Malta auf eigene Faust

Malta auf eigene Faust

Festung Malta

Maltas Hauptstadt Valletta hat den größten und durch Natur am besten geschützten Hafen im Mittelmeer. Die Ritter vom Johanniterorden bauten die Stadt zu einer Festung aus. Die Straßen wurden rasterartig angelegt, so dass der Seewind ungehindert durch die Stadt wehen und für Abkühlung sorgen kann. Die historische Stadt ist noch heute sehr gut erhalten und beherbergt eine Fülle an historischen Bauten wie den 1571 errichteten Großmeisterpalast, in dem heute das maltesische Parlament und der Staatspräsident untergebracht sind. In der St. John’s Co-Cathedral, einem Schmuckstück barocker Baukunst, wurden die Ordensritter bestattet. Ein Highlight sind die Upper Baccara Gardens, die mit einem Aufzug erreichbar sind. Seien Sie an Deck, wenn Ihr Kreuzfahrtschiff den Hafen von Valletta anläuft. Bei der Einfahrt in den in einer tief eingeschnittenen Bucht gelegenen Hafen ziehen die Schiffe an der historischen Skyline Vallettas vorbei. TUI Cruises nutzt den Hafen von Malta als Basishafen für Mittelmeer Kreuzfahrten. Hier finden Sie Tipps für Ihren Landausflug auf Malta auf eigene Faust. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Malta Tourism Authority. Angebote lokaler Landausflugsveranstalter finden Sie bei Viator.

Transport auf Malta auf eigene Faust

MSC Splendida vor der Valletta Waterfront

MSC Splendida vor der Valletta Waterfront

Der neue Kreuzfahrthafen Maltas befindet sich an der Valletta Waterfront. Das ist eine Reihe barocker Lagerhäuser, die für kulturelle Veranstaltungen umgebaut worden sind und mit Restaurants und Geschäften locken. Auch die Touristeninformation hat hier ein Büro. Alles ist sehr gut ausgeschildert. Diese Karte der Stadt und der Insel wird im Hafen ausgegeben.

Wer gut zu Fuß ist, kann die Altstadt gut per Pedes erkunden. Die Entfernungen sind nicht sehr groß. Wegen der hohen Mauern, die erst überwunden müssen, ist der Weg mit 1,6 Kilometern allerdings relativ lang und beschwerlich. Es gibt jedoch zwei Abkürzungen in Form von Fahrtstühlen. Der eine Fahrstuhl befindet sich bei den Upper Baccara Gardens. Wenn Sie aus dem Hafen kommen, halten Sie sich einfach rechts, bis Sie den Fahrstuhl an der linken Seite sehen. Der Weg ist leicht zu finden und die Fahrt kostet 1 Euro. Sie erreichen die wunderschönen Upper Baccara Gardens im historischen Zentrum der Stadt. Der zweite Fahrstuhl ist eigentlich für die Nutzer eines Parkhauses gedacht. Achten Sie im Bereich des Hafens auf einen Durchgang (s. Bild) mit dem Hinweis „MCP Car Parking“. Nach ca. 200 Metern im Tunnel erreichen Sie das Parkhaus. Fahren Sie mit dem Fahrstuhl bis Ebene 0. Dort angekommen sind Sie bereits in der Nähe des Busbahnhofs. Das historische Zentrum liegt jetzt direkt vor Ihnen. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich rund um die Republic Street, die am Busbahnhof beginnt.

Der Tunnel

Der Tunnel zum Parkhaus (Fahrstuhl)

Für Fahrten über Malta auf eigene Faust bieten sich die beliebten Hop-on Hop-off Rundfahrten mit oben offenen Doppeldeckerbussen an. Neben der bekannten Firma City Sightseeing gibt es auf der Insel mit der Firma Hello Malta Tours eine Alternative. Tickets kann man direkt am Bus oder an Schalterhäuschen erwerben. Oder vorab z.B. bei Viator. Im Zweifel würden wir die Preise kurz vergleichen. Zusammen stehen derzeit fünf verschiedene Routen zur Auswahl. Man steigt an den Haltestellen aus und fährt mit einem der nächsten Busse weiter.

Das öffentliche Busnetz wird seit 2011 von der Malta Public Transport organisiert und ist eine gute Alternative für Fahrten über die Insel. Den Weg zum zentralen Busbahnhof kennen Sie ja bereits (Tunnel zum Parkhaus). Alternativ können Sie auch einen Bus der Linie 130 nehmen, der vom Hafen zum Busbahnhof fährt. Vom Busbahnhof fahren die neuen und modernen Busse über die ganze Insel. Alle Buslinien laufen hier zusammen. Die Firma Malta Public Transport hat fast 200 neue Busse angeschafft. Die nostalgischen alten Busse Maltas werden heute leider nur noch für Nostalgiefahrten eingesetzt. Schilder informieren am Busbahnhof darüber, welche Buslinie wohin fährt. Die Tickets können direkt bei den Fahrern erworben werden.

