Arieiro, Ribeiro Frio, Santana, Porto Moniz, Câmara de Lobos, Ponta de São Lourenço, Curral das Freiras (Nonnental)
🗺️ Fortbewegung: Mietwagen, Linienbusse, Taxis, Uber/Bolt oder Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Stadtbummel durch Funchal und eine Inselrundfahrt zu den schönsten Aussichtspunkten
💶 Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Euro; Portugiesisch ist Amtssprache
📶 Internet: EU-Roaming ohne Zusatzkosten; kostenloses WLAN im Cruise Terminal
👉 Fazit: Madeira gehört zu den abwechslungsreichsten Kreuzfahrtzielen Europas. Kreuzfahrer können Funchal auf eigene Faust erkunden, mit der Seilbahn nach Monte fahren oder bei einer Inselrundfahrt spektakuläre Berge, Aussichtspunkte, Levadas und die beeindruckende Steilküste am Cabo Girão entdecken.
Wichtiger Hinweis: Seit Anfang 2026 ist für viele offizielle Wanderwege auf Madeira eine vorherige Online-Registrierung erforderlich. Zudem wird eine Wandergebühr von derzeit 4,50 Euro pro Person erhoben. Da die Zahl der Besucher auf vielen Wanderwegen begrenzt ist, empfiehlt sich eine Buchung drei bis fünf Tage im Voraus über dieses offizielle Portal.
Kreuzfahrthafen Funchal (Madeira)
Das Madeira Cruise Terminal liegt nur wenige Gehminuten von der Altstadt Funchals entfernt und ist ein idealer Ausgangspunkt für Landausflüge auf Madeira. Der Hafen verfügt über drei Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe. Das moderne Cruise Terminal befindet sich an der langen Hafenmole. Auf der Webseite des Hafens gibt es einen Cruise Schedule. Der genaue Liegeplatz wird dort zunächst nicht angegeben. Am Anreisetag findet man ihn unter dem Menüpunkt „Daily Vessels“. Grundsätzlich können Kreuzfahrtschiffe in Funchal auch ankern und die Passagiere tendern. Das kommt jedoch nur selten vor, wenn außergewöhnlich viele Schiffe erwartet werden – beispielsweise zum weltberühmten Silvesterfeuerwerk.

„Funchal Terminal Sul“ bezeichnet die Liegeplätze an der langen Hafenmole (Cais da Pontinha). Zwei große Kreuzfahrtschiffe können hier hintereinander festmachen. Seit 2010 befindet sich hier auch das moderne Funchal Cruise Terminal mit einer Außenstelle der Touristeninformation und einigen Geschäften. Direkt vor dem Terminal stehen Taxis und Shuttlebusse bereit.
„Funchal Terminal Norte“ bezeichnet den Liegeplatz beim CR7 Museum. Hier machen häufig die mittelgroßen Kreuzfahrtschiffe der Sphinx-Klasse von AIDA Cruises fest. Dieser Liegeplatz ist für Kreuzfahrer besonders praktisch, da die Altstadt schnell zu Fuß erreichbar ist. Ein Cruise Terminal gibt es nicht. Taxis warten an der Straße und die Hop-on Hop-off Busse starten in der Nähe.
Landausflüge auf Madeira buchen
Für den Tag auf Madeira werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Funchal auf Madeira findet man bei GetYourGuide*.
Mobilität auf Madeira auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Funchal auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Madeira (ab Cruise Terminal auf der Mole). Der Weg vom Liegeplatz am CR7 Museum ist ca. 1 km kürzer:
- Kathedrale von Funchal: 1,7 km (zu Fuß)
- Mercado dos Lavradores: 2,1 km (zu Fuß)
- Talstation der Seilbahn: 2,2 km (zu Fuß)
- Complexo Balnear da Barreirinha: 2,8 km
- Jardim Tropical Monte Palace: 5,2 km
- Jardim Botânico da Madeira: 6,6 km
- Miradouro do Cristo Rei: 13,4 km
- Cabo Girão: 14,6 km
- Curral das Freiras (Nonnental): 15,5 km
- Levada das 25 Fontes: 40 km
- Casas típicas de Santana: 44,2 km
- Parque Florestal das Queimadas: 47,7 km

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Funchal: 1. Mercado dos Lavradores, 2. Kathedrale Se, 3. Blandy’s Wine Lodge, 4. Rua de Santa Maria, 5. CR7-Museum. Die Seilbahn fährt nach Monte.
Funchal zu Fuß erkunden
Wer möchte, kann Funchal auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Vom Funchal Cruise Terminal auf der langen Mole bis zum Liegeplatz beim CR7 Museum läuft man ca. 1 km. Von hier geht man dann nochmal 800 Meter bis zur Kathedrale und 1,2 km bis zur Talstation der Seilbahn nach Monte. Das Zentrum von Funchal ist relativ flach.
Gibt es Shuttlebusse?
Viele Reedereien bieten einen kostenpflichtigen Shuttlebus an. Insbesondere, wenn das Kreuzfahrtschiff an der langen Hafenmole liegt, lohnt sich der Bus für alle, die nicht gut zu Fuß sind oder die Zeit sparen möchten. Bei AIDA Cruises und TUI Cruises kostete dieser Service ca. 8 bis 10 Euro. Es handelt sich um ein Tagesticket. Man kann den Bus also mehrfach nutzen.
Hop-on-Hop-off-Busse
Es gibt in Funchal Stadtrundfahrten (Hop-on Hop-off Touren) von zwei verschiedenen Anbietern. Die Busse starten leider nicht am Cruise Terminal auf der Mole. Los geht es an der Avenida do Mar im Bereich der Marina do Funchal. Das ist ca. 500 Meter vom CR7 Museum entfernt. Wenn man vom Hafen in Richtung Stadtzentrum läuft, kommt man hier vorbei. Die gelben und roten Busse sind nicht zu übersehen. Kreuzfahrer können aus zwei Anbietern wählen.
Die portugiesische Firma Yellow Bus Tours ist eine Tochter der Nahverkehrsgesellschaft Carris aus Lissabon. In Funchal gibt es eine lange Stadtrundfahrt mit ca. 28 Haltepunkten in Funchal und Câmara de Lobos. Das 24-Stunden-Ticket für diese sogenannte 2-in-1-Tour* kostet derzeit 19 Euro. Der Name bezieht sich darauf, dass die Busse sowohl Haltestellen in Funchal als auch in Câmara de Lobos anfahren. Für 24,50 Euro gibt es auch eine sogenannte 3-in-1-Tour*, die neben Funchal und Câmara de Lobos auch zum Cabo Girão führt. Dieses Ticket ist sogar 48 Stunden gültig. Alternativ gibt es in Funchal auch die bekannten roten Busse von City Sightseeing. Das Unternehmen bietet in Funchal eine Stadtrundfahrt mit 21 Haltestellen an und fährt auch nach Câmara de Lobos. Das 24-Stunden-Ticket kostet 26 Euro. Die Tickets gibt es hier*.
