Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Cork (Cobh) auf eigene Faust zusammengestellt. Cobh ist ein kleiner, malerischer Hafenort an der Südküste Irlands und gleichzeitig das „Tor“ zur Stadt Cork, die nur etwa eine halbe Stunde entfernt liegt. Das Stadtbild wird von bunten Reihenhäusern an den steilen Hängen und der hoch über dem Ort thronenden St. Colman’s Cathedral geprägt. Cobh hieß früher Queenstown und spielte eine wichtige Rolle als Auswandererhafen. Die Stadt war 1912 der letzte Hafenstopp der RMS Titanic. Das nahe Cork ist eine lebendige, studentisch geprägte Stadt und gilt als zweitgrößte Stadt Irlands. Die Innenstadt mit St. Patrick’s Street, Grand Parade und den Brücken über den River Lee lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Viele Cafés, Pubs und kleine Läden verleihen Cork ein junges Flair. Blarney Castle mit dem berühmten Blarney Stone liegt nur wenige Kilometer außerhalb. Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Cork (Cobh) auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: meist Cobh Cruise Terminal; alternativ Ringaskiddy
🚗 Entfernung nach Cork: von Cobh knapp 25 km; von Ringaskiddy ca. 20,5 km
✨ Top-Highlights: Cobh, Cork, Blarney Castle, Kinsale und Spike Island
🗺️ Fortbewegung: Cobh zu Fuß; Zug nach Cork ca. 25 Minuten
👀 Für Erstbesucher: Stadtbummel in Cobh und eventuell Cork
🔁 Für Wiederholer: Blarney Castle, Kinsale, Charles Fort oder Jameson Distillery
💶 Gut zu wissen: Irland gehört zur EU; bezahlt wird mit Euro, EU-Roaming gilt.
👉 Unsere Einschätzung: Cobh eignet sich sehr gut für einen individuellen Landausflug. Wer direkt im Ort anlegt, kann sofort loslaufen oder bequem mit dem Zug nach Cork fahren.
Kreuzfahrthafen Cobh (Cork)
Der Cork Harbour ist der natürliche Hafen von Cork und einer der größten Naturhäfen der Welt. Der Hafen erstreckt sich von Cork City über den Upper Harbour (mit Lough Mahon) bis zum Lower Harbour bei Cobh. Hier gibt es drei mögliche Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe. Auf der Webseite des Port of Cork gibt es einen Cruise Schedule. Hier kann man vorab nachlesen, wo das eigene Kreuzfahrtschiff ankommen wird.
Die Stadt Cobh verfügt über einen Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe bis zu einer Länge von 350 Metern. Hier machen mit Abstand die meisten Kreuzfahrtschiffe fest. Für die Saison 2026 waren 76 der insgesamt 95 Kreuzfahrtanläufe im Cork Harbour in Cobh vorgesehen. Das Cobh Cruise Terminal liegt direkt im Ortszentrum neben dem historischen Bahnhof. Das Cobh Heritage Centre befindet sich im ehemaligen Bahnhofsgebäude.
Das Ringaskiddy Deepwater Terminal liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Cork Harbour und kann Kreuzfahrtschiffe bis zu einer Länge von 360 Metern aufnehmen. Es handelt sich um einen Industrie- und Fährhafen, der auch gelegentlich von Kreuzfahrtschiffen genutzt wird. Im Jahr 2026 gab es hier 13 Kreuzfahrtanläufe. Über die Cross River Ferry bei Passage West erreicht man Cobh auf dem kürzesten Weg. Ohne Fähre muss man einen deutlich längeren Umweg über Cork fahren. Wer hier anlegt, benötigt für einen individuellen Landausflug einen Transfer.
Kleine Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 152 Metern fahren den River Lee hinauf und machen an den Cork City Quays im Stadtzentrum von Cork fest. Hier ist man gleich mitten in der Stadt. Im Jahr 2026 waren es allerdings nur sechs Kreuzfahrtschiffe.
