Seyðisfjörður eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

»Landausflüge in Seyðisfjörður auf eigene Faust planen und buchen«

Viele Kreuzfahrtgäste sind auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu den Landausflügen der Reedereien. In diesem Beitrag zeigen wir, wie man Landausflüge in Seyðisfjörður auf eigene Faust gestalten kann. Mit Hafeninformationen, Verkehrsoptionen, lohnenswerten Landausflugszielen und Angeboten lokaler Landausflugsveranstalter. Vorab einige Informationen zu diesem schönen Kreuzfahrtziel. Seyðisfjörður liegt relativ abgelegen in den Ostfjorden Islands. Die malerische Stadt mit rund 660 Einwohnern befindet sich am Ende eines 17 km langen Fjords. Der Ort wurde 1848 als Handelszentrum gegründet und wirkt mit seinen bunten Holzhäusern wie aus dem Bilderbuch. Bekannt ist die hellblaue Kirche, die aus einem norwegischen Bausatz zusammengebaut wurde. Seyðisfjörður ist der Ankunftshafen der Fähre Norröna, die Dänemark (Hirtshals), die Färöer-Inseln (Tórshavn) und Island verbindet. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von Visit Austurland. Letzte Aktualisierung: Dezember 2025

Landausflüge in Seyðisfjörður auf eigene Faust
Karte der beliebtesten Kreuzfahrthäfen Islands – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in Island auf eigene Faust: Akureyri, Grundarfjörður, Ísafjörður, Reykjavik

Wo legen Kreuzfahrtschiffe in Seyðisfjörður an?

Der Kreuzfahrthafen von Seyðisfjörður ist der wichtigste Hafen für Kreuzfahrtschiffe in den Ostfjorden Islands. Er liegt direkt im kleinen Ortszentrum am Ende des etwa 17 km langen Fjords im Osten Islands und ist sowohl Fähr‑ als auch Kreuzfahrthafen. Auf der Webseite des Hafens findet man einen Cruise Schedule.

AIDA Bella tendert in Seydisfjordur
AIDAbella tendert in Seyðisfjörður – Bild: Bildgigant–stock.adobe.com

Der Hauptliegeplatz „Strandarbakki“ (South Pier) kann auch von großen Kreuzfahrtschiffen genutzt werden. Hier gibt es sogar ein Cruise Terminal. Allerdings wird dieser Liegeplatz auch von der Fähre Norröna genutzt, sodass große Kreuzfahrtschiffe häufig ankern. Wenn im Cruise Schedule hinter dem Schiffsnamen „Akkeri“ steht, wird das Kreuzfahrtschiff ankern. Der Tenderpier befindet sich direkt neben dem Terminal. Der zweite Liegeplatz heißt „Bjolfsbakki“ (North Pier) und ist eine Alternative für kleine Kreuzfahrtschiffe.

Landausflüge in Seyðisfjörður buchen

Für den Tag in Seyðisfjörður werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

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Mobil in Seyðisfjörður auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Seyðisfjörður auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Seyðisfjörður (ab Seyðisfjörður Cruise Terminal):

  • Wasserfall Búðareyrarfoss: 400 Meter
  • Seyðisfjarðarkirkja (Blaue Kirche): 500 Meter
  • Wasserfall Gufufoss: 4 km
  • Naturreservat Skálanes: 17,2 km
  • Egilsstaðir: 27,6 km
  • Vök-Bäder: 33,4 km
  • Vallanes Farm: 43,3 km
  • Wasserfall Hengifoss: 62,4 km
  • Hafnarhólmi: 93,3 km
Seyðisfjörður auf eigene Faust
Karte von Seyðisfjörður für Kreuzfahrer – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte von Seyðisfjörður für Kreuzfahrer: 1. Hauptliegeplatz, 2. Tenderpier, 3. Ausweichliegeplatz, 4. Blaue Kirche, 5. Regenbogenstraße, 6. Skaftfell Art Center, 7. Búðareyrarfoss

Seyðisfjörð zu Fuß erkunden

Seyðisfjörður ist ein kleiner Ort mit weniger als 700 Einwohnern. Man kann das Städtchen vom Hafen aus bequem auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Bis zur ikonischen Blauen Kirche geht man ca. 500 Meter. Ein schönes Ziel in unmittelbarer Hafennähe ist der Wasserfall Búðareyrarfoss. Den Wasserfall Gufufoss kann man im Rahmen einer einstündigen Wanderung erreichen.

Weitere Verkehrsmittel

Es gibt im Sommer eine regelmäßige Busverbindung von Seyðisfjörður nach Egilsstaðir. Egilsstaðir ist das wirtschaftliche Zentrum der Region mit einem Flughafen. Aber diese Verbindung ist für die lokale Bevölkerung und für Landausflügler uninteressant. Mietwagen oder Taxis gibt es in Seyðisfjörður unseres Wissens nicht.

