Venedig auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Venedig individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen über Landausflüge in Venedig auf eigene Faust zusammengestellt. Die Stadtgemeinde Venedig hat rund 250.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der italienischen Region Venetien. Im historischen Zentrum der Lagunenstadt leben nur noch rund 50.000 Menschen. Da viel Wohnraum für Hotels und Ferienwohnungen verbraucht wird, sinkt die Einwohnerzahl seit Jahren. Die vom Wasser der Lagune umspülten Häuser der Altstadtinseln Venedigs sind auf Pfahlrosten errichtet. Kanäle ersetzen die Straßen und anstelle von Bussen und Taxis fahren hier Wasserbusse und Wassertaxis. Die berühmten Gondeln sind seit dem Mittelalter belegt und gehören bis heute zu den bekanntesten Booten der Lagune. Viele Palazzi am Canal Grande besitzen Marmortreppen, die direkt zum Wasser führen. Die Republik Venedig war bis in das 16. Jahrhundert hinein eine der mächtigsten Städte im Mittelmeerraum und ist heute eines der wichtigsten Ziele für Landausflüge in der Adria. Tickets und Informationen gibt es bei Venezia Unica. Letzte Aktualisierung: Mai 2026

Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge in der Adria: Bari, Brindisi, Dubrovnik, Koper, Kotor, Split, Triest, Zadar
Landausflüge in Venedig auf eigene Faust
Gondeln vor dem Dogenpalast – Bild: Olaf Jouaux auf Pixabay

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

📍 Liegeplatz: Große Kreuzfahrtschiffe weichen auf Marghera oder Fusina aus
🚶 Entfernung ins Zentrum: abhängig vom Liegeplatz – per Shuttle, Wasserbus
✨ Top-Highlights: Markusplatz, Rialtobrücke, Canal Grande, Murano, Burano
🗺️ Fortbewegung: zu Fuß; Vaporetto (Wasserbusse) für längere Strecken und Inseln
👀 Für Erstbesucher: Markusplatz, Rialtobrücke, Gondelfahrt
🔁 Für Wiederholer: Inseln Murano und Burano, Dorsoduro-Viertel, Lido
💶 Gut zu wissen: Italien ist EU-Mitglied – bezahlt wird mit Euro; EU-Roaming gilt

👉 Fazit: Venedig ist eines der beeindruckendsten Kreuzfahrtziele im Mittelmeer und lässt sich dank Wasserwegen und gutem öffentlichen Verkehrssystem auch individuell gut erkunden.

Kreuzfahrthafen Venedig

Seit dem 1. August 2021 dürfen Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 25.000 BRZ bzw. mehr als 180 Metern Länge nicht mehr über die berühmte Route (vorbei am Markusplatz) bis zur Stazione Marittima fahren. Das betrifft praktisch alle modernen Kreuzfahrtschiffe. Die Reedereien weichen auf Industriehäfen auf dem Festland aus oder haben Venedig als Heimathafen aufgegeben. Letzteres gilt zum Beispiel für die deutschen Marktführer AIDA Cruises und TUI Cruises.

Venedig und der Hafen
Venedig und der Hafen in früheren Zeiten – Bild: Venezia Terminal Passeggeri

Marghera PSA Vecon Container Terminal

Im Industriehafen von Marghera wurde am Liguria Quay (PSA Vecon Container Terminal) ein temporärer Liegeplatz inklusive eines 1.000 Quadratmeter großen Zelt-Terminals eingerichtet. Wer eine Kreuzfahrt bei Costa oder MSC gebucht hat, geht hier an Bord.