Sightseeing-Tour

Sightseeing-Tour

Zahlreiche Taxen bieten am Kreuzfahrthafen vier verschiedene Rundfahrten mit einer Dauer von 2 bis 5 Stunden an. Die fünf Stundentour kostete z.B. 95 Euro und beinhaltet Stopps bei den Tempeln von Tarxien, im Fischerdorf Marsaxlokk und in den Three Citys auf der anderen Seite des Grand Harbour. Man kann die Taxen auch stundenweise mieten. Der Fahrpreis liegt zwischen 26 Euro für eine Stunde bis 136 Euro für 8 Stunden.

Wer möchte, kann sich am Kreuzfahrthafen in eine Kutsche setzen und sich durch Valletta fahren lassen. Diese Art der Stadtrundfahrt kostet 60 Euro pro Stunde. Verhandeln ist natürlich nicht verboten. Tierfreunde sollten auf die Verfassung der Tiere achten.

Die beliebten Hafenrundfahrten beginnen in überwiegend Sliema. Die meisten dauern ca. 90 Minuten und kosten ca. 15 Euro. Die gelben Wassertaxen vom Hafen dorthin gibt leider nicht mehr. Bitte fragen Sie bei der Touristeninformation nach Angeboten ab/bis Valletta Waterfront. Sliema befindet sich auf einer Halbinsel auf der (vom Kreuzfahrthafen aus gesehen) anderen Seite von Valletta und ist mit einem Taxi, einem öffentlichen Bus oder mit der Fähre vom Stadtzentrum aus erreichbar.

Tipps für Ihren Landausflug auf Malta auf eigene Faust

Blick auf Valletta

Blick auf Valletta

Valletta, die 1980 ins UNESCO-Welterbe aufgenommene Stadt des Johanniterordens, hat jedem Besucher etwas zu bieten: Befestigungsanlagen, Barockpaläste, Kirchen, Museen und Terrassencafes und anderes mehr. Die nach dem Großmeister Jean de la Valette benannte Stadt wurde 1565 nach Maltas Sieg über die Türken erbaut. Sie erstreckt sich festungsartig zwischen den Naturhäfen Marsamxett und Grand Harbour. Den schachbrettartig angelegten Stadtplan entwarf der vom Papst entsandte Baumeister Francesco Laparelli.

In den ehrwürdigen Mauern der historischen Stadt pulsiert heute modernes Leben. Die Auberge de Castille et Leon ist die prunkvollste Herberge der aus Spanien und Portugal stammenden Ordensritter. Heute residiert hier der Premierminister. Von den nahen Upper Barracca Gardens hat man einen herrlichen Blick auf den Grand Harbour und die „Three Cities“ am anderen Ufer des Grand Harbour. Genießen Sie im reizvollen kleinen Park die angenehme Stille.

Vallettas sehr belebte Hauptstraße heißt Republic Street. Sie verläuft schnurgerade auf dem Hügelrücken bis hinunter zum Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel. In der prachtvollen Auberge de Provence an der Hauptstraße ist das National Museum of Archeology untergebracht. Hier erhalten Sie eine ausgezeichnete Einführung in die Megalithkultur. Die St. John’s Co-Cathedral war die Konventskirche des Ordens und dem hl. Johannes dem Täufer geweiht. Sie ruht im wahrsten Sinne des Wortes auf den Gebeinen der Malteserritter: Hunderte von ihnen liegen unter den mit meisterhaften Intarsien verzierten Marmorplatten begraben.

Der Republic Square lädt mit seinen Terrassencafes zur Rast ein. Die Statue der Königin Viktoria erhebt sich vor der klassizistischen Fassade der Nationalbibliothek. Der 1571 fertig gestellte Grand Master’s Palace (Großmeisterpalast) dient heute als Sitz des Parlaments und des Staatspräsidenten. Nur wenige Räume sind öffentlich zugänglich, darunter die Prunkräume und die Waffenkammer.

Zur ursprünglichen Ordenspflicht der Johanniter gehörte es, Kranke und Verwundete zu pflegen. So ließen sie nahe dem Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel ein Hospital, die Sacra Infermeria, erbauen. Der größte Krankensaal war 155 m lang, 11 m breit und ebenso hoch. Die Ritter nahmen Patienten aller Glaubensrichtungen auf und behandelten sie voller Respekt als seigneurs malades (kranke Herren).