Highlights für Landausflüge in Seyðisfjörður auf eigene Faust

Seyðisfjörður liegt abgelegen in den Ostfjorden Islands. Hier steht das Naturerlebnis im Vordergrund. Landausflügler bummeln durch den kleinen Ort mit den bunten Holzhäusern und der ikonischen blauen Kirche oder wandern zu den Wasserfällen in der Umgebung. Eine Straße führt über die Hochebene Fjarðarheiði nach Egilsstaðir, der größten Stadt der Region. Egilsstaðir liegt an dem langen See Lagarfljót. Rund um diesen See gibt es mehrere Highlights, die sich ideal für Landausflüge in Seyðisfjörður eignen. Der 118 Meter hohe Hengifoss, die Vök-Bäder und der Stuðlagil Canyon zum Beispiel. Südlich von Egilsstaðir befindet sich zudem der größte Wald Islands direkt am See. Weitere Highlights für Landausflüge in den Ostfjorden sind RIB-Bootstouren oder ein Besuch des Naturschutzgebietes Skálanes.

Karte der Highlights für einen Stadtbummel in Seyðisfjörður
Karte der Highlights für einen Stadtbummel in Seyðisfjörður – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Highlights für einen Stadtbummel in Seyðisfjörður: 1. Tenderpier, 2. Tourist Photo Spot, 3. Blaue Kirche, 4. Rainbow Walk, 5. Herdubreid Arts & Community Center, 6. Aussichtspunkt, 7. Aussichtspunkt Búðareyrarfoss

Ein selbstgeführter Rundgang durch Seyðisfjörður

Große Kreuzfahrtschiffe ankern in diesem Hafen in der Regel und der Tenderpier liegt direkt hinter dem Hauptliegeplatz. Auf dem Weg ins Zentrum passieren wir das Passagierterminal mit freundlichen Mitarbeitern der Touristeninformation. Zudem gibt es hier freies WLAN. Vielleicht liegt die Fähre Norröna im Hafen. Die große Autofähre verbindet Dänemark, die Färöer-Inseln und Island.

Der Weg in Richtung Zentrum führt zunächst über eine Brücke. Seyðisfjörður liegt an der Mündung des Fjarðará in den Fjord. Nach 350 Metern erreichen wir den Tourist Foto Spot. Hier kann man ein schönes Foto der bunten Holzhäuser vor der Kulisse der Berge im Hintergrund machen. Das nächste Ziel unseres Stadtbummels in Seyðisfjörður auf eigene Faust ist bereits die weniger als 200 Meter entfernte Blaue Kirche.

Die Blaue Kirche am Ende der Regenborgenstraße
Die Blaue Kirche am Ende der Regenbogenstraße – Bild: Freysteinn G. Jonsson auf Unsplash

Die hölzerne Seyðisfjarðarkirkja ist in einem hellen Blau mit weißen Zierleisten gestrichen und einfach wunderschön. Die ikonische Blaue Kirche ist heute ein Wahrzeichen des Ortes und ein schönes Fotomotiv. Sie wird auch häufig für Konzerte genutzt. Die Straße, die direkt zur Kirche führt, heißt eigentlich Norðurgata. Das ist eine Art Hauptstraße des Ortes. Sie wurde in allen Regenbogenfarben bemalt. Zusammen mit den alten Holzhäusern und der Seyðisfjarðarkirkja ist der Rainbow Walk eines der meistfotografierten Wahrzeichen Islands.

Wir setzen unseren Stadtbummel fort und laufen 250 Meter zum Herdubreid Arts & Community Center. Es ist ein Treffpunkt für Kunst und Veranstaltungen und beherbergt ein Café, Ausstellungsräume, ein Kino, ein Theater und eine Kunstschule in einem historischen Gebäude. Hier gibt es auch öffentliche Toiletten. Auf der anderen Straßenseite gibt es noch einen Fotopunkt direkt am Wasser. Hier kann man ein Foto mit dem Kreuzfahrtschiff machen.

Der Weg zurück zum Schiff ist ca. 900 Meter lang. Dabei kommen wir auch an einigen Gastronomiebetrieben vorbei. Zum Abschluss besuchen wir den Wasserfall Búðareyrarfoss, der sich in unmittelbarer Hafennähe befindet. Über einen kurzen Weg erreichen wir den Búðareyrarfoss Viewpoint. Hier kann man den Wasserfall gut sehen und ein Foto machen. Wer möchte, kann noch weiter aufsteigen.

Schöne Holzhäuser in Seyðisfjörður
Schöne bunte Holzhäuser in Seyðisfjörður – Bild: Jacqueline Macou auf Pixabay

Damit endet unser selbstgeführter Landausflug in Seyðisfjörður. Bis zum Tenderpier sind es nur ca. 250 Meter. Für den Rest des Tages könnte man eine Wanderung zum Wasserfall Gufufoss einplanen (ca. 9 km) oder eine Bootstour buchen. Die Firma Exploring Seyðisfjörður bietet Speedboottouren auf dem Fjord an. Es handelt sich um zwei Brüder aus Seyðisfjörður, die ihre Kunden direkt am Schiff abholen.

