Ísafjörður liegt in den abgelegenen Westfjorden Islands und zählt zu den reizvollsten Orten der Region. Wer Landausflüge in Ísafjörður auf eigene Faust plant, kann den historischen Ortskern und die beeindruckende Natur rund um den Hafen bequem individuell erkunden. Ísafjörður ist die größte Stadt der Westfjorde, einer von tief eingeschnittenen Fjorden geprägten Region im Nordwesten Islands. Nur ein schmaler Landstreifen verbindet dieses abgelegene Gebiet mit dem Rest des Landes. Die Lage von Ísafjörður könnte kaum spektakulärer sein. Der Ort liegt auf einer Halbinsel im Fjord und wird durch zwei steile Berge eingerahmt. Die Menschen leben traditionell vom Fischfang und heute natürlich auch vom Tourismus. Im Zentrum des kleinen Ortes gibt es einige schöne Holzhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Beliebte Landausflugsziele sind die Vogelinsel Vigur und der Dynjandi-Wasserfall. Ísafjörður hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel für Landausflüge in Island gemausert. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von Visit Westfjords. Letzte Aktualisierung: Mai 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in Island auf eigene Faust: Akureyri, Grundarfjörður, Reykjavik, Seyðisfjörður
Ísafjörður auf eigene Faust – kurz & knapp für Kreuzfahrer
📍 Liegeplatz: zentrumsnah am Ísafjörður New Cruise Ship Dock
🚶♂️ Entfernung zur Innenstadt: nur wenige Gehminuten
✨ Top-Highlights: historischer Siedlungskern Neðstikaupstaður & Natur der Westfjorde
🗺️ Fortbewegung: Ortszentrum zu Fuß & organisierte Landausflüge
👀 Für Erstbesucher: Stadtbummel, Dynjandi Wasserfall & Arctic Fox Centre
🔁 Für Wiederholer: Bootstouren, Wanderungen & Whale Watching
💶 Gut zu wissen: Island ist nicht in der EU – bezahlt wird mit Isländischer Krone; EU-Roaming gilt dennoch
👉 Fazit: Ísafjörður gehört zu den spektakulärsten Naturhäfen Islands. Das Ortszentrum lässt sich bequem auf eigene Faust erkunden, für viele Ziele in den Westfjorden benötigt man jedoch einen organisierten Landausflug.
Wo macht mein Kreuzfahrtschiff in Ísafjörður fest?
Der Ísafjörður Cruise Terminal befindet sich in der malerischen Stadt Ísafjörður in den Westfjorden Islands. Auf der Webseite des Hafens findet man einen Cruise Ship Schedule. Hier kann man erkennen, wo das eigene Kreuzfahrtschiff anlegen wird. Steht dort der Begriff „Akkeri“, wird geankert.
Der Ísafjörður New Cruise Ship Dock wurde in den letzten Jahren neu gebaut. Der Liegeplatz ist 500 Meter lang und bietet Platz für ein großes und ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff. Wenn das Kreuzfahrtschiff hier festmacht, wird im Cruise Schedule der Liegeplatz „Sundabakki 1“ oder „Sundabakki 2“ angegeben. Ein klassisches Cruise Terminal gibt es nicht, jedoch ein kleines Gebäude der Touristeninformation. Dort informieren lokale Anbieter über Ausflüge, und oft lassen sich auch kurzfristig noch Touren buchen.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass das Kreuzfahrtschiff ankert und die Passagiere mit Tendern an Land bringt. Der Tenderpier befindet sich unmittelbar nördlich des Ísafjörður New Cruise Ship Dock. Für kleine Expeditionskreuzfahrtschiffe gibt es noch weitere mögliche Liegeplätze im Hafen der Stadt.
Landausflüge in Ísafjörður buchen
Für den Tag in Ísafjörður werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Akureyri findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.
Mobil in Ísafjörður auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Ísafjörður auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Ísafjörður:
- Dokkan Brugghús: 250 Meter
- Historischer Siedlungskern Neðstikaupstaður: 400 Meter
- Stadtzentrum: 800 Meter
- Aussichtsplattform Útsýnisstaður: 1,7 km
- Bunárfoss: 5,2 km
- Ósvör Maritime Museum (Bolungarvík): 12,4 km
- Arctic Fox Centre Súðavík: 21,4 km
- Bolafjall Aussichtspunkt: 22,7 km
- Skrúður Botanischer Garten: 37,3 km
- Wikingerzentrum Þingeyri: 50,3 km
- Wasserfall Dynjandi: 53,3 km
Karte der Gegend rund um das Ísafjörður Cruise Terminal: 1. Tender Pier, 2. Whale Watching, 3. Westfjord History Museum im historischen Siedlungskern Neðstikaupstaður, 4. Dokkan Brugghús. Am Hauptliegeplatz „Sundabakki“ können zwei Kreuzfahrtschiffe anlegen.