Landausflüge in Cobh (Cork) buchen
Für den Tag in Cork (Cobh) werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Cork (Cobh) findet man bei GetYourGuide*.
Mobilität in Cobh (Cork) auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Cork (Cobh) auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cork (ab Cobh Cruise Terminal):
- Cork: 24,8 km
- Blarney Castle: 33,2 km
- Jameson Distillery Midleton: 20,1 km
- Kinsale: 52,7 km
- Gougane Barra Forest Park: 95,9 km
- Killarney National Park: 112 km
Karte der Kreuzfahrthäfen in Cobh (Cork): 1. Cobh Cruise Terminal, 2. Ringaskiddy Deepwater Terminal, 3. Cork City Quays
Zu Fuß unterwegs
Die kleine Stadt Cobh kann man vom Hauptliegeplatz am Cobh Cruise Terminal hervorragend zu Fuß erkunden. Die Entfernungen sind kurz. Bis ins Ortszentrum sind es nur wenige Gehminuten. Allerdings liegt die St. Colman’s Cathedral deutlich oberhalb des Hafens. Auch zu den berühmten Deck of Cards Houses geht es steil bergauf.
Das historische Zentrum von Cork liegt auf einer Insel zwischen zwei Armen des River Lee und kann ebenfalls bequem zu Fuß erkundet werden. Kleine Kreuzfahrtschiffe liegen mitten in der Stadt.
Shuttlebusse
Wenn das Kreuzfahrtschiff in Cobh liegt, benötigt man für einen Stadtbummel keinen Shuttlebus. Wer nach Cork möchte, kann bequem den Zug nehmen. Die Reedereien bieten teilweise auch kostenpflichtige Transfers nach Cork an. Bei AIDA Cruises kostete der Landausflug „Cork auf eigene Faust“ zuletzt 42 Euro. Shuttlebusse halten oft im Bereich der Cork City Hall.
Wenn das Kreuzfahrtschiff am Ringaskiddy Deepwater Terminal liegt, ist ein Transfer erforderlich. Je nach Reederei werden Shuttlebusse oder organisierte Landausflüge mit Transfer angeboten. Gelegentlich gibt es auch einen Bootstransfer nach Cobh. Ob und zu welchem Preis ein Shuttle angeboten wird, sollte man vorab bei der Reederei erfragen.
Mit Bus und Bahn nach Cork
Der Bahnhof von Cobh befindet sich direkt neben dem Kreuzfahrthafen. Von hier aus erreicht man den Bahnhof „Cork Kent“ in nur 25 Minuten. Die Züge fahren normalerweise stündlich, bei größeren Kreuzfahrtanläufen teilweise auch halbstündlich. Die Hin- und Rückfahrt kostet für Erwachsene etwa 9,50 Euro. Vom Bahnhof Cork Kent läuft man etwa 15 Minuten bis ins Stadtzentrum. Wer möchte, kann auch die Jameson Distillery Midleton mit dem Zug erreichen. In diesem Fall steigt man in Glounthaune um. Fahrpreise und Bahnverbindungen findet man bei Irish Rail.
Wenn man am Ringaskiddy Deepwater Terminal ankommt, ist der Weg etwas aufwendiger. Der Hafen empfiehlt ein Taxi nach Passage West (ca. 9 km) und anschließend die Cross River Ferry von Glenbrook nach Carrigaloe. Die Fähre benötigt für die Überfahrt nur etwa 5 Minuten und kostet 3 Euro pro Person (Hin- und Rückfahrt 4 Euro). Vom Fähranleger läuft man etwa 10 Minuten zum Bahnhof Carrigaloe. Von dort fahren Züge nach Cork und Cobh. Die Fähre verkehrt normalerweise alle 15 Minuten.