Für Erstbesucher ist die klassische Stadtrundfahrt eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über Funchal zu verschaffen. Wer nur einen Tag auf Madeira verbringt und zusätzlich Câmara de Lobos, das Cabo Girão und den Aussichtspunkt Miradouro Pico dos Barcelos besuchen möchte, ist mit den Hop-on-Hop-off-Bussen gut bedient. Wer dagegen mit der Seilbahn nach Monte fahren und die Korbschlitten ausprobieren möchte, ist mit der Seilbahn, einem Taxi oder einem öffentlichen Bus meist flexibler unterwegs.
Taxis, Uber & Co
Die Taxis auf Madeira sind gelb lackiert und haben zwei hellblaue Streifen an den Seiten sowie ein Taxischild auf dem Dach. So sind sie leicht zu erkennen. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, werden die Fahrten nach Taxameter abgerechnet. Für eine Fahrt vom Kreuzfahrthafen zu einem Ziel in Funchal zahlt man in der Regel etwa 7 bis 10 Euro. Obwohl viele Taxifahrer inzwischen Kartenzahlung akzeptieren, sollte man sicherheitshalber etwas Bargeld dabeihaben. Ein Trinkgeld von rund 10 % oder das Aufrunden des Fahrpreises ist üblich.
Am Kreuzfahrthafen bieten viele Fahrer vor allem mehrstündige Inselrundfahrten an und haben dafür verschiedene Routenvorschläge. Manche sprechen sogar Deutsch und vermarkten ihre Touren über eigene Webseiten. Ein deutschsprachiger Anbieter ist Miguel Pereira, auf dessen Webseite man sich vorab über Touren und Preise informieren kann. Eine vierstündige Inselrundfahrt kostet für bis zu vier Personen meist etwa 80 bis 100 Euro. Für eine ganztägige Tour sollte man mit etwa 180 bis 200 Euro rechnen. Oft stehen auch Großraumtaxis für bis zu acht Personen zur Verfügung.
Uber ist auf Madeira verfügbar und funktioniert vor allem in Funchal und Umgebung sehr gut. Daneben ist auch Bolt auf der Insel weit verbreitet. Im Bereich des Kreuzfahrthafens, in der Altstadt und in der Hotelzone (Lido) findet man über beide Apps meist schnell ein Fahrzeug. Eine Besonderheit auf Madeira ist, dass über die Bolt-App häufig auch normale gelbe Taxis vermittelt werden.
Unser Tipp für Kreuzfahrer: Wer Uber und Bolt bereits vor der Ankunft installiert hat, kann bei langen Warteschlangen am Taxistand oft Zeit und Geld sparen. Am besten beide Apps öffnen und vergleichen, welcher Anbieter gerade das günstigere oder schneller verfügbare Fahrzeug anbietet.
Öffentliche Busse in Funchal
Busse der lokalen Verkehrsgesellschaft Horários do Funchal sind für Landausflüge in Funchal ein geeignetes Verkehrsmittel. Die Verkehrsgesellschaft betreibt zahlreiche Stadtbuslinien und einige überregionale Verbindungen. Hier eine Übersicht:
- Praia Formosa und Hotelzone (Lido): Linien 1, 2, 4 und 5, tagsüber meist alle 10 bis 15 Minuten.
- Monte (Gärten und Korbschlitten): Linien 20, 21 und 5, in der Regel alle 20 bis 30 Minuten.
- Botanischer Garten: Linien 29, 31 und 31A, etwa alle 30 Minuten.
- Palheiro Gärten: Linien 36 und 37, etwas seltener. Den aktuellen Fahrplan vorher prüfen
Einzelfahrscheine kauft man direkt beim Busfahrer und bezahlt bar. Eine kontaktlose Zahlung mit Kredit- oder Debitkarte ist derzeit noch nicht möglich. Wer ein Tagesticket kaufen möchte, geht zum GIRO Ticket Office an der Avenida do Mar. Das ist ein Kiosk in dem kleinen Park in Höhe der Marina do Funchal. Also in etwa dort, wo auch die Hop-on Hop-off Busse abfahren. Das Ticket kostet aktuell 4,50 € (zuzüglich einmalig 0,50 € für die wiederaufladbare GIRO-Pappkarte, also insgesamt 5,00 €). Es gilt für 24 Stunden ab der allerersten Entwertung im Bus. Man muss das Tagesticket bei jedem Einstieg (auch beim Umsteigen) kurz vor das Lesegerät beim Fahrer halten.
Abschließend noch ein Tipp: Die Stadtbusse nutzen oft Einbahnstraßen-Systeme. Das bedeutet, dass die Haltestelle für den Rückweg eine Querstraße weiter oben oder unten sein kann. Für den Rückweg zum Kreuzfahrtschiff sollte man deshalb etwas Zeit einplanen.
Die Seilbahnen
Die Talstation der Seilbahn nach Monte befindet sich in der Nähe der bekannten Markthalle Mercado dos Lavradores. Vom Cruise Terminal auf der Mole geht man 2,3 km bis hierher. Die Fahrt kostet derzeit 16 Euro (eine Strecke) und 22 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Im früheren Edelkurort Monte angekommen, kann man den schönen botanischen Garten Jardim do Monte Palace und die bekannte Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte besichtigen. Die Rückfahrt mit einem Korbschlitten ist ein typisches Erlebnis. Es besteht zudem auch die Möglichkeit, mit der anderen Seilbahn (Teleférico do Jardim Botânico) hinunter zum Botanischen Garten zu fahren. Die Mitnahme von Kinderwagen ist kostenlos und die Kabinen sind weitgehend barrierefrei zugänglich. Die beiden Seilbahnen im Überblick:
- Seilbahn nach Monte: ca. 15–20 Minuten. Ziel: Monte Palace, Wallfahrtskirche und Korbschlitten.
- Seilbahn zum Botanischen Garten: ca. 9 Minuten. Ziel: Jardim Botânico und Aussichtspunkte.
Mietwagen auf Madeira
Für eine Inselrundfahrt auf eigene Faust ist ein Mietwagen oft die beste Wahl. Madeira ist zwar eine sehr steile und bergige Insel, aber die Straßenverhältnisse sind hervorragend. Allerdings kann man die ganze Insel nicht an einem Tag erkunden. Wir würden uns für eine Fokus-Route entscheiden:
🚗 Route Mitte & Berge (Gipfel & Nebelwälder): Hafen → Pico do Arieiro (über den Wolken) → Ribeiro Frio (Lorbeerwald) → Nonnental (Curral das Freiras) → Hafen.
⏱️ Reine Fahrzeit: ca. 2 bis 2,5 Stunden (viele Serpentinen und Steigungen).
🌊 Route Westen & Süden (Klippen & Meerwasserpools): Hafen → Cabo Girão (Skywalk-Steilküste) → Paul da Serra (Hochebene) → Porto Moniz (Naturschwimmbecken) → Hafen.
⏱️ Reine Fahrzeit: ca. 3 bis 3,5 Stunden (die Rückfahrt erfolgt schnell und unkompliziert durch die Haupttunnel).
🌿 Route Norden & Osten (Tradition & Vulkanküste): Hafen → Santana (strohgedeckte Häuschen) → Machico (historische Bucht) → Ponta de São Lourenço (karge Vulkan-Ostspitze) → Hafen.
⏱️ Reine Fahrzeit: ca. 2,5 Stunden (guter Mix aus Autobahn und Landstraße).