Ísafjörður zu Fuß
Man kann Ísafjörður auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Der älteste Teil befindet sich sogar in unmittelbarer Hafennähe. Der historische Siedlungskern Neðstikaupstaður zählt zu den ältesten erhaltenen Handelsplätzen Islands. Rund um Ísafjörður gibt es diverse Hiking-Trails unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Am Hafen werden auch geführte Stadtrundgänge angeboten.
Hop-on Hop-off Cruise Ship Bus
Am Hafen kann man Tickets für den Ísafjörður Hop-on Hop-off Shuttle Bus erwerben. Die Busse starten alle 30 Minuten zu einer Rundfahrt durch Ísafjörður und die nahe Umgebung und kosteten zuletzt 4.300 ISK. Eine Karte der Route und der Haltestellen kann hier heruntergeladen werden.
Mietwagen
Europcar hat eine „Außenstelle“ im Hotel Ísafjörður Torg und die Mietwagen stehen auf dem Parkplatz des Hotels. Vom Hafen geht man ca. 900 Meter bis hierher. Es handelt sich um die Firma Holdur Car Rental, die man auch aus anderen Kreuzfahrthäfen in Island kennt. Zum Beispiel aus Akureyri.
Im Umland von Ísafjörður gibt es sehr gut ausgebaute Straßen. Wenn man links oder rechts abbiegen möchte, ändert sich das Straßenbild schnell. Die Straße zum Wasserfall Dynjandi ist zum Beispiel nicht asphaltiert. Wir würden in Ísafjörður nicht am Auto und vor allem nicht am Versicherungspaket sparen.
Taxis, Uber & Co
In dieser abgelegenen und einwohnerschwachen Region gibt es nur sehr wenige Taxis. Wer ein Taxi benötigt, kann sich vorab mit der lokalen Touristeninformation in Verbindung setzen. Auch Uber ist in Ísafjörður (und in ganz Island) nicht vertreten.
Radfahren in den Westfjorden
Bei der Firma The Fjord Hub (thefjordhub.is) in der Aðalstræti 20 kann man Fahrräder mieten. Ein Schloss und einen Helm bekommt man dazu. Die Tagesmiete für ein Gravelbike liegt bei 12.000 ISK. Es gibt auch einfache City-Bikes und Mountainbikes. Eine Reservierung ist sinnvoll. Die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit. Viele Radler fahren in Richtung Hnífsdalur.
Tourangebote im Hafen
Direkt im Hafen werden auch einige Busausflüge angeboten. Die Tour zum Artic Fox Centre (90 Minuten) kostete 7.200 ISK und die Tour zum Wasserfall Dynjandi (3,5 Stunden) gab es für 10.500 ISK. Die Firma Sjóferðir (sjoferdir.is) bietet in Hafennähe Walbeobachtungen an. Die zweistündigen Touren im Fjord Ísafjarðardjúp kosten 14.240 ISK. Die Boote starten an einem Pier in der Ásgeirsgata, ca. 350 Meter vom Kreuzfahrtschiff entfernt. Die genannten Preise stammen aus der Saison 2025. Mit Preissteigerungen ist zu rechnen.
Highlights für Landausflüge in Ísafjörður auf eigene Faust
Die Westfjorde im Nordwesten Islands wirken fast wie eine eigene Welt. Tiefe Fjorde schneiden sich weit ins Land, während steile Berge direkt aus dem Meer aufragen. Dazwischen verlaufen schmale Straßen, die sich durch eine Landschaft schlängeln, in der kleine Fischerdörfer oft die einzigen Siedlungen weit und breit sind. Wer hier unterwegs ist, merkt schnell: Die Natur steht im Mittelpunkt. Mit etwas Glück tauchen Wale in den Fjorden auf, Papageientaucher nisten an den Klippen, und manchmal lässt sich sogar ein Polarfuchs blicken. Ein landschaftlicher Höhepunkt der Region ist der Wasserfall Dynjandi, der sich stufenartig über mehrere Felsabsätze ins Tal ergießt – besonders eindrucksvoll nach Regen oder Schneeschmelze. Von Ísafjörður aus lassen sich viele dieser Naturerlebnisse im Rahmen von Landausflügen gut erreichen.