Von Ringaskiddy gibt es auch öffentliche Busverbindungen nach Cork. Die Linie 223 fährt über Monkstown ins Stadtzentrum und benötigt etwa eine Stunde. Die Linie 225 fährt über Carrigaline und den Flughafen nach Cork. Die Fahrzeit liegt ebenfalls bei etwa einer Stunde. Je nach Liegeplatz kommen die Haltestellen Ringaskiddy oder St. Joseph’s infrage. Ob man diese vom Kreuzfahrtschiff zu Fuß erreichen kann, sollte man vorab bei der Reederei erfragen.
Taxis, Uber & Co.
Am Cobh Cruise Terminal warten in der Regel Taxis unweit des Kreuzfahrtschiffes und am Bahnhof. Am Ringaskiddy Deepwater Terminal sollte man ein Taxi möglichst vorab bestellen. Eine bekannte Taxizentrale ist die Firma A Cabs Cobh. Die Taxifahrer in Cobh bieten auch individuelle Rundfahrten zu Sehenswürdigkeiten im Umland an. Hier sollte man den Preis vor der Fahrt vereinbaren.
In Cork kann man auch die Apps von Uber und Freenow nutzen. Beide vermitteln in Irland ausschließlich reguläre, lizenzierte Taxis. Private Fahrdienste wie in vielen anderen Ländern gibt es hier nicht.
Mietwagen
Ein Mietwagen ist eine gute Möglichkeit, die Umgebung von Cork auf eigene Faust zu erkunden. Besonders für Landausflüge zum Blarney Castle oder nach Kinsale bietet sich ein Auto an. In Irland herrscht Linksverkehr. Der lokale Anbieter Great Island Car Rentals bietet Mietwagen direkt am Kreuzfahrthafen von Cobh an. Die Fahrzeuge können nach vorheriger Vereinbarung am Hafenausgang übernommen werden. Wer einen Mietwagen nutzen möchte, sollte diesen rechtzeitig reservieren.
Highlights für Landausflüge in Cobh auf eigene Faust
Die meisten Kreuzfahrtschiffe legen in Cobh an. Die kleine, farbenfrohe Hafenstadt ist bekannt für ihre bunten Häuserreihen, die St. Colman’s Cathedral und ihre Verbindung zur Titanic. Wer möchte, fährt mit einem Boot nach Spike Island. Das nahe Cork ist eine lebendige Studentenstadt mit einer schönen Altstadt. Hier kann man herrlich bummeln. Ein beliebtes Landausflugsziel in der weiteren Umgebung ist Blarney Castle mit dem berühmten Blarney Stone. Und dann gibt es in Irland natürlich auch Whiskey. Die Jameson Distillery Midleton ist ein beliebtes Ziel für Whiskey-Fans. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Cobh (Cork) auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Cobh bietet sich für einen individuellen Landausflug besonders an, weil die Kreuzfahrtschiffe meistens direkt im Ortszentrum liegen. Man kann den kleinen Hafenort bequem zu Fuß erkunden oder mit dem Zug nach Cork fahren. Wer mehr von der Umgebung sehen möchte, benötigt in der Regel einen Mietwagen oder einen organisierten Landausflug.
⭐ Für Erstbesucher: Wir würden zunächst Cobh erkunden. Die bunten Deck of Cards Houses, die St. Colman’s Cathedral und die Titanic Experience liegen nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt. Wer lieber eine größere Stadt kennenlernen möchte, fährt mit dem Zug nach Cork. Auch eine Kombination aus beiden Orten ist möglich.
🏰 Für Burgen & Geschichte: Blarney Castle mit dem berühmten Blarney Stone ist eines der bekanntesten Landausflugsziele der Region. Auch das Charles Fort bei Kinsale ist interessant. Beide Ziele lassen sich gut mit einem Mietwagen erreichen.
🥃 Für Whiskey-Fans: Die Jameson Distillery Midleton ist ein beliebtes Ziel. Von Cobh kann man mit der Bahn nach Midleton fahren und steigt dabei einmal in Glounthaune um.
