Rom auf eigene Faust

Rom auf eigene Faust

Petersplatz

Im Rahmen einer Mittelmeer Kreuzfahrt gehört ein Landausflug der Ewigen Stadt sicherlich zu den Höhepunkten. Allerdings liegt Rom gut 20 Kilometer vom Meer entfernt. Kreuzfahrtschiffe machen deshalb im modernen Hafen der Stadt Civitavecchia rund 70 km nordwestlich von Rom fest. Von dort ist Rom auf eigene Faust in einer guten Stunde mit dem Bus oder der Bahn gut zu erreichen.

Civitavecchia ist bereits seit der Antike der größte Hafen der Region. Neben der den Hafen beherrschenden Festung Porte Michelangelo lohnen die Überreste der antiken Tauriner-Thermen sowie die noch heute von vielen Römern genutzten Ficoncella-Thermen einen Besuch. Aber die meisten Kreuzfahrer zieht es natürlich nach Rom. Es locken antike Baukunst und Monumente, Kirchen aus allen Epochen, prachtvolle Palazzi, weltberühmte Museen, großzügig angelegte Gärten und Brunnen, dazu die Vatikanstadt als Zentrum der Christenheit. Ein faszinierendes Nebeneinander von Altertum und Neuzeit, Stille und Chaos, Religiösem und Profanem. Die ewige Stadt ist ein einziges Museum.

Transport in Rom auf eigene Faust

Costa Fortuna in Civitavecchia

Costa Fortuna in Civitavecchia

Shuttlebusse bringen die Gäste, die auf eigene Faust an Land gehen, zum Hafenausgang. Von dort kann man zu Fuß die ca. 800 Meter zum Bahnhof von Civitavecchia laufen. Es fahren regelmäßig Züge nach Rom. Beliebt bei Kreuzfahrern ist das so genannte BIRG-Ticket, dass für Regionalzüge und zugleich für öffentliche Verkehrsmittel in Rom gilt. Man kann es an einem Schalter am Hafenausgang erwerben. Die Regionalzüge fahren in relativ kurzen Abständen nach Rom. Aussteigen kann man an den Bahnhöfen Roma Termini (Hauptbahnhof) oder San Pietro (Petersdom). Eine gute Alternative zur Bahn sind Landausflüge und Transfers der Firma Civitatours. Dank vieler deutscher Mitarbeiter gibt es keine Sprachprobleme.

In der ewigen Stadt kann man sich gut zu Fuß bewegen oder zwischendurch mal die U-Bahn oder den Bus nehmen. Natürlich gibt es auch hier die beliebten roten Hop-on Hop-off Sightseeing Busse der Firma City-Sightseeing. Diese starten vor dem Hauptbahnhof Roma Termini (s. Bild). Eine günstige Alternative zu den kostenpflichtigen Sightseeing-Bussen ist der Bus der Linie 64. Er startet ebenfalls am Hauptbahnhof und fährt zum Petersplatz. An der Route liegen fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Für BIRG-Ticket-Inhaber ist der Bus kostenlos.

Wenn Sie Ihre Kreuzfahrt in Civitavecchia antreten, werden Sie vermutlich über die Flughafen Rom anreisen. Die Reedereien bieten entsprechende Transfers an. Auch die Firma Civitatours hat ein günstiges Angebot. Es gibt zudem Busverbindungen vom Flughafen zum Bahnhof Roma Termini. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Flughafens. Vom Bahnhof Roma Termini fahren dann regelmäßig Züge nach Civitavecchia.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen neuen Ort zu entdecken. Wer nicht auf eigene Faust an Land gehen möchte und auch keinen organisierten Landausflug mag, sollte sich Stadtführungen, Aktivitäten und Transfers lokaler Veranstalter ansehen. Eine große Auswahl finden Sie bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de.

Tipps für Ihren Landausflug in Rom und Civitavecchia

Petersdom

Petersdom

Kaiser Trajan legte einst den Grundstein für den größten Seehafen des Latiums. Im 16. Jahrhundert wurde dieser nach Plänen des berühmten Baumeisters Bramante für die Kriegsmarine des Kirchenstaates ausgebaut. Neben der den Hafen beherrschenden Festung Porte Michelangelo lohnen die Überreste der antiken Tauriner Thermen sowie die noch heute von vielen Römern genutzten Ficoncella-Thermen eine Erkundung. Die meisten Landausflüge zieht es aber nach Rom. Das historische Zentrum der ewigen Stadt ist relativ kompakt und gut zu Fuß erreichbar. Wenn Sie mit dem Zug kommen, könnten Sie am Vatikan beginnen und nach Besichtung des Kolosseums von Roma Termini wieder zurückfahren.

