Venedig auf eigene Faust

Venedig auf eigene Faust

Der Markusplatz vom Schiff aus gesehen

Venedig ist ein Labyrinth von Wasserstraßen und Gehwegen. So verwirrend es Ihnen anfangs auch erscheinen mag, Sie werden sich in dieser übersichtlich angelegten Stadt schnell zurechtfinden. Sie ist in sechs Distrikte oder sestieri unterteilt: San Marco, San Polo, Santa Croce, Dorsoduro, Cannaregio und Castello. Der knapp 4 Kilometer lange Canal Grande windet sich durch das Zentrum.

Man kann sich in der Lagunenstadt Venedig auf eigene Faust fortbewegen und viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß und/ oder mit den Wasserbussen (Vaporetti) erreichen. Überall weisen Ihnen gelbe Schilder den Weg zum Markusplatz, zum Rialto oder der Accademia. Einzelfahrten mit den Vaporettos sind recht teuer. Kaufen Sie sich eine Zeitkarte! Dann sind Sie gut gerüstet. Bestellen können Sie die Fahrkarten bei Venezia Unica oder an größeren Haltestellen. Das Tagesticket kostete zuletzt 20 Euro. Bei Venezia Unica gibt es zudem viele Informationen und den Venezia Unica City Pass. Eine große Auswahl an Landausflügen und Stadtführungen lokaler Landausflugsanbieter finden Sie bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de.

Transport in Venedig auf eigene Faust

Der HafenDie meisten Kreuzfahrtschiffe nutzen das moderne Venezia Terminal Passeggeri. Hier gibt es insgesamt fünf Liegeplätze für größere und große Kreuzfahrtschiffe. Kleine Kreuzfahrtschiffe liegen um die Ecke in Santa Marta oder San Basilio. Dann gibt es noch einen Anleger hinter dem Markusplatz.

Von den Kreuzfahrtterminals der Stazione Marittima können Sie mit dem People Mover (rote Linie) zur Piazzale Roma fahren. Der People Mover ist eine kleine Hochbahn in Sichtweite der Kreuzfahrtschiffe. Das Ticket kostet 1,50 Euro und kann in Automaten gezogen werden. Die Fahrt zur Piazzale Roma dauert nur ein oder zwei Minuten.

Die Piazzale Roma ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt Venedigs. Die Piazzale befindet sich am Ende des Damms der nach Venedig führt. Hier kommen die Busse an, hier sind die Parkhäuser für PKW (Autofahrer können einen Parkplatz über die Webseite des Hafens buchen) und der Hauptbahnhof ist einen Steinwurf (Brücke) entfernt. Und an der Piazzale Roma endet auch der Canale Grande. Sie können deshalb mit einem Vaporetto (Wasserbus) über den Canale Grande in Richtung Markusplatz fahren. Nehmen Sie die Linie 1 oder 2 und kaufen Sie sich ein Tagesticket! Man kann aber von der Piazzale Roma auch in Richtung Markusplatz laufen. Der Weg fürht über die Rialtobrücke und ist gut ausgeschildert. Ein sehr schöner und empfehlenswerter Weg, die Stadt zu erkunden.

Es gibt noch zwei Alternativen, um von der Stazione Marittima zum Markusplatz zu kommen: Die erste beginnt mit einem kurzen Fußmarsch. Gehen zur Vaporetti-Haltestelle Mercato auf der Insel Tronchetto (s. Karte) und nehmen Sie ein Vaporetto der Linie 2. Die Wasserbusse fahren in beide Richtungen zum Markusplatz. Einmal durch den Canale Grande und einmal durch den Guidecca Kanal. Die zweite Möglichkeit ist die Fahrt mit den Wasserbussen von Alilaguna (alilaguna.it). Diese starten direkt im Hafen (s. neben Nr. 103 auf der Karte) und fahren in ca. 30 Minuten zum Markusplatz. Eine Fahrt kostet derzeit 15 Euro. Das Ticket gilt nicht für die Vaporettos.

Transfer vom Flughafen

Der Flughafen ist ca. 14 Kilometer vom Hafen entfernt. Wenn Sie auf eigene Faust anreisen und keinen Transfer über die Reederei gebucht haben, können Sie zwischen verschiedenen Verkehrsmittlen wählen, um zum Hafen zu gelangen.

Ein Taxi (radiotaxivenezia.com) bringt Sie mit Gepäck in ca. einer halben Stunde direkt zum Terminal. Der Fahrpreis beträgt 45 Euro. Das ist natürlich gerade mit Gepäck der bequemst Weg.

Flughafenbus

Flughafenbus

Der Flughafenbus von ATVO ist mit 8 Euro günstiger. Tickets kann man an Automaten im Flughafen kaufen. Die blauen Busse starten vor dem Haupteingang des Flughafens und fahren zur Piazzale Roma. Das dauert ebenfalls ca. eine halbe Stunde. Auf derselben Strecke sind öffentliche Busse der Linie 5 unterwegs. Die halten unterwegs allerdings öfter und brauchen deshalb länger. Von der Piazzale Roma fahren Sie dann mit dem People Mover zum Schiff. In umgekehrter Richtung funktioniert das natürlich auch.

Alternativ können Sie mit dem Schiff zum Schiff fahren. Zum Beispiel mit dem Wassertaxi (sehr teuer) oder mit Booten der Lineau Blu von Alilaguna (alilaguna.it). Damit ist man gut eineinhalb bis zwei Stunden unterwegs. Der Flughafen hat einen kleinen Hafen wo die Boote starten.

Venedig auf eigene Faust mit wenig Zeit

Rialto Brücke

Rialto Brücke

Die meisten Kreuzfahrer treten in Venedig ihre Kreuzfahrt an. Nach der Ankunft und dem Check-In im Hafen hat man oft noch einige Stunden für eine schnelle Stadtbesichtung. Wenn Sie Venedig noch nicht kennen, würden wir mit dem People Mover zur Piazzale Roma fahren. Die Haltestelle können Sie im Hafen nicht übersehen. An der Piazzale Roma nehmen Sie ein Vaporetto der Linie 1 in Richtung Markusplatz. Der Wasserbus fährt über den Canale Grande und passiert die Rialto-Brücke. Warum die Linie 1? Im Gegensatz zur Linie 2, die auch in Frage käme, hält die Linie 1 öfter. Man hat also mehr Zeit zum gucken und fotografieren. Am Markusplatz angekommen, nehmen Sie sich etwas Zeit zum besichtigen. Sie sehen den Dogenpalast, die Markuskirche, die Prokuratien und den Campanile.

Kanäle und Brücken

Kanäle und Brücken bestimmen das Stadtbild

Wenn die Zeit jetzt schon knapper wird, nehmen Sie wieder ein Vaporetti der Linie 2 vom Markusplatz in Richtung Tronchetto (Haltestelle Mercato). Dann können Sie zum Schiff laufen. Sollten Sie noch etwas Zeit haben, könnten Sie am Markusplatz noch eine Gondel nehmen. Informationen dazu finden Sie bei Venedig.com. Ein Möglichkeit ist auch, den Weg zurück zur Piazzale Roma zu Fuß zurückzulegen. Der Weg ist sehr attraktiv und gut ausgeschildert. Ideal ist es natürlich, wenn man einen oder zwei Tage früher anreisen kann. Venedig ist eine Reise wert. Mit etwas mehr Zeit kann man zum Beispiel auch die sehenswerten Inseln Murano (Glasmanufakturen) und Burano (Spitzen) besuchen. Auch eine Besichtigung des Dogenpalastes lohnt. Der schönste Zeitvertreib ist aber das Bummeln durch die Gassen der Lagunenstadt.

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