👨👩👧👦 Für Familien: Die Titanic Experience in Cobh ist auch für größere Kinder interessant. Eine Alternative ist ein Ausflug nach Spike Island mit der Fähre ab Cobh. Dort kann man die ehemalige Festung und das Gefängnis erkunden.
🔁 Für Wiederholer: Wer Cobh und Cork bereits kennt, könnte einen Ausflug nach Kinsale und zum Charles Fort unternehmen. Auch Blarney Castle oder die Jameson Distillery Midleton bieten sich an.
Stadtbummel in Cobh auf eigene Faust
Die kleine Stadt Cobh kann man hervorragend zu Fuß erkunden, da das Kreuzfahrtschiff meistens mitten in der Stadt liegt. Unser Stadtbummel führt vom Hafen zu den berühmten Deck of Cards Houses, zur St. Colman’s Cathedral und anschließend wieder hinunter zum Hafen. Für den Rundgang sollte man etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Wer die Museen besuchen möchte, benötigt entsprechend mehr Zeit. Unterwegs gibt es einige steile Anstiege.
Karte für einen Stadtbummel in Cobh: 1. Bahnhof, 2. Heritage Centre, 3. Magic View Point, 4. “Deck of Cards” Houses, 5. St. Colman’s Cathedral, 6. Titanic Experience, 7. Fähre nach Spike Island
Heritage Centre Cobh
Das Cobh Heritage Centre ist ein faszinierendes Museum im restaurierten viktorianischen Bahnhof direkt am Cruise Terminal. Es erzählt die Geschichte der irischen Auswanderung nach Amerika, der Titanic und der Lusitania. Der Eintritt liegt bei gut angelegten 15 Euro. Vor dem Museum steht eine Statue von Annie Moore. Sie war eine 15-jährige Irin aus Cork, die am 1. Januar 1892 als erste Einwanderin durch die neu eröffnete Einrichtung auf Ellis Island in New York ging. Sie steht für 2,5 Millionen Iren, die über Cobh nach Amerika auswanderten.

Deck of Cards Houses
Unser nächstes Ziel ist der 500 Meter entfernte Magic View Point. Der Weg führt bergauf. Aber das lohnt sich. Hier genießt man den ikonischen Ausblick auf die Deck of Cards Houses mit der St. Colman’s Cathedral im Hintergrund. Der Aussichtspunkt befindet sich in einem privaten Garten, den der freundliche Besitzer für Besucher öffnet. Er bittet um eine kleine Spende von 2 Euro. Die Deck of Cards Houses sind 23 farbenfrohe viktorianische Reihenhäuser an der steilen West View in Cobh, die wie ein Kartenhaus den Hang hinaufgestapelt wirken. Man ist sich sicher: Wenn das unterste Haus fällt, fallen alle.
St. Colman’s Cathedral
Jetzt laufen wir ca. 250 Meter zur Kathedrale. Die St. Colman’s Cathedral ist mit ihrem 91 Meter hohen Kirchturm die höchste Kirche Irlands. Sie wurde 1868–1919 im neugotischen Stil nach französischen Vorbildern (Chartres, Amiens) gebaut. Wer möchte, kann kostenlos einen Blick ins Innere werfen.
Titanic Experience Cobh
Jetzt gehen wir hinunter zum Ortskern am Hafen. Hier befindet sich die Titanic Experience Cobh. Das ist ein beeindruckendes Museum im originalen White Star Line Ticket Office und ein Topziel für den Tag in Cobh auf eigene Faust. Es widmet sich den 123 Passagieren, die hier am 11. April 1912 als letzte an Bord der Titanic gingen. Es gibt nachgebaute Kabinen der Titanic, persönliche Geschichten der Familien aus Cobh und verschiedene Filme. Auch deutschsprachige Audioguides sind verfügbar. Für den Besuch sollte man etwa eine Stunde einplanen. Das Museum ist sehr gut besucht. Wer möchte, reserviert auf der Webseite zeitgebundene Tickets für 13 Euro. Wer von der Geschichte der Titanic fasziniert ist, könnte zusätzlich einen Rundgang auf dem Titanic Trail buchen. Der Historiker Michael Martin führt durch originale Titanic-Orte. Mit Humor und Insiderwissen. Die Tour dauert 1 Stunde und kostet 25 Euro.