Karte für einen selbstgeführten Stadtbummel in Ísafjörður: 1. Historischer Siedlungskern Neðstikaupstaður, 2. Dokkan Brugghús, 3. Historische Holzhäuser, 4. Austurvöllur Garden und Schwimmbad, 5. Rainbow Path, 6. 3. D Zebrastreifen, 7. Ísafjarðarkirkja, 8. Ísafjörður Culture House
Ein selbstgeführter Stadtbummel in Ísafjörður
Ísafjörður ist mit rund 2.700 Einwohnern die größte Stadt in den Westfjorden. Die kleine Stadt liegt herrlich auf einer Sandbank im Skutulsfjörður und kann sehr gut auf eigene Faust zu Fuß erkundet werden. Die Wege sind kurz. Eine mögliche Route für einen Stadtbummel in Ísafjörður auf eigene Faust stellen wir jetzt vor.
Siedlungskern Neðstikaupstaður & Dokkan Brugghús
Wir starten am Kreuzfahrtschiff und laufen zunächst ca. 400 Meter zum Büro der Touristeninformation. Diese befindet sich im historischen Siedlungskern Neðstikaupstaður. Das ist eines der ältesten erhaltenen Handelsviertel Islands. Dänische Monopolkaufleute errichteten die Niederlassung im 17. Jahrhundert. Erhalten sind mehrere Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert, die als Lager und Wohnstätten der Händler dienten. Heute sind hier die Touristeninformation, das Westfjords Heritage Museum und das beliebte Fischrestaurant Tjöruhúsið untergebracht. Wer Lust hat, nimmt sich etwas Zeit für das Museum.
Wir setzen unseren Stadtbummel fort und erreichen nach 200 Metern das Dokkan Brugghús. Es ist nur 250 Meter vom Kreuzfahrtschiff entfernt und sollte vielleicht am Ende des Rundgangs besucht werden. Die kleine, unabhängige Brauerei produziert verschiedene handwerkliche Biere. Sie reichen von fruchtigen Pale Ales bis zu kräftigen Stouts.
💡Unser Tipp: Tjöruhúsið gilt als eines der besten Fischrestaurants Islands. Wer gerne Fisch isst sollte sich vorab um eine Reservierung kümmern.
Downtown Ísafjörður
Jetzt laufen wir ca. 500 Meter bis zur Tangata. In Ísafjörður kann man charmante Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert bewundern. Viele dieser Häuser, die seit Jahrhunderten den widrigen Bedingungen trotzen, findet man zum Beispiel in der Tangagata. Biegt man von hier in die Straße Austurvegur ein, erreicht man nach wenigen hundert Metern einen winzigen botanischen Garten (Austurvöllur Garden). Im Sommer blüht hier meistens der wunderschöne Islandmohn. Direkt nebenan befindet sich die kleine Schwimmhalle von Ísafjörður.
Geht man die Straße Austurvegur ein kurzes Stück weiter, kann man nach links in die Hafnarstræti einbiegen. Hier befindet sich das Zentrum des Ortes mit einigen Geschäften und Cafés. Schöne Fotomotive sind der Rainbow Path und der erste 3D-Zebrastreifen Islands. Dieser schwebende Zebrastreifen ist eine optische Täuschung. Die Streifen mit Schattierungen zwingen Autofahrer instinktiv zum Bremsen, um Geschwindigkeiten im Zentrum auf unter 30 km/h zu senken. Besonders trockene Straßen verstärken die Illusion.
💡Unser Tipp: Am Rand des Zentrums liegt das Húsið – ein beliebtes Lokal, das bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen geschätzt wird.
Ísafjarðarkirkja & Ísafjörður Culture House
Wir setzen unseren Stadtbummel in Ísafjörður auf eigene Faust fort und erreichen ca. 300 Meter hinter dem 3D-Zebrastreifen die moderne Ísafjarðarkirkja. Es handelt sich um die evangelisch-lutherische Pfarrkirche von Ísafjörður, die 1995 eingeweiht wurde. Ihre moderne Architektur passt gut zur Fjordlandschaft. Über dem Altar schweben mehr als 740 aus Ton geformte Möwen. Die Geschichte des angrenzenden Friedhofs reicht bis ins Mittelalter zurück.