Da man das Container Terminal in Marghera nicht selbstständig anfahren oder betreten darf, fungiert das alte Venezia Terminal Passeggeri als logistischer Dreh- und Angelpunkt. Wer mit dem Auto anreist, kann hier auch einen Parkplatz buchen. Im Terminal (meist Terminal 107/108) gibt man das Gepäck auf und absolviert in der Regel auch den Check-In. Mit Bussen oder Booten der Reederei geht es dann zum Schiff. Das gesamte Prozedere ist gut organisiert und läuft bei Ausschiffung in umgekehrter Reihenfolge genauso ab. Der Ablauf ist dem früheren Verfahren sehr ähnlich. Nur das Schiff liegt jetzt woanders. Für Vorübernachtungen ergeben sich keine Änderungen.

Cruise Terminal Fusina

Der zweite Liegeplatz in Marghera ist das neue Cruise Terminal Fusina, das im Herbst 2024 eröffnet wurde. Hier werden nur kleinere Luxuskreuzfahrtschiffe abgefertigt. Man reist mit dem Auto oder einem Taxi vom Flughafen direkt nach Fusina. Die ACTV-Linie 16 bietet eine direkte, umsteigefreie Wasserbus-Verbindung von Fusina zum Kai Zattere in Venedig. Da in Fusina Kreuzfahrtschiffe der Luxusklasse liegen, wird es vermutlich Angebote der Reederei geben.

Kreuzfahrtschiff passiert den Markusplatz in Venedig
Diese Bilder gibt es seit 2021 nicht mehr

Änderungen ab 2027

Ab 2027 sollen mittelgroße Schiffe und Luxusliner mit einer maximalen Länge von 250 Metern und einer Größe von bis zu 60.000 Bruttoraumzahl (BRZ) wieder direkt zum zentrumsnahen Terminal (Stazione Marittima) fahren dürfen. Sie müssen stattdessen die alternative Route über den tieferen Vittorio-Emanuele-III-Kanal nutzen, um die historischen Fundamente der Altstadt zu schonen. Das betrifft wieder nur das Luxussegment. Die großen Anbieter wie AIDA, TUI, Costa oder MSC haben keine Schiffe unter 60.000 BRZ mehr. Fusina bleibt als moderner „Homeport“ für diese Premium-Klasse voll im Einsatz, während einige Linien direkt zurück an die Stazione Marittima wechseln. 

Landausflüge in Venedig buchen

Für den Tag in Venedig werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine „Geld-zurück“-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 15 Tage vor dem Ausflugsdatum. Mit extra buchbarer Flex-Option sogar bis 60 Minuten vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Venedig findet man bei GetYourGuide*.

Mobilität in Venedig auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Venedig auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt.

Venedig im Überblick
Venedig im Überblick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Lagune von Venedig mit den neuen Kreuzfahrthäfen: 1. Venedig Cruise Terminal, 2. PSA Vecon Container Terminal (Costa und MSC), 3. Markusplatz, 4. Murano, 5. Lido, 6. Flughafen Marco Polo, 7. Cruise Terminal Fusina in Marghera

Flughafentransfer

Wenn man mit Costa Cruises oder MSC Cruises reist, beginnt die Einschiffung immer noch am historischen Cruise Terminal in Venedig. Der Transfer vom Flughafen Aeroporto di Venezia Marco Polo direkt zum Kreuzfahrtterminal in Venedig ist unkompliziert, da der Hafen im Gegensatz zur Altstadt von Venedig mit Autos und Bussen erreichbar ist. Wer keinen Transfer über die Reederei gebucht hat, nimmt ein Taxi. Ein reguläres Taxi fährt auf dem direkten Weg über die Freiheitsbrücke (Ponte della Libertà) direkt zum Terminal. Es gilt ein offizieller Festpreis von ca. 45 €.

Wer es günstiger möchte, kombiniert den Bus mit dem People Mover: Man nimmt den ATVO Express-Bus oder die ACTV-Linie 5 vom Flughafen zur Piazzale Roma. Das Ticket kostet ca. 10 Euro. An der Piazzale Roma fährt der People Mover zum Cruise Terminal. Die seilgezogene Schwebebahn fährt alle paar Minuten und hält an der Station „Marittima“ direkt am Kreuzfahrthafen. Das Ticket kostet 1,50 € und die Fahrt dauert ca. 3 Minuten.