Direkt hinter dem Museum befindet sich der historische Heartbreak Pier. Von diesem Anleger wurden am 11. April 1912 die letzten 123 Passagiere mit Tenderbooten zur Titanic gebracht, die draußen im Hafen vor Anker lag.
Wer möchte, könnte jetzt mit einer Fähre nach Spike Island fahren. Die Fähre startet am Kennedy Pier direkt neben der Titanic Experience. Spike Island ist eine 42 Hektar große Insel im Cork Harbour, die nur 15 Minuten per Fähre von Cobh entfernt ist. Die Insel ist als „Irlands Alcatraz“ bekannt geworden. Ihre 1300-jährige Geschichte umfasst ein Kloster, eine britische Festung (Fort Mitchel) und eines der größten Strafgefangenenlager der Welt. Die Spike Island Experience umfasst die Hin- und Rückfahrt mit der Fähre, eine Führung und Zeit zur eigenen Erkundung. Der Eintritt kostet 27,95 Euro. Für den gesamten Ausflug sollte man etwa 3,5 Stunden einplanen.
Stadtbummel in Cork
Cork ist eine kompakte und gemütliche Studentenstadt mit einer lebendigen Kulturszene und vielen Pubs und Cafés. Das historische Zentrum liegt auf einer Insel zwischen zwei Armen des River Lee und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Vom Bahnhof in Cobh kann man in ca. 25 Minuten mit dem Zug nach Cork fahren. Unser Stadtbummel beginnt am Bahnhof Cork Kent und führt zunächst in das historische Viertel Shandon. Anschließend besuchen wir die St. Fin Barre’s Cathedral und bummeln durch die Innenstadt. Für den Rundgang sollte man etwa 3 Stunden einplanen. Wer Museen und Kirchen ausführlicher besichtigen möchte, benötigt entsprechend mehr Zeit.
Karte für einen Landausflug in Cork: 1. Bahnhof “Cork Kent”, 2. St. Anne’s Church Shandon Bells & Tower, 3. Butter Museum, 4. Franciscan Well Brewery & Brewpub, 5. Saint Fin Barre’s Cathedral, 6. Elizabeth Fort, 7. The English Market, 8. St. Patrick Street
St. Anne’s Church & Shandon Bells
Zuerst laufen wir ca. 1,4 km zur St. Anne’s Church & Shandon Bells. Der Weg führt teilweise bergauf. Die Kirche wurde 1722 erbaut und die acht Glocken aus Gloucester erklangen 1752 erstmals. Sie wurden durch das Gedicht „The Bells of Shandon“ von Father Prout (Francis Sylvester Mahony) berühmt, der auf dem Friedhof begraben liegt. Landausflügler können den Turm besteigen und einen Panoramablick über Cork genießen. Wer möchte, kann sogar selbst die Glocken läuten. Der Turmaufstieg über 132 Stufen einschließlich Glockenläuten und Kirchenbesichtigung kostet 8 Euro. Wer nur die Kirche besichtigen möchte, zahlt 2 Euro Eintritt. Weitere Informationen findet man auf der Webseite.
Cork Butter Museum
Das nächste Ziel unseres Landausfluges in Cork auf eigene Faust ist nur 100 Meter entfernt. Das Butter Museum ist ein kleines Museum, das die Geschichte der irischen Butterproduktion zeigt. Es liegt im historischen Shandon-Viertel, direkt neben der ehemaligen Cork Butter Exchange. Diese war im 19. Jahrhundert der größte Buttermarkt der Welt. Von hier wurde irische Butter nach Amerika, Australien und Europa exportiert. Mittwochs und samstags gibt es Vorführungen zur traditionellen Butterherstellung. Der Eintritt liegt bei 5 Euro.
