Palermo auf eigene Faust

Palermo auf eigene Faust

Markt La Vucciria

Eingebettet zwischen den Hügeln des Monte Pellegrino und dem Kap Zaffarana liegt Palermo in der Ebene der Conca D’Oro, der Goldenen Muschel. Dies ist eine Anspielung auf die Orangenhaine, die sich in früherer Zeit um die Metropole Siziliens ausbreiteten. Palermos Blütezeit war von 902 bis 1091 unter den Arabern, und diese Vergangenheit ist am sichtbarsten in der Vucciria, dem kasbahartigen Markt in der Kalsa. Dieses alte arabische Viertel wurde später normannisch, und für seine normannische Architektur ist Palermo besonders berühmt. Der Dom steht am Corso Vittorio Emanuele, der Hauptstraße, in der sich viele schöne Barockbauten und elegante Läden drängen. Die Stadt ist ein schönes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten. Hier finden Sie Tipps für Ihren Landausflug in Palermo auf eigene Faust. Angebote lokaler Landausflugsveranstalter finden Sie bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de.

Transport in Palermo auf eigene Faust

La Stazione Marittima Passeggeri

La Stazione Marittima Passeggeri

Die Stazione Marittima Passeggeri von Palermo liegt sehr zentrumsnah. Ausgezeichnet für Erkundungen in Palermo auf eigene Faust. Taxen und Kutschen bieten ihre Dienste für Rundfahrten an. Für eine Fahrt ins 8 km entfernte Bischofsstädtchen Monreale ist ein Taxi ideal. Auch die beliebten roten Sightseeing-Busse der Firma City Sightseeing sind vor Ort. Es gibt zwei Routen, die am Teatro Politeama starten. Über Kopfhörer gibt es Erläuterungen in deutscher Sprache. An den zahlreichen Haltepunkten kann man aussteigen und mit einem der späteren Busse (die kommen etwa alle halbe Stunde) weiterfahren. Der beliebteste Strand der Region ist der ca. zehn Kilometer vom Hafen entfernte Mondello Strand. Wir sind mit einem Bus (Linie 806) von der Piazza Luigi Sturzo zum Strand gefahren. Man kann aber natürlich auch ein Taxi nehmen.

Sie können das Zentrum Palermos auch zu Fuß erkunden. Wenn Sie der Via Emerico Amari vom Hafen stadteinwärts folgen, kommen Sie nach ein paar hundert Metern zum Teatro Politeama. Das ist eines der Wahrzeichen von Palermo. Wenn Sie dann in die Via Ruggerio Settima links abbiegen erreichen Sie kurze Zeit später das Teatro Massimo (die Oper von Palermo). Entlang der Straße gibt es viele Geschäfte. Wenn Sie einfach weiter gehen, kommen Sie zu schönen Piazza Quattro Canti. Wenn Sie hier rechts abbiegen, erreichen Sie die Kathedrale. Ein kurzes Stück weiter befindet sich der Palazzo Reale. Wenn Sie dann auf der Via Vittoria Emanuele in umgekehrter Richtung wieder zurück in Richtung Meer laufen, können Sie noch ein wenig auf dem Vucciria-Markt bummeln. Sie finden den Markt hinter der Piazza Quattro Canti auf der linken Seite.

Tipps für Ihren Landausflug in Palermo

Teatro Politeama

Teatro Politeama

Die meisten Sehenswürdigkeiten Palermos sind nicht weiter als einen Kilometer im Umkreis von der Piazza Quattro Canti entfernt. Beginnen Sie Ihren Rundgang an den Quattro Canti (Vier Ecken) mitten in der Altstadt, wo der Corso Vittorio Emanuele und die Via Maqueda sich kreuzen: Balkone, Simse, Fenster und Nischen im Barockstil, wohin man schaut. Gleich befinden sich die beiden zentralen Plätze Piazza Pretoria und Piazza Bellini. An ersterem befindet sich das Rathaus, die Kirche Santa Caterina und ein prächtiger Brunnen. Ein Torweg führt zur Piazza Bellini mit zwei der schönsten Kirchen Palermos. Die kleine San Cataldo ist mit ihren drei Miniaturkuppeln und den arabischen Inschriften ein Musterbeispiel normannischer Baukunst des Mittelalters. Am Corso Vittorio Emanuele ragt Palermos Kathedrale auf. Der ursprünglich im wuchtigen normannischen Stil gehaltene Bau hat in späteren Jahrhunderten viele gotische Ergänzungen und eine Barockkuppel erhalten. In den Königsgräbern des Doms ruhen Berühmtheiten der sizilianischen Geschichte. Allen voran Roger II., der Stauferkönig Heinrich VI. und Sohn Friedrich II..

An der höchsten Stelle der Altstadt, wo sich einst eine arabische Festung befand, steht der Palazzo dei Normanni (Normannenpalast), der mehrmals wiederaufgebaut wurde. Wo früher die Normannenkönige regierten, tagt heute das sizilianische Parlament. Das Feuer von 1944 haben nur der mittlere Teil und die Torre di Santa Ninfa, auch Torre Pisana genannt, überstanden. Zum größten Kunstschatz des Palastes, der Cappella Palatina (Palastkapelle), gelangt man über den mittleren Hof. Nur fünf Minuten entfernt befindet sich ein weiteres Prunkstück arabisch-normannischer Baukunst: San Giovanni degli Eremiti. Die 1132 auf den Fundamenten eines Benediktinerklosters erbaute Kirche ist mit ihren malerischen rötlichen Kuppeln und ihrer ungewöhnlichen Form typisch für den maurischen Einfluss auf den normannischen Kirchenbau.

Palazzo dei Normanni

Palazzo dei Normanni

Einige lohnende Ziele befinden sich im Umland der Stadt. Mit einem Taxi oder den Sightseeingbussen kommt man auf eigene Faust hierher. Im Bergland über Palermo thront die lebhafte Stadt Monreale. Ihr Name bedeutet königlicher Berg. Hier erbaute Wilhelm II. eine Benediktinerabtei mit der schönsten normannischen Kirche ganz Italiens, der Santa Maria la Nuova. Innen ist sie über und über bedeckt mit goldglänzenden Mosaiken, in deren Mitte eine riesige Christusfigur prangt. Nordwestlich von Palermo erhebt sich der klotzige Monte Pellegrino, den Goethe als schönstes Vorgebirge der Welt bezeichnet hat. In Gipfelnähe erinnert das Santuario di Santa Rosalia an die Schutzpatronin der Stadt, eine Normannenprinzessin, die sich in diese Einsiedelei zurückgezogen hatte. Die Quellen hier sollen Wunderkraft besitzen. Landausflügler genießen insbesondere den schönen Blick.

Auf der anderen Seite des Monte Pellegrino liegt in einer kleinen Bucht Mondello, das sich von einem Fischerdorf zu einem der beliebtesten Badeorte Siziliens gemausert hat. Viele Urlauber von den Kreuzfahrtschiffen machen einen Landausflug hierher um den Tag am Strand zu verbringen.

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