Tunis auf eigene Faust

Tunis auf eigene Faust

Medina Tunis

Die tunesische Hauptstadt ist ein beliebtes Ziel von Mittelmeerkreuzfahrten. Tunis besteht eigentlich aus drei Städten. Da gibt es zuerst die moderne Hauptstadt der tunesischen Republik, mit breiten Alleen, Hochhäusern und geschäftigen Straßencafes. Dann die mittelalterliche, arabische Medina, ein geheimnisvolles, abenteuerliches Labyrinth mit engen, winkligen Gassen, kleinen Läden, großartigen Moscheen und Palästen. Und schließlich Karthago, die 18 km vom Zentrum entfernte antike, phönizische und römische Stadt. Schon die Medina ist einen Ausflug wert. All Ihre Sinne erwachen: Leuchtende Farben und dunkle Schatten, glänzendes Kupfer und rostiges Eisen, glitzernde Juwelen und der Schimmer feiner Lederwaren bilden eindrucksvolle Gegensätze. Hier finden Sie Tipps für Ihren Landausflug in Tunis auf eigene Faust.

Transport in Tunis auf eigene Faust

La Goulette Village Harbour

La Goulette Village Harbour

Kreuzfahrtschiffe machen in La Goulette vor den Toren der tunesischen Hauptstadt fest. Hier hat man ein modernes Kreuzfahrtterminal (La Goulette Village Harbour) mit einem überdachten Souk aus zahlreichen kleinen Geschäften und Restaurants gebaut. Für Landausflüge auf eigene Faust, stehen unzählige Taxen bereit. Das Zentrum von Tunis ist ca. 15 Kilometer entfernt. Es lohnt sich, nicht gleich das erste Taxi zu nehmen. Wenn man erst ein wenig läuft, wird es meistens billiger. Wer Französisch spricht ist hier im Vorteil. Viele Fahrer sprechen aber auch ein wenig English oder gar Deutsch.

Ein Taxi ist wohl die bequemste Art der Fortbewegung in Tunis auf eigene Faust. Die Alternative ist die Bahnverbindung TGM (Tunis–La Goulette–La Marsa). Die Fahrten sind sehr günstig. Für die Tickets muss man allerdings im Kreuzfahrtterminal etwas Geld tauschen. Zum Bahnhof kann man laufen. Der Station heißt Le Bac. Von hier kann man sowohl in Richtung Tunis als auch in Richtung Kathargo und Sidi Bou Said fahren. Die Fahrzeiten sind kurz. In Richtung Tunis sind es bis zur Endstation Tunis Marine nur 2 Stationen. Von dort kann man zur Medina laufen. Der Weg führt über die Prachtstraße Avenue Habib Bourguiba und ist ausgeschildert.

Weitere Ziele im Nahbereich um den Hafen sind die Ruinen von Karthago und das malerische Künstlerdorf Sidi Bou Said. Beide Sehenswürdigkeiten kann man bequem mit dem TGM oder Taxi erreichen. Karthago ist heute ein exklusiver Vorort der Stadt Tunis. Ausgrabungen der antiken Hauptstadt der Punier gehören zu den bedeutendsten touristischen Attraktionen Tunesiens. Sidi Bou Said bietet mit seinen weißen Häusern mit den blauen Fenstern und Türen eine malerische Kulisse. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Café des Nattes, das durch ein Aquarell von August Macke berühmt wurde.

Tipps für Ihren Landausflug in Tunis

Ez-Zitouna-Moschee

Ez-Zitouna-Moschee

Tunis besteht eigentlich aus drei Städten. Da gibt es zuerst die moderne Hauptstadt der tunesischen Republik, mit breiten Alleen, Hochhäusern und geschäftigen Straßencafes. Hier sieht man den langjährigen Einfluss Frankreichs deutlich. Dann gibt es die mittelalterliche, arabische Medina, die viele Urlauber anzieht. Und schließlich ist da noch Karthago, die 18 km vom Zentrum entfernte antike, phönizische und römische Stadt. Etwas außerhalb der Hauptstadt, direkt am Meer, liegt das Küntlerstädtchen Sidi Bou Said.

Die Medina

Die Lebensader des modernen Tunis ist die Avenue Habib Bourgiba. Ein Bummel auf der schattigen Promenade führt Sie an mehreren Luxushotels, Straßencafes und Blumenständen vorbei. Am westlichen Ende, auf dem Place de l’Independance, erhebt sich die Kathedrale von St-Vincent-de-Paul, ein Wahrzeichen der französischen Kolonialherren. Die Porte de France (Bab el-Bahr) ist das Eingangstor zur mittelalterlichen arabischen Medina. Die Hauptattraktion hier ist die große Ez-Zitouna-Moschee (Ölbaum-Moschee), die seit ihrer Erbauung 732 unzählige Male verschönert und ausgebaut wurde. Nur Moslems ist der Zutritt erlaubt. Aber jeden Morgen von 8-11 Uhr dürfen auch Touristen die Stufen zur Arkade erklimmen. Der schönen Rundblick lohnt die Mühe. Der interessanteste Teil des Basars liegt direkt an der großen Moschee. Die Kunsthandwerker und Händler von Tunis leben und arbeiten in diesen mit gewölbten Dächern überdeckten Gassen. Im Palast Dar Hussein aus dem 18. Jahrhundert befinden sich im Innenhof Wände mit farbig bemalten Kacheln und mit zartem Stuck verzierte Torbogen und Fenster. Das schwarz-weiße Muster an der Moschee und dem Grabmal von Hammouda Pascha ist ein Element des türkisch beeinflussten Stils. Etwas hügelan steht ein weiterer Palast. Im Dar el Bey, in dem sich einst die Gemächer des osmanischen Statthalters befanden, ist heute das Außenministerium Tunesiens untergebracht.

Im Musée national du Bardo vier Kilometer westlich des Stadtzentrums (nicht in der Medina!) finden Sie viele der größten kulturellen Schätze Tunesiens, insbesondere römische Mosaiken. Es ist eines der bedeutensten Museen Nordafrikas.

Karthago

Sidi Bou Said

Sidi Bou Said

Die Ruinen von Karthago liegen an der Meeresküste, umgeben von hübschen Vorstadtvillen reicher Tunesier. Die Phönizier gründeten hier Karthago und eroberten ein riesiges Mittelmeerreich. Hannibal fügte den Römern schwere Niederlagen zu. Später eroberten diese Karthago und nannten ihre erste Provinz auf dem südlichen Kontinent „Africa“. Nach den Römern folgten Wandalen aus Mitteleuropa, Byzantiner aus Konstantinopel, Araber und Türken, Normannen aus Skandinavien – und sie alle vermischten sich mit den Berbern, einem wilden, unbändigen Volk, das schon seit Menschengedenken hier lebte. Das Nationalmuseum von Karthago beherbergt phönizische Grabstellen, römische Sarkophage, antike Toilettenartikel und sowohl griechische als auch römische Statuen. Im umliegenden Park kann man die Ruinen erforschen. Viel ist aus karthagischer Zeit nicht übrig. Von den Römern schon mehr. Die Thermen des Antonius Pius aus dem 2. Jahrhundert. gehören zu den größten des römischen Reichs. Kühle und warme Säle, Räume für Dampfbäder, Räume mit Wasserbecken und Brunnen, Mosaiken und Fresken, Speisesäle und Massageräume. Dies war der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im reichen römischen Karthago.

Sidi Bou Said

Jeder Urlauber kennt Sidi Bou Said. Überall in Tunesien, in Reisekatalogen und in vielen Reisebüros findet man Bilder dieser Bilderbuchstadt. Sidi Bou Said ist eine Ansammlung von weißen, würfelförmigen Häusern, Burgen und Minaretten. Die meisten Häuser haben blaue Türen und Fensterrahmen – alles im Einklang mit dem Blau des Meeres und des Himmels. Das Dorf ist auch für seinen Rundblick und für die bauchigen, weißblauen Vogelkäfige bekannt. Viele berühmte Maler haben sich hier niedergelassen.

Frontier Theme