Franciscan Well Brewery
Jetzt laufen wir 500 Meter zur Franciscan Well Bar & Brewery. Das ist ein bekanntes Craft-Bier-Lokal am River Lee. Es liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Franziskanerklosters aus dem 13. Jahrhundert. Teile der alten Klostermauern und der historische Brunnen sind im Biergarten noch erhalten. Der Pub serviert selbst gebrautes Bier, Pizza aus dem Holzofen und gelegentlich gibt es Livemusik. Wer möchte, kann auch an einer Brauereiführung mit Bierverkostung teilnehmen. Diese dauert etwa eine Stunde und kostet 18 Euro. Eine Reservierung ist erforderlich.
St. Fin Barre’s Cathedral
Jetzt laufen wir 1 km zur St. Fin Barre’s Cathedral. Das ist eine beeindruckende neugotische Kathedrale der Church of Ireland im Herzen von Cork. Sie wurde vom Architekten William Burges entworfen, der auch die Innenausstattung gestaltete. Der Grundstein wurde 1865 gelegt, die Konsekration erfolgte 1870, die Türme und Spitzen standen 1879. Ursprünglich hat man mit einem Budget von 15.000 £ kalkuliert. Aber die Kathedrale kostete letztlich über 100.000 £. Budgetüberschreitungen sind also keine Erfindung unserer Zeit. Die Besichtigung der Kathedrale kostet 8 Euro Eintritt.
Auf dem Weg zum English Market kommen wir am Elizabeth Fort vorbei. Die sternförmige Festung wurde 1601 erbaut und später unter anderem als Kaserne und Gefängnis genutzt. Von den Festungsmauern hat man einen schönen Blick über Cork. Der Eintritt ist kostenlos. Anschließend gehen wir weiter zum English Market.
English Market
Jetzt gehen wir zum English Market. Der historische Lebensmittelmarkt wurde 1788 eröffnet und gehört zu den ältesten überdachten Märkten Europas. Zahlreiche Stände bieten Käse, Wurst, Fisch, frisches Gemüse, Brot, Schokolade und traditionelle Spezialitäten wie Drisheen (Blutwurst) oder Tripe (Kutteln). Auf der oberen Galerie befindet sich das bekannte Farmgate Café, in dem man eine Pause einlegen kann. Sonntags ist der English Market geschlossen.
Patrick Street & Rückkehr zum Bahnhof
Über die Einkaufsstraße St. Patrick’s Street bummeln wir langsam zurück in Richtung Bahnhof. Die breite Straße ist keine reine Fußgängerzone. Von ihr zweigen viele kleine Gassen mit weiteren Geschäften ab. Der Weg zum Bahnhof Cork Kent ist ca. 1 km lang. Für die Rückfahrt nach Cobh sollte man ausreichend Zeit einplanen. Die Züge fahren normalerweise stündlich. Wir würden deshalb nicht den letzten möglichen Zug zum Kreuzfahrtschiff nehmen.
Landausflüge im Umland
Auch im Umland von Cobh und Cork gibt es interessante Ziele für einen Landausflug auf eigene Faust. Besonders beliebt sind Blarney Castle mit dem berühmten Blarney Stone, die Jameson Distillery Midleton und die Hafenstadt Kinsale mit dem nahe gelegenen Charles Fort. Je nach Ziel kommen öffentliche Verkehrsmittel, ein Mietwagen oder ein organisierter Landausflug infrage.