Direkt neben dem Friedhof befindet sich das Ísafjörður Culture House im ehemaligen Krankenhaus der Stadt. Es beherbergt heute die Bücherei, ein kleines Museum und einen Ausstellungssaal mit Fokus auf lokaler Kunst. Der Eintritt ist frei. Direkt nebenan ist ein größerer Spielplatz.
💡Unser Tipp: Die schwebenden Tonmöwen entfalten je nach Blickwinkel und Licht eine beeindruckende Wirkung und machen den Innenraum zu einem der ungewöhnlichsten Kirchenräume Islands.
Karte der Wanderziele rund um Ísafjörður: 1. Stadtzentrum, 2. Aussichtsplattform Útsýnisstaður, 3. Wasserfall Bunárfoss, 4. Naustahvilft – The Troll Seat ( Ziel des Hop-on Hop-off Busses)
Aussichtsplattform & Wanderung zum Bunárfoss
Das ehemalige Krankenhaus befindet sich schon ziemlich am Ende der Stadt. Hier endet die flache Landzunge abrupt und das Gelände steigt direkt in steile Berghänge an. Ein schönes Wanderziel ist die Aussichtsplattform Útsýnisstaður. Von hier oben kann man schöne Fotos von Ísafjörður mit dem Kreuzfahrtschiff machen. Vom Ísafjörður Culture House geht man ca. 1 km. Der Schotterweg ist gut zu bewerkstelligen und nicht besonders schwierig. Die Aussichtsplattform befindet sich im Bereich eines Schutzdamms, der die Stadt vor Lawinen schützt.
Wer eine etwas längere Wanderung machen möchte, könnte weiter zum Wasserfall Bunárfoss laufen. Das ist eine landschaftlich reizvolle, mittelschwere Wanderung. Wenn man am Kreuzfahrtschiff startet, wandert man pro Strecke gut 5 km. Der Weg schlängelt sich durch felsiges Gelände und üppige Vegetation. Der Bunárfoss stürzt sanft über Felsstufen inmitten grüner Hänge und ist ein schönes Fotomotiv. Wer möchte, kann vom Tal noch ein wenig nach oben klettern. Oberhalb des Wasserfalls befindet sich das Ísafjörður Ski Resort.

Naustahvilft – The Troll Seat ist ein markanter natürlicher Talkessel auf der anderen Seite des Skutulsfjörður und eines der beliebtesten Wanderziele in der Umgebung von Ísafjörður. Man wandert ca. 7 km pro Strecke. Von der Straße führt ein kurzer, aber steiler Fußweg nach oben. Wem das zu weit ist, könnte im Hafen auch den Ísafjörður Hop-on Hop-off Shuttle Bus nehmen. Dieser hält am Troll Seat Viewpoint an der Straße.
Landausflüge im Umland von Ísafjörður
Die Westfjorde gelten als die abgelegenste Region Islands. Nur ein kleiner Teil der Islandreisenden schafft es überhaupt hierher – vor allem wegen der großen Entfernungen und der kurvenreichen Straßen. Ein Stopp mit dem Kreuzfahrtschiff in Ísafjörður bietet daher eine seltene Gelegenheit, diese ursprüngliche Landschaft kennenzulernen. Besonders beliebt sind Tierbeobachtungen: Mit etwas Glück sieht man Wale in den Fjorden oder Papageientaucher an den steilen Küsten. Im Arctic Fox Centre dreht sich alles um den Polarfuchs – eines der typischsten Tiere der Region. Ein landschaftlicher Höhepunkt ist der Wasserfall Dynjandi, der über eine Schotterstraße erreichbar ist und oft als einer der eindrucksvollsten Wasserfälle Islands beschrieben wird. Wer es noch etwas abgelegener mag, kann per Boot das ehemalige Dorf Hesteyri im Hesteyrarfjörður besuchen – ein stiller, fast verlassen wirkender Ort und ein spannender Kontrast zur übrigen Region. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Ísafjörður auf eigene Faust.
Karte der Ziele für Landausflüge in den Westfjorden: 1. Skrúður Botanical Gardens, 2. Dynjandi Wasserfall, 3. Vigur, 4. Súðavík, 5. Suðureyri, 6. Bolungarvík, 7. Flateyri, 8. Hesteyri, 9. Víkingasvæðið Þingeyri
Dynjandi Wasserfall – Das Wahrzeichen der Westfjorde
Der Dynjandi ist einer der beeindruckendsten Wasserfälle Islands und ein Topziel für Landausflüge in Ísafjörður. Er ist insgesamt etwa 100 Meter hoch und besteht aus sieben Kaskaden, wobei der obere Teil wie ein Brautschleier wirkt. Die gewaltige Geräuschkulisse und der kühle Sprühnebel machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Dynjandi bedeutet auf Isländisch „donnernd“ und beschreibt perfekt den überwältigenden Klang des Wasserfalls.