Es gibt im Stadtgebiet von Funchal zahlreiche nationale und internationale Verleiher. Insbesondere in der Hotelzone. Leider hat keine Firma ein Büro im Madeira Cruise Terminal auf der Mole. Es gibt aber Anbieter, die Kunden am Schiff abholen oder den gemieteten Wagen zum Schiff bringen. Ein Beispiel sind die Firma Auto Rent a Car und 22AGMadeira. Diese Anbieter bringen die gemieteten Fahrzeuge kostenlos zum Cruise Terminal. Weitere bekannte Anbieter mit Büros in Hafennähe (nahe dem CR7 Museum) sind Driving Madeira Rent-a-Car und Rent a Car Futuro. Die Niederlassung von Sixt ist 1,3 km vom Cruise Terminal entfernt.
Ein Automatikfahrzeug entspannt die Fahrt durch die Berge massiv. Wir würden zudem auf eine ausreichende Motorisierung achten. Es ist zudem sinnvoll, das Fahrzeug inklusive Super CDW (Vollkasko ohne Selbstbeteiligung) zu buchen. Auf den engen Straßen, beim Einparken oder durch Steinschläge auf den Bergstraßen passiert schnell ein kleiner Kratzer. Zudem entfällt so meist die Kautionshinterlegung, was die Übergabe beschleunigt. An Tagen, an denen zwei oder drei große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig im Hafen liegen, sind die lokalen Mietwagenflotten am Hafen komplett ausgebucht. Eine rechtzeitige Reservierung lohnt sich.
Madeira auf eigene Faust: Die besten Sehenswürdigkeiten für Kreuzfahrtgäste
Madeira ist eine portugiesische Inselgruppe im Atlantik. Neben der Strandinsel Porto Santo gehören noch die Ilhas Desertas dazu. Madeira liegt ca. 950 km südwestlich von Lissabon im Atlantik. Die kürzeste Entfernung zwischen Teneriffa und Madeira beträgt 500 km Luftlinie. Deshalb ist Madeira eine ideale Ergänzung für Kanaren Kreuzfahrten. Die Blumeninsel ist extrem gebirgig und fruchtbar. Es gibt spektakuläre Berglandschaften und steile Küsten. Wanderer nutzen die alten Bewässerungskanäle (Levadas). Auf Madeira wachsen viele exotische Pflanzenarten und es gibt mehrere botanische Gärten. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Madeira auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Madeira gehört zu den beliebtesten Kreuzfahrtzielen im Atlantik. Die Insel bietet eine gelungene Mischung aus Natur, spektakulären Aussichtspunkten, Levadawanderungen und der sehenswerten Inselhauptstadt Funchal. Die wichtigsten Landausflugsziele haben wir hier nach Interessen geordnet.
🌿 Landschaft: Cabo Girão, Pico do Arieiro, Fanal-Forrest, Santana, Curral das Freiras
🏖️ Nächster Strand: Complexo Balnear da Barreirinha (ca. 2,8 km vom Cruise Terminal)
🥾 Wandern: Über 200 Levadas und 30 empfohlene PR-Wanderwege
🌺 Gärten: Jardim Botânico, Monte Palace Tropical Garden, Palheiro Gardens
🏙️ Funchal: Altstadt, Mercado dos Lavradores, Seilbahn Monte, CR7 Museum
🚠 Besondere Erlebnisse: Korbschlittenfahrt (Monte), Seilbahnfahrten
🍷 Genuss: Madeira-Wein, Degenfische, Poncha
🚤 Bootstouren: Wal- und Delfinbeobachtung, Katamaranfahrten
👨👩👧👦 Familien: Seilbahn- und Korbschlittenfahrt, Cabo Girão Skywalk, CR7 Museum
Ein Stadtbummel in Funchal
Wir beschreiben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Funchal und stellen eine mögliche Route für einen Stadtbummel auf eigene Faust vor. Die Strecke ist etwa 4 km lang (ohne Rückweg zum Kreuzfahrtschiff) und führt zu den wichtigsten Highlights der Altstadt. Wer zusätzlich das CR7 Museum, eine Führung in der Blandy’s Wine Lodge oder die Seilbahn nach Monte besuchen möchte, sollte etwa vier bis fünf Stunden einplanen.
Vom Madeira Cruise Terminal auf der Mole erreicht man nach etwa 1 km zunächst das bekannte CR7 Museum. Liegt das Kreuzfahrtschiff am Liegeplatz beim CR7 Museum, spart man sich diesen zusätzlichen Fußweg.
Karte für einen Stadtbummel in Funchal: 1. Museu CR7, 2. Parque de Santa Catarina, 3. Blandy’s Wine Lodge, 4. Sé Catedral do Funchal, 5. Praça do Município, 6. Einkaufsstraße Rua Dr. Fernão de Ornelas, 7. Mercado dos Lavradores, 8. Seilbahn nach Monte, 9. Forte de São Tiago, 10. Praça do Povo und der Madeira-Schriftzug
CR7 Museum
Das Museum ist dem wohl berühmtesten Sohn der Insel, dem Fußballspieler Cristiano Ronaldo, gewidmet. Direkt daneben steht die überlebensgroße Bronzestatue des Weltstars. Fußballfans planen hier etwa 30 bis 60 Minuten ein. Der Eintritt kostet ca. 5 Euro. Danach geht es weiter über die Uferpromenade Avenida do Mar in Richtung Altstadt.
Blandy’s Wine Lodge
Nach nur ca. 600 Metern erreicht man die Blandy’s Wine Lodge. Seit mehr als 200 Jahren wird hier der berühmte Madeirawein gelagert und verkauft. Bei einer Führung erfährt man viel über die Herstellung und Lagerung des berühmten Madeiraweins. Die Premium-Tour (45 Minuten) gibt es für 23 Euro auch in deutscher Sprache. Das sind die Zeiten: Montag bis Freitag um 10:45, 14:45 und 15:45 Uhr und samstags um 10:45 Uhr. Die 30-minütige Lodge-Tour wird nur in englischer Sprache angeboten und kostet 17 Euro.
Sé Catedral do Funchal
Von der Wine Lodge sind es nur 200 Meter bis zur Kathedrale im Herzen der Altstadt. Sie wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und gehört zu den ältesten Bauwerken Madeiras. Besonders sehenswert sind die kunstvoll geschnitzte Holzdecke und der schlichte Innenraum. Der Zugang zur Kathedrale ist komplett kostenlos. Sie ist allerdings in der Mittagszeit länger geschlossen.
Praça do Município
Von der Kathedrale geht man ca. 250 Meter zum Rathausplatz im historischen Herzen von Funchal. Er besticht durch seine markante, wellenförmige schwarz-weiße Pflasterung aus traditionellen portugiesischen Steinen (Calçada Portuguesa). Das barocke Rathaus mit dem schönen Innenhof ist unter der Woche für Besucher geöffnet. Direkt am Rathausplatz liegt zudem die Jesuitenkirche Igreja de São João Evangelista. Gegen eine kleine Gebühr (1 Euro) kann man den Glockenturm besteigen und den Rundblick genießen. Der Glockenturm ist nicht allzu hoch, der Blick ist aber trotzdem schön.