Karte der Landausflugsziele im Umland von Cobh: 1. Cobh, 2. Jameson Distillery Midleton, 3. Cork, 4. Blarney Castle, 5. Charles Fort und Kinsale, 6. Gougane Barra Forest Park, 7. Killarney National Park
Blarney Castle
Blarney Castle liegt etwa 8 km nordwestlich von Cork und ist eine der bekanntesten Burgen Irlands. Erbaut um 1446 von Cormac MacCarthy, ersetzte sie ältere Holzbauten aus dem 10. Jahrhundert und diente als Festung der MacCarthy-Familie. Sie ist seit dem 19. Jahrhundert eine Touristenattraktion, vor allem wegen des Blarney Stone. Das ist ein berühmter Kalksteinblock in der oberen Mauer des Bergfrieds. Wer ihn küsst, soll der Legende nach die Gabe der Beredsamkeit erhalten. Dafür muss man allerdings eine enge Wendeltreppe hinaufsteigen. Blarney Castle umfasst ausgedehnte Gärten auf über 24 Hektar. Der Eintritt kostet 24 Euro. Für die Besichtigung von Burg und Gärten sollte man etwa drei Stunden einplanen. Am berühmten Blarney Stone kann es allerdings zu längeren Wartezeiten kommen, insbesondere an Tagen mit vielen Kreuzfahrtgästen.
Von Cobh aus erreicht man Blarney Castle mit dem Mietwagen oder Taxi nach etwa 33 km. Alternativ fährt man mit dem Zug nach Cork und nimmt dort den Bus 215 nach Blarney. Dieser hält unter anderem an der Grand Parade (City Library), etwa 20 Gehminuten vom Bahnhof Cork Kent entfernt. Die Busfahrt dauert etwa 30 Minuten. Informationen zu Eintrittspreisen und Tickets findet man auf der Webseite von Blarney Castle.
Jameson Distillery Midleton
Die Jameson Distillery Midleton ist das Besucherzentrum der berühmten Jameson Whiskey-Destillerie. Die historische Brennerei stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Cobh (Cork) auf eigene Faust. Besucher sehen unter anderem eine riesige historische Kupferbrennblase, alte Produktionsgebäude und Lagerräume. Die geführte Tour dauert 75 Minuten und endet mit einer Verkostung von drei irischen Whiskeys. Der Eintritt kostet ab 28 Euro. Eine vorherige Reservierung ist empfehlenswert.
Von Cobh kann man mit der Bahn nach Midleton fahren. Dafür steigt man in Glounthaune um. Vom Bahnhof Midleton läuft man etwa 15 Minuten zur Brennerei. Alternativ erreicht man die Brennerei mit dem Mietwagen oder Taxi. Wer mit der Bahn unterwegs ist, sollte die Anschlüsse für die Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff beachten.
Charles Fort und Kinsale
Das Charles Fort bei Kinsale ist eine der besterhaltenen sternförmigen Festungen Irlands. Erbaut wurde die Anlage von 1677 bis 1682 unter Charles II. zur Verteidigung des Hafens. Der sternförmige Grundriss hat fünf Bastionen, bis zu 16 Meter hohe Mauern mit Schießscharten und ein Labyrinth aus Baracken, Lagern und Geschützbatterien. Landausflügler können die Festungsmauern und das Gelände auf eigene Faust erkunden. Von den Mauern hat man einen schönen Blick auf den Hafen von Kinsale. Der Eintritt kostet 5 Euro.
Kinsale ist ein malerisches Hafenstädtchen und liegt etwa 53 km südwestlich von Cobh an der Südküste Irlands. Es ist bekannt als „Gourmet-Hauptstadt“ Irlands mit bunten Häuserfassaden, engen Gassen und einem lebendigen Yachthafen. Zahlreiche Restaurants bieten frischen Fisch, Meeresfrüchte und lokale Produkte. Hier kann man wunderbar durch die kleinen Gassen bummeln.
Für einen Landausflug nach Kinsale und zum Charles Fort würden wir einen Mietwagen empfehlen. Die Festung liegt rund 3 km außerhalb des Ortes. Wer möchte, kann die Strecke über den Scilly Walk auch zu Fuß zurücklegen. Alternativ bieten die Reedereien organisierte Landausflüge nach Kinsale an.
