Santorin auf eigene Faust

Santorin auf eigene Faust

Mein Schiff 2 in der Caldera von Santorin

Santorin ist nicht nur die südlichste der Kykladen-Inseln, sondern bestimmt auch die faszinierendste der Ägäis, ja vielleicht sogar des Mittelmeers. Die Einfahrt in die Caldera ist ein unvergessliches Erlebnis auf einer Mittelmeer Kreuzfahrt. Schroffe Wände mit deutlich sichtbaren Schichten vulkanischen Gesteins erheben sich bis zu 350 Meter hoch. Vor rund 3500 Jahren ereignete sich hier ein gewaltiger Vulkanausbruch. Die Insel, dessen Gipfel zu jener Zeit eine Höhe von schätzungsweise 1000 bis 1800 Meter erreichte, fiel auseinander. Durch die Explosion bildete sich eine 40 Kilometer hohe Wolke aus Asche und Bimsstein, die dann als Hagel niederfiel — der sich stellenweise als bis zu 40 m dicke Schichten anhäufte. Das Meer drang durch einen Spalt in der Kraterwand ein, während flammenheißes Gewölk jegliches Leben zerstörte. Von der ursprünglich fast kreisrunden Insel war nur ein sichelförmiges Gebilde aus Vulkanschlacke und Lava geblieben, das sich um eine riesige Caldera zog. Hier finden Sie Tipps für Ihren Landausflug auf Santorin auf eigene Faust. Eine große Auswahl an Landausflügen und Stadtführungen lokaler Landausflugsanbieter finden Sie bei Viator.

Transport auf Santorin auf eigene Faust

Santorini auf einen Blick

Santorini auf einen Blick

Kreuzfahrtschiffe ankern in der Caldera und bringen die Gäste mit Tenderbooten zum kleinen Hafen Skala am Fuß des Kraterrands. Wer möchte, kann hier gleich in ein anderes Boot umsteigen. Diverse Anbieter werben für Fahrten in der Kaldera oder nach Oia.

Vom kleinen Hafen führen 587 Stufen, die man zu Fuß oder auf Eselsrücken (8 Euro) ersteigt, in vielen Serpentinen hinauf bis zum Hauptort Fira auf 225 Meter Höhe oben am Rand des Kraters. Bequemer, tierfreundlicher und schneller ist der Aufstieg mit der modernen Seilbahn (6 Euro).

In den engen Gassen von Fira kann man sich bequem zu Fuß fortbewegen. Wenn es Ihnen zu voll ist, laufen Sie ein Stück in Richtung Firostefani. Gehen Sie beizeiten zurück zur Seilbahn. Oft kommt es gegen Ende der Liegezeit zu langen Schlangen. Mit ordentlichen Schuhen kann man den Weg zum Hafen auch zu Fuß gut schaffen. Leider sieht man dann das Elend der Esel aus der Nähe.

Wer mehr von Santorin auf eigene Faust sehen möchte, kann sich in Fira einen fahrbaren Untersatz mieten. Beliebt sich zum Beispiel Quads oder Roller. Achten Sie auf eigene ausreichende Motorisierung, die Straßen sind manchmal sehr steil. Zu den Anbietern in Fira gehören zum Beispiel Tonys Car Rental oder Atv GP Santorini. Die Insel nur etwa 17 Kilometer lang und bis zu 6 Kilometer breit. Man erreicht also alle Ziele auf Santorin relativ schnell.

Vom Busbahnhof am Ende der Gold Street kann man alle Orte auf der Insel mit öffentlichen Bussen (http://ktel-santorini.gr) gut erreichen. Allerdings liegen oft mehrere Kreuzfahrtschiffe in der Caldera. Dann sind die Busse insbesondere nach Oia schnell sehr voll.

Tipps für Ihren Landausflug auf Santorin

Kreuzfahrtschiff vor Santorin

Costa Kreuzfahrtschiff vor Santorin

In dem hübschen Labyrinth aus schmalen gepflasterten Sträßchen, Treppen und Arkaden von Fira sind heute Läden zu finden, die Kunsthandwerk, Schmuck und Souvenirs anbieten. Hier drängen sind die Urlauber. Direkt hinter der Bergstation der Seilbahn zeigt das Archäologische Museum Vasen und Keramik von der Ausgrabungsstätte Akrotiri. Das Kulturzentrum Gyzi berichtet über die jüngere Geschichte und den Alltag der Insel. Beeindruckende Fotografien zeugen von der Zerstörung, die das Erdbeben im Jahr 1956 angerichtet hatte. Im Norden Firas steht die Kirche Agios Minas, weiß mit türkisblauer Kuppe, die wunderschön über der Bucht thront.

Wer dem Trubel in Fira entkommen möchte, kann in nördlicher Richtung nach Firostefani gehen. Der Nachbarort ist etwas ruhiger und bietet schöne Ausblicke auf die Caldera. Die Entfernungen sind insgesamt nicht sehr groß. Selbst nach Oia (ca. 10 Km) könnte man in gut 3 Stunden laufen. Eine Wanderweg entlang des Kraterands zwischen Fira und Oia gehört zu den beliebtesten Erlebnissen auf Santorin. Das kleine Dorf Oia an der Nordspitze der Insel liegt spektakulär am Kraterrand und bietet traumhafte Ausblicke. Hier geht es ruhiger zu als in Fira und Terrassencafes laden zur Rast ein.

Häuser von Fira

Häuser von Fira

Ein weiteres lohnendes Ziel ist das antike Alt-Thera. Es klammert sich an einen steilen Felskamm über der Ostküste. Die meisten Gebäudereste stammen aus dem 3. und 2. Jahrhundert vo Christus. Zu dieser Zeit beherrschten die Ptolemäer aus Ägypten die südliche Ägäis und unterhielten hier eine Garnison. Nahe beim Eingang steht eine frühchristliche Kapelle, die aus Elementen griechisch-römischer Gebäude erstellt wurde. Gleich dahinter, im Temenos (heiliger Bezirk) des Artemidoros, sind am Weg der zum Gipfel führt, schöne Reliefs im Felsen zu sehen. Von der großen Terrasse, auf der schon Jahrhunderte früher kultische Feste zu Ehren Apolls stattfanden, überblickt man die Südspitze von Santorin.

Am Strand

Am Kamari-Strand

Ebenfalls im Südwesten von Santorin liegt die Ausgrabungsstätte von Akrotiri. Die Stadt war bei dem Ausbruch vor über 3.500 Jahren verschüttet und wurde erst 1967 wiederentdeckt. Akrotiri wird gerne als Pompeji Griechenlands bezeichnet, da der Vulkan die Stadt sehr gut konserviert hat. Anders als Pompeji wurden aber keine menschlichen Überreste gefunden. Man nimmt deshalb an, dass die Menschen die Insel rechtszeitig verlassen konnten.

Die Strände auf Santorin bestehen, wie man es auf einer Vulkaninsel erwartet, aus schwarzen Sand und Kieselgestein. Die beliebtesten Strände, Perissa und Kamari, befinden sich an der Ostküste. Der 2,5 Kilometer lange Kamari Beach gilt als der exklusivste Strand der Insel. Hier gibt Restaurants, Cafés, viele gute Hotels und Angebote für Wassersport. Am Strand kann man Liegen und Sonnenschirme mieten.

Frontier Theme