Der Gufufoss – Seyðisfjörðurs leicht erreichbares Naturwunder

Die Wanderung zum Gufufoss ist eine leichte und beliebte Wanderung entlang des Flusses Fjarðará. Vom Hafen aus wandert man pro Strecke ca. eine Stunde. Der Gufufoss (isländisch: Dampf-Wasserfall) ist ein 27 Meter hoher Wasserfall, der nach dem charakteristischen Nebel aus Gischt benannt wurde. Er ist der größte und bekannteste Wasserfall in der Region. Der Fluss Fjarðará ist der Abfluss aus dem Heiðarvatn und fällt beim Gufufoss in die Tiefe, bevor er in Seyðisfjörður in den Fjord mündet. Entlang des Flusses gibt es noch viele kleine Wasserfälle.

Fjarðarheiði – Das beeindruckende Hochland von Seyðisfjörður

Die isländische Straße 93 (Seyðisfjarðarvegur) verbindet den Küstenort Seyðisfjörður mit dem regionalen Zentrum Egilsstaðir und damit direkt mit der Ringstraße und dem Rest des Landes. Die Straße führt über den Fjarðarheiði-Pass auf einer etwa 600  Meter hohen Hochebene. Alle Landausflugsbusse, die Ziele rund um den Lagarfljót ansteuern, müssen hier entlang. Im Sommer wandelt sich die Hochebene in eine weite, moosbedeckte Fläche mit klaren Bächen und kleinen Seen.

Die herrliche Natur Ostislands
Die herrliche Natur Ostislands – Bild: Norman Morales auf Unsplash

Stuðlagil Canyon – Das versteckte Juwel im Jökuldalur

Der Stuðlagil Canyon ist ein enger, bis zu rund 2 km langer Canyon im Osten Islands und ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Seyðisfjörður. Der Canyon ist berühmt für seine außergewöhnlich regelmäßigen Basaltsäulen am Ufer des Flusses Jökla. Die Basaltwände bestehen aus hohen Säulen, die bis etwa 20 bis 30 Meter aufragen und ein wenig an Orgelpfeifen erinnern. Es gibt Aussichtspunkte von oben sowie einen Weg hinunter ans Flussufer, von wo die Säulen besonders eindrucksvoll wirken.

Vök Baths – Wellness mit Blick auf den See

Die Vök Baths sind ein modernes geothermisches Bad am See Urriðavatn in Ostisland, wenige Kilometer nordwestlich von Egilsstaðir. Das größte Spa in der Region wurde erst 2019 eröffnet und ist seither ein beliebtes Landausflugsziel. Vök ist das erste isländische Thermalbad mit schwimmenden Becken im See. Das Bad nutzt geothermisch erwärmtes, sehr reines Quellwasser, das sogar trinkbar ist.

Papageitaucher in Hafnarhólmi

Hafnarhólmi ist ein kleiner Felsen am Hafen von Borgarfjörður Eystri im Osten Islands und gilt als einer der am besten erreichbaren Orte zur Beobachtung von Papageitauchern. Das Gebiet ist als Brutkolonie geschützt und speziell für Vogelbeobachtung mit Stegen und Plattformen erschlossen. Die Hauptattraktion sind die Atlantik-Papageitaucher, von denen im Sommer tausende Paare nisten. Daneben brüten hier auch Dreizehenmöwen, Eissturmvögel, Eiderenten sowie weitere Seevögel. Es gibt Infotafeln zu Arten und Brutverhalten sowie eine kleine Beobachtungshütte. Hafnarhólmi ist ein tolles Ziel für Landausflüge in Seyðisfjörður.

Landausflüge in Seyðisfjörður zum Hengifoss
Der Hengifoss-Wasserfall aus der Luft – Bild: Miha Rekar auf Unsplash

Hengifoss – Der zweitgrößte Wasserfall Islands

Der Hengifoss ist mit 118 Metern der vierthöchste Wasserfall Islands. Er liegt nahe Egilsstaðir am Fluss Stekkalækur, der in den Lagarfljót-See mündet. An der Route 993 gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz mit Toiletten und einem Café. Von hier wandert man ca. 1 Stunde zum Wasserfall. Der Weg führt bergauf durch ein grünes Tal, vorbei am kleineren Litlanesfoss.

Skálanes Naturreservat – Unberührte Natur und Vogelbeobachtungen

Skálanes ist ein 120 Hektar großes privates Naturschutzgebiet unweit von Seyðisfjörður. Es liegt etwa 17 km östlich vom Hafen auf einer Halbinsel und ist ein beliebtes Landausflugsziel für den Tag in Seyðisfjörður auf eigene Faust. Hier gibt es 47 Vogelarten, arktische Füchse, Rentiere und über 150 Pflanzenarten. Geführte Touren bieten Vogelbeobachtung, Fuchs-Safaris, Zodiac-Fahrten zu Klippenkolonien und Wanderungen zu Aussichtsplattformen.

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