Fußgängerzone
Die Rua Dr. Fernão de Ornelas ist die bekannteste und lebhafteste Einkaufsstraße im Zentrum von Funchal. Sie verbindet die Altstadt mit der Markthalle und eignet sich hervorragend für einen Einkaufsbummel. Viele inhabergeführte Geschäfte, Cafés und kleine Boutiquen laden zum Bummeln ein.
Mercado dos Lavradores
Am Ende der Straße befindet sich der Mercado dos Lavradores. Die Markthalle gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Madeiras. Besonders beliebt sind die farbenfrohen Obst- und Blumenstände sowie die große Fischhalle mit dem berühmten Schwarzen Degenfisch (Espada). Idealerweise sollte man vor 11 Uhr hier sein. Der Markt hat aber unter der Woche bis 19 Uhr und an Samstagen bis 14 Uhr geöffnet. Für einen entspannten Rundgang inklusive Fischhalle sollte man etwa 45 bis 60 Minuten einplanen.
Rua de Santa Maria
Wir setzen den Stadtbummel in Funchal auf eigene Faust fort und folgen der historischen Rua de Santa Maria. Die schmale Gasse ist nur 100 Meter von der Markthalle entfernt und heute für ihre bunt bemalten Türen, kleinen Galerien, Restaurants und Cafés bekannt. Für schöne Fotos sollte man vor 11 Uhr kommen. Die Tische und Stühle stehen noch nicht im Weg, sodass man die bemalten Türen ungestört fotografieren kann. Am Nachmittag und Abend verwandelt sich die Straße in eine kulinarische Meile. Restaurantmitarbeiter werben teilweise recht aktiv um Gäste. Ein freundliches, aber bestimmtes „No, thank you“ oder „Não, obrigado“ reicht völlig aus, um weiterzugehen.
Forte de São Tiago
Vom Ende der Rua de Santa Maria geht man 250 Meter zum Forte de São Tiago. Das ist eine historische Küstenfestung aus dem 17. Jahrhundert, die am östlichen Rand der Altstadt von Funchal thront. Sie wurde ab 1614 zur Verteidigung gegen Piraten und Angriffe von See gebaut. Sehr auffällig ist die ockerfarbene Außenfassade mit dicken Mauern, Wachtürmen und Kanonen. Nebenan befindet sich der Miradouro do Socorro, ein eher unbekannter, aber reizvoller Aussichtspunkt in Funchal. Beide Orte lassen sich ideal miteinander verbinden. Vom CR7-Museum geht man 1,6 km bis hierher und für einen Stadtbummel in Funchal (Madeira) auf eigene Faust ist es der Endpunkt.
Complexo Balnear da Barreirinha
Nur wenige Meter weiter lädt der Badekomplex Complexo Balnear da Barreirinha zu einer Pause am Meer ein. Über Leitern gelangt man hier direkt in den Atlantik. Liegeflächen, Duschen und ein Café machen den kleinen Badekomplex zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Der Zugang zum Bad ist kostenpflichtig, aber mit rund 2,50 € bis 3,00 € pro Erwachsenem sehr günstig. Liegestühle und Sonnenschirme können gegen eine kleine zusätzliche Gebühr geliehen werden.
Für einen Stadtbummel in Funchal auf eigene Faust ist das Bad der Endpunkt. Der Rückweg zum Cruise Terminal ist mit ca. 3 km bereits ziemlich lang. Wem das zu weit ist, der könnte ein Uber (oder Bolt) bestellen. Wer zu Fuß geht, könnte an der Praça do Povo noch ein Foto von dem Madeira-Schriftzug machen.
Whale Watching
Madeira zählt zu den besten Regionen Europas für Whale Watching. Im Atlantik vor der Insel wurden mehr als 25 Wal- und Delfinarten nachgewiesen. Pottwale, Grindwale und verschiedene Delfinarten können das ganze Jahr über beobachtet werden. Je nach Jahreszeit werden auch Buckelwale, Finnwale oder sogar Blauwale gesichtet.
Die meisten Whale-Watching-Touren* starten in der Marina von Funchal und dauern etwa zwei bis drei Stunden. Man kann sie also gut mit einem Stadtbummel in Funchal verbinden. Zum Einsatz kommen schnelle Schlauchboote oder größere Katamarane. Vor jeder Tour suchen erfahrene Spotter von Land aus nach den Meeressäugern und lotsen die Boote per Funk zu den Tieren. Dadurch sind die Chancen auf eine Sichtung sehr gut. Wir würden eine Tour am Vormittag buchen. Dann ist das Meer häufig ruhiger als am Nachmittag und die Bedingungen für die Beobachtung sind oft besser.
Bergort Monte oberhalb von Funchal
Monte liegt auf etwa 600 bis 800 Metern Höhe oberhalb von Funchal und ist vor allem für die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte, den spektakulären Monte Palace Tropical Garden und die berühmten Korbschlitten bekannt. Im 19. Jahrhundert war der Ort ein beliebter Wohnsitz wohlhabender Familien. Sie errichteten prächtige Villen und legten tropische Gärten an. Das Monte Palace Hotel beherbergte zahlreiche prominente Gäste aus ganz Europa. Der Garten des ehemaligen Hotels ist heute einer der schönsten botanischen Gärten Madeiras. Kreuzfahrer erreichen Monte bequem mit der Seilbahn. Die Bergstation der Teleférico do Funchal liegt direkt neben dem Eingang zum Monte Palace Tropical Garden. Bequemer geht es kaum.
Karte der Highlights von Monte: 1. Bergstation der Teleférico Funchal, 2. Eingang zum Monte Palace Tropical Garden, 3. Kirche Nossa Senhora do Monte, 4. Start der Korbschlitten, 5. Bergstation der Teleférico do Jardim Botânico
Monte Palace Tropical Garden
Der Monte Palace Tropical Garden gehört zu den schönsten Gärten Madeiras und ist eines der beliebtesten Landausflugsziele der Insel. Die meisten Kreuzfahrer erreichen den Garten bequem mit der Seilbahn. Vom oberen Ausgang der Bergstation sind es nur wenige Gehminuten bis zum Eingang. Der Eintrittspreis liegt bei 18 Euro.
Auf einer Fläche von rund 70.000 Quadratmetern wachsen tausende Pflanzen aus aller Welt. Dazwischen liegen Teiche mit Koi-Karpfen und Flamingos, Wasserfälle, Skulpturen und asiatisch gestaltete Gartenanlagen. Mehrere Aussichtspunkte bieten herrliche Blicke über Funchal und den Atlantik. Im Garten befinden sich außerdem zwei Museen mit einer umfangreichen Mineraliensammlung sowie afrikanischen Skulpturen.

Für den Rundgang sollte man mindestens zwei Stunden einplanen. Die Wege sind teilweise steil und führen über viele Treppen. Festes Schuhwerk ist deshalb empfehlenswert. Nach dem Besuch spazieren viele Kreuzfahrer zur nahe gelegenen Korbschlittenstation und fahren mit den traditionellen Korbschlitten zurück in Richtung Funchal.
Nossa Senhora do Monte
Die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte ist das bekannteste Gotteshaus Madeiras und ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrer. Sie steht im Bergdorf Monte auf etwa 550 Metern Höhe und ist von der Bergstation der Seilbahn in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Die heutige Kirche wurde Anfang des 19. Jahrhunderts nach einem Erdbeben neu errichtet. Viele Besucher kommen vor allem wegen des herrlichen Panoramablicks über Funchal.