Man erreicht den Wasserfall nur über Schotterpisten. Man folgt der Straße 60 bis zum Fjord und biegt dann links ab. An der Mündung des Flusses Dynjandisá wurde ein großer Parkplatz angelegt. Von hier gibt es einen 500 Meter langen Wanderweg (Dynjandi Walking Trail) zum großen Wasserfall, den man schon von Weitem sieht (und hört). Entlang des Trails kommt man an einigen kleineren Wasserfällen vorbei. Wir würden feste Schuhe anziehen.
💡Unser Tipp: Seinem Beinamen „Der Donnernde“ macht der Hauptfall wirklich alle Ehre. Wir würden am unteren Plateau kurz stehenbleiben. Dort ist der Donner-Effekt am stärksten.
Ósvör Maritime Museum in Bolungarvík
Bolungarvík mit seinen knapp 1.000 Einwohnern ist der zweitgrößte Ort in den Westfjorden. Der kleine Ort lebt vom Fischfang und vom Hochseeangeln und hat den Charakter eines Fischerhofes in einer fast alpinen Umgebung. Besonders das Ósvör Maritime Museum ist ein beliebtes Landausflugsziel. Es handelt sich um zwei Fischerhütten mit einigen Nebengebäuden (Salzhaus und Trockenhaus). Die Fischer fuhren zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit Ruderbooten hinaus. Die Mitarbeiter des Museums tragen die lederne Seemannskleidung der damaligen Zeit.
💡Unser Tipp: Das Ósvör Maritime Museum lebt nicht von großen Ausstellungen, sondern vor allem von seiner sehr rauen Atmosphäre direkt am Meer. Gerade bei Wind und schlechtem Wetter wirkt der Ort besonders eindrucksvoll.
Insel Vigur – Ein Paradies für Vogelliebhaber
Die Insel Vigur liegt im breiten Fjord Ísafjarðardjúp und ist ca. 2 km lang und 400 Meter breit. Es gibt einen Bauernhof, auf dem Eiderenten gezüchtet werden. Die Eiderdaunen besitzen eine hohe Wärmespeicherkapazität und sind ein wichtiger Exportartikel Islands. Der Hof war mehr als 170 Jahre in Familienbesitz, als er 2019 verkauft wurde. Schnellboote fahren von Ísafjörður in etwa 40 Minuten nach Vigur Island. Mit etwas Glück kann man auf der Insel Eiderenten, Papageientaucher und Küstenseeschwalben sehen, die die Insel als Brutplatz nutzen.
💡Unser Tipp: Windschutzkleidung ist hier wichtiger als überall sonst
Skrúður Botanical Gardens
Der Botanische Garten Skrúður in Núpur ist der älteste botanische Garten Islands. Pastor Sigtryggur Guðlaugsson schuf ihn 1909 als Lehrgarten für seine Schüler an der Núpur-Schule. Das Areal ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Es gibt Bereiche mit einheimischen Pflanzen, Heilpflanzen oder Zierpflanzen. Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt an alpinen Pflanzen. Diese entwickeln sich aufgrund des kühlen Klimas besonders gut. Der kleine Garten ist sehr gepflegt und ein schönes Ziel für Landausflüge in Ísafjörður.
Bolafjall Aussichtspunkt in Bolungarvík
Die Bolafjall-Aussichtsplattform liegt auf dem 638 Meter hohen Berg Bolafjall bei Bolungarvík. Von der neu errichteten Plattform, die dramatisch über einer fast senkrechten 600-Meter-Klippe ragt, kann man bei klarer Sicht angeblich bis nach Grönland schauen. Das ist aber leider eine Legende, denn Grönland ist 300 km entfernt. Von Bolungarvík (nahe Ísafjörður) führt eine steile Bergstraße hier hinauf. Die Bolafjall-Aussichtsplattform ist nur gut 20 km vom Hafen entfernt und ein schönes Ziel für Landausflüge in Ísafjörður auf eigene Faust.
💡Unser Tipp: Einer der windigsten Aussichtspunkte Islands. Wenn man ein paar Meter hinter die Plattform zurückgeht, ist es deutlich geschützter vor dem Wind – die Aussicht bleibt dabei fast unverändert.