Vatikan

Engelsburg und Engelsbrücke

Engelsburg und Engelsbrücke

Den Mittelpunkt des Vatikans bildet der imposante Bau des Petersdoms. Sie steht auf den Resten einer um 325 geweihten Basilika, welche wiederum über dem mutmaßlichen Grab des Apostels Petrus errichtet wurde. Die namhaftesten Künstler der Renaissance und des Barock – Bramante, Raffael, Michelangelo und Bernini – widmeten sich dem berühmtesten und größten Sakralbau der abendländischen Kirchenkunst. Für den Bronzebaldachin über dem Grab Petri entwarf Bernini die gedrehten Säulen. Von Michelangelo stammen die Kuppel mit einem Durchmesser von 42 m und die subtil gestaltete Pietä. Vor dem Petersdom erstreckt sich der Petersplatz, eine ebenfalls von Bernini gestaltete elliptische Anlage mit Kolonnadengang und zwei Brunnen.

Unmittelbar neben dem Petersdom befindet sich die Sixtinische Kapelle. Hier tritt das Konklave zusammen. Ihren Ruhm verdankt die Kapelle jedoch vor allem der grandiosen Ausmalung durch Botticelli, Perugino, Signorelli und Michelangelo, der die Malereien an der Decke sowie der Altarwand schuf. Zugänglich ist der Prachtraum über die Vatikanischen Museen, ein ganzes Ensemble von Palazzi und Pinakotheken, wo sich Kunstschätze wie kaum anderswo auf der Welt ballen.

Engelsburg

Nur wenige Hundert Meter vom Vatikan entfernt thront die Engelsburg über dem Tiber. Heute können 58 Säle der Burg besichtigt werden. Neben kunstvoll ausgeschmückten päpstlichen Gemächern führt der Rundgang durch eine Waffensammlung und ein ehemaliges Gefängnis. Einen eindrucksvollen Blick über die Stadt hat man von der Aussichtsplattform.

Centro Storico

Trevi Brunnen

Trevi Brunnen

Überquert man nach Besichtung der Engelsburg den Tiber über die Engelsbrücke, bietet sich ein Spaziergang durch die Altstadt Roms an. Die Grenzen Centro Storico werden durch Piazza Venezia, die Spanische Treppe und die Piazza del Popolo markiert. Im Gassen- und Straßengewirr passiert man herrliche Renaissancegebäude, vor allem aber vermitteln die Plätze, Kirchen und Paläste hier ein facettenreiches Bild vom Römischen Barock. So etwa an der Piazza Navona, einem beliebten Treffpunkt der Hauptstädter. In den Cafes rund um den Platz lässt sich pralles römisches Leben genießen. Nur wenige Blocks entfernt erwartet den Spaziergänger das besterhaltene Bauwerk der Antike: das Pantheon. Neben italienischen Königen wurde hier auch Raffael beigesetzt. Mit der Fontana di Trevi folgt eine weitere Sehenswürdigkeit. An der Rückseite eines Palastes schuf Nicolo Salvi in den Jahren von 1732 bis 1751 den berühmten Brunnen. Weiter führt der Weg auf verwinkelten Pfaden vorbei am Palazzo del Quirinale (dem Amtssitz des Staatspräsidenten) bis man schließlich die beliebte Spanische Treppe erreicht. Gegenüber der Fontana della Barcaccia, zu Füßen der Treppe, beginnt die Via dei Condotti. Früher nahmen hier Berühmtheiten wie Goethe, Byron oder Liszt Quartier, heute lässt sich dort in Boutiquen italienischer Nobeldesigner bestaunen, bevor man sich im Antico Caffe Greco, das es seit 1760 gibt, von den Strapazen erholt.

Das antike Rom

Wenn Sie vom Centro Storico in Richtung Kolosseum laufen, stoßen Sie direkt hinter dem Denkmal für Vittorio Emanuele II (die Schreibmaschine) auf das Forum Romanum. Dies ist der politische, wirtschaftliche und religiöse Mittelpunkt des alten Roms. Hier herrschte damals geschäftiges Treiben. Brot und Spiele gab es einst in Form von Gladiatorenkämpfen im Kolosseum, das bis zu 80000 Zuschauer fasste. Es war das größte Amphitheater des Römischen Reiches.

 

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