Prähistorische Stätten

Prähistorisches Malta

Prähistorisches Malta

Maltas vorgeschichtliche Funde geben den Archäologen noch immer Rätsel auf, und auch Laien werden angesichts der monumentalen Tempelanlagen aus der Jungsteinzeit in ehrfurchtsvolles Staunen versetzt. Mitten in Vallettas Vorort Paola liegt die am besten erhaltene Kultanlage Maltas, die Tempel von Tarxien. Die drei wichtigsten Sakralbauten des Komplexes stammen aus der Zeit von 3000— 2500 v.Chr. und wurden erst kurz
vor dem 1. Weltkrieg entdeckt. Sie bestehen aus beeindruckend genau zugeschnittenen riesigen Steinblöcken und weisen prächtige, mit Reliefs verzierte Kultnischen auf. Auch die Innenwände schmücken Reliefs, auf welchen Opfertiere dargestellt sind. Es handelt sich allerdings um Kopien. Die Originale befinden sich im Archäologischen Museum in Valletta.

Nur einige Hundert Meter neben dieser Anlage liegt eine weitere bedeutende archäologische Stätte: das Hypogäum, ein 1902 entdecktes unterirdisches Heiligtum, das ebenfalls aus der Zeit um 3000 v. Chr. stammt. Tausende von Menschen wurden in diesem dreistöckigen Höhlenlabyrinth mit kostbaren Grabbeigaben (Schmuck und Keramik) bestattet. Das durch Kohlendioxid (den Atem der Besucher) und Sickerwasser beschädigte Heiligtum musste in den 1990er-Jahren geschlossen werden, und heute ist die täglich zugelassene Anzahl an Besuchern auf 80 beschränkt. Reservieren Sie möglichst frühzeitig.

Mdina

Mdina

Mdina

Einen der erhebendsten Anblicke auf Malta bildet zweifellos das im westlichen Zentrum der Insel gelegene, hoch über der Ebene aufragende alte Mdina mit seinen Festungsmauern und Kuppeln. Die Geschichte dieses Ortes reicht angeblich 4.000 Jahre zurück. Zu seiner Vormachtstellung gelangte es in römischer Zeit, während der es die Inselhauptstadt war. Es verlor seine historische Bedeutung, als die Johanniter Valletta zur Kapitale Maltas erklärten. Die St. Paul’s Cathedral ist wohl Maltas majestätischstes Gotteshaus. Der Legende nach soll der Apostel Paulus an dieser Stelle den römischen Statthalter Publius zum Christentum bekehrt haben. Von außen unsichtbar, von innen dagegen überwältigend ist die riesige Kuppel, durch die Licht in die Kathedrale strömt.

Außerhalb der Stadtmauern erstreckt sich der Vorort Rabat, der in römischer Zeit noch innerhalb der Mauern lag und erst von den Arabern im 9. Jahrhundert abgetrennt wurde. Am Rande der Parkanlagen zwischen den beiden Städten befinden sich die Reste der Römischen Villa aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Bemerkenswert ist der Innenhof mit Säulengang und einem schönen Mosaikboden. Rund um die Stadtvilla hat man das Museum für Römische Antiquitäten errichtet.

Marsaxlokk

Das Fischerstädtchen Marsaxlokk gilt als schönster Ort auf Malta. Die bunten Fischerboote, Luzzus genannt, schaukeln im Hafen vor der Kulisse der schönen Kirche „Our Lady of Pompei“. Den gefangenen Fisch kann man in zahlreichen Fischrestaurants am Hafen probieren. Wenn Sie am Sonntagvormittag kommen, können Sie am Hafen den größten Markt Maltas erleben.

Rotunde von Mosta

Rotunde von Mosta

Weitere Ausflugsziele

Wenn Sie eine Rundfahrt über die Insel unternehmen, werden Sie weitere Sehenswürdigkeiten und Ausflugziele kennenlernen. Ein beliebter Haltepunkt ist zum Beispiel die Rotunde von Mosta. Das ist ein katholisches Gotteshaus mit der viertgrößten freitragende Kuppel der Welt. Eine prachtvolle Kirche in einem Ort, der nur knapp 20.000 Einwohner zählt. Die „Blue Grotto“ ist ein weiteres Ausflugsziel. Kleine Ausflugsboote fahren einige Grotten an (die Blaue Grotte ist die größte der Grotten) in denen das Wasser durch Blaualgen himmelblau leuchtet. Das Kunsthandwerkerdorf Ta‘ Qali wird ebenfalls viel angefahren. In alten (kleinen) Flugzeughangars aus dem 2. Weltkrieg haben sich Kunsthandwerker (Glasbläser, Töpfer, Goldschmiede etc.) niedergelassen. Wer möchte, kann den Kunsthandwerkern bei der Arbeit zusehen und Souvenirs kaufen.

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