Víkingasvæðið Þingeyri
In Þingeyri gibt es ein Wikingerzentrum. Es handelt sich um ein Freigelände mit Sitzgelegenheiten, Bühne, Tischen und Grillmöglichkeiten, das an die Wikingerzeit angelehnt ist. Die Anlage ist kreisförmig aus Steinen und Holz aufgebaut. Hier kann man Wikingerkleidung tragen, isländisches Wikingerbier trinken oder Wikingerbrot kosten. Dazu gibt es Geschichten über das Leben der Wikinger in dieser Region. Die isländische Saga von Gísli Súrsson beschreibt die historischen Stätten dort mit großer Genauigkeit. Im Hafen von Þingeyri kann man außerdem das Wikingerschiff Vésteinn sehen, eine Nachbildung eines Wikingerschiffs.
💡Unser Tipp: Die Nähe zur Gísla-Saga ist nicht nur Deko. Viele Landschaftsmerkmale in der Umgebung lassen sich tatsächlich darin wiederfinden.
Arctic Fox Centre
Das kleine Arctic Fox Centre (melrakki.is) ist eine Mischung aus Forschungszentrum und Naturkundemuseum in Súðavík. Es widmet sich ausschließlich dem Polarfuchs. Man möchte Islands einziges Landraubtier durch Forschung und Bildung schützen. Das Zentrum bietet viele Informationen über das Leben des Polarfuchses. Landausflügler können mit etwas Glück in den Außengehegen gerettete Polarfüchse aus nächster Nähe erleben.
💡Unser Tipp: Die winzige hölzerne Kirche von Súðavík mit dem benachbarten Friehof liegt direkt am Fjord und ist ein schönes Fotomotiv.
Bootsfahrt nach Hesteyri
Ein schöner Bootsausflug führt zum Dorf Hesteyri. Es handelt sich um ein verlassenes Dorf im Hesteryafjord, dem westlichsten Fjord der Region. In der Blütezeit leben etwa 80 Menschen im Dorf. Es wurde Mitte des 20. Jahrhunderts aufgegeben und die Häuser in der Umgebung werden heute als Sommerhäuser genutzt. Das Dorf wirkt wie eine Zeitkapsel. Verlassene Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert, eine alte Heringsfabrik mit rostigen Tanks sowie ein überwucherter Friedhof zeugen vom harten Leben der Menschen. Die unberührte Natur, die Stille sowie die Landschaft machen das Dorf zu einem beliebten Ziel für Lost-Place-Fans.
💡Unser Tipp: Das kleine Café im Old Doctors House ist kein klassisches Café, sondern eher ein Saison-Treffpunkt mit Expeditionscharakter.
Walbeobachtung
Die Boote fahren in die Gewässer des Fjords Ísafjarðardjúp. Dort lassen sich zahlreiche Walarten beobachten. Mit etwas Glück sieht man Buckelwale, Zwergwale oder Schweinswale. Die Gewässer um Ísafjörður herum sind ein beliebtes Gebiet für Wale. Das liegt an den reichhaltigen Nahrungsquellen. Zusätzlich sieht man Robben, Delfine und viele Seevögel. Erfahrene Guides begleiten die Touren. Entsprechende Landausflüge können an Bord oder bei lokalen Veranstaltern in Hafennähe gebucht werden. Whale Watching ist ein Highlight für Landausflüge in Ísafjörður auf eigene Faust.
Fazit: Landausflüge in Ísafjörður auf eigene Faust
Ísafjörður ist eine kleine Stadt in den abgelegenen Westfjorden im äußersten Nordwesten Islands. Die Westfjorde sind eine dünn besiedelte und unzugängliche Halbinsel mit tiefen Fjorden und einer unberührten Natur. Malerische Fischerdörfer liegen am Ende der riesigen Fjorde. Das ist einer dieser Orte, die man wohl nur mit einem Kreuzfahrtschiff erreicht. Das kleine Ortszentrum lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Neðstikaupstaður ist der historische Siedlungskern von Ísafjörður und zählt zu den ältesten erhaltenen Handelsplätzen Islands. Die spektakuläre Natur der Westfjorde mit Wasserfällen, Fjorden und Tierwelt erreicht man am besten im Rahmen eines organisierten Landausfluges. Bootstouren ab Ísafjörður bieten sehr gute Chancen, die Tierwelt der Westfjorde zu erleben – darunter Papageientaucher an den Felseninseln und mit etwas Glück auch Wale in den Fjorden.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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