Check-In an der Statione Marittima in Venedig
Check-In an der Statione Marittima – Bild: Tegeler

Drehkreuz Piazzale Roma

Ein besonderes Drehkreuz für den Tag in Venedig auf eigene Faust ist die Piazzale Roma. Der Platz liegt zwischen Bahnhof und Kreuzfahrthafen. Hier endet der Damm vom Festland. Deshalb ist dies neben dem Kreuzfahrthafen der einzige Platz der Altstadt, der für Autos oder Busse erreichbar ist. Es gibt mittlerweile sogar eine Straßenbahnhaltestelle. Für Tagestouristen gibt es große Parkhäuser. An der Piazzale Roma halten die Flughafenbusse und die Urlauber können mit dem People Mover zum Hafen fahren. Eine moderne Fußgängerbrücke (Ponte della Costituzione) verbindet die Piazzale Roma mit dem benachbarten Hauptbahnhof.

Venedig zu Fuß

Man kann Venedig sehr gut zu Fuß erkunden. Landausflügler beginnen den Rundgang oft an der Piazzale Roma. Von hier kann man den Markusplatz bequem zu Fuß erreichen. Man überquert die Ponte di Papadopoli und folgt der Beschilderung. Auf dem Weg in Richtung Markusplatz überquert man die Rialtobrücke. Der Weg ist recht gut ausgeschildert. Man geht gut 2 km.

Alternativ kann man auch über die Ponte della Costituzione gehen und am Bahnhof vorbei Richtung Markusplatz laufen. Wir würden aber die erste Route empfehlen. Eine Wanderung durch Venedig ist wunderschön. Man entdeckt versteckte Gassen und zahlreiche kleine Brücken. Jede Ecke in Venedig birgt ihre eigenen Geheimnisse und Geschichten.

Rund um die Stazione Marittima
Karte: Stazione Marittima und die Piazzale Roma – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte: Stazione Marittima und die Piazzale Roma: Der People Mover (schwarze Linie und Straßenbahnsymbole) verbindet den Hafen mit der Insel Tronchetto und der Piazzale Roma. Landausflügler können mit einem Vaporetto Wasserbus (Fährsymbol) zum Markusplatz fahren. Mögliche Anleger befinden sich auf der Insel Tronchetto oder an der Piazzale Roma. Von der Piazzale Roma (1) kann man sehr schön zu Fuß in Richtung Markusplatz gehen. Man geht über die Ponte di Papadopoli (2) oder die Ponte della Costituzione (3) am Bahnhof vorbei.

People Mover

Der People Mover ist eine moderne seilgezogene Kabinenbahn, die die gut 800 Meter zwischen der Piazzale Roma und der Insel Tronchetto überbrückt. In der Mitte der Strecke liegt die Haltestelle „Stazione di Marittima“ direkt am Kreuzfahrthafen. Die fahrerlosen Züge haben ein Fassungsvermögen von 200 Personen. Der Fahrpreis beträgt derzeit 1,50 Euro. Das Ticket kann vor jeder Haltestelle an einem Automaten gezogen werden. Von der Haltestelle „Stazione di Marittima“ am Kreuzfahrthafen fährt man entweder eine Station nach links in Richtung Insel Tronchetto und von dort weiter mit einem Vaporetto oder eine Station nach rechts zur Piazzale Roma.

