St. Lucia auf eigene Faust

St. Lucia auf eigene Faust

St. Lucia

Die etwa 44 km lange und bis zu 23 km breite ehemalige Kolonie Großbritanniens ist heute ein unabhängiger Staat und liegt nördlich von St. Vincent und südlich von Martinique. Ihr Wahrzeichen sind die Pitons, zwei markante Vulkankegel an der Südwestküste. Heute ist St. Lucia eines der begehrtesten Ziele in der Karibik. Hier finden Sie Anregungen für Ihren Landausflug auf St. Lucia auf eigene Faust.

Auf der Insel gibt es eine Reihe hervorragender Hotels. Man setzt auf hochwertigen Tourismus und der ist auf einen Landstrich im Nordwesten zwischen der Hauptstadt Castries und der Nordspitze konzentriert. Hier gibt es viele sehr schöne Strände. Das Inselinnere ist sehr gebirgig und zum großen Teil von dichten Wäldern bedeckt. Hier befindet sich auch der Vulkan La Soufriere mit dampfenden Schwefelquellen und brodelnden Schlammtümpeln, in denen sich das eruptive Innenleben von Mutter Natur offenbart. Die Amtssprache auf St. Lucia ist English und die Landeswährung der Eastern Caribbean Dollar. Aber mit US Dollar kommen Sie gut zu Recht. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des St Lucia Tourism Board. Geprüfte Landausflüge lokaler Anbieter können Sie z.B. bei Viator buchen.

Transport in St. Lucia auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe laufen die Hauptstadt Castries an und machen am Pointe Seraphine Terminal (auf der Karte oben) oder am Queen Elisabeth II Dock (unten) fest. Beide liegen innenstadtnah an verschiedenen Seiten des kleinen Hafenbeckens. Der Queen Elisabeth II Dock liegt direkt in der Innenstadt. Von Pointe Seraphine auf der anderen Seite der Bucht fahren Wassertaxen (2 US Dollar) hierher.

Blick auf Castries

An beiden Terminals gibt es ein Büro der Touristeninformation und je ein modernes Einkaufszentrum mit vielen Geschäften und zollfreiem Einkauf. Duty Free Pointe Seraphine (pointeseraphine.lc) am Pointe Seraphine Terminal und La Placa Carenage (carenagemall.com) am Queen Elisabeth II Dock.

Taxibuchung

Taxibuchung

Taxen gibt es im Bereich beider Häfen in großer Zahl. Man erkennt siean dem TX auf dem blauen Nummernschild. Häufig handelt es sich um Kleinbusse. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse sind Taxen für uns Kreuzfahrer das Transportmittel Nr. 1. Die Fahrer sind in der Regel auch ausgebildete Fremdenführer und bieten zahlreiche verschiedenene Touren an. Das Angebot reicht vom einfachen Strandtransfer (mit Abholung) bis hin zur großen Inseltour. Viele Fahrer sind in der Courtesy Taxi Cooperative organisiert. In Pointe Seraphine gibt es eine Art Kiosk, an dem man eine Taxi-Tour buchen kann. Man kann Abholzeiten verabreden. Natürlich kann man Taxen auch stundenweise mieten und eine Inseltour buchen.

Schiffe in Castries

Schiffe in Castries

Wie soeben bereits angedeutet, eigenen sich Mietwagen nur für die abendteuerlustigen unter Ihnen. Die Straßen sind relativ schlecht und voller Schlaglöcher. Bei der Fahrt durch über die bergige Insel (gefahren wird wie in England auf der linken Seite!) können Sie sich nicht auf eine ordentliche Beschilderung verlassen. Am Pointe Seraphine Terminal gibt es ein Büro von Guy’s Car Rental. Sixt hat ein Büro am Flughafen. Hertz ist am John Compton Highway vertreten. Das ist die Straße, die vom Zentrum in Richtung Flughafen führt. Bei den Verleihern bekommen Sie auch (gegen Gebühr ca. 12 US Dollar) den einheimischen Führerschein.

Die Highlights für Ihren Landausflug auf St. Lucia

St. Lucia ist genau so, wie man sich die Inselparadiese der Karibik vorstellt. Vielleicht die schönste Insel der Karibik. Die Natur ist letztlich das Highlight der Insel. Man setzt auf sanften Tourismus. Durch Bettenburgen verschandelte Strände werden Sie hier nicht finden. Hier einige Highlights für den Tag in St. Lucia auf eigene Faust.

Derek Walcott Platz

Derek Walcott Platz

Die kleine Hauptstadt Castries wurde im 20. Jh. durch Großbrände zweimal zerstört. Das geschäftige Zentrum der Stadt wird deshalb von moderner Architektur bestimmt. Die Einwohner von St. Lucia sind sehr stolz auf den Poeten und Nobelpreisträger Derek Walcott. Der Hauptplatz von Castries wurde vor ein paar Jahren nach ihm benannt und ist seitdem die grüne Oase der Stadt. In der Mitte steht ein 400 Jahre alter Samaan Baum (Regenbaum), der als Wahrzeichen von Castries gilt. Es lohnt auch ein Ausflug auf den Stadtberg Mourne Fortune, der sich hinter Castries bis zu einer Höhe von 900 Fuß über dem Meeresspiegel erhebt. Vom Gipfel aus hat man einen traumhaften Panoramaausblick über die Stadt, den Hafen und die umliegende Berglandschaft. Das Government House, der offizielle Sitz des britischen Gouverneurs von St. Lucia hat einen besonders vorteilhaften Platz am Hang. Fort Charlotte, ebenfalls an der Bergseite, war eine französische Festung, die 1764 als Citadelle du Morne Fortune begonnen wurde. 20 Jahre später wurde sie von den neuen britischen Herrschern fertiggestellt.

Pitons

Die Pitons

In der Nähe der einstigen Inselhauptstadt Soufriere ragen die beiden fast 800 m hohen Pitons auf. Die Bergkuppen aus Lavagestein bilden den Mittelpunkt der Pitons Management Area – eines 3.000 Hektar großen Areals, das eine Vielfalt von Ökosystemen beherbergt und UNESCO-Naturerbe ist. Die beiden zuckerhutartigen Vulkankegel Petit Piton (743 m) und Gros Piton (770 m) sind die Wahrzeichen von St. Lucia. In den unteren und mittleren Lagen um die Pitons wuchern tropische bzw. subtropische Regenwälder, die in der Höhe in Trockenwald übergehen. Zu dem Schutzgebiet gehört ein einzigartiges Korallenriff sowie – oberhalb von Soufriere – das urzeitliche Kraterfeld von Sulphur Springs. Die schwefelhaltigen heißen Quellen, die hier aus dem Boden sprudeln, sind eine Touristenattraktion. In riesigen Lettern weist ein Schild am Straßenrand den Weg zum einzigen „Drive-in-Volcano“ der Karibik. An eine Mondlandschaft erinnern die Schwefelquellen, überall brodelt und blubbert es. Aus den Schlammlöchern quillt gelber, stinkender Dampf.

Pigeon Island Beach

Pigeon Island Beach

Die heute durch einem Damm mit dem Festland verbundene Insel Pigeon Island ist ein Erholungsgebiet mit schönem Strand und Wanderwegen. Zuerst war es die Heimat der Indianer, dann ein Piratenversteck und danach ein Militärstützpunkt. Besuchen Sie Fort Charlotte. In dem heutige College gab es zur Zeit der napoleonischen Kriege heftige Kämpfe zwischen Engländern und Franzosen. An der Strecke zwischen Castries und Pigeon Island gibt es einige weitere schöne Strände. Da ist zum Beispiel der lange Reduit Beach an der Einfahrt zur Rodney Bay. Bei Kreuzfahrern beliebt ist auch der Choc Beach. Den schönen Strand kann man vom Hafen aus in etwa 20 Minuten mit dem Taxi erreichen. Alle Strände auf der Insel sind für jedermann zugänglich. Auch die Strandabschnitte vor den großen Hotels. Für die Nutzung der hoteleigenen Liegestühle und Sonnenschirme müssen Sie aber natürlich bezahlen.

Pflanzenfreunde könnten einen der Botanischen Gärten besuchen. Sie haben die Auswahl zwischen gleich drei sehr schönen Gärten. Der Diamond Botanical Gardens in Soufriere ist der vielleicht schönste der Insel. Hier gibt es mehrere Mineralbäder und einen malerischen Wasserfall. Die Mamiku Gardens (mamikugardens.com) befinden sich auf historischem Gelände mit den Ruinen des Micoud Estate aus dem 18. Jahrhundert. Naturpfade mit wunderschönen Aussichtspunkten schlängeln sich durch den Park.

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