Gougane Barra Forest Park
Der Gougane Barra Forest Park liegt etwa 96 km westlich vom Hafen in Cobh in den Shehy Mountains. Bekannt ist die Gegend vor allem für den kleinen See mit der St. Finbarr’s Oratory. Die weiße Kapelle steht auf einer kleinen Insel, die über einen Damm erreichbar ist. Hier soll der heilige Finbarr im 6. Jahrhundert als Einsiedler gelebt haben. Ganz in der Nähe entspringt der River Lee, der durch Cork fließt.
Im Gougane Barra Forest Park gibt es sechs ausgeschilderte Wanderwege unterschiedlicher Länge. Wer nur einen kurzen Spaziergang machen möchte, kann den etwa 500 Meter langen Naturlehrpfad wählen. Eine weitere Möglichkeit ist der rund 1,8 km lange Slí Dhoire na Coise, für den man etwa 45 Minuten benötigt. Für die Einfahrt in den Forest Park werden 5 Euro pro Auto berechnet. Von Cobh aus würden wir einen Mietwagen oder einen organisierten Landausflug empfehlen.
Killarney National Park
Der Killarney National Park liegt in der Grafschaft Kerry, etwa 112 km westlich von Cobh. Er wurde 1932 gegründet und ist der älteste Nationalpark Irlands. Die Landschaft ist geprägt von drei großen Seen, Bergen, Wäldern und Wasserfällen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören das viktorianische Herrenhaus Muckross House mit seinen Gärten, der Torc Waterfall und der Aussichtspunkt Ladies View mit Blick über die Seen von Killarney.
Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch ist das Muckross House, etwa 6 km südlich von Killarney. Das Herrenhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und kann besichtigt werden. Der Eintritt kostet 9 Euro. Die weitläufigen Gärten und der Nationalpark sind kostenlos zugänglich. Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, kann anschließend zum Torc Waterfall und zum Aussichtspunkt Ladies View weiterfahren.
Von Cobh aus ist der Killarney National Park ein recht weit entferntes Landausflugsziel. Für die Anreise muss man mit etwa zwei Stunden pro Strecke rechnen. Wir würden deshalb einen organisierten Landausflug empfehlen. Alternativ kommt ein Mietwagen infrage, wenn das Kreuzfahrtschiff lange genug im Hafen liegt.
Weitere Hafenportraits auf den Britischen Inseln
Aberdeen, Belfast, Dublin (Dún Laoghaire), Edinburgh, Greenock, Invergordon, Isle of Portland, Kirkwall (Orkney), Liverpool, Newcastle, Southampton
Fazit: Landausflüge in Cobh (Cork) auf eigene Faust
Cobh ist ein unkomplizierter Kreuzfahrthafen, den man sehr gut auf eigene Faust entdecken kann. Die meisten Kreuzfahrtschiffe legen direkt im Ortszentrum an. Von hier erreicht man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß. Allerdings gibt es einige Steigungen. Besonders praktisch ist der Bahnhof direkt neben dem Kreuzfahrthafen. Von hier fährt man in etwa 25 Minuten nach Cork.
Für Erstbesucher würden wir einen Stadtbummel durch Cobh empfehlen. Die bunten Deck of Cards Houses, die St. Colman’s Cathedral und die Titanic Experience sind gut zu Fuß erreichbar. Wer mehr Zeit hat, kann auch einen Ausflug nach Spike Island unternehmen oder mit der Bahn nach Cork fahren.
Für größere Landausflüge bieten sich Blarney Castle, die Jameson Distillery Midleton sowie Kinsale mit dem Charles Fort an. Während Blarney Castle und Midleton auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, würden wir für Kinsale einen Mietwagen empfehlen. Weiter entfernte Ziele wie Gougane Barra oder der Killarney National Park kommen vor allem bei längeren Liegezeiten infrage.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks. Wenn Sie bei uns buchen, bekommen wir einen kleinen Dankeschön-Bonus. Dieser hat keinen Einfluss auf den Preis, den Sie zahlen, und hilft uns, diese Website zu betreiben.