Vaporetti (Wasserbusse)

Die Vaporetti (Wasserbusse) der Verkehrsgesellschaft Actv sind das wichtigste Verkehrsmittel für einen Tag in Venedig auf eigene Faust. Besonders interessant für Landausflügler sind die Linien 1 und 2. Eine Übersicht über alle Wasserbuslinien haben wir hier hinterlegt. Die Einzelfahrkarte ist mit 9,50 Euro sehr teuer. Besser sind 24-Stunden-Tickets für 25 Euro. Es gibt auch Mehrtagestickets, die man (wie alle Tickets) bei GetyourGuide* kaufen kann. Wer kein Tagesticket online erworben hat, kann die Fahrscheine an wichtigen Haltestellen auch an Automaten kaufen. Die Gültigkeitsdauer beginnt mit der ersten Entwertung. Wenn man das Vaporetto betritt, hält man das Ticket an einen Automaten. Es piept einmal und es wird angezeigt, wie lange das Ticket noch gültig ist.

Vaporetti am Markusplatz
Vaporetti am Markusplatz – Bild: Tegeler

Wer möchte, kann den People Mover zur Piazzale Roma nehmen. Dort findet man die Wasserbushaltestelle direkt neben der neuen Fußgängerbrücke Ponte della Costituzione. Von hier kann man mit den Linien 1 oder 2 durch den Canal Grande in Richtung Markusplatz fahren. Das ist eine Traumroute. Die Linie 1 hat mehr Haltestellen und ist deshalb langsamer. Was in Venedig besser ist! Dann hat man viel mehr Zeit zum Staunen und Fotografieren.

Alilaguna

Die gelben Wasserbusse von Alilaguna sind eine gute Möglichkeit, um vom Flughafen in Richtung Markusplatz zu fahren. Früher gab es auch eine Verbindung vom Flughafen zum Kreuzfahrthafen. Diese wurde jedoch eingestellt, nachdem keine großen Kreuzfahrtschiffe mehr nach Venedig fahren durften.

Private Wassertaxis

Man sieht in Venedig unzählige elegante kleine Motorboote mit Fahrer und kleinem Fahrgastraum. Das sind private Wassertaxis. Eleganter kann man sich in Venedig nicht fortbewegen. Auch für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel eignen sich private Wassertaxis. Schöner kann der Urlaub in Venedig nicht beginnen. Die Fahrpreise sind sehr hoch. Etwas günstiger wird es, wenn man sich die Fahrt mit anderen Passagieren teilt. Angebote findet man zum Beispiel bei GetYourGuide*.

Eintrittsgebühr nach Venedig

Venedig erhebt an bestimmten Tagen eine Zugangsgebühr (Contributo di Accesso) für Tagestouristen, die keine Übernachtung in der Stadt gebucht haben. Die Eintrittsgebühr wird an 60 Tagen zwischen dem 3. April und dem 26. Juli 2026 erhoben. Die genaue Höhe der Gebühr wird noch bekannt gegeben. 2026 liegt sie bei 5 Euro für Frühbucher und bis zu 10 Euro für Kurzentschlossene.

Die besten Highlights in Venedig für Kreuzfahrtgäste

Venedig ist in sechs Stadtteile aufgeteilt. Jeweils drei auf jeder Seite des Canal Grande, der Hauptstraße der Altstadt. Die meisten Sehenswürdigkeiten gruppieren sich in den Stadtteilen San Marco und Dorsoduro. Hier kann man alles bequem zu Fuß ablaufen. Man bummelt einfach durch die Gassen, die einem gefallen. Überall weisen gelbe Schilder an den Häusern den Weg zum Markusplatz, zum Rialto oder zur Accademia. Man geht also nicht verloren. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Venedig auf eigene Faust:

Venedig Landausflüge
Venedig – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Venedig: 1. Markusplatz mit Markusdom und Dogenpalast, 2. Seufzerbrücke, 3. Rialtobrücke über den Canal Grande, 4. Santa Maria della Salute, 5. Accademia Gemäldegalerie, 6. Murano, 7. Lido, 8. Piazzale Roma (Verkehrsdrehscheibe)