Im Inneren befindet sich das Grab des letzten österreichischen Kaisers Karl I., der 1922 im Exil auf Madeira starb. Viele Besucher kommen aber vor allem wegen des herrlichen Ausblicks. Von der breiten Freitreppe vor der Kirche genießt man einen schönen Panoramablick über Funchal und den Atlantik. Direkt unterhalb der Kirche beginnt die berühmte Korbschlittenfahrt.
Die berühmten Korbschlitten
Die Korbschlitten gehören zu den Topzielen für Landausflüge auf Madeira auf eigene Faust. Die rund 2 km lange Fahrt beginnt unterhalb der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte und endet im Stadtteil Livramento oberhalb von Funchal. Seit mehr als 170 Jahren dienen die traditionellen Korbschlitten als außergewöhnliches Verkehrsmittel bergab. Die Schlitten bestehen aus einem geflochtenen Weidenkorb, der auf Holzkufen montiert ist. Gesteuert und gebremst werden sie von zwei weiß gekleideten „Carreiros“, die mit speziellen Gummisohlen an ihren Schuhen neben dem Schlitten herlaufen. Während der etwa 10-minütigen Fahrt werden Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h erreicht. Wer möchte, kann am Ende ein Foto kaufen.
Die Korbschlitten fahren täglich. Tickets werden direkt an der Talstation verkauft. Eine Person zahlt 30 Euro, zwei Personen 40 Euro und 3 Personen 60 Euro. Da der Andrang an Tagen mit mehreren Kreuzfahrtschiffen groß sein kann, muss man mit Wartezeiten rechnen. Am Ziel stehen viele Taxis für die Fahrt zurück ins Zentrum (oder zum Hafen bereit). Die Fahrer verlangen hier oft überhöhte Preise. Deshalb könnte man alternativ Uber oder Bolt prüfen. Eine günstige Alternative ist der gelbe Stadtbus der Linie 19. Die Haltestelle „Antes CZ CAM Monte“ befindet sich nur etwa 100 Meter vom Ende der Korbschlittenfahrt entfernt. Der Weg hinab ins Zentrum geht über rund 2 km steil bergab und ist für Fußgänger nicht empfehlenswert.
Jardim Botânico da Madeira
Der Jardim Botânico da Madeira gehört zu den schönsten botanischen Gärten der Insel. Er liegt oberhalb von Funchal und lässt sich hervorragend mit einem Landausflug nach Monte verbinden. Viele Kreuzfahrer fahren zunächst mit der Seilbahn nach Monte und anschließend mit der zweiten Seilbahn (Teleférico do Jardim Botânico) direkt zum Botanischen Garten. Alternativ erreicht man den Garten auch mit dem Taxi oder den öffentlichen Bussen der Linie 48.
Auf einer Fläche von rund acht Hektar wachsen mehr als 2.000 Pflanzenarten aus allen Kontinenten. Neben exotischen Blumen und Bäumen sind vor allem die kunstvoll angelegten Blumenbeete, der Sukkulentengarten und der Bereich mit einheimischen Pflanzen sehenswert. Beliebt ist außerdem die Voliere mit verschiedenen Vogelarten. Von mehreren Aussichtspunkten genießt man einen herrlichen Blick auf Funchal, den Kreuzfahrthafen und den Atlantik. Der Eintritt liegt bei 10 Euro.

Für den Rundgang sollte man etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Die Wege sind gut ausgebaut, führen aber teilweise bergauf und bergab. Wer beide Gärten und die Korbschlitten an einem Tag erleben möchte, dem empfehlen wir folgende Reihenfolge:
- Mit der Hauptseilbahn nach Monte fahren.
- Den Monte Palace Tropical Garden besuchen.
- Mit der zweiten Seilbahn zum Jardim Botânico schweben.
- Mit der zweiten Seilbahn zurück nach Monte fahren.
- Mit dem Korbschlitten nach Livramento fahren und anschließend mit dem Bus 19 ins Zentrum zurückkehren.
Landausflugsziele auf Madeira
Natürlich gibt es auf der Blumeninsel Madeira auch außerhalb von Funchal zahlreiche lohnenswerte Landausflugsziele. Besonders beliebt sind Wanderungen durch die üppige und abwechslungsreiche Natur Madeiras. Viele Wege verlaufen entlang der berühmten Levadas, der historischen Bewässerungskanäle der Insel. Madeira ist zwar nur etwa 57 km lang und maximal 22 km breit. Wegen der steilen Berge und der kurvenreichen Straßen dauert die Fahrt zwischen den Sehenswürdigkeiten jedoch oft länger als erwartet. Deshalb kann man auch im Rahmen eines ganztägigen Landausflugs nur einen Teil der Insel erkunden. Die Straßen sind allerdings hervorragend ausgebaut. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge auf Madeira auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Madeira: 1. Câmara de Lobos, 2. Cabo Girão Skywalk, 3. Pico Ruivo, 4. Curral das Freiras, 5. Casas Típicas de Santana, 6. Parque Florestal das Queimadas, 7. Cristo Rei, 8. Piscinas Naturais de Porto Moniz, 9. Grutas de São Vicente, 10. Levada das 25 Fontes, 11. Ponta de São Lourenço, 12. Feenwald Fanal, 13. Miradouro dos Balcões, 14. Paúl da Serra Hochebene, 15. Farol da Ponta do Pargo
Fischerdorf-Flair in Câmara de Lobos
Eines der meistbesuchten Landausflugsziele ist das schöne Fischerdorf Câmara de Lobos, das durch Winston Churchill berühmt wurde. Im halbrunden Hafen liegen zahlreiche bunte Fischerboote, die hier auch direkt repariert und gestrichen werden. Hier saß Churchill mit seiner Staffelei und malte. Noch heute leben in Câmara de Lobos viele Fischerfamilien. In den Restaurants kann man einheimische Fischgerichte probieren. Es gibt eine schöne Uferpromenade mit Bars, Cafés und Poncha-Ständen. Câmara de Lobos gilt als Geburtsort der Poncha, eines traditionellen Getränks aus Zuckerrohrschnaps, Honig sowie frischem Zitronen- oder Orangensaft. Im Hinterland des fünf Kilometer westlich von Funchal gelegenen Dorfes befinden sich große Anbaugebiete für Madeirawein.
Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, kann vom Kreuzfahrthafen in Funchal nach Câmara de Lobos wandern. Zunächst geht es durch die Hotelzone von Funchal und anschließend fast immer direkt am Meer entlang. Für die knapp 8 km sollte man etwa zwei Stunden einplanen.
Skywalk am Cabo Girão
Das Cabo Girão gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Madeiras und ist ein fester Bestandteil vieler Landausflüge. Die Steilküste erhebt sich rund 580 Meter fast senkrecht über dem Atlantik und zählt zu den höchsten Klippen Europas. Das eigentliche Highlight ist die gläserne Aussichtsplattform (Skywalk), die einige Meter über den Felsvorsprung hinausragt. Von hier genießt man einen spektakulären Blick auf die Steilküste, den Atlantik und die terrassierten Felder weit unterhalb der Klippen.
