Colon auf eigene Faust

Colon auf eigene Faust

Panama

Die Region um die Stadt Colon ist mit ca. 240.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Panamas und liegt am karibischen Zugang des berühmten Panamakanals. Von hier erstreckt sich der gut 80 Kilometer lange und 12 Meter tiefe Kanal bis nach Panama Stadt an der Pazifikküste. Für den Betrieb der drei gigantischen Schleusen Miraflores, Pedro Miguel und Gatun sind zwei Staubecken gebaut worden. Einer davon ist der 426 Quadratkilometer große Gatunsee. Die berühmten Gatun Locks (Schleusen) befinden sich in der Nähe von Colon.

Die Stadt Colon selber wurde erst 1850 gegründet und ist für Touristen nicht besonders attraktiv. Im Gegenteil, sie gilt sogar als unsicheres Pflaster mit hoher Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Dieser Hafen an der Karibikküste Panamas lebt von seiner Nähe zum Panamakanal. Die offizielle Währung ist der Balboa. US Dollars werden überall gerne akzeptiert. Viele Menschen sprechen neben spanisch auch englisch. Hier finden Sie Anregungen für Ihren Landausflug in Colon auf eigene Faust. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von visitpanama.com.

Transport in Colon auf eigene Faust

Kreuzfahrtschiffe in Colon

Kreuzfahrtschiffe in Colon

Für Kreuzfahrtschiffe wurde im Jahr 2000 der moderne Kreuzfahrthafen Colon 2000 gebaut. Eine Fußgängerbrücke führt vom Kreuzfahrtschiff direkt in eine moderne Mall mit Geschäften, Gastronomie und einem Hotel. Im Jahre 2008 wurde ein zweiter Pier mit einem weiteren Kreuzfahrtterminal ergänzt. Die Passagiere der hier liegenden Kreuzfahrtschiffe können zu Fuß zur Mall laufen. Auf dem Bild links sieht man ein Kreuzfahrtschiff von Celebrity Cruises am Colon 2000 Pier. Ein Kreuzfahrtschiff von Royal Caribbean liegt ein Stück weiter links an dem im Jahre 2008 neu geschaffenen Terminal. Der gesamte Bereich ist eingezäunt und bewacht. Der ca. 5 Kilometer entfernte Christobal Pier wird heute kaum noch von Kreuzfahrtschiffen genutzt.

Die Lage der Häfen

Die Lage der Häfen

 

Colon auf eigene Faust ist nur begrenzt ratsam. Die Stadt gilt selbst in Panama als nicht wirklich sicher. Wir empfehlen ein Taxi oder einen organisierten Landausflug, den Sie an Bord oder bei einem der lokalen Anbieter buchen können. Angebote lokaler Veranstalter finden Sie im Terminal oder vorab z.B. bei Viator. Die Firmen Panamataxi (panamataxi.com) und Rudy’s Panama Tours (rudystours.com) bieten Landausflüge mit deutschsprachigen Reiseleitern an.

Blick vom Schiff

Blick vom Schiff

Taxen sind zahlreich und gut überwacht. Im Terminal gibt es einen Stand, an dem Sie Taxen buchen können. Man vermerkt Ihren Namen, den Namen und die Abfahrtzeit des Schiffes, die Uhrzeit der geplanten Rückkehr und die Nummer des Taxifahrers. Es wird also sehr viele für die Sicherheit der Urlauber getan. Die Fahrpreise sind reguliert und werden auf Schildern veröffentlicht.

Highlights für Ihre Landausflüge in Panama

Das Highlight dieses Hafens ist natürlich der berühmte Panamakanal. Es gibt aber auch einige weitere interessante Landausflugsziele wie Portobelo oder die schöne Isla Grande.

Der Panamakanal

Kreuzfahrtschiffe in einer Schleuse des Kanals

Kreuzfahrtschiffe in einer Schleuse des Kanals

Der gut achtzig Kilometer lange Panamakanal beginnt in Colon und endet in Panama-Stadt am Pazifik. Er wird jährlich von über 14.000 Schiffen genutzt, die auf diese Weise den 30.000 Kilometer langen und gefährlichen Umweg um Kap Hoorn sparen. Der Kanal ist das technisches Wunderwerk und das Highlight eines Panamabesuches. Viele Kreuzfahrtschiffe fahren durch den Kanal.

Bei einem Stopp in Colon haben Sie die Möglichkeit, den Kanal zum Beispiel im Rahmen einer Bootsfahrt zu erkunden oder die gewaltigen Schleusen zu besichtigen. Dichter Urwald reicht bis an das Ufer. Vom Schiff aus können Sie exotische Tiere beobachten. Entlang des Kanals zwischen Pazifik und Atlantik gibt es eine Eisenbahnlinie. Die Panama Canal Railway. Die Züge nehmen neuerdings auch Passagiere mit. Eine Zugfahrt wird im Rahmen von Landausflügen angeboten.

Portobelo

Portobelo

Portobelo

Portobelo ist heute eine Kleinstadt an der Karibikküste Panamas unweit von Colon. Die schöne Stadt lebt von ihrer wechselvollen Gesichte. Von hier starteten die Schiffe der spanischen Silberflotte. Dies lockte natürlich immer wieder die berühmtesten Piraten zu Angriffen. 1596 starb der englische Freibeuter Francis Drake an Fieber, während er versuchte den Hafen zu erobern und zu plündern. Henry Morgan war 1668 erfolgreicher. Er griff von der Landseite aus an und plünderte die Stadt.

Den Besuch in Portobelo kann man gut mit einem Strandaufenthalt auf der Isla Grande verbinden.

Die Flora und Fauna am Kanal

Panamakanal

Dichtes Grün am Panamakanal

Wer mit dem Schiff auf dem Kanal unterwegs, wird von einer außergewöhnlichen Fauna und üppigen Flora überrascht. Das Besondere an den Urwäldern hier in Mittelamerika ist die Artenvielfalt. Die Region beherbergt zum Beispiel 950 Vogelarten. Das ist mehr als doppelt soviel wie in Europa. Auch in der Artenvielfalt der Bäume ist die Region weltweiter Rekordhalter. Leider ist der Regenwald wie überall auf der Welt gefährdet. Unter anderem durch den weiteren Ausbau des Kanals. Beliebt sich auch Besuche bei den Embrera Indianern. Diese haben sich in den 60er Jahren im Nationalpark Chagres angesiedelt und gewähren Einblicke in ihre Lebensweise und Kultur.

Strände

An der Karibikküste in der Region Colon gibt es zwei empfehlenswerte Bademöglichkeiten. Da ist zum einen der Langosta Beach, der eigentlich Playa de la Angosta heißt. Dieser schöne Strand liegt auf halbem Weg nach Portobelo. Wunderschön sind die Strände auf der Insel Isla Grande. Diese liegt hinter Portobelo etwa eine Autostunde von Colon entfernt. Von dem kleinen Dorf la Guavra aus fahren Boote zur Isla Grande.

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