Canal Grande – Unterwegs auf Venedigs Hauptwasserstraße

Der S-förmige Canal Grande ist die Hauptwasserstraße der Lagunenstadt. Er ist knapp 4 Kilometer lang und bis zu 70 Meter breit. Die wichtigste Brücke über den Canal Grande ist die berühmte Rialtobrücke. An den Ufern des Canal Grande stehen insgesamt ca. 200 Paläste. Aber auch die Piazzale Roma und der Hauptbahnhof grenzen an die Lebensader der Stadt. Eine Fahrt mit dem Vaporetto über den Canal Grande gehört für uns zu den schönsten Erlebnissen für Landausflüge in Venedig auf eigene Faust. Wir empfehlen ein Vaporetto der Linie 1. Der Blick vom Wasser auf die unzähligen prunkvollen Paläste ist ein Traum.

Rialtobrücke – Ein Wahrzeichen der Stadt

Die Rialtobrücke aus dem späten 16. Jahrhundert ist sicher eines der Wahrzeichen Venedigs. Sie überspannt den Canal Grande und verbindet die Stadtteile San Marco und San Polo. Den Canal Grande sieht man auf der Brücke allerdings kaum, da man durch ein Spalier von Geschäften geht.

Die Rialtobrücke in Venedig auf eigene Faust
Die Rialtobrücke – Bild: Tegeler

Am Fuß der Brücke befindet sich bereits seit 950 Jahren von montags bis samstags (vormittags) der Mercato di Rialto. Der beliebte Markt ist ein schönes Ziel für Landausflüge in Venedig. Hier kann man die Einwohner Venedigs beim Einkaufen beobachten. Rund um den Markt laden viele kleine Cafés zu einem ersten Zwischenstopp ein.

Markusplatz – Das Herz Venedigs

Der Markusplatz (Piazza San Marco) mit dem Markusturm, dem Markusdom, den Prokuratien (ehemaligen Regierungsgebäuden der Republik Venedig) und dem Uhrturm ist wohl der bekannteste Platz der Welt. Er ist 175 Meter lang und 82 Meter breit und wurde bereits im 9. Jahrhundert angelegt. Neben zahllosen Touristen bevölkern ebenso viele Tauben den berühmten Platz, der mehrfach im Jahr unter Wasser steht. Dann gehen die Menschen über Stege. Sehenswert ist auch das historische Caffè Florian. Der 1499 fertiggestellte Uhrenturm (Torre dell’Orologio) im Renaissance-Stil zeigt neben der Uhrzeit auch die Mondphasen sowie das herrschende Tierkreiszeichen an.

Der Markusplatz ist mit der Piazzetta San Marco und dem Dogenpalast verbunden. Piazza und Piazetta bilden einen rechten Winkel. Der Dogenpalast steht direkt an der Lagune.

Der berühmte Markusplatz in Venedig
Der berühmte Markusplatz in Venedig – Bild: Jean-Marc Viglino auf Pixabay

Den Markusdom besichtigen – Tipps für Besucher

Der Markusdom (Basilica di San Marco) mit seinen fünf Kuppeln ist eine grandiose Mischung aus byzantinischer und gotischer Architektur. Im Innern der Kirche schimmern goldene Mosaike und Marmor. Der Markusdom kann kostenlos besichtigt werden. Nur der Domschatz oder das Dom-Museum sind gebührenpflichtig. Besonders schön ist der Ausblick von der Veranda (Loggia) mit den 4 Pferden. Die Loggia erreicht man über eine schmale und steile Treppe. Tickets ohne Anstehen und Besichtigungen gibt es bei GetYourGuide*.

Markusturm – Venedig von oben sehen

Der 98,6 Meter hohe Markusturm* (Campanile) ist der Glockenturm des Doms und das höchste Gebäude Venedigs. Das Bauwerk ist sogar älter als der Dom selber. Mit seinem Bau wurde um das Jahr 900 begonnen. Vollendet wurde das Bauwerk aber erst im Jahre 1152. Es diente damals auch als Leuchtfeuer.