Das Cabo Girão liegt nur etwa 20 Fahrminuten vom Hafen in Funchal entfernt und lässt sich hervorragend mit einem Besuch des Fischerdorfes Câmara de Lobos verbinden. Viele Kreuzfahrer erreichen den Aussichtspunkt mit einem Mietwagen, Taxi oder im Rahmen einer Inselrundfahrt. Auch die Hop-on-Hop-off-Busse von Yellow Bus fahren zum Cabo Girão. Der Eintritt zur Skywalk-Plattform beträgt derzeit 5 Euro pro Person. Für den Besuch reichen in der Regel 30 bis 45 Minuten aus.
Von der Aussichtsplattform blickt man weit hinab auf die schmalen Schwemmlandterrassen (Fajãs) am Fuß der Steilküste. Früher waren diese fruchtbaren Felder nur mit Booten erreichbar. Heute bringt der Panoramaaufzug Teleférico do Rancho Besucher hinunter. Dort werden unter anderem Bananen, Gemüse und Süßkartoffeln angebaut. Der Panoramaaufzug liegt gut 3,5 km östlich vom Cabo Girão.

Wandern auf den höchsten Gipfeln
Die zentrale Gebirgskette Madeiras erreicht Höhen von über 1.800 Metern und gehört zu den spektakulärsten Landschaften der Insel. Bei klarem Wetter bieten sich fantastische Ausblicke über die Bergwelt und den Atlantik. Da sich die Gipfel häufig in Wolken oder Nebel hüllen, lohnt sich vor einem Landausflug ein Blick auf den Wetterbericht.
Der Pico Ruivo (1.862 Meter) ist der höchste Berg Madeiras und zugleich der höchste Gipfel Portugals. Wer den Gipfel auf eigene Faust erreichen möchte, startet meist am Parkplatz Achada do Teixeira. Von Santana führt eine gut ausgebaute Bergstraße dorthin. Am Parkplatz gibt es ein Restaurant und sanitäre Anlagen. Die Wanderung „PR1.2 Vereda do Pico Ruivo“ ist rund 2,8 km lang (Hin- und Rückweg etwa 90 Minuten) und gilt als die einfachste Möglichkeit, den höchsten Gipfel Madeiras zu erreichen.
Viele Wanderer kombinieren den Pico Ruivo mit dem Pico do Arieiro (1.818 Meter), dem dritthöchsten Berg Madeiras. Zum Pico do Arieiro führt eine gut ausgebaute Straße, sodass man den Gipfel bequem mit dem Mietwagen erreichen kann. Von Funchal benötigt man etwa 30 bis 40 Minuten. Auf dem Gipfel gibt es einen großen Parkplatz, ein Café und mehrere Aussichtspunkte.
Die berühmte Wanderung „PR1 Vereda do Areeiro“ verbindet beide Gipfel und zählt zu den spektakulärsten Wanderungen Madeiras. Der Weg führt über schmale Berggrate, durch mehrere Tunnel und über zahlreiche Treppen. Obwohl die Strecke gut gesichert ist, sollten Wanderer schwindelfrei, trittsicher und körperlich fit sein. Bei guter Sicht gehört diese Tour zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen der Insel.
Für eine Strecke sollte man etwa drei Stunden einplanen. Die Wanderung „PR1 Vereda do Areeiro“ zwischen dem Pico do Arieiro und dem Pico Ruivo ist allerdings kein Rundweg. Wer den Mietwagen am Pico do Arieiro abstellt, muss nach der Wanderung dieselbe anspruchsvolle Strecke wieder zurückgehen. Insgesamt sind das etwa 14 bis 15 km und mehr als 1.100 Höhenmeter. Deutlich entspannter ist eine Einweg-Wanderung. Dabei startet man am Pico do Arieiro, wandert zum Pico Ruivo und steigt anschließend in etwa einer Stunde zum Parkplatz Achada do Teixeira ab. Die Gesamtstrecke ist rund 7,5 km lang. Mehrere Anbieter bieten dafür Wander-Shuttles an. Sie holen Wanderer morgens in Funchal ab, bringen sie zum Pico do Arieiro und fahren sie nach der Wanderung vom Parkplatz Achada do Teixeira zurück. Alternativ parkt man den Mietwagen am Parkplatz Achada do Teixeira, fährt mit einem Taxi zum Pico do Arieiro und wandert anschließend direkt zurück zum eigenen Fahrzeug.
Magisches Nonnental
Das Nonnental (Curral das Freiras) liegt in einem Talkessel, umgeben von steilen Felswänden. Der Talkessel war in früheren Zeiten nahezu unzugänglich und bot im 16. Jahrhundert den Nonnen des Convent of Santa Clara Schutz vor Piraten. Auch entlaufende Sklaven siedelten sich hier an. Heute leben die Menschen im Dorf von der Landwirtschaft und vom Tourismus. Kleine Restaurants werben um die Urlauber. Eine Spezialität sind Esskastanien, aus denen viele Produkte und Gerichte hergestellt werden. Durch einen Tunnel ist das Nonnental mittlerweile gut zu erreichen. Vom Hafen fährt man etwa eine halbe Stunde. Trotzdem ist die Fahrt durch das steile Hinterland von Funchal ein Erlebnis. Es gibt mehrere schöne Aussichtspunkte und natürlich auch zahlreiche Wanderwege.
Der Aussichtspunkt „Eira do Serrado“ bietet eine besonders schöne Aussicht auf das Nonnental (Curral das Freiras) und die umliegenden Berge. Vom Parkplatz erreicht man die gesicherte Aussichtsplattform in etwa zehn Minuten zu Fuß. Der Eira do Serrado gilt als einer der fotogensten Aussichtspunkte der Insel Madeira. Mit dem Mietwagen oder einem Bus der Linie 181 ist er gut erreichbar. Wir würden morgens hierherkommen, da sich die Wolken ab dem frühen Nachmittag oft in der Schlucht festsetzen.
Ein schöner Landausflug ist die Kombination aus Busfahrt und Wanderung. Mit der Buslinie 181 fährt man vom Busbahnhof in Funchal in etwa 30 Minuten zum Aussichtspunkt Eira do Serrado. Von dort führt ein gut ausgebauter Wanderweg in etwa 1 bis 1,5 Stunden stetig bergab ins Nonnental (Curral das Freiras). Die mittelschwere Wanderung endet direkt im Ortszentrum. Von dort bringt die Buslinie 181 die Kreuzfahrer bequem in rund 30 Minuten zurück nach Funchal.
Die Häuschen von Santana
Die typischen, strohgedeckten Dreieckshäuser in Santana gehören zu den bekanntesten Postkartenmotiven Madeiras und sind ca. 45 Autominuten vom Hafen entfernt. Jeder Giebel ist bunt bemalt. Weiße Wände und rote Fenster und Türen kennzeichnen die Häuser. Blaue und rote Linien betonen die weißen Wände. Das spitze Dach, das fast bis zum Boden reicht, ist mit Stroh bedeckt. Die Häuser sind klein und haben meist nur einen Raum. Früher lebten hier Bauern und ihre Familien.
Direkt am Rathaus von Santana gibt es eine Gruppe dieser typischen Strohhäuser. Einige beherbergen kleine Läden für Souvenirs oder verkaufen lokale Erzeugnisse. Der Besuch der Häuser im Zentrum ist ein kurzer Zwischenstopp von etwa 20 bis 30 Minuten. Es lohnt sich daher sehr, den Ausflug mit Highlights in der nahen Umgebung zu verbinden. Der Parque Florestal das Queimadas ist ganz in der Nähe (gut 4 km).
Waldpark Queimadas & Levada do Caldeirão Verde
Der Parque Florestal das Queimadas befindet sich in den Bergen oberhalb von Santana. Vom Hafen fährt man etwa eine Stunde bis hierher. Das letzte Stück von Santana hinauf zum Parkplatz ist sehr schmal und kurvenreich. Bei Gegenverkehr muss man oft ein Stück zurücksetzen.
Im Parque Florestal das Queimadas kann man die ursprünglichen Lorbeerwälder und die Natur Madeiras kennenlernen. Viele typische Baumarten sind in dem Waldpark ebenso zu sehen wie endemische Vogelarten. Ein beliebtes Fotomotiv ist die Schutzhütte Casa de Abrigo das Queimadas. Das weiße Fachwerkhaus mit Strohdach zeigt die traditionelle Bauweise Madeiras.
Am Waldpark beginnen auch einige schöne Levadawanderungen. Ein einfacher, barrierefrei ausgebauter Wanderweg (PR 9.1 „Um Caminho para Todos“) führt vom Parque Florestal das Queimadas zum Pico das Pedras. Für die rund 2 km benötigt man etwa 45 Minuten.
Das besondere Highlight ist jedoch die mittelschwere Wanderung PR 9 Levada do Caldeirão Verde, die für viele zu den schönsten Wanderungen Madeiras zählt. Der Weg ist 8,7 km lang (pro Strecke). Nach Angaben der Touristeninformation sollte man für Hin- und Rückweg etwa 6,5 Stunden einplanen. Unterwegs durchquert man mehrere Tunnel. Deshalb sind eine Taschenlampe und ein Kopfschutz empfehlenswert. Ziel der Wanderung ist der rund 100 Meter hohe Wasserfall im Caldeirão Verde (Grüner Kessel). Seit der Neuregelung gilt auch hier die Pflichtregistrierung über das offizielle Regierungsportal SIMplifica. Das Ticket kostet 4,50 € pro Person.
Miradouro do Cristo Rei
Der Miradouro do Cristo Rei befindet sich in Garajau an der Südküste Madeiras und zählt zu den bekanntesten Aussichtspunkten der Insel. Vom Hafen fährt man etwa 20 Minuten bis hierher. Das Wahrzeichen des Aussichtspunktes ist die 14 Meter hohe Christusstatue Cristo Rei, die bereits 1927 eingeweiht wurde – vier Jahre vor der berühmten Christusstatue in Rio de Janeiro. Da der Stopp meist nur 30 bis 45 Minuten dauert, lässt er sich gut als entspannter Ausklang einer Inseltour einplanen. Der Zugang zum gesamten Gelände und zur Aussichtsplattform ist kostenlos.
Man parkt auf einem großen Parkplatz mit Toiletten und Gastronomie und läuft nur etwa 150 Meter bis zur Christusstatue. Ein weiteres Highlight ist der befestigte, treppenreiche Fußweg, der von der Statue weiter bis zur äußersten Spitze der Landzunge Ponta do Garajau führt. Am Ende des Weges steht man gefühlt mitten im Atlantik.
Ebenfalls sehenswert ist die Seilbahn Teleférico do Garajau, die vom Parkplatz hinunter zum Kiesstrand Praia do Garajau führt. Das Wasser ist außergewöhnlich klar und der Strand gilt als einer der besten Orte Madeiras zum Schnorcheln und Tauchen. Direkt am Strand gibt es außerdem ein kleines Café.
Naturpools von Porto Moniz
Porto Moniz im Nordwesten Madeiras ist vor allem für seine spektakulären Naturschwimmbecken aus erkalteter Lava bekannt. Über natürliche Öffnungen strömt der Atlantik in die Becken und sorgt ständig für frisches, kristallklares Meerwasser. Bei starkem Wellengang können die Anlagen aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen werden. Leider ist Porto Moniz bereits eine Autostunde vom Hafen in Funchal entfernt. Badeschuhe sind sehr nützlich.

Die meisten Besucher entscheiden sich für die bekannten Piscinas Naturais do Porto Moniz. Die moderne Badelandschaft umfasst fast 4.000 Quadratmeter Wasserfläche und bietet Umkleidekabinen, Duschen, Toiletten, Schließfächer, Liegeflächen mit Sonnenliegen und Sonnenschirmen sowie ein Restaurant. Bademeister sorgen während der Öffnungszeiten für die Sicherheit der Badegäste. Der Eintritt kostet nur 3 Euro.
Etwa 500 Meter entfernt gibt es noch Piscinas Naturais do Aquário. Diese kleineren Lavabecken sind frei zugänglich und deutlich ursprünglicher. Infrastruktur gibt es hier kaum, dafür genießen Besucher die beeindruckende Vulkanlandschaft fast unverändert. Die Becken befinden sich direkt neben dem Madeira Aquarium und eignen sich gut für alle, die es etwas ruhiger mögen.
PR6 Levada das 25 Fontes
Die mittelschwere Wanderung „PR6 Levada das 25 Fontes“ gehört zu den beliebtesten Wanderungen auf Madeira und ist auch für Kreuzfahrer ein attraktives Landausflugsziel. Der Weg führt entlang einer Levada durch moosbewachsene Lorbeerwälder in ein üppig grünes Tal. Ziel ist die Lagune der 25 Fontes, in die zahlreiche kleine Wasserfälle über eine Felswand hinabstürzen. Je nachdem, ob man den möglichen Abstecher zum Risco-Wasserfall einplant, ist die Wanderung etwa 9 bis 11 km lang (Hin- und Rückweg). Die reine Gehzeit beträgt rund 3 bis 4 Stunden. Entlang der Levada verläuft der Weg meist eben. Zu Beginn und am Ende müssen jedoch einige steile Treppen und Anstiege bewältigt werden.
Die Wanderung beginnt am großen Parkplatz an der Landstraße ER110. Vom Kreuzfahrthafen in Funchal benötigt man mit dem Mietwagen knapp eine Stunde bis hierher. Vom Parkplatz führt zunächst eine etwa 2 km lange asphaltierte Serpentinenstraße hinunter zum historischen Forsthaus Rabaçal. Wer Kräfte sparen möchte, kann den Rabaçal Shuttle nutzen. Ein Kleinbus pendelt tagsüber regelmäßig zwischen dem Parkplatz und dem Forsthaus. Die Fahrt kostet etwa 3 Euro pro Strecke oder 5 Euro für Hin- und Rückfahrt.
Kurz hinter dem Forsthaus teilt sich der Weg. Geradeaus führt der kurze Wanderweg PR6.1 zum monumentalen Risco-Wasserfall, der senkrecht über eine hohe Felswand in die Tiefe stürzt. Links beginnt der eigentliche Wanderweg PR6 Levada das 25 Fontes. Über zahlreiche Treppen geht es zunächst ins Tal hinab, bis man die Levada erreicht und ihr bis zur Lagune der 25 Fontes folgt.
Da die „PR6 Levada das 25 Fontes“ zu den beliebtesten Wanderungen Madeiras gehört, wird es auf den schmalen Wegen ab etwa 10 Uhr häufig sehr voll. Wir würden deshalb möglichst früh starten und den Parkplatz vor 8:30 Uhr erreichen. Alternativ bietet sich ein Start am späten Nachmittag ab etwa 14:30 Uhr an, wenn viele geführte Wandergruppen das Tal bereits wieder verlassen haben. Seit der Neuregelung gilt auch hier die Pflichtregistrierung über das offizielle Regierungsportal SIMplifica. Das Ticket kostet 4,50 € pro Person.
Feenwald Fanal
Der Lorbeerwald von Fanal ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und einer der magischsten Orte der Erde. Die jahrhundertealten, knorrigen Stinklorbeerbäume sehen besonders spektakulär aus, wenn dichter Nebel durch das Hochtal zieht. Dann verwandelt sich das Areal in einen echten Zauberwald. Man erreicht Fanal am besten über die ER209, die quer über die Hochebene führt. Die Straße ist gut ausgebaut und bietet fantastische Ausblicke. Vom Hafen in Funchal aus fährt man etwa eine Stunde. Die Naturschwimmbäder von Porto Moniz sind nur eine knappe halbe Autostunde entfernt.
Bei strahlendem Sonnenschein ist der Wald schön, aber seinen mystischen Charakter entwickelt er erst durch dichten Nebel und Wolken. Das Wetter auf der Hochebene Paul da Serra wechselt extrem schnell. Oft ist der Fanal-Wald am späten Vormittag oder Nachmittag in dichten Nebel gehüllt, selbst wenn an den Küsten der Insel die Sonne scheint. Wir würden vor der Abfahrt unbedingt einen Blick auf die Netmadeira-Webcams im Bereich Fanal / Paul da Serra werfen. Wenn dort alles „grau in grau“ ist, ist die perfekte Zeit für den Landausflug. Der Nachteil des Nebels ist die schlechte Sicht bei der Anfahrt.
Es gibt zwei kostenlose Parkplätze. Der erste (Parking Fanal) liegt direkt an der ER209. Wenige Meter weiter führt eine kurze Stichstraße zum Posto Florestal (Forsthaus), wo sich ein weiterer Parkplatz befindet. Der eigentliche Lorbeerwald beginnt direkt hinter dem Parkplatz. Von hier aus läuft man quer über die großen Wiesen von Baumgruppe zu Baumgruppe. Einen festen Rundweg gibt es nicht. Jeder kann sich seine Route selbst aussuchen, fotografieren und so weit laufen, wie er möchte. Die meisten Besucher bleiben etwa 30 bis 60 Minuten und kehren anschließend zum Parkplatz zurück.
Ponta de São Lourenço
Die PR8 Vereda da Ponta de São Lourenço auf der gleichnamigen Halbinsel im äußersten Osten Madeiras ist der landschaftliche Gegenpol zu den üppigen Lorbeerwäldern der Insel. Statt dichter Vegetation erwartet die Wanderer eine karge, baumlose Vulkanlandschaft mit spektakulären Ausblicken auf den Atlantik. Die Wanderung gilt als mittelschwer. Für die rund 7,4 km lange Strecke (Hin- und Rückweg auf derselben Route) sollte man etwa 2,5 bis 3,5 Stunden reine Gehzeit einplanen. Seit Anfang 2026 ist auch für diese Wanderung eine vorherige Online-Registrierung über das offizielle Portal SIMplifica erforderlich. Die Wandergebühr beträgt derzeit 4,50 Euro pro Person.
Vom Hafen erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung in etwa 40 Minuten über die Schnellstraße VR1. Diese endet direkt am großen Parkplatz Baía d’Abra. Das Parken ist kostenlos. Da die Wanderung sehr beliebt ist, ist der Parkplatz besonders ab 10 Uhr häufig vollständig belegt. Wer früh startet, hat nicht nur bessere Chancen auf einen Parkplatz, sondern kann die Wanderung auch noch vor den größten Besucherströmen genießen.
Wer die Strecke nicht auf demselben Weg zurücklaufen möchte, kann sich vom Cais do Sardinha mit einem Ausflugsboot zur Marina Quinta do Lorde bringen lassen. Unterwegs passiert man beeindruckende Steilküsten und kleine Meereshöhlen. Von der Marina sind es anschließend noch etwa 1,3 Kilometer zu Fuß bis zum Parkplatz Baía d’Abra. Die Bootstickets kosten ab 12,50 Euro und können meist direkt am Casa do Sardinha oder am Bootssteg gekauft werden. Wir würden das Ticket erst vor Ort erwerben, da die Bootsfahrten wetterabhängig sind.
Levadawanderung Vereda dos Balcões
Die Vereda dos Balcões (PR11) gehört zu den schönsten kurzen Wanderungen auf Madeira und eignet sich auch hervorragend für Kreuzfahrer. Der Weg verläuft nahezu eben durch den schattigen Lorbeerwald und endet am Aussichtspunkt Miradouro dos Balcões. Bei klarem Wetter bietet sich von hier ein beeindruckender Blick in das Tal von Faial sowie auf die höchsten Gipfel Madeiras – den Pico do Areeiro und den Pico Ruivo.
Der Wanderweg beginnt an der Bergstraße ER103 im kleinen Ort Ribeiro Frio. Einen großen offiziellen Parkplatz gibt es nicht. Die meisten Besucher parken entlang der Straße in den Parkbuchten. Da die Wanderung sehr beliebt ist, würden wir mit dem Mietwagen möglichst vor 9:30 Uhr oder erst nach 15:30 Uhr ankommen. Für den Hin- und Rückweg legt man insgesamt 3 Kilometer zurück (1,5 Kilometer pro Strecke). Einschließlich einer Fotopause sollte man etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Auch für diesen offiziellen PR-Wanderweg ist eine vorherige Online-Registrierung über die Plattform SIMplifica erforderlich. Die Wandergebühr beträgt derzeit 4,50 Euro pro Person.
Fazit: Landausflüge auf Madeira auf eigene Faust
Madeira ist ein Highlight jeder Kanaren-Kreuzfahrt und lässt sich hervorragend auf eigene Faust erkunden. In Funchal erreicht man viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß, mit dem öffentlichen Bus oder einer der Seilbahnen. Selbst die berühmten Korbschlitten dienen im Grunde als Verkehrsmittel vom Bergvorort Monte zurück in die Stadt. Auch das bergige Hinterland lässt sich dank des gut ausgebauten Straßennetzes bequem mit dem Mietwagen, dem Taxi oder im Rahmen einer organisierten Inseltour entdecken. Spektakuläre Steilküsten, eine beeindruckende Bergwelt, berühmte Levadas und üppige Lorbeerwälder sorgen für eine außergewöhnliche landschaftliche Vielfalt. Mit etwas Vorbereitung steht einem unvergesslichen Landausflug auf der Blumeninsel nichts im Wege. Dabei sollte man das Wetter in den Bergen ebenso im Blick behalten wie die seit 2026 erforderliche Online-Registrierung für viele der offiziellen Wanderwege.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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