Athen auf eigene Faust

Athen auf eigene Faust

Der Parthenon auf der Akropolis

Athen ist ein beliebtes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten im östlichen Mittelmeer. Griechenlands Hauptstadt ist eine Touristenattraktion ersten Ranges. Als der Ort, an dem vor rund 2.500 Jahren viele Entwicklungen, die Europa bis heute prägen, begannen, hat Athen eine ähnliche Strahlkraft wie Rom. Steinernes Symbol dieser großen Geschichte ist natürlich die Akropolis. Wie kein anderes Baudenkmal symbolisiert dieses hoch über der Stadt auf einem Felsplateau thronende Ensemble von Tempelruinen das antike Griechenland, das als Geburtsstätte der Demokratie und als Wiege europäischer Wissenschaft und Philosophie gilt. Unserer Erfahrung nach kann man die Akropolis gut im Laufe des Nachmittags besuchen. Morgens wird es schnell sehr voll. Athen hat aber mehr und anderes zu bieten als die Akropolis: Die Altstadt Plaka zum Beispiel oder den Syntagma-Platz. Dazu einige weltbekannte Museen, in denen Sie Kunstschätze aus allen Epochen der griechischen Geschichte besichtigen können. Hier finden Sie Tipps für Ihren Tag in Athen auf eigene Faust. Angebote und Aktivitäten lokaler Veranstalter finden Sie finden Sie zum Beispiel bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de.

Transport in Athen auf eigene Faust

Der Hafen von Piräus ist sehr geschäftig. Hier starten die Fähren zu den griechischen Inseln und an den Kreuzfahrtterminals A und B machen jedes Jahr mehrere hundert Kreuzfahrtschiffe fest. An zuätzlichen Kapazitäten wird gearbeitet. Es wird zum Beispiel ein drittes Terminal gebaut.

Überblick über den Hafen

Überblick über den Hafen

Die meisten Passagiere nutzen ihren Aufenthalt in Piräus zu einer Sightseeingtour durch das gut 10 Kilometer entfernte Athen. Natürlich werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Mit ein wenig Vorbereitung können Sie Athen auf eigene Faust erleben. Dazu finden Sie hier einige Tipps und Informationen.

Haltestellen von Bus X80

Haltestellen von Bus X80

Ein besonders hilreicher Service ist seit 2015 der Bus X80 der Verkehrsbetriebe. Dieser startet alle 30 Minuten von Haltestellen in der Nähe von Terminal A und B und fährt nach Athen. Auf der Strecke gibt es mehrere Haltestellen (s. Bild), darunter eine Metrostation. Der Fahrpreis lag 2016 bei 4 Euro. Es handelt sich um ein Tagesticket, dass auch für die Rückfahrt und für die Metro sowie für andere öffentliche Busse gilt.

Eine gute und bequeme Möglichkeit sind die beliebten Sightseeing Busse, die (wie in alle größeren Häfen im Mittelmeer) auch in Athen Stadtrundfahrten anbieten. Nach dem bewährten Hop-on Hop-off Prinzip, kann man unterwegs an zahlreichen Sehenswürdigkeiten aussteigen und mit einem der nächsten Busse weiterfahren. Es gibt mehrere Anbieter, darunter die roten Busse der Firma City Sightseeing, die gelben Busse von Athens Open Tour und blaue Busse von Sights of Athens. Sie sehen die Busse, wenn Sie im Hafen ankommen. Die Firma Sights of Athens betreibt noch eine kleine Touristenbahn, die ihre Runden in Piräus dreht. Tickets können Sie vor Ort oder vorab z.B. bei Viator buchen.

Alternativ kann man sich von einer der zahllosen Taxen fahren lassen. Mit etwas Glück spricht Ihr Fahrer sogar etwas deutsch. Wir haben im Sommer 2015 25 Euro für eine Fahrt ins Zentrum bezahlt. Für eine mehrstündige Taxirundfahrt zahlt man ca. 100 Euro. Für die Fahrt zum Kap Sounion werden ca. 100 Euro verlangt. Der Fahrpreis gilt für bis zu vier Personen. Sprechen Sie mit den Fahrern und klären Sie die Preisfrage vor der Abfahrt.

Metro

Metro

Die Metrostation in Piräus ist von den Terminals zu Fuß in ca. 20 bis 30 Minuten (etwa 2 Kilometer) erreichbar. Eigentlich hat der Bus X80 diesen Fußmarsch überflüssig gemacht. Folgen Sie einfach der Hauptstraße, die um das runde Hafenbecken herumführt. Wenn Sie eine Fußgängerbrücke sehen, sind Sie richtig. Dahinter ist die Bahnstation (Metro). Von hier fahren die Züge der grünen Linie in die Innenstadt. Es gibt nur diese eine Linie. Das macht es einfach. An der Station Thissio können Sie die Akropolis erreichen. Günstiger ist jedoch die Station Acropoli an der roten Linie. Um diese zu erreichen, muss man jedoch zweimal umsteigen und je eine Station fahren. Eine Station hinter Thissio ist Monastiraki. Hier kann man umsteigen in die blaue Linie und zum Syntagma-Platz fahren. Einen Plan der Metro können Sie hier herunterladen.

Tipps für Ihren Landausflug in Athen

Seit 1834 ist Athen die Hauptstadt des unabhängigen Griechenland. Einer der zentralen Plätze der Stadt ist der Syntagma-Platz im Herzen des Geschäftsviertels. Der Name des Platzes erinnert an die griechische Verfassung vom März 1844, die vom Balkon des klassizistischen Königspalastes an seiner Ostseite proklamiert wurde.

Wachwechsel

Wachwechsel

Seit 1935 hat hier das Parlament seinen Sitz. Vor dem Gebäude befindet sich das Denkmal des Unbekannten Soldaten, an dem die Evzonen (königliche Leibgarde) in traditioneller Uniform Wache halten. Sehen Sie sich die Wachablösung an, die jede Stunde (sonntags nur einmal) stattfindet.

In einer Nebenstraße (Vasilissis Sofias 22), nur wenige hundert Meter vom Parlament entfernt, widmet sich das Byzantinische Museum der byzantinischen Kultur. Hinter dem Parlament befindet sich der wunderschöne Nationalgarten mit seinen exotischen Pflanzen und Zierteichen. Wenn Sie durch den Nationalgarten gehen, erreichen Sie am anderen Ende des Parks das Panathinaikos-Stadion mit Sitzreihen aus Marmor. Es wurde 1896 anlässlich der ersten Olympischen Spiele der Moderne gebaut und war bei den Olympischen Spielen von 2004 das Ziel des Marathonlaufs.

Einige Straßen nördlich des Omonia-Platzes wartet das Archäologische Nationalmuseum mit seiner einzigartigen Sammlung der großen Kulturen des antiken Griechenlands. Der Omonia-Platz ist ca. 1,5 Kilometer vom Syntagma-Platz entfernt und kann zu Fuß oder mit der Metro erreicht werden. Zu den kostbarsten Schätzen des Museums gehört die goldene Totenmaske eines Achäerkönigs, die der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann 1876 in Mykene zutage förderte.

Plaka

Plaka

Das älteste Viertel der Hauptstadt ist die seit über 3000 Jahren bewohnte Plaka, ein malerisches Gassenlabyrinth am Nordosthang der Akropolis gut einen Kilometer vom Syntagma-Platz entfernt. Die jetzige Anlage geht größtenteils auf die türkische Zeit zurück. Antike Ruinen, byzantinische Kirchen, Museen, Läden, Bars, Nachtklubs und Tavernen sind hier auf weniger als einen Quadratkilometer zusammengedrängt. In den engen, meist verkehrsfreien Gassen der Plaka stößt man auf Wohnhäuser des 19. Jh. mit ockerfarbenen Fassaden, grünen Fensterläden und Balkons. Die idyllischen Höfe zieren blühende Bougainvillea und Hibiskus. Unweit der Plaka befindet sich das moderne Neue Akropolismuseum am Südfuß der Akropolis. Es wurde 2009 eingeweiht. Hier werden Kunstwerke, die auf der Akropolis gefunden wurden, ausgestellt. Das Museum liegt an der Dionysiou Areopagitou Straße, die als eine der beliebstesten Einkaufsstraßen Athens gilt.

Das Felsplateau der Akropolis war die Keimzelle des antiken Athens und ist natürlich der Höhepunkt eines Landausfluges in Athen. Akropolis bedeutet „hohe Stadt“ oder Zitadelle. Man betritt die Akropolis von Westen her durch das Beulé-Tor, benannt nach dem französischen Archäologen, der 1852 diesen römischen Bau aus dem 3. Jh. entdeckte. Neben dem Beule-Tor gibt es heute noch vier Bauwerke auf der Akropolis. Die Propyläen, der Nike-Tempel, das Erechtheion und natürlich der berühmten Parthenon. Letzterer ist 69 Meter lang und 31 Meter breit. Neben den berühmten Bauwerken bietet die Akropolis einen fantastischen Rundblick über Athen. Von der Südmauer fällt der Blick auf das antike Dionysos-Theater mit 17.000 Plätzen.

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