Von oben hat man eine herrliche Aussicht über Venedig. Es gibt sogar einen Fahrstuhl. Die Tickets kann man für 8 Euro nur vor Ort erwerben. Mit Warteschlangen ist deshalb zu rechnen. Zu den bekannten Persönlichkeiten, die bereits auf dem Campanile di San Marco gewesen sind, gehören Goethe, Napoleon und Galileo Galilei. Man ist also in guter Gesellschaft.

Der Dogenpalast
Der Dogenpalast – Bild: Tegeler

Dogenpalast – Das politische Herz der Republik Venedig

Ein tolles Erlebnis ist eine Führung durch den Dogenpalast (Palazzo Ducale), der seit dem 9. Jahrhundert Sitz und Wohnort des Dogen von Venedig war. Das heutige Gebäude entstand im 14. und 15. Jahrhundert und war die Machtzentrale der Republik Venedig. Hier bekommt man einen faszinierenden Einblick auch in die dunkle Seite der venezianischen Republik. Besucher sehen die Seufzerbrücke, unterirdische Räume und die Hausdächer, über die Casanova flüchtete. Angesichts oft langer Schlangen würden wir vorab ein Ticket mit bevorzugtem Einlass erwerben. Angebote gibt es hier*.

Seufzerbrücke – Zwischen Legende und Fotospot

Die schneeweiße Seufzerbrücke entstand um 1600 und verbindet den Dogenpalast mit dem neuen Staatsgefängnis. Der Name entstand im 18. Jahrhundert im Zeitalter der Romantik. Man stellte sich vor, dass die Verurteilten durch die vergitterten Fenster der Brücke (mit einem Seufzen) einen letzten Blick auf die Lagune und die Freiheit erhaschen konnten.

Teatro La Fenice – Berühmtes Opernhaus mit Geschichte

Das Gran Teatro La Fenice di Venezia ist ein bedeutendes Opernhaus in Venedig. Hier wurden viele bekannte Opern uraufgeführt. Darunter Rigoletto und La Traviata von Verdi. Das Theater entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts und brannte bereits mehrfach ab. Das letzte große Feuer von 1996 war Brandstiftung. Ein Elektroingenieur und sein Cousin steckten das Gebäude versehentlich komplett in Brand, um eine Konventionalstrafe von 7.500 Euro zu sparen. Seit 2004 kann der prunkvolle Zuschauerraum mit fünf Zuschauerrängen wieder genutzt werden.

Blick aus der Seufzerbrücke
Blick durch das Fenster der Seufzerbrücke – Bild: Tegeler

Lido di Venezia – Strandfeeling für Kreuzfahrtgäste

In Venedig gibt es auch ein berühmtes Strandbad mit schönen Stränden. Und zwar am Lido di Venezia auf der Landzunge, die Venedig vom offenen Meer trennt. Den Lido erreicht man in 15 Minuten mit dem Wasserbus. Los geht es von der Haltestelle „Riva degli Schiavoni“ (Nähe San Marco). Im 19. Jahrhundert war der Lido ein mondänes Strandbad mit exklusiven Hotels wie dem Grand Hotel Excelsior. Die berühmten internationalen Filmfestspiele von Venedig finden hier statt. Am Strand gibt es bewirtschaftete Abschnitte mit Gastronomie, Liegestühlen und Sonnenschirmen.

Murano & Burano – Inselhopping in Venedig auf eigene Faust

Das Glasmuseum auf der Insel Murano zeigt die einzigartige venezianische Glasbläser-Tradition. Man erreicht die Insel schnell mit einem Vaporetto der Linien 4.1 oder 4.2. Viele Glasbläser bieten Vorführungen ihrer Kunst an. Die Erzeugnisse kann man in den Geschäften der Manufakturen erwerben. Ein schönes Souvenir von Venedig.

