Sitka auf eigene Faust

Sitka auf eigene Faust

Immer sichtbar: Mount Edgecumbe

Sitka auf der Baranof-Insel ist eine Kleinstadt mit knapp 9.000 Einwohnern im sogenannten Alaska Panhandle. Es ist ein geschichtsträchtiger Ort. Hier fand 1804 die letzte große Schlacht der einheimischen Tlingit-Indianer gegen die russischen Invasoren statt. Danach bauten die Sieger die Stadt zum Zentrum des russischen Pelzhandels aus. Ein Überbleibsel dieser Zeit ist zum Beispiel die russische St. Michael’s Kathedrale mit ihren schönen Zwiebeltürmen. Der Zar verkaufte seine Besitzungen in Alaska mit der damaligen Hauptstadt Sitka im Jahre 1867 an die USA. Man einigte sich auf einen Kaufpreis in Höhe von 7,2 Mio. $. Damals wusste man noch nichts von den Bodenschätzen der Region und die US-Regierung wurde für diesen Kauf heftig kritisiert. Hier finden Sie Tipps für Ihren Landausflug in Sitka auf eigene Faust. Weitere Informationen für die Planung Ihres Tages gibt es auf der Webseite des Sitka Convention & Visitors Bureau. Geprüfte Landausflüge lokaler Anbieter können Sie z.B. bei Viator buchen.

Transport in Sitka auf eigene Faust

Holland America Line in Sitka

Holland America Line in Sitka

Sitka ist ein ruhiger Hafen. Nur sehr selten ist mehr als ein Kreuzfahrtschiff vor Ort. Die Schiffe ankern in der Regel vor der Küste und bringen die Gästen mit Tendern an Land. Die Tenderboote setzen die Urlauber entweder an der Crescent Harbor Lightering Facility oder an der O’Connell Bridge Lightering Facility ab. Meistens wird der erstgenannte Anleger gewählt. Die Lage können Sie auf dieser Karte erkennen. Sie kommen mitten in der kleinen Stadt an, die man sehr gut zu Fuß erkunden kann. Direkt festmachen können Kreuzfahrtschiffe seit wenigen Jahren am Old Sitka Deep Water Dock etwas außerhalb der Stadt. Die Gäste werden in diesem Fall mit in der Regel kostenlosen Shuttlebussen ins Zentrum gefahren.

Mit Tendern zum Schiff

Mit Tendern zum Schiff

Die Sehenswürdigkeiten und Geschäfte des kleinen Ortes sind einfach zu erlaufen. Im Bereich der Tenderanleger gibt es Karten. Eine „Walking Map“ können Sie oben herunterladen. Wenn größere Kreuzfahrtschiffe vor Anker liegen, dreht der Visitor Shuttle Bus seine Runden durch das Städtchen. Der Bus stoppt am unter anderem am Sheldon Jackson Museum, dem Historical Park, dem Alaska Raptor Center und dem Tribal Community House. Für 10 $ kann man mitfahren und an jedem Haltepunkt aussteigen.

In und um Sitka herum gibt es angeblich nur 21 Meilen feste Straßen. Um die kleine Stadt herum sind das Meer und die Natur. Viele Wanderwege sind ausgeschildert. Entsprechende Karten hat die Touristeninformation. Hier bekommen Sie auch Informationen über Bootsfahrten, Fahrradtouren oder Kajaktouren.

Tipps für Ihren Landausflug in Sitka

Orthodoxe Kathedrale

Orthodoxe Kathedrale

Wenn Sie in der Stadt bleiben, können Sie in einem schönen Spaziergang einige Sehenswürdigkeiten ansteuern. Die russische St. Michael’s Kathedrale mit ihren prächtigen Zwiebelkuppeln ist der malerische Mittelpunkt der Stadt. Dies war die erste russische Kirche, die in Amerika gebaut wurde. Besichtigen können Sie auch den ehemaligen Sitz des russischen Bischofs. Im interessanten Sheldon Jackson Museum bekommt man viele Informationen rund um die Kultur und die Kunst der regionalen Indianerstämme. Ein besonderes Highlight sind die Auftritte der New Archangel Dancers in der Harrigan Centennial Hall direkt am Hafen. Eine Gruppe von Frauen führt russische Tänze in Originalkostümen vor.

Sitka National Historical Park

Sitka National Historical Park

Darüber hinaus, gibt es natürlich auch viele Geschäfte, Galerien und Restaurants. Wenn Sie von Ihrer Alaska Kreuzfahrt ein authentisches Souvenir mitbringen möchten, schauen Sie sich im Museumsladen des Sheldon Jackson Museums um. Eine regionale Spezialität ist eine der riesigen, spinnenartigen Alaska King Crabs, die in verschiedenen Restaurants angeboten werden.

In der näheren Umgebung lohnt der Sitka National Historical Park einen Besuch. Er entstand bereits im Jahre 1890 zur Erinnerung an die Schlacht von Sitka. Im Jahre 1804 fand hier die letzte große Schlacht zwischen den einheimischen Tlingit Indianern und den Russen statt. Auf dem weitläufigen Areal kann man auch längere Spaziergänge machen.

Für Tierfreunde ist der Besuch des Alaska Raptor Centers ein absolutes Muss. Es ist eine Art Pflege- und Aufzuchtstation für Weißkopfseeadler und andere Greifvögel. Hier können Sie die majestätischen Vögel aus der Nähe betrachten. Ein ähnliches Projekt für notleidende Bären ist das „Fortress of the Bear“. Wer einmal die mächtigen Herren Alaskas aus der Nähe sehen möchte, ist hier richtig.

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