Auch das etwas weiter entfernte Burano kann man bequem mit dem Wasserbus ansteuern. Die bunten Häuser der Insel sind sehr reizvoll. Was Murano für Glas ist, ist Burano für Spitzen. Diese wunderschöne Fischerinsel eignet sich darüber hinaus hervorragend für einen Spaziergang oder ein Essen in einem der Fischrestaurants. Die bunten Häuser von Burano sind ein beliebtes Fotomotiv.

Farbiges Burano
Farbiges Burano – Bild: Tegeler

Peggy Guggenheim Collection – Moderne Kunst am Canal Grande

Die Sammlung moderner Kunst wurde von der amerikanischen Milliardärstochter Peggy Guggenheim ab 1938 zusammengetragen. Die Kunstmäzenin und Sammlerin starb 1979. Ein Jahr später wurde das Museum im Palazzo Venier dei Leoni am Ufer des Canal Grande eröffnet. Das Palazzo war der Wohnort von Peggy Guggenheim und im Garten des heutigen Museums ist sie auch begraben. Die Peggy Guggenheim Collection ist ein Highlight für Kunstfreunde mit Werken von Picasso, Wassily Kandinsky oder Max Ernst.

Traumhafte Gondelfahrt – Venedig aus einer anderen Perspektive

Wenn man durch die Stadt bummelt, stößt man an den Kanälen immer wieder auf Schilder mit der Aufschrift „Servicio Gondole“. Hier warten meistens einige Gondoliere auf Kundschaft. Im Sommer gibt es allerdings auch Wartezeiten. Häufig informieren weitere Schilder über die Preise.

Eine private Gondel kostet tagsüber ca. 100 Euro für 30 Minuten. Ab dem späten Nachmittag und Abend wird es etwas teurer. Wenn man sich mit anderen Touristen eine Gondel teilt, wird der Anteil pro Person berechnet. Preisverhandlungen sind unserer Erfahrung nach zwecklos. Der Preis gilt für eine Gondel mit bis zu sechs Fahrgästen. Allerdings gab es zuletzt Bestrebungen, die maximale Belegung der Gondeln zu verringern. Der Sicherheit halber. Während der Fahrt erzählen die meist freundlichen Gondoliere etwas über die Stadt, die Häuser am Wegesrand oder andere Themen. Wenn während der Gondelfahrt „O sole mio“ oder „Volare“ gespielt und gesungen werden soll, wird es richtig teuer. Die Gondolieri singen selber nicht. Ein Sänger steigt zu und das treibt den Preis in die Höhe. Wer möchte, kann eine Gondelfahrt auch vorab buchen und so die Wartezeiten während der Hauptsaison umgehen.

Gondelfahrt
Gondelfahrt in Richtung Seufzerbrücke – Bild: Tegeler

Wem das alles zu teuer erscheint, der kann an mehreren Stellen den Canal Grande in einer Gondelfähre (Traghetto) überqueren. Dieses Gondelfeeling kostet nur eine kleine Gebühr.

Fazit: Landausflüge in Venedig auf eigene Faust

Venedig eignet sich hervorragend für Landausflüge auf eigene Faust. Die Stadt ist überschaubar, gut zu Fuß erkundbar und bietet mit den Vaporetto-Wasserbussen eine einfache Möglichkeit, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten flexibel zu erreichen. Sehr schön ist der Spaziergang von der Piazzale Roma in Richtung Markusplatz. Zurück geht es dann mit einem Vaporetto der Linie 1 durch den Canal Grande. Wer seinen Tag individuell gestalten möchte, kann Highlights wie den Markusplatz, die Rialtobrücke oder die Inseln Murano und Burano ganz ohne organisierte Tour erleben und dabei oft Geld sparen. Besonders reizvoll ist es, auch die kleinen Gassen und ruhigeren Viertel abseits der Touristenströme zu entdecken. So entsteht ein viel authentischerer Eindruck der Lagunenstadt.

Über mich. Petra auf